Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Was ist der Schöpfer?

Eine Frage, die ich erhielt: Sie sagten, dass das Materielle – der Wunsch „zu genießen“, und das Geistige – eine Verbindung zwischen den Wünschen ist. Was ist dann der Schöpfer?

Meine Antwort: Der Schöpfer ist all das, was du innerhalb deiner Handlungen offenbarst. Du enthüllst die allgemeine Kraft – das Geben und die Liebe, indem du selbst diese Handlungen des Gebens und der Liebe begehst. Danach wird in deinen Handlungen die innere Kraft empfunden – die „der Schöpfer“ (Bore) heißt – „Komm- und sieh“ (Bo – komm, Re – sieh). Wir können nur nach dem Prinzip „Aus Deinen Handlungen erkenne ich Dich“ begreifen. Wenn ich aus allen Handlungen die Kraft, die mich ausfüllt – das Geben und die Liebe begreife – dann erkenne ich daraus den Schöpfer.

Wie beginnt eigentlich das kleine Kind, seine Mutter zu erkennen? Es bekommt einen Eindruck von ihren Handlungen. Aus diesem Eindruck begreift das Kind nichts, sondern fühlt nur, wie sich jemand um es kümmert. Das Kind beginnt seine Mutter erst dann richtig kennenlernen, wenn es auf sie, bzw. auf ihre Wünsche richtig reagiert und ihre Handlungen wiederholt. Im Grunde genommen besteht darin die ganze Erziehung. Auf diese Weise erkennen wir das Höhere – den Schöpfer. Ich begehe die Handlungen aufgrund eigener Reshimot, es heißt folglich „aus Deinen Handlungen“- und dadurch „erkenne ich Dich“.

Warum sind es „Deine Handlungen“?! Sie sind doch meine! Nein. Der Schöpfer gab mir diese Reshimot, Er gibt mir den Wunsch, die Gruppe, die Umgebung, sowie die Kraft, diese Handlungen zu begehen. Deshalb sage ich nach jeder Handlung: „Es sind Deine Handlungen!“ Aber aus diesen Handlungen, die durch mich gingen, habe ich Dich erkannt, weil ich es selbst wollte und tat.

Wer hat Dich erkannt? Es gibt hier den gewissen Punkt meiner freien Wahl, der als mein eigenes „ich“ genannt wird. Ich habe diese Handlungen hervorgerufen – und habe Dich deshalb erkannt.

Aus Deinen Handlungen habe ich Dich erkannt. Es gibt in mir „mich“, das Dich erkannt hat. Die Handlungen – sind Seine, und das Begreifen – ist meins.

Aus dem Unterricht zur „Lehre der Zehn Sfirot“ „, 02.07.2010

Es gibt nichts Neues unter der Sonne …

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn alles vorprogrammiert ist, welche Teilnahme hat dann das Geschöpf in diesem Prozess? Es scheint so zu sein, dass es alles von oben bekommt, und dass alles vorbestimmt ist…

Meine Antwort: Natürlich! Wenn ich meinem Sohn die „Legosteine“ gebe, oder ihm eine Kindernahrung bringe, an der ein ganzes Unternehmen und Labore gearbeitet haben – war das alles nicht vorbereitet?

Alles ist im Voraus vorbereitet, aber das Kind wächst und wird später unabhängig. Es bemüht sich, erwachsen zu werden, weshalb es nun die eigene Persönlichkeit auf der vorbereiteten Grundlage entwickelt. Auf diese Weise erfolgt unsere Entwicklung eben. Deshalb können wir hier nichts Neues machen, wie auch gesagt ist: „Wir werden die Vorräte aufessen“. Alles geschieht aufgrund der Reshimot, die in uns vorprogrammiert sind.

Aber wir ziehen die Lichter heran, damit sie in uns diese Reshimot offenbaren, wir ziehen das umgebende Licht heran, um zu verstehen, was wir machen müssen, d.h. um die Klärungen durchführen. Wir nehmen als Partner an den Handlungen des Schöpfers teil. Deshalb heißt unsere Arbeit die Arbeit des Schöpfers.

Daraus lernen wir, wie man Ihm ähnlich sein kann, und vom Stadium des „Embryos“ – zur „Ernährung“ und zum „Erwachsenwerden“ übergeht.

Und auf der Etappe „der Rückkehr aus der Liebe“ begehen wir die Handlungen, welche der Schöpfer begeht. Aber was bedeutet es, „wie der Schöpfer zu sein“? Die Kräfte kommen von Ihm, und wir entscheiden nur, was wir mit ihnen  machen können.  Wenn wir die vollkommene Korrektur erreichen, (Gmar Tikun), dann werden wir alle Handlungen des Schöpfers enthüllen, wir werden als aktive Partner arbeiten, die den Erfolg anstreben.  Deshalb wird darüber gesagt, dass wir uns korrigieren. Mit jeder erfüllten Handlung korrigiere ich mich, das heißt ich stimme dem Schöpfer zu, ich wünsche mir etwas und verschmelze mit der Handlung des Schöpfers in meinem Herzen. Auf diese Weise erreichen wir die endgültige Korrektur.

Und danach, wenn ich dem Schöpfer ähnlich werde – existieren möglicherweise andere Handlungen, die ich unabhängig von der höheren Kraft, selbständig begehen werde.

Aber wir haben davon keine Ahnung. Denn über die weiteren Etappen erzählt die Wissenschaft der Kabbala nicht.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 15.07.2010

Ein Tanz ist die ernsteste innere Arbeit.

Es gibt während unserer Treffen Handlungen, waehrend derer ich auf jede beliebige Kritik verzichten und mit allen anderen verschmelzen soll. Und wie kann ich das machen? Indem ich mich selber annulliere und mit den anderen wie ein Kind springe und singe.

Diese Einstellung verbindet mich mit dem allgemeinen Zustand, und dann bin ich in der Lage, aus den Beschränkungen hinauszugehen und irgendeinen geistigen Hauch zu empfinden!

Uns scheint es, als ob das ein leichtsinniges Verhalten wäre, aber das scheint uns nur so, weil wir darin die Geistigkeit nicht erkennen. Es ist ja das Licht der Unendlichkeit!

Mit unseren Instrumenten der Wahrnehmung sind wir nicht in der Lage, darin etwas zu erkennen. Deswegen scheint es uns, dass es leblos (nefesh) ist und es ist nur von unserem Kli abhängig, ob wir darin das ganze geistige Licht der NARANHAI erkennen können.
Alles was aus der Verbindung entsteht, sogar aus der kleinsten Verbindung, ist schon die Vollkommenheit. Deswegen haben wir in dieser Form die Möglichkeit, irgendeine geistige Empfindung zu spüren, gerade wenn wir zusammen mit den anderen anfangen, zu springen.
Alle diese Tänze haben wir von den großen Kabbalisten bekommen. Von Baal Schem Tow. Und Rabasch hat uns auch dazu aufgefordert, so zu tanzen.

Aber das ist keine Leichtsinnigkeit. In dem Tanz steckt ein ernster Gedanke und eine große Arbeit. Du willst das plötzlich nicht, und in dir werden sich mit riesiger Geschwindigkeit die Gedanken „dafür“ und „dagegen“ ändern, die einen furchtbaren Zweifel bewirken, aber du springst weiter.

Dies ist aber keine Meditation. Du wirst nicht von der Realität abgeschaltet. Du stehst die ganze Zeit vor der Frage: was mache ich und wofür mache ich das, was bringt es mir, wer zwingt mich dazu, mit wem springe ich zusammen und was verbindet uns?
Während du tanzt, gehst du deine ganze innere Arbeit vom Anfang bis zum Ende durch.

Dieser Tanz verpflichtet dich,allen mögliche Gedanken nachzugehen, welche es gegen ihn nur gibt! Gegen die Vereinigung, die du nicht willst! Deine Vernunft steht die ganze Zeit dagegen auf und du bist gezwungen, Klärungen zu machen.

Deswegen verwandelt sich der Tanz in eine erschöpfende innere Arbeit. Du fühlst dich ausgesaugt und ohne Kräfte, und das nicht, weil du sprangest, sonder, weil du so viele Klärungen gemacht hast.

Du tanzt innerlich – in deinen inneren Aufstiegen und Abstiegen! Und dass du auch äußerlich springst, ist nur, um diese inneren Zustände in dir zu erwecken.

Du springst äußerlich, du steigst hinauf und fällst herab und im Inneren findet gleichzeitig eine Menge anderer Aufstiege und Abstiege statt. Und das ist das Wichtigste!

Ohne die äußerlichen Handlungen kannst du keine inneren machen! Eine kann ohne die andere nicht klappen.
Und deswegen verwandelt sich der Tanz ins einzigartige Werkzeug der Arbeit, und deswegen haben Baal Shem Tow und die ersten Chassidim, die auch Kabbalisten waren, diese Traditionen eingeführt.

Aus dem Unterricht vom 12.08.2010 zum Thema „Die Fragen über die Rolle des Volkes“.

Der Sohar – ist unsere Verbindung mit der höheren Kraft

Wir haben keine andere Möglichkeit, um in Verbindung mit der höheren Kraft zu sein, welche uns korrigiert – als die, beim Lesen des Buches Sohar.
Natürlich unterstützen auch alle übrigen Bücher, jedoch der Sohar verfügt über die größte Kraft, um uns zu verbinden.
Wenn wir eine Möglichkeit hätten, um länger in der richtigen Absichten zu bleiben, würden wir öftzers den Sohar lesen.
Es passiert deshalb, weil wir noch nicht in der Lage sind, länger als eine ¾ Stunde in der richtigen Absichten zu bleiben, um den Sohar zu lesen.
Aber zumindestens während dieses 45 Minuten sind wir verpflichtet, uns auf das zu konzentrieren, was wir uns gerade wünschen und wie wir uns unseren zukünftigen Zustand vorstellen, von dem der Sohar spricht.
Dies ist sehr wichtig. So verhält sich das Kind in Bezug auf den Erwachsenen, es will, in allem, was es macht, dem Erwachsenen gleich werden.
Alles andere spielt dabei keine Rolle. Es will dem Erwachsenen ähneln – und das ist alles. Es hat kein Verständnis, kein Begreifen – es ahmt dem Erwachsenen alles nach.
Auch wir müssen uns wünschen, dasselbe Bild der Realität, über welches der Sohar erzählt, zu empfinden und uns vorzustellen.
Der Sohar beschreibt die Verbindung zwischen uns – Seir Anpin, Malchut, drei Linien, die Beschränkungen. Wir enthüllen das alles zwischen uns, wir können es nur in den allgemeinen Wünschen enthüllen.
Deshalb brauchen wir nichts, außer dem sehr starken allgemeinen Wunsch, der das Licht zu uns kommen lässt, und die Verbindung zwischen uns offenbart, denn darin befinden sich – alle diese Erscheinungen, über welche wir im Sohar lesen.
Die Handlung an sich ist sehr einfach, aber sie zu verwirklichen, ist eine Herausforderung. Es nimmt viel Zeit in Anspruch, denn man muss den Zustand erreichen, wo man vor dem Buch sitzt und sich die Verbindung zwischen uns vorstellt, in der man diese Wörter und Handlungen öffnet. Alles liegt in der Verbindung zwischen uns, dort wird der Schöpfer offenbart.
Das alles zusammen zu vereinen – ist sehr schwer. Aber wenn man diesen Zustand erreicht, dann gibt es keinen anderen Kontakt mit der höheren Kraft, als nur im Wunsch, diese Kraft zwischen uns allen zu öffnen.
Man hat also kein anderes Mittel, außer dem heiligen Buch Sohar, das über jene Zustände spricht, die man enthüllen wird.
Dann bist du, wie das Kleinkind, das die Ähnlichkeit mit dem Erwachsenen anstrebt, und  sich mit allen Leibeskräften anstrengt.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 12.08.2010

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Wir werden tun und wir werden den Schöpfer hören

Sohar, Abschnitt „Lech Lecha“, Punkt 315: „Preiset den Ewigen, Ihr Seine Engel… gehorchend der Stimme Seines Wortes.“

Ein Mensch wird als Engel bezeichnet, wenn er Handlungen ausführt, ohne seinen Verstand einzuschalten, wie ein einfacher Gehilfe.

Er hat keinen eigenen Kopf (Rosh), er macht, was ihm gesagt wird. Ein anderer denkt, und er führt es aus. Das nennt sich „Engel“, weil ein Engel eine Kraft ist, die Handlungen ohne Klärungen ausführt.

Aus diesem Grunde führen wir den Teil „wir werden tun“ in der Anweisung „Wir werden tun und wir werden hören“ als Engel aus. Und deshalb steht geschrieben: „Ihr, Seine Engel… gehorchend der Stimme Seines Wortes.“ So auch wir: wir werden tun und wir werden hören.

Indem wir Handlungen ohne inneres Einverständnis, ohne klares Wissen wieso und weshalb, ausführen (denn das bezieht sich auf die höhere Stufe), werden wir eben dieser höheren Stufe erst würdig.

In Wirklichkeit vollbringen wir auf diese Weise die natürlichsten Handlungen, wie ein kleines Kind, das ein unbekanntes Spiel spielt und Worte einem Erwachsenen nachspricht, ohne zu verstehen, was sie bedeuten.

Man könnte ihm jegliche Dummheit erzählen, und es würde sie mit aller Ernsthaftigkeit wiederholen, man könnte ihm eine beliebige Handlung zeigen, und es würde sie mit aller Kraft und Lust ausführen.

Auf diese Weise lernt ein Kind, denn ein Kleiner verfügt über keinen Verstand (Rosh, Kopf eines Parzuf), das tut ein Großer. Ein Kleiner hat nur einen Körper (Guf eines Parzuf ) zum Ausführen.

Dadurch aber, dass er Handlungen dem Höheren nachmacht, sich vor ihm annulliert, erwirbt er den Verstand des Höheren und wird genauso wie er. Das nennt sich „Wir werden tun und wir werden hören“.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 03.08.2010

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Wenn man die Namen des Schöpfers erkennt

Artikel von Baal HaSulamDie Lehre der Kabbala und deren Wesen . Kapitel „Ausdrücke im Spirituellen“: Das Spirituelle besitzt keinerlei Gestalt, und es gibt daher keinerlei Zeichen, deren man sich bedienen könnte. Und sogar wenn davon allgemein gesagt wird, dass es ein einfaches Licht ist, welches hinabsteigt und von dem Studierenden herangezogen wird, bis es sich schließlich auf ihn „einkleidet“ und durch ihn in einem Maße erkannt wird, welches zur Offenbarung des Schöpfers ausreichend ist, so ist das lediglich die Sprache von Allegorien und Gleichnissen, denn alles, was in der spirituellen Welt als Licht bezeichnet wird, gleicht keinesfalls dem Licht der Sonne oder einer Kerze.

Spirituelle Begriffe sind für einen Menschen, der die spirituelle Welt nicht wahrnimmt, ein völliges Abrakadabra, abstrakte Begriffe, wie für ein kleines Kind, das den Sinn der Worte noch nicht versteht und sie einfach den Erwachsenen nachspricht – du schimpfst mit ihm: „Was hast du angestellt?“ und es antwortet dir wie ein fröhliche Echo: „Was hast du angestellt?!“

Wir verstehen also nicht, von welchen spirituellen Erscheinungen diese Begriffe handeln, wenn wir wie jene Kinder den Kabbalisten ihre Worte nachsprechen. Doch nach und nach müssen wir uns deren wahrer Bedeutung annähern und wahrnehmen, was hinter diesen Worten steht.

Alle spirituellen Begriffe drücken Verlangen und Empfindungen innerhalb des Verlangens aus, denn in der gesamten Realität gibt es nichts anderes. Es gibt ein Verlangen, ein spirituelles Gefäß, und das, was in dieses Verlangen hineingeht. Dieser Eindruck innerhalb des Verlangens nennt sich Licht.

Das Verlangen wird in fünf Ebenen unterteilt: Keter, Chochma, Bina, Seir Anpin, Malchut – und dementsprechend enthüllen wir darin fünf Lichter: Nefesh, Ruach, Neshama, Chaja, Yechida. Und die Summe all dieser fünf Lichter und fünf Verlangen bestimmt den „Namen des Schöpfers“ – eines jemanden, der auf mich einwirkt.

Denn Er ist derjenige, der diese Verlangen in mir erschaffen hat, Er hat mir Schirme für sie gegeben, Er hat alles so arrangiert, dass ich Seine Einwirkung genau auf diese Weise spüre – das alles hat Er gemacht! Ich spüre nur Folgen Seiner Handlungen.

Aus diesem Grund nennt sich alles, was ich enthülle, „die Arbeit des Schöpfers“. Und Ihm gebe ich einen Namen, der sich aus der Summe der Verlangen und der darin wahrgenommenen Lichter, d.h. meines Gesamteindrucks, ergibt. Auf diese Weise entstehen Namen in der Spiritualität.

Alles, was wir brauchen, ist, uns selbst zu verstehen! Und wenn wir uns selbst verstehen, enthüllen wir in uns den Schöpfer! Aus diesem Grund heißt Er „Bore“ („komme“ und „siehe“). Der Name des Schöpfers bin ich, der Seine Eigenschaft des Gebens, die in mir zum Ausdruck kommt, wahrnimmt.

Deshalb wiederholen wir am Anfang wie Kinder unverständliche Wörter, die uns die Kabbalisten sagen: Keter, Chochma, Bina, AB, SaG… Doch letztendlich müssen wir deren Wahrnehmung erlangen und verstehen, was sie bedeuten.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Lehre der Kabbala und deren Wesen“ vom 06.08.2010

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Der Anfang ist vor uns verborgen

Eine Frage, die ich erhielt: Unentgeltliche Handlungen, gemeinschaftliches Gebet – das liegt alles über den Kräften eines Menschen. Selbst darum zu bitten, erfordert Kraft. Womit fängt man an, woher kommt die Kraft, um solche Handlungen zu vollziehen, die über unserer Natur liegen?

Meine Antwort: Wir können das am Beispiel der Entwicklung eines Menschen verstehen. Er entsteht als Ergebnis der gemeinschaftlichen Handlungen von Vater und Mutter, durchläuft eine lange Entwicklung im Mutterleib, wird geboren, es kommen eigene Kräfte in ihm zum Vorschein, jedoch unbewusst natürlich.

Und obwohl wir sagen, dass er reagiert, ist es klar, dass er das noch nicht selbst ist, das sind die Kräfte, die sich in ihm ansammeln und Reaktionen hervorrufen. Doch in einem bestimmten Moment fangen wir an, in diesem Wesen eine Persönlichkeit zu sehen.

Natürlich könnte man sagen, dass Naturkräfte in ihm Reaktionen, Charakter, Verhalten, Neigungen hervorrufen, doch die Eigenschaften haben sich in ihm in einer bestimmten Zusammensetzung angesammelt und eine persönliche Form erhalten.

Wo beginnt die Selbständigkeit – im Gebet, in der Bitte für sich oder für die anderen…?

Das höhere Licht ist die einzige Kraft, die auf uns wirkt, sie beeinflusst uns, ohne dass es uns bewusst ist, wie die Natur die Frucht, das Kind, beeinflusst.

Und wir versuchen, eine größere Einwirkung von ihm hervorzurufen, um dadurch unsere Entwicklung zu beschleunigen. Deshalb müssen wir Anstrengungen unternehmen, nur das wird von uns verlangt.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 14.07.2010

 

Die Physikalischen Gesetze der Höheren Welt

Eine Frage, die ich erhielt: Warum antwortet der Schöpfer auf keine meiner Bitten, egal wie laut ich schreie?

Meine Antwort: Weil es keine richtige Bitte ist, sondern eher der Schrei „eines launenhaften Kindes“, dem niemand Aufmerksamkeit schenkt.

Denn als Schrei wird der Wunsch bezeichnet. Und wenn ein erwachsener Mensch schreit oder weint, dann ist offenbar etwas Ernstes geschehen. Als „Erwachsener“ wird ein Mensch bezeichnet, der über den genau überdachten Wunsch verfügt, und der folglich versteht, was er will. Wir müssen unseren Wunsch entziffern, und wenn unser innerer Schrei, unser innerer Wunsch dem Licht ähneln wird, dann wird darin das Licht offenbart, was dem Menschen die Empfindung der geistigen Realität geben wird.

In Wirklichkeit, studieren wir die Physik der Geisteswelt – die exakten Gesetze der Wechselbeziehung zwischen dem Licht und dem Wunsch. Das Licht hat den Wunsch aus fünf Teilen aufgebaut, wobei jeder Teil aus fünf weiteren Teilen besteht und weiterhin in fünf Teile geteilt wird. Insgesamt entstehen125 Stufen, nach denen der Wunsch dem Licht verglichen werden kann, er beginnt sich der geistigen Treppe entlang zum Licht zu erheben, bis er dem Licht vollständig gleich wird.

Was bedeutet dann der Schrei? Dies ist der Wunsch, den ich in meinem Inneren entwickele, eine größere Ähnlichkeit mit dem Licht, als ich jetzt habe zu erreichen. Und wenn ich die richtigen Handlungen durchgeführt habe, was mich zur Ähnlichkeit mit dem Licht näher brachte – dann wird das Licht offenbart! Und wenn nicht – dann nicht.Deshalb braucht man nicht zu schreien – man muss so lange den Wunsch ändern, bis das Licht darin offenbart wird. Vielleicht wird man für die Vorbereitung, oder um von einem Zustand zum nächsten überzugehen, Monate brauchen, es können aber auch Jahre oder sogar die Leben sein – bis man eine solche Veränderung erreicht, die einen auf die nächste Stufe hinaufsteigen lässt.

Alles hängt von der Umgebung, deiner Hartnäckigkeit und dem Druck ab, davon, wie du dich bemühst, die Zeit zu beschleunigen. Aber für niemanden existiert ein Schutz seitens des Lichtes oder die Möglichkeit, auf besondere Weise zu schreien, damit Er die Bitte erhört.

Es sind die harten Gesetze – wie in die der Physik: entweder kommst du der nächsten Stufe näher, oder nicht. Wenn du genügen Kräfte besitzt, die dich vorankommen lassen, dann bewegst du dich nach vorne. Wenn ich eine Tonne verschieben muss, dann brauche ich eine Kraft, die um ein Gramm schwerer, als diese Tonne ist – dann kann ich sie verschieben. Aber nicht eher! Deshalb unterrichtet uns die Wissenschaft der Kabbala darin, wie das Licht heranzuziehen ist, das unsere Kräfte verstärken wird, um dem Licht ähnlich zu werden. Aus dem Zustand, in den ich hinaufsteigen will, kann ich das Licht „das umgebende Licht“ heranziehen, das zur „Quelle zurückführt“.

Dieses Licht wird auf meinen Wunsch einwirken und wird mich erheben, wird mich jener höheren Stufe ähnlich machen, aus welcher heraus das Licht kommt. Und ich selbst bin nicht dazu fähig, mich zu verändern.

Die ganze Weisheit der Kabbala – erzählt darüber, wie man dieses Licht zu sich von oben nach unten heranziehen kann. Darüber wurde gesagt: „Ich habe den Bösen, Egoistischen Trieb und Tora als Mittel für seine Korrektur erschaffen, weil das darin enthaltene Licht, zur Quelle zurückführt“.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 16.07.2010

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Der Schlüssel zum Licht

Wenn ich mich über meinen Egoismus hinweg erhebe und auf die Wünsche anderer Menschen eingehe, dann bekomme ich das unendliche, geistige Gefäß, in dem ich das ganze Licht der Unendlichkeit empfinden kann.

Es funktioniert sehr einfach: Als ob es ein großes Rohr mit einem Absperrschieber gäbe, durch welches das Licht ununterbrochen fließt. Und mit diesem Absperrschieber kann ich die Strömung des Lichtes beliebig stark verändern, indem ich das Rohr vollständig offen halte.

Genauso ist es in unserer Welt, in welcher sogar ein kleines Kind den Absperrschieber drehen und dadurch den Andrang des Wassers verändern kann. Ich mache dasselbe. Ich verfüge nur über einen kleinen Wunsch zur Spiritualität, über den Punkt im Herzen.

Wenn ich mich aber auf die Wünsche anderer Menschen konzentriere, mich in den allgemeinen Körper der Seele einreihend, wie die einzelne Körperzelle, dann gebe ich diesem allgemeinen Körper etwas zurück, und er beginnt sich, um mich zu sorgen. Folglich erhalte ich auch alle seine unendlichen Möglichkeiten.

Das heißt, die Kabbala spricht nun zweckmäßig darüber, dass man die eigenen Wünsche zurücklassen sollte, um in die Wünsche der anderen Menschen berücksichtigen zu können.

Dadurch bekommen wir die Möglichkeiten, geistige Gefäße, Wünsche, welche um „613“ Mal größer sind, als diejenigen, die wir ursprünglich hatten!

Anfänglich hatten wir nur einen Punkt – und nun bekommen wir den ganzen Körper zur Verfügung, und zwar jeder von uns!

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zum TES“, 10.06.2010

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Wie man in der Spiritualität wächst

Die kabbalistische Gruppe ist ACHaP des Höheren, Malchut, die viele andere Seelen einschließt. Sie sind fremd für mich, dem Unteren, der seinen Punkt im Herzen an sie anheften muss.

Wenn ich meinen Punkt in Bezug auf den Höheren annulliere, dann wird er zu meinen Galgalta we Ejnaim und erhält durch den Höheren die Form.
Der Höhere gibt ihm alles für sein Wachstum, er gibt ihm die Struktur – alle Seelen, die gesamte Welt der Unendlichkeit, das ganze Gefäß der Gesamtseele.

Wenn ihr zu einem spirituellen Objekt (Parzuf) werden wollt, dann heftet euch an den Höheren an, und sein ACHaP wird zu eurer Welt, die ihr enthüllt.
In dem Maße meiner Anheftung an ACHaP des Höheren beginnt mein Punkt zu wachsen, durch die Teile von ACHaP. Sich anheften bedeutet, seine Macht über sich zu akzeptieren, wie Baal haSulam im Artikel „Freier Wille“ erklärt.

ACHaP des Höheren ist meine Umgebung, und indem ich mich an sie anhefte, bekomme ich von ihr, wie der Embryo von der Mutter, Blut, Sauerstoff, Minerale, damit aus meinem Punkt im Herzen ein spiritueller Organismus entsteht.

Dieser Organismus ähnelt dem, was ich von ACHaP des Höheren, von der Gruppe, bekommen habe, doch ist es in meinem Punkt, in meinem spirituellen Gen verkörpert, d.h., es gehört ihnen beiden.

So ist auch das Kind in gewisser Weise seinen Eltern ähnlich, doch seine Grundlage bekommt es von dem Schöpfer. Ich annulliere mich vor der Gruppe und verpflichte sie, sich um mich zu kümmern. So annulliert sich auch der Säugling vor der Mutter, um ihre ganze Fürsorge, das ganze Essen von ihr zu bekommen, doch er verpflichtet sie, das zu tun.
Ich gebe mich dem Höheren hin, ich gebe mein Verlangen an ihn weiter, meine Forderung, zu dem Teil zu werden, in dem sich die rechte und die linke Linie vereinen und die Handlung des Gebens vollziehen.

Und in dem Maße, wie ich das tue, wie sich der Embryo vor der Mutter annulliert und sie verpflichtet, ihn großzuziehen, so wird sich die Mutter im Gegenzug um ihn kümmern.

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