Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Hass'

Die Vorteile der Vielfalt

In der Mischna (ℎ, 9:15) steht geschrieben, dass sich am Ende der Tage der Hass verstärken wird. Nach dem zu urteilen, was heute geschieht, nähern wir uns dem Ende der Tage. Noch nie wurde so viel Hass in den sozialen Medien, Zeitungen und im Fernsehen verbreitet, und die Welle scheint immer noch höher zu werden. Es ist nicht so, dass es keine ruhigen Orte mehr gibt, aber der Zeitgeist ist einfach vergiftet. Ein Wort aus der Reihe – und es ist kinderleicht, diese Grenze zu überschreiten – und man wird verbannt, von der Welt ausgegrenzt.

Der Rassenhass und die antirassistischen Proteste, die wir in letzter Zeit gesehen haben, sind Teil dieser trüben Flut. Wie alle Wellen werden rassistisch motivierte Unruhen ihre Höhen und Tiefen haben, aber der Trend geht eindeutig in Richtung eines riesigen Sturms.

Der Hass wird hier nicht enden. Wenn sich der Hass intensiviert und ausbreitet, werden sich Fragmente innerhalb jeder Gruppe vom Hauptteam abspalten und kleinere Lager bilden, die gegeneinander kämpfen werden. Die Gesellschaft wird sich auflösen und Anarchie wird herrschen. Im Talmud (Sanhedrin 98b) steht geschrieben, dass selbst die größten Weisen nicht am Ende der Tage leben wollen.

Offensichtlich sind wir noch nicht so weit, aber wir sind auf dem Weg dorthin. Wenn wir den Kurs nicht ändern, werden wir schneller dort ankommen, als wir es realisieren können.

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Der jüngste Plan zur Teilung Israels – Kantonisierung

Die jüngste Marotte jener, die Israel zerfallen sehen wollen, ist die Aufteilung in Kantone. „Es macht absolut Sinn“, verkünden sie, „wir werden wie die Schweiz sein! Und warum auch nicht? Diejenigen, die einen liberalen Lebensstil bevorzugen, werden im Kanton Tel Aviv leben, jene mit orthodoxem Lebensstil im Kanton Bnei Brak, usw. Jeder wird nach seiner Fasson leben, und wir werden alle glücklich sein.

Wenn wir das tun, könnten wir genauso gut packen und sofort weggehen. Wir sind nicht nach Israel gekommen, um in getrennten Volksgruppen zu leben; wir sind hierher gekommen, um das jüdische Volk wieder zu vereinen. Wir können nicht erwarten, dass 2.000 Jahre Exil keine Spuren bei uns allen hinterlassen haben, aber wenn wir unsere gemeinsame Identität nicht wiederbeleben wollen, können wir genauso gut jetzt gehen, denn es widerspricht dem eigentlichen Grund unseres Hierherkommens und der Bedeutung Jude zu sein. 

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Charlie Hebdo – Meinungsfreiheit oder die Freiheit, Hass zu verbreiten

Demokratische Länder stellen das Recht auf freie Meinungsäußerung oft auf ein Podest. Was aber, wenn dieses Recht dazu benutzt wird, Hass zu verbreiten; ist es dann immer noch statthaft? Viele europäische Länder setzen sich mit Anhängern liberaler Ideale für die Redefreiheit ein, und das Magazin Charlie Hebdo ist eines davon. Da die menschliche Natur allerdings von Hass erfüllt ist, drücken Menschen, wenn man sie ungehindert ihre Meinung äußern lässt, Hass aus. Wenn Redefreiheit jedoch gleichbedeutend mit der Freiheit für Hassreden ist, dann muss die Redefreiheit eingeschränkt werden. Charlie Hebdos Mohammed-Karikaturen stellen Hassreden dar und müssen daher verboten werden. Nichts rechtfertigt Mord, aber gleichzeitig sollte eine Institution, die systematisch Hass verbreitet, geschlossen werden; sie hat keine Existenzberechtigung.

Ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht, die Menschheit ist eine Einheit. Die verschiedenen Religionen, Glaubenssysteme, Rassen und Kulturen sind alle Organe eines einzigen Seins, und jedes Organ drückt eine andere Facette dieser Einheit aus. Obwohl die Organe einander verabscheuen, sind sie dennoch miteinander verbunden. Der eigentliche Zweck des Hasses besteht darin, uns zu bewusster Fürsorge und gegenseitiger Liebe voranzutreiben und dass wir zum Wunsch gelangen, eine Einheit zu sein.

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Wenn ich es nicht mache, übernimmt es niemand.

Stellen Sie sich mitten in einem Protest vor, daß sich auf der Straße die Demonstranten, die gegen dieses oder jenes Unrecht protestieren, befinden. Gegenüber steht die Polizei, die Vertreter der gehassten Regierung. In einer anderen Straßenecke befinden sich die „Anderen“, diejenigen, die sich der Regierung anschließen. Die Luft ist hasserfüllt, die Spannung ist kurz davor zu kippen. Keine Seite wird Kompromisse eingehen; entweder ich oder niemand. 

Manchmal ist der Hass mehr verdeckt, aber er wächst, sprudelt unter der Oberfläche. Wir können den Hass nicht eindämmen, aber wir können lernen, wie man damit umgeht, wie man ihn konstruktiv nutzt. Wenn wir nicht bald lernen, ihn zu kanalisieren, wird der Hass ausbrechen und alles zerstören.

Hass gab es schon immer, weil es schon immer Gegensätze gab. Unser fataler Fehler war, dass wir versucht haben, die andere Partei nicht zu akzeptieren, anstatt uns über die verschiedenen Meinungen zu erheben. Uns war nicht klar, dass die Zerstörung der anderen Partei bedeutet, uns selbst zu zerstören. Uns war nicht bewusst, dass alles in Wirklichkeit seine Gegensätze hat. Aus diesem Grund wurden immer wieder Kriege geführt. Der einzige Weg, wie wir existieren können, ist, wenn wir das Gleichgewicht mit der anderen Seite anstreben. Wenn wir nicht Platz für alle vorhandenen Ansichten schaffen, gibt es keinen Platz für ein Gleichgewicht.

Die widersprüchlichen Ansichten  kommen aus der menschlichen Natur. Wie kann man also gewinnen, wenn man den Vorteil des anderen verleugnet?

Der Vorteil einer Gegenüberstellung besteht darin, dass der Konflikt zwischen  beiden Parteien in integraler Weise gelöst werden muß, um ihre gemeinsame Wurzel zu erkennen. Nur dann können sie sich vereinen und beide gewinnen.

Und wenn sie das tun, stellen sie fest, dass die gesamte Realität so funktioniert, und darin finden sie die Einheit, die die gesamte Natur durchdringt. Und diese Entdeckung der Einheit ist der Grund für die anfängliche Gegensätzlichkeit und den Hass.

Bild von Bruce Emmerling auf Pixabay

Wenn du lieben willst, bereite dich auf Hass vor

“Si vis pacem, para bellum” (Wenn du Frieden willst, bereite den Krieg vor). Diese Aussage stammt von dem römischen Schreiber Flavius Vegetius Renatus. 

Gleichermaßen: Wenn du Liebe willst, bereite dich auf Hass vor.

Die Filme beschreiben die Liebe als einen ständigen Fluss von Wärme, Fürsorge und Zuneigung zwischen Menschen. Aber die Filme haben Unrecht. Jedem positiven Gefühl geht ein negatives voraus, welches den Beginn des positiven auslöst. So wie die Nacht dem Tag vorausgeht, geht Hass der Liebe voraus. Die einzige Ausnahme ist die Liebe einer Mutter. Das liegt aber daran, dass die Mutter ihr Kind als Teil ihrer selbst wahrnimmt. Aber bei anderen Menschen müssen wir ständig zwischen Hass und Liebe in verschiedenen Erscheinungsformen und unterschiedlichen Intensitäten wechseln, um echte Gefühle zu entwickeln. 

Tatsächlich ist dies das Prinzip, das die gesamte Schöpfung in Bewegung setzt. Die Hitzewellen und Kälteperioden, die Überschwemmungen und Dürreperioden, der Hass und die Liebe, all dies sind abwechselnde Darstellungen von Hass und Liebe. Dahinter verbirgt sich eine Absicht: Ihre wachsende Intensität, vor allem, wenn sie im negativen Bereich liegt, veranlasst uns, nach ihrer Quelle zu suchen. Warum gibt es so viel Hass? Warum scheint die Natur so grausam? Warum bin ich nie zufrieden mit dem, was ich habe? Warum gibt es keinen Frieden? Warum bin ich ängstlich? Wenn man versucht, diese Fragen zu beantworten, stellt man fest, dass sie aus ein und derselben unsichtbaren Quelle stammen, und diese Quelle ist die Natur, oder einfach die Realität.

Jedes einzelne Mineral, jede Pflanze, jedes Tier oder jeder Mensch, jeder Gedanke, jedes Verlangen oder Wort wurde von der Natur geschaffen. Wenn nun die Natur die Quelle von Allem ist, dann ist alles Teil der Natur, Teil des Ganzen. Und so wie es Tage und Nächte gibt, gibt es Menschen, die ich hasse, und Menschen, die ich liebe. Genauso, wie es keine Tage gäbe, wenn es keine Nächte gäbe, gäbe es keine Menschen, die ich liebe, wenn es keine Menschen gäbe, die ich hasse. Tatsächlich wäre ich nicht in der Lage zu definieren, was ich liebe, was ich hasse, wer ich bin und wer ich nicht bin, wenn es nicht all die Dinge gäbe, die ich als negativ betrachte. Es stellt sich heraus, dass ich sie mit meiner begrenzten Sichtweise als negativ betrachte, aber sie sind es nicht; sie stehen im Gegensatz zu mir, so dass ich in der Lage sein werde, etwas über mich und die Natur zu lernen. Ohne sie wüsste ich nichts über meine ganze Existenz.

Es zeigt sich, dass die Tatsache, dass ich in meinen Hass auf diese oder jene Person verwickelt bin, mir erlaubt, zu entdecken, wer ich bin und was in mir steckt. Tatsächlich sollte ich dieser Person dankbar sein. Der weiseste aller Menschen, König Salomo, nannte dieses Konzept „Liebe bedeckt alle Vergehen“ (Sprüche 10,12), wobei das Vergehen Hass ist und Liebe den Hass bedeckt, sobald wir entdecken, dass unser gehasstes Objekt tatsächlich ein Geschenk ist, das uns gegeben wurde. In diesem Moment löst sich die Entfremdung auf, und es erscheinen Liebe und Dankbarkeit.

Wenn das Ego keinen Schaden verursacht…

Frage: Was bedeutet Egoismus?

Antwort: Egoismus ist Liebe zu sich selbst. Wenn ich mir über das Lebensnotwendige Gedanken mache, ist das keine egoistische Liebe. Im Gegensatz dazu ist es Egoismus, wenn ich mich über das was für meine Existenz notwendig ist, liebe.

Frage: Was ist dann mein Egoismus, wenn mir alle Gedanken vom Schöpfer geschickt werden?

Antwort: Natürlich schickt der Schöpfer egoistische Gedanken. Er verbirgt das auch nicht. Er sagt: „Ich habe den Egoismus erschaffen“ und fügt dann gleich hinzu: „Ich gab auch die Methode dazu, ihn zu korrigieren.“

Frage: Aus welcher Wurzel stammt das Bedürfnisses nach Komfort?

Antwort: Aus der des Egoismus. Der Egoismus will keine Schwierigkeiten. Es ist eine nutzlose Verschwendung von Kalorien, seelischer und körperlicher Kraft, das keinem lebenden Organismus gefällt. Jedes Lebewesen strebt nach Harmonie. Unbelebte Dinge streben übrigens auch danach.

Frage: Was wird aus Orten wie Las Vegas, die nur für weltliche Vergnügungen gebaut wurde?

Antwort: Im Grunde genommen ist das kein großes Problem. Solange ich anderen Menschen nicht schade, in ihnen keinen Hass hervorrufe, dann können all diese Spielzeuge recht harmlos sein.

So wie Kinder ständig irgendwelche Spiele spielen, so spielen auch Erwachsene Spiele. Die Erwachsenen sind daran interessiert, untereinander mit Geld zu spielen, um eine gewisse Aufregung zu erzeugen.

Aus dem Unterricht, 10.05.2020

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Wird der Mensch zur Krone der Natur?

Frage: Wie kommt es, dass der König der Natur in der Lage ist, nicht nur Fremde, sondern sogar sich selbst wegen illusorischer Vorstellungen zu zerstören? Wie passt das zu hohen Idealen, Kultur, Kunst, moralischen Prinzipien und einem mächtigen Intellekt?

Antwort: Wir müssen verstehen, dass wir so gemacht wurden. Es ist erstaunlich, wie uns die Natur auf der einen Seite vernünftig geschaffen und uns auf der anderen Seite mit einem Egoismus ausgestattet hat, der mit nichts zu vergleichen ist. 

Wenn Sie irgendein Tier nehmen, ihm eine Schüssel mit Futter vor die Nase stellen, wird es spüren, ob das gut oder schlecht ist. Wenn Sie einem Menschen eine Schüssel mit leckerem Essen vor die Nase stellen, wird er essen, auch wenn er sich dabei schlecht fühlt.

Es ist ein Problem bei allen unseren Sinnen. Einerseits haben wir viel Verlangen, andererseits verstehen wir nicht, was wir uns wünschen. Wir können nicht mit unserem Verlangen umgehen, sie steuern uns.

Die Tiere werden von ihrem Instinkt geleitet. Dort gibt es keine Zuneigung, keine Liebe, keinen Hass, keine angenehmen oder unangenehmen Dinge, sondern nur „gut“ oder „schlecht“. Es wird, im Gegensatz zu uns in ihrem Organismus gespeichert.

Frage: Ist der Mensch von seinem Potential her die Krone der Schöpfung?

Antwort: Der Mensch wird erst dann zur Krone der Natur wenn er die Erkenntnis des Bösen durchläuft und seine Korrektur abschließt.

Aus dem TV-Programm „Post-Koronavirus-Ära“

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Das COVID-19-Symptom, das für Juden reserviert ist

Veröffentlicht in The Times of Israel

Bereits am 14. März schrieb Eric Cortellessa in der Times of Israel, dass sich mit der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus „eine neue Verschwörungstheorie am Rande der Gesellschaft zusammenbraut: Die Juden stecken dahinter“. Schon am 31. März war es keine Randerscheinung mehr.  „Ein interner Bericht des Außenministeriums warnt vor einem starken Anstieg antisemitischer Beiträge auf der ganzen Welt als Folge der Coronavirus-Pandemie“, erklärte Itamar Eichner in Ynet News. Seitdem hat sich die Lage für Juden verschlechtert, da sie im Zusammenhang mit COVID-19 zunehmend ins Visier genommen werden. 

Am 20. April zitierte Reuters aus einen Bericht der Universität Tel Aviv, dass die Coronavirus-Krise den Antisemitismus weltweit schürt. Im Mai erklärte die unabhängige Medienorganisation NPR: „Amerikanische Juden befinden sich in einer historisch vertrauten Situation: Zum Sündenbock für eine Seuche gemacht“. Schließlich wurde am 23. Juni in einem weiteren Bericht der Universität Tel Aviv festgestellt, dass die Pandemie „eine weltweit einzigartige Welle des Antisemitismus ausgelöst hat“ und dass „die neue Welle des Antisemitismus eine Reihe von Verleumdungen enthält, die ein gemeinsames Element haben: Die Juden, die Zionisten und/oder der Staat Israel sind schuld an der Pandemie und/oder profitieren davon“.

Ich zweifle nicht am Inhalt der Berichte, aber ich glaube ganz sicher nicht, dass diese „weltweite Welle des Antisemitismus“ in irgendeiner Weise einzigartig ist. Sie ist auch nicht unerwartet. Es ist ein Muster, das sich mit jeder Notlage und Krise, die die Welt erlebt, wiederholt. So dass sich die Menschen in Israel bereits die Schuld dafür geben, dass sie der US-Polizei den Kniekeil-Griff, welcher George Floyd tötete, beigebracht haben. [Rest des Beitrags lesen →]

Kämpfe nicht gegen Rassismus, sondern liebe die Einzigartigkeit

Im Facebook am 26.06.2020 veröffentlicht.

Hass zwischen Menschen gibt es schon immer, Rassismus ist eine besonders zerstörerische Form davon. Um etwas dagegen tun zu können und weitaus schlimmere als die bereits heute erkennbaren Auswirkungen zu verhindern, müssen wir verstehen, woher Rassismus kommt. Ziehen wir die richtige Erkenntnis daraus, werden wir nicht nur den Hass lindern können, sondern sogar eine besondere, ganzheitliche Verbindung aller Menschen erreichen.

Vier primäre Arten

Um Rassismus zu verstehen, müssen wir alle Auswirkungen in unserer Welt als Folgen von einer Ursache betrachten. Die Ursache aller Folgen ist das Verlangen des Menschen. Aus Sicht der Weisheit der Kabbala gibt es vier grundlegende Arten von Verlangen, sowie deren Ursprung oder Wurzel. Diese vier Arten des Verlangens lassen sich auf alles in unserer Welt anwenden, die menschliche Spezies mit eingeschlossen. 

Aus diesem Grund entstanden vier unterschiedliche Rassen, die Schwarze (afrikanische), die Rote (amerikanische) die Gelbe (asiatische) und die Weiße (europäische). Diese vier Rassen entstanden getrennt voneinander auf vier verschiedenen Kontinenten, bis sich diese verbanden und sie von Kontinent zu Kontinent wandern und sich vermischen konnten. 

Die vier Arten entwickeln sich weiter und deshalb werden ihre einzigartigen Eigenschaften immer deutlicher. Zusammen bilden sie eigentlich ein perfektes Ganzes, doch wenn diese Einzigartigkeiten ignoriert werden und wir so tun, als wären wir alle gleich, arbeiten wir unbeabsichtigt gegen diese positive spezifische Entwicklung. Und genau das nehmen wir heute als gegenseitige Feindschaft , als „Rassismus“ war. 

Da die vier Rassen aus den unterschiedlichen Grundtypen des Verlangens entstanden sind, können die Konflikte zwischen ihnen nicht mit den heutigen Massnahmen gelöst werden. 

Um Rassismus aufzulösen, müssen wir wieder jeder Rasse die Möglichkeit geben, ihr Potenzial voll auszuschöpfen. Die vier Arten sollen nicht gleich gemacht werden, sondern gleich behandelt werden und sich ergänzen.

Nur wenn sie als eine Einheit funktioniert, die aus vier sich ergänzenden Teilen besteht, ist es möglich, die Vorzüge aller Teile zu erkennen und zu sehen, wie wichtig sie für das Wohlergehen des gesamten Organismus “Mensch” sind.

Was für Rassen gilt, gilt auch für den Menschen

Alles in der Natur ist einzigartig. Nicht nur die Rassen sondern auch jeder Mensch. Um die Menschen dauerhaft glücklich und zufrieden zu machen, müssen wir die Bedingungen dafür schaffen, dass jeder Mensch das Gefühl hat, dass er sein Potenzial ausschöpfen und damit zum Glück der Menschheit beitragen kann. Wird das Beitragen zum Wohlergehen Anderer als höchstes Statussymbol angesehen, wird jeder Mensch sich bemühen diesen Beitrag zu leisten. Dafür wird er das Beste aus sich herausholen, sein volles Potenzial ausschöpfen und jeder, der sein volles Potenzial ausschöpfen kann, wird ein glücklicher Mensch sein.

Kurz gesagt: nicht gleich müssen wir sein, sondern das gleiche Ziel müssen wir haben. So das jedes Individuum mit seinem einzigartigen Potenzial zum Glück und zum Wohlergehen der Menschheit beitragen kann.

Methode der Korrektur, Teil 8

Wenn man den Nächsten vor Augen hat

Man liebt sich selbst von ganzem Herzen und ganzer Seele. Wenn es um den Nächsten geht, könnte man sich in Bezug auf den Schöpfer täuschen. („Baal HaSulam, Die Liebe zum Schöpfer und die Liebe zu den Geschöpfen“)

Das Gesetz der Korrektur, der Beziehung gegenüber dem Nächsten, ist noch wichtiger als die Beziehung zum Schöpfer, da sich auf diese Weise der Mensch Ihm annähern kann. Ich kann mir den Schöpfer nicht vorstellen. Der Nächste ist immer vor mir und ich kann meine Einstellung zu ihm genau überprüfen.
Aussage: Baal HaSulam schreibt, dass die Methode zur Korrektur, der egoistischen Wahrnehmung der Welt – die Sorge um die eigenen Wünsche und Füllungen – einem Volk gegeben wurde, das sich aus verschiedenen Völkern die Babylon  besiedelten, zusammensetzte.
Antwort: Ihnen wurde die Bedingung gestellt, dass jeder bereit sein muss, das Prinzip „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ als ein Mittel zu verwenden um die Verschmelzung mit dem Schöpfer zu erreichen. Zu dieser Zeit befand sich das alte Babylon im Untergang, was wir als die „babylonische Verwirrung“ bezeichnen. Zu dieser Zeit entstand in den Menschen der Egoismus, dadurch empfanden alle gegenseitigen Hass und waren nicht in der Lage, friedlich nebeneinander zu existieren, dies führte zur Zerstörung des Königreichs Babylon. Dasselbe geschah erneut in der Zeit von Rabbi Akiwa,  zur Zeit der Zerstörung des zweiten Tempels.
Frage: War es die Absicht der Natur, uns die Eigenliebe zu geben, damit wir verstehen können, in welchem Maße wir unsere Nächsten lieben und um sie besorgt sein müssen?

Antwort: Natürlich. Dank dessen kann man auch das Gegenteil verstehen.

Fortsetzung folgt…

Aus der TV-Sendung „Die Grundlagen der Kabbala“, 07.02.2019

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