Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Eindrücke von Kongress, 11.2010, T.2

Aus den Briefen mit Eindrücken vom Kongress:

„In unserem Leben gibt es zwei völlig voneinander getrennte Zustände:
Der eine ist der Zustand des Kongresses. Er beginnt zu dem Zeitpunkt an dem der letzte Kongress endet und ist seine Fortsetzung.
Der zweite Zustand ist all das, was im Leben geschieht.

Das Empfinden war schon lange da, aber jetzt haben alle angefangen davon zu sprechen und es besteht ein Bedürfnis etwas daraus zu machen. Ist der Zustand des Kongresses ein Geschenk, dass wir bekommen und welches wir mit allen unseren Kräften auf den Rest unseres Lebens übertragen müssen?

Damit dies nicht zwei isolierte Zustände sind und die Spannung des inneren Lebens, in welcher wir während des Kongresses existieren, auch in unserem Leben zwischen den Kongressen bestehen bleiben kann? Wir haben davon gesprochen, dass dies eine Arbeit ist, die wir gemeinsam leisten müssen, eine Art Hausaufgabe, anstatt später in einen Zustand des Selbstmitleids zu verfallen…“

„…Jetzt habe ich ein Kuddelmuddel im Kopf und die Angst in das normale Leben zurückkehren zu müssen. Im einfachen materiellen Leben, ist verglichen mit der Intensität in der Spiritualität, alles in kleine aber aggressive materielle Probleme zerbrochen, welche die Innerlichkeit beschränken. Am besten ist es nach dem Kongress zu beginnen, sich auf den neuen Kongress vorzubereiten. Wie sehen sie unsere weitere Entwicklung?“

Die Datierung von Zuständen

Das Buch Sohar. Das Vorwort. Der Artikel „Während der Brautnacht“: „Am fünfzehnten Tag von Nissan sandte David eine Bekanntmachung durch ganz Israel, in den Krieg zu ziehen.

Sie waren mit Joab am siebten Siwan und gingen und zerstörten das Land der Kinder von Amon.

Sie blieben dort während der Monate Siwan, Tamus, Av und Elul, und was mit Bathseba geschah, war am vierundzwanzigsten Elul. Und am Yom Kippur [Tag der Buße] wurde ihm gesagt, „Der Herr hat auch deine Sünde von dir genommen“.

Natürlich sprechen wir hier nicht von Daten, sondern von spirituellen Zuständen. Der Jahreszyklus ist in zwölf Monate unterteilt – entsprechend den vier Phasen von HaWaYaH, die mit drei Linien multipliziert sind. Die vier Jahreszeiten, die Reihenfolge der Monate und die Feiertage werden durch die gegenseitige Durchdringung der Lichter Chochma und Chassadim bestimmt.

Der jüdische Kalender ist nach beiden Zyklen aufgebaut: nach dem Sonnen- und nach dem Mondzyklus. Das Jahr, welches nach der Sonne gezählt wird, ist der Teil, der sich auf Seir Anpin bezieht. Und die Mondmonate sind der Teil, der zu Malchut gehört.

Auf diese Weise werden spirituelle Korrekturen beschrieben – abhängig davon, um welche Einflüsse, welche Einwirkungen es geht.

Entweder wirkt Malchut auf Seir Anpin oder Seir Anpin auf Malchut ein, und letztendlich, wenn sie die richtige Verbindung untereinander aufgebaut haben, steigen sie auf uns schließen sich Bina, ihrer höheren Mutter, die sie korrigiert, an.

Dementsprechend haben alle Daten im Mondzyklus ihre eigene spirituelle Bedeutung. Jeder Monat beginnt mit dem Neumond und endet mit dem nächsten Neumond.

Die Rede ist von den dreißig Sefirot von CHaBaD-CHaGaT-NeHJ, von denen jede drei Linien mit einschließt. Die Zustände dieses Systems können nach deren persönlichen Sefirot bis in die „Stunden“, „Minuten“ und „Sekunden“ gegliedert und systematisiert werden.

Dann wird es klar, welche Korrekturen genau Bathseba mit David und mit Urija durchlaufen hat und warum sie auf diese „Daten“ gefallen sind.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 18.11.2010. Das Vorwort.

Beinah gut ist auch schlecht

Baal HaSulam „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“: „Doch das Gute wird im Ganzen nicht erkannt, solange das Geschöpf nicht seinen Endpunkt erreicht hat, das heißt die vollendete Form und die endgültige Entwicklung.

Ganz im Gegenteil hüllt es sich bis dahin stets in einen Umschlag aus Verdorbenen gegenüber dem Betrachter.

Doch es ist klar, dass der Schöpfer Seinen Geschöpfen immer nur Gutes tut, und dieses Gute, welches von Ihm ausgeht, wird zielgerichtet gelenkt.“

Das System ist so aufgebaut, dass wir, um das Ziel, die Eigenschaft des Gebens, zu erreichen, die ihm entgegengesetzten Eigenschaften in uns enthüllen müssen. Wobei wir in dem Ausmaß der Annäherung an das Ziel eine immer größere Gegensätzlichkeit ihm gegenüber in uns enthüllen werden.

Das Gefälle zwischen dem Positiven und dem Negativen wächst ständig: ich enthülle das viel stärkere Negative gegenüber dem größeren Positiven.

Es ist so, dass mein Material, das Verlangen zu genießen, nicht neutral ist. Nein, ich bin nicht neutral, ich will mich nicht im Nullpunkt befinden, ich will genießen, deshalb löst selbst der Nullzustand eine schlechte Empfindung in mir aus.

Mir geht es nur dann gut, wenn ich erfüllt bin, wenn ich im Plus bin. Doch was ist, wenn es auch nur ein bisschen bis zum Plus nicht gereicht hat? – Dann geht es mir trotzdem schlecht.

Der Unterschied zwischen dem Erwünschten und dem Tatsächlichen ruft in mir sofort die Frage hervor: „Warum?“ – Weil mein Egoismus gekränkt ist: Warum bin ich nicht erfüllt? Mir steht alles zu!

Man muss verstehen, dass wir über unsere Zustände nicht objektiv urteilen können, weil wir die Neutralität nicht einhalten. In unseren Augen gibt es immer mehr Böses als Gutes. Selbst ohne einen Tropfen Wehmut, wenn in unserem Freudenbecher auch nur eine Kleinigkeit fehlt, ist es bereits nicht in Ordnung.

Damit nicht genug, kaum habe ich ein wirklich gutes Gefühl, verschwindet es gleich. Denn ich denke sofort darüber nach, wie ich im nächsten Augenblick genießen werde. Auf dem Höhepunkt des Glücks macht sich bereits der Verlust, der Schwund bemerkbar, und ich fange an, mir Sorgen zu machen, was nun weiter zu tun ist.

So funktioniert unser egoistisches Verlangen. Selbstverständlich sind wir mit einer solchen Natur nicht in der Lage, die Zufriedenheit zu erlangen. Sie zerstört uns systematisch.

Das Verlangen zu genießen kann niemals erfüllt und zufrieden bleiben. Jede Sekunde, in der die Fülle des Genusses fehlt, wird sein Leben vergiftet.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“ vom 16.11.2010

Die Kraft unserer Schwäche

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann man möglichst schnell sich an den Schöpfer wenden, ohne Ihn dabei zu beurteilen?

Meine Antwort: Es ist dem Schöpfer unwichtig, ob du Ihn beschimpfst oder lobst, viel wichtiger für Ihn ist, dass du Ihn nicht vergisst.

Du sollst nicht vergessen, dass der Schöpfer existiert, dass er der Gute und der das Gute Schaffende ist, dass er die Ursache aller Ereignisse in unserem Leben ist.

Das heißt, was du auch nicht erhaeltst, ist zum Besten, aber nicht nur zum Besten: Das bringt dich näher zum Ziel. Auch wenn deine Empfindungen negativ sind, du bekommst und empfindest genau das, was du benötigst, um gerade von diesem Punkt aus sich auf das Ziel zuzubewegen.

Wie richte ich mich zum Ziel aus? Durch die Einschließung in die Gruppe. Wie verbinde ich mich mit der Gruppe? Mit allen Handlungen, die moeglich sind. Was ergibt sich daraus? Ich bekomme von der Gruppe stärkeres Verlangen.

Und hier werde ich spüren, dass ich nichts wert bin und mich nicht weiter entwickeln kann. Ein starkes Verlangen, das ich von der Gruppe bekommen habe, verursacht, scheinbar, eine umgekehrte Reaktion.

Wie kann das sein? Nehmen wir zum Beispiel eine Kampfeinheit aus zwanzig Menschen. Hier bekommt jeder Unterstützung von allen, und mit zwanzig mal vermehrten Kräften tritt die Gruppe an ihre Aufgaben heran.

Aber in einer kabbalistischen Gruppe ist alles anders. Anstatt meine Kräfte mit den Kräften meiner Freunde zu verstärken, fühle ich mich zwanzig mal schwächer, und das Ziel wird zwanzig mal wichtiger.

Wir denken, dass wir stärker werden, wenn wir uns in die Gruppe einschließen. In der Tat werden wir schwächer – aber zusaetzlich nehmen wir die Wichtigkeit des Zieles von den Freunden auf.

Jetzt schaue ich mir das Ziel an, als ob ich bezaubert waere, aber… ich sehe keine Möglichkeit, es zu erreichen. Genau im Gegensatz dazu, wie das in unserer Welt passiert.

Die Gruppe muss mich unterstützen, sie zeigt mir, dass gerade das ein wünschenswerter Zustand ist. Dazu müssen wir kommen, und der Schöpfer wird uns nicht erschlagen, nicht leblos auf dem Schlachtfeld liegen lassen.

Die Späher, die seinerzeit ins Land Israel geschickt wurden, gingen gerade in eine solche Falle. Alle Sünden des Volkes Israel, des Menschen, der sich auf dem Weg zum Schöpfer befindet, die in der Tora beschrieben sind, resultieren aus der Tatsache, dass die Menschen die in ihnen entstehenden Eindrücke über die Gruppe, über den Schöpfer, über den Weg und über das Ziel nicht korrekt aus der Sicht des Zieles einschätzen koennen.

Trotz des Zusammenbruchs, das Ziel bleibt wichtig und hoch in unseren Augen. Das ist die Zeit, wo man eben dank dieser Ermattung zu schreien beginnt: „Wo ist das Licht? Du hast es doch versprochen!“ Der Schöpfer liebt es, wenn wir etwas von ihm fordern, das wird zu: „Meine Söhne haben mich besiegt“. Dann bekommen wir die Kraft.

Gemeinsam mit Schwäche und Wichtigkeit des Zieles, muss die Gruppe jedem die Sicherheit geben, dass wir doch unser Ziel erreichen.

Aus einem Unterricht über einen Artikel von Rabasch, 04.11.2010

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Die Waagschale: Belohnung und Bestrafung

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn es in dieser Welt keine Belohnung und keine Bestrafung gibt, wo existieren sie dann?

Meine Antwort: In unserer Welt gibt es Belohnung und Bestrafung, gute und schlechte Menschen, es gibt hier alles, was ihr seht und versteht.

Es steht geschrieben: „Die Welt verhält sich nach unabänderlichen Gesetzen“. Im Rahmen unserer Welt existieren in jeder Gesellschaft, in jedem Land und in jeder Zivilisation eigene Gesetze.

Wenn du in den Kindergarten, in die Schule, in eine Einrichtung für Erwachsene kommst, gibt es überall eigene Verhaltensregeln sowie Belohnung und Bestrafung für ihre Einhaltung. Und so, wo auch immer du hinkommst, gibt es an jedem Ort eine Sammlung von Gesetzen für eine Gruppe von Menschen, für eine Gesellschaft oder für ein Volk.

Doch wenn man von Gewinnen oder Verlusten eines Menschen in Bezug auf die spirituelle Welt spricht, dann haben seine irdischen Taten nichts mit der spirituellen Ebene zu tun.

Sie haben Einfluss auf die darauffolgenden Inkarnationen, jedoch nicht auf die Enthüllung des Schöpfers den Geschöpfen, auf die Enthüllung der spirituellen Welt, „deine Welt wirst du zu deinen Lebzeiten sehen“. Also hat der Mensch in dieser Hinsicht nichts bewirkt, wie die Tora erklärt.

Wir lernen, dass die einzige freie Handlung des Menschen in dieser Welt seine Anstrengung in Richtung Vereinigung in der Gruppe ist, alle anderen Handlungen gehören ihm nicht.

Abgerechnet wird mit uns nur gemäß dem, dass wir jedes Mal eine noch bessere Umgebung wählen, um das Schöpfungsziel zu erreichen.

Aus der 2. Kongresslektion vom 09.11.2010

Der Dritte ist nicht zu viel

Eine Frage, die ich erhielt: Gibt es Unterschiede zwischen der Arbeit an der Verbindung mit den Freunden in der Gruppe und der Arbeit mit der Frau an der Enthüllung des Schöpfers zwischen uns.

 Meine Antwort: Es gibt einen Unterschied. Wenn zwei Menschen es schaffen, sich so zu verbinden, dass sich der Schöpfer in ihrer Verbindung offenbart – selbst wenn es erst einmal nur in der Phantasie ist -, kommen sie schneller zur spirituellen Enthüllung.

Der Schöpfer ist immer anwesend, doch die Frage ist, ob wir das in Betracht ziehen oder nicht. Wenn wir in der Lage sind, in der Verbindung zwischen uns den Schöpfer wahrzunehmen, enthüllt Er sich. Und wenn Seine Enthüllung unsere Entwicklung stören und verwirren könnte, bleibt Er verhüllt, lenkt jedoch immer „hinter den Kulissen“.

Deshalb steht hinter den Verlangen, Gedanken und Handlungen eines jeden Menschen der Schöpfer, denn „es gibt niemanden außer Ihm“. Doch da ich nicht direkt mit Ihm arbeiten kann – ich habe keine Widerstandsfähigkeit, kapituliere sofort, annulliere meine Freiheit und Selbständigkeit -, bleibt Er verborgen. Dann sehe ich nur den Menschen, und in Bezug auf ihn kann ich mich frei verhalten.

Doch wenn wir es schaffen, hinter jedem zielgerichtet den Schöpfer zu sehen, dann werden wir, indem wir unser Verlangen mit der richtigen Absicht nutzen, sehr schnell die wahre Realität enthüllen.

In dieser Arbeit mit den Freunden entstehen verschiedene Berechnungen und Probleme, mit der Frau ist sie jedoch möglich. Wenn Mann und Frau beschließen, hinter ihrer Beziehung den Schöpfer zu sehen, wie geschrieben steht: „Mann und Frau – der Schöpfer zwischen ihnen“, dann wird ihre Verbindung zielgerichtet und hoch sein. Und da sie sehr viele Formen und Möglichkeiten in sich mit einschließt, kommen sie schnell voran.

Die Abwesenheit des Schöpfers zwischen einem Mann und einer Frau, der sich immer zwischen ihnen befindet, ist die Wurzel aller Probleme innerhalb einer Partnerbeziehung.

Aus dem Programm „Wochenabschnitt“ vom 29.10.2010 

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Die Endmontage

Wir wissen nicht im Voraus, wie und was wir korrigieren, wie wir uns zu einem gemeinsamen System, welches in der Welt der Unendlichkeit erschaffen wurde, zusammenschließen sollen.

Denn der Schöpfer will, dass wir selbständig sind, dass der Mensch selbst, auf der Grundlage der eigenen Erfahrungen das richtige Schema der gegenseitigen Integration findet.

Wie kleine Kinder versuchen wir die einzelnen Teile zusammenzufügen, bauen sie zusammen und wieder auseinander.

Die Korrektur und das Zerbrechen wechseln sich ab, und dank dieser Versuche nähern wir uns einem solchen Verständnis, welches uns den Erfolg garantiert.

Im Großen und Ganzen sind vier Versuche erforderlich, weil unser Verlangen aus vier Ebenen der Dicke (Awiut) besteht.

Auf jeder Ebene versuchen wir uns zusammenzubauen, stellen fest, dass wir dazu nicht in der Lage sind und bauen die Teile wieder auseinander, um von vorne zu beginnen. Die Weisheit kommt mit den aus den Fehlern resultierenden Erfahrungen: zuerst müssen wir die ganze Tiefe des Zerbrechens und des Hasses zwischen uns enthüllen, und dann beginnen wir zu verstehen, was wir damit tun sollen.

Heute steht uns die letzte, vierte Montage bevor. Wir müssen die Korrekturmethode für uns enthüllen. Diesmal beteiligt sich jedoch das globale System am Prozess, und wir müssen die Methode auf der Ebene der gesamten Welt realisieren.

Heute verbinden wir uns über einem gewaltigen Egoismus, über dem tiefsten Abgrund des Zerbrechens, des Hasses, der Abstoßung – und enthüllen dementsprechend die Kraft der Methode, die uns erlauben wird, uns mittels der in der Natur enthaltenen Kraft, die die einzelnen Teile zusammenhält, wieder zu vereinigen.

Nicht wir verbinden sie miteinander, von uns hängt nur die Bereitschaft dazu, die Klärung der Methoden für den Zusammenbau, der Stelle eines jeden Teils und der Form dessen richtigen Einschlusses in die Gesamtheit ab.

Die Arbeit beginnt erst – eine einzigartige Arbeit, die den Menschen zu einer beispiellosen Entwicklung führt, eine echte Herausforderung.

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 08.10.2010

Und dass ihr mir bereit seid!

Der Schöpfer kann uns nicht vollkommen, Sich ähnlich erschaffen. Nur wir selbst, durch unsere eigenen Anstrengungen, müssen unsere schrittweise Entwicklung bis hin zu Seiner Stufe anregen.

Die Erwartungen des Schöpfers sind beständig – Er erwartet ständig von uns, dass wir versuchen, Ihm ähnlich zu werden, wie ein Kind in unserer Welt erwachsen werden will.

Die gesamte Schöpfung ist auf den Endzustand gerichtet, die gesamte Schöpfung ist die Vorbereitung darauf. Alles, was wir durchlaufen, ist dafür bestimmt, uns auf die Enthüllung vorzubereiten.

Was werden wir denn enthüllen? Den Ort, an dem wir und das Licht uns ständig befinden und der vor uns durch unsere eigenen unkorrigierten Eigenschaften verborgen ist. Es ist so, als ob wir den Nebel an dem Ort verfliegen lassen würden, an dem wir uns jetzt befinden.

Wir haben diesen Ort nie verlassen, und der Schöpfer ist nie von hier verschwunden, wir haben einfach die Fähigkeit verloren, Ihn wahrzunehmen, Er ist aus unseren Empfindungen verschwunden, hat sich „in Luft aufgelöst“…

Und nun bereiten wir uns selbst auf Seine Wahrnehmung vor, indem wir die Eigenschaft des Gebens allmählich in uns aktivieren und auf diese Weise die Erscheinung Seines Abbildes „aus dem Nebel“ zum Vorschein bringen.

Unser Austritt nach unten, aus der Unendlichkeit in unsere Welt, und die Rückkehr in sie zurück ist unsere Vorbereitung auf das Ende der Korrektur (Gmar Tikun) unserer Sinnesorgane, um den Schöpfer wahrnehmen zu können.

Von der Vorbereitung hängt alles ab. Nehmen wir ein Konzert des Philharmonieorchesters als Beispiel.

Ein unvorbereiteter Zuhörer begreift einfach nicht, wo er sich befindet. Er hat mit irgendetwas Interessantem gerechnet, hat eine Packung Chips und eine Dose Cola mitgebracht – doch anstelle der erwarteten Vorstellung hat er eine … „Sinfonie b-Moll“ bekommen.

Und neben ihm sitzt ein erfahrener Musikkenner, der jeden Ton mit Aufregung und Begeisterung verfolgt. Der Eine erlebt ein unvergessliches Wechselbad der Gefühle, den Anderen lässt nur seine Gereiztheit nicht einschlafen.

Alles hängt von der Vorbereitung ab. Der Vorbereitete genießt, der Unvorbereitete leidet.

Wenn wir ein unangenehmes Gefühl bei den Worten über das Anschließen an das absolut Gute verspüren, dann geschieht das nur, weil wir uns ungenügend vorbereitet haben.

Und deshalb müssen wir jetzt, vor dem Kongress, nur für die Vorbereitung sorgen. Und Vorbereitung bedeutet Vereinigung. Wenn wir Teile des gemeinsamen Kli zusammenfügen, werden wir darin die Resultate unserer Anstrengungen wahrnehmen.

Es ist so, als ob der Schöpfer uns ein schmeichelhaftes Feedback geben würde – und wir müssen es sehr ernsthaft aufnehmen. Die ganze Grundlage bauen wir in uns auf, von Seiner Seite gibt es keine Veränderungen, denn die Unendlichkeit ist unveränderbar. Werden wir also das wahrnehmen können, was bereits existiert?

Letztendlich müssen wir unser Herz, d.h. das richtige Verlangen, das auf das gegenseitige Geben gerichtet ist, öffnen. Wollen wir hoffen, dass wir das in den nächsten Tagen erreichen werden.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabash vom 07.11.2010

Jeder ist ein Punkt, jeder ist die Unendlichkeit

Was ist das Ende der Korrektur, welches wir anstreben? Das ist ein besonderer, unveränderlicher Zustand, der vom Schöpfer von Anfang an erschaffen wurde.

Wir befinden uns auch jetzt in diesem Zustand, es wurde nichts Anderes erschaffen – nur die Welt der Unendlichkeit.

Damit wir uns jedoch in diesem Zustand spüren, erkennen, hat der Schöpfer für uns den Austritt aus ihm in die Wahrnehmung „dieser Welt“ mit der darauffolgenden Rückkehr vorbereitet.

Der Weg nach unten wird als das Herabsteigen der Welten bezeichnet, im Laufe dessen das Zerbrechen der Kelim und die Erschaffung von 125 Stufen stattfinden. All das ist die Vorbereitung, die für uns von oben nach unten vollzogen wurde. Und anschließend kehren wir nach Hause zurück.

In der Welt der Unendlichkeit ist jeder von uns ursprünglich ein Punkt (wie ein Samentropfen). Auch in dieser Welt ist jeder von uns ein Punkt. Nur während des Herabsteigens von oben nach unten ist der Punkt selbst egoistisch geworden (egoistisches Bestreben nach dem Schöpfer, nach dem Sinn des Lebens) und wurde mit Egoismus (mit den Verlangen nach dieser Welt) bedeckt.

Wir kehren in die Malchut der Welt der Unendlichkeit über fünf Welten zurück: ABYA und AK. Im Laufe des Aufstieges wachsen wir in unserem Verlangen nach dem Schöpfer, nach der Eigenschaft des Gebens, und erlangen die Selbständigkeit – im Endeffekt wird jeder zu einer Unendlichkeit (nach der Größe und der Qualität).

Und dann, im Unterschied dazu, was früher war, erfüllt sich die Unendlichkeit von jedem mit dem Licht von NaRaNCHaY anstatt des früheren Lichtes Nefesh.

In dieser Welt gibt es in einem Menschen ein spirituelles Reshimo, ähnlich einem Samentropfen, in dem die vollständigen Informationen über den Körper und den gesamten Prozess dessen Entwicklung enthalten sind. Genauso sind auch in dem Punkt des Reshimo die gesamten Informationen über seinen spirituellen Weg und darüber enthalten, wie die Welt der Unendlichkeit in seiner Wahrnehmung erscheint.

Alles ist vorherbestimmt, doch indem ich mein Reshimo realisiere, es zur Entwicklung vorantreibe, erlange ich das Gefühl der Unabhängigkeit.

Nun existiere, fühle und entscheide ich bewusst. Ich erlange mein spirituelles Ich, welches sich aus dem Reshimo entwickelt hat – genauso wie sich in unserer Welt aus einem Samentropfen ein erwachsener selbständiger Mensch entwickelt.

Wir haben einen einzigen Punkt, und er muss sich bis zu einem endlosen Volumen entwickeln. Jeder muss dem Schöpfer ähnlich werden. Dabei steigt jeder zu seiner Welt der Unendlichkeit auf, und anschließend vereinen sich die gesamten Unendlichkeiten.

Wovon dieser Prozess abhängt, könnt ihr dem Blogeintrag „Und dass ihr mir bereit seid!“ entnehmen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 07.11.2010

„Raus aus dem Sumpf“