Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gesellschaft'

Nimm eine kurze Brise und schon bist du wie der Schöpfer!

(Eine humorvolle) Geschichte aus den Nachrichten: Eine Vertrauens-Droge könnte soziale Phobien heilen (engl.)

„Ein Nasenspray, das unser Vertrauen Fremden gegenüber vergrößert, verspricht laut Wissenschaftlern der Universität Zürich eine Behandlungsmöglichkeit gegen soziale Phobien.

Sie fanden heraus, dass Leute, die das „Liebeshormon“ Oxytocin inhaliert hatten, Fremden weiterhin ihr Geld anvertrauten – obwohl sie hintergangen worden waren.

Gehirn-Scans zeigten, dass das Hormon die Aktivität im Amygdala – einer Region, die bei sozialen Phobien überaktiv ist – verringert.

Versuche mit der Droge sind im Gange und die ersten Ergebnisse sind laut den Wissenschaftlern vielversprechend.

Das als „Kuscheldroge“ bezeichnete Oxytocin ist ein natürlich produziertes Hormon, das in sozialen Beziehungen, bei Muttergefühlen und im Sex, eine Rolle spielt.

Forschungsleiter Dr. Thomas Baumgartner sagte: „Wir wissen zum ersten Mal, was im Gehirn genau passiert, wenn Oxytocin das Vertrauen vergrößert.

Wir fanden heraus, dass Oxytocin eine sehr spezifische Wirkung auf soziale Situationen hat. Es scheint unsere Ängste zu verkleinern.

Aufgrund unserer Ergebnisse, können wir darauf schließen, dass ein Mangel an Oxytocin letztendlich einer der Gründe für die Angst bei sozialen Phobien darstellt.

Wir hoffen und erwarten uns tatsächlich, dass wir durch den Einsatz von Oxytocin die soziale Fähigkeit verbessern können.

Mein Kommentar: Wir machen uns hier Gedanken, wie man die menschliche Natur verändern könnte, so dass die Leute einander vertrauen, Freunde werden, sich lieben und für einander sorgen. Doch jetzt ist alles, was du tun musst: Einmal kurz schnüffeln und sofort bist du wie der Schöpfer!

emh

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Einsamkeit – im Inneren und Außen

Die Selbstgefälligkeit des modernen Lebens, die unzähligen Veränderungen und Trips und reichlich vorhandenen Kommunikationsmöglichkeiten lösen nicht das Problem der Vereinsamung. Es wird immer schwieriger, neue Bekanntschaften zu schließen, vor allem in Hinblick auf die Gründung einer Familie. Über die Hälfte der in Städten wohnenden Menschen leben alleine, eine Tendenz die nur ansteigend ist.

In der Epoche der völligen Freiheit ist es schwieriger geworden, neue Bekanntschaften zu schließen. Globalisierung und Individualisierung führen zu einem Zerfall des sozialen Netzes. Handys und das Internet vergrößern die Distanz zwischen den Menschen. Die Menschen kommunizieren zunehmend anonym und virtuell, anstatt sich persönlich zu treffen.

Dies ist nur der Beginn des Ausdrucks des Egoismus – ein krebsartiger Tumor, der uns Stück für Stück aufzehrt. Er schaufelt sein eigenes Grab, so wie geschrieben steht: „Egoismus ist eine Hilfe gegen dich“ und „Der Pharao wird uns näher zum Schöpfer bringen.“

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Geschichte aus Sicht der Kabbala

Eine Frage, die ich erhielt: Bitte erklären Sie, warum Fragen über Geschichte unangebracht sind. Etwas zu studieren, ohne seine Grundprinzipien zu kennen, wie seine Geschichte, ist ziemlich schwierig, wenn nicht sogar unmöglich.

Meine Antwort: Rabash lehrte mich, mich nicht mit Geschichte zu befassen, sondern mit tatsächlich erfahrener Errungenschaft. Warum von äußerlichen Phänomenen und Vorstellungen von Menschen ausgehen, wenn man fähig ist, diese selbst zu erlangen? Anfänger und jene, ohne einen Punkt im Herzen (d.h. Verlangen nach Spiritualität), werden allerdings von der Geschichte angezogen. Das gleiche gilt für das Studium der Kabbala: jemand, der einen Punkt im Herzen hat, studiert sie nicht, sondern zieht das Höhere Licht an, wohingegen jemand, der keinen Punkt im Herzen hat, sie wie eine Wissenschaft studiert und das gedruckte Material viel besser kennt als jemand, der dieses Material tatsächlich erlangte. Lesen Sie hierzu Baal HaSulam’s Kommentar über die Jerusalemer Kabbalisten.

Eine Frage, die ich erhielt: Ich bin Kolumbianer und wie sie wohl wissen, scheint mein Land stets in einem Konfliktzustand zu sein. Warum leidet mein Land und seine Menschen? Es ist offensichtlich, dass die Menschen hier mehr leiden, als in anderen Ländern. Das lässt mich annehmen, dass mein Land eine Art Sonderauftrag hat – wie Israel.

Meine Antwort: Es ist besser, sich nicht in die Geschichte und andere Verwicklungen zu vertiefen oder etwas daraus zu entnehmen, sondern sich selbst zu korrigieren und indem man dies tut, sich selbst, sein Land und die Welt zu verbessern.

 

Die Illuminaten kommen und holen dich… NICHT!

Eine Frage, die ich erhielt: Wir lernen, dass unsere Welt ein Spiegelbild der Höheren Welt ist – „Wie oben, so unten.“ Wir lernen auch, dass die ganze Unordnung unter uns eine Folge unseres sich entwickelnden Egoismus ist. Man braucht nur mal einen Blick auf die Welt und unsere jetzige Situation zu werfen, um zu verstehen, dass dies alles wahr ist. Gleichwohl sind geheime Theorien über Familien und Clans im Umlauf, die „Illuminaten“ genannt werden, die sich mit magischen Ritualen in Geheimgesellschaften beschäftigen. Ihr Hauptziel ist es nicht nur, die Weltherrschaft zu erlangen, sondern auch die Macht des Schöpfers. Ist daran irgendetwas Wahres?

Meine Antwort: Es gibt keine Geheimnisse oder Wunder in unserer Welt, egal wie sehr wir wollen mögen, dass es sie gibt. Wir wollen glauben, das die Welt in irgendeiner Weise magisch oder märchenhaft ist und interessanter als das, was wir sehen. Alles stützt sich jedoch auf strikte Naturgesetze. Jemand, der diese Gesetze kennt, ist in der Lage, die Grenzen der wahrnehmbaren Welt auszudehnen. Wir können zusätzliche Eigenschaften innerhalb von uns selbst entwickeln und spüren somit eine umfassendere Welt. Jedoch geschieht dies ebenfalls gemäß der physikalischen Gesetze der Gleichheit der Form.

Eine Frage, die ich erhielt: Alle diese Gespräche, die ich über Kabbala höre, bezüglich Wunder und Fähigkeiten, übernatürliche Ereignisse zu sehen – besagen diese Dinge, das jemand in Kabbala fortgeschritten ist?

Meine Antwort: Es gibt keine Wunder, Mystizismus oder irgendetwas, das Sie schrieben, in der Kabbala. Lesen Sie Baal HaSulam’s Artikel „Das Wesen der Wissenschaft Kabbala“ und andere. (siehe dazu den Abschnitt „Kabbala Quelltexte“ in der rechten Seitenleiste zu den Materialien von Baal HaSulam).

Wer sind die Kabbalisten von Jerusalem?

Eine Frage, die ich erhalten habe: Wer sind die „Kabbalisten von Jerusalem“, die sie in ihren Unterrichten öfter erwähnen?

Meine Anwort: Die Antwort erscheint in Baal HaSulam’s „Vorwort zum Buch ‘Mund des Weisen'“. Hier in einer von mir gekürzten Version:

Kabbalisten sagen, dass jeder verpflichtet ist, Kabbala zu studieren. Selbst wenn jemand jedes Detail der Tora gelernt hat und einer der größten Gerechten dieser Welt ist, aber nicht Kabbala studiert hat, muss er in diese Welt zurückkehren, um Kabbala zu studieren.

Dies deswegen, weil die enthüllte Tora nicht mehr als eine Vorbereitung darauf ist, den verborgenen Teil zu meistern, die Erreichung der Gleichheit mit dem Schöpfer. Wenn jemand dieses Ziel nicht erreicht hat, muss er zurückkommen und es erlangen. Deshalb ist das ganze Volk regelrecht dazu verpflichtet, Kabbala zu studieren, um dieses Ziel zu erreichen.

Unsere Generation steht am Beginn der vollkommenen Korrektur. Sie verzögert sich jedoch, weil die Leute das Studium der Kabbala ablehnen. Es gibt mehrere Gründe dafür: Die kabbalistische Sprache ist schwierig. Das Material dazu ist schlecht organisiert und die Leute sind unbelesen und mit Erfüllung auf der materialistischen Ebene beschäftigt. Um die Korrektur voranzutreiben, hat der Schöpfer die dazu benötigte Methode durch mich enthüllt.

Aber Licht wird erst durch die Dunkelheit offenbar und das ist geschehen, als ich von Warschau nach Jerusalem kam. Ich sah die Armut des Volkes, den Mangel an Erkenntnis und den Stolz der Verrückten, die behaupteten die Wissenschaft der Kabbala wäre absolut ohne Vernunft, Erkenntnis und Logik. Sie wäre nur eine Ansammlung von Worten, ohne jede verhüllte Bedeutung. Wörter, die nur geäußert werden sollten, wie sie geschrieben sind. Und wenn die Zahl derjenigen, die die wortgetreue Bedeutung der Texte studieren, zunehmen würde, würde der Messias kommen und die Korrektur abgeschlossen werden.

Ich habe mich mit diesen berühmten „Kabbalisten“ getroffen. Diese hatten viele Jahre damit verbracht, die Werke von ARI und den Sohar zu studieren. Sie wussten auswendig, was dort geschrieben steht! Ich fragte sie: Hat euer Lehrer die innere Essenz erreicht? Sie antworteten, neben dem Geschriebenen gäbe es keine innere Essenz und keiner aus der gesamten Kabbalistenreihe seit dem ARI hätte irgendetwas erreicht. Auch der ARI hätte die Höhere Welt nicht erreicht, sondern seine Erkenntnis vom Propheten Elijah erhalten, der ihm erschienen wäre und ihn gelehrt hätte. Elijah hätte den inneren Teil gekannt, weil er ein Engel wäre.

So wurde ich sehr zornig über sie und trennte mich für immer von ihnen.

Wie soll ich meine Kinder großziehen?

Eine Frage, die ich erhielt: Kabbala sagt, dass wir von der Höheren Kraft gelenkt werden. Wie sollte ich unter diesen Umständen das Großziehen meiner Kinder verstehen? Wie kann ich sie aufziehen, wenn sie und ich von Oben gelenkt werden? Kinder sind nicht irgendetwas Unbelebtes, wie eine Verkehrsampel oder ein Computer, wie sollte ich sie also großziehen?

Meine Antwort: So oder so leben Kinder in einer Gesellschaft oder Umgebung, von der sie „das Gute und das Schlechte“ empfangen. Die Natur hat ihnen die Verantwortung gegeben, sie großzuziehen, zu entscheiden, was sie während ihrer ersten 10 oder 15 Jahre ihres Lebens füllen wird. Mit anderen Worten: Sie „formen“ sie und sie bestimmen auch, welche Bildungseinrichtungen sie besuchen und wer ihre Lehrer und Freunde sind.

Eine Frage, die ich erhielt: Wie schnell wird eine kabbalistische Grundschule etabliert werden? Ich scheue davor zurück, meine Kinder zu einer Regelschule oder Tagesbetreuung zu schicken.

Meine Antwort: Wir haben bereits solche Schulen, bis zu einem gewissen Grad. Und sie können versuchen, sie ebenso auch an anderen Plätzen ins Leben zu rufen.

Fragen und Antworten zu Beiträgen dieses Blogs – 2

Zwei Fragen in Erwiderung auf den Beitrag „Mann und Frau in der Kabbala„: Ist es für Frauen möglich, die gleiche seelische Entwicklungsstufe wie Moses zu erlangen?

Meine Antwort: Die Tora erklärt, dass jeder Mensch diesen Level erreichen wird.

Frage: Gab es Frauen, die richtige, große Kabbalistinnen wurden? Und wenn dem so ist, wieso gibt es keine weiblichen Lehrer?

Meine Antwort: Es gab beides – Kabbalistinnen und Lehrerinnen, z.B. die Prophetinnen.

Frage in Erwiderung auf den Beitrag „Warum das Studium der Kabbala gut für sie ist„: Ich habe weder einen Lehrer noch eine Gruppe. Bedeutet dies, dass ich keine Wahl und nirgendwo hin zu gehen habe? Das einzigste worüber die Menschen rund um mich herum nachdenken ist, wie sie einen weiteren Tag überleben, wie sie ihre Miete zahlen und etwas Essbares zu bekommen macht sie glücklich. Was soll ich also tun? Auf eine weitere Reinkarnation warten? Landete ich zur falschen Zeit auf dem falschen Platz?

Meine Antwort: Der Schöpfer hat Sie in die geeignetsten Bedingungen für Ihre Korrektur in dieser Welt hinein platziert. Ebenso darf Er vielleicht diese Bedingungen, entsprechend dem Ausmaß ihrer Bewegung in Seine Richtung, verändern. Wie dem auch sei, da sie die Wahrheit sehen, müssen Sie sich mit dem Studium beschäftigen und sich selbst korrigieren, unabhängig von Ihrem Standort – und dass Kabbala den Weg zu Ihnen gefunden hat bedeutet, dass der Schöpfer sie zu Ihnen geschickt hat. Lesen Sie den Artikel: „Es gibt nichts außer Ihm“.

Frage in Erwiderung auf den Beitrag „Wie können wir die Natur verändern?“: Wie wird es Menschen möglich sein, ihre Verlangen, ihre Absicht und ihr Herz innerhalb kurzer Zeit zu verändern? Das einzige, was wir sehen, ist der Zuwachs an unnatürlichen Technologien und eine Zunahme an ausgeklügelten Methoden, um Kontrolle über den menschlichen Verstand zu erlangen. Glauben Sie nicht, dass es zu spät ist, uns vor unserem eigenen Selbst zu retten?

Meine Antwort: Nein, das ist es nicht. Die Zeit der Korrektur wird millionenfach schneller sein als die Zeit, in der wir uns durch unseren Egoismus entwickelt haben, da sie durch den Einfluss des Lichtes stattfinden wird. Dies bedeutet, dass wir unsere Zeit damit verbringen werden, nur das zu korrigieren, was wir über die Tausende von Jahren getan haben!

Frage in Erwiderung auf den Beitrag „Liebe bedeckt alle Sünden„: Betreffs Ihres Vortrags in dem Film „Der Same des Lebens“: Ich bin eine Dame. Reinkarniere ich immer in einen weiblichen und nie in einen männlichen Körper? Habe ich Sie da richtig verstanden?

Meine Antwort: Ja – freuen Sie sich über diese Chance, die Aufforderung, die Ihnen der Schöpfer gegeben hat, zu verwirklichen!

Frage in Erwiderung auf den Beitrag „Wo ist unser Moses?“: Ich kann mir nicht helfen, aber als ich Ihren Beitrag und den Artikel „Die Bürgschaft“ las, spürte ich, dass dies auf mein eigenes Land, die Vereinigten Staaten, zutrifft. Politiker und Televangelisten predigen „Gottes Wort“, aber ehrlich gesagt, lieben sich die Amerikaner untereinander nicht so, wie es die Weisheit der Kabbala darlegt. Jedoch weiß ich, dass es gemäß Kabbala eine andere Bedeutung hat – wir sind nicht für die anderen verantwortlich.

Ich bin Anfänger und mache beim Lernen dieser Weisheit viele Fehler, aber nun sehe ich, wie riesig mein eigens Ego und das meines Landes ist und die Zerstörung, die es im Inneren und im Außen verursacht. Die Tatsache, dass die Vereinigten Staaten keine staatliche Krankenversicherung hat, wie Europa und andere Kontinenten und Länder, sagt viel aus.

Ich lese erneut ihr Complete Idiot’s Guide to Kabbala (engl.) und ich bin mir nicht sicher, ob ich dies richtig verstehe – das Chaos um mich herum geht in Wirklichkeit aus meinem Inneren hervor. Um dies zu korrigieren, muss ich mich selbst korrigieren. Ich werde Ihren Beitrag „Wie können wir die Natur verändern?“ lesen, um mehr Weisheit zu erlangen.

Meine Antwort: Korrektur beginnt bei der Person und sie erfolgt, indem man die Kabbala weltweit verbreitet, um alle Menschen mit der Möglichkeit zu versorgen, sie zu entdecken – ohne Druck – und ihre Korrektur einzuleiten. Danach wird die restliche Welt folgen.

Liebe unter Freunden in Bnei Baruch

Folgende Frage habe ich erhalten: Wenn man sich Bnei Baruch ansieht, ist es offensichtlich, dass ihr euch an „Liebe deinen Nächsten“ haltet. Jedoch tut ihr das nur in eurer Gruppe und nicht gegenüber der ganzen Welt. Warum? Ist das nicht wie in einer Sekte?

Meine Antwort: Die Kabbalisten der Vergangenheit, unsere großartigen Lehrer, sorgten für strenge und detaillierte Anweisungen darüber, wie wir unser Studium, unser Leben, unsere Einstellung gegenüber uns selbst und unseren Freunden, der Gesellschaft und der Welt arrangieren sollen. Natürlich studieren und brauchen wir nur ihre Ratschläge, weil außer ihnen niemand den Schöpfer, die Welt, in der wir leben und den Weg, den wir gehen, versteht.

Und zu dem Vorwurf, wir seien eine Sekte: einige Menschen profitieren davon und sind daher bereit, unser Ansehen in jeder möglichen Art zu beschmutzen. Das sind vor allem Menschen, die fühlen, dass sie ihren festen Untergrund verlieren, weil sie entdeckt haben, dass die normale Religion mangelhaft ist, sie aber trotzdem unwillig sind, sie durch die Kabbala zu ersetzen.

Heute sind Menschen nicht mehr die Einfallspinsel, die sie einmal waren und die Einstellung, die durch unsere Kritiker aufgezeigt wird, zeigt schlichtweg nur ihre Ignoranz, den Plan des Schöpfers zu verstehen und ihre Ablehnung der Tora als Korrekturmethode des Egoismus im Menschen. Können Sie mir – abgesehen von Bnei Baruch – irgendjemanden zeigen, der auch die Notwendigkeit von „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ als das Grundgesetz der Tora erklärt? Welche andere Gesellschaft kennen Sie, in der Menschen nach diesem Prinzip erzogen werden?

Betreffend einer liebenden Einstellung lediglich gegenüber unseren Freunden: wir haben die gleiche Einstellung gegenüber jedem, der sich in Richtung des selben Ziels bewegt – das ist es, was einen Menschen zu unserem Freund macht. Und so sehr wie jeder Mensch sich in Richtung des selben Ziels bewegen möchte, dann wird jeder der will, in dieses Prinzip und in unsere Vorstellung von Liebe eingeschlossen werden!

Baal HaSulam. Igeret (Brief) 49 (1927). Pri Chacham: Igrot (Frucht der Weisheit: Briefe).

Ich übertrage dir die Aufgabe, verpflichte dich, alle meine Anweisungen in der Befolgung von Tora und Mitzwot [1], richtig und mit Hingabe zu befolgen. Ich richte dich darauf aus, all deine Kraft aufzuwenden, um andere wie dich selbst zu lieben, zu leiden, wenn dein Freund leidet und glücklich zu sein, wenn dein Freund glücklich ist.

Was die Liebe zwischen euch betrifft, spreche ich eindeutig über die Liebe unter Freunden in unserer kabbalistischen Gruppe, da geschrieben steht: „deinen Nächsten lieben“.

[1] Baal HaSulam hält die Liebe für seinen Freund – zum Wohle des Erreichens der Liebe zum Schöpfer – als das Hauptgebot in der Befolgung von Tora und Mitzwot.

cs

Verbreiten der Weisheit der Kabbala an jene, die du liebst

Eine Frage, die ich erhalten habe: Wann immer ich jemandem die Kabbala empfehle, mache ich das auf Grundlage meiner eigenen Gefühle und Erfahrungen. Mir fehlen die Worte, da ich über Gefühle spreche, die man nicht in Worten ausdrücken kann. Je mehr ich studiere, desto mehr erkenne ich, welch intimer Weg dies ist und dass dieser innere Weg nur von jemandem erforscht werden kann, der sich fragt: „Was ist der Sinn meines Lebens?“ – von jemandem, der stark fühlt, dass es in der materiellen Welt keine Befriedigung gibt. Ich finde meinen Sinn einzig indem ich klar wahrnehme, dass mir diese Welt nichts mehr zu bieten hat. Wie kann ich das an die ganze Welt weitergeben?

Meine Antwort: Viele Menschen spüren, dass ihnen diese Welt nichts weiter zu bieten hat. Hilf ihnen doch!

(Fortsetzung der Frage) Ich denke, das einzige, was ich tun kann ist, den Leuten die erhabenen Worte der Kabbalisten weiterzugeben. Nichts sonst – sie werden denjenigen berühren, den sie berühren sollen. Ich verstehe, dass wir das tun müssen, aber ich bin nicht fähig, irgendetwas dazu zu sagen.

Meine Antwort: Stell dir vor, dass du zu dem Punkt im Herzen einer Person sprichst, zu ihrem Wunsch nach Spiritualität.

Eine weitere Frage, die ich zum Thema Verbreitung erhalten habe: Ich verstehe das Prinzip der „Spitze der Pyramide“, wo die kleinste Anzahl von Menschen in der Welt die höchste Qualität von Verlangen haben, nämlich die nach Spiritualität. Aber gleichzeitig sind alle anderen Stufen der Pyramide auch notwendig. Was ist also der Zweck der Verbreitung? Ist es nur für den eigenen Fortschritt über dem Machsom?

Meine Antwort: In unserer Zeit ist der persönliche Fortschritt – ohne dass sich alle Seelen zur Einheit, als ein einziges Ganzes, hinbewegen – unmöglich. Die ganze Pyramide muss nach oben gezogen werden. Wenn du die Eigenschaft der Liebe und des Gebens erreichst, dann verbreitest du zum Wohle derer, die du liebst.

EMH

Auszüge aus Rabashs Artikeln über die Gesellschaft


Wir haben uns heute hier versammelt um eine Gesellschaft zu schaffen für all jene, die daran interessiert sind, dem Weg und der Methode von Baal Ha Sulam zu folgen – dem Weg um die Stufen des Menschen zu erklimmen und nicht als Tier zu verbleiben.
„Der Zweck der Gesellschaft 1“

Wir haben uns hier versammelt um eine Gesellschaft zu schaffen, wo jeder der Einstellung des Gebens an den Schöpfer folgen kann. Und um dem Schöpfer zu geben, müssen wir erst dem Menschen geben, und dies heißt „Liebe zum Menschen.“

Die Liebe zum Menschen kann nur durch Selbst-Annulierung existieren. Auf der einen Seite sollte sich jeder von uns in Demut befinden und auf der anderen Seite sollten wir stolz sein, dass der Schöpfer uns die Möglichkeit gegeben hat, an einer Gesellschaft teilzunehmen, deren Mitglieder nur ein einziges Ziel haben: den Schöpfer unter uns zu entdecken.
„Der Zweck der Gesellschaft 2“

Durch das Zusammensein in einer Gruppe, wie Brüder, mit Liebe zu Freunden, können wir zur Anheftung an den Schöpfer aufsteigen. Diese Leiter wird „der Pfad des Gebens“ genannt, und er ist gegen unsere Natur. Deswegen gibt es nur einen Ratschlag, um dies zu erreichen: Liebe zu Freunden. Dadurch kann jeder seinem Freund helfen.
„Liebe zu Freunden“
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