Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Geben'

Wenn der alle Geheimnisse Kennende bezeugen wird

Eine Frage, die ich erhielt: Warum steht im „Vorwort zum Talmud Esser HaSefirot“ Folgendes geschrieben, Punkt 55: Ein Mensch, der diese Lenkung (die Offenbarung des Schöpfers) klar erkennt, ist überzeugt, dass er nicht mehr sündigen wird?

Meine Antwort: Der Mensch ist deswegen überzeugt, dass er nicht mehr sündigen wird, weil er mittels des Schirms und des widergespiegelten Lichtes alle erhaltenden Wünsche korrigiert hat, indem er sich über sie hinweggehoben hat und folglich vorankommt.

Um seine Korrekturarbeit bestätigt zu sehen, braucht er „das Zeugnis des Schöpfers“, und kann dann gebinnen, mit den erhaltenden Wünschen zu arbeiten und diese mit der Absicht „Erhalten um zu Geben“ zu verwenden.

Ich brauche also eine zusätzliche, allgemeine Kraft, die als Zeugnis des Schöpfers bezeichnet wird.

Jetzt sollte ich meine eigene „Pandoras Büchse “ mit allen Wünschen öffnen, um herauszufinden, in welchen von ihnen ich die Absicht „dem Schöpfer Genuss  bereiten“ ‚giessen‘ könnte.  Diese neue Tendenz gab es früher nicht.

Noch nie habe ich so gehandelt oder etwas so getan! Und jetzt muß ich die Geschmäcker der Genüsse probieren, um Ihm dadurch  Genuss zu bereiten – wie der Gast, der die Bewirtung um der  Freude  des Wirtes willens genießt.

Ich muss hier die speziellen, neue Kräfte sammeln, welche mir ein Zeugnis des Schöpfers gewährleisten, um mich diesbezüglich nicht mehr zu irren. Andernfalls darf ich die erhaltenden Wünsche nicht einmal anfassen! Als Hilfe ist die zusätzliche Kraft nötig.

Und wenn „Der Wissende alle Geheimnisse des Universums bezeugen wird“ dann kann ich beginnen, die eigenen Verbrechen zu korrigieren. Auf dieser Etappe, verwandeln sich die Verbrechen in die Versehen, welche für mich die Arbeit erleichtern. Denn ich habe schon eine Hälfte des Wunsches korrigiert, und er ist vollständig mit Licht von Chassadim ausgefüllt. Jetzt soll ich beginnen, mit diesem Wunsch in drei Linien zu arbeiten um ihn mit Licht von Chochma zu füllen. Dies bedeutet, dass sich meine Verbrechen in Versehen verwandelt haben. Ich bin im Begriff, für das Geben zu bekommen, denn ich habe schon die Absicht um des Gebens willen. Jetzt muss ich nur anfangen,  mein Verlangen zu empfangen mit der  Absicht um des Gebens willen vorsichtig aufzufüllen.

Wenn wir solche hohe Stufe erreichen, werden wir herausfinden, was es für eine Arbeit ist…

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Wir werden tun und wir werden hören

Eine Frage, die ich erhielt: Warum wird dem Menschen von oben so viel Verstand gegeben, dass seine Überlegungen seine Taten überwiegen und annullieren und ihn so der Möglichkeit berauben, voranzukommen?

Meine Antwort: Dem Menschen wird so viel Verstand gegeben, damit er sich von dem Tier unterscheidet! Ein Tier besitzt gerade mal so viel Verstand, wie viel es zum Leben braucht, und es macht keine Fehler. Dem Menschen wird ein Überschuss an Verstand gegeben, damit er Fehler macht, Zukunftspläne schmiedet, egoistische Absichten hat. Daneben wird er mit Verstand bedacht, um nach einer höheren Stufe zu streben, sich zu entwickeln und zu leiden. Denn Leiden bringen uns voran.

In dem Menschen wird ein zusätzliches Verlangen – der Punkt im Herzen – erweckt, das in ihm Unzufriedenheit hervorruft: „Wer bin ich? Wozu lebe ich? Was ist Leben und Tod?“ – ein Tier stellt sich solche Fragen nicht. Du beklagst dich doch nicht, dass in dir solche Fragen entstehen, anstatt dein Leben gemächlich wie ein Tier zu verbringen? Das Problem liegt nicht im Überschuss an Verstand, sondern darin, dass der Mensch seinem irdischen Verstand erlaubt, ihn zu beherrschen und nicht handeln zu lassen.

Wenn die Handlung mit dem Verstand nicht übereinstimmt, dann gewinnt der Verstand und stoppt die Handlung.

Wir müssen uns in die Gruppe einordnen, gute Beziehungen herstellen, „uns einen Freund kaufen“ – das bedeutet handeln, wie geschrieben steht: „wir werden tun“. Und danach „werden wir hören“, d.h. die Stufe von Bina erreichen. Denn durch die Handlung ziehen wir das Licht der Korrektur von Bina an, und dieses Licht wirkt auf uns ein und verleiht uns die Eigenschaft des Gebens von Bina.

Doch wenn der Verstand den Menschen von der Handlung abhält, kann er sich nicht verändern.

Nach dem Rabasch Artikel 14.06.2010

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Wie kann man seine eigenen Zustände beeinflussen?

Eine Frage, die ich erhielt: Wir sind nicht in der Lage, unsere Zustände zu zu beeinflussen. Wie können wir ihre Änderung bewirken?

Meine Antwort: Wir müssen das höhere Licht bitten, uns eine Chance zu geben, zu erfahren was Geben heißt. Um mehr bitten wir nicht!

Wir haben keine Möglichkeit unsere Zustände zu unterscheiden, zu lenken oder zu wissen, wie wir das uns mit unserem Verstand vorstellen können. Das ist nur in dem Maß möglich, in welchem ich mich über meinen Verstand, über der gewöhnlichen Einstellung zu der Eigenschaft des reinen Gebens erheben kann und außer ihr nichts verlange! Ich soll nicht um Verstehen oder Empfinden bitten, sondern ausschließlich darum, mich ständig in der Eigenschaft des Gebens zu befinden. Dieser einzige Wunsch ist das gesamte und vollkommene spirituelle Gefäß.

Wenn ich nur um die Eigenschaft des Gebens bitte, um den Glauben über dem Verstand, nur um zu wissen, was das eigentlich heißt und mich darin befinden zu können – dann, wenn ich diese Eigenschaft geschenkt bekomme, kann ich darin alles sehen, empfinden und lenken.

Aus einem Unterricht nach dem Buch Sohar, 02.06.2010

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Die offene Tür in die Freiheit

Eine Frage, die ich erhielt: Es ist unverständlich, wie der Mensch, der sich im ersten Stadium der zweifachen Verhüllung befindet, die Verbrechen begehen kann (wie es im Punkt 58 im “ Vorwort zum Talmud Esser Sefirot“ geschrieben ist)?

Er empfindet doch noch keine Spiritualität, und kann deshalb kein Verbrechen absichtlich begehen – man sollte sich doch im Klaren darüber sein, was man tut.

Meine Antwort: Kabbala besagt, dass du schon von Anfang an ein Verbrecher bist – du wurdest als solcher geboren. Wir sind alle Verbrecher! Aber wir müssen nicht mehr eingefangen werden, weil wir uns bereits auf dieser Welt wie in einem Gefängnis befinden…

Alles, was wir machen können,, ist zu erkennen, dass wir die Verbrecher sind, die hinter Schloss und Riegel sitzen, und wir uns von vorn herein in diesem gegebenen Zustand befinden.
Und wenn jetzt jemand diesem Zustand verlassen möchte, dann bitte! denn die Tür steht offen! Aber dazu musst du dich vollkommen verändern.

Alle Verbrechen und Versehen führen zu der Erkenntnis, wie sehr du dem Schöpfer entgegengesetzt bist. Und wenn du sie nicht enthüllst – dann gibt es keine Verbrechen und Versehen.

Es ist die Etappe, die als „Verwaltung mittels der Belohnung und der Bestrafung“ bezeichnet wird. Die Belohnung ist die Möglichkeit, die Handlung des Gebens zu begehen! Und die Strafe ist – die Unmöglichkeit des Gebens…

Die Verbrechen sind die Folgen der zweifachen Verhüllung, und die Versehen der einfachen Verhüllung. Die erste Verhüllung ist im Hinblick darauf, dass „es niemanden außer dem Schöpfer gibt“, und die zweite, dass Er „gut ist und das Gute schafft“.

Wenn wir uns sowohl in dem einem, als auch in dem anderen irren, dann spricht man in diesem Zusammenhang über die Verbrechen. Und wenn nur in einem von den beiden, dann ist das ein Versehen.

Deshalb ist es leichter, Fehler zu korrigieren. Wenn wir einen Fehler korrigieren, wird die Hälfte des Verbrechens korrigiert, und es wird leichter sein, ihn endgültig zu korrigieren, denn er verwandelt sich aus dem Verbrechen ins Versehen.

Eigentlich, korrigieren wir immer die Fehler. Denn auch die Verbrechen verwandeln sich in die Fehler und werden erst dann korrigiert, wenn wir beginnen, „Empfangen für das Geben“ zu erlangen.

Es heißt nicht mehr die Rückkehr aus dem Zittern – sondern aus der Liebe.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zum TES“, 13.06.2010

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Aus der Lüge heraus zum Licht hinauf

Eine Frage, die ich erhielt: Wie können wir jetzt die Korrektur verlangen, wenn wir uns vollständig in den egoistischen Wünschen aufhalten?

Meine Antwort: Natürlich können wir jetzt keine Korrektur verlangen. Wenn ich – der vollkommene Egoist bin, wie kann ich um die Korrektur bitten?

Dennoch wird von mir nur ein wenig verlangt, in dem Masse, in dem ich fähig bin, um die Kraft des Gebens zu bitten, während ich mich immer noch im Egoismus befinde.

Das heißt, du wünschst dich aus dem Zustand „Lo Lishma“, aus der Lüge, aus dem Ego, aus dem Wunsch „Genuss zu empfangen“, aus dem Gedanken, über sich selbst hinauszugehen, um den Zustand des Gebens zu erlangen.

Natürlich ist es die Lüge, und du willst den anderen nichts geben oder sie lieben, also mit dem Schöpfer verglichen zu werden.

Du weißt einfach nicht, was das Geben ist, und deshalb kannst du diese Wörter sagen. Wenn du wissen würdest, was das ist, würdest du sofort weglaufen wollen.

Deshalb bleibt die Wahrheit vor dir verborgen, damit du nicht weißt, worum du bittest, da es deiner Natur solchermaßen widerspricht – dass dieser Zustand dem Tod aller deiner heutigen Wünsche und Eigenschaften gleicht.

In der Wissenschaft der Kabbala studieren wir die Beziehungen zwischen den Lichtern und Wünschen. Es gibt das Gefäß, den Wunsch und das Licht ihm gegenüber.

Und außerdem gibt es den anderen Zustand, wenn sowohl der Wunsch – unwahr ist, als auch das Licht – nicht direkt ist, sondern umgebend. Wir befinden uns jetzt gerade in solchem Zustand.

Bis dahin tun wir quasi so, als ob wir uns wünschen, die Eigenschaft des Gebens zu erlangen, folglich bitten wir das Licht um die Kraft des Gebens. Und deshalb funktioniert es.

Das System ist so aufgebaut, dass wir immer aus unserem jetzigen Zustand heraus, in welchem wir den folgenden Zustand nicht wünschen und dennoch darum bitten, auch den folgenden Zustand erreichen können, um sich darin zu befinden.

Es ist damit begründet, dass in uns Reshimot vom korrigierten Zustand existieren, der dann zersplittert wurde.

Diese Reshimot wecken die Lichter auf, die sich weit weg in der Welt Azilut befinden, und wir können sie heranziehen, damit sie auf uns einwirkten, und als umgebende Lichter bezeichnet werden.

Natürlich leben wir in der Lüge und wünschen uns kein Geben und keine Nächstenliebe. Das ist eben die Wahrheit. Die Tora verheimlicht uns diese Tatsache nicht.

Im Gegenteil, sie besagt, dass der Schöpfer und die Spiritualität deshalb verborgen sind, weil du sie niemals verlangen hättest, wenn du sie sehen würdest.

Damit du dir vorstellen kannst, dass die Spiritualität sogar in deinen egoistischen Wünschen gut ist – bleibt sie vor uns verborgen.

Und wenn du so tust, als ob du sie willst, sich dabei eine egoistische Belohnung vorstellend – dann wirkt auf dich das Licht auf jeden Fall ein, sodass deine Wünsche und Gedanken vom Erhalten auf das Geben gerichtet werden. Auf diese Weise arbeitet das Licht mit dir. Das System ist gerade für solchen Prozess aufgebaut.

Dies geschieht nicht nur in unserem Zustand, sondern auch dann, wenn wir von der Stufe des Erhaltens auf die erste geistige Stufe des Gebens hinaufsteigen.

Nach dem Machsom wechseln die Zustände nach demselben Prinzip – wir verlangen weiterhin das Unerwünschte.

Dort „wird der Mensch durch seine Seele unterrichtet“, und es ist die gewisse Unterstützung gewährleistet, weil man sich schon in der Spiritualität aufhält.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 02.06.2010

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Die psychologische Barriere auf dem Weg zum Geben

Es gibt eine psychologische Barriere auf dem Weg zum geistigen Ziel. Wenn ich das Geben erreichen will, dann muss ich nichts anderes fragen, außer wie ich den Zustand des Gebens erreichen kann.

Dieser Zustand des Gebens befindet sich nicht in den Definitionen meiner egoistischen Vernunft und meines heutigen Wunsches.

Das heißt, ich darf nichts verlangen, was mir jetzt klar ist – denn es wird dem echten Geben, dem wahrhaft spirituellen Zustand entgegengesetzt.

Wenn ich diesen Zustand erreichen werde und mir diese geistige Eigenschaft aneignen werde, dann werde ich mich dort schon mit der neuen Vernunft und dem neuen Herz prüfen – ich werde in den gebenden Wünschen fühlen und verstehen.

Aber wenn ich über das Geben in den egoistischen Wünschen erfahren möchte, dann werde ist keine Erkenntnis erlangen. Deshalb heißt die allererste Etappe „der Übergang des Machsom“ (der Barriere zur spirituellen Welt).

Es bedeutet, die Wahrnehmung der Eigenschaft des Gebens in der Loslösung von allem, was in meinen heutigen Wünschen empfunden wird.

Deshalb verlange ich die Eigenschaft, die höher als mein Verstand ist: Ich will nur wissen, wie diese Eigenschaft zu bekommen ist, aber was diese Eigenschaft bedeutet – weiß ich nicht.

Ich habe mit ihr keine Verbindung, keinen Punkt des Kontaktes, keine Prüfung – ich nehme sie als solche, die mir von oben geben wird.

Es scheint so zu sein, dass eine solche Herangehensweise für den ernsten, entwickelten, klugen Menschen unpassend wäre. Aber im Gegenteil!

Gerade diejenigen, die über das entwickelte Gefühl oder die Vernunft und das Verständnis bezüglich aller Prozesse verfügen, die über den Egoismus nachdenken und erkennen, wie sehr sie sich in seiner Macht und in der Sklaverei befinden, verstehen auch folglich, dass wir keine andere Wahl haben, als darüber aufzusteigen und uns von den heutigen Wünschen, von egoistisch beschränkten Gefühlen und Vernunft vollständig loszulösen!

Deshalb bitte ich während des Unterrichts nur um die Einwirkungen des Lichtes – ungeachtet davon, was es mit mir machen wird.

Ich fühle mich wie das Kleinkind, das nichts versteht, und mit allem einverstanden ist, was die Mutter macht, während es sich in den Händen seiner Mutter befindet.

Gerade solche Hingabe und solche Ergebenheit muss ich gegenüber dem Höheren erreichen: Ich bitte es, heile mich! Und außer dem verlange ich nichts mehr.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 02.06.2010

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Was muss korrigiert werden – ich selbst oder die Welt?

Wir haben ein Ziel vor uns. Wir können es anziehend finden oder auch nicht, wie ein Kind, das etwas will, was angenehm und nicht nützlich ist. Deshalb müssen wir trotz unserer ganzen Abneigung die richtige Verhaltensform finden und sie annehmen. Denn wir steigen zu einem neuen Verlangen – zu geben statt zu empfangen – auf!

Das heißt, wir müssen den Nutzen und die Notwendigkeit des Ziels und der höheren Führung über unserem Verlangen, über unserer Natur annehmen, weil es einer anderen Stufe – der Stufe des Gebens – angehört!

Darum erzählen uns die Kabbalisten, welcher Weg am Besten zum Ziel führt.

Der Weg ist einfach: Wir müssen Tatsachen akzeptieren, die für uns unangenehm sind. Der Unterschied besteht darin, dass wir die Welt nach unseren Vorstellungen zu formen versuchen, und selbst so bleiben wollen wie wir sind.

Doch die Kabbalisten empfehlen uns, die Welt so wie sie ist zu akzeptieren (sie ist gut und vollkommen, ich sehe das bloß nicht) und uns selbst zu beugen. Darin besteht der ganze Unterschied!

Das bedeutet, dass der Mensch sich im Glauben über dem Verstand bewegt, d.h. über seinem egoistischen Herzen und Verständnis, und die Welt im Licht des Gebens sehen will – so, wie es in der Kabbala beschrieben wird.

Wenn wir versuchen, die Welt, die Gruppe, uns selbst als korrigiert zu sehen, dann fangen wir an, nach dem Licht, das zur Quelle zurückführt, zu verlangen.

Deshalb müssen wir uns selbst und die Welt jeden Augenblick prüfen und kritisieren – und uns über dieser Kritik bewegen!

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Sohar Unterricht vom 13.06.10

Während des Prozesses des spirituellen Fortschritts, sammeln sich alle Arten von Problemen an, die wie ein Schneeball wachsen und vor uns in Form eines riesigen Bergs auftauchen (הר – von הרהורים, Zweifel).

Die innere Arbeit führt zu schmerzhaften Schwankungen – einerseits können wir uns nicht über das materielle Leben erheben, aber andrerseits ist solch ein Leben nicht mehr von Interesse für uns. Das Buch Der Zohar beschreibt schwierige und unruhige Zustände, wenn unsere innere Stimme aufwacht und fragt: „Wäre es nicht besser, diesen Berg ganz zu verlassen?

Beim Empfang der Tora auf dem Berg Sinai standen die Tapferen und die Mutigen näher am Berg, und diejenigen, die Angst und Zweifel hatten, standen weit davon entfernt. Dies deutet darauf hin, dass es für jeden Menschen eine Grenze gibt – was er bereit ist zu opfern, um den Anstieg in der geistigen Welt zu gewinnen.

Ein Mensch, der sich mit der Kabbalah beschäftigt, beginnt nach einer Weile Verwirrung und Hilflosigkeit zu spüren. Die Inspiration verschwindet und alles wird unverständlich und düster. An diesem Punkt ist es äußerst wichtig, nicht vom Weg abzuweichen. Nichts geschieht umsonst. Alle schwierigen Zustände kommen von oben, damit wir durch unsere Mühe im Studium, in der Verbreitung und dem Zusammentreffen die Wichtigkeit des Zieles großmachen.

Wir müssen verlangen, dass uns die höhere Kraft über die Grenze von Leben und Tod erhebt, um alles was geschieht, aus der Sicht der Ewigkeit zu behandeln und nicht mehr aus der Sicht der kurzen und materiellen Existenz. Wir müssen diese Grenze „durchbrechen“, sie annullieren und den Zustand der Ewigkeit und Vollkommenheit hier und jetzt zu fühlen..

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Wenn du durch einen kleinen Lichtfunken verführt wirst, verlierst du alles

Eine Frage, die ich erhielt: Wie ist es möglich, dass ein Mensch die Kabbala und die Tora egoistisch verwendet? Ist es überhaupt möglich, dass jemand ohne Massach und die Kraft des Gebens in dieser Welt die Kraft der höheren Welt anzieht? Es existiert doch ein ganzes System von Welten und Einschränkungen, die es verhindern sollen, dass wir das Licht egoistisch empfangen?

Meine Antwort: Wenn du die Tora nimmst und daraus die Kraft schöpfen möchtest, bekommst sie auch, denn du liest dann aus der Urquelle, die einen Bezug zur spirituellen Welt hat, sie wurde von einem Menschen verfasst, der sich in einer Erkenntnis der spirituellen Welt befand.

Wenn du sie individuell verwendest, um den eigenen Egoismus zu füllen, für deine eigenen Ziele, verwendest du nur eine sehr geringe Kraft. Aber wir sehen, wie viel egoistischer die Menschen davon werden. Die „Magd“ nimmt den Platz der „Herrin“ ein (Sprüche, 30:9).

Der Mensch bleibt nicht nur unkorrigiert, er wird viel schlimmer! Er denkt, dass ihm jetzt beide Welten gewährt sind, diese und die andere, dass ihm eine Belohnung zukommt, denkt dass er auserwält und höher als die anderen ist. Das alles macht die Tora aus ihm, die zur tödlichen Droge wird.

Wenn er aber die Tora richtig anwenden möchte, lernt er in der Gruppe, die sich wie eine Seele aufbaut, wie es bei der Gabe der Tora gesagt wurde, wie ein Mensch mit einem Herzen. Für ein solches Studium ist die Tora gegeben, sonst steht es geschrieben, dass darin der Ort ihres (spirituellen) Todes ist!

Aus einem Unterricht zu „Einführung zu TES“, 03.06.2010

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Von einem Punkt in Malchut zur Unendlichkeit

Es gibt kein Licht ohne Gefäß, keine Erfüllung ohne Verlangen. Das höhere Licht befindet sich in einem absoluten Ruhezustand, es erfüllt und umgibt das ganze Universum. Alles hängt nur von unserem Verlangen, unseren Wahrnehmungsgefäßen ab.

Wenn unser Verlangen gerade nach dieser Erfüllung streben wird, werden wir diese Erfüllung spüren. Wenn aber das Verlangen der Frequenz oder der Eigenschaften der Erfüllung entspricht, es also zwischen Verlangen und Erfüllung keine Gleichheit der Eigenschaften gibt, können wir die Erfüllung nicht spüren, so wie auch in vielen Situationen in unserer Welt.

Wir müssen unser Verlangen in eine Übereinstimmung mit dem höheren Licht bringen, damit das Licht das Verlangen erfüllen kann. Das Verlangen muss auf das Licht abgestimmt sein, d.h. sich in der Eigenschaft des Gebens befinden. Wo bekommen wir die Kraft zu geben? Kabbalisten sagen, dass die Kraft des Gebens in jedem Menschen vorhanden ist. Aber sie ist sehr klein, und wenn der Mensch allein ist, bleibt sie auch klein.

Sie kann nur dann wachsen, wenn der Mensch sich mit anderen Menschen verbindet. Wenn er die Eigenschaft des Gebens erreichen möchte und für alles bereit ist, um von der Gruppe und den Freunden ihre Verlangen zu geben zu bekommen, wird er viele solche Wünsche von ihnen sammeln, in dem Maß, in welchem er sich gegenüber Freunden klein macht und seine Freunde vor den eigenen Augen hochstellt. So kann er ein größeres Verlangen von ihnen bekommen, sowohl in der Menge als auch in der Qualität.

Und wenn er das Verlangen zu geben schon hat, kann das Licht beim Lesen des Buches Sohar auf ihn einwirken und in ihm dieses Verlangen einordnen und auffüllen.

So muss die Vorbereitung auf das Lesen des Buches Sohar in einer Gruppe stattfinden, in einer gegenseitigen Einschließung ineinander, um ein starkes Verlangen zu bilden. Dann erreichen wir unser Ziel.

Wir können die Zeit beschleunigen, sie verkürzen, anstatt in lange physische Leiden einzutauchen, sie in Leiden der Liebe umzuwandeln, Leiden, die daraus resultieren, dass wir keine Eigenschaft des Gebens, Verlangen zu geben haben und wir verpflichtet sind, sie zu erreichen. Wir können in Bezug auf unsere Freunde aus der Gruppe verschiedene Handlungen ausführen und so dieses Verlangen erlangen.

Das heißt, dass alles in unseren Händen liegt. Wir können tatsächlich die Zeit auf Null bringen. Der Schöpfer hat nur den Punkt „Etwas aus dem Nichts“ geschaffen. Alles andere hat Er uns nur gegeben, damit wir unser Verlangen, einen Punkt im Herzen auf die Größe von/in? Malchut der Unendlichkeit vergrößern. Das ist nur durch Verbindung möglich.

Deshalb haben wir nur eine Möglichkeit, das Verlangen zum Licht zu erreichen: versuchen, gemeinsam innerhalb unserer kleinen Wünschen zu geben zu sein.

Aus einem Soharunterricht, 06.06.2010.

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