Die Leiter der Wünsche

Frage: Unsere Wünsche werden immer größer. Wie können wir aus ihnen eine Leiter machen, auf der man nur hinaufsteigen und den kontinuierlichen Aufstieg fühlen kann?
Antwort: Im Universum gibt es zwei Zustände: absolutes Geben und absolutes Empfangen. Der Abstand zwischen ihnen wird als „Leiter“ bezeichnet, auf deren jeder Stufe immer größere Wünsche stehen, und je höher man steigt, desto mehr gewinnen sie an der Absicht zum Geben.
Das Verlangen selbst ist das Verlangen nach Empfangen, während die Leiter die Absicht „um des Gebens willen“ verkörpert.
Tatsächlich sind wir von Natur aus so geschaffen, dass wir nur an uns selbst denken und alle Wünsche für uns selbst nutzen. Da wir nicht in der Lage sind, etwas zu geben, können wir nur von anderen empfangen.
Doch wenn wir mit Hilfe der Kabbala eine besondere Energie des Gebens anziehen, beginnt diese, auf unser allgemeines egoistisches Verlangen einzuwirken und es Schritt für Schritt zu korrigieren, indem sie die Eigenschaft des Gebens mit der Eigenschaft des Empfangens verbindet.
Das Höhere Licht wirkt auf das Verlangen nach Empfang ein und unterteilt es in 125 Stufen der Korrektur, aus denen sich eine Leiter bildet, die „Leiter von Jakob“ genannt wird. Auf diese Weise korrigieren wir uns nach und nach bis hin zum vollkommenen Geben und verwandeln unseren gesamten, enormen Egoismus in die Eigenschaft des Empfangens um zu geben.
Indem wir die beiden grundlegenden Eigenschaften der Schöpfung – Empfangen und Geben – nutzen, erreichen wir die Gleichheit an den Schöpfer. Dabei verschwinden wir nicht in Ihm, denn einerseits bleibt unser Wunsch zu empfangen erhalten und nimmt lediglich die äußere Form des Gebens an.
Doch das Empfangen um des Gebens willen macht uns dem Schöpfer ähnlich. Das heißt, äußerlich werden wir Ihm ähnlich, während wir innerlich aus dem Wunsch zu empfangen bestehen. Darin liegt die gesamte Korrektur.
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Aus der Fernsehsendung „Gespräche mit Michael Laitman“









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