Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Eine umgekehrte Welt

Kommentar: Der Mensch existiert innerhalb seines Verlangens, das heißt innerhalb von Empfindungen und Verstand, von Geist und Herz. In ihnen lebt er und nimmt die Realität wahr, die „diese Welt“ genannt wird. In ihr existieren das Universum, Galaxien, Planeten, Sterne, der Erdball und die Menschheit.

Darüber hinaus muss sich der Mensch jedoch vorstellen, dass es eine Grenze dieser Wahrnehmung gibt, hinter der eine andere Wahrnehmung beginnt: nicht in Bezug auf die egoistische Kraft, bei der man alles zu sich hinzieht, sondern in Bezug auf die Kraft des Gebens, bei der man von sich weg gibt.

Dies ist eine umgekehrte Welt, in der alles anders ist: statt Hass – Liebe, statt Nehmen – Geben, statt Empfangen – Schenken. In dieser anderen Welt leben wir nicht, um es uns selbst gut gehen zu lassen, sondern damit es den anderen gut geht. Um ihretwillen führen wir alle Handlungen aus.

Es ist, als würde man in einem Raumanzug ins Weltall hinausgehen. Alles, was sich innerhalb des Raumanzugs befindet, ist die eigene kleine Welt. Außerhalb davon jedoch existiert eine völlig andere, unbekannte Welt. In der egoistischen Form, in der wir uns jetzt befinden, ist es uns nicht erlaubt, dort zu sein.

Wenn wir jedoch unsere Gefühle und unseren Verstand an die Bedingungen dieser Welt anpassen, werden wir dort leben können. Genau das müssen wir tun: die Nutzung unseres Herzens und unseres Verstandes vom Egoistischen hin zum Wohl des Nächsten verändern. Dadurch neutralisiert man das eigene „Ich“ und benötigt keinen besonderen Raumanzug mehr – man muss sich nicht länger schützen.

Denn wenn man nicht zum eigenen Vorteil handelt, sondern ausschließlich zum Vorteil der anderen, gibt es keinen Grund mehr, sich von ihnen zu isolieren. Niemand kann dem anderen schaden; im Gegenteil, man wird alles, was sich jenseits der Grenzen dieses Raumanzugs befindet, zum Wohl aller nutzen können.

Man sollte versuchen, sich den Unterschied zwischen dem Sein „innerhalb des Wissens“, das heißt innerhalb unseres heutigen egoistischen Verstandes und Herzens, und dem Sein „über dem Wissen“, im Geben, vorzustellen. Auf diese Weise nähern wir uns allmählich der Grenze, die „innerhalb des Wissens“ und „über dem Wissen“ trennt – dem Übergang von der materiellen Welt in die spirituelle.

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Aus einer Unterrichtseinheit zum Thema „Glaube über dem Verstand“

 

 

Das Gesetz von Wurzel und Zweig

Frage: In Baal HaSulams Artikel „Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala“ steht, dass Kabbalisten seit Jahrtausenden eine bestimmte Sprache benutzen, um ihre spirituellen Zustände zu beschreiben. Es gab vier solcher Sprachen: die Sprache der Tora, die Sprache der Gesetze (Alacha), die Sprache der Überlieferungen (Agada) und die Sprache der Kabbala.

Warum ist gerade die Sprache der Kabbala heute für unsere Generation am besten geeignet?

Antwort: Die Sache ist, dass man, wenn man die höhere Welt entdeckt, sie ganz persönlich und innerlich versteht. Und wenn er etwas an einen anderen weitergeben will, findet er keine Worte dafür, weil es sich um innere Empfindungen handelt. Diese müssen durch äußere Handlungen ausgedrückt werden, die einen Eindruck auf den anderen machen, damit dieser dann dieselben Empfindungen und dasselbe Verständnis in sich selbst wiederherstellen kann.

Um also seine Empfindungen einem anderen Menschen zu vermitteln, der sich beispielsweise auf derselben Stufe wie ich befindet, muss man einen Code finden. In der modernen Technik verbinden wir beispielsweise zwei Computer über ein Modem, und zwischen ihnen entsteht eine Kommunikation. Wie kann man eine solche Kommunikation zwischen uns herstellen?

In der normalen Welt haben wir eine Gemeinsamkeit von Empfindungen, Begriffen, Umständen, also eine Sprache, die aus dem Alltag stammt. In der spirituellen Welt gibt es diese Sprache ursprünglich nicht, und wir wissen nicht, auf welcher Stufe und wo sich unser Gesprächspartner befindet, wenn er überhaupt in der Empfindung der Höheren Welt ist.

Und hier stellt sich die Frage, wie wir uns verbinden können, wie die Gesetze der Kommunikation hier aussehen. Deshalb mussten die Kabbalisten eine Sprache erfinden, um miteinander zu reden und zu verstehen, auf welcher Ebene der Erkenntnis der Höheren Welt sich jeder von ihnen befindet, was genau sie fühlen und wahrnehmen.

Es kann gut sein, dass andere nicht das spüren, was ich spüre, obwohl sie auch auf einer bestimmten Stufe der Erkenntnis sind. Oder ist das nur eine Einbildung von ihnen oder von mir?

So haben wir ein riesiges Feld von Unbekanntem, das wir irgendwie sortieren, verstehen und bearbeiten müssen. Genau hier kommt das Problem der Kommunikation ins Spiel – vor allem sogar rein äußere: Wie werde ich das den Menschen erklären, mit welchen Worten, Buchstaben, Ausdrücken, Gesten, vielleicht Tänzen oder Farben oder Klängen usw.? Wenn alle Methoden der Informationsübermittlung von Mensch zu Mensch irdischer Natur sind, wie kann ich dann etwas Spirituelles vermitteln? Nichts davon gibt es in der materiellen Welt.

Deshalb haben die Kabbalisten zuerst die Sprache der Zweige erklärt: Alles, was in unserer Welt existiert, hat seinen Ursprung in der spirituellen Welt. Die spirituellen Kräfte kommen nach und nach in unsere Welt und nehmen hier eine materielle Form an: eine bestimmte Größe, eine bestimmte Form, einen bestimmten Klang, eine bestimmte Farbe usw.

Wenn ich zum Beispiel „Glas“ sage, meine ich ein Glas in der höheren Welt, also die Kraft, die in unserer Welt dieses Objekt sozusagen reproduziert.

So entstand die erste Sprache – die Sprache der Tora in Form von historischen Erzählungen.

Frage: Heißt das, dass die Kabbalisten die Schlange betrachteten und diesen Reptil einen bestimmten spirituellen Zustand gaben?

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Innere Weisheit

Die spirituelle Arbeit verläuft über dem Wissen. Das bedeutet: nicht gemäß unserem egoistischen Verstand und unseren Gefühlen. Aber wie geschieht das?

Die Sefira Daat (Wissen) in der spirituellen Struktur ist eine besondere Verbindung von Gefühl und Verstand: Das Gefühl stammt aus Bina, der Verstand aus Chochma. Wie aber kann man noch darüber hinaus arbeiten? Wie kann man sich wenigstens an den kleinsten Zipfel dieses Prinzips halten, um im spirituellen Leben voranzukommen?

Wenn wir uns neuen Wahrnehmungswerkzeugen nähern wollen, dürfen wir nicht mit Gefühl und Verstand arbeiten, sondern ausschließlich an der Annäherung an die Freunde. Wenn ein Mensch etwas verstehen und erreichen möchte, wenn er einen Schritt nach vorne in der Spiritualität machen will, dann sucht er nicht danach, wie er es durch Verstand oder Gefühl tun kann. Er kann es weder aus einem Buch lernen noch aus seinen persönlichen Empfindungen gewinnen, sondern nur durch die Annäherung an die Freunde.

Das ist die einzige praktische Handlung, die wir zur Korrektur des Systems Adam HaRishon ausführen können. Die spirituelle Annäherung an die Freunde im Zehner wird in uns neue Kelim enthüllen und uns allmählich vom Wissen in das „über dem Wissen“ führen: von den materiellen Kelim dieser Welt – dem irdischen Verstand und Gefühl – hin zu spirituellen Kelim. Und diese offenbaren sich nur durch das Überwinden von Störungen, Gleichgültigkeit und innerer Ablehnung gegenüber den Freunden und dem Zehner.

Je mehr wir unsere Herzen öffnen und die Annäherung suchen, desto mehr erkennen wir, wie es heißt: „Nicht mit dem Verstand lernt man.“ Die Erkenntnis hängt nicht vom Wissen ab, sondern von den Kelim, die sich immer mehr miteinander verbinden. Nach dem Zerbrechen sind wir alle voneinander getrennt, doch in dem Maß unseres Wunsches, uns zu vereinen und einander näherzukommen, schaffen wir korrigierte Kelim, in denen wir neue spirituelle Begriffe wahrnehmen.

So gewöhnen wir uns daran, durch innere, spirituelle Veränderungen voranzuschreiten und nicht nach größerem materiellem Verstand oder nach intensiveren psychologischen Empfindungen zu verlangen. Wir verlangen lediglich die Annäherung an die Freunde, und indem so das Kli von Adam HaRishon korrigiert wird, beginnen wir zu verstehen, was ein integrales spirituelles System ist, wie es in Adam HaRishon vor dem Zerbrechen bestand und wohin wir uns jetzt entwickeln.

Wir enthüllen die höhere Kraft, den Schöpfer, und die Wissenschaft der Kabbala in uns selbst – nicht durch Ansammlung von Buchwissen. Deshalb wird die Kabbala die innere Weisheit genannt.

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Aus dem Unterricht zum Thema „Glaube über dem Verstand” 

Wege der Kommunikation zwischen Kabbalisten

Frage: Wenn Kabbalisten miteinander kommunizieren – sprechen sie in einer gewöhnlichen Sprache oder in einer unverständlichen?

Antwort: Sie müssen gar nichts sagen – sie können sich über einen gemeinsamen Schirm (Massach) verbinden. Wozu brauchen sie den physischen Körper? Sie können als Seelen miteinander kommunizieren, mit einem gemeinsamen Schirm zwischen ihnen.

Natürlich können sie auch miteinander sprechen. Darüber hinaus ist es möglich, dass sich jeder bewusst in einem bestimmten Maß einschränkt und sich dem anderen nicht vollständig öffnet.

Es gibt solche Möglichkeiten – und manchmal ist das sogar notwendig –, um einander nicht zu schaden oder sich nicht vollständig zu enthüllen. Es kann vieles passieren, trotz der guten Absichten aller Beteiligten.

Das heißt, es gibt unzählige Arten der Kommunikation unter Kabbalisten: durch Bücher, durch Lieder, durch Musik. Sie erschaffen diese Empfindungen und Bilder innerlich in sich selbst, leben in der materiellen Welt und zugleich im nächsten Dimension, befinden sich dort sinnlich – und so kommunizieren sie.

Aber nur nach dem Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften. Das ist das allgemeine, umfassendste und grundlegendste Gesetz der Natur.

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Aus dem Gespräch „Ich bekam einen Anruf. Kabbalisten sprechen.“

Eine neue Art der Verbindung

Bemerkung: In unserer Zeit kommunizieren die Menschen immer weniger miteinander. Sie starren in ihre Handys und Computer und tauschen nur noch Emojis aus.

Antwort: Das dient dazu, die Illusion von Kommunikation zu erschaffen. Jemand schreibt dir etwas, du antwortest irgendwie, liest es halb, tippst irgendwas zurück – und das war’s, man „hat sich ausgetauscht“.

Frage: Und was bedeutet Kommunikation aus der Sicht der Kabbalisten?

Antwort: Kabbalistische Kommunikation ist um ein Vielfaches höher.

Wenn wir miteinander in Kontakt treten, sprechen wir darüber, wie wir unsere inneren Empfindungen so abstimmen können, dass sie in Einklang kommen – sodass wir einander verstehen. Das geschieht nicht nur über Schrift, Ton oder andere Informationskanäle – nicht nur über die sinnlichen Verbindungen zwischen uns. Wir streben danach, uns auf eine gemeinsame spirituelle Wellenlänge einzuschwingen – auf die Welle, mit der das ganze Universum erfüllt ist.

Wir versuchen, eine Ebene der gemeinsamen Schwingung zu erreichen, auf der wir sie alle gemeinsam spüren können – jeder auf seine Weise. So wie wir alle dieselbe Melodie hören und sie jeder nach seinen eigenen Eigenschaften empfindet, und dennoch gibt es etwas Gemeinsames: Etwas Gemeinsames in der Melodie, die aus einer Quelle stammt und in uns verschiedene, aber in Bezug auf die Quelle adäquate Reaktionen hervorruft. Deshalb begegnen wir uns in ihr.

Wir bleiben verschieden – aber wir fühlen diese Unterschiede zueinander. Und das Wichtigste ist: Wenn jeder von uns sich mit der Quelle verbindet, dann verbindet uns gerade diese Quelle miteinander. In ihr sind wir gleich.

Andernfalls könnten wir überhaupt nicht miteinander kommunizieren – und würden entdecken, dass wir nur noch über Mobiltelefone kommunizieren können.

Deshalb ist die kabbalistische Kommunikation völlig anders – sie geschieht ohne Worte. Wir senden einander keine Nachrichten, sondern versuchen gemeinsam, auf dieselbe Wellenlänge zu kommen, das Feld des Schöpfers zu offenbaren und uns darin zu befinden.

Frage: Was bringt uns dazu, auf diese Weise zu kommunizieren? Wir sehen doch, dass die Menschheit heute gar nicht mehr miteinander in Kontakt treten will.

Antwort: Das stimmt – der Mensch will überhaupt nicht mit anderen kommunizieren. Nur wenn es ihn beruhigt und erfüllt. Im Grunde genommen braucht er keinen Austausch.

Aber in der Kabbala ist das etwas ganz anderes, denn dabei erkennen wir unser inneres, spirituelles Leben. Wir enthüllen einen ewigen, unveränderlichen Zustand, der sich ständig erhöht und alles Existierende in sich einschließt – etwas, das ein gewöhnlicher Mensch nicht wahrnimmt.

Wenn wir anfangen zu begreifen, was uns durch die Kabbala offenbart wird, ist das überwältigend. Dann hören wir auf, uns mit technischen Kommunikationsmitteln zu beschäftigen, und versuchen stattdessen, im Zehner durch Gedanken- und Gefühlskontakt Verbindung zu schaffen. Dieser Kontakt umfasst die ganze Wirklichkeit – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft –, mit uns und mit der ganzen Menschheit.
Das ist eine vollkommen andere Art der Verbindung.

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Aus dem russischen Unterricht vom 22.10.2017

Das Ende der ägyptischen Sklaverei

Es ist nicht leicht die Frage zu beantworten, wo der Punkt ist, von dem aus ein Mensch bestimmen kann, ob er Genuss vom Egoismus oder vom Geben haben wird. Möchte der Mensch ein Sklave des Pharao oder des Schöpfers sein?

Unsere Hauptaufgabe ist es, einen Punkt zu erreichen, an dem wir darum bitten, einen anderen Herrscher zu bekommen, sodass die Kraft des Gebens, anstatt des Empfangens über uns herrschen wird. Wir studieren Kabbala und führen alle Ratschläge der Kabbalisten aus, damit wir diese Wahl haben können.

Entweder kommen wir durch den Weg des Leidens zu dieser Entscheidung, durch die natürliche Entwicklung der Zeit (Beito) oder durch den Weg des Lichtes (Achishena). Auf dem Weg der natürlichen Entwicklung erwarten uns nur Schläge. Dies geschieht dann, wenn der Schöpfer dem Pharao, unserem Egoismus oder dem Verlangen für sich zu empfangen, jeden möglichen Genuss wegnimmt, und darum erleben wir Leiden. Deshalb sind wir bereit, der Herrschaft des Pharao zu entfliehen und unser Selbst von ihm zu distanzieren. Schließlich zwingt uns die Natur selbst, alles zu vermeiden, was für uns Leiden hervorruft.

Und dann gibt es den Weg des Lichtes, die “Beschleunigung der Zeit” (Achishena). Dies geschieht dann, wenn unser egoistisches Verlangen uns noch erlaubt, Genuss zu empfangen, wir jedoch verschiedene Handlungen ausführen, um eine neue Einstellung zum Verlangen zu geben zu entwickeln. Und obwohl ich egoistischen Genuss empfange und unter der Herrschaft des Pharao stehe, empfinde ich dies nicht als etwas Negatives: Ich genieße das Leben. Aber ich fange an, nach einem Weg zu suchen, mich über ihn zu erheben und nicht länger auf ihn angewiesen zu sein, beginne, die Eigenschaft des Gebens zu schätzen.

Das bedeutet, dass ich versuche, den Weg des Lichtes zu gehen, so dass die Eigenschaft des Gebens auf mich wirkt und mich verstehen lässt, dass der Pharao ein böser Herrscher ist. Das Böse ist nicht der Genuss, den er gibt, sondern das Empfangen dieses Genusses für mich selbst. Dieses völlig neue Kriterium basiert nicht auf Genüssen, sondern auf ihrer Ausrichtung, darauf, wer empfängt: Ich oder die anderen (oder der Schöpfer zusammen mit anderen).

Und dann, anstatt den Weg durch Empfindungen entsprechend von Genuss oder Leiden zu beurteilen, wechsle ich zu einer logischen Berechnung von Gut und Böse, wahr oder falsch. Ich erkenne, dass Wahrheit, das Geben, die Höhere Kraft, der Schöpfer ist und ich will dieses Wahrheit! Und selbst wenn ich mich unter der Herrschaft des Pharao gut fühle, möchte ich mich immer noch am Geben festhalten.

Wenn ein Mensch zu solch einer Erkenntnis kommt, erhebt er sich über die natürliche oder tierische Bewertung (Beito) und trifft auf der Ebene von “Achishena” Entscheidungen und dadurch treibt er sich selbst dazu, aus der Herrschaft des Pharao zu entkommen. Und dann braucht er keine physischen Leiden und Schläge zu erleben, die wir als verschiedene Krisen für das Verlangen zu empfangen in der Welt spüren und die in der Zukunft nur zunehmen werden, wenn wir fortfahren, uns durch den natürlichen Fluss von Eregnissen (Beito) zu entwickeln.

Sein Leiden wird zum Leiden auf dem Weg von “Achishena”, zum Leiden aus Liebe. Letztendlich strebt er zum Geben oder Höheren Licht, um seinen Genuss von egoistisch zum Genuss zu geben zu ändern. Auf diese Weise macht ein Mensch Fortschritte.

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Aus dem 1. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, Schriften von Rabash

Durch die Verbindung zwischen uns

Frage: Die Seelen sind Kelim, die das Licht von den Welten empfangen. Wie können wir die Welten und ihre Lichter im Zehner begreifen?

Antwort: Wir verstehen sie durch die Verbindung zwischen uns.

Frage: Ist es unser Ziel, eine Welt oder eine Seele zu werden?

Antwort: Eine Seele. Und die Welt ist die Empfindung der Seelen in dem Zustand, den sie untereinander fühlen.

In dem Maße, in dem wir die Seele begreifen, begreifen wir auch die Beziehung dieser Seele zu einer höheren Stufe, zum Schöpfer.

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Aus einem Unterricht zu einem Artikel aus dem Buch Schamati, 02.03.2024

Alle Zustände – vom Schöpfer

Bemerkung: Während der Lektion empfinde ich verschiedene Zustände: Angst, Hass, Freude.

Antwort: Das sind sehr gute Zustände. Man muss sie durchlaufen, denn es ist der Schöpfer, der in dir spricht. Auf keinen Fall sollte man versuchen, diese Empfindungen zu vermeiden oder manche von ihnen auszublenden.

Gerade durch diese Empfindungen muss man sich an den Schöpfer halten und herausfinden: „Warum ruft Er diese Empfindungen in mir hervor? Wozu? Warum?“

Das Wichtigste ist jedoch, dass du alles als vom Schöpfer kommend akzeptierst, egal ob es gut oder schlecht, angenehm oder unangenehm ist.

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Aus einer Lektion zum Thema „Fragen und Antworten“

In der Bewegung der inneren Korrektur

Frage: Sehr oft verlangen Ihre Schüler eine Erklärung der Ergebnisse spiritueller und auch materieller Handlungen, weil sie glauben, dass es unmöglich ist, sich zu bemühen und keine Ergebnisse zu erzielen. Was hat Sie in einer solchen Situation gerettet?

Antwort: Mich hat immer nur die Erkenntnis gerettet, dass es keine zweite Alternative auf der Welt gibt. Ich habe so viel auf der Suche nach der Wahrheit gelitten, bis ich die Kabbala fand, und von dem Moment an, als ich begann, sie zu studieren, gab es für mich keine Illusionen mehr über irgendetwas, das von Menschen geschaffen, erfunden wurde, und deshalb nehme ich das alles nicht ernst.

Natürlich kann ich forschen, aber ich sehe sofort die Verderbnis jedes anderen Systems von Weltanschauungen, jeder anderen Einstellung zur Welt. Ich befinde mich nur in einer gewaltigen Bewegung der inneren Korrektur.

Dies ist ein enormes Geschenk – ein unbezahlbares Geschenk, das der Schöpfer den Bewohnern dieser Welt gemacht hat, damit sie sich zum höchsten Punkt der Vereinigung mit Ihm erheben können. Wie könnte ich es aufgeben?!

Ich persönlich habe es so sehr vermisst. Man kann sagen, dass ich vom Moment meiner Geburt an bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich erkannte, was ich tatsächlich gefunden hatte, in ständiger Depression war, in einem Gefühl der Wertlosigkeit.

Schon als Kind habe ich mich und die Welt nicht direkt wahrgenommen, sondern wie von der Seite. Ich betrachtete mich und die Welt wie von außen: “ Na, und was ist hier? Was ist der Zweck, wozu, wie, warum?“

Ich denke, dass es vielen Menschen so geht, aber für mich war es von sehr unangenehmen Empfindungen begleitet, diese Wertlosigkeit bedrückte mich. Einerseits war es notwendig, zu studieren und einen Beruf zu erlernen, und andererseits…

Deshalb habe ich, als ich die Kabbala fand, natürlich sofort alles fallen lassen. Ich hatte ein großes Geschäft, alle Bedingungen, und ich habe alles aufgegeben, ich konnte es nicht mehr sehen. Nicht, dass es mich früher interessiert hätte, nein. Ich hatte einfach nichts anderes. Und nun bot sich die Gelegenheit, die Wahrheit zu erlangen – die globale, absolute Wahrheit. Ich konnte mich mit nichts anderem mehr beschäftigen, und ich tauchte völlig darin ein. Daher ist es egal, ob es schwerer oder leichter ist, denn was das Ziel betrifft, habe ich keine Fragen.

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Aus Fernsehsendung „Ich habe einen Anruf bekommen. Wo sind die Ergebnisse?!“ vom 09.11.2013

Können wir uns das Vergnügen des Höheren vorstellen?

Kommentar: Bitte beschreiben Sie die Freude, die wir auf dem Weg des Lichts erfahren.

Meine Antwort: Sie müssen verstehen, dass ich das nicht beschreiben kann. Wie kann ich eine Freude beschreiben, die ein Mensch noch nie gefühlt hat und nicht verstehen kann?

Womit kann sie verglichen werden? Wir können nur etwas vergleichen, das wir erlebt haben, und ihm dann eine gewisse Ähnlichkeit zuschreiben, anders ist es nicht möglich. Wir können kein spirituelles Vergnügen, keinen Abstieg oder irgendetwas auf dem spirituellen Weg wahrnehmen, außer aus den Erzählungen anderer. Das ist der Grund, warum die Weisheit der Kabbala sie nur in physischen Begriffen beschreibt.

Die Empfindung, die sich aus dem ergibt, was einem Menschen in der Spiritualität widerfährt, wird erst dann wahrgenommen, wenn er selbst diesen Weg tatsächlich umsetzt. Erst dann versteht er, was die Kabbalisten sagen.

Wenn man jeden Artikel von Rabash oder Baal HaSulam, den man vor ein oder zwei Jahren gelesen hat, noch einmal liest, wird man feststellen, dass man jetzt alles ganz anders wahrnimmt. Das bedeutet, dass neue Eigenschaften, neue Kräfte und neue Empfindungen in Menschen auftauchen. So funktioniert das System. Das ist der Grund, warum die spirituelle Welt als verborgene Welt bezeichnet wird, denn sie offenbart sich nur demjenigen, der sie fühlen kann. Dieser Mensch beginnt, neue Gefühle und neue Sinne zu empfinden, was von den anderen nicht vernommen wird, und daran kann man nichts ändern.

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Aus KabTV „Grundlagen der Kabbala“ 14.07.2019