Welche Bitte wird erhört sein?
Der Höhere hält sich immer in der Vollkommenheit auf, Er braucht nichts, außer dem Geben.
Er empfindet nichts und wechselt nicht Seine Stimmung – Er ist das System, das vorgegebene, unveränderliche Gesetz.
Wenn du dich in die Übereinstimmung mit diesem Gesetz bringst, dann übt es auf dich eine positive Einwirkung.
Und wenn du dieses Gesetz ignorierst oder ihm nicht ähnlich bist, dann wirkt es auf dich negativ ein.
Denn unsere Anfangs- und Endzustände der Schöpfung sind schon vorgegeben, und sie sollen – vollständig realisiert werden, unabhängig davon, ob du dazu beiträgst oder Widerstand leistest, ob du es verstehst oder nicht.
Bei dem Unteren (das heißt bei dir) gibt es nur eine gute Möglichkeit – an diesem Prozess bewusst teilzunehmen und dem Höheren deinen Wunsch weiterzugeben.
Wir müssen genau diesen Wunsch erreichen – du brauchst nichts außer diesem Wunsch! Folglich muss man diesen Wunsch richtig erheben können, um ihn an den Höheren weiter zu geben.
Und der Höhere befindet sich in der Vollkommenheit und ist ständig bereit, dem Unteren alles Notwendige zu geben.
Der Untere ist eine Versammlung aller Seelen, und der Höhere ist – Eins: ein Licht, ein Vorhaben, eine Kraft.
Wenn der Untere dem Höheren ähnlich werden möchte – das heißt, vereinigt werden möchte, um die Einheit zu bilden – dann schafft er, seinen Wunsch richtig zu erheben. Der Höhere erhört sonst keine anderen Bitten.
Auschnitt aus dem Unterricht über den Artikel „Einführung zu dem Sulam Kommentar“

Wir können uns nicht einmal vorstellen, wieweit die Umgebung, in der wir aufwuchsen, unser ganzes Leben beeinflusste! Wir bekamen ständig Beispiele dafür, wie man mittels egoistischer Wünsche gewinnen kann. So verhielten sich alle Menschen, und wir haben alles von ihnen gelernt. Wir erhielten nie Beispiele dafür, wie man eine Handlung des Gebens ausführt! Sogar dann, wenn wir im “guten” Benehmen unterrichtet wurden, erklärte man uns, dass es ganz in unseren Interessen wäre. Das heißt, wir bekamen nur die egoistischen Beispiele zu sehen, und dieses Programm des Empfangens wurde in uns “eingewoben”, um ständig egoistischen Gewinn zu erzielen. Später wurde dann aus der Gewohnheit die zweite Natur, sodass ich die Welt gar nicht mehr anders verstehen oder betrachten kann. Möglicherweise würde sie sich mir ganz anders erscheinen, wenn ich sie auf den Wellen des Gebens, statt des Erhaltens empfangen würde. Wer weiß, vielleicht hätte ich dann in ihr ganz andere Sachen gesehen, die ich jetzt so nicht bemerken kann.




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