Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Methodik der Korrektur in der Mittleren Linie

Vor Baal haSulam existierten zwei Methoden der Korrektur (des Kabbalastudiums) – mittels der Vernunft (die Methode von АRI) und mittels des Herzens (die Methode von Baal Schem Tow).

Baal HaSulam vereinigt zwei dieser Herangehensweisen in der Mittleren, dritten Linie, er schafft die wirksame, deutliche, einfache Methodik, die den modernen Seelen passt. Und nur dadurch können wir die Korrektur erreichen.

Die Kabbala, als eine Wissenschaft, ist auf den Werken von АRI aufgebaut, und die innere Arbeit stammt vom Baal Schem Tow.

Baal haSulam schreibt sein Buch „Die Lehre der Zehn Sefirot“ auf der Grundlage „des Baum des Lebens“ von АRI, er passt das Buch an unsere Generation an.

Aber wenn man seine gesamte Lehre im Komplex betrachtet, dann sind die 4 Werke: „Die Lehre der Zehn Sefirot“, „Panim Meirot“, „Die Einführung in die Wissenschaft der Kabbala“ und „die Einleitung zum Sulam Kommentar“ – der „Physik“ der Höheren Welt gewidmet und basieren auf der Lehre von АRI, und alle übrigen Artikel sind der inneren Arbeit des Menschen gewidmet und sind auf der Methode von Baal Schem Tow gegründet.

Das Licht der Korrektur kommt beim Studium der „Physik“ der Höheren Welt zu uns – aber es kommt nur durch die Gruppe!

Wenn die Gruppe nicht richtig organisiert ist, nicht zusammen lernt und sich nicht wünscht, vereinigt zu werden – dann ist es unmöglich, das Licht anzuziehen.

Die Gruppe ist der Magnet, welcher das Licht anzieht, das zur Quelle zurückführt. Und sie soll eine solche Form haben, die zur Korrektur bereit ist, alle sollen darauf warten!

Wir müssen 1) das Übel und den Mangel der Vereinigung enthüllen, 2) den erwünschten Zustand – den Zustand der allgemeinen Verbindung enthüllen – und denken, dass wir aus dem ersten Zustand in den zweiten mit Hilfe der Kraft übergehen werden, die das Licht heißt, das zur Quelle zurückführt.

Die Gruppe ist verpflichtet, diese Formel zu verstehen, denn sie kann anders kein Licht heranziehen. Das geistige Gefäß, der Wunsch – soll dem Licht vorangehen.

Dafür wurde das gesamte Geschöpf geschaffen, es entwickelt sich aus der Welt der Unendlichkeit – um in sich das Bedürfnis zur Enthüllung des Schöpfers zu erschaffen.

Wir brauchen den Schöpfer nicht zu enthüllen, es ist auch nicht erforderlich, das Licht zu offenbaren! Wir müssen das Geschöpf entdecken!

Wir müssen verstehen, dass die Schöpfung nicht dafür geschaffen wurde, um ein Punkt zu bleiben, und um als Tier zu leben – sie muss zur Persönlichkeit werden, die selbständig ist und über die Freiheit des Willens verfügt. Deshalb soll unser Wunsch die Handlung von oben („Kli kоdem le or“) hervorrufen.

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Verantwortlich für die Welt

Frage: Was sollen wir von den kommenden Kongressen erwarten? Welche Absicht sollen wir aufbauen?

Antwort: In unserer Verbindung nähern wir uns sehr starken Absichten und hoffen, dass diese Kongressreihe uns hilft, gemeinsam  ununterbrochen die Absicht in uns zu halten und sie nicht loszulassen.

Arbeit, Familie, Kinder, persönliche Probleme – trotz all dem lasse ich unterbewusst irgendwo in einer Ecke meines Verstandes Platz für das Wichtigste und mache mir ständig Gedanken über unsere Einheit, darüber, wie wir von einem Kongress zum nächsten vorankommen, Tag für Tag, in einem inneren Zusammenhalt – bis sich dort, im Inneren, der Schöpfer enthüllt.

Wir studieren das bereits sehr lange in der Theorie. Dann lasst uns auch tatsächlich wollen, dass Er sich enthüllt. Tausend Mal haben wir das bereits gehört – lasst uns doch eine Anstrengung unternehmen.

Wir dürfen nicht in Zweifel verfallen: „Schon wieder? Zum wievielten Mal?“ Wir stehen an der Schwelle zum Durchbruch. Und die Welt verlangt ebenfalls danach. Denn sie hat nicht die geringste Chance, eine Lösung zu finden. Wir können im Internet sehen, welche „Lösungen“ als Antwort auf die heutigen Krisen angeboten werden, wie es versucht wird, sie zu vertuschen, zu verdecken, weil kein Ausweg zu sehen ist.

Wir müssen in einer bequemen, verständlichen, naheliegenden Form die Nachricht an die Welt herantragen, dass es eine Lösung gibt, und je schneller wir anfangen, sie zu realisieren, desto weniger werden wir leiden.

Und darum soll unsere Absicht während der Kongresse sein, uns in die Gruppe einzuleben, die eine Krisenlösung für die Welt bringt. Es gibt nichts Wichtigeres, was wir vorbereiten könnten, was wir untereinander für die Welt tun könnten.

Wir befinden uns im Moment an einem sehr wichtigen Punkt: vor uns liegt ein Kranker, und seine Krankheit ist beinah tödlich, und wir können ein Heilmittel herstellen und ihn heilen. Dann wird er nicht einfach gesund, sondern steigt zur Stufe des Schöpfers, zu einer neuen, ewigen Dimension auf.

Deshalb sollte unseren Anstrengungen und unserem Status – dem Aufstieg, den wir in diesen Tagen beginnen – die maximale Wichtigkeit beigemessen werden. Wir müssen uns dessen bewusst sein, welche Aufgabe wir bewältigen. Wer sind wir, um einer solchen Mission würdig zu werden – in der Tat an der Korrektur nicht nur der Welt, sondern der gesamten Realität mitzuwirken?

Wir sollten ein wenig stolzer auf unsere Aufgabe sein – damit wir dadurch die Verantwortung spüren können.

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Wie ist das Licht der Korrektur einzufangen?

Frage: Was ist das Licht der Korrektur, wo befindet es sich, wie zieht man es heran?

Antwort: Wir befinden uns in der vollkommenen Realität, die vom Schöpfer geschaffen ist, welche sich uns aber anders darstellt.

In der wahrhaften Realität gibt es alles, was wir wollen: die Unendlichkeit, das Licht, die Vollkommenheit, die Ewigkeit, den Schöpfer. Und hier, in dieser Welt sehen wir eine ganz andere Realität – die Dunkelheit, das Böse, die Selbstsucht.

Eine Treppe mit 125 Stufen trennt eine Realität von der anderen ab, sie hilft mir meine Natur zu verändern.

Der Unterschied besteht eben darin, dass wir hier nur diese Welt empfinden und uns in der Finsternis, in den Leiden und in der Selbstsucht aufhalten – und für die wahrhafte Realität muss ich die Absicht „des Gebens“, die Liebe erreichen.

Solange ich mich in der Natur dieser Welt befinde, habe ich keine Chance, die Spiritualität zu erreichen, weil sie eine völlig andere Dimension darstellt, in die ich nicht eintreten kann. Es gibt jedoch eine „wunderbare Kraft“ (Sgula), die mir helfen kann.

In der Geisteswelt sind alle verbunden – und im Gegensatz dazu sind in unserer Welt alle voneinander getrennt. Dort herrscht die Liebe – hier der Hass. Dort ist das Geben – hier die Selbstsucht, das Licht – die Dunkelheit, das Gute – das Böse. Das heißt alles ist einander entgegengesetzt, wie es geschrieben steht: „Ich sah die Kehrseite der Welt!“

Und wir wären somit ganz hoffnungslos, wenn da nicht ein Detail da sein würde, das zum Glück nicht entgegengesetzt ist! Es ist das Ende des Rettungsseils, womit ich mich in die Spiritualität bringen kann.

Jedem von uns ist in dieser Welt der geistige Funke gegeben, „der Punkt im Herzen“, er steht symbolisch für das Ende des Seils, das zu uns aus der Geisteswelt heruntersteigt. Er ist jedem von uns aus dem vollkommenen Zustand gegeben, wo ich mich in der Harmonie und dem absoluten Komfort befinde.

Aber es ist nur ein Punkt, und ich weiß nicht, was ich damit machen muss, ich fühle nur die schwache Zugehörigkeit zum Höheren. Und außerdem ist mir das Buch gegeben, das „Sohar“ heißt.

Das materielle Buch befindet sich in dieser Welt, aber im spirituellen Raum gibt es „das Buch“, das das Öffnen, das Licht bedeutet. Und der Titel, „Sohar“ bedeutet den höheren Glanz.

Somit befindest du dich in der irdischen Welt, zusammen mit dem Buch, das in irgendeiner chinesischen Druckerei gedruckt ist, aber du willst in die höhere Welt hinauf, zur Wurzel zurückkehren! Dieser Punkt zieht dich nach vorne!

Und jetzt sollst du dich bemühen, mit anderen vereinigt zu werden, um zusammen das Buch „Sohar“ zu lesen, das Licht anzustreben, damit es dich beeinflusst.

Das ist alles! Alles andere hängt nicht von dir ab, weil es die gegebenen Eigenschaften sind: das Böse, und der Hass. Du kannst mit ihnen selbst nichts machen. Bezüglich der Höheren Welt hast du nur zwei Mittel: die Gruppe und das Buch.

Und wenn du sie verwendest, dann ziehst du das riesige Licht an dich heran, das auf dich einwirkt. Es heißt „Sohar“ (der Glanz) oder das umgebende Licht, das zur Quelle zurückführt. Es ist das, was dich verändert. Das Licht arbeitet an dir und bringt dich zu deiner Wurzel zurück.

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Der Lehrer ist ein spirituelles System

Frage: Was bedeutet die Annullierung vor dem Lehrer?

Antwort: Es ist die Annullierung in Bezug auf das, was der Lehrer erklärt – auf die von ihm weitergegebene Botschaft. Vielleicht könntest du es selbst in dem Buch enthüllen, doch er gibt es in einer lebendigeren Art und Weise an dich weiter. Theoretisch kann man auch ohne Lehrer studieren, doch es ist unwahrscheinlich schwer. Du wirst so oder so die Seele erwecken müssen, die in der Hierarchie vor dir steht. Wenn sie sich jedoch nicht neben dir in irgendeiner materiellen Form befindet, ist es viel schwieriger.

Der Lehrer ist ein ganzes System und kein „Mensch“. Es ist ein System, welches die Methode, die Lehre, das Licht an dich weitergibt, in dir Schwierigkeiten und Probleme hervorruft, an dir und an deinen Freunden arbeitet. Es ist die Arbeit eines Mentors, der sich um die Gruppe kümmert und in ihren Mitgliedern Verlangen und spirituelle Bedürfnisse weckt, der sie durcheinanderbringt und sie auf diese Weise vorantreibt, damit sie möglichst schnell die Lösung finden. Er darf sie jedoch nicht der Freiheit des Willens berauben und aus ihnen blinde Verehrer oder Chassidim machen – das ist das Wichtigste.

Der Lehrer muss sich vor dir öffnen und sich dir so präsentieren, dass du dich nicht völlig unterwirfst und nicht vor ihm verschwindest. Er muss dir Platz für deine eigene Anstrengung lassen, indem er dich in ständigen Zweifeln in Bezug auf sich, in dem Gefühl der Ablehnung, der Verachtung, der Finsternis hält. Anderenfalls ist es eine schlichte Anbetung, und du wirst keine Forderung nach dem Schöpfer entwickeln können.

Der Lehrer eröffnet dir das Wissen, sich selbst öffnet er aber nicht, sondern zeigt sich gerade umgekehrt, um dir die Möglichkeit zu geben, nach dem Schöpfer zu verlangen.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 02.10.2011

Stellt euch auf die Feinfühligkeit der Seele ein

Frage: Ich komme zum Kongress wie auch sehr viele andere Menschen. Ich möchte mich darauf konzentrieren, in das innere Netz der Verbindung zwischen ihnen einzudringen.

Gibt es irgendwelche Regeln, die ich ständig in den Gedanken und in der inneren Einstellung befolgen muss, um in dieses Netz eindringen zu können?

Antwort: Das Wichtigste ist, zu versuchen, den inneren Zustand wahrzunehmen, der zwischen allen herrscht. Versuchen! Das hängt von dem Einfühlungsvermögen der Seele ab.

In dem Buch „Glaube und Zuversicht“ (Verfasser – Chazon Ish, A. Karelitz) steht geschrieben: „Der Glaube ist die zarte Neigung einer feinfühligen Seele“. Das sind alles dermaßen schwer fassbare Begriffe, dass kein einziges Wort eine haltbare irdische Auslegung zulässt. In unserem Fall kann es jedoch geklärt werden.

Alles hängt davon ab, inwieweit ich versuche, nach Möglichkeit, ohne mich mit meinen eigenen Eigenschaften einzumischen, in die gemeinsame Wahrnehmung der Menschen, die sich verbinden, einzusteigen, mit dem Verlangen, ihre innere Einheit, den Zustand zwischen ihnen wahrzunehmen.

Der Schöpfer sagte: „In meinem Volk wohne Ich“. In unserer Vereinigung will ich die Shechina – denn, dort in der Verhüllung herrschenden Schöpfer – enthüllen, denn Er befindet sich in der guten Verbindung zwischen uns, in der Gruppe, die sich vereinen will.

Und obwohl meine Freunde das noch nicht deutlich spüren können und noch nicht ganz begreifen, wofür und warum sie es tun, sondern sie befolgen einfach die Ratschläge der Kabbalisten, so kann jeder durch seine Anstrengung, aus der Feinfühligkeit seiner Seele heraus, in dem Maße, in dem er diese Feinfühligkeit in seinen Anstrengungen zur Vereinigung erfasst hat, einsteigen und anfangen, den Schöpfer wahrzunehmen, der „in seinem Volk“ herrscht.

Dort, im Inneren, verbirgt sich der Zustand (der spirituelle Ort), der den Namen „Shechina“ trägt, unseren Bestrebungen einander entgegen – der Ort, den der Schöpfer ausfüllt – „haKadosh Baruch Hu“ (die Heiligkeit ist die Eigenschaft von Bina, des vollkommenen Gebens).

Shechina bedeutet alle Verlangen, die einander entgegen streben, die sich im Netz der Verbindung zwischen ihnen befinden. Und der Schöpfer ist das höhere Licht, welches sie erfüllt. Dieses Netz will geben und in seinem Geben, im Licht von Chassadim, enthüllt es das Licht von Chochma – das höhere Licht, den Schöpfer.

Wenn der Mensch danach strebt, diesen Zustand wahrzunehmen, ihn zu ergründen, in ihm zu leben, kann er ihn enthüllen, unabhängig von niemandem auf der Welt. Das ist die Arbeit, die wir versuchen müssen, auszuführen. Besonders während der Kongresse, denn das ist die Zeit, um uns mit dem inneren Zustand der hohen Einheit zwischen uns zu verbinden.

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Unter Israel versteht man all jene, die direkt zum Schöpfer streben


Frage: Betrachtet die Kabbala die jüdische Nation als das auserwählte Volk Gottes?

Antwort: Das auserwählte Volk ist eine Gruppe von Menschen, die irgendwelche irdischen Charakterzüge oder Eigenschaften haben mögen. Das Wichtige ist, das sie „Punkte im Herzen“ haben – ein Streben zum Schöpfungsziel: Anheftung an den Schöpfer durch Gleichheit der Form. Diese Gruppe muss ebenfalls eine Empfindung von ihrer Mission haben: die Methode der Korrektur zu meistern und sie der ganzen Welt zu lehren.

Diese Gruppe wird Israel (von den Worten Isra – „direkt“ und El – der Schöpfer) genannt, weil sie „direkt zum Schöpfer“ ausgerichtet ist – auf Schenken und Liebe für den Nächsten. Jeder, der diese Bedingung erfüllt, wird Israel genannt und ist „auserwählt“.

Wir stammen alle von der alten Zivilisation in Babylon ab – eine einzige Nation. Einige der Menschen im alten Babylon akzeptierten die Methode der Korrektur, die Abraham jedem anbot und aufgrund ihrer Absicht wurde diese Gruppe Israel genannt.

Heute wird sich die gesamte Menschheit bewusst, dass wir mit unserer egoistischen Entwicklung, die seit dem alten Babylon 4.500 Jahre gedauert hat, in einer Sackgasse angelangt sind. Diese Bewusstwerdung wird uns zwingen, uns über unseren Egoismus zu erheben und zusammen die Stufe des Schöpfers zu erreichen. Dies ist der Plan der Natur.

Diejenigen, die diesen Ruf spüren und erkennen, haben die Aufgabe, die gesamte Menschheit zu leiten, das gesamte Babylon. Das ist es, was sie zu Auserwählten macht. Dies schreibt Baal HaSulam in Punkt 19 seines Artikels Die Bürgschaft (Arwut):

Rabbi Elazar, Sohn von Rabbi Shimon, Autor des Buches Sohar, verdeutlicht dieses Konzept von Arwut (Bürgschaft) noch weiter, indem er erklärt, dass es nicht genügt, dass ganz Israel füreinander verantwortlich ist, sondern dass stattdessen die ganze Welt in diese Bürgschaft mit eingeschlossen werden muss… Doch das Ende der Korrektur der Welt wird erfolgen, wenn sich alle Völker dieser Welt dieser – seiner [des Schöpfers] Arbeit stellen. Wie geschrieben steht: „Und der Ewige wird König sein über alle Lande: An diesem Tag wird der Ewige der einzige sein und sein Name der einzige. (Sacharja 14, 9). Und es heißt: „an diesem Tag“ und nicht eher. Und es heißt auch weiter: „denn das Land wird voll der Erkenntnis des Ewigen sein… (Jesaja 11, 9) …und alle Völker werden zu Ihm strömen (Jesaja 2, 2)“.

Die Rolle Israels gegenüber der Welt ist, dass sie dazu verpflichtet sind, spirituell aufzusteigen und die gesamte Menschheit vorzubereiten, das erhabene Werk der „Liebe für den Nächsten“ zu akzeptieren, das ein Hilfsmittel ist, eine Leiter, die zum Ziel der Schöpfung führt – der Anheftung an den Schöpfer.

Verwandtes Material:
Blog-post: Nationalität resultiert aus den Eigenschaften der Seele
Blog-post: Warum hasst ein jeder Israel?
 
 
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Schöpfer – Lehrer

Frage: Kann der Schöpfer ein direkter Lehrer des Menschen sein?

Antwort: Nein. Unser Egoismus will das, er will erfassen, ergreifen, versklaven.
Der Schöpfer kann nur durch eine Gruppe, innerhalb einer Gruppe ein Lehrer sein. In dem Maße, in dem ich mich mit der Gruppe verbinde, sie betrete und mich darin auflöse,  offenbare ich in ihr die Gegenwart des Schöpfers.

Aus der Lektion in russischer Sprache, 31.12.2017

[#224253]

Das Seminar: Man spricht nicht über seine Gefühle

Frage: Wieso darf ich während des Seminars nicht über meine Gefühle reden? Heißt das, dass ich sie verbergen soll?

Meine Antwort: Du musst sie nicht verbergen. Es ist einfach so, dass deine egoistischen Gefühle keinen interessieren; mit ihrer Hilfe kannst du uns nicht korrigieren, du kannst uns nicht erheben.

Wenn du wie aus einem Buch sprichst, mit gebrochenen Phrasen, wirst du die Freunde wenig begeistern können, weil alle wissen, dass du das auswendig gelernt hast. Es ist auch nicht empfehlenswert von ganzem Herzen zu sprechen, denn wenn wir alle (die Egoisten) das empfinden werden, was du empfindest, können wir dir damit schaden.

Gewöhnlich sprechen die Kabbalisten über die allgemeine Erhebung, über die Erhabenheit des Schöpfers, mit eigenen Worten. Im Prinzip aber ist es am besten über die Gruppe zu sprechen: Wie besonders dieses System ist, wie wir mit seiner Hilfe die Verschmelzung mit dem Schöpfer erreichen und die ganze Welt zu einem neuem Zustand bringen, den sie auch braucht.

 

Aus dem russischen Unterricht 

[# 220883]

Wenn Du den Lehrer verunglimpfst, fällst Du selber

BildIn allen Zeiten und bis jetzt hat die Menschheit dieselbe Struktur. Der Lehrer, die kabbalistische Gruppe und die ganze übrige Menschheit muss anwesend sein.

Die ganze Arbeit geht entsprechend den Erklärungen des Lehrers, und die Gruppe erfüllt sie. Zuerst geschieht die Vereinigung innerhalb der Gruppe, und dann kann man sie schon auf die übrige Menschheit, den Kreis hinter dem Kreis verbreiten.

Aber dieselbe Methodik mit  denselben Etappen bleibt, und man kann sie nur  mit der Erhöhung des Lehrers realisieren. Selbstverständlich geht es nicht um die äußerliche Form, wie um die äußerliche Lehre, sondern um die innere – um die Ausführung seines Rates, wie die Verschmelzung mit dem Schöpfer zu erreichen ist. Das heißt die Achtung vor dem Lehrer, vor seiner für uns höchsten Stufe, vor seiner Richtung, vor seinen Worten.

Je nach der Verwirklichung der richtigen Beziehung zwischen uns entsprechend der Tora bis hin zu ihrer Hauptregel – die Liebe der Nächsten wie sich selbst – rücken wir auf. Und wenn wir den Lehrer verunglimpfen, fallen wir selbst. Abhängig davon erheben wir den Lehrer in unseren Augen oder erniedrigen ihn, befinden wir uns im Aufstieg oder im Abstieg. Deshalb wird es gesagt: „Wenn der Schüler ins Exil geht, geht der Lehrer zusammen mit ihm“.

Der Schüler muss wissen, dass die Achtung vor dem Lehrer und der Weg der Korrektur völlig davon abhängen, wie sehr er die Bedeutung dieser Mittel für die Erreichung der Verschmelzung mit dem Schöpfer schätzt. So wie er an der Größe der Mittel arbeiten wird, dementsprechend kann er das Ziel erreichen und die Größe des Schöpfers, die Eigenschaft des Gebens, der Liebe, der Einheit enthüllen. Das alles hängt völlig von seiner Arbeit an der Erhöhung des Lehrers und der Freunden ab.

Das Ziel wird in der Verbindung zwischen den Freunden mittels der richtigen Verbindungen und der ausführlichen Klärung jedes Elementes der Vereinigung erreicht. Wenn der Mensch die Verbindung mit Freunden nicht beeinflussen, sich aber über seine Selbstsucht erheben und sich in sie einreihen kann, heißt dies der „Zustand des Embryos“.

In diesem Zustand enthüllt sich unaufhaltsam der wachsende innere Widerstand gegen diese Vereinigung, die „Embryo“ heißt. Und jedes mal muss er sich in Bezug auf die Mission der Gruppe, ihrer Größe und der Größe des Lehrers erheben. Deswegen wächst er die ganze Zeit, bis er alle Etappen der Periode der Entstehung vollendet hat.

Dann folgt die Periode des „Säuglings“, in der er schon selbständig etwas bekommen und geben kann, aktiver an der Vereinigung teilnehmen kann und spürt, wie wirksam und lebendig sie ist. So beendet er die Jahre des „Säuglings“ und kommt dorthin, dass in ihm gröbere Wünsche erwachen. Jetzt kann er aktiv an der Arbeit teilnehmen, neue Verbindungen schaffen, die Eigenschaften des Gebens und der Liebe klären, das, was  man „den Schöpfer innerhalb der Gruppe enthüllen“ nennt, erreichen.

Diese Form beginnt immer klarer zu werden: Zuerst von der Rückseite, wo es noch unmöglich ist, das Gesicht des Schöpfers bis zum Ende der Korrektur zu sehen. Und danach wird er das Antlitz des Schöpfers enthüllen, das heißt er wird das absolute Geben und die Liebe zwischen uns in unseren korrigierten Wünschen enthüllen. Das passiert entsprechend dem Ausmaß, wie der Mensch den Lehrer und die Gruppe schätzt und an deren Entwicklung und Größe arbeitet. Sobald es ihm gelingt, aufzusteigen, fällt er wieder und enthüllt den nächst größeren Wunsch, damit er letztendlich höher und höher steigt.

Nur in der Vereinigung mit den Freunden erkennt man das ganze Feld der Arbeit, die Stelle, wo die Bedingung realisiert wird: „Es gibt niemanden außer dem Schöpfer“, das heißt das Licht, die Form des Gebens, und die Regel „Liebe den Nächsten wie dich selbst“. Alles wird nur innerhalb der Gruppe, die der Lehrer korrekt ausrichtet, eröffnet.

Alles wird durch die Liebe der Freunde gerettet. Und trotz des Exil des Schülers, in welches ihm der Lehrer folgt, kann er sich erheben und durch die Liebe der Freunde alle Mängel erfüllen. In der Freundesliebe sind alle Korrekturen.

Wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf den Bereich zwischen uns konzentrieren und ihn mit dem gegenseitigen Geben, der Liebe, der Unterstützung erfüllen, und wenn wir durch die Liebe zur Schöpfung die Liebe zum Schöpfer eröffnen, steigen wir entsprechend auf. Wir dürfen nicht vergessen, dass das alles innerhalb der Verbindung zwischen uns offenbart wird.

Alle Stufen der von uns erworbene Eigenschaft des Gebens: Nefesch, Ruach, Neschama, Chaja, Yechida  sollen sich uns enthüllen. Wenn wir uns aneinander annähern, öffnen wir in dieser Verbindung im Endeffekt die höchste Kraft, die „der Schöpfer“ heißt. Seine Form ist die Stufe Keter und Yechida in jedem Zustand. Wenn wir das letzte Niveau Yechida in jedem Zustand erreichen, empfinden wir dort schon die Anwesenheit des Schöpfers.

Auszug aus der Vorbereitung zur Lektion 26.03.14 [#130941]

Unzulänglichkeiten sind Material für unsere Arbeit [116807]

Wir entwickeln uns durch Schläge, Zusammenbrüche, Enttäuschungen und die Enthüllung von unangenehmen Zuständen, die wir in unserem Verlangen zu Empfangen empfinden. Als erstes sind wir davon überzeugt, dass uns diese Schläge wachsen lassen, in dieser Welt, und dann schreiben wir sie dem Schöpfer zu.

Der Grad der Enthüllung hängt von der Stufe ab, auf der sich der Mensch befindet. Vielleicht befindet er sich gerade in einer Verhüllung, in der er den Kontakt zum Schöpfer vollständig verloren hat und beschuldigt alle Menschen, die ihm Leid angetan haben, beiderseits innerlich und äußerlich. Alle Probleme werden auf der Leinwand des materiellen Lebens sichtbar und beeinflussen seine Beziehung zu Essen, Sex, Geld, Macht und Wissen.

Nach diesem Zustand steigt er auf. Wenn er mit einer Gruppe verbunden ist, kann er durch den Weg des Lichtes aufsteigen. Ist er nicht in der Lage, sich in einer Gruppe zu integrieren, wird er zumindest durch die mechanische Anteilnahme an den Unterrichten und diversen anderen Handlungen wachsen. Er bekommt neue Zurückweisungen, wird sie auf seine Einstellung beziehen und sich selbst dafür verantwortlich fühlen.

Im vorangegangenen Zustand hat er noch die anderen dafür beschuldigt. Wenn er sich entwickelt, wird er sich auch selbst verantwortlich dafür fühlen, was geschieht. Er wird sich selbst auffressen und eine Menge Stress durchlaufen. Dieser Zustand kann relativ lange dauern. Das hängt von seiner Integration in der Gruppe ab. Wenn er es nicht schafft, sich ausreichend in der Gruppe zu integrieren, kann es passieren, dass er Konflikte durchläuft, ohne daraus zu lernen.

Schafft er es aber, sich an die Gruppe anzuhaften, wird das Licht der Korrektur auf ihn wirken und er wird dadurch in der Lage sein, alle Handlungen dem Schöpfer zu zuzuschreiben. Das umgebende Licht wird ihm dieses Gefühl schenken.

Dann wird er erkennen, dass alle Missverständnisse, Probleme und Hindernisse Enthüllungen seiner inneren Eigenschaften sind. Der Missetäter war nicht die grausame Welt und nicht einmal seine verdorbene Natur, sondern seine Verlangen, die korrigiert werden müssen. Es besteht keine Veranlassung, diese auf sich selbst zu beziehen. Sie sind zwar seine Zustände, dienen aber einzig allein als Arbeitsmaterial, das durch ihn wirkt.

Es ist gut, zu erkennen, dass alle negativen Zustände, die wir enthüllen, nichts mit uns persönlich zu tun haben, sondern als Arbeitsmaterial zur Korrektur notwendig sind. Wenn wir nicht bereit sind, diese negativen Zustände und das Zerbrechen zu akzeptieren und uns bemühen, uns mit Israel und dem Schöpfer, die eins sind, zu verbinden, dann erst bitten wir um Hilfe, um aus dem Zustand herauszukommen.

Mit Hilfe des Schirms und des Reflektierenden Lichts befördern wir alle diese Niederlagen nach oben, wo es sich in das Direkte Licht kleiden kann.

Am gesamtem Weg von unserer Welt zur Welt der Unendlichkeit werden wir permanent unser Zerbrechen und das Böse enthüllen. Unser Ziel ist es, das „Böse“ in Werkzeuge zu verwandeln, die uns die Enthüllung des Lichtes ermöglichen. Wenn wir die richtige Absicht hinzufügen und Anstrengungen unternehmen, um die Unzulänglichkeiten die das Licht offenbart, zu transformieren, werden wir die Güte darin erkennen.

Auszug  aus dem Unterricht nach einem Artikel aus dem Buch Shamati, 13.09.2013