Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Erkenntnis'

Praktische Anwendung von „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“


Eine Frage, die ich erhielt: Ich frage nach den praktischen Anwendungen von „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ und ob dies mehr sein sollte als seinem Nachbarn gegenüber tolerant zu sein.

Lassen Sie mich das erklären. Wenn alles, was wir um uns herum sehen, eine Reflexion dessen ist, was wir in uns haben, dann sind unsere Gedanken und Verlangen nur Objekte, die sich „außerhalb“ manifestieren, aber augenblicklich erscheinen sie innerhalb von uns.

Ich weiß nichts über andere, aber ich kann nicht sagen, dass ich alle in mir aufsteigenden Gedanken und Verlangen liebe. Ich bin mir der meisten von Ihnen bewusst und toleriere sie, aber ich akzeptiere sie nicht alle und ich durchlaufe sie, als wären sie Menschenmassen. Sollen wir so andere behandeln? Ich verstehe die Notwendigkeit, sich der anderen Menschen bewusst zu sein, respektvoll ihnen gegenüber zu sein und ihnen zu vergeben. Aber das heißt nicht, ich sollte das, was andere tun, lieben oder annehmen, wie z. B. die Zwillingstürme in den Vereinigten Staaten in die Luft zu sprengen. Ich kann ihnen für diese Handlung vergeben, aber dennoch müssen sie den Preis für die Tötung Tausender unschuldiger Menschen bezahlen.

Meine Antwort: Korrektur beginnt mit der Erkenntnis des Menschen, dass alles Korrekte und Gute nur vom Höheren Licht kommen kann. Infolgedessen ist die einzige Sache, die er sich vom Studium, von der Vereinigung mit einer Gruppe und der Verbreitung der Kabbala erhofft, der Einfluss des Lichts.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Korrektur der Seele ist auf dem physischen Level unsichtbar
Blog-post: Die Ursache aller Probleme dieser Welt
Blog-post: Eine spirituelle Revolution ist unvermeidbar
Baal HaSulam Artikel: Die Bürgschaft (Arvut)

Hilfe macht die Welt zu einem besseren Platz


Zwei Fragen, die ich von Studenten rund um die Welt erhielt:

Frage: Hier in Afrika wollen Menschen nicht wirklich wissen, was über unserer Welt liegt, aber schon seit ich jung war, war ich immer fasziniert von der Welt und ich wollte immer die ganze Wahrheit herausfinden. In letzter Zeit habe ich darüber nachgedacht, wie ich Menschen helfen kann, ihre Wege zu ändern und ihrem Leben Sinn zu geben. Ich begann, anderen über Güte und die Verschmelzung mit dem Allmächtigen zu erzählen und ich fand viel Genuss in dem, was ich für andere tat. Für gewöhnlich wartete ich auf eine Belohnung für meine Handlungen, aber das möchte ich jetzt nicht mehr. Mein größter Wunsch ist, dass wir uns alle stärker an Gott angleichen. Ich entdecke mich selbst betend und Gott sagend, dass ich anstatt mit Abraham im Himmel zu sein, lieber hier auf Erden sein möchte, bis der letzte von uns mit uns ist.
Warum fühle ich mich für die Welt verantwortlich? Warum hängt mein Glück vom Wohlergehen der anderen ab? Ist das ein Zeichen des Schöpfers oder ist es nur Wunschdenken? Bitte erzählen Sie etwas über diesen Gemütszustand. Danke im Voraus für Ihre Hilfe. Alhain Kadima

Meine Antwort: Sie haben lediglich ein neues Verlangen in sich enthüllt: einen Verlangen nach Schenkung, nach dem Schöpfer – ein Verlangen, das andere nicht haben. Sie sollten ihn realisieren, dann werden Sie der Welt und sich selbst ein großes Geschenk machen!

Frage: Ich bin ein neuer Student und ich möchte Ihnen folgende Frage stellen. Kann man sagen, dass wir nur zur Erkenntnis und zur wahren Vision der Wirklichkeit (Chochma) gelangen, so wie wir zu einem bestimmten Maße in der Lage sind, diese Wahrheit anderen zu übermitteln (Bina)? Heißt das, daß wir die Struktur des Gesetzes der Liebe nur erkennen, so wie wir sie in allen Aspekten des Lebens wahrnehmen? Ich danke Ihnen. Tiago

Meine Antwort: Ja, durch Schenkung an andere erbauen wir ein kollektives Verlangen, in welchem wir dann die eine und einzige Kraft in der Welt erkennen – den Schöpfer.

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Blog-post: Der Machsom ist überall der gleiche – sogar in Japan

„Gerechter“ und „Sünder“ sind spirituelle Zustände in einer Person


Zwei Fragen, die ich über die Begriffe „Gerechter“ und „Sünder“ erhielt:

Frage: Sie haben in einem Ihrer Morgenunterrichte erklärt, das ein „heiliger Mann“ durch die Menge seiner ausgeführten Anstrengungen definiert wird. Andererseits erklärten Sie, dass ein „heiliger Mann“ (Zadik) jemand ist, der den Schöpfer auf der Stufe seiner spirituellen Erlangung rechtfertigt (Mazdik) und dass rechtfertigen nicht bedeutet, darüber zu reden, sondern es für sich selbst zu entdecken und die Handlungen des Schöpfers dadurch wertzuschätzen. Also wird Heiligkeit durch die Gleichheit der Form eines Menschen mit dem Schöpfer definiert. Doch welchen Unterschied macht es, wie viele Anstrengungen man macht, wenn Heiligkeit am Ergebnis gemessen wird, daran, wie sehr jemand den Schöpfer rechtfertigt?

Meine Antwort: Um die Stufe eines „gerechten Mannes“ zu erreichen – um die Handlungen des Schöpfers zu enthüllen und zu rechtfertigen – muss jeder Mensch die gleiche Menge an Anstrengungen machen, wenngleich es für jeden Menschen spezifische Anstrengungen gibt und sie bezüglich seiner Fähigkeiten und Stärke „gezählt“ werden.

Frage: In Shamati 86: „Und man setzte Fronvögte über sie, die sie mit Zwangsarbeit bedrücken sollten“ heißt es: Wir finden vor, dass die Gerechten die Kraft, von einer Erkenntnis zur anderen fortzuschreiten, mittels der Sünder schöpfen. Und diese wurden zum Staub unter den Füßen, und die Gerechten treten auf ihnen, da sie Sünder blieben.

Und diese Arbeit ist nicht deswegen wichtig, dass sie erzwungen ist, wie es ihnen früher erschien, als sie Jezer Ra hatten. Jetzt sehen sie auch ohne ihn, dass es sich lohnt, für das Geben und mithilfe des Glaubens zu arbeiten.

Was ist in diesem Auszug mit „der Gerechte“ und „der Sünder“ gemeint?

Meine Antwort: Der Gerechte und der Sünder sind die vergangenen und gegenwärtigen Zustände in einem Menschen.

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Blog-post: Was haben Gauner und Propheten mit Bnei Baruchs virtueller Gruppe gemeinsam?

Das Fundament der Weisheit der Kabbala


Frage: Ich versuche, den Widerspruch zwischen der Phrase „Glaube über dem Verstand“ und Ihrer wiederkehrenden Aussage, dass die Kabbala sich nicht auf Glauben gründet, sondern auf Empfindungen und präzises Wissen, unter einen Hut zu bringen.

Heißt „Glaube über Verstand“, dass ich, anstatt blind etwas zu glauben, das mir erzählt wurde, selbst entscheiden darf, ob ich das Erzählte für wahr oder falsch befinde?

Antwort: Der erste Mensch, der dies fühlte, war Adam (siehe auch Baal HaSulams Artikel „Das Geheimnis der Weisheit“ im Buch Früchte der Weisheit, hebr.). Der jüdische Kalender beginnt an diesem Tag – dem ersten Tag des Monats Tishrey im Jahre 0 (vor 5768 Jahren).

In den auf Adam folgenden Generationen gab es weitere, die den Schöpfer enthüllten, doch die Kabbala, wie wir sie heute kennen, entstand 20 Generationen später im alten Babylon (vor 4000 Jahren). Ein babylonischer Priester namens Abraham „entdeckte“ die kabbalistischen Prinzipien und schrieb sie im „Buch der Schöpfung“ nieder. Er versammelte auch Gleichgesinnte um sich und bildete mit ihnen die erste kabbalistische Gruppe. Seine Anhänger – physische und spirituelle Söhne (damals wurden die Menschen nach dem Anführer des Stammes genannt) entwickelten sich weiter spirituell fort. Solange bis sie durch einen spirituellen Abstieg die Empfindung des Schöpfers verloren und die Empfindung unserer Welt bekamen (als Ergebnis wurde der Zweite Tempel vor 2000 Jahren zerstört).

Danach fielen auch alle Definitionen und Namen, die vorher benutzt wurden, und die Sprache im Allgemeinen (Hebräisch) vom ehemaligen spirituellen Niveau auf das weltliche Niveau. Dieselben Worte wurden an Dingen festgemacht, die man sehen, hören und verstehen konnte. Die Worte erhielten sozusagen eine körperlich weltliche Bedeutung und verloren die Bedeutung, die sie in der Vergangenheit hatten. Seit damals werden kabbalistische Texte mit denselben Buchstaben und Worten geschrieben, doch alles hängt von der Person ab, von der sie gelesen werden – entweder handelt es sich um jemand, der sich auf einer spirituellen Stufe befindet oder eben „nur“ auf einer körperlich weltlichen.

„Glaube über Verstand“ beschreibt folgende Voraussetzung: Das Verlangen (die Eigenschaft) zu geben (Bina, Chafez Chessed, das Licht Chassadim) steht über dem Verlangen zu empfangen – auch Wissen genannte, denn darin empfängt man das Licht der Weisheit – Chochma.

Für Menschen, die die Höhere Welt nicht wahrnehmen, ist das Wort „Glaube“ gleichbedeutend mit an etwas zu „glauben“, das vielleicht existiert – vielleicht aber auch nicht, etwas, was man nicht fühlen kann. Die Kabbala spricht aber nicht von dieser Art zu „glauben“, denn sie bemüht sich ausschließlich darum, den Schöpfer für die Menschheit in dieser Welt zu enthüllen! (siehe Baal HaSulams Artikel: Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala)

Wenn Sie also beim Lesen kabbalistischer Texte die Wahrheit verstehen wollen, müssen Sie das Gelesene von einer körperlich weltlichen auf eine spirituelle Stufe „übersetzen“. Dann werden Sie sich nicht wie all die religiösen Menschen verwirren, die kabbalistische Texte (Tora, Talmud usw.) nur auf einem „materiellen“ Niveau interpretieren. Eigentlich ist das die grundlegende Quelle aller Missinterpretationen des Schöpfers.

Im Artikel „Das Geheimnis, die Weisheit zu erreichen“ schreibt Baal HaSulam: „Die Erkenntnis des gesamten Universums in seiner ganzen Tiefe und alle Beziehungen seiner Einzelteile wurden von Adam vollständig verstanden.“ Daher nennen wir ihn den „Ersten Menschen“ – denn er war der erste, der die Stufe „Mensch“ – Adam in Hebräisch – erreicht hat. Adam bedeutet „im Bildnis des Schöpfers“.

Verwandtes Material:
Blog-post: Religion ist eine kulturelle Tradition, Kabbala ist die Methode der Korrektur
 

Eine spirituelle Revolution ist unvermeidbar


Eine Frage, die ich erhielt: Sie sehen seriös und weise aus, aber Ihre Ideen und Vorschläge an die Menschheit sind utopisch. Sind Sie sich wirklich sicher, dass diese eingesetzt werden können oder dass vielleicht sogar die Möglichkeit besteht, eine spirituelle Revolution für die Menschheit anzukurbeln?

Meiner Antwort: Weil ich die menschliche Natur verstehe, weiß ich, dass alle unsere Wünsche, Gedanken und Handlungen absolut egoistisch sind und gar nicht anders sein können. Weil ich aber auch das Wesen der Höheren Welt und des Lichtes verstehe, bin ich dessen absolut sicher und weiß aus persönlicher Erfahrung, dass das Licht, das unseren Egoismus erschaffen hat, es auch sofort in Altruismus umwandeln kann. Allerdings wird es dies nur aufgrund unseres Verlangens tun.

Wir können dieses Verlangen nur durch die Erkenntnis entwickeln, dass der Egoismus schlecht für uns ist, indem wir sehen, wie viel Leiden er uns verursacht. Die Frage ist: Wie viel Leid wird dazu nötig sein? Wir können dies durch das Studium einer kleinen Krise erforschen – wie der jetzigen z. B. – und erkennen, dass unsere Haltung zueinander im Gegensatz zum „globalen Dorf der Menschheit“ liegt. Wir können das so tiefschürfend erkennen, dass wir anfangen können, in Richtung „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ voranzuschreiten, d. h. zur Übereinstimmung mit der Natur oder dem Schöpfer.

Wir können z. B. ein globales Erziehungssystem einsetzen, das jeden über die Tatsache unterrichtet, dass wir in einer Welt leben, in der jeder vom Anderen abhängig ist. Zusätzlich könnte dies in allen Massenmedien und Erziehungsinstituten weltweit, von Kindergärten bis hin zur Uni, erklärt werden (Mehr darüber in „Die klassischen Lehren und das Neue Planetarische Bewusstsein“.)

Jeglicher Versuch, den wir zu diesem Zweck unternehmen – selbst die kleinsten ersten Schritte – wird bereits unseren Widerspruch (unsere Gegensätzlichkeit) zur Natur grundlegend revidieren, da wir uns durch diese Handlungen wieder mit der Natur (dem Schöpfer) konfrontieren werden und somit ihr (Ihm) näherkommen. Wenn unsere gesamten Verlangen nach der Veränderung streben, wird dies ganz schnell geschehen, denn der Schöpfer hört nichts anderes als die Bitten der Gesellschaft.

Die Natur wird ihren Plan so oder so ausführen und dieser Plan ist bereits komplett und existiert in der spirituellen Welt. Es wäre natürlich besser, all die Katastrophen auf der Welt zu vermeiden, sei es gesellschaftliche, ökologische, militärische, biologische oder andere, die uns dazu zwingen, uns vom Egoismus zu lösen. Es gibt einen erfreulichen Weg zum Ziel der Natur (siehe Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“); deswegen wurde uns die Wissenschaft der Kabbala gegeben. Wir müssen zumindest alles was uns möglich ist tun – die spirituelle Revolution wird jedoch auf jeden Fall stattfinden!

Eine Parabel: Ein Mann ging am Meer spazieren und sah, wie ein Junge etwas vom Strand aufhob und ins Meer warf. Der Mann kam näher und sah, dass es Seesterne waren, die der Junge aufhob; er war völlig von ihnen umringt. Es sah aus, als lägen Tausende von Seesternen im Sand; das Ufer war kilometerlang mit ihnen besät.

„Warum wirfst Du diesen Seestern ins Wasser?“, fragte der Mann, als er den Jungen erreichte.

„Wenn sie hier am Strand bis zur morgendlichen Flut liegenbleiben, werden sie sterben“, sagte der Junge, ohne sein Vorgehen zu unterbrechen.

„Das ist doch dumm!“, rief der Mann aus. „Schau dich um! Hier gibt es doch Tausende von Seesternen, der ganze Strand ist voll von ihnen. Deine Bemühungen machen doch überhaupt keinen Unterschied!“

Der Junge hob den nächsten Seestern auf, dachte einen Moment nach, warf ihn dann ins Meer und sagte: „Nein, meine Bemühungen ändern viel … für diesen Seestern.“

Dann hob der Mann ebenfalls einen Seestern auf und warf ihn ins Meer. Und dann noch einen. Als die Nacht vorüber war, waren viele Menschen am Strand und jeder von ihnen hob Seesterne auf und warf sie ins Meer. Als die Sonne aufging, war der Strand leer – keine Seele wurde ungerettet zurückgelassen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Gedanken zur Krise
Blog-post: Die Notwendigkeit, die richtige Wahrnehmung in unseren Kindern zu fördern

Die Technik des Eintritts in die Höhere Welt


Eine Frage, die ich erhielt: Vor Kurzem spürte ich, dass viele meiner Handlungen nicht von mir ausgeführt werden. Es ist als würde ich meine Handlungen von außen beobachten. Durch diese Erkenntnis – dass bestimmte Handlungen nicht von mir gemacht werden – wünsche ich mir die Freiheit der Wahl. Doch die einzige freie Wahl, die ich vor dem Überschreiten des Machsom habe, ist die Wahl der richtigen Umgebung. Was sind diese Zustände und wie arbeite ich mit ihnen?

Meine Antwort: Alles was Sie sagen ist richtig! Machen Sie weiter mit dem, was Sie tun und fahren Sie damit fort, Ihre Verbindung mit dem gemeinsamen Kli zu stärken.

Die Technik des Prozesses ist wie folgt:
1. Zwingen Sie sich dazu, sich selbst unter den Einfluss der Umgebung zu stellen (siehe Artikel „Die Freiheit“).
2. Die Umgebung wird einen direkten Einfluss auf Ihr „Herz“ ausüben und Sie beginnen die Wichtigkeit des Schenkens und der Verbindung mit anderen zu spüren.
3. Vergessen Sie während des Unterrichtes nicht, was für Sie wichtig ist. Dann werden Sie den Einfluss des Umgebenden Lichtes (Or Makif) auf sich ziehen.
4. Unter dem Einfluss des Lichtes wird die Eigenschaft des Schenkens in Ihnen geschaffen.

Wenn Sie sich beständig an diesen Ablauf halten, werden Sie nach einiger Zeit (höchstens 3 – 5 Jahre) den Machsom überschreiten und in die Wahrnehmung (Erlangung, Enthüllung) der Höheren Welt eintreten.

Verwandtes Material:
Blog-post: Überwinde dich selbst, indem du die Wichtigkeit des Ziels erhöhst
Blog-post: Das Umgebende Licht wirkt nur auf uns, wenn wir es erwecken
Baal Hasulam Artikel: Die Bürgschaft (Arvut)

Das Schicksal der Physik hängt am Großen Hadronenbeschleuniger


Ich führte ein Gespräch über den Großen Hadronenbeschleuniger, das aufgezeichnet wurde. Ich sprach mit unserem Freund und meinem langjährigen Studenten Dr. Valdas Rapsevichus, der einer der Teilnehmer am globalen Physikexperiment in der Schweiz ist.

Zusammenfassung: Die Physik entwickelt sich in dem Ausmaß wie sie neue experimentelle Daten erwirbt. Auf dem Gebiet der Hochenergiephysik wurden in den letzten 30 Jahren keine ernsthaften neuen Erkenntnisse erworben.

Wenn mit Hilfe des Großen Hadronenbeschleunigers neue Entdeckungen – wie zum Beispiel Higgs-Teilchen, Supersymmetrie, etc. – gemacht werden, wird die Physik fähig sein als Wissenschaft voranzuschreiten und sie wird die Geldmittel erhalten, um ebenso weiterzumachen. Wenn allerdings nichts Neues entdeckt wird, wird die Finanzierung gestoppt werden und das wird das Ende der Physik als Wissenschaft sein.

Verwandtes Material:
Blog-post: In den Nachrichten: Das bisher größte Physikexperiment, ein Schwarzes Loch und…
Blog-post: Würfelt Gott mit dem Universum?
Blog-post: Die Physik des Höheren Lichtes
Kabbala im Vergleich zu anderen Wissenschaften

Der Unterschied zwischen dem „Buchstaben des Gesetzes“ und dem „Geist des Gesetzes“


News Report: „Das Wirtschaftstudium im Geiste des Judaismus.“

Das Institut für High Technology in Jerusalem, „Machon Lev“, bietet einen einzigartigen Kurs an, den die Studenten mit einem Mastertitel für Wirtschaft abschließen können. Der Kurs beinhaltet das Studium ökonomischer Aspekte der Jüdischen Halacha, die sich auf die Gebote der Tora gründen.

In der Tora gibt es viele Gebote und Anleitungen, die ökonomische Zusammenhänge regulieren: „Halte nicht den Lohn eines Arbeiters zurück“, „Verlange keine Zinsen oder verleih kein Geld gegen Zinsen“, „Verwende keine falschen Waagen, um Menge oder Gewicht zu bestimmen“, „Setze deinen verarmten Nachbarn nicht unter Druck, indem du ihn dazu nötigst, seine Schulden bei dir zurückzuzahlen“, und vieles mehr.

Mein Kommentar: Wenn sie sich an die wirklichen Grundsätze der Tora hielten – dem Gebot „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, und es zur Basis aller Beziehungen machten, wären alle sonstigen Regeln und Vorschriften überflüssig. Doch stattdessen studieren sie, wie man sein Geschäft korrekt egoistisch führt.

Das ähnelt der Art, wie Leute versuchen, mit anderen „anständig zu sprechen“, um einen Slang (Lashon Ra) zu vermeiden, anstatt ihre Herzen auf die Nächstenliebe auszurichten. Wenn sie Letzteres ernst nähmen, würde selbstverständlich auch alles, was sie sagen, gut sein. Doch anstatt dass sie ihre Herzen korrigieren, lernen sie Geschäfte und Kommunikation „nach Vorschrift“ zu gestalten. Daran gibt ess nichts auszusetzen, aber es ist der Tora entgegengesetzt!

Das ist der Unterschied zwischen Kabbala und Religion: Die Religion beabsichtigt nicht, den Menschen zu korrigieren, denn ihr fehlt das Instrument für die Korrektur – die Kraft des Lichts. Andererseits bezieht sich die Kabbala nur auf dieses Ziel: den Menschen zu korrigieren und ihn auf ein schöpfergleiches Niveau zu erheben, denn nur in der Kabbala liegt die Kraft dafür (siehe Baal HaSulams Einführung in die Zehn Sfirot). Das ist der Unterschied in den Zielen. Der Sinn des Lebens in der Religion liegt darin, „anständig und ordentlich“ in der Gesellschaft zu funktionieren, wohingegen der Sinn des Lebens gemäß der Kabbala darin liegt, Anerkennung durch den Schöpfer zu finden.

Anhang: Baal HaSulam, Artikel Das Wesen der Religion und ihr Ziel
Viele irren sich und vergleichen unsere heilige Tora fälschlicherweise mit dem System „Mussar“ (= Ethik und Moral). Doch das geschieht aus dem Grunde, dass sie seinerzeit nicht den Geschmack der Religion gekostet haben. Und ich rufe sie auf: „Kostet und sehet, dass der Schöpfer gut ist“. Ehrlich gesagt sind sowohl die Ethik als auch die Religion auf eines ausgerichtet – den Menschen aus dem Schmutz der vergifteten Eigenliebe auf die erhabene Spitze der Nächstenliebe zu erheben.

Und damit einhergehend sind sie so weit voneinander entfernt, wie die Gedanken des Schöpfers von den Gedanken der Geschöpfe. Denn die Religion entstammt den Gedanken des Schöpfers, und das System „Mussar“ ist Frucht der Gedanken von Fleisch und Blut, und ihrer Lebenserfahrung. Der Unterschied zwischen ihnen ist offensichtlich, sowohl in den benutzten Mitteln, als auch im Endziel.

Denn die Erkenntnis von Gut und Böse, welche sich in uns bei der Nutzung des ethischen Systems entwickelt und entfaltet, hat einen relativen Bezug zum Erfolg der Gesellschaft, während die Nutzung der Religion in unserer Erkenntnis von Gut und Böse einen relativen Bezug zum Schöpfer allein hat. Das heißt von der Unterscheidung vom Schöpfer bis hin zur Identifikation mit Seinen Eigenschaften, was als „Verschmelzung“ bezeichnet wird,

Das Ziel der Ethik besteht im Glück der Gesellschaft, wie es vom praktischen Verstand, welcher sich auf die Lebenserfahrung stützt, verstanden wird. Die Kabbala erlaubt einem Menschen jedenfalls die Liebe zu anderen zu erreichen und so Ähnlichkeit und Anheftung an den Schöpfer zu erlangen. Und dadurch kann ein Mensch auch aus dieser kleinen und engen Welt von Schmerzen und Hindernissen in die unendliche Welt des Schöpfers gelangen.

Daraus folgt, dass nur die wahre Religion (Kabbala) zur Korrektur des Menschen dient. Und das Ziel kann erreicht werden, während der Mensch noch in dieser Welt lebt. Wenn jemand nicht Gleichheit der Form mit dem Schöpfer erlangt hat, stirbt er gleich wie er geboren wurde und hat nichts in seinem Leben erreicht.

Verwandtes Material:
Blog-post: So lesen sie die Tora richtig!
Artikel: Die verborgene Bedeutung der Bibel
Baal HaSulam Artikel: Matan Tora (Gabe der Tora)
Kabbala Heute, Seite 7: Kabbala erklärt die Bibel
 

Internationaler Unterricht für Kinder am vom 24. Oktober 2008

Am Freitag, den 24.10.2008, hielt ich einen internationalen Unterricht für Kinder, der aus dem Hebräischen in Englisch, Spanisch, Deutsch Französisch und Russisch übersetzt wurde. Das Thema des Unterrichts war: „Wir sind die Generation der Korrektur“ und als auch Vorbereitung für den Kongress, der im Februar 2009 in Israel stattfinden wird.

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Unsere Kinder (die Kinder von Mitgliedern unserer Organisation auf der ganzen Welt) sind die Kinder der zukünftigen Generation. Sie studieren Kabbala: die Erschaffung der Welt, ihre Entwicklung und das Ziel, auf das sie sich zubewegt. , wohin sie sich bewegt. Sie leben und wachsen mit diesem Wissen auf.

Während sie die normalen Bildungsinhalte der Schule lernen, interpretieren sie diese nach dem was sie in der Kabbala lernen. Sie sehen sich auf realistische Weise in beiden Welten. Ihre Weltsicht beinhaltet vollständig die gemeinsame Seele und ihren derzeitigen zerbrochenen Zustand. Sie betrachten die Ereignisse in der Welt als eine Bewegung hin zur Korrektur der Seele, ihrer Vereinigung in ein Ganzes und der nachfolgenden Verschmelzung mit dem Schöpfer oder der Natur.

Ihre wechselseitigen Beziehungen und Einstellungen zu sich selbst und ihrer Umgebung zeigen, dass sie sich selbst und die ganze Welt in diesem Bild sehen. Sie verstehen, wie sehr sie sich von anderen unterscheiden und sie verhüllen ihre Erkenntnis vor ihren Klassenkameraden in der Schule. Sie interpretieren alle Phänomene in der Welt basierend auf diesem allgemeinen Bild des Universums, mit dem sie aufgewachsen sind.

Ich betrachte sie als ein Wunder in dieser Welt! Meine Unterrichte mit ihnen werden in sechs Sprachen übersetzt und zu Kindern auf der ganzen Welt ausgestrahlt. Kindergruppen von unseren Zentren auf der ganzen Welt kommen zusammen und nehmen mit uns in Echtzeit an den Lektionen teil.

Ein Besuch des Präsidenten der Universität Haifa


Wir wurden vom Präsidenten der Universität von Haifa besucht – Professor Aaron Ben-Ze’ev (links im Bild unten). Prof. Ben-Ze’ev gilt als einer der weltweit führenden Experten in den Studien von Emotionen und Wahrnehmungen. Er hat über diese Themen viele Bücher und Artikel geschrieben.

Es gab zwischen uns keinerlei Widersprüche. Der einzige Unterschied ist, dass die Kabbala jedes Verlangen und die Wahrnehmung darin klar definiert und sie teilt die Wahrnehmungen gemäß ihrer Stufen und Eigenschaften ein. Die weltlichen Wissenschaften können dies jedoch nicht, da wir nur etwas erforschen können, während wir uns auf einer Stufe befinden, die höher ist, als das zu erforschende Objekt. Daher können wir die unbelebten und pflanzlichen Ebenen der Natur und einen Teil der tierischen Ebene erforschen, können jedoch nicht exakt den Menschen erforschen, da wir uns auf der gleichen Ebene wie das zu erforschende Objekt befinden.

Darum ist die Psychologie keine genaue Wissenschaft. Kabbala hingegen erhebt den Menschen über seine tierischen und psychologischen Ebenen, erlaubt ihm dadurch, jegliche Wahrnehmung zu erfassen und zu reproduzieren und ihre Ursache, den Prozess und ihre Folgen zu untersuchen.

Eines der Spezialgebiete von Prof. Ben-Ze’ev ist die Erforschung der Empfindung von Liebe. Er besitzt darüber eine enorme Menge an Daten, dennoch ermöglicht es ihm diese weltliche Wissenschaft nicht, sie zu systematisieren. In der Zukunft werden Wissenschaftler entdecken, dass es lebenswichtig ist, Erkenntnisse zu systematisieren und ein klares Verständnis von der Natur der Gefühle und Wahrnehmungen zu haben. Dann wird diese „Krise“ Psychologen zur Kabbala führen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Kabbala und die weltlichen Wissenschaften
Blog-post: Die Wissenschaften sind der Weisheit der kabbala untergeordnet
Blog-post: Die Liebe versorgt die Anderen mit den Mitteln, ihren Punkt im Herzen zu füllen
Baal HaSulam Artikel: Analytischer Vergleich zwischen Kabbala und Philosophie