Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Quelle aller universellen Probleme

Frage: Was sollte für einen Arzt die Motivation sein, sich ändern zu wollen? Für den Patienten ist das klar: er möchte gesund werden – aber was ist mit dem Arzt? Wie kann man Arzt und Patient dazu bringen, einander näherzukommen?

Antwort M. Laitman: Ich bin in einer Familie von Ärzten geboren und aufgewachsen. Meine Mutter ist Gynäkologin, mein Vater Zahnarzt, meine Tante und mein Onkel sind ebenfalls Ärzte. Wenn plötzlich jemand krank wurde – sofort Stethoskop, Medikamente, alle wissen, was zu tun ist, man wird behandelt und alles ist in Ordnung, keine Probleme. In dieser Hinsicht war das gesamte Gesundheitsministerium bei mir zu Hause.

Genau dieses Gefühl der Zusammengehörigkeit muss zwischen Ärzten und Patienten herrschen, sonst gibt es kein Vertrauen zum Arzt. Aber heute kann sich ein Arzt das nicht leisten.

Es muss ein völlig anderes System sein, bei dem der Schwerpunkt nicht auf Medikamenten liegt, sondern auf der Aufmerksamkeit für den Menschen, wie in der alten chinesischen Medizin.

Das heißt, das Gesundheitssystem muss das gesamte Leben eines Menschen umfassen. Es ist eine Technologie des Lebens: wie du geboren wirst, womit du atmest, was du zu dir nimmst, wie die Umwelt auf dich wirkt, wie dein Organismus auf all das reagiert – als biologisches System auf das umgebende System – und wie du durch das Leben gehst: heiratest, Kinder bekommst, alt wirst, stirbst.

All dies muss jedoch als ein System betrachtet werden, das im Gleichgewicht mit der Natur steht. Und dafür muss der Mensch organisch und ganzheitlich mit der Natur verbunden sein, all ihre Gesetze befolgen und verstehen, wozu sie ihn verpflichtet und wie er sich auf eine für beide Seiten richtige Wechselbeziehung einstellen muss.

So wie Harmonie und Gleichgewicht in uns die Gesundheit des Organismus bedeuten und wie das Gleichgewicht in der Natur die Gesundheit der Umwelt bedeutet, so muss auch zwischen uns und der Umwelt ein Gleichgewicht herrschen. Wir stören das Gleichgewicht in der Natur, wir stören das Gleichgewicht in uns selbst, aber vor allem wird dabei das Gleichgewicht zwischen uns und der uns umgebenden Natur gestört – genau hier entsprechen wir ihr überhaupt nicht.

Es ist bekannt, dass die uns umgebende Natur nach dem Gesetz der Selbststabilisierung funktioniert: So viel man erhält, so viel gibt man zurück – dadurch wird die Homöostase aufrechterhalten und das Gleichgewicht bewahrt. Doch wir befinden uns in einem absoluten Ungleichgewicht mit ihr, weil wir barbarisch alles aus ihr verbrauchen, was möglich ist, und ihr im Gegenzug nichts zurückgeben, sondern sie nur verschmutzen.

All dies hängt von der Erziehung des Menschen ab, in erster Linie von seiner ökologischen Erziehung.

Wenn wir uns in einer Gesellschaft befinden, die ständig einen negativen Einfluss auf uns ausübt, und wir aus unserem Egoismus heraus ebenso auf sie einwirken: nur konsumieren, den anderen unterdrücken, so viel wie möglich verdienen, oder noch besser, stehlen, ohne etwas dafür zurückzugeben – dann müssen wir hier sowohl den Menschen als auch die gesamte Gesellschaft korrigieren.

Letztendlich kommen wir zu einem einzigen Schluss: Der Mensch muss sich ändern. Die einzige Quelle aller universellen Probleme ist der Mensch. Leider wird dieser Frage keinerlei Beachtung geschenkt.

 

Freue dich über doppelte Arbeit

Es gibt eine Bedingung: „Wenn du Mich für einen Tag verlässt, werde ich dich für zwei Tage verlassen.“ Ähnlich heißt es, dass der Höchste, indem er eine Maßnahme offenbart, doppelt so viel verbirgt – denn dies sind die notwendigen Bedingungen für die Schaffung eines spirituellen Gefäßes.

Dem Menschen wird absichtlich die Möglichkeit gegeben, einen Fehler zu begehen, was als „den Schöpfer für einen Tag verlassen“ bezeichnet wird. Dann ist er gezwungen, zwei Tage lang zu arbeiten und dies zu korrigieren. Das heißt, er steigt von der Stufe ab, auf der er sich befand, fällt und begeht eine Sünde. Aber er fällt bereits auf die schlimmere Stufe – nicht auf die egoistische Stufe, die derjenigen entgegengesetzt ist, auf der er sich befand, sondern noch eine Stufe tiefer – nicht auf die erste Minusstufe (-1), sondern auf die zweite Minusstufe (-2). Dann muss er auf die +2. Stufe steigen.

Wenn er endlich die +2. Stufe erreicht, fällt er auf die Minus-3. Stufe und muss sich auf die +3. Stufe erheben. So verläuft unser spiritueller Fortschritt, deshalb sind solche Handlungen nur zu unserem Vorteil, wenn wir fallen und dann doppelt so hart arbeiten müssen. Das Wichtigste ist, die Kraft nicht zu verlieren, die es uns ermöglicht, durchzuhalten – denn man sieht, dass man keine Belohnung erhält. Deshalb müssen wir jedes Mal versuchen, eine immer höhere Belohnung für uns zu finden, die immer weiter vom materiellen Leben entfernt ist. Man muss lernen, seine Belohnung im Verhältnis zum allgemeinen Nutzen zu messen: inwieweit unsere Arbeit nicht uns selbst, sondern der Gesellschaft zugutekommt. Der Mensch sollte sich bemühen, dass das Licht, das zur Quelle zurückführt, ihn zu einer inneren Haltung führt, durch die er immer mehr „Treibstoff“ für seine Arbeit erhält – eine Arbeit, deren Früchte nicht er selbst, sondern die anderen empfangen. Daran misst sich unser Fortschritt.

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Aus dem Unterricht über einen Artikel aus dem Buch „Shamati“,

 

Korrektur durch Erziehung

In der Antike gab es besondere Städte, in denen Verbrecher untergebracht wurden. Sie konnten dorthin fliehen und zum Beispiel sieben Jahre lang dort leben. Nach sieben Jahren konnten sie sich frei bewegen und man hatte kein Recht, Ansprüche gegen sie zu erheben.

Auf der einen Seite ist es die Schuld eines Menschen, der eine Straftat begangen hat. Auf der anderen Seite ist es klar, dass es die Schuld der Gesellschaft ist. Es musste von oben, vom allgemeinen System, geschehen und so wird ihm eine Chance gegeben, es wiedergutzumachen. Man muss für ihn Rechenschaft ablegen!

Ein Mensch wird durch seine Erziehung korrigiert. Kriminelle saßen nicht ohne Beschäftigung in diesen Zufluchtsorten. Sie wurden ausgebildet und erzogen. Sie hatten Unterrichtsstunden und Arbeit. Sie wurden speziell mit allen Arten von Gesprächen, Kursen und Schulungen zur Korrektur ausgebildet Letztendlich kümmerte sich die Gesellschaft darum, denn sie war schuld daran, dass es solche Menschen in ihr Gesellschaft gab.

Frage: Warum genau sieben Jahre?

Antwort: Da die siebte Stufe die Phase von Seir Anpin und Malchut beendet. Seir Anpin ist die WaK (sechs Sefirot), Malchut ist die siebte Sefira. Wenn alles aus Seir Anpin nach Malchut kommt, dann ist alles abgeschlossen.

Außerdem gibt es Veränderungen, die nur einmal alle 50 Jahre (7X7=49) im sogenannten fünfzigsten „Jubiläumsjahr“ stattfinden. Das System funktioniert auf diese Weise von selbst. Es ist mit vielen Daten verbunden: wie es sich entwickelt, uns nach vorne treibt usw. Indem es uns um sieben Jahre nach vorne bringt, erneuert es sich gewissermaßen selbst.

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Aus dem Gespräch „Bei mir klingelt das Telefon. Negative Eigenschaften“.

Lasst uns nach der Bürgschaft verlangen!

Der Schöpfer kann nicht ohne die Gruppe erfasst werden. Andererseits ist eine Gruppe ohne den Schöpfer keine Gruppe mehr, sondern eine „Versammlung von Spöttern“.

Deshalb sind ich, die Gruppe und der Schöpfer eine Gesamtheit. Darüber steht geschrieben: „Israel, die Tora und der Schöpfer sind eins“.

Die Tora ist die Kraft, die uns zu einer Gruppe zusammenschweißt, wenn wir uns entgegen der uns voneinander wegstoßenden Kraft vereinen wollen. Aus diesem Grund sind die Gabe der Tora und die Bürgschaft miteinander verbunden.

Denn die Bürgschaft ist für sich alleine nicht möglich. Wir setzen sie nicht um, sondern verlangen danach, dass sie umgesetzt wird. Das wird als „das Wunder des Auszugs aus Ägypten“ bezeichnet. Wir nehmen daran nur teil, doch die Veränderungen selbst werden nicht durch unsere Kraft, sondern nur auf unseren Wunsch hin vollzogen.

Unsere Aufgabe ist es, es so sehr zu wollen, wie es nur geht. Und dann kommt die Antwort. Währenddessen erschaffen wir bereits das „goldene Kalb“, wie beim Empfangen der Tora, – das kommt vor, doch wir vergessen auch das Schreien nicht!

Wir müssen uns vorbereiten und die maximale Forderung, zu der wir nur fähig sind, erzeugen. Wir müssen verlangen – und nicht daran denken, was weiter geschieht.

Es ist eine gemeinsame, gemeinschaftliche Forderung notwendig. Dann erhalten wir die Kraft der Vereinigung. Soll unser Egoismus sich doch im nächsten Augenblick wieder aufrichten – so ist das System programmiert. Das ist nicht unser Problem.

Unser gemeinsames Problem ist es, nach der Korrektur jenes – und nur jenes – Egoismus zu verlangen, der uns jetzt gegeben wird. Der Mensch wird nach den momentanen Umständen bewertet.

Man muss sich nur ordentlich mit der Erkenntnis der Notwendigkeit, mit der Bereitschaft zur Attacke vollpumpen.

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Aus dem Gespräch über die Bürgschaft 

 

Der Egoismus ist Feind und Helfer zugleich

Frage: Was sind die Stufen der Erkenntnis des Bösen? Ist es ein kumulativer Prozess, einmal – und plötzlich zur Erkenntnis gekommen? Oder geschieht es allmählich?

Antwort: Die Erkenntnis des Egoismus geschieht allmählich. Bei neugeborenen Kindern ist er nicht vorhanden. Im Laufe des Heranwachsens bringen wir den Kindern im Kindergarten, in der Schule und im weiteren Leben bei, dass der Egoismus ihnen schadet, sowohl im Kontakt mit anderen Menschen als auch bei der Aneignung einer Fertigkeit, einer Arbeit und so weiter.

Es stellt sich aber auch heraus, dass der Egoismus uns hilft. Er korrigiert uns, zwingt uns, besser zu sein als wir sind, damit wir uns gegenüber anderen Menschen nicht als absolute Egoisten erweisen. Schließlich werden sie uns dann so behandeln.

Frage: Aber wie kommt es zu der Erkenntnis wie verderblich der Egoismus ist? Es gibt so viele Kriege, Leid in der Welt. Wo ist diese Einsicht, dass der Egoismus uns schadet?

Antwort: Wir sehen es, und langsam geben wir es auf. Die Menschen haben keine andere Wahl. Es ist ja nicht so, dass man auf die Straße geht und  ohne Konsequenzen andere ausrauben kann.

Kommentar: Dafür hat die Gesellschaft solche Gesetze geschaffen….

Antwort: Die Gesellschaft muss weiterhin alle Arten von Beschränkungen für derartiges Verhalten schaffen. Wir sehen, dass jede Generation andere Verpflichtungen auf sich nimmt – neue und bessere. Auf diese Weise erheben wir uns allmählich über unsere egoistische Natur.

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Aus der Fernsehsendung „Das Zeitalter der letzten Generation“, 27.06.2024

Wie enthüllt man den Schöpfer?

Das Empfangen für die eigenen, selbstsüchtigen Zwecke entfernt den Menschen von der Verschmelzung mit dem Schöpfer. […] Daher haben wir uns hier versammelt, um eine Gemeinschaft zu gründen, in welcher jeder von uns danach strebt, dem Schöpfer zu geben. Um das zu erreichen, müssen wir zuerst mit dem Geben an den Menschen beginnen, was als „Liebe zum Nächsten“ bezeichnet wird. (Rabash, Artikel „Das Ziel der Gemeinschaft 1“)

Frage: Ist das Geben an den Nächsten und die Liebe zum Nächsten dasselbe?

Antwort: Liebe ist ein Gefühl, und Geben ist eine Handlung in der Absicht und in Gedanken.

Die Gesellschaft von der Rabash schreibt, ist eine Gesellschaft von egoistischen Menschen, die sich zusammenfindet, um den Schöpfer zu erreichen. Ihr Ziel ist es, durch das Geben die Nächstenliebe zu erreichen. Wir müssen uns also darin üben, dem Schöpfer zu geben.

Frage: Warum können wir nicht direkt mit Ihm arbeiten?

Antwort: Wie kann man den Schöpfer offenbaren, wenn man nicht dieselben Eigenschaften hat wie Er? Indem man sich den anderen nähert, indem man sich mit den Freunden in der Absicht verbindet, erwirbt man allmählich die Eigenschaft des Gebens und das ist bereits eine Eigenschaft des Schöpfers. Man wird Ihm immer ähnlicher, man fängt an, Ihn zu spüren und kommt Ihm so näher.

Bemerkung: Der Mensch spricht doch im Innern mit dem Schöpfer.

Antwort: Das sind nur seine eigenen inneren Vorstellungen, nicht das, was tatsächlich geschieht. Um mit dem Schöpfer in Kontakt zu treten, benötigen wir die gleichen Eigenschaften die Er hat.

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Aus der TV-Sendung „Die praktische Kabbala“, 05.12.2023

Eine Frau des 21. Jahrhunderts, Teil 3

Spiritueller Krieg um die Welt

Nur Frauen können, wenn sie sich verbinden, die Situation in der Welt verändern und die Ordnung in ihr wiederherstellen. Aber leider melden sich die Frauen nicht aktiv zu Wort. In jedem Land gibt es Gesetze, die es Frauen erlauben, Zugang zu Führungspositionen zu fordern, um das Leben in ihren Ländern richtig zu organisieren.

Normalerweise kämpfen Frauen für ihre eigenen Rechte, für Gleichberechtigung, und es wird wie ein Familienstreit in der Küche wahrgenommen. Aber ich spreche von spiritueller Kriegsführung. Eine Frau muss begreifen, dass dies jetzt das Wichtigste ist, und sie muss die ganze Welt in die Pflicht nehmen, ähnlich wie eine Mutter ihre Kinder dazu bringt, zu lernen, hinter sich aufzuräumen, zur Schule zu gehen und sich zu waschen. So sollte die Rolle der Frau gesehen werden – als Mutter der Menschheit.

Die ganze Welt wartet darauf, dass die Frau anfängt, ihre Rolle richtig zu erfüllen und alle dazu zu verpflichten, das spirituelle Ziel der Welt zu erkennen und zu erreichen. Wenn wir uns in der richtigen Form miteinander verbinden, dann erlauben wir dem Höheren Licht, der höheren Kraft der Natur, in uns einzutreten und uns zu beeinflussen. Dies ist die Rolle einer Frau, die Rolle einer Mutter.

Es stellt sich heraus, dass der Kampf nicht um die Rechte der Frauen selbst geführt werden sollte, sondern um ihre Fähigkeit, die Gesellschaft zu beeinflussen. Frauen fehlt es an Wissen, Verbindungen und Organisation. Wenn sie vorankommen wollen, müssen sie viel lernen und sich dementsprechend richtig vernetzen, ihre Aufgabe kennen lernen und mit der nötigen Weisheit und dem nötigen Gefühl ihre Bestimmung erkennen. Es gibt keine andere Lösung, genau wie bei einem Kind, das nicht lernen will.

Für eine Frau ist das nicht leicht, denn sie ist es von jeher gewohnt, im Schatten zu bleiben. Nur die richtige Erziehung wird helfen. Wir müssen mit kleinen Rollen beginnen, und daraus wird sich eine ernsthafte Organisation entwickeln.

Eine Frau ist verpflichtet, das Programm und den Zweck der Schöpfung zu kennen, die Etappen, durch die wir uns bewegen, und wie wir sie erreichen können. Frauen, die heute zu studieren beginnen, bereiten sich außerdem darauf vor, Führungskräfte der Gesellschaft und der Menschheit zu werden.

Ihr müsst euch bewusst sein, dass ihr eine besondere Mission erfüllt, und ihr müsst jeden Tag hartnäckiger sein und bereit sein, alles zu tun, um die Menschheit vor den schweren Prüfungen zu bewahren, die uns erwarten, wenn wir diese besondere Phase nicht richtig umsetzen.

Ich bin sicher, dass ihr dazu in der Lage seid, und ich bin bereit, euch in jeder Weise zu helfen. Ich wünsche Euch viel Erfolg!

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Aus dem Programm „Frauen in der Neuen Welt“ vom 05.07.2020

Eine Frau des 21. Jahrhunderts, Teil 2

Was ist der Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Führungsstilen und wie können wir beide miteinander verbinden?

Wenn eine Führungspersönlichkeit, egal ob Mann oder Frau, nicht über den Zweck und das Programm der Schöpfung Bescheid weiß und nicht weiß, wie sie führen muss, um das zu erreichen, was die Natur von uns verlangt, dann wird nichts Gutes dabei herauskommen. Zuallererst ist eine ganzheitliche Bildung notwendig, und als Folge davon werden Frauen mehr wichtige Positionen in der Gesellschaft einnehmen.

Das ist der Ruf der Zeit. Bis zum Beginn der letzten Periode, als die Menschheit noch nicht in das Stadium der endgültigen Korrektur durch Verbindung, Studium der Wissenschaft der Kabbala und Organisation in Zehnergruppen eingetreten war, wurde die Gesellschaft von Männern beherrscht. Aber sobald wir beginnen, die Methodik der integralen Erziehung zu verbreiten und in Zehnergruppen zu arbeiten, um die gemeinsame große Seele von Adam HaRishon wiederherzustellen, werden die Frauen hervortreten.

Männer werden mehr in die Organisation der Zehner und die internen Strukturen der Gesellschaft involviert sein, und Frauen werden mehr äußere Führung übernehmen. Deshalb wiederhole ich immer wieder, dass die Verbreitung hauptsächlich Frauenarbeit ist.

Dieselbe Frau, die immer im Schatten geblieben ist, muss jetzt plötzlich in den Vordergrund treten und sich am Wiederaufbau der Gesellschaft beteiligen. Und es ist interessant, dass die Männer dem zustimmen. Die Natur lässt eine Frau vorgehen, und niemand protestiert. Das ist ein Wunder, das es in der Geschichte noch nie gegeben hat. Und dieser Prozess hat sich in den letzten hundert Jahren vollzogen.

Die Frau hatte schon immer eine Vorliebe für Führung, aber früher war das nur im kleinen Rahmen und ging nicht über das Haus hinaus. Ein Mann ist nicht in der Lage, das Haus zu führen; er weiß nie, wo alles ist. Seine Denkweise ist für eine solche Arbeit nicht geeignet, und die Frau war immer für das Haus zuständig.

Aber im Laufe der Zeit hat es eine Veränderung gegeben. Und das ist eine Folge der inneren Organisation der Seele, die sich allmählich der Korrektur nähert. Infolgedessen gelangte das Licht von oben durch die Sefirot Keter, Chochma usw. nach Malchut und begann mehr und mehr die Frau zu erreichen. Deshalb haben die Frauen das Gefühl, dass sie die Veränderungen in der Welt besser verstehen und bereit sind, ihre Meinung zu wichtigen Themen zu äußern.

Das beschränkt sich nicht mehr darauf, zu wissen, wo Salz und Pfeffer in der Küche stehen. Eine Frau ist bereit, Männern – ihrem Ehemann, der Regierung und dem Parlament – Ratschläge zu erteilen und eine Lösung anzubieten. Es geht nicht mehr darum, wie man eine Suppe kocht, sondern wie man Politik macht. Und das alles, weil die Zeit gekommen ist, in der sich das Höhere Licht Malchut genähert und ihr die Erleuchtung geschenkt hat.

Deshalb ist die Frau imstande, daran zu arbeiten. Sie ist in der Lage, die Ordnung in der Welt besser wiederherzustellen als ein Mann, weil sie der letzten Sefira angehört, und indem sie das reflektierte Licht erhebt, verbindet sie alle vor ihr befindlichen Sefirot. Daher ist sie fähig, sie alle zu verwalten.

Der Mann bleibt bei seiner spezifischen Rolle, und die Frau erhält die Macht, alles zu kontrollieren, wie sie es mit Kindern im Kindergarten tut. Sie kümmert sich um alle Angelegenheiten.

Nicht jeder kann wie Margaret Thatcher oder Golda Meir sein, aber dennoch hat jede Frau besondere Fähigkeiten im Management. Ich denke, dass es in unserer Zeit notwendig ist, Männer durch Frauen in den Parlamenten zu ersetzen. Wir wissen, dass überall dort, wo eine Frau arbeitet, Ordnung herrschen wird. Die Welt braucht nicht die explosive Kraft eines Mannes, sondern die gemäßigte, ausgewogene Führung einer Frau, frei von allen kleinlichen Berechnungen, die manchmal für Frauen charakteristisch sind.

Eine Frau, die alles gut und richtig abwägen kann und ihr Land als ihre Heimat empfindet, die ihr wichtig und lieb ist, ist in der Lage, alle widersprüchlichen Strömungen und Parteien miteinander zu versöhnen und alles ins Gleichgewicht zu bringen. Nur eine Frau kann das tun.
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Aus dem Programm „Frauen in der Neuen Welt“

Eine Frau des 21. Jahrhunderts, Teil 1

Die Geschichte kennt viele Frauen, die als Pionierinnen den Weg geebnet und Veränderungen in der Welt bewirkt haben, die den Grundstein für eine fortschrittlichere Gesellschaft legten. In der Regel waren von einer Frau heroische Anstrengungen erforderlich, um die etablierten Stereotypen zu durchbrechen und sich gegen akzeptierte Normen und kulturelle Traditionen zu stellen.

Doch die Geschichte wurde größtenteils von Männern geschrieben, und es finden sich nur sehr wenige weibliche Namen darin. Frauen sind immer im Hintergrund geblieben. Schließlich entwickelt sich die Geschichte in Übereinstimmung mit der allgemeinen Struktur der Gesellschaft, des Universums und der gesamten Schöpfung, die aus zehn Sefirot besteht.

Diese Struktur entwickelt sich von oben nach unten, von der Sefira Keter zu Malchut. Obwohl alles für Malchut, für den weiblichen Teil der Struktur, bestimmt ist, bleibt die Rolle der Frau verborgen, bis sie an der Reihe ist, bis sich das ganze System entwickelt.

Das zeigt sich in der ganzen Geschichte, bei allen Völkern und zu allen Zeiten. Nur im Volk Israel war die Rolle der Frau immer ausgeprägter als in anderen Völkern, wie diese Namen aus dem Tanach zeigen: Eva, Adams Frau, und die große Prophetin Batya, die Tochter des Pharao, die Mose aufzog.

„Batya“ bedeutet „die Tochter des Schöpfers“ (Bet-Yod-Hey), was auf ihre überragende Bestimmung hinweist. Der Tanach berichtet von vielen Frauen, die in der Geschichte eine besondere Rolle spielten, und zwar immer eine positive.

Während des letzten Exils, das 2.000 Jahre dauerte, wurde die Rolle der Frau noch mehr in den Hintergrund gedrängt. Je länger und tiefer das Exil war, desto mehr blieb die Rolle der Frau im Schatten. Jetzt, wo wir aus diesem Exil herauskommen, erhalten die Frauen immer mehr Freiheit und eine immer wichtigere Rolle. Besonders große Veränderungen haben im letzten Jahrhundert stattgefunden und noch mehr in unserem 21. Jahrhundert, in dem die Frau eine dominierende Rolle in der Entwicklung spielt.

Dies ist in der modernen Welt sehr deutlich zu erkennen, in der so viele Frauen Führungspositionen in Unternehmen und sogar als Staatsoberhäupter innehaben. Nicht nur die Macht der Frau wächst, sondern auch das Bild der Frau wird immer wichtiger. Daraus ergibt sich, dass die ganze Welt existiert, um Malchut, den weiblichen Teil, über alles im Weltmodell zu erheben.

Obwohl Malchut immer im Verborgenen war, weil es die letzte Sefira ist, wird sie auf der letzten Stufe die wichtigste, tritt aus dem Verborgenen heraus und offenbart sich im reflektierten Licht bis hin zu Keter. Es stellt sich heraus, dass die Rolle der Frau am bedeutendsten ist. Obwohl geschrieben steht, dass „alle Ehre der Königstochter gebührt, die im Innern ist“ (Psalm 45,14), weil sie immer im Verborgenen war, tritt sie nun in den Vordergrund und beginnt, sich als wichtigster Teil zu offenbaren.

Ich denke, das 21. Jahrhundert sollte den Frauen mehr Zeit geben, um voranzukommen und zu lernen, welche Rolle sie bei der Korrektur der Welt spielen. Solche Frauen werden in der Lage sein, die Welt zu dem erhabenen Ziel zu führen, das vor uns liegt.

Früher war die Entwicklung der Frau im Vergleich zur allgemeinen Entwicklung immer verzögert. Tatsache ist, dass die Frau zum zehnten Teil der allgemeinen Struktur gehört: Keter, Chochma, Bina, Chessed, Gwura, Tiferet, Netzach, Hod, Jessod und der letzte, Malchut, ist der weibliche Teil der Seele. Aber wenn Malchut zu empfangen beginnt, wenn es bereits Einschränkung, einen Schirm und das reflektierte Licht gibt, in dem Malchut Keter erreicht, dann kommt das Licht und erleuchtet alle Sefirot. Das direkte und das reflektierte Licht verbinden sich miteinander.

In der Vergangenheit hat die Menschheit die Rolle der Frau vernachlässigt und ihren Wert nicht gewürdigt. Aber all das muss heute korrigiert werden, denn wir kommen in die letzte Phase, in der die Frau erwachsen werden und sich offenbaren muss.

Im 19. Jahrhundert fand ein qualitativer Wandel statt, und die weibliche Kraft begann sich durchzusetzen. Die Frauen erhielten das Wahlrecht und Zugang zu höherer Bildung. Das hat nicht nur die Frauen selbst vorangebracht, sondern auch die gesamte Gesellschaft, ihre unteren sozialen Schichten. Eine Frau betritt nicht nur die historische, soziale und öffentliche Bühne, sie zieht auch schwache soziale Schichten mit, die sonst nicht in der Lage wären, aufzusteigen.

Eine Frau verändert alles. Wir brauchen einer Frau nur Raum zu geben, ihr zu erlauben, sich auszudrücken, und das ganze Leben verändert sich. Das gilt besonders in unserer Zeit, weil wir uns dem Ende der Korrektur der Welt nähern. Es gibt noch viel zu korrigieren, aber wir sind bereits auf der Zielgeraden. Deshalb wird die Rolle der Frau von Tag zu Tag deutlicher.

Die Frau wird immer mehr fordern, weil die Naturgewalten sie dazu drängen. Auf der anderen Seite wird sich die männliche Hälfte der Menschheit immer mehr vor den Frauen verbeugen. Deshalb ist es notwendig, den Frauen ihre Rolle und ihre Verantwortung zu erklären, damit sie diese erfüllen und nicht vernachlässigen.

Wenn die Frauen ihre Führungsrolle nicht ausfüllen, überlassen sie sie gleichsam den Männern. Aber die Männer können nicht mehr so handeln, wie sie es früher getan haben. Es stellt sich heraus, dass die Männer nicht mehr handeln und die Frauen noch nicht handeln, und wir fallen zwischen zwei Stühle, was sehr gefährlich ist. Das ist die Zeit, in die wir heute eintreten.

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Aus dem Programm „Frauen in der Neuen Welt vom 05.07.2020

Was ist Bildung? (Quora)

Bildung – das heißt, die richtige Form der Bildung und nicht, wie es derzeit um den Erwerb von Fähigkeiten und Kenntnissen geht. Sie ist unsere Einbindung in ein bestimmtes soziales Umfeld, das uns eine Handlungslinie und eine Ausrichtung auf einen zukünftigen Zustand gibt.

Wir müssen unseren nächsten Zustand in unserem sozialen Umfeld sehen. Unser nächster Zustand drängt uns vorwärts, erweckt, ermutigt, motiviert und inspiriert uns, so zu sein. In einem sozialen Umfeld fällt es uns leichter, uns zu verändern.

Die Erzieher sollten also eine soziale Atmosphäre schaffen, in der unsere Gefühle und Stimmungen zu Impulsen für die Anpassung an unsere Umgebung werden, so dass sich die Einheiten, aus denen sich die Gesellschaft zusammensetzt, zu einer harmonischen Gruppe zusammenfinden, die zu unserem nächsten Zustand wird.

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