Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Ist Atheismus mit der Kabbala vereinbar?


Eine Frage, die ich erhielt: Seit längerem geht mir folgendes durch den Kopf. Wir sagen, dass die Kabbala keine Religion ist oder irgendein Glaubenssystem erfordert. Aber mittlerweile wird Atheismus sogar von vielen als eine Religion angesehen und sie entwickelt sich als eine der schnellsten, selbst wenn dies als Widerspruch erscheint, denn viele betrachten Religion als ein System des Glaubens an Gott. Jedenfalls sagt man, dass das Kabbalastudium weltlich ist. Daher meine Frage: Kann ein Atheist ein Kabbalist sein oder erfordert die Kabbala einen Glauben an Gott? Schließlich ist das Ziel der Kabbala wie Gott zu werden.

Meine Antwort: Die Kabbala unterscheidet sich von „all den anderen“ (egal ob Religion oder nicht) darin, dass sie eine klare Erlangung des Schöpfers ermöglicht, damit du den Schöpfer so wahrnimmst wie einen Freund und sogar darüber hinaus. Daher gibt es in der Kabbala keinen Platz für einen Glauben an etwas, was andere dir erzählt haben. Du musst vielmehr dich selbst, die gesamte Welt und alle Seelen erlangen, und innerhalb von ihnen – den Schöpfer in Seiner Gesamtheit.

Atheismus ist der Glaube, dass der Schöpfer nicht existiert, wohingegen Religion der Glaube ist, dass der Schöpfer existiert. Demgegenüber ist Kabbala die Enthüllung des Schöpfers – durch Erforschung der Natur innerhalb dir selbst oder in deinen Wahrnehmungen.

Diesbezüglich ist die Kabbala den Wissenschaften ähnlich. Allerdings enthüllen die anderen Wissenschaften die Welt innerhalb unserer bisherigen Sinne, wohingegen die Kabbala dies mit einem zusätzlichen Sinn macht – und zwar mit der Seele, die du erst in dir entwickeln musst. Jedenfalls spricht die Kabbala, wie jede andere Wissenschaft auch, nur über Dinge, die man mit eigenen Sinnen wahrnehmen kann! Sie interessiert sich nicht für etwas, das nicht wahrnehmbar ist oder nicht erforscht, wiederholt und geprüft werden kann und betrachtet so etwas als unwirklich. Diese Herangehensweise macht sie definitionsgemäß zu einer Wissenschaft. In Baal HaSulams Artikel „Das Wesen der Wissenschaft Kabbala“ wird Kabbala folgendermaßen definiert: „Kabbala ist die Methode, allen Menschen dieser Welt den Schöpfer zu enthüllen“ – und zwar jeder Person und allen zusammen.

Wie alle Wissenschaften verwendet auch die Kabbala wissenschaftliche Methoden und Werkzeuge (auch wenn Wissenschaftler dem nur schwer zustimmen werden, da sie gewohnt sind, die Welt ausschließlich durch unseren tierischen Körper zu erforschen). Die wissenschaftliche Methode setzt folgendes voraus:

  • Jede wissenschaftliche Aussage muss durch ein Experiment bewiesen sein.
  • Jede wissenschaftliche Aussage kann auch als unrichtig erwiesen werden.
  • Es ist zwecklos einen Gedanken zu diskutieren, der in der Praxis nicht bewiesen werden kann. Als Beispiel dient folgende wissenschaftliche Meinung über die Existenz G-ttes : Immanuel Kant hat aufgezeigt, dass weder die Existenz G-ttes noch seine Nichtexistenz bewiesen werden können. Der bloße Begriff eines unerreichbaren und allmächtigen G-ttes kann nicht Gegenstand eines Experiments sein, denn wenn G-tt allmächtig ist, könnte er auch das Ergebnis des Experiments kontrollieren. Die Menschen akzeptieren keinen Gott durch Beweisführung, sondern nur durch den Glauben. Daher liegt die Vorstellung eines G-ttes außerhalb der Wissenschaft. Sämtliche Fragen „Warum ist etwas so oder so?“ können dann mit einem „Weil es G-ttes Wille ist“ beantwortet werden. (Religionen zwingen die Menschen, alle Fragen auf diese Weise zu beantworten, weshalb der wissenschaftliche Fortschritt verzögert wurde. ) Kabbala ermöglicht uns durch ihre Anwendung, den Schöpfer und Seine Handlungen zu enthüllen. Jedenfalls steht sie Dingen gleichgültig gegenüber, die in der Praxis nicht verifizierbar sind, so wie unsere weltlichen Wissenschaften auch.
  • Jede wissenschaftliche Aussage muss logisch sein und darf den bereits bekannten Gesetzen nicht widersprechen. Gewöhnlich werden alte Gesetze zu spezifischen Fällen der neuen Gesetze.
  • Jede wissenschaftliche Aussage muss auf ihre eigenen „Schwachpunkte“ hinweisen; es muss erwähnt werden, welche ihrer Teile Gegenstand eines Zweifels oder Widerspruchs sind.
Verwandtes Material:
Blog-post: Kabbala läßt keinen Raum für Glauben
Blog-post: Einige Zitate von Albert Einstein
Artikel: Das Wesen der Religion und ihr Ziel
Artikel: Unterschied der Kabbala von der Religion

Der Schöpfer kann mit nichts anderem erreicht werden, als mit der Kabbala


Frage: Ich fühle mich zum Kabbalastudium hingezogen. Ich spüre große Veränderungen. Ich merke, dass ich Antworten höre, die mich zum ersten Mal in meinem Leben ansprechen. Ich möchte lernen, wachsen und mich verändern.

Ich habe jahrelang nicht geglaubt, und dann bin ich zum Glauben zurückgekehrt, hauptsächlich aus dem Grunde, mein Leben sinnvoll zu gestalten, und auch aus Schuldgefühlen. Mein Vater ist ein Rabbi und ein wundervoller, frommer und alles akzeptierender Mann. Ich dachte, dass ich etwas für meinen Vater tue, wenn ich zum Glauben zurückkehre, und so würden auch meine Handlungen von meiner orthodoxen Familie angesehen.

Ich habe Kabbala nur gefunden, weil ich zum Glauben zurückgekehrt bin und zu einem Chabadzentrum gegangen bin. Dort wurde mein Interesse stärker, und ich habe Sie durch das Internet gefunden.
Nun gerate ich in einen Konflikt, weil ich von Ihnen den Unterschied zwischen Religion und Kabbala lerne. Ich verstehe, was Sie sagen und möchte gerne weiterlernen, doch wenn ich mich Ihnen mehr zuwende, dann habe ich das Gefühl, dass ich egoistisch bin und meinem Vater gegenüber untreu. Wenn ich mich also in Richtung Kabbala bewege, dann mag das aufgrund meiner Umstände wie eine für mich egoistische Handlung aussehen. Gehört dies wohl zu meiner Arbeit?

Meine Antwort: Der Unterschied zwischen Religion und Kabbala ist die Korrektur des Menschen. Das Studium der Kabbala (wenn es richtig gemacht wird, mit den richtigen Quellentexten) erweckt das Höhere Licht, das deinen Egoismus korrigiert, gemäß der Regel „Ich erschuf den Egoismus und erschuf die Tora zu seiner Korrektur, denn das Licht in Ihr bringt einen zur Quelle zurück“.

Wir entwickeln uns dementsprechend, wie unser egoistischer Wille in uns entwickelt ist. Wenn sich uns der Wunsch nach Korrektur enthüllt, dann beginnen wir zu spüren, dass alles in unserer Welt und was in ihr enthalten ist – auch der Glauben – falsch und leer ist. Die Menschen jedoch, die das noch nicht fühlen, sind mit ihrem Glauben zufrieden, sei es der Glaube an sich selbst, die Welt oder Gott.

Nur Du kannst bestimmen, welche Wünsche sich in Dir entfalten. Am Ende unserer Entwicklung müssen alle von uns das Bedürfnis haben, sich mit dem Schöpfer zu vereinen. Darum wird die Kabbala, die Methode, den Schöpfer zu enthüllen, immer populärer und notwendiger. Auch die Religionen beginnen, sich ihrer zu bedienen und sagen, dass die Kabbala ein Teil von ihnen ist. Dieses ist der Kabbala von Nutzen, denn es hilft den Menschen herauszufinden, dass der Schöpfer mit nichts anderem außer der Kabbala zu erreichen ist.

Verwandtes Material:
Blog-post: Welche Bücher sollte man zum Lernen der Kabbala lesen?
 
interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie
 

Kabbala lässt keinen Raum für Glauben


Eine Frage, die ich erhielt: Wann immer ich religiösen Menschen sage, dass wir gegensätzlich zum Schöpfer sind, zitieren sie sofort den Bibelvers, dass wir im Bilde Gottes geschaffen seien. Was kann ich darauf erwidern? Was ist „Bild“ in der Kabbala? Ist das „Bild“ tatsächlich ein „Schatten“, was bedeuten würde, dass wir das exakte Gegenteil des Schöpfers sind?

Meine Antwort: Indem Du religiösen Menschen sagst, dass wir gegensätzlich zum Schöpfer sind und egoistisch und Er gut, bestreitest Du ihre Nähe zum Schöpfer. Wie also können sie dem zustimmen, wenn sie sich selbst als korrigiert betrachten!? Daraus erlangen sie ihre Überzeugung, dass sie selbst rechtschaffen seien und alle anderen genötigt sind, es ihnen gleichzutun; dass sie nur durch das Befolgen der religiösen Dogmen (die angeblich Gottes Verlangen sind) von ihren Sünden befreit sind.

Die Schlussfolgerung, die daraus gezogen werden kann, ist: Sprich nicht mit ihnen, bis sie von selbst ihren Egoismus entdecken – ihre Gegensätzlichkeit zum Schöpfer. Du solltest Menschen nicht verärgern, wenn sie für die Korrektur noch nicht bereit sind. Schließlich wurde die Religion exakt aus diesem Grund eingeführt – als Umzäunung, bis die Menschheit dafür bereit sein wird, den Schöpfer zu erreichen.

Dann wird das Exil der Spiritualität und der Verhüllung des Schöpfers enden. Baal HaSulam erklärt „Was ist Kabbala“ im Artikel „Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala„. Er schreibt:

Kabbala ist die Methode, den Schöpfer dem Menschen in dieser Welt zu enthüllen“ – und indem er dies sagt, tilgt er sofort alle Dogmen der Religionen. Das ist so, weil es keinen Raum für Glauben in etwas lässt, wovon man Dir erzählt hat. Anstatt gegenstandsloser Fabeln bekommt jemand die Gelegenheit und Verantwortung einer klaren Enthüllung und Erkenntnis des Schöpfers.

Wenn jemand dies enthüllt, dann offenbart sich ihm mehr als diese Welt, nicht in der Art, in der die normale Wissenschaft die Welt für uns erweitert. Stattdessen enthüllt jemand die Höhere Welt, den Schöpfer Selbst! Außerdem fügt Baal HaSulam hinzu, dass jeder Mensch und die gesamte Menschheit diese Enthüllung erlangen muss, bis alle Menschen ganz klar den Schöpfer spüren, genau wie ein Mensch seinen Freund spürt und noch näher!

Wo ist da also noch irgendein Raum für Glauben, wenn Du selbst alles erlangen und Deine eigenen Feststellungen machen kannst!? Zudem ermöglicht es Dir, Unsterblichkeit, Allwissenheit und Perfektion zu erlangen, denn Enthüllung ist nur in dem Maße möglich, indem Du dem Schöpfer gleichst. Mit anderen Worten, Enthüllung bedeutet, dass ein Mensch den gleichen Zustand erlangt wie der Schöpfer Selbst!

Verwandtes Material:
Blog-Post: Letztendlich wird sich alles in Frieden und Korrektur vereinen
Blog-Post: Religion und Kabbala sind Gegensätze
Artikel von Baal HaSulam: Das Wesen der Religion und ihr Ziel

„Und Gott schuf den Menschen nach Seinem eigenen (Ab)Bild“


Eine Frage, die ich erhielt: Können Sie mehr über die Bedeutung der Aussage machen, dass der Mensch nach dem Bildnis seines Schöpfers geschaffen wurde? Die Kabbala erklärt den Begriff Bild als Abdruck, wie wenn ein Abdruck durch eine Form gemacht wird, um eine Maske herzustellen, oder wie bei einem Siegelring, wo die Höhere Kraft das Design des Ringes darstellt, und die Menschheit ist der Wachsabdruck, welcher gegensätzlich zur Form (oder Essenz) des Schöpfers ist. In meiner Kultur wird uns üblicherweise gelehrt, dass wir nach dem Bild Gottes geschaffen wurden, und zwar im positiven Sinn, wie in dem Ausspruch „er ist seinem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten“. Die ganze Kabbala scheint mir auf dieser Definition des Wortes „Bild“ zu gründen, insofern halte ich es für notwendig, die Definition des hebräischen Wortes für „Bild“ in Begriffen, die aus den Quellentexten stammen, welche die Genesis beinhaltet, zu erklären.

Meine Antwort: Das Licht (der Genuss) prägte sich in das Verlangen ein, wodurch ein entsprechendes Verlangen geschaffen wurde, welches durch dieses Licht gefüllt werden wollte. Danach enthüllte das Licht seine „gebende“ Essenz gegenüber diesem „Verlangen, welches gefüllt werden wollte“, und zeigte dem Verlangen dadurch dessen gegensätzliche Natur. Dies zwang das Verlangen, sich dem Licht anzugleichen – also „gebend“ zu werden.

Wir sind diejenigen, die durch diesen Prozess gehen, entweder unfreiwillig oder freiwillig. Wir gehen solange unfreiwillig, bis in uns ein Wunsch erwacht, es freiwillig zu tun. Wir kommen dann unfreiwillig zur Kabbala, welche die Methode ist, sich dem Schöpfer aus freien Stücken anzugleichen.

Sobald jemand freiwillig beginnt, sich dem Schöpfer anzugleichen, erhält er Kontrolle über sich und seine Welt. Jeder wird dies erreichen, egal ob durch Leiden oder die Erkenntnis der Notwendigkeit, gefolgt durch die Realisierung und die Liebe.

Verwandtes Material:
Blog-Post: Kabbala leht Liebe und Schenken – und sonst nichts!
Artikel von Baal HaSulam: Materie und Form in der Wissenschaft Kabbala
Shamati 4: Der Grund für die Schwierigkeit, sich vor dem Schöpfer zu annulieren

Die geheimen Dinge gehören dem Schöpfer


Eine Frage, die ich erhielt: Als praktizierender Christ wüsste ich gern: Deutet der folgende Vers der Bibel nicht an, dass das Studium der Kabbala verboten ist? „Die geheimen Dinge gehören dem Herrn, unserem Gott, aber die Dinge, die offenbart werden, gehören uns und unseren Kindern für immer, so dass wir allen Worten dieses Gesetzes folgen können.“ (Deuteronomium 29:29)

Meine Antwort: Sie können die Antwort in dem selben Vers finden: Die Dinge, die noch geheim (verborgen) sind, gehören nur dem Schöpfer (zum Höheren Niveau), aber die Dinge, die offenbart werden (die wir offenbart haben) gehören uns und unseren Kindern (unseren zukünftigen Zuständen), sodass wir schließlich allen Gesetzen (den Gesetzen der Liebe und des Schenkens) wirklich folgen können, gerade so, wie der Schöpfer uns befahl. Es ist unmöglich, den Gesetzen der Liebe und des Gebens zu folgen, ohne den Schöpfer zu offenbaren, so wie geschrieben steht „Kenne (erreiche) den Schöpfer und diene Ihm.“ Wenn Sie Kabbala studieren, werden Sie verstehen, was der Schöpfer von Seinen Geschöpfen will. Menschen aller Religionen werden das tun müssen.

Verwandtes Material:
Artikel: Die verborgene Bedeutung der Bibel

Das Ziel der Schöpfung ist vollkommene Erfüllung


Fragen, die ich über die Umwandlung von Egoisten zu Altruisten und das Erlangen des Schöpfungsziels erhielt :

Frage: Wie erklären Sie Ihre Behauptung, dass die ganze Natur, einschließlich wilder Tiere, altruistisch ist?

Meine Antwort: Durch die Tatsache, dass sie unbewusst dem Plan des Schöpfers folgt.

Frage: Wie planen Sie, Egoisten in Altruisten zu verwandeln?

Meine Antwort: Durch den Einfluss des Umgebenden Lichtes (Or Makif). Lesen Sie Punkt 155 von der „Einführung zu Talmud Esser HaSefirot“.

Frage: Indem Sie das tun, entfernen Sie das „defekte Gen“ im Menschen?

Meine Antwort: Nein. Vielmehr bleibt alles erhalten und wird grösser, wird ergänzt und korrigiert!

Frage: Wieso denken Sie, dass die Menschheit in ihrer Entwicklung zurückgehen muss, um Gott wieder ähnlich zu werden?

Meine Antwort: Die Menschheit war niemals Gott ähnlich. Sie muss diesen Zustand durch Entwicklung und Korrektur erreichen.

Frage: Was halten Sie von der Erschaffung einer altruistischen Gesellschaft aus Asketen?

Meine Antwort: Ich bin dagegen. Asketentum richtet sich gegen die Natur, weil das Schöpfungsziel vollkommene Erfüllung ist.

Verwandtes Material:
Blog-post: Was ist das Höhere Licht?
Blog-post: Was haben wir damals im alten Babylon falsch gemacht?
Blog-post: Schreckliche Erscheinungen des wuchernden Egoismus
Artikel: Synergie – Veränderungen hin zu altruistischen sozialen Werten

Alle Kräfte stammen aus einer Quelle – negative und positive


Eine Frage, die ich erhielt: Im Buch Dvarim wird gesagt: „Und es gab keinen anderen Propheten in Israel wie Mose.“ Und der Midrash antwortet darauf: „Es gibt keine in Israel, aber er kann unter den Nationen der Welt gefunden werden. Wer also ist er? Er ist Bilam.“ Bedeutet dies, dass Bilam auf der gleichen Stufe wie Mose war? Wenn Bilam ein Prophet war, dann nahm er den Schöpfer wahr. Doch wie kann das sein, wenn Bilam der Inbegriff des Willens für sich selbst zu empfangen war? Er war so im Körperlichen gefangen, dass die Weisen sogar sagten, dass er bei seiner Eselin schlief – mit anderen Worten, er hatte keinerlei Verlangen zu geben. Wir sagen jedoch, dass man einen Schirm (Masach) – der das Verlangen zu schenken ist – erlangen muss, um den Schöpfer zu enthüllen. Wie konnte dann Bilam den Schöpfer enthüllen?

Meine Antwort: Wir sprechen über die Kräfte des Schöpfers, die von oben auf uns herabsteigen – eine positive Kraft, die rechte Kraft und eine negative Kraft, die linke Kraft. Klipot werden von der linken Kraft des Schöpfers hervorgerufen und sie sind eine entgegengesetzte Reflexion von Ihm. Aus diesem Grund kennt der Pharao den Schöpfer und selbst seine Mager/Magier (zoroastrische Priester) kennen Ihn. Sie sagen zum Beispiel: „Diese Sache liegt in den Händen Gottes“ usw.. Mit anderen Worten: wir haben es mit entgegengesetzten Kräften zu tun – positiven und negativen, die aus einer Quelle stammen und es ist unser Ziel, diese in uns auf die richtige Weise zu verbinden. Und indem wir sie in uns verbinden, erlangen wir die Form des Schöpfers.

Verwandtes Material:
Blog-post: Kain und Abel sind in jedem von uns!
Blog-post: Klipot und Reschimot (fortgeschritten)
Blog-post: Klipot (Schalen) – hilfreich und schädlich
Shamati Artikel 1: Es gibt nichts außer Ihm

Würfelt Gott mit dem Universum?


Eine Frage, die ich erhielt:

Es gibt einen anhaltenden Konflikt in der Physik zwischen Einstein und den Quantenphysikern: Ist in der Natur alles vorbestimmt (Determinismus) oder nicht (Zufall)? Einerseits beeinflusst die Person, die das Experiment durchführt, dessen Ergebnis; andererseits wird alles in der Natur von vornherein festgelegt, wie Einstein es im Makrokosmos sah. Einstein pflegte zu sagen: „Gott würfelt nicht mit dem Universum.“ Doch sein Freund, ein Anhänger der Quantenmechanik, würde stets einwenden: „Sage Gott nicht, was er zu tun hat.“ Während Einstein die Natur als Gott wahrnahm, was ein sehr kabbalistischer Ansatz ist, behauptet die Quantenmechanik etwas anderes. Aus ihrer Sicht hängt das beobachtete Ergebnis eines jeden Experimentes vom Beobachter ab, was auch eine sehr kabbalistische Betrachtungsweise ist. Einstein ist nie mit der Vorstellung einverstanden gewesen, dass Gott mit dem Universum spiele. Deshalb basiert seine Gravitationstheorie auf dem Determinismus. Und er hat nie etwas Entsprechendes auf dem Gebiet der kleinsten Teilchen entwickelt, z.B. das Verhalten von Elektronen und Protonen im elektrischen Feld. Er hat immer nach einer allgemeingültigen Theorie gesucht, die auf 4 Kräften aufbaut, hat diese aber nie gefunden, so wie die Quantenphysik auch bis heute an der Entwicklung einer universellen Theorie gescheitert ist.
Meine Frage ist folgende: Welchen Weg bevorzugt die Kabbala in dieser Auseinandersetzung? Oder sagt sie, dass dies keine Rolle spielt, da wir von einer höheren Kraft gelenkt werden?

Meine Antwort: Es gibt zwei Systeme, die uns von oben lenken: Das Allgemeine und das Spezielle, HaVaYaH und Elokim. Und der Mensch muß die beiden gegensätzlichen Kräfte in sich vereinen, indem er seine Wahrnehmung über Zeit, Raum und Bewegung erhebt. Denn diese Gegensätzlichkeiten ergänzen sich in ihrer Kombination. Vorher ist es für uns unmöglich die Frage zu beantworten, ob der Schöpfer einen Stein schaffen kann, den er dann nicht selbst bewegen kann. Für mehr Details lesen Sie bitte den nächsten Post (Wenn ich es nicht für mich tue, wer wird mir dann helfen?)

Verwandtes Material:
Blog-post: Ervin Laszlo und Michael Laitman – Vom Chaos zur Harmonie

Die Tora. Das 5. Buch Mose. Kapitel Wa’etchanan

Und ich betete zum Herrn: Oh Herr! Lass mich den Jordan überqueren und ich werde das gelobte Land sehen. Doch der Herr wurde wegen dir zornig auf mich und sagte: Sprich nicht mehr darüber mit Mir! Brich zum Gipfel auf und schaue nach Westen, Norden, Süden, Osten, aber du wirst den Jordan nicht überqueren. Und gib Joshua die Anweisungen, stärke ihn, denn er wird der Führer des Volkes und er wird für das Volk das Land erobern, dass du sehen wirst.

Und nun, Israel, höre die Gebote und Gesetze, die ich euch lehre und die ihr beachten sollt, damit Ihr leben werdet und kommen und das Land, das der Allmächtige Gott eurer Väter Euch gegeben hat, in Besitz nehmt. Fügt dem, was Ich euch sage, nichts hinzu und lasst nichts davon weg, damit ihr die Gebote eures Herrn befolgt.

Beschützt eure Seele, damit ihr nicht vergesst, was eure Augen gesehen haben, damit es nicht eure Herzen verlässt und erzählt euren Söhnen und den Söhnen eurer Söhne darüber: Von dem Tag, als ihr beim Chorev vor eurem Gott standet. [Rest des Beitrags lesen →]

Die Tora – Das Buch BaMidbar, Abschnitt Behaalotcha

Die Tora. Das Buch BaMidbar. Abschnitt Behaalotcha (gekürzt)
Und Gott sagte zu Moses: „Sag Aaron: Wenn du die Lampen entzündest, dann so, dass das Licht der sieben Lampen vom Leuchter aus nach vorn fällt. Und die Struktur der Menorah ist folgende: sie wurde aus einem einzigen Goldbarren geschmiedet. Entsprechend dem Bildnis, das Gott Moses zeigte.“

Und Gott sagte zu Moses: „Sondere die Leviten aus dem Umfeld der Kinder Israels ab und reinige sie! Spreng über sie das reinigende Wasser! Sie selbst sollen sich an ihrem ganzen Körper rasieren, ihre Kleider waschen und sich reinigen. Dann sollst du die Leviten vor das Offenbarungszelt führen und die ganze Gemeinde der Israeliten versammeln. Lass die Leviten vor den Herrn treten und die Kinder Israels sollen den Leviten die Hände auflegen. Und Aaron soll an den Leviten im Namen der Kinder Israels vor den Augen des Herrn die Weihe vornehmen, um dem Herrn zu dienen. Auf diese Weise sollst du die Leviten aus dem Umfeld der Kinder Israels aussondern; dann gehören die Leviten mir.“ [Rest des Beitrags lesen →]