Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Empfindungen'

Kontakt zu den großen Kabbalisten

Im Laufe der Menschheitsgeschichte sind immer wieder die gleichen Seelen in unsere Welt hinabgestiegen und haben die Methode der Kabbala verbreitet. Die Seele des großen Kabbalisten von Baal HaSulam war, wie er selbst sagte, eine Fortsetzung der Seele von Ari. Die Seele von Ari war eine Fortsetzung der Seele von RASHBI.

Die Anhänger von Baal HaSulam waren seine Schüler, insbesondere sein ältester Sohn, Baruch Ashlag (Rabash) und ich, ein Schüler von Rabash, setzen diese Aufgabe fort.

Frage: Spüren Sie Ihren Lehrer, Baal HaSulam?

Antwort: Ich fühle Baal HaSulam bis zu einem gewissen Grad und mit meinem Lehrer Rabash fühle ich mich sehr verbunden, ich bin in Kontakt mit ihm.

Ich spreche nicht von der physischen Empfindung, d.h. es geht nicht darum, dass ich mich an seinen Geruch, seine Stimme, seine Gewohnheiten, stunden- bzw. jahrelange Unterhaltungen erinnere. Aber auch diese Empfindungen bleiben bestehen und sind sehr lebendig. Sie werden einerseits vergessen, anderseits verstärken sie den Wunsch, bei ihm zu sein, seine innere Welt zu spüren. Ein solcher, immerwährender Kontakt auf spiritueller Ebene löst manchmal auch rein irdische Erinnerungen aus.

Ich kann Millionen von weltlichen Erinnerungen wachhalten, aber ich brauche sie nicht. Ich habe mit Rabash einen inneren Kontakt, so dass es keinen Sinn hat, irdische Empfindungen oder Erinnerungen zu haben. Ich kann nicht sagen, dass ich seine Worte oder sein Aussehen vermisse, denn es gibt eine innere Information, die zwischen uns fließt.

Über Baal HaSulam würde ich das nicht sagen. Ich habe das Gefühl, dass ich ihn auf einer inneren Ebene verstehe. Aber es geht mehr darum, die Seele zu verstehen, als mit ihr zu verschmelzen – der Kontakt findet mehr auf der Ebene des Verstandes als auf der Ebene der Gefühle statt. Bei meinem Lehrer geht es hingegen mehr um die Gefühlsebene.

Aus der Fernsehsendung „Die Kraft des Buches Sohar“ Nr. 21.

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Leben und Tod sind ein Wechsel von Empfindungen

Frage: Was passiert nach dem Tod eines physischen Körpers? Verschwindet das Bewusstsein?

Antwort: Das Bewusstsein des tierischen Körpers verschwindet, und das Bewusstsein der Seele bleibt erhalten.

Frage: Was ist, wenn der Mensch die Seele noch nicht entwickelt hat?

Antwort: Dann muss er sich wieder in den tierischen Körper kleiden.

Frage: Heißt das, dass er nichts fühlt, als wäre er eingeschlafen?

Antwort: Nicht ganz.  Da der Mensch noch nicht aus seinem Egoismus herausgetreten ist, gibt es gewisse Empfindungen, sie sind aber sehr illusorisch. Er bemerkt in dieser Welt gewisse Schwankungen. 

Frage: Wenn er in einen neuen Körper gekleidet ist, weiß er dann nicht mehr, wer er in seinem früheren Leben war? Oder gibt es eine Möglichkeit, dies zu spüren? 

Antwort: Nein. Er spürt es nicht. Wir müssen Folgendes verstehen: die Begriffe wie Tod und Leben gibt es nicht. Es geht um einen Wechsel von Empfindungen, nichts weiter. 

Frage: Was bleibt vom früheren Leben übrig und was ist im neuen Leben los?

Antwort: Nichts.

Frage: Was geschieht mit den Erfahrungen, mit den Leiden und Vergnügen, die der Mensch in seinem Leben empfunden hat?

Antwort: Sie werden zusammengefasst und gehen von einem, zum anderen Zustand über. Nichts verschwindet! Grundsätzlich ändern sich die gesammelten Erfahrungen in der nächsten Generation. Aus diesem Grund ist jede neue Generation anders. Sie ist nicht nur weiter fortgeschritten, sie hat auch eine andere Art des Denkens.

 

Aus der TV-Sendung „Grundlagen der Kabbala“, 11.12.2018

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Spirituelle Werbung

Wir sind aus der Materie „Verlangen zu genießen“ erschaffen, um daher eine beliebige Handlung, ob physisch oder mental, durchzuführen, brauchen wir Energie in Form von „Genuss“.

Anders gesagt, in unserer Welt wird nichts ohne egoistischen Ansporn bewegt.

Ob bewusst oder unbewusst, wir wägen alles in unserem „Verlangen zu genießen“ ab, und in der Bewertung dieses Verlangens bekommt jede Sache „ihre“ Eigenschaften: Farbe, Gewicht, Größe, Entfernung.

Um erfolgreich in dieser Welt handeln zu können, brauchen wir die richtige Werteskala, anders ausgedrückt, die richtige Einstellung des „Verlangens zu genießen“ – und dies bringen wir unseren Kindern bei: nach dem Guten zu streben und das Schlechte zu vermeiden. Vom Schlechten fernzubleiben bedeutet, keine Energie aufzuwenden, um dafür zu arbeiten.

Doch unser „Verlangen zu genießen“ besitzt keine Motivation für das Erreichen der Spiritualität, für den „Willen zu geben“! Denn die spirituelle Welt ist mir entgegengesetzt – das ist der Wille zu geben und nicht zu empfangen.

Ich verfüge gar nicht über eine solche Eigenschaft, deshalb nehme ich die spirituelle Welt nicht wahr. Ich kann nur das „sehen“, was ich in dem „Willen zu genießen“ als mehr oder weniger wertvoll bewerte und es als nah, wichtig für mich, oder fern, weniger wichtig für mich, bestimme.

In der Spiritualität aber, in der „Eigenschaft zu geben“, beruhen alle Kriterien, Gedanken und Handlungen nur auf dem Geben. Doch mein „Wille zu genießen“ versteht nicht, was das ist.

Das Geben geht durch mich hindurch wie eine unsichtbare Strahlung, die ich überhaupt nicht wahrnehme. Ganze Welten und Handlungen existieren neben mir, doch ich bemerke es in meinem „Verlangen zu genießen“ nicht, so wie ein Tier die Empfindungen eines Menschen nicht versteht.

Was soll ich tun, wenn ich so erschaffen wurde? Für mich bleiben alle Welten und, was das Wichtigste ist, derjenige, der mich lenkt, der Schöpfer selbst, unbemerkt!

Um das spüren zu können, muss ich beginnen die „Eigenschaft des Gebens“ zu schätzen. Genau dafür ist uns die Umgebung gegeben worden: Bücher, Lehrer und Freunde, damit sie mir die Wichtigkeit des Gebens deutlich machen.

Obwohl ich persönlich es überhaupt nicht glaube! Doch sie sagen es, und mir ist ihre Meinung wichtig. Ich bin so erschaffen, dass ich den Einfluss der Umgebung annehme und für mich das wichtig ist, was für die Umgebung wichtig ist.

Aus diesem Grund beginnt selbst das Geben, das für mich nicht den geringsten Wert besitzt, wichtig zu werden, wenn alle darüber erzählen – es wird in meinem „Verlangen zu genießen“ wichtig! Wie eine gute Anschaffung!

Und ich bin bereit, mich anzustrengen, um das höhere Licht, welches das „Verlangen zu geben“ mit sich bringt, anzuziehen, weil das für mein „Verlangen zu empfangen“ wichtig ist. In der Kabbala nennt sich das spirituelle Arbeit für sich selbst – „lo liShma“.

Doch das von mir angezogene höhere Licht verändert mich und ersetzt das „Verlangen zu genießen“ durch das „Verlangen, Genuss zu schenken“ (von lo liShma zu liShma), und ich gehe in die Wahrnehmung der höheren Welt hinaus!

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 30.07.2010

interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie

Erleuchte die Dunkelheit

Frage: Was sollte der Mensch fühlen, wenn er auf richtige Art und Weise voranschreitet?

Antwort: Es sollte sehen, dass er ständig ein tieferes Verständnis des Materials, der kabbalistischen Texte welche er liest, bekommt, und dass die kabbalistischen Texte über seine Eigenschaften sprechen, welche er tatsächlich innerlich zu unterscheiden beginnt.

Auch wenn er immer noch nicht die spirituelle Welt enthüllt hat, hat er jedoch bereits in sich ein sensibles System, in dem er eine Reaktion auf das fühlt, was er in dem Buch liest. Es ist, als ob sein inneres Reich der Bedeutung und Empfindungen erweitert wird. Dies geschieht während des Einflusses des Umgebenden Lichtes, welches den Menschen in seinem Zustand der Verhüllung beeinflusst und unsere schlechten Angewohnheiten aufdeckt. Wir erkennen dann, dass alle unsere Verlangen nur auf uns selbst gerichtet sind, die einzigen, die wir lieben.

Der Mensch entdeckt dann einen Raum in seinem Inneren, in welchem er verschiedene Phänomene und Reaktionen auf kabbalistische Texte zu spüren beginnt. Selbst wenn dieser Raum noch verborgen ist, so ist es so, dass der Mensch die Verhüllung tatsächlich wahrnimmt!

Die Zustände dieser Verhüllung sollten als Stufen empfunden werden.

Ich gehe auf meinem Weg und kann weder auf der Rechten noch auf der linken Seite etwas erkennen, noch was einen Schritt vor mir ist. Es gibt so viel was ich nicht weiß und ich verstehe nicht einmal, wie ich den nächsten Schritt machen kann. Kann ich überhaupt einen Schritt nach vorne machen oder werde ich stürzen?

Dennoch spüre ich, dass es einen Raum in mir gibt, in dem ich unterschiedliche Eigenschaften und Reaktionen wahrnehme. Also, selbst wenn ich in der Dunkelheit bin, ist es nicht so stockdunkel, dass ich gar nichts erkennen könnte. In der Tat erhalte ich verschiedene Eindrücke darin – manchmal mehr und manchmal weniger.

Das Licht, das auf mich wirkt, bestimmt, ob die Dunkelheit (meine Gegensätzlichkeit zum Geben) mir mal stärker und mal schwächer zu sein scheint. Also muss man diesen Ort in sich selbst finden und beginnen zu verstehen, was die wahre Bedeutung von „Verbrechen“ und „Sünde“ ist. Dies bezieht sich nur auf die Haltung gegenüber den anderen. Dies wird dann zu jenem dunklen Ort, an welchem ich die Dunkelheit erkenne.

Die Dunkelheit ist der Mangel an Verbindung mit den Anderen. Es ist wie mit einem elektrischen Schaltkreis: Wenn die Verbindung zwischen den Elementen unterbrochen ist, kann der Strom nicht fließen. Wenn wir ein wirkliches Verlangen nach Verbindung haben wollen, werden wir das Licht wieder einschalten!

 

Kabbala Akademie

 

Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung, Teil 16

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Warum ist der Schöpfer vor dem Menschen verhüllt?

Die Unvollkommenheit (in unseren Empfindungen) wurde durch die Verhüllung des Schöpfers hervorgerufen, der Sich den Geschöpfen nicht enthüllen und sie dadurch (durch Seine Verhüllung) nicht ursprünglich als vollkommen erschaffen wollte.

Der Schöpfer hat Sich (die Vollkommenheit der Eigenschaft des Gebens und der Liebe) im Gegenteil verhüllt und damit die Geschöpfe (in der in ihnen infolge der Verhüllung entstandenen entgegengesetzten Eigenschaft des Empfangens und des Hasses) unvollkommen gelassen. Denn das Licht des Schöpfers bringt Leben mit sich, und Seine Verhüllung ist die Quelle allen Übels.

Doch weil das Ziel des Schöpfers nicht verhüllt zu bleiben, sondern sich zu enthüllen und das gesamte durch die Verhüllung entstandene Übel zu beseitigen ist, ist es die Bestimmung der Geschöpfe, die Verhüllung des Schöpfers, sprich die Verhüllung des Guten, zu enthüllen.

Diese Enthüllung geschieht durch die Handlungen des Menschen, durch das Einhalten von Gesetzen und Regeln, auf die der Schöpfer uns in der Tora hingewiesen hat.

Das Einhalten dieser Gesetze führt den Menschen dazu, das ewige Leben (in seinen Empfindungen) zu erlangen, weil die Belohnung für das Erfüllen eines jeden Gebots (der Korrektur von jedem der 612 Verlangen der Seele) das Gebot (die Handlung selbst) ist, und zwar das Licht des Antlitzes des Schöpfers (die Erfüllung mit Geben und Liebe), das am Anfang seiner Schöpfung vor dem Menschen verborgen wurde.

Denn der Mensch ist dafür erschaffen, (im Bestreben nach der Angleichung an den Schöpfer) zu arbeiten, während er von dem bösen (egoistischen) Trieb beherrscht wird, wenn das Böse in ihm, das sich durch verschiedene (egoistische) Mängel (bezüglich der anderen) äußert, groß ist und er von dem Licht des Lebens (der Eigenschaft des Gebens) entfernt ist.

Das Erfüllen der Gebote jedoch (die Handlung des Gebens an den Nächsten und den Schöpfer) erleuchtet ihn mit (früher) verborgenem Licht, und wenn er alles, was ihm auferlegt wurde, erfüllt (alle 613 unkorrigierten, ursprünglich egoistischen Verlangen korrigiert) hat, wird sich der Mensch (in der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer, da Adam von dome/ähnlich stammt) vervollständigen und mit dem Licht des Lebens erleuchtet werden (er wird in der Eigenschaft des Gebens das ewige und vollkommene Dasein, dem Schöpfer ähnlich, spüren).

Ramchal, Da’at T’vunot, Punkt 40

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Sei mit dem Schöpfer frecher

Frage: Wir sprechen darüber, dass wir nur den Schöpfer bitten sollen. Aber was kann ich machen, wenn ich mich dafür schäme? Vielleicht bin ich überhaupt nicht würdig, Ihn zu bitten?

Antwort: Ich würde dir empfehlen, nicht zu bitten, sondern zu fordern. Frauen können das sehr gut. 😀
Wenn wir ernsthaft darüber sprechen und es uns peinlich ist, den Schöpfer zu bitten, dann bedeutet es, dass wir fühlen, wie sehr wir von Ihm entfernt sind, dass wir nichts Gemeinsames haben.

Bei Männern spielt häufig als erstes ihr Stolz eine Rolle, sie benehmen sich, wie die jungen Hahnen: „Wieso soll ich Ihn bitten? Worum kann ich bitten?“

Mit anderen Worten, ist einerseits Scham da und andererseits Stolz. Jedoch werden beide Empfindungen allmählich verloren gehen. Wenn sich der Mensch in die Gruppe einreiht, dann geschieht es sehr schnell. Ich würde dir empfehlen, frecher zu sein. 😀

Wenn der Mensch sagt: „Ich brauche etwas, Du bist verpflichtet, mir zu helfen!“, dann gefällt es dem Schöpfer.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 12.11.2010

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Ungleichheit ist die Quelle aller Probleme der Gesellschaft


Bei der Analyse von statistischen Daten weltweit, die negative soziale Phänomene betreffen, wie  Häftlingsraten, Drogenmissbrauch, Depressionen, Scheidungen, häusliche Gewalt und Eltern-Kind Entfremdung, kann man einige sehr interessante Ergebnisse erkennen.

Es ist festzustellen, dass diese Probleme in ärmeren Ländern fast nicht existieren.
Wenn man Leuten in Ländern mit einer breiteren Ebene an sozialer Gleichheit Antidepressiva anbieten sollte, würden diese nicht verstehen, wovon die Rede ist. Allerdings in Gesellschaften, in denen es mehr soziale Unterschiede gibt, ist die Anwendung von Antidepressiva zu etwas Alltäglichem geworden und viele Menschen haben auch ihren eigenen Psychologen oder Therapeuten.

Am Ende stellt sich heraus, dass das Problem nicht in der Armut liegt, sondern im Unterschied der verschiedenen Lebensstandards und wie man sich selbst in Beziehung zu den anderen und den dazwischenliegenden Unterschieden bewertet. Gleichheit ist ein Gesetz der Natur und je unausgewogener eine Gesellschaft ist, desto mehr Probleme hat sie: Kriminalität, Drogen, Depressionen, Scheidungen usw. Gleichzeitig wird eine Gesellschaft weniger durch solche Dinge geplagt, je näher sich die Menschen in ihrem Lebensstandard sind.

Sie können in einer Höhle leben und glücklich sein oder im völligen Wohlstand ohne Probleme – so lange jeder in der Gesellschaft auf gleiche Weise lebt. Die Probleme resultieren ausschließlich aus der Ungleichheit, da gerade der Mangel an Ausgewogenheit die Wurzel allen Übels ist.

Die Menschen zur Gleichheit zu bringen, ist jedoch keine einfache Aufgabe, da sie im Widerspruch zu unserem egoistischen Verlangen steht. So müssen wir erst erkennen, was uns dem anderen angleichen kann, denn bisher war unser Verlangen darauf ausgerichtet, über den anderen stehen zu wollen. Kabbala vermittelt uns, dass wir unser Verlangen nur verändern können, wenn wir den Schöpfer enthüllen, um uns anzugleichen. Seine Enthüllung bringt uns eine Füllung aller Empfindungen der Verschiedenheit, und dies wird die Belohnung sein, für den Kompromiss den wir eingehen, um uns einander anzugleichen.

Die Gesellschaft ist bereit zu verstehen, dass die Ungleichheit alles Schlechte hervorbringt, da sie im Gegensatz zur allgemeinen Kraft der Natur steht, in deren Einklang alles in Balance und folglich richtig ist. Wir erhalten Erfüllung durch die Unendlichkeit, welche in absoluter Gleichheit existiert, und dadurch erkennen wir, dass jedes gegensätzliche Phänomen unser Ruin sein wird.

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Eine Atacke im Stillen

Frage: Nach den Empfindungen der letzten Tage, treten wir in den nächsten Zustand nach dem Kongress ein und sind bereits im Stande eine neue Attacke durchzuführen. In naher Zukunft planen wir, uns innerlich zu konzentrieren, und uns im Stillen zusammen zu vereinigen; wir wünschen uns in das Bild der spirituellen Realität einzutreten. Ihre Empfehlung: Was soll zum Fokus unserer Bemühungen werden?

Meine Antwort: Es gibt den aktuellen und den gewünschten Zustand – und den Übergang zwischen ihnen, den wir durchgehen sollen.

Die Mittel für den Übergang aus dem einen Zustand in einen anderen Zustand können solche sein wie ein Kongress: das Zusammenbringen unserer Bemühungen, Hoffnungen, Kräfte, Freude, Handlungen, Aktivitäten, alles zusammen, d.h. wenn wir alle unsere Bemühungen auf diese wenige Tage konzentrieren und non-stop versuchen sie zu realisieren.

Und es gibt noch andere Mittel, mit deren Hilfe wir von einem Zustand in den nächsten übergehen können. Die Kabbalisten haben sie überwiegend für eine mehr innerliche Konzentration benutzt, die sie erreicht haben, indem sie die äußerlichen Handlungen lediglich dazu vollbracht haben, um alles in innerlichen Handlungen zu konzentrieren.

Und das heißt, sie haben sich versammelt, alle äußerlichen Bedingungen haben sie bereits vorbereitet, damit sie nicht stören, und sie eher, umgekehrt in der Konzentration unterstützen: z.Bsp.in einer Höhle, an einem abgesonderten, ruhigen Ort, abseits von möglichen Ablenkungen, in einem speziellen Zustand, am Tag oder in der Nacht, welcher ebenfalls auf den Menschen Auswirkungen hat. Kurz gesprochen: sie haben alles arrangiert, damit Freunde es schaffen sich innerlich zu verbinden, mithilfe von inneren, meist spiritullen Bemühungen.

Selbstverständlich, sollen wir ebenfalls solche Handlungen vornehmen. Aber dafür benötigen wir eine Vorbereitung und das Bewusstsein der Wichtigkeit dieses Vorhabens, dass nicht etwas Langweiliges oder Nutzloses, was keine Erfüllung gibt, entsteht.

Jeder soll es verstehen, dass der Fortschritt nur durch Bemühungen zustande kommt, dass „Münze zu Münze sich zu einem großen Kapital sammelt“, und, dass in der Summe dieser Bemühungen,, in Bestrebungen sie an einem Ort, in einem Kli/Gefäß zusammenzubringen, wir jene gemeinsame Kraft erreichen, die Schrei genannt wird, eine Forderung – und dann öffnen sich uns die Tore.

Wir hatten in Israel und der Welt eine große Vorbereitung während des Kongresses durchgeführt, und jetzt sollen wir eine etwas entgegengesetzte Handlungen vollbringen – in einer mehr inneren Konzentration. In Bescheidenheit strengen wir uns an es zu tun. Wie weit es uns helfen wird hängt von uns ab.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar 22.12.2011

Sich in der Unendlichkeit enthüllen

Frage: Im Artikel „Der Frieden in der Welt“ schreibt Baal HaSulam, dass „wir in der Wirklichkeit das Geben an den Nächsten uneigennützig vollziehen“. Was soll das bedeuten?

Meine Antwort: Wir befinden uns in der Welt der Unendlichkeit, in einem wunderbaren System. Wir befinden uns in der Eigenschaft des Gebens, alle Seelen sind vollständig korrigiert und mit dem ganzen Licht ausgefüllt. Das Ende der Handlung ist im ursprünglichen Vorhaben festgelegt. Wir sind mit dem Schöpfer vereint und nichts kann uns von Ihm trennen. Er und Sein Name sind Eins.

Wir befinden uns in der Welt der Unendlichkeit. Aber um sich dieses Zustandes bewusst zu werden, um in diesem Zustand zu existieren, ihn zu beherrschen, ihn in seiner ganzen Tiefe zu verstehen und die dahinter stehende Kraft zu fühlen, ist das Verständnis und das Begreifen aller seinen Details notwendig.

Deshalb finden wir uns in einem ganz anderen Zustand wieder und beginnen, uns aus diesem Zustand zu entwickeln. Ebenso wie das Kleinkind nicht weiß, wo es sich befindet, was um ihn herum geschieht und wer für ihn sorgt. Aber allmählich wächst es, bis es groß wird.

Wir halten uns schon jetzt in der Welt der Unendlichkeit auf, aber nicht in unseren Empfindungen. Und unsere ganze Arbeit besteht darin, in die wahrhafte Realität zurückzukehren: den schon existierenden vollkommenen Zustand zu offenbaren. Es ist die Offenbarung des Schöpfers seinen Geschöpfen gegenüber.

Ich enthülle das, was es schon gibt. Alles hängt nur von mir ab. Deshalb sagt Baal HaSulam, dass es sich um nichts mehr, als um die psychologische Arbeit handelt. Infolge der inneren Veränderungen enthüllen wir den wahren Zustand, in dem wir uns von schon immer befinden.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Der Frieden in der Welt“, 25.10.2011

Lasst uns dem Licht den Weg frei machen

Frage: Wie ist es möglich etwas zu geben, ohne für sich zu empfangen? Wie kann man die Eigenschaft des Gebens mit dieser Welt verbinden?

Meine Antwort: Wir sprechen über die Energie, das Verlangen, die Empfindungen und die Verschmelzung der Wünsche. Wir generieren das Licht nicht, sondern öffnen ihm nur den Weg mit unseren Absichten.

Das heißt um uns herum existiert das Licht, welches die Malchut der Welt der Unendlichkeit ausfüllt. Aber in ihr befinden sich nach dem Zimzum eine Menge vereinzelter Wünsche.

Wenn wir unsere Absicht auf das gegenseitige Geben ausrichten, dann beseitigen wir die in uns vorhandenen inneren Barrieren. Folglich beginnt das Licht, zwischen uns zu zirkulieren. Als ob alle Barrieren abgebaut wären und jeder von uns empfinden könnte, dass er in einem einheitlichen lebendigen Organismus existiert.

Eigentlich findet weder das Empfangen, noch das Geben des Lichts statt. Mit unseren richtigen Absichten öffnen wir dem Licht den Weg.

Auszug aus der virtuellen Lektion, 16.10.2011