Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Kind'

Zeige einem Unwissenden keine halbfertige Arbeit


Ich erhalte viele Rückmeldungen von Menschen, bezüglich ihrer Empfindungen beim Lesen des Buches Sohar. In der Wissenschaft der Kabbala unterrichtet der Mensch sich selbst. Er ist das Kind und der Lehrer zur gleichen Zeit.

Wir müssen eine völlig neue Welt entdecken, wo unsere Entwicklung bei Null beginnt, aus einer völligen Abwesenheit von Wahrnehmung. Wir erhalten davon eine immer größer werdende Wahrnehmung, bis wir alles davon erlangen und gehen in diesem Prozess durch die gleichen Entwicklungsstufen wie Kinder. Wir erfahren Verwirrung, nehmen die Welt kindlich wahr und erkennen sie anders und unvollständig im Vergleich zu einem Erwachsenen. Wir verstehen nicht wirklich, was wir tun und was der Nutzen daraus sein soll. Aber währenddessen entwickeln wir uns.

Wir müssen die Entwicklungsphasen durchlaufen, die wir als 0, 1, 2, 3 und 4 bezeichnen. Wenn wir die vierte Stufe (Bchina Dalet) erreichen, erlangen wir unsere Wurzel, die primäre Ursache. Dann verstehen wir „wie und warum“. Wir verstehen den Weg, den wir durchliefen, und wie wir darauf reagieren müssen. Aber diese Erkenntnis kommt erst am Schluss.

Daher soll man einem Unwissenden keine halb getane Arbeit zeigen, da auf halber Strecke alles nur noch chaotischer aussieht als am Anfang. Dies ist vergleichbar mit den Einzelteilen eines Materials, bevor diese zu einem Ganzen zusammengefügt werden, wie bei Teilen eines Anzugs oder einem Auto, das zerlegt wurde, oder dem Körper eines Patienten mitten in einer Operation. Wir sind unfähig, das Endresultat zu sehen, da wir zuerst die notwendigen Verlangen und Eigenschaften entwickeln müssen, um es zu erkennen. In Punkt 137 der „Einführung zu Talmud Esser HaSfirot“ steht geschrieben, dass Helden diejenigen sind, welche beharrlich sind, um das Schloss des Königs zu erreichen und durch die Tore hindurch zu gehen.

Wir müssen alle Stufen dieses Weges akzeptieren, wo wir wie kleine Kinder beginnen und keinerlei Verständnis davon haben, was wir tun und was mit uns geschieht. Manchmal verspüren wir in uns neue Eigenschaften erscheinen und manchmal fühlen wir uns vollkommen leer. Währenddessen müssen wir ausdauernd bleiben und uns auf die innere Entwicklung ausrichten.

Die Wissenschaft der Kabbala wird die Innerlichkeit der Tora genannt, weil sie über einen Menschen spricht, welcher seine eigenen Verlangen entwickelt. Wenn unsere Verlangen durch die vier Stufen der Entwicklung hindurch gehen, enthüllen wir auf der vierten Stufe die spirituelle Welt. Daher müssen all unsere Aufmerksamkeit und der Fokus auf unsere Innerlichkeit ausgerichtet sein. Wir müssen entlang dieser vier Phasen der Verlangen unsere innere Empfindung entwickeln, zusammen mit dem Verstand, der sich daneben mitentwickelt.

Alles worüber der Sohar spricht, dient der Entwicklung unserer inneren Empfindungen. Unsere ganze Arbeit liegt in der Entwicklung unserer Wahrnehmung der spirituellen Wirklichkeit aus dem Punkt im Herzen heraus. Dieser Punkt fühlt noch keinerlei Spiritualität und daher resultiert unser Unverständnis dem gegenüber, was in diesem Buch geschrieben steht. Wir versuchen nur mit Hilfe des „Sulam Kommentars“, uns alles vorzustellen, worüber wir in Form der drei Linien lesen: die rechte, linke und mittlere Linie und zu unterscheiden, ob etwas höher oder niedriger in den zehn hauptsächlichen Sfirot ist, ob es innerlich oder äußerlich ist, Galgalta we Eynaim oder ACHaP, Zimzum Bet oder Parsa.

Wenn ich nicht verstehe, was diese Namen bedeuten, dann muss ich zuerst versuchen, die geometrische Beziehung zwischen ihnen zu erkennen, so dass eine Art Bild davon entsteht. Auf diese Weise werde ich nach und nach die wahre Wahrnehmung der Wirklichkeit enthüllen und verstehen, dass diese nur in mir selbst existiert. Ich verstehe die Bedeutung der materiellen Existenz in Bezug auf die Spiritualität und finde heraus, welche davon die wahre Wirklichkeit ist und welche davon nur ein Traum.

Zum Kabbalalernzentrum –>

Eine von der Natur geschaffene Sprache

Warum wählten Kabbalisten „die Sprache der Zweige“, um anderen ihre Gedanken zu erklären? Nehmen wir an, ich verstünde die Verbindung zwischen Wurzel und Zweig auf ihrer allerersten Stufe, während jemand anderes es fertig bringt, sie auf einer höheren Stufe zu verstehen und wiederum jemand anderes von einer noch höheren Stufe. Ein Zweig wird jedenfalls immer ein Zweig bleiben.

Ein Kind weiß, dass, wenn es einen Kabelstecker in die Steckdose steckt, sein Spielzeug zu funktionieren beginnt. Ich weiß, dass sich in der Dose Elektrizität befindet und dass sie mein Haus über Kabel erreicht. Ein technisch fortgeschrittener Mensch weiß, dass es ein Elektrizitätswerk gibt, welches die Elektrizität bereitstellt und so weiter. Wir sprechen alle über den gleichen Prozess, ungeachtet dessen, wie viel jeder von uns die Einzelheiten versteht oder wie tief wir „die Wurzel“ erkennen. Wurzeln verlaufen in die Richtung ihrer höchsten Herkunft, jedoch ein Zweig in unserer Welt verbleibt ein Zweig.

„Die Sprache der Zweige“ stammt aus der Wirklichkeit selbst. Daher ist es nicht nötig, eine andere Sprache zu erfinden, um spirituelle Begriffe auszudrücken; es ist einfach nicht möglich. Diese Sprache wurde für uns von der Natur geschaffen, um für die Kommunikation zwischen uns und dem Schöpfer verwendet zu werden. In seinem Buch, die Tora, war Moses der Erste, der diese Sprache verwendete, um den Weg der spirituellen Erkenntnis auf allen Ebenen zu beschreiben.

Das Buch Sohar erklärt Moses‘ Kommentare und fügt seine eigene Sprache hinzu. Es wurde von Rabbi Shimon geschrieben, der die gleichen Stufen wie Moses durchlief, welche die gleichen Stufen sind, die jeder Mensch zu durchlaufen hat. Seine Beschreibung dieser Stufen fügt zusätzliche Erklärungen der Verbindung zwischen Wurzel und Zweig hinzu. Daher ist das Buch Sohar so nützlich, um das Umgebende Licht (Or Makif) von der Wurzel zum Zweig, also zu uns, anzuziehen.

Baal HaSulam beschrieb die Verbindung zwischen der Wurzel und dem Zweig in noch mehr Einzelheiten, indem er kabbalistische Definitionen und Erklärungen ihrer Verbindung durch die drei Linien hinzufügte. Alle diese Autoren sprechen jedoch über genau das gleiche Bild und seine Wurzeln; jeder Kabbalist fügt nur seine eigene Beschreibung der Verbindung hinzu. Das steigert die Kraft des spirituellen Aufstiegs, die durch das Buch bereitgestellt wird, und die Menge des Or Makif, die auf einen Menschen, der es liest, herabkommt und somit für ihn den Weg zur Höheren Welt ebnet.

Zur Kabbala Akademie—>

Mit rohem Schiefer beginnen

Eine Frage, die ich erhielt: Das Buch Sohar nimmt mich mit in einen unbekannten Dschungel, wo ich mich völlig orientierungslos fühle. Wieso ist es hilfreich, mich von meinem körperlichen Intellekt abzutrennen?

Meine Antwort: Du hast keine Wahl. Du findest dich selbst in einer Situation wieder, wo Logik nicht länger funktioniert. Du beginnst zu erkennen, dass du dir nur selbst Schmerz zufügst, wenn du mit der gleichen Logik wie bisher weitermachst. Wenn wir anfangen, etwas zu lernen, das brandneu ist, ist es besser, sich vom ganzen vorherigen Wissen abzukehren und an die Information wie ein Kind heranzugehen, dass eine rohe Schiefer hat. Dann kannst du die Information vergleichen und später Parallelen finden.

Auf diese Weise lernen wir, sogar wenn wir moderne Wissenschaften, wie Genetik oder Quantenphysik studieren. Du musst einen ganz neuen Ansatz finden. Du kannst die Relativitätstheorie nicht verstehen, indem du einfach versuchst, Newtons Prinzipien anzuwenden. Doch du kannst nirgends eine neue Logik finden, denn sie kommt nur vom Umgebenden Licht. Deshalb haben wir keine andere Wahl, als auf die Korrektur von Oben zu warten.

Trainingsroutine für den Eintritt in die spirituelle Welt

Das Einzige, was einem beim Studieren und Enthüllen des Buches Sohar helfen kann, ist konstantes Training, wobei der Leser sich danach sehnt, den Text in sich zu spüren. Andernfalls wird für ihn dieses Buch für immer verschlossen bleiben.

Wenn wir nur diese „Verschlusskappe“ von unseren Empfindungen entfernen würden, würden wir uns den Weg für höhere, spirituelle Empfindungen frei machen, die von Oben zu uns herunter strömen würden. Dann wird unsere innere Welt für uns enthüllt.

Auf diese Weise, Tag ein, Tag aus, muss man hartnäckig das Erscheinen einer inneren Antwort auf die Worte des Sohar erwarten. Und dann, wie ein Kind die Welt entdeckt, werden Eindrücke dieser höheren Wirklichkeit (der Höheren Welt), die in unserm Innern verborgen ist, plötzlich aus dem Innern „auftauchen“.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Die Welt im Buch Sohar


Wenn wir den Sohar lesen, möchte ich nicht theoretische Erklärungen abgeben und die Menschen verwirren, indem ich ihnen den falschen Eindruck vermittle, dass sie etwas verstanden hätten. Alle diese Eigenschaften müssen Sie in sich selbst suchen. Genauso wie ein kleines Kind den Unterschied zwischen zwei Dingen nicht verstehen kann, können Sie die Unterscheidungen in der Welt des Sohar nicht verstehen. Das Verstehen kommt später, ganz natürlich.

In diesem Kontext bedeutet Verstehen Erlangung. Sie müssen alles fühlen, um sagen zu können: „Ah, jetzt verstehe ich, fühle, schmecke und muss damit leben!“ Sie müssen lediglich danach streben, in das Innere dieses Bildes einzutreten, und dann werden Sie verstehen.

Der Sohar sollte nicht theoretisch studiert werden. In Wirklichkeit gibt es dort nichts zu studieren. Sie müssen einfach in ihn eintreten und für sich selbst entdecken, genau wie ein Kind diese Welt erlangt.

Weiß ein Kind, wie es sich zu entwickeln hat? Nein, es nimmt lediglich alles, was es kann, von der Welt auf, und so entwickelt es sich. Auf diese Weise sollten Sie sich entwickeln, mit den gleichen Gedanken und Absichten während des Studiums.

Der einzige Unterschied ist, dass ein Kind seinen Raum hat, die Fürsorge seiner Mutter und alle Arten von Spielen; alle diese Dinge machen bereits seine Welt aus. Die Welt, die Sie entwickeln müssen, ist im Buch Sohar verborgen. Sie müssen sich wie ein Kind verhalten, das diese Welt für sich entdecken muss.

Ein Kind fragt nicht, was es darüber denken soll, es öffnet weit seinen Mund und seine Augen und nimmt mit allen seinen Sinnen begierig Informationen auf. Das wird Errungenschaft genannt – zuerst fühlen Sie etwas und erst später beginnen Sie zu verstehen, was es ist. Innerhalb der Empfindung beginnen Sie zu verstehen, wie Dinge miteinander verbunden sind, wie sie Sie beeinflussen und was geschieht, wenn Sie mit ihnen zusammenwirken. Es gleicht dem, wie ein Kind mit seinen Spielsachen lernt, wie alles funktioniert.

Auf diese Art sollten Sie den Sohar fühlen – als die einzige Methode, um in die spirituelle Welt einzutreten. Das Gehirn kann nichts hinzufügen, denn dann müssten Sie Ihren körperlichen Verstand in dieser Welt und seine materiellen Beispiele benützen. Und das ist keine Möglichkeit, ein spirituelles Verständnis zu bilden.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Warum wollen wir Eltern sein?

Eine Frage, die ich erhielt: Warum möchte der Höhere dem Niedrigeren geben, wenn er sich im Zustand von Chafez Chessed befindet, also nichts für sich selbst möchte?

Meine Antwort: Es ist nicht so, dass der Höhere dem Niedrigeren geben möchte, sondern die Reshimot (Informations-Gene) des Niedrigeren erwecken den Höheren. Auch in unserer Welt zeugen wir keine Kinder, weil wir aus eigenem Antrieb Eltern werden wollen. Vielmehr erwecken die Reshimot jener, die geboren werden müssen, unser Verlangen Eltern zu werden. Mithilfe eines Reshimo erweckt eine zukünftige Person, die von dir geboren werden soll, in dir den Gedanken, sie auf die Welt bringen zu wollen.

“Ich bemühte mich und fand” – ein Leitfaden zum Buch Sohar


Eine Frage, die ich erhielt: Warum ist es so schwierig, deinen Ratschlägen zu folgen, wenn wir im Buch Sohar lesen, und warum können wir diese Eigenschaften scheinbar nicht in uns finden?

Meine Antwort: Es gibt nur einen Ratschlag: Mach weiter. Es steht geschrieben: „Ich bemühte mich und fand“, und „Man wird gemäß seinen Leiden belohnt.“

Bis ein Kind groß wird vergehen Jahre. Die Jahre bestehen aus vielen Monate, Monate setzen sich aus vielen Wochen zusammen, Wochen bestehen aus Tagen, Tagen – aus Stunden, Stunden – aus Minuten, Minuten – aus Momenten, und auf diese Weise wächst das Kind immer mehr.

Wachstum benötigt Zeit. Allerdings ist Zeit in der spirituellen Entwicklung die Anzahl der von einem Menschen vollzogenen Handlungen. In unserer Welt bemühen wir uns zwanzig Jahre lang, nicht um unsere innere Natur zu verändern, sondern einfach nur um uns der körperlichen Wirklichkeit anzupassen, die, verglichen mit der spirituellen Wirklichkeit, keine wahre Form besitzt. Wir willigen unserem langsamen Reifeprozess in der materiellen Welt zu, indem wir ihn als „Wirklichkeit“ anerkennen.

In der spirituellen Welt scheint es uns jedoch, dass wir ohne Anstrengung eintreten können: mach mir auf und ich werde eintreten. Natürlich sagen wir das nur, weil wir nicht verstehen, dass der Eintritt vom Ausmaß dessen abhängt, wie ähnlich wir der spirituellen Welt sind.

Es gibt ein Gesetz der Übereinstimmung der Eigenschaften, was bedeutet, wie sehr wir den Eigenschaften des Schenkens gleichen. Sobald wir entdecken, wie die spirituelle Welt richtig zu benutzen ist, wird es uns gestattet, einzutreten. Bevor dies in Erscheinung tritt, müssen wir allerdings die gesamte vorbereitende Arbeit durchlaufen.

Das Buch Sohar ist dazu gedacht, uns auf die schnellste und angenehmste Weise zur Übereinstimmung mit der spirituellen Welt zu bringen.

Zum Kabbalalernzentrum –>

Warum sehen wir eine geteilte Welt?

Es ist nichts weniger als ein Wunder, dass der Schöpfer uns mit einer geteilten Wahrnehmung erschaffen hat. Deswegen können wir unser Ego als etwas für uns Fremdes sehen. Weil es uns als etwas Fremdes erscheint, betrachten wir es undifferenziert, wie eine Mutter, die ihr geliebtes Kind anschaut und denkt, dass es nichts Verkehrtes tun kann.

Doch wenn wir seine ganzen Mängel erkennen, sehen wir plötzlich, dass sie sich alle in unserm Innern befinden. Plötzlich sind wir gezwungen, all das Böse, das wir außerhalb sehen, als unser eigenes anzusehen und dadurch wechseln wir unsere Blickrichtung von außen nach innen. Das ist nichts weniger als ein Wunder.

All das stammt von der anfänglichen Gegensätzlichkeit zwischen dem Punkt der Schöpfung, der „aus dem Nichts erschaffen“ wurde und dem Licht. Durch diesen Punkt wird meine Wahrnehmung zweigeteilt: eine innere und eine äußere Wahrnehmung. Dadurch bin ich gezwungen, mich selbst von außen zu betrachten, als ob ich das alles nicht bin und später akzeptiere ich, dass sich dies alles in meinem Innern befindet.

Einstweilen gibt es in meinem Innern nur den Punkt in meinem Herzen. Wenn ich den Hass und das Böse, dass ich Außen sehe, als meinen eigenen Hass und meine eigenes Böse anerkenne und den Punkt in meinem Herzen mit diesen Eigenschaften verbinde, bekomme ich ein korrigiertes Kli! Es funktioniert ein wenig wie ein Apparat, der Bilder druckt – er macht aus einem Negativ ein Positiv. Auf die gleiche Weise muss sich meine Perspektive ändern, die es mir ermöglicht, alles in einem „reflektierten Licht“ zu betrachten.

Meine gesamte Wahrnehmung ist nach diesem Prinzip geschaffen, einschließlich Töne, Empfindungen, Geschmack, Sehen, Düfte und alles andere, dass ich mit meinen physischen Sinnesorganen wahrnehme. Das Gleiche gilt für alle Grade des Verlangens – egal ob es Verlangen nach Nahrung, Sex, Geld, Macht oder Wissen sind. Sie alle sind scheinbar äußere Erfüllungen, die ich im Innern enthüllen muss. Das gleiche Prinzip gilt somit nicht nur für die Kelim, sondern ebenso für die Lichter.

Das ist jetzt etwas, das schwer zu verstehen ist, doch alles wird klar sein, wenn wir in die spirituelle Wahrnehmung eintreten und die Welt auf diese Weise sehen.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Ein schmaler Steg in die spirituelle Welt

Das Buch Sohar wurde von einer Gruppe bedeutender Kabbalisten geschrieben, welche in ihrer Art in der ganzen Geschichte kein zweites Mal existierte. Sie schufen eine Brücke aus Sprache, Information, Kräften, Empfindungen und Licht, die unsere Empfindungen und unser Verständnis der offenbarten Welt mit der Wahrnehmung und dem Verstehen der verborgenen Welt verbindet.

Wenn wir das Buch Sohar, das sie schrieben, studieren und in den Zustand, in den sie uns führen wollen, einzutreten versuchen, dann sind wir wie ein kleines Baby, das begierig die Augen und den Mund aufreißt, um aufzusaugen, was die Mutter ihm erzählt. Es versteht überhaupt nichts, sondern schaut sie lediglich an und drückt seine Freude durch Bewegungen aus.

Wir müssen gleiche Anstrengungen unternehmen, um unsere Lehrer zu verstehen. Um dies zu tun, müssen wir uns in der gleichen Weise verbinden, wie die zehn Autoren des Buches Sohar miteinander verbunden sind. Selbst wenn wir es ohne irgendwelche Erklärungen lesen, werden wir allmählich anfangen, neue innere Reaktionen und Bewegungen zu fühlen. Aus unserem Innern, von einer unbewussten und unterbewussten Ebene aus, wird ein neues Reich oder eine neue Welt beginnen hervorzutreten und gewohnter zu werden.

Wir nennen unseren Unterricht „Studium des Buches Sohar„, jedoch in Wirklichkeit wird das Buch nicht studiert, sondern enthüllt, und die Offenbarung geschieht durch unsere Sehnsucht und Bereitschaft, die verborgene Welt wahrzunehmen. Die Bereitschaft muss durch die Einheit unter uns ausgedrückt werden, gleich der Einheit unter den Autoren dieses Buches. Es ist eine Einheit aller Punkte im Herzen – die Sehnsucht nach der Gleichheit mit dem Schöpfer. So beschreiben Kabbalisten die unerlässliche Bedingung, um das Buch Sohar korrekt zu gebrauchen.

Im Verlauf des Lesens des Textes dieses Buchs stelle ich kleine Klarstellungen bereit, um dabei behilflich zu sein, den Text „zu fassen“, gleich den Erklärungen eines Erwachsenen beim Spiel mit einem Kind.

Wann immer Kabbalisten über Das Buch Sohar schreiben, erwähnen sie es nicht als Das Buch Sohar, sondern einfach als Das Buch. Das drückt ihr Verlangen danach aus, aufzuzeigen, dass es kein anderes Buch in der ganzen Welt gibt!

Zum Kabbalalernzentrum–>

Nutze jeden Moment in deinem Leben, um voran zu kommen

Der primäre Faktor, der die Geschwindigkeit des eigenen spirituellen Fortschritts beeinflusst, ist die Gewohnheit. Wenn jemand für jede Handlung, die er durchführt, eine Belohnung verlangen würde, dann würde er schnell die Enthüllung der Höheren Welt erreichen.

Ich bin in der Nacht aufgestanden und zum Unterricht gekommen, wo bleibt nun meine Belohnung?

Ich habe Dir eine Frage gestellt, wo bleibt nun Deine Antwort? (Wenn man sich an den Schöpfer wendet)

Ich habe mich der Gruppe zugewandt und mich herabgesetzt, um mit der Größe des Ziels erfüllt zu werden, wo ist es nun?

Wenn ich dies beständig in dieser Form von mir, den Freunden und dem Schöpfer verlangen würde, dann würde ich jeden Augenblick meines Lebens (gute wie auch schlechte) effektiv nutzen und schnell vorankommen.

Der Mensch muss wie ein kleines Kind ständig suchen und erkennen. Die beängstigendste Sache in der Welt wäre es, alt zu werden, während Sie noch ein Kind sind, weil Sie dann nicht fähig wären zu studieren oder beeindruckt zu sein. Sie hätten keinen Lebensgeist mehr und würden daher nur ein alter, müder Mann werden.

Aber ein alter Mann sollte wie ein Kind sein!