Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Zuversicht


Wie können wir zuversichtlich sein, wenn wir uns für nichts in unserem Leben entscheiden, für den Augenblick leben und keine Ahnung von dem haben, was als nächstes kommt? Nur die Enthüllung des Schöpfers und die Erfüllung mit Seinem Licht kann uns das Gefühl des Einsseins mit dem Universum und das Verständnis über die Ursache (den Anfang), den Prozess (unser Leben) und das Ziel (das Ende) unseres persönlichen Lebens und allem was existiert geben.

Aus diesem Grund erlangen wir das Gefühl der Zuversicht nur in dem Maße, in dem wir dem Schöpfer anhaften, weil wir Eigenschaften und Kräfte erwerben, die über der Natur stehen und uns dadurch mit der Höheren Führung verbinden.

Gefühle von Unsicherheit, Verwirrung und Angst werden weiterhin wachsen, um uns zu zwingen, das Ziel zu erreichen und wahre Zuversicht zu gewinnen!

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Freude bringt dich näher zum Schöpfer


Eine Frage, die ich erhielt: Warum verzweifle ich daran, dass ich so weit vom Schöpfer entfernt bin? Und warum fühle ich tief drinnen, dass dieses Gefühl der Isolation falsch ist? Ich habe Angst um meine Gesundheit, und es bringt mich zum Weinen.

Meine Antwort: Du brauchst den Beistand der Umgebung. Vielleicht hast du auch eine Umgebung, bist aber nicht in der Lage, die Kraft der Gesellschaft von ihnen aufzunehmen. Alles hängt von dir ab. Sogar eine virtuelle Verbindung kann einen Menschen im korrekten Zustand halten.

Verzweiflung stößt dich vom Schöpfer weg, wohingegen Freude dich näher heranzieht. Lies Shamati Artikel 58 : Die Freude ist die „Erscheinung“ der guten Taten. Wenn ein Mensch nicht glücklich ist, dann beschuldigt er durch eben diese Empfindungsweise den Schöpfer, diese Welt unkorrekt geschaffen zu haben und rechtfertigt nicht Seine Handlungen. Er sagt, der Schöpfer sei schlecht , wodurch dieser Mensch ein Sünder genannt wird – nicht für seine Handlungen, sondern für seinen Gemütszustand!

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Gibt es einen Höheren Richter?


Drei Fragen, die ich über die rituellen Gebote und Kabbala erhielt:

Frage: Zu meinem Bedauern wurde ich in einer Familie groß, die die jüdischen Traditionen aufrechterhielt, und ich studierte sogar auch in einer Yeshiva. Nun bin ich völlig säkular, ich halte mich nicht an die Traditionen und bin eigentlich ganz und gar zufrieden. Ich befinde mich aber unter Druck von der Außenwelt, die Gebote auf der physischen Ebene einzuhalten. Könnten Sie mir wohl einen Rat geben, wie ich damit fertig werden kann und wie ich ständige Spannungen deswegen mit meiner Frau vermeiden kann (ich bin verheiratet und habe vier Kinder)?

Meine Antwort: Wenn jemand traditionell aufwuchs und an Belohnung und Strafe glaubt, dann ist es sehr schwierig, die alten Gewohnheiten nicht mehr einzuhalten. Ihre Frau glaubt, dass Sie durch das Einhalten der irdischen Gebote die kommende Welt für sie und ihre Kinder verdienen, und Sie einer Belohnung und der Güte des Schöpfers sicher sind. Dadurch hat sie das Gefühl, dass ihr Leben einen Sinn hat, und es gibt ihr Lebensenergie. Nehmen Sie es ihr nicht weg! Wenn Sie mit ihr zusammen sind, dann machen Sie das, worum sie Sie bittet.

Frage: Ich wurde als orthodoxer Jude geboren und aufgezogen. . Ich möchte Kabbala studieren, aber ohne die 613 Mizwot einzuhalten. Es fühlt sich wie eine große Bürde an, so viele Mizwot einzuhalten. Gleichzeitig finde ich die Vorstellung, Kabbala zu studieren sehr interessant und auch die vielen Konzepte, die Sie auf Ihrem tollen Blog darbieten. Wie soll ich nun an diese Sache herangehen?

Meine Antwort: Studieren Sie Kabbala gleichzeitig mit der restlichen irdischen Tora, ohne irgendetwas an Ihrem Lebensstil zu ändern. Wir akzeptieren keine orthodoxen Juden oder noch weniger die Kipot Srugot (gestrickte Yarmulke) in unserer Kerngruppe, aber ein virtuelles Studium ist durchaus Ihr Recht.

Frage: Ich kam zur orthodoxen Religion und verliess sie wieder, nachdem ich den Schöpfer nicht gefunden und gemerkte hatte, dass ich auf dem falschen Weg war. Meine Frage ist: Gibt es so etwas wie einen Höheren Richter und Gericht sowie Belohnung und Bestrafung, so wie die Orthodoxen es glauben?

Meine Antwort: Hier ist, was existiert:

1. Der Schöpfer, das Naturgesetz;
2. das Geschöpf; und
3. die Verbindung zwischen ihnen.

Das Ziel der Schöpfung ist, die Verschmelzung mit dem Schöpfer zu erlangen. Und das Mittel dazu ist, das Geschöpf von seinem Zustand „um seiner selbst willen“ zum „um des Schöpfers willen“ zu bringen. Dann wird der Schöpfer innerhalb des Geschöpfes enthüllt. Darüber spricht die Kabbala und das existiert.

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Spirituelle Zeit und Bewegung – mit den Quellentexten erklärt


Spirituelle Bewegung ist nicht wie ein physischer Standortwechsel von einem Ort zum anderen. Es ist eine Bewegung in unserer Absicht, eine Erneuerung der Eigenschaften.
Baal HaSulam, Talmud Esser HaSfirot, Punkt 1

Zeit ist ein Gefühl der Bewegung. Das Gehirn stellt sich Bilder der Bewegung vor und kopiert sie dann in seiner Vorstellung in die Kategorie von „Zeit“. Wären der Mensch und seine Umgebung in völligem Frieden, dann gäbe es auch keine Vorstellung von Zeit.
Baal HaSulam, Talmud Esser HaSfirot, Punkt 1

Die Vorstellungen von Zeit, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind vom Menschen erschaffen und daher nicht absolut. Alles existiert in der Höheren Kraft ohne das Zutun des Höheren. All das, was in der Kraft existiert, verwirklicht sich später in Handlungen. Und diejenigen, die dem Schöpfer näherkommen – über dem Universum hinaus – erheben sich über die Zeit.
Rav Kook, „Briefe, Band 2″

Das Buch Sohar spricht überhaupt nicht von dieser Welt, sondern nur von den Höheren Welten, wo es keine Zeit wie in der körperlichen Welt gibt. Spirituelle Zeit ist ein Wechsel an Eigenschaften.
„Das Buch Sohar, Wajeze, Sammlung 2″

Der menschliche Egoismus gewinnt ständig Oberhand über den Menschen, es sei denn, der Schöpfer hilft ihm, indem er seine Seele näher an Sich heranbringt, wenn er Sein Licht zu bestimmten Zeiten scheinen lässt.
„Jesher Divrei Emet“, S. 35

Alle Zeiten und Handlungen bestehen ewig. Die Zukunft wird von der Vergangenheit beeinflusst und davon, was später dann geschieht. Die Zeit unterwirft sich den Kräften, die in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft tätig sind.
Ramchal, „Adir BaMarom“, S. 187

Das, was abwechselnd glänzt, wird zukünftig, wenn die gesamte Vergangenheit in einem ewigen Zustand erfasst ist, ständig glänzen.
Ramchal, „Adir BaMarom“, S. 18

Der Grad der spirituellen Entwicklung hängt von den eigenen Anstrengungen ab


Eine Frage, die ich erhielt: Sonderbare Dinge sind in den letzten Jahren rund um mich geschehen. Die Leute, zu denen ich zuvor wirklich aufgesehen habe, sind nun in ihrem Leben an einem Tiefpunkt angelangt oder tun Dinge, die außerhalb jeder sozialen Norm sind. Ich war gewohnt einen großen Antrieb zu haben, aber mittlerweile habe ich jedes Verlangen verloren, anderen irgendetwas zu beweisen.

Ich habe das Gefühl, dass alle Leute, die ich gut zu kennen glaubte oder zu denen ich aufgesehen habe, nicht mehr die sind, die sie waren. Ich bin unfreundlich zu meinen Verwandten und fühle mich deshalb ständig beschämt, weil ich sie liebe. Ich fühle mich den Älteren gegenüber verärgert, abgestoßen von den Gesichtern der Menschen und ich hasse meinen eigenen Körper.

Ich studiere seit 7 Jahren Kabbala und schaue die Lektionen jeden Tag. Es ist für mich sehr beschwerlich an Kongressen und Gruppenmahlzeiten teilzunehmen, jedoch Lektionen übers Internet anzusehen, ist ein Genuss. Ich habe das Gefühl, als wollte ich wirklich vermeiden, die Leute persönlich zu treffen. Ist das normal?

Meine Antwort: Jeder hat seine eigene Geschwindigkeit und seine Entwicklungsstufen. Wenn man systematisch studiert und in seiner Freizeit an der Verbreitung mitwirkt, kann man sicher sein, dass jede Stufe durchlaufen wird. Du wirst dich durch sie hindurcharbeiten und dann wird eine neue Stufe erscheinen. Auf diese Art werden sie sich laufend abwechseln bis zur vollständigen Korrektur.

Jedoch hängt die Geschwindigkeit, mit der sie wechseln, von deinen Anstrengungen ab und darin gründet dein einziger Einfluss auf dem gesamten Weg zum Schöpfer. Wenn deine Entwicklung in normaler Geschwindigkeit geschieht, dann erfährst du Druck (Leiden), der dich zur Veränderung zwingt. Aber wenn du dem Druck der Natur (des Schöpfers) vorausgehst, indem du eigenmächtig strebst, wirst du kein Leiden erfahren, hingegen wirst du Freude und Inspiration empfinden. Du hast die Wahl!

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Glaube – aus den Quelltexten


Glaube ist nicht im Verstand [zu finden] oder ein Gefühl, sondern eine Offenbarung innerhalb der innersten Ebene des Wesens der Seele, wenn ihre natürliche Entwicklung nicht verfälscht wird.
Rav Kook, Artikel „HaRaiyah“, 70

Jeglicher Pessimismus kommt von der Ungewissheit und dem Zweifel, wenn man denkt, dass unser körperliches Leben alles ist, das existiert.
Rav Kook, Artikel „HaRaiyah“, 69

Es gibt ein Gebot: die Größe des Schöpfers zu erreichen, indem man die Arbeiten der großen Kabbalisten untersucht, um alle Welten und alles sie bewohnende zu erlangen.
Rabbi Chaim Vital, Otzrot Chaim, Kapitel „Shmot“, S. 57

Was wird uns auf dem Weg helfen?


Eine Frage, die ich erhielt: Als ich mit dem Studium der Kabbala anfing, war ich fasziniert und sehr damit engagiert, und alles war in bester Ordnung. Es ging manchmal rauf und runter, aber nach dem Runter kam immer ein Hoch. Das Problem ist nun, dass ich die ganze Zeit deprimiert bin. Ich kann meine Wirklichkeit nicht ausstehen, mir ist schlecht, ich beklage mich meistens und kann nicht ins Gleichgewicht kommen. Ich versuche noch, mit meiner virtuellen Gruppe zu studieren, aber wegen meiner Arbeit kann ich keinen Morgenunterricht verfolgen. Ich fühle auch, dass meine Absicht im Moment nichts wert ist. Ich weiss auch gar nicht, wo sie liegt. Ich bin verwirrt und geschwächt. Menschen um mich herum sagen mir auch, dass ich mich verändert hätte und nur an mich dächte. Und ich spüre, dass das stimmt, aber ich kann mein Verhalten nicht ändern.

Ist das natürlich für einen Kabbalastudenten oder mache ich etwas falsch? Was kann ich tun, darüber hinwegzukommen und mir zuliebe und für jeden besser zu sein, denn ich merke, dass ich mich auch selbst hasse?

Meine Antwort: Wir machen alle diese Phasen durch. Die Kabbala hat alle Ihre zukünftigen Zustände auf lange Jahre hinaus zusammengepresst und führt Sie auf kürzere Zeit durch sie hindurch. Daher ist es nicht einfach, diese Phasen zu durchleben. Alles in Ihnen ändert sich drastisch und plötzlich. Sie werden aus dem Licht in die Dunkelheit geworfen, von Freude in Depressionen usw.

Das Einzige, was Ihnen helfen wird, ist, dass Sie Ihr Haupt neigen. In anderen Worten, halten Sie sich trotz Ihrer Gedanken und Verlangen (Ihrem Verstand und Herz und die Gefühle darin) an der Gruppe fest, die Ihnen vom Schöpfer als einzige Quelle der Rettung in dieser Welt gegeben wurde. Organisieren Sie sich systematisch, studieren Sie täglich und verbringen Sie alle Ihre Freizeit mit der Verbreitung. Akzeptieren Sie die Tatsache, dass Ihnen Ihr Leben gegeben wurde, damit Sie es verlassen und das Höhere Leben betreten können.

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Blog-post: „Ein Tag für jedes Jahr“
Blog-post: Ein Rat für Einsteiger – Verbreite!
Blog-post: In der Gruppe kann man alle seine spirituellen Fragen deutlich herausstellen

In allen Lebenssituationen sollte Ihr Verhalten nur durch das spirituelle Ziel bestimmt werden


Fragen, die ich zum Verlust des Verlangens und anderen Störungen erhalten habe:

Frage: Ich studiere die Kabbala seit über einem Jahr und kürzlich stand ich vor einem Problem. Meine Verlangen nach verschiedenen Genüssen in dieser Welt verschwinden langsam und die einzigen Verlangen, die übrig bleiben, sind minimale Verlangen, welche für den Körper überlebenswichtig sind. Ist dies ein Rückschritt? Kann ich irgendwie Verlangen nach Erfüllung entwickeln? Ich fühle mich, als würde ich mich in eine Amöbe verwandeln. Obwohl ich mich selbst in keiner Weise beschränke, sehe ich keinen Grund „unnötige Bewegungen“ zu machen. Wo ist mein Egoismus? Wie kann ich diesen wieder erwecken, wenn er eingeschlafen ist?

Meine Antwort: Sie entdecken, dass es sinnlos ist, Ihren Egoismus zu erfüllen, und da Sie diese Enthüllung gemacht haben, haben Sie die Energie (Homer Delek) verloren, um nach materiellen Dingen zu streben. Dies passiert vielen Menschen in unserer Welt, was in einem Gefühl von Leere und Depression (die am weitesten verbreitete Krankheit der Welt) resultiert. Jedoch verschwindet auch die Spiritualität und hört auf Sie anzuziehen.

Beide dieser Gefühle werden in Ihnen vom Schöpfer zu dem Zwecke hervorgerufen, um einen Ort der Willensfreiheit zu erschaffen, einen Ort, an welchem Sie Ihre eigenen Anstrengungen über Ihre Natur machen können. Das liegt daran, dass alle Dinge, die Sie selbst tun können, eigentlich vom Schöpfer gemacht werden. Doch wenn Sie die Leere dieser Welt enthüllen und dieser Welt gegenüber gleichgültig werden und dazu auch noch eine spezielle Leere der spirituellen Welt enthüllen und die spirituelle Welt Sie ebenfalls nicht mehr anzieht, dann sollten Sie sich auf korrekte Weise an der Gruppe und dem Studium beteiligen, um die Wichtigkeit des spirituellen Ziels zu erwecken, d.h. „die Enthüllung des Schöpfers (Liebe für den Nächsten).“

Dieses Verlangen zieht das Höhere Licht (Or Makif) an, welches Sie zur Wahrnehmung der Spiritualität, des Schöpfers, der Eigenschaft des Schenkens und der Liebe bringen wird. Sie sollten also die Wichtigkeit der Spiritualität von Ihren Freunden bekommen.

Frage: Lieber Rav, nach meinem Besuch zum Studium bei Bnei Baruch, fühlte ich zum ersten Mal, dass meine Seele zuhause war. Es war eine Kraft, die stärker war als mein Körper. Dies verursachte viele Konflikte, als ich versuchte die Zeit zwischen meiner Seele und der Tätigkeit für meine körperlichen Dinge auszugleichen. Nun, da ich zurück bin, fühle ich, dass ich kein Verlangen nach irgendetwas habe. Dies passiert mir nach jedem Kongress, und jedes Mal habe ich einen sehr starken Kontakt mit Bnei Baruch. Warum geschieht dies und wie kann ich diese Zustände durchlaufen?

Meine Antwort: Dies ist natürlich, da wir bei Bnei Baruch eine sehr intensive spirituelle Atmosphäre haben und Sie werden davon inspiriert. Nach Ihrer Heimkehr von Ihrem Besuch bei uns, müssen Sie Ihr spirituelles Leben so erhöhen, dass es auf der selben Stufe stattfinden kann, welche Sie fühlten, als Sie bei uns waren.

Frage: Während der Verbreitungsarbeiten bin ich vielen Problemen begegnet. Zum Beispiel bin ich hingefallen und meine Augen und Zähne haben sich entzündet usw. Die öffentliche Meinung sagt, dass die Hindernisse mir sagen würden, dass ich das nicht machen sollte, dass ich meine Ansicht verändern müsste usw. Doch ich glaube andererseits, dass ich Anstrengungen machen muss, um meine Absicht zu stärken, das Ziel zu erreichen. Bitte erklären Sie, wie ich diese Störungen interpretieren soll.

Meine Antwort: Wenn Ihr Körper in physischer und psychologischer Hinsicht in Ordnung ist, dann müssen Sie diese Störungen überwinden, ohne auf Ihren Körper zu achten. Wenn die Störungen jedoch einer medizinischen Versorgung bedürfen, dann sollten Sie sofort zum Arzt gehen, während Sie mit Ihrem Studium und Verbreitung fortfahren.

Kommentar: In einem vorigen Blogbeitrag schrieb ich, dass die Kabbala wichtiger ist als die Familie, wenn die Ehefrau gegen die Kabbala ist und es unmöglich ist, mit Ihr einen Kompromiss zu finden oder sie zu überzeugen. Dann ist es erlaubt sich seiner Seele zuliebe scheiden zu lassen. Ich erhielt einige überraschte Rückmeldungen, „wie das sein könne?“ Die Menschen verstehen nicht, dass das Leben sinnlos ist, wenn es nicht dazu verwendet wird, das Ziel zu erreichen, welches vor jedem Menschen aufgestellt wurde. Der Himmel, die Erde und jeder von uns wurden erschaffen, um das Ziel zu erreichen und nicht dafür, um eine Hochzeit auf der tierischen Stufe zu erschaffen, um ein Sklave des Egoismus des Partners zu werden.

Die Schlussfolgerung lautet also: Ihr Verhalten sollte in allen Situationen des Lebens nur vom spirituellen Ziel bestimmt werden!

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Blog-post: Das Körperliche hat keine Auswirkung auf das Spirituelle
Shamati #4: Der Grund für die Schwierigkeit, sich vor dem Schöpfer zu annullieren
Artikel von Baal HaSulam: Analytischer Vergleich zwischen Kabbala und Philosophie
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Sei kein Besserwisser!


Fragen, die ich über verwirrende Gedanken, die Verlangen der anderen, die richtige Ausrichtung und darüber, wie man Fragen stellt, erhielt:

Frage: Was machen Kabbalisten mit verwirrenden Gedanken und dem ständigen Geplapper, das im Gehirn vor sich geht?

Meine Antwort: Beteilige dich mehr am Studium und am Schreiben von Artikeln. Und am besten mit anderen zusammen. Es steht geschrieben: „Ungeachtet dessen, wie sehr die Schlange dich sticht, studiere die Tora.“

Frage: Wir sollten die Verlangen der anderen unseren hinzufügen, aber welche Verlangen? Wenn wir Handlungen des Schenkens vollziehen, erfüllen wir eigentlich die egoistischen Verlangen der anderen, also entwickeln wir eigentlich ihren Egoismus.

Meine Antwort: „Andere“ sind deine Freunde in der Gruppe, die deine Handlungen verstehen und sich auch auf diese Weise dir gegenüber verhalten. Um den Schöpfer zu enthüllen ist es notwendig, ein gemeinsames Verlangen nach Ihm zu entwickeln. Das heißt, um die Eigenschaft des Schenkens und der Liebe zu enthüllen, ist es notwendig, die Verlangen eines jeden Menschen in einem gemeinsamen Verlangen zu vereinigen.

Die Empfindung des gemeinsamen Verlangens für die Liebe und das Schenkens ist die Offenbarung des Schöpfers in uns! Es bringt das Gefühl von Perfektion, Ewigkeit und Harmonie. Wenn du jedoch mit anderen zusammen bist, die nicht den Punkt im Herzen haben, musst du dich einfach wie sie verhalten.

Frage: Wenn der Schöpfer sich von uns entfernt und verbirgt, um uns zu korrigieren, sollten wir dann im Verlauf der Rückkehr zu Ihm, an Erreichung und Enthüllung denken und danach streben oder nach Korrektur?
Meine Antwort: Das ist dasselbe, da man ja die Eigenschaft der Liebe und des Schenkens erwirbt.

Frage: In einer Deiner Lektionen sagtest Du, dass Du uns lehren willst, die Fragen richtig zu stellen. Manchmal sagst Du zu Deinen Studenten, dass sie „Besserwisser“ sind. Was bedeutet es also, während der Lektion eine Frage zu stellen? Was sollte diese Frage sein?

Meine Antwort: Eine Frage muss genau zum Thema der Lektion gehören, um allen Freunden zu helfen, das Thema besser zu verstehen. Es sollte nichts sein, was nur die Person interessiert, die fragt.

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Warum mögen wir die Vorstellung vom Ende der Welt?


Eine Frage, die ich erhielt: Warum ist „das Ende der Welt“ heutzutage so ein populäres Thema?

Meine Antwort: Sie haben Recht. Anstatt Unsterblichkeit zu erlangen, erbauen Menschen auf Spitzbergen den arktischen „Samentresor für den Weltuntergang“, um Saatgut aller Pflanzenarten aufzubewahren, damit sie die Vegetation des Planeten nach einem globalen Krieg oder einer Naturkatastrophe wiederherstellen können. Sie überlegen auch, eine Spermabank im Weltall aufzubewahren und andere solche Ideen. Jedoch machen Menschen das nicht wegen der romantischen Vorstellung vom Ende der Welt, sondern wegen dem Gefühl der Hoffnungslosigkeit. Diese Empfindung ist in gewisser Hinsicht reizvoll und verlockend, daher ist die Vorstellung vom Ende der Welt so populär in Filmen, Büchern und Computerspielen.

Daher lautet die Antwort auf Ihre Frage, dass unser Egoismus uns zum Tod hinzieht, uns in Richtung einer Katastrophe lockt und es genießt, die müde alte verschwindende Welt zu beobachten gemäß dem Vers: „Feier und genieße, denn morgen werden wir ja sterben“ (Nuchal ve Nishte Ki Macharo Namut). Da das „Morgen“ immer bedrohlicher wird, empfinden wir uns dem „Heute“ gegenüber immer gleichgültiger und träger.
Wenn ein Mensch sich jetzt noch nicht auf dem Weg der Korrektur befindet, dann ist das gemäß Kabbala tatsächlich die zweitbeste Einstellung gegenüber der Zukunft, die er haben kann, denn er enthüllt Hoffnungslosigkeit, die Tatsache, dass es in unserer Welt keine Lösung gibt und Gedanken, die für einen gewöhnlichen Menschen, der auf einer tierischen Stufe lebt, untypisch sind. Später werden sich diese Gedanken und Gefühle entwickeln, weil der Egoismus weiter anwachsen und nach einer Erfüllung verlangen wird – einer Lösung für diese Probleme.

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