Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gefühl'

Unsere erste spirituelle Stufe

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann ich mich an die Gruppe wenden, wenn ich trotz allem, was ich mache, egoistische Gedanken habe? Wie kann man auf dem Kongress das umgebende Licht empfinden und es in das innere Licht verwandeln?

Meine Antwort: Sich in die Gruppe einzureihen bedeutet, den allgemeinen Wunsch zu erreichen, keinen einzelnen Gedanken, kein eigennütziges Ziel oder Meinung zu haben, sondern nur das Gemeinsame, „wie ein Mensch mit einem Herzen“. Das heißt, ich will mein Ego nicht empfinden, mit meinem Verstand nicht richten – und möchte nur mit allen verbunden sein.

Ich weiß nicht, was die allgemeinen Gedanken und Wünsche sind – aber sie sollen sich an allen anderen Menschen ausrichten. Je mehr wir uns zusammen in einem Herz und einer Vernunft verbinden, desto eher bezeichnet man uns als Gruppe, und anderenfalls nicht! Und dank dieser Vereinigung können wir vorankommen.

Auf dem Kongress beeinflussen wir sehr stark einander: wenn der Mensch das Verlangen hat, diese Kraft der allgemeinen Eingebung zu nutzen, dann wird er in der Lage sein, die Wünsche der Freunde zu empfinden.

Hierfür ist die ernste innere Arbeit, die Bemühung, nötig. Dann kann er sich den Anderen anschließen und den allgemeinen Verstand und das Gefühl empfinden, woran alle Seelen teilnehmen, die schon in unserer Welt alle spirituellen Stufen erreichten.

für den winzigen Anteil eines Prozentes verbunden werden – dann werden wir uns ins allgemeine System der Seelen einreihen, das auf uns einwirken wird: die Kabbalisten aller Generationen und die Propheten werden beginnen, mit uns zusammen zu arbeiten! Wir werden die Stufe erlangen, auf die sie sich befinden, und wir werden uns mit ihnen im allgemeinen Gefühl vereinigen.

Wir können uns neben ihnen, wir die Kleinkinder neben Erwachsenen aufhalten – aber trotzdem über dieselbe Empfindung und dieselbe Vernunft verfügen – und wir werden beginnen, diese allgemeine Seele zu begreifen.

Und diese Verbindung bleibt uns ewig erhalten, selbst wenn sie später aus unserer Empfindung verschwinden wird! Aber sie wird auf unsere „Rechnung“ geschrieben, dass wir sie schon erreicht haben!

In der Geisteswelt verschwindet nichts – alle deine Enthüllungen schreiben sich auf deine „Rechnung“ ein, selbst wenn du später diese Empfindung verlierst – damit du noch in die höhere Stufe hinaufsteigen kannst. Aber diese Stufe ist – schon deine!

Aus einem Unterricht über den Artikel von Baal HaSulam „Die schaffende Vernunft“, 28.10.2010

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Wie man das Fallen in den Aufstieg verwandelt

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann man trotz aller Hindernisse, die Absicht erhalten?

Meine Antwort: Man kann sich nur mit Hilfe der Umgebung und den harten Rahmen in der Absicht aufhalten: ich soll wissen, dass ich zum Unterricht kommen soll, um dort die Pflichten und Dienste erfüllen zu können. Man darf also dem gewöhnlichen Plan nicht ausweichen!

Man soll die ganze freie Zeit dazu verwenden, noch intensiver, als früher zu arbeiten. Während des Fallens kann nur die Vereinigung mit der Gruppe helfen, in der du wie der fleißige Vollzieher auch ohne Gefühl und Vernunft arbeitest.

Es ist nur dann die richtige Realisierung des Fallens, wenn du dich nicht bemühst, ihm zu entlaufen – sondern es für den Aufstieg verwendest.

Und wenn du denkst, dass du mit Hilfe des Wunsches und Verstandes zurechtkommen kannst, dann ist es absolut falsch. Während des Fallens macht man keine Klärungen und es gibt keine Empfindungen – der Mensch fühlt sich tot.

Was ist also das Fallen? Das ist das Erhalten des zusätzlichen, höheren Wunsches zu genießen. Man ermöglicht dir zu empfinden, dass du dich mit deinen G“E zu АCH“AP des Höheren anschließt, und anstelle deines Wunsches – den Wunsch des Höheren empfindest.

Früher hatte ich nur die eigenen 10 Sfirot. Und jetzt binde ich an mich seinen Wunsch an: meine G“E und sein ACHA“P – so dass es sich wieder die 10 Sfirot ergeben.

Anstelle meines kleinen АCHA“P werden mir АCHA“P des Höheren – die riesigen Wünsche gegeben, die bereit sind, sich zu verringern! Man lässt diesem ACHA“P zu, mit mir zu arbeiten.

Angenommen, ich konnte nur 20 kg heben, und man zwingt mich jetzt, 50 kg zu heben. Ich kann es doch nicht machen! Man gab mir das Zusatzgewicht von 50 Kilo – wie kann ich damit voranschreiten?

Oder ich war im Begriff, jemandem 10 Tausend Dollar zu leihen, aber fand plötzlich heraus, dass ich bei der Bank die gleiche Schuld habe! Wie kann ich jetzt das Geld dem anderen geben? Es gibt andere allerlei Beispiele aus unserem Leben.

Es ist das Öffnen ACHA“P des Höheren. Was kann ich denn machen, wenn ich die volle Finsternis empfinde? Kann ich mit diesem Zustand dank dem Verstand und dem Gefühl zurechtkommen? Welches Gefühl oder welche Vernunft kann hier sein, wenn es keinerlei Logik gibt?!

Ich war „ein erzogenes Kind“ auf meiner Stufe, und plötzlich werden an mich solche Wünsche und Pflichten angebunden, die es unmöglich ist, zu beherrschen.

Man will viel zu viel von mir in meinem Zustand, wo ich sowohl die Vernunft als auch die Gefühle verloren habe, d.h. ganz verwirrt bin? Kann ich in diesem Zustand etwas machen?

Die Rettung ist nur in der Gruppe, um darin die beliebige Arbeit mechanisch zu erfüllen. Und damit wirst du beginnen, in den neuen Zustand … hinaufzusteigen

Aus dem Unterricht über den  Artikel „600 Tausend Seelen“, 26.10.2010

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Halte den Atem an und du wirst aus dem Strudel herauskommen!

In diesen letzten Tagen, die noch vor dem Kongress bleiben, müssen wir bereit sein, dass sich die Hindernisse und Störungen von allen Seiten verstärken und wir sollen dabei einander unterstützen.

Versucht zu klären, dass wir keine andere Wahl haben. Die Bewegung nach vorn ist nur durch die Anstrengung über der Vernunft und dem Gefühl möglich, wie ein Ochs unter dem Joch und ein Esel unter der Bürde, nur indem wir uns bemühen, ohne Vernunft oder Gefühl zu handeln.

Wir müssen versuchen diese Kraft der Verbindung von der Gruppe zu empfangen, da innerhalb er Gruppe der Schöpfer herrscht: „inmitten seines Volkes“ – und so erheben wir uns!

Im Gegensatz zu allen Religionen und spirituellen Methoden vernichten wir in der Weisheit der Kabbala den Egoismus nicht. Wir möchten ihn entwickeln und seine Explosionen sammeln, denn wir wollen uns über ihn erheben.

Deshalb soll jeder mit seiner Last des Egoismus kommen, mit allem was er hat und gerade auf dieser Basis sollen wir eine Verbindung zwischen uns schaffen.

Und dann statt einem Kurzschluss, der entsteht wenn kein Widerstand zwischen uns existiert, erheben wir uns über diesem Widerstand und bekommen ein Ergebnis.

Deshalb sollen wir uns in der verbleibenden, sehr intensiven und kritischen Zeit, in der wir in unterschiedliche Richtungen, zwischen Gut und Böse, Verwirrung und Klarheit hin und her geworfen werden, freuen, dass wir zu solchen Zuständen gelangt sind. Die Hauptsache ist, nicht gleichgültig zu bleiben.

Und wenn der Mensch endlich, nach all dem durchgemachten Wirbel, zum Kongress kommt, hat er etwas womit er kommen kann! Und den Rest korrigieren wir zusammen!

Aus dem Unterricht über den Artikel „600 000 Seelen“, 26.10.2010

Bund der Herzen

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann man auf dem Kongress die innere Attacke mit der Fürsorge für die Anfänger und für die ganze Welt verbinden?

Meine Antwort: Erstens konzentriere ich mich nicht auf die ganze Welt, sondern auf die Kongressteilnehmer. Und dazu gehört jeder, dessen Herz dort, mit uns, ist.

Kongress bedeutet eine Versammlung von Herzen, die bereit sind, sich zu verbinden, um die Ähnlichkeit der Eigenschaften mit dem Schöpfer zu erreichen. Wir rufen Verlangen zusammen und verbinden sie, um dem Schöpfer ähnlich zu werden und Ihn zu enthüllen.

Alle unsere Verlangen wollen sich zu einem einzigen zusammenschließen, um das gegenseitige Geben zu erlangen. Und darin wird sich nach dem Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften das höhere Licht – der Schöpfer – enthüllen.

Ich denke nur an diejenigen, die sich daran beteiligen. Selbst wenn die Beteiligung sehr gering ist, wie bei einem Kind, aber es ist eine Beteiligung. Der Rest der Welt bleibt außerhalb meines Blickfeldes.

Natürlich verbreiten wir Informationen über die Massenmedien, doch ich spüre nur diejenigen, die sich dieser Botschaft zugehörig fühlen wollen.

Der Kongress ist eine Aktion der inneren Verbreitung zwischen uns, das ist unsere gegenseitige Verbindung, unser Bund, die Bürgschaft, das Empfangen der Tora. Wir veranstalten ihn nicht, um der Welt etwas zu sagen. Unsere Handlungen hier sind auf das Innere gerichtet, wir lassen uns von dem Äußeren nicht ablenken.

Auf dem Kongress stehen wir alle vor unserem gemeinsamen Problem, wie um den Berg Sinai. Und dieses Problem ist die Vereinigung.

Aus dem Ägypten zieht ein „Volk von Sklaven“ aus, die im Dunkeln flüchten, ohne irgendetwas zu wissen oder zu verstehen. Sie wissen noch nicht einmal, wohin sie flüchten sollten. Anstelle der Ehre ist die Flucht, anstelle der Sicherheit sind Angst und Hilflosigkeit. Und das ist ein richtiges, gutes Gefühl.

Und dann kommen sie am Berg Sinai, an der Enthüllung des Hasses, an – und treffen eine Entscheidung über die Attacke gegen den Hass, weil sie keinen anderen Ausweg haben.

Niemand hat einen anderen Ausweg, jeder muss eine Entscheidung treffen, hier und jetzt – er muss wollen, dass es geschieht. Mit aller Kraft wollen. Wie das zustande kommt, ist nicht mein Problem. Der Schöpfer führt das zu Ende, was ich angefangen habe, doch ich verlange danach.

Und selbst wenn sich in der Tiefe des Herzens die Ablehnung verbirgt, selbst wenn ich mich fürchte, schreie ich dennoch wie ein Kind, als ob ich wirklich ohne die Bürgschaft nicht leben könnte.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 22.10.2010

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Die Lichtfunken an den Feind weitergeben

Eine Frage, die ich erhielt: Derjenige, der unzureichend vorbereitet ist und zum ersten Mal zum Kongress kommt, wird sagen: „Klar, das ist hier alles sehr schön. Die Menschen verbinden sich, und das ist nicht schlecht“, doch er wird nicht spüren, dass es in dieser Verbindung etwas Höheres gibt und dass sich diese Verbindung von den anderen unterscheidet.

Ist das in Ordnung, wenn er den Kongress mit einem solchen Gefühl verlässt?

Meine Antwort: Jeder hat im Leben sein eigenes Ziel. Hier kommen Menschen zusammen, die den Schöpfer erreichen wollen. Den Schöpfer kann man erreichen, wenn man den Nächsten wie sich selbst zu lieben anfängt.

Wir haben nichts dagegen, dass alle möglichen Menschen zu uns kommen. Sie sollen sehen, wer wir sind. Selbst wenn jemand etwas gegen die Kabbala oder speziell gegen uns hat, wird es ihm helfen, zu erkennen, warum genau er dagegen ist.

Und unser Kontakt mit jedem Menschen, der sich mit uns in irgendeiner Verbindung befindet, gibt eine kleine Menge Licht an ihn weiter, auf diese Weise bewegt sich die gesamte Welt in Richtung Korrektur. Genau deswegen hat auch das Zerbrechen stattgefunden, nur in einem dramatischeren Zustand.

Das Zerbrechen war notwendig, um die Lichtfunken an jene Kelim weiterzugeben, die es auf eine andere Weise nicht empfangen können. Und nach dem Zerbrechen können wir mit Hilfe von verschiedensten Formen der Verbindung, selbst wenn sie nicht gerade angenehm sind, das Licht an alle weitergeben.

Darum ist es gut, wenn unsere Feinde und Gegner mit uns in Verbindung stehen. Das ist auch eine Form der Verbindung, wenn nicht „Panim be Panim“ (von Angesicht zu Angesicht), dann „Panim be Achor“ (Gesicht an Rücken) oder sogar „Achor be Achor“ (Rücken an Rücken) – in jedem Fall ist das eine Form der Verbindung.

Deshalb versuchen die Menschen manchmal einen Streit anzufangen, um miteinander in Kontakt zu treten…

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam vom 22.10.2010

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Der Kongress ist eine Kraft

Eine Frage, die ich erhielt: Wie können wir zum Kongress durch den Glauben über dem Verstand kommen, wie können wir tun und hören?

Meine Antwort: Kongress bedeutet eine große Versammlung von Menschen: Tausende von Teilnehmern, die physisch gekommen sind, und weitere Hunderttausende um uns herum.

Sie bilden für dich eine Umgebung, die in ihrer Gesamtheit die Eigenschaft des Gebens und der Liebe schätzt, weil sie versteht, dass darin die Zukunft der Welt liegt, und ohne das hat die Welt keine Zukunft.

Denn die Welt enthüllt sich uns heute als integral und zu einem System verbunden. Und wenn jedes Element des Systems in seine Richtung zieht, wird es selbstverständlich zerfallen.

Darum müssen wir vor dem Hintergrund der weltweiten Krise verstehen, dass ihre Lösung in den harmonischen Beziehungen zwischen den Menschen liegt.

Und wenn wir schon eine dermaßen starke Einheit von Menschen, die das erkennen, erreichen, bekommt jeder eine glichkeit, Möglichkeit, von dem gemeinsamen Gefühl durchdrungen zu werden und genug Kraft zu erhalten, um die Eigenschaft des Gebens zu erlangen.

Man muss sich nur einbringen, versuchen, sich vor der Umgebung zu beugen, sich von ihr begeistern zu lassen.

Deren Einwirkung kann dermaßen stark sein, dass der Mensch die gemeinsame Eigenschaft des Gebens, die in unserer gegenseitigen Verbindung enthalten ist, spüren wird.

Dann werden wir diese Eigenschaft, die für gewöhnlich für unseren Egoismus unsichtbar ist, enthüllen. Indem wir alle gemeinsam versuchen, uns zu einem Ganzen zu verschmelzen, erzeugen wir eine solche Kraft, die uns ermöglicht, diese Entdeckung zu machen.

Denn wir studieren Werke von Kabbalisten, d.h. Menschen, die die Eigenschaft des Gebens bereits erlangt haben und uns diese beschreiben. Wir gehen genau jene Abschnitte durch, die deren Einwirkung auf uns betreffen. Das Studium und das gemeinsame Streben werden uns ermöglichen, uns mit dieser Kraft zu verbinden.

Somit birgt der Kongress einen kolossalen Effekt und einen kolossalen Nutzen für die spirituelle Entwicklung eines Menschen in sich.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 19.10.2010

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Die wahre und die eingebildete Freiheit

Wir verfügen über eine einzige freie Handlung in unserem Leben in dieser Welt, alles Andere ereignet sich mit einer absoluten Unvermeidbarkeit und auf Befehl von oben.

Es ist jedoch nicht einfach, diese uns überlassene Freiheit zu finden, denn wir werden hart durch Schmerz und Genuss von oben regiert, gefesselt von Tausenden von Fäden.

Wir sind gehorsame Marionetten, die von oben an diesen Fäden gezogen werden, wobei unsere Verlangen, Gedanken und Körper, Worte und Taten gesteuert werden.

Wir sind absolute Sklaven unserer Natur, angefangen von einer Embryozelle im Mutterleib bis hin zum Alter, in dem der Mensch glaubt, dass er bereits selbständig handelt und existiert.

Er wird von den Naturkräften gesteuert. Woher kann auch etwas Neues in ihm entstehen, wenn alles Natur ist? Daher gibt es hier auch keine Freiheit der Wahl, und der Mensch wählt immer das Angenehmste für sich und flüchtet vor den Leiden, wie auch jedes andere Geschöpf, ob Pflanze oder Tier.

Und obwohl diese Illusion der Freiheit im Menschen existiert – denn ich mache doch, was ich will! – ist es doch eine Illusion, und die wahre Freiheit verbirgt sich im Ausbruch über die Natur, d.h. im Ausbruch über den Egoismus.

In der Tora steht geschrieben, dass es die „Freiheit vom Todesengel“ bedeutet. Diese Worte können niemanden gleichgültig lassen! Die Freiheit vom Tod setzt nicht voraus, dass unser tierischer Körper die Unsterblichkeit erlangt, um endlos dieses irdische Dasein voller Leiden und mit wenig Freude zu fristen.

Die Freiheit vom Todesengel tauscht dieses Leben gegen die Erlangung eines vollkommenen und bestmöglichen Daseins ein: sowohl eines ewigen als auch eines vollkommenen zugleich! Und das kann durch diesen Begriff, genannt „Freiheit des Willens“, erreicht werden.

Eine solche Freiheit ist wirklich anlockend und erwünscht, denn in unserem normalen Leben brauchen wir für gewöhnlich auch keine Freiheit, und es passt uns viel besser, wenn unser Leben wie eine gut funktionierende Uhr geregelt ist: Zuhause, Familie, Arbeit.

Je weniger Freiheit, desto weniger Kopfschmerzen. Doch wenn man Ewigkeit und Vollkommenheit erlangen kann, indem man sich vom Todesengel befreit, was kann es besseres geben?

Man muss außerdem verstehen, dass der Todesengel unser eigenes Ego ist, das uns unser Grab schaufelt. Es gibt uns dieses schreckliche Gefühl, dass wir uns niemals erfüllen können, und wir nehmen dieses Leben als beengend und vergänglich wahr.

Die Freiheit vom Todesengel bedeutet die Erlangung des Gebens, dessen unendlicher Erfüllung und des Einschlusses in den ewigen Strom des Lebens.

Ausgehend davon wollen wir versuchen, aus den Werken von Kabbalisten zu klären, wie man eine solche Freiheit erlangen kann.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Freiheit des Willens“ vom 15.10.2010

Richtig in den Kongress einfließen

Eine Frage, die ich erhielt: Auf dem Kongress, wo sich siebeneinhalb Tausend Menschen versammeln werden, will ich die Verbindung zwischen uns enthüllen.

Wie muss ich während dieser drei Kongresstage arbeiten?

Meine Antwort: Die Antwort ist sehr einfach. Im spirituellen Sinne sprechen wir von einem Ort, der eine gewaltige Kraft besitzt.

Wenn du dort bist, wirst du spüren, mit welcher Kraft dieser Ort auf dich einwirkt. Du wirst gezwungenermaßen in diesen Strom einfließen müssen – und von dir selbst wird nichts übrig bleiben.

Unter dem Einfluss einer dermaßen großen und starken Umgebung lässt du dich auf eine natürliche Art und Weise davon mitreißen.

Jeder, der mit einer positiven Einstellung zum Kongress kommt, wird im gemeinsamen Bestreben aufgehen. So ist die menschliche Natur.

Und dennoch, wie sehr arbeitet der Mensch innerlich? Nutzt er den Verstand und das Gefühl nicht nur, um sich im gemeinsamen rasenden und auf eine gewisse Art und Weise irreführenden Strom zu halten?

Zieht er Schlüsse, macht er Berechnungen? Fügt er seine eigene Begeisterung hinzu? Rudert er selbst, ohne sich völlig der Strömung hinzugeben?

Das ist sehr wichtig, und hier hängt alles von der Vorbereitung ab.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 17.10.2010

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Ein Tropfen Einheit ist noch nicht genug

Eine Frage, die ich erhielt: Auf dem Kongress 2009 konnten wir ein besonderes Gefühl erreichen, welches Sie als einen „Tropfen Einheit“ bezeichnet haben.

Was war das, was wir damals erlangt haben, und wodurch können wir das auf dem bevorstehenden großen Kongress vervollständigen?

Meine Antwort: Auf dem Kongress 2009 haben wir gespürt, dass es in der Einheit zwischen uns einen besonderen Punkt gibt, der nicht von uns abhängt und über uns liegt.

Und wenn wir uns miteinander verbinden, dann werden wir von ihm abhängen, nach ihm streben, uns um ihn herum verbinden und unter seinem Schutz stehen können. Dieser „Tropfen Einheit“ ist eine große Kraft, die durch die Verbindung zwischen uns erschaffen wurde und uns vor allem Unglück beschützt.

Doch das ist nicht genug. In diesem Tropfen verbinden wir uns durch unsere spirituellen Funken zu einem Funken.

Doch wenn wir zu diesem gemeinsamen Funken unsere Verlangen des Gebens, der Bürgschaft hinzufügen, werden wir anfangen, aus diesen zusammengeklebten Funken heraus ihre Verbindung untereinander – das System der Verbindung zwischen unseren Seelen – zu enthüllen. Jede Verbindung zwischen den Funken ist eine Beziehung des gegenseitigen Hasses und der Liebe darüber.

Im ersten Fall vereinen wir alle unsere Funken (Punkte im Herzen) zu einem großen Funken und erkennen dadurch, was für ein hoher Zustand das ist, der an und für sich existiert – eine gewisse Realität außerhalb von uns. Wir haben etwas Neues erschaffen, was in der Verbindung zwischen uns entstanden ist.

Wohingegen alle diese Punkte im Herzen, wenn du noch ein bisschen Verlangen hinzufügst, sich nicht einfach nur zu diesem Funken verbinden, es enthüllt sich außerdem das ganze Ego zwischen ihnen, der ganze Hass und darüber die Liebe.

Das heißt, es enthüllt sich ein Verbindungsnetz zwischen uns, und in dieser Verbindung können wir die Spiritualität, den Schöpfer wahrnehmen.

Das bedeutet, dass du die Bürgschaft auf der Grundlage der Enthüllung deiner Verlangen eingehst. Außer dem Punkt gibt es in ihnen die Enthüllung des Bösen und das Einverständnis, über dem Bösen zu sein.

Denn dieses Netz wird aus unseren Verlangen gebaut, auf die wir verzichten, wir verbinden uns über ihnen und tauschen Hass gegen Liebe ein.

Wie werde ich mich sonst mit den anderen verbinden können? Uns einfach zu einem Funken zu verbinden, reicht nicht aus, das ist keine echte Verbindung, denn wir haben das ganze Ego unten gelassen. Und ich muss mich über das Ego, über den Berg Sinai (den Berg des Hasses), erheben.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Lehre der Kabbala und deren Wesen“ vom 14.10.2010

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Wenn jeder an jeden denkt

7. Wenn in einer Gruppe jeder an jeden denkt, wird sie zu einem vollkommenen System, das sich im Zustand der Bürgschaft befindet – als eine Seele.

Alle darin werden sich über ihre Verlangen erheben und eine gemeinsame gegenseitige Verbindung untereinander eingehen, und im Geben füreinander bürgen.

Jeder hat seinen „Punkt im Herzen“ aus seinem Egoismus herausgetrennt und ihn mit den „Punkten im Herzen“ der anderen verbunden. Auf diese Weise sind Verlangen „unten“ geblieben, die Verbindung jedoch findet zwischen den „Punkten im Herzen“ statt.

In einer solchen Verbindung des gegenseitigen Gebens gelten bereits andere, altruistische Gesetze. Vor dem Menschen eröffnet sich eine neue Welt.

8. Wenn man sich über seinen Egoismus erhoben hat, beginnt die Korrektur der Verbindung mit den anderen im Heranziehen des ehemals verstoßenen Verlangens – im „Geben um des Gebens willen“, und später im „Empfangen um des Gebens willen“.

Alle Beziehungen werden realisiert, nur um dem Schöpfer Genuss zu schenken. In jedem entwickelt sich dieser gemeinsame Geist, der zwischen den Freunden zugegen ist, sie sind bereits in der Lage, ihn zu erkennen, nur darauf ist ihre Absicht gerichtet.

Es entsteht ein Gefühl der Zusammenarbeit nicht mit sich selbst und nicht mit den anderen, sondern mit einem Ganzen. Und aus dieser Einheit heraus kommt die Beziehung zum darin enthüllten Schöpfer.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“ vom 08.10.2010

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