Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Wer ist in einer kabbalistischen Gruppe dein Freund?

Eine Frage, die ich von einem meiner Studenten erhielt: Sie sagen, dass man seinen Freund in der Gruppe als Kind behandeln soll, mit Liebe und ohne ihn zu verurteilen. Wir müssen uns zu einer höheren Stufe des Verständnisses erheben und erkennen, dass es das Wichtigste ist, unsere Freunde mit der Regel „Liebe deinen Freund wie dich selbst“ zu behandeln.

Aber bedeutet das, dass wir Beleidigungen durch unsere „Freunde“ ignorieren müssen und sie nicht tadeln sollen, selbst wenn ihre Handlungen uns moralisch und physisch schaden? Jedesmal, wenn mir dies geschieht, möchte ich die Situation klären und ich habe das Gefühl, dass diese Person nicht mein Freund ist. Oder soll ich mich in solchen Fällen von dieser Person distanzieren, um die negativen Gefühle zu vermeiden, auch wenn wir beide Kabbala studieren?

Meine Antwort: Rabash hat geschrieben, wenn du aufrichtig versuchst, die Situation mit dieser Person zu klären und deine Versuche scheitern, dass du sie alleine lassen und so handeln sollst, als ob du sie nicht bemerkst. Du musst warten, dass die Person sich entwickelt und wenn das der Fall ist, wird sie dein Freund werden. Wenn du diese Einstellung behältst, wird dir das helfen!

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Wir erreichen den Schöpfer, wenn wir seine Handlungen nachahmen

Fragen, die ich über das Studium der Gematria, die Charaktere der alten Texte und die zwei Formen der Verlangen erhielt:

Frage: Bezieht sich das Studium der Gematria auf die Kabbala? Was ist das Ziel dieser Wissenschaft? Was können wir daraus lernen?

Meine Antwort: Gematria ist eine Methode, welche die Beziehungen zwischen den spirituellen Eigenschaften und den verschiedenen Seelen aufzeichnet. Ähnlich den modernen Aufzeichnungsmethoden für Information. Die Buchstaben stellen Eigenschaften dar, die aus dem System der Signale, welches uns steuert, stammen. Wenn wir die Reihenfolge der Buchstaben als Worte darstellen, dann sehen wir nicht die eigentlichen Worte, sondern eher das Programm, welches die Welt lenkt.

Die Gematria gibt uns ein Beispiel davon, wie wir sein sollten. Unsere gesamte Arbeit liegt darin, dem Schöpfer gleich zu werden.

Dieses Gleichsein kann man nur durch Nachahmung Seiner Handlungen erreichen, so wie ein Kind von den Erwachsenen lernt.

Frage: Die Kabbala spricht von Adam, Eva und anderen Charakteren aus alten Texten. Ich wüßte gerne, wer diese Menschen waren.

Meine Antwort: Es sind innere Kräfte aus der Wurzel der Seele: Die gebende männliche Quelle und die empfangende weibliche. In der Kabbala sind dies die Strukturen von S`A und Malchut. Für mehr Informationen lest bitte Das Buch Sohar.

Frage: Kann man sagen, dass es zwei Formen von Verlangen gibt? Das Erste ist das Verlangen sich selbst zu erfreuen und das Zweite – andere zu erfreuen. Das Erste ist sehr begrenzt und das Zweite ewig und unendlich.

Meine Antwort: Das stimmt!

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Bildung muss das Verlangen nach Entdeckung einflößen


Die Menschheit hat ihr Bildungssystem über Tausende von Jahren entwickelt und es besteht aus zwei Teilen:

• Bildung (Geist, Intellekt, Gehirn): Einem Kind wird sein zukünftiger Beruf gelehrt, weil es ohne ihn im Leben nicht vorwärts kommt.
• Erziehung (Sinne, Herz): Bei Abwesenheit eines Prozesses, der das Kind in ein menschliches Wesen formt, hat Bildung das Potential Schaden statt Gutes anzurichten.

Auch während es einen Beruf lernt, sollt man einem Kind nicht vorgefertigte Erklärungen, Formeln, Lösungen oder Ähnliches geben. Es sollte nichts in seiner finalen Form erhalten. Zuerst muss es den Gegenstand diskutieren, testen und analysieren, um auf seine eigene Weise die Wahrheit zu offenbaren und den Nervenkitzel bei der Entdeckung zu fühlen. Ein solcher Ansatz wird es inspirieren; es erlangt eigenständig die Lösung, zu welcher der Lehrer es bringen möchte.

Das Studium der Tora hat immer in Form von Diskussionen stattgefunden und erlaubte den Austausch von Meinungen. Ein Student wird absichtlich verwirrt, wenn er in eine zu untersuchende Aufgabe miteinbezogen wird. Das zwingt ihn, eine Lösung zu suchen, und schärft seine unabhängigen Argumente. Schlussendlich meistert er im Prozess seiner Entwicklung das Problem, indem er für sich „das Buch öffnete“ und auf einmal versteht, was darin geschrieben ist.

Ein Buch muss ein Kind dazu bringen, sich zu entwickeln. Es muss die Formel entdecken, indem es den Schritten des Entdeckers folgt.

Man muss Wissen erlangen, und es nicht einfach nur erhalten, wie es in der herkömmlichen Ausbildung geschieht.

In diesem Sinne dient der Talmud als exzellentes Beispiel für ein wahres Lehrbuch. Schließlich studieren wir ihn, um uns zu entwickeln und nicht um Daten zu speichern.

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Bildung durch Dialog und Diskussion


Eine Frage, die ich erhielt: Wie können wir die neue Bildungsmethode mit dem Streben nach guten Noten seitens der Studenten in Einklang bringen, damit sie ihre Ausbildung an der Universität weiterführen können? Immerhin basiert unsere gesamte Gesellschaft auf Wettbewerb.

Meine Antwort: Um im Leben erfolgreich zu sein, muss sich ein Mensch auf eine wirklich freie Art und Weise entwickeln können.
Wir erleben gerade eine Krise in Wissenschaft, Ausbildung und Kultur, weil wir den Menschen nicht richtig formen.

Heutige Menschen machen keine Entdeckungen mehr in der Natur; sie können nichts mehr aufdecken, weil wir sie eingeengt haben, indem wir ihnen zu enge Grenzen gesetzt haben. Wir haben jeden Menschen zu einer einzelnen Schraube gemacht und nichts anderem. Er weiß nun, welchen Beruf er ergreifen soll, damit er mehr Geld verdienen kann, welche Studienfächer er aussuchen soll, damit er das umsetzten kann, und das ist sein einziges Ziel. Das macht ihn jedoch nicht glücklich, sondern nur wohlhabend.

Das größte Problem ist, dass wir dem Kind keine Möglichkeit bieten, sich eigenständig zu entwickeln: von ihm wird nicht verlangt, irgendetwas Neues zu erfinden oder sich auszudenken. Es wird schnell mit verschiedenem Wissen vollgepfropft, um gute Noten zu bekommen und seine Ausbildung fortzusetzen. Dabei zerstört man die Kreativität eines Kindes und das wird dann zu einem Problem – die Menschen werden zu Marionetten.

Wir meinen, dass ein Kind in separaten Bereichen und auf strikte Art und Weise ausgebildet werden muss: Klassen, Examen, Formeln usw. Das Problem ist nur, dass unsere Natur diese Art nicht ausstehen kann. Und wenn wir dieses verkehrte Ausbildungssystem nicht berichtigen, werden unsere Kinder es selbst zurückweisen. Man sieht doch, wie jede Generation immer mehr dieses System verachtet, je mehr wir unkorrigiert weitermachen und nicht mehr in der Lage sind, uns selbst zu finden.

Es ist möglich, Geographie, Geschichte, Mathematik und jedes andere Fach auf eine andere Art zu studieren – auf eine kreative Weise. Die Herangehensweise muss auf einer gesellschaftlichen Basis geschehen. Immerhin sagen wir, dass die Welt „rund“ ist, und so muss auch das Klassenzimmer „rund“ werden und alles enthalten. Und Kinder sollten sich selbst in Form von Diskussionen, Fragen und Antworten ausbilden. Der Job des Ausbilders ist, sie beim Übergang von einem Thema zum anderen zu unterstützen.

Eben durch die Ausbildung via Dialogen, Diskussionen und Argumenten wird die Entwicklung eines Menschen gefördert. Dies wird durch Tausenden von Jahren an Erfahrung bewiesen, die nicht nur aus der Wissenschaft der Kabbala herrühren, sondern auch aus vielen uralten Kulturen.

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Was wir für Liebe halten, ist Egoismus in einer Verkleidung


Eine Frage, die ich erhielt: Weshalb sagen Sie, dass wir nicht wissen oder verstehen was „Liebe für die anderen“ ist?

Meine Antwort: Die Menschen denken normalerweise, dass „Liebe“ mit Sachen wie Sex, Fürsorge für ein Kind oder der Hilfe für Kranke und Bedürftige zu tun hat. Nun ist es an der Zeit, diesen Begriff zu verstehen, der den Grund für den Ausbruch der Krise darstellt. Die Krise ist da, um uns erkennen zu lassen, was Liebe ist und was es heißt, Liebe zu benötigen. Das ist eigentlich die Essenz der Krise.

Der einzige Zweck von allem, was im Finanzbereich, der Industrie und auf anderen Gebieten geschieht, ist uns zu zeigen, was Liebe wirklich ist. Wir werden dann in der Lage sein, alles mit diesem Begriff zu vergleichen und wir werden realisieren, dass in diesem Moment unsere einzige Eigenschaft der Egoismus ist.

Die Menschen werden diesen Prozess durchmachen müssen, der sich „die Enthüllung des Bösen“ nennt. Sie müssen sehe, dass ihr aktuelles Verständnis der Liebe schlecht ist, so wie die Tatsache, dass sie bereits denken, andere zu lieben. Die Leute werden dann erkennen, dass wenn sie sich gegenseitig so behandeln, wie sie es tun, jeder sich schlecht fühlen wird – individuell und kollektiv. Ich mag mich persönlich gut fühlen, aber solange ich andere nicht liebe, befinde ich mich immer noch in einem schlechten Zustand.

Wir müssen definieren, was „Liebe für die anderen“ wirklich ist, wie auch ihr Gegenteil – der Hass, denn „das Licht ist der Dunkelheit überlegen.“ Solange wir nicht anerkennen, dass wir jeden außer uns selbst hassen, werden wir nicht fähig sein, zur Liebe hinüber zu wechseln. Das ist die erste Stufe und die Menschheit hat damit begonnen, sich ihr zu nähern.

In der verbleibenden Zeit geben sich die Leute damit einverstanden und denken „Ja, es ist möglich, dass wir uns gegenseitig nicht genug lieben“. Sie haben jedoch noch nicht damit begonnen zu erkennen, dass uns der Hass regiert.

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Kinder sind ihre eigenen besten Lehrer


Nachdem es seit mehr als 200 Jahren moderne Schulen gibt, stecken sie in einer tiefen Krise, die sich in den letzten Jahrzehnten entfaltet hat. Schulen müssen Orte werden, an denen das Umfeld so angenehm ist, wie es in der Vergangenheit war. Das Wort „Schule“ wird aus dem Altgriechischen als „Muße“ übersetzt, was eine angenehme Weise ist, Zeit zu verbringen.

Ein Mensch kann sich nicht in einem Umfeld entwickeln, in dem Unterdrückung herrscht, da es einen Menschen dazu veranlasst, sich einzuschränken und sich von anderen abzuschotten. Genau dieses Umfeld bieten heute die Schulen ihren Schülern. Für ein Kind ist Freiheit notwendig, damit es sich öffnet und seinen eigenen Platz und seine Bestimmung in der Welt findet, so dass es fähig ist, auf unabhängige Weise diese wichtigen Entscheidungen zu treffen.

Deshalb müssen wir unseren Kindern helfen, sich ohne irgendeine Beschränkung zu entwickeln. Jedes Einzelne muss innerlich vollständig frei sein und von der Gesellschaft erzogen werden. Kinder werden einander innerhalb der Gruppe, der sie angehören, auf natürliche Weise erziehen und die Gruppe wird für diejenigen sorgen, die ihr angehören. Die Aufgabe der Lehrer ist es, die Gruppe zu organisieren. Die Gesellschaft wird die Gruppen beobachten, weil die Gesellschaft eine Ordnung erschafft und keiner Person oder Gruppe erlauben wird, zu tun, was sie wollen, da jeder ein Mitglied dieser Gesellschaft sein möchte.

Nach der Wissenschaft der Kabbala ist das die erfolgreichste Methode gesellschaftlicher Organisation, welche die richtige Entwicklung des Menschen fördert. Unter solchen Bedingungen sollte die Anwesenheit von Eltern, Lehrern und anderen Erwachsenen nicht zu bemerken sein und von den Kindern nicht gespürt werden. Diese Methode wird jedem Kind die beste Gelegenheit bieten, sich nach seinem eigenen Potenzial zu entwickeln.

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Einsicht muss vor Handlung kommen


Eine Frage, die ich erhielt: Ich verstehe, dass eine spirituell entwickelte Person fühlen und begreifen kann, dass es notwendig ist, die Balance mit der allgemeinen Natur – der Höheren Kraft – zu bewahren. Aber in der allerersten Phase, wenn man zum ersten Mal diese Erklärung hört, was bedeutet diese Balance für einen? Wie muss man seine Einstellung zum Leben beim allerersten Schritt auf seinem Weg verändern?

Meine Antwort: Man kann nicht handeln, ehe man zur Erkenntnis seines wahren Zustands gelangt ist! Man kann nicht zur Tat eilen, bevor man eine Berechnung bezogen auf diese Erkenntnis gemacht hat – das ist wirklich zerstörerisch! Wir haben unseren angemessenen Anteil an solcher Torheit bekommen!

Zuerst muss man unsere Welt studieren. Es ist eine globale Welt, in der alle Teile voneinander abhängig sind. Man muss es fühlen! Nur dann kann man zur Handlung voranschreiten. Bis man zur Einsicht gelangt ist – sollte man nichts unternehmen. Das ist vergleichbar mit dem Dutzend Schuljahren, das man als Kind gemacht hat. Nun muss man studieren, bevor man bereit und fähig ist, um irgendeine Handlung korrekt auszuführen.

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Schönheit ist in den Augen des Willens zu empfangen


In den Nachrichten (aus WWJ Newsradio): „Studie: Babies mit Gesichtsfehlern bringen Frauen aus der Fassung“ Verwirrende neue Forschung deutet darauf hin, dass Frauen sich schwerer damit tun als Männer, wenn sie Babies anschauen, die Geburtsschäden im Gesicht haben … Männer strengen sich dreimal mehr an, schöne Frauen anzuschauen als Frauen, wenn sie attraktive Männer sehen … Beide Geschlechter verwenden gleich viel Zeit und Aufwand, wenn sie Fotos von normalen Babies betrachten … der Forscher Igor Elman erwähnte, dass frühere Arbeiten die Aussetzung und Vernachlässigung von Kindern mit einer abnormalen Erscheinung in Verbindung brachten und fragte sich sogar, ob die Erkenntnisse nicht das Konzept der vorbehaltslosen Mutterliebe in Frage stellen.

Mein Kommentar: Wo ist die allumfassende und grenzenlose, barmherzige Mutterliebe? Ach, alles ist durch Hormone und Gene vorherbestimmt. Männer schauen Frauen an, denn es bringt ihnen Freude. Frauen haben keine Freude daran, Männer zu beobachten. Die elementare Grundlage der Natur ist das Verlangen zu empfangen (Freude). Das ist es, was unser Verhalten vollständig bestimmt.

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Warum ist es leichter, Sushi zu lieben als seinen Nächsten zu lieben?


Eine Frage, die ich erhielt: Man muss keine Anstrengung unternehmen, um Sushi oder sein Kind zu lieben. Warum ist es so, dass man, um seinen Nächsten zu lieben, durch einen so schwierigen, aufwendigen und langen Prozess gehen muss?

Meine Antwort: Wenn wir unser egoistisches Verlangen befriedigen, funktionieren wir instinktiv: wir lieben uns selbst und alles was uns gehört, und wir lehnen alles ab, was fremd ist, weil wir spüren, dass es fern von uns ist und nicht zu uns gehört. Diese Empfindung des Unterschieds zwischen „mein“ und „dem Rest“ wurde in uns erschaffen, um uns erkennen zu lassen, dass wir zur ganzen Welt und zum Schöpfer entgegengesetzt sind. Die Offenbarung dieser Tatsache wird die Offenbarung der „zerbrochenen gemeinsamen Seele“ genannt.

Wenn der Schöpfer für eine Person klar offenbart wäre, würde die Person ihrer Entscheidungsfreiheit, jeglicher freier Verlangen, Gedanken und Handlungen beraubt sein. Sie würde vor dem Schöpfer vollständig annulliert sein. Damit der Mensch Gleichheit mit dem Schöpfer erlangt, der die Eigenschaft des Gebens ist, muss er in einem Zustand beginnen, in dem der Schöpfer für die Person verborgen ist. Allerdings benötigt man dann anstelle des Schöpfers ein anderes Vorbild oder Modell der Eigenschaft des Gebens und der Liebe.

Um diese Gelegenheit für uns zu erschaffen, um zur Gleichheit mit dem Schöpfer zu gelangen, während Er verborgen ist, zerbrach die einzelne Seele von Adam HaRishon in individuelle Seelen. Als Resultat dieses Auseinanderbrechens bildet sich jetzt jede Seele ein, außerhalb der anderen zu sein und fühlt sich durch ihren Egoismus von ihnen abgestoßen. Und wenn eine Seele ihren Egoismus korrigiert – ihr Getrenntsein von den anderen Seelen, erreicht sie die Eigenschaft von Geben und Geichheit mit dem Schöpfer. Das ist das Ziel der Schöpfung.

Demzufolge sollten wir nicht danach streben irgendeine unserer Handlungen zu korrigieren, sondern lediglich unsere Einstellung zu den anderen. Es steht geschrieben, „Man kommt von der Liebe zum Nächsten zur Liebe zum Schöpfer.“ Auf diese Weise korrigieren wir unsere Seele und erreichen das Ziel der Schöpfung. Folglich ist „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ das allgemeine Gesetz der Welt (der Tora), und die anderen Gesetze sind besondere Fassungen dieses Gesetzes.

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In der spirituellen Welt leben lernen


Da wir uns wünschen, unsere Kinder auf ein gutes Leben vorzubereiten, bringen wir ihnen bei, was der beste Weg ist, in dieser Welt „voranzukommen“. Bis dahin verbringen wir viele Jahre damit, ein Kind zu erziehen, machen ihm seine Aufgaben immer schwieriger, wobei wir hoffen, dass die Erziehung, die wir ihm geben, es für das Leben in der Welt, die es enthüllt, vorbereitet.

Genau auf diese Weise behandelt uns der Schöpfer: Er erwartet, dass wir eine Vorbereitung zum Eintritt in die Höhere Welt machen. Wir haben einen begrenzten Zeitraum, um diese Vorbereitung zu machen und wir haben keine Wahl – innerhalb dieses Zeitraums müssen wir lernen, in einer integralen Welt und einer universellen und vereinten Natur zu leben – der Höheren Welt.

Je eher wir verstehen, was von uns erwartet wird und je eher wir mit unserer Umerziehung einverstanden sind, umso weniger Leiden werden wir verspüren. Das ist deshalb so, weil unser Leiden vom Druck der Kräfte kommt, die uns zur Veränderung zwingen. Indem wir in Übereinstimmung mit dem Schöpfer sind, werden wir fähig sein, uns bewusst, mit Freude und freiwillig zu verändern.

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