Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Einheit'

Abstieg? Nicht im Geringsten!

Während der Mensch die spirituellen Stufen hochsteigt, steigt gleichzeitig sein Egoismus herab.

Zum Beispiel: ich habe nur die höchste, sehr dünne Schicht meines Verlangens aufgedeckt und korrigiert. Auf dieser Stufe habe ich mich mit der Gruppe verbunden, die Wichtigkeit des Ziels offenbart und das Licht, das zur Quelle zurückführt, angezogen. Um jedoch die erste spirituelle Ebene (1/125) zu erreichen, muss ich zwei weitere Etappen durchlaufen.

Hier offenbart sich für mich die zweite Schicht des Verlangens, denn ich bin viel schlechter, viel „grober“, hier fluche ich, will nichts hören, stoße ab, verachte.

Im Vergleich dazu war ich früher wie ein kleines Kind, und nun wurde ich viel heftiger weggestoßen. Wozu? Um mir die Möglichkeit zu bieten, eine größere Einheit zu erreichen, ein stärkeres Höheres Licht anzuziehen.

So bewege ich mich allmählich immer weiter und enthülle einen immer gewaltigeren Egoismus. Egal wie hoch der Mensch auch aufsteigt, der böse Trieb erhebt sich über ihn.

Selbstverständlich hat er sich darauf vorbereitet, und dennoch hilft während des Abstiegs gar nichts, und er fällt in die Minus-Unendlichkeit.

In Wirklichkeit ist der Abstieg gar kein Abstieg, sondern der Zustand des Aufstiegs, zu dem du noch nicht bereit bist.

Es ist so, als ob du in die erste Mannschaft aufgestiegen bist, weil dein Trainer weiß, dass du dich bereits den Besten anschließen kannst. Für dich sind alle Bedingungen geschaffen, du musst dich nur anstrengen und mit ihnen mithalten.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 22.09.2010

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Versöhnungstag ist ein Freudentag

Jom Kippur bedeutet Versöhnungstag, einen Tag, an dem das Kli (das Verlangen), das von uns korrigiert werden muss, enthüllt wird.

Rabash schreibt in vielen Artikeln, dass der Mensch entsprechend seinem inneren Zustand, der ohne jegliche Verbindung mit dem kalendarischen Feiertag eintreten kann, zum Versöhnungstag kommt.

Jeder von uns durchläuft in seiner persönlichen Entwicklung diese Zustände, Aufstiege, die als „Rosh haShana“ (Jahresanfang), „Jom Kippur“ (Versöhnungstag) u. a. bezeichnet werden.

Jom Kippur ist ein sehr hoher Zustand, und es bedarf eines gewaltigen Lichtes, das auf uns einwirkt, um diesen Tag, diese Stufe in uns zu enthüllen.

Dafür ist eine ganze Handlungsabfolge notwendig. Der Mensch unternimmt große Anstrengungen innerhalb der Gruppe, innerhalb unserer Verbindung, wo einst das Zerbrechen stattgefunden hat.

Der Ort des Zerbrechens ist uns dafür gegeben, damit wir ihn korrigieren. Dann begreifen wir, was Korrektur bedeutet, wie der Aufbau dieses Ortes ist, wie die höhere Kraft ihn erschaffen hat und ihn unterstützt. So enthüllen wir den Schöpfer.

Um das zu erreichen, strengen wir uns an – entsprechend dem Hauptgesetz der Tora „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“.

Wie uns die Kabbalisten empfehlen, setzen wir es nicht in der gesamten Menschheit um, weil das unmöglich ist, sondern vor allem in einer oder mehreren kleinen Gruppen.

Indem wir versuchen, dieses Gesetz nach der Methode der Kabbalisten in der Verbindung zwischen uns umzusetzen, das heißt, durch die Liebe zu den Geschöpfen die Liebe zum Schöpfer zu erreichen, stellen wir fest, wie wenig wir uns in der Eigenschaft des Gebens befinden.

Die Rede ist nicht von unserem Leben in dieser Welt, wie schlecht oder wie gut es uns geht; nicht dadurch überprüfen wir Gut oder Böse, nicht damit kommen wir zum Versöhnungstag.

Nur wenn ich mich in der Gruppe befinde, die Verbindung mit den Anderen anstrebe, das Licht, das zur Quelle zurückführt, erwecke und es mir leuchtet, dann sehe ich, wie tief ich im Hass und in der Abstoßung gegenüber meinen Freunden stecke, die nach der Einheit streben, um in ihr das Geben, den Schöpfer, zu entdecken.

Ich enthülle in mir die Kraft der Abstoßung, die Kraft des Zerbrechens – und nur über sie kann ich sagen, dass ich das Böse enthüllt habe. Nur mit diesem Übel kann ich zum Schöpfer kommen und von ihm die Korrektur verlangen.

Dann wird der Versöhnungstag zum Freudentag, weil ich die Krankheit des Egoismus, meine Natur, die korrigiert werden muss, enthüllt habe.

Ich habe die Bedingung „Ich erschuf den Egoismus“ enthüllt und kann jetzt den Schöpfer um die Tora bitten – um die Kraft, die den Egoismus korrigiert, weil weiter von Ihm gesagt wird „Und erschuf die Tora zu dessen Korrektur, da das Licht in ihr zur Quelle zurückführt“, d.h. zu Mir.

Darum kommen wir erst nach einer schweren Arbeit an der Verbindung zwischen uns am Versöhnungstag an: erst – nachdem das höhere Licht von der Stufe des Monats ELUL („Ich zum Geliebten und der Geliebte zu mir“) scheint, erst – nachdem wir Rosh haShana erreicht haben, weil wir einen Neuanfang, eine Änderung auf dem Weg wünschen und nur die Verbindung zwischen uns – die Geburt eines neuen Systems, eines neuen Menschen (Adam) in uns – anstreben, erst danach kommen wir zu einem Zustand, in dem wir unsere gesamten zehn Eigenschaften überprüfen, und am zehnten Tag nach dem Jahresanfang, nach dem Beginn eines neuen Weges, am Versöhnungstag ankommen.

Dann befinden wir uns einerseits wirklich in dem Zustand der völligen Hoffnungslosigkeit und Kraftlosigkeit und andererseits in der unvorstellbaren Freude, weil wir jetzt endlich so zum Schöpfer flehen können, dass Er uns hilft.

Wir haben die völlige Sicherheit, dass Er uns hilft, weil wir uns bereits geprüft und erkannt haben, dass wir uns alle ausschließlich im Bösen befinden und nichts dagegen tun können. Andererseits haben wir in der Verbindung zwischen uns die Sicherheit gefunden, dass in diesem Fall der Schöpfer hilft, und warten genau auf diesen Moment.

Baal haSulam schreibt, dass „es keinen glücklicheren Moment im Leben eines Menschen gibt als den, wenn er feststellt, dass er völlig geschwächt ist und den Glauben an seine Kräfte verloren hat, weil er alle möglichen Anstrengungen unternommen hat, die er nur im Stande war, zu unternehmen, und doch nichts erreicht hat. Weil er gerade in einem solchen Moment, in einem solchen Zustand, zum absoluten, klaren Gebet, zur Bitte, zum Gebet an den Schöpfer, bereit ist!“ Eben dieser Moment nennt sich Versöhnungstag. Von diesem Moment an und weiter ist der Mensch bereits sicher, dass er das Licht der Korrektur erhält.

Aus dem Unterricht nach den Artikeln von Rabash, Auszüge zum Versöhnungstag vom 15.09.2010

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Die Physik des Höheren Lichtes


Attacke: Wie wird das Höhere Licht zu einem Stoff in unserer Welt? Wissen Sie von dieser Tatsache? Nein, wissen Sie nicht! Hier ist also mein Vorschlag, diesen Fehler in der Kabbala zu korrigieren. Wenn die Einheit von Materie und dem Höheren Licht, Partzufim und Sefirot, wissenschaftlich dargestellt werden würde, dann würde die Lehre der Kabbala die Welt erobern! Solange jedoch die Physik nicht Teil der Kabbala wird, wird dies nie geschehen.

Ein Versuch, mich selbst zu rechtfertigen: Wer ist heutzutage grundsätzlich? Die Einheit der Materie und des Höheren Lichts – Nein! Sie können das Höhere Licht nicht wahrnehmen, nicht, weil es verborgen ist, sondern weil das Höhere Licht ganz einfach überhaupt nicht existiert, bis Sie es in sich selbst erschaffen. Darüber hinaus fehlen Ihnen die entsprechenden Sinne, die es bedarf, um das Höhere Licht in Ihnen zu erschaffen und folglich müssen Sie diese Sinne entwickeln. Die Kabbala ist die Methode um diese Sinne zu entwickeln. Sie enthüllt Ihnen die Höhere Welt und hilft Ihnen die Eigenschaften zu entwickeln, mit welchen Sie das Höhere Licht für sich selbst generieren.

Unsere Welt ist etwas, das unsere natürlichen Sinne, die uns von Geburt an gegeben sind, in uns erschaffen. Das was wir in diesen Sinnen wahrnehmen (Bild), wird als „Materie“ oder als unsere Welt bezeichnet.

Die Höhere Welt ist etwas, das durch die spirituellen Sinne innerhalb von uns erschaffen (abgebildet) wird, die wir uns durch die Kabbala aneignen. Was wir durch die spirituellen Sinne wahrnehmen, wird als „das Licht“ bezeichnet.

Die Wissenschaft der Kabbala wird nie die Wissenschaft in unserer Welt niederschlagen, da wir Wissenschaft und Kabbala durch zwei völlig verschiedene Systeme wahrnehmen: das körperliche und das spirituelle.

Wie wird das also geschehen? Die Menschen werden einfach zu der Wahrnehmung gelangen, dass ihre Empfindungen, die sie durch ihre natürlichen Sinne (das körperliche Leben, unsere Welt) erhielten, unerfüllt sind und dass die körperliche Wissenschaft, die dafür gedacht ist, diese Sinne zu verbessern, nutzlos ist. Die Menschen werden die Wissenschaft und ihre Wahrnehmungen ablehnen und diese nur zu dem Maße nutzen, wie dies für das Überleben nötig sein wird, bis sie die nötigen Eigenschaften entwickeln und gemäß dem die Wahrnehmungen der Höheren Welt in ihnen. Dann werden sie sich an die Wissenschaft der Kabbala wenden, was die Erschaffung einer ewigen und perfekten Welt (Wahrnehmung) in ihnen selbst ist.

Das können Sie selbst ausprobieren. Viele Menschen haben diese Wahrnehmung bereits erreicht.

Verwandtes Material:
Article: The Science of Kabbalah – A Method of Researching Man and the World
Article: Kabbalah As Compared with Other Sciences
 
 
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Zur Liebe

Die Liebe wird durch das Geben charakterisiert. „Ich liebe“ bedeutet, „ich gebe“; Ich genieße es, den anderen zu erfreuen. Wie kann es sein, dass ich den anderen erfreue? Womit erfreue ich ihn?

Mit meiner Haltung ihm gegenüber. Wie kann er Freude von mir erhalten? Nur wenn er mich liebt. In diesem Fall, wenn ich mich ihm gegenüber liebevoll verhalte, erhält er Freude dadurch. Jedoch, wenn ich ihn nicht liebe, werde ich seine positive Haltung mir gegenüber als Hass empfinden, und das wird mich noch weiter von ihm entfernen.

Der Schöpfer verkehrt von Anbeginn an mit uns in Liebe, und darum drücken wir unsere Liebe nur Ihm gegenüber aus und in der Beziehung zu Ihm – Ihn zu erfüllen, Ihn zu erfreuen – weil er uns von Anbeginn an liebt.

Das kann zwischen Menschen nicht so sein. Nur wenn wir die Verbindungen zwischen uns und dem Schöpfer enthüllen, so dass das Gefühl der Liebe zu Ihm in uns enthüllt wird, können wir lieben und zwischen uns entsteht Einheit.

Die Einheit entspringt Seiner Liebe – das bedeutet, dass drei Kräfte zusammen wirken müssen: „Ich – ein Zweiter – der Schöpfer“, sonst gibt es keine Basis für Liebe. Es ist primär jemand notwendig, der für alle, die es wünschen, grundsätzlich einmal die Liebe zur Verfügung stellt! Darum werden wir nur Liebe erhalten, wenn wir den Schöpfer in die Verbindung zwischen uns mit einbeziehen. [Rest des Beitrags lesen →]

Kann ein Nichtjude Kabbala studieren?


Frage: Ich bin Jude. Wie kann ich zusammen mit Nichtjuden (Leute, die nicht von Geburt an jüdisch sind) die Kabbala studieren? Das Buch Sohar sagt, dass jeder Mensch der einem Nichtjuden auch nur einen Buchstaben der Tora lehrt, für die Zerstörung in der Welt verantwortlich ist und dass ein Nichtjude der lernen will, zuerst zum Judentum übertreten muss. Was soll ich machen?

Antwort: „Jude“ kommt von dem Wort „Ever“ (zu überschreiten), ein Jude ist also ein Mensch, der den Machsom überschritten hat. Israel ist ein Mensch, der die Absicht hat, „Ishar-El“ – „direkt zum Schöpfer“ zu gelangen. „Hebräisch“ kommt von dem Wort „Ihud„, d.h. „Einheit“ (mit dem Schöpfer). All diese Begriffe sind Eigenschaften der Liebe, des Schenkens, oder des Altruismus.

Goy“ (Nichtjude) bedeutet auf Hebräisch „eine Nation“. Was nicht anstößig heißt, sondern die unkorrigierte, egoistische Stufe unterstreicht. In der Tora oder der Kabbala, bezieht sich „Goy“ (Nichtjude) auf den Egoismus und Jude, Israel, oder Hebräer bezieht sich auf die Liebe und das Beschenken.

Wir alle fangen als Nichtjuden (unkorrigiert) an. Wenn wir das spirituelle Ziel wählen und mit der Korrektur beginnen (auch wenn wir diese noch nicht erreicht haben), werden wir zu Israel (Isra-El, direkt zum Schöpfer). Wenn wir den Machsom überqueren, werden wir jüdisch. Und wenn wir das Ziel erreichen (Einheit mit dem Schöpfer), werden wir Hebräer.

Wir alle kamen aus Babylon, wir sind alle Egoisten und wir müssen uns alle selbst korrigieren und so wie der Schöpfer werden. Wenn ein Nichtjude (ein Egoist) die Tora (Kabbala) für seinen eigenen Nutzen studiert, dann schadet er nur sich selbst. Ein Mensch sollte die Tora (Kabbala) nur studieren, um die Spiritualität, die Eigenschaft des Schenkens zu erreichen. Folglich sollten Sie mit den Leuten studieren, die dieses Ziel anstreben!

Zusätzlich sollten Sie sich fragen: „kann und soll ich die Tora (Kabbala) alleine studieren?“ Vielleicht sind Sie ein Nichtjude (in Ihren Absichten und Bestrebungen)? Zuerst sollten sie überprüfen, ob Sie wie der Schöpfer werden und „Liebe für Ihren Nächsten“ erreichen wollen. Wenn ja, dann können Sie Kabbala studieren, denn dies ist die einzige Korrektur, welche die Kabbala an einem Menschen vollzieht. Wenn Sie jedoch ein anderes Ziel haben (für Ihren eignen Nutzen), dann sind Sie ein Nichtjude und die Tora (Kabbala) ist nichts für Sie. Es steht geschrieben: „Ein Nichtjude, der die Tora studiert, muss sterben“, da er Licht anzieht und diesem dadurch noch gegensätzlicher wird. So töten sie ihren Nichtjuden in ihrem Inneren. Es steht geschrieben, dass die gesamte Tora nur eine Regel beschreibt: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“

Fazit: Jeder sollte ungeachtet seiner Absicht die Kabbala studieren! Wenn sie die Absicht eines Nichtjuden haben, dann werden sie den Nichtjuden in sich töten und vom „Nutzen für sich selbst“ zum „Nutzen des Schöpfers“ übergehen.

Verwandtes Material:
Blog-Post: Kabbala ist für die ganze Welt
Blog-Post: Liebe deine Nächsten wie dich selbst – Das ist deine Belohnung!
Blog-Post: Die Nationalität resultiert aus den Eigenschaften der Seele
 
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Wir spielen gegen unseren Egoismus

Zwei Fragen, die ich darüber erhielt,  sich von der Einheit abgestoßen zu fühlen:

Frage: Dieses ganze Umarmen und  Singen auf den Kongressen und den Freundesversammlungen scheint lächerlich und künstlich. Es ist einfacher für mich, über das Internet zu studieren und an der Verbreitung zu arbeiten, als an solchen Aktionen der Vereinigung teilzunehmen.

Antwort: Sie liegen absolut richtig – diese Handlungen sehen kindisch, peinlich, künstlich und unecht aus. Aber das ist genau, was wir tun müssen. Alle Teilnehmer verstehen, dass sie spielen – gegen ihren eigenen Egoismus spielen. Indem sie diese Handlungen durchführen und Anstrengungen machen, ziehen sie das Höhere Licht an, das sie korrigiert. Unser Spiel ist dem Spiel eines Kindes ähnlich, und das ist die bedeutendste Sache, die Sie tun können, weil es genau das ist, wodurch eine Person wächst! Der Unterschied ist, dass ein Kind durch die Natur gezwungen wird, zu spielen, um sich zu entwickeln, wohingegen wir diejenigen sein müssen, die sich selbst zum Spielen zwingen. Das ist unsere Freiheit der Wahl: sich für spirituelle Entwicklung zu entscheiden

Frage: Seit längerem höre ich Ihren Unterricht, und jedesmal wenn Sie erwähnen, dass wir eine einzige Seele sind, und alle Menschen unfreiwillig miteinander verbunden sind,  irritiert es mich sehr, und es stört mich, es immer und immer wieder zu hören . Warum ist es so schwierig, das zu akzeptieren und zu verstehen?

Meine Antwort: Weil es unterbewusst Ihren Egoismus erniedrigt, verpflichtet und einschränkt..

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Verwandtes Material:
Blog-Post: Wie verbinden wir unsere Punkte im Herzen?
 

Siebe das ganze Tierische aus

Frage: Wenn der Mensch in sich das Böse offenbart, wird es dann für ihn noch schwieriger sein, die Nächstenliebe zu empfinden?

Antwort: Du enthüllst das Böse gerade in Bezug auf die Liebe, auf die Einigkeit mit dem Nächsten. Das ganze übrige Übel gehört zum tierischen Niveau.

Es gibt beispielsweise Hunde, welche beißen, und außerdem gibt es die guten, netten Haushunde. Die Tiere können eben auch verschiedene Charaktere haben. Wir sprechen jedoch nicht über das gute oder das schlechte Gemüt, sondern darüber, wie der Mensch das wahre Böse offenbart, nachdem er sich mit seinem Nächsten verbindet. Gerade dann, in der inneren Abstoßung des Ziels – zeigt sich der wahre böse Trieb.

Ich verbinde mich mit dem Nächsten, um das Ziel bzw. den Schöpfer zu erreichen. Nur in der Bestrebung auf das Ziel können wir das Böse offenbaren. Und ohne Verbindung mit dem Ziel wird unser Böses nicht gezeigt. Möglicherweise, habe ich einen schlechten Charakter, bin ungeduldig und reizbar, jedoch wird es nicht als „Böse“ bezeichnet und bezieht sich nicht auf das Spirituelle.

Wenn ich mich bemühe, die Liebe zu den Freunden zu erreichen, um die Liebe zum Schöpfer zu empfinden, und offenbare inwiefern sie mich anwidert, dann ist dieses Maß der Abstoßung, der Abtrennung das wahre Übel. Die Abneigung zur Einheit ist das Böse!

Siebe durch den Filter alle Eigenschaften des Menschen durch und sondere das ganze Tierische ab. In uns befinden sich „die Hunde“, „die Hasen“, „und die Esel“, lasse sie alle in Ruhe, rechne mit ihnen nicht. Die Propheten haben darüber folgendes gesagt: „Ich kam und fand keinen Menschen“. Das Übel bezieht sich nur auf die Vereinigung, die auf den Schöpfer gerichtet ist.

Auszug aus einem Unterricht über den Artikel von Rabash „Was bedeutet das Brot des Mißgünstigen in der spirituellen Arbeit“, 11.01.2011

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Die Menschheit ist wie Fische, die im Netz der Natur gefangen sind

Frage: Angenommen, dass die gesamte Menschheit als eine Familie zusammenkommt und beschließt, alle Ressourcen unter allen sieben Milliarden Menschen gerecht zu verteilen. Was aber wird geschehen, wenn die Menschen in ihren Egos bleiben, die noch weiter anwachsen?

Antwort: Es ist unmöglich ohne Korrektur zu tun, was Sie beschreiben. Daher sollte der Weg zu alledem durch Erziehung gepflastert sein. Wenn ich sage „Erziehung“, meine ich, über unsere Freiheit der Wahl, das Ziel der Schöpfung, das Wesen des Menschen, wie wir die Wirklichkeit wahrnehmen und die Entwicklung der Menschheit durch die egoistische Entwicklung zu lehren. Denn wir müssen lernen, wie wir in einem neuen, vereinten, miteinander verbundenen System leben sollen. Wir können diesem System nicht davonlaufen und deshalb haben wir keine Wahl.

Wir sind wie Fische, die in einem Netz gefangen sind, und um zu überleben, müssen wir das Gesetz dieses Netzes lernen. Wir müssen nun die Gesetze der neuen globalen Welt lernen und sie an die gesamte Menschheit weitergeben. Die Menschen müssen diese Gesetze und die Tatsache, dass sie keine Wahl haben, verstehen. Andernfalls werden sie durch Leiden dahin gebracht, bis sie endlich anfangen, das allgemeine Gesetz der Natur gegen ihren Willen zu befolgen.

Auf diese Weise werden die Gesetze der Natur enthüllt. Die Kabbala und Bnei Baruch versuchen nicht, den Menschen Befehle zu erteilen, was sie tun sollten. Sondern sie müssen diese Dinge verstehen und ihnen zumindest teilweise zustimmen. Jedoch um dorthin zu gelangen, muss es eine permanente Medienkampagne geben, die den Menschen Beispiele von richtigem Verhalten zeigt. All das sollte von der Gesellschaft gefördert werden und das kann nur geschehen, wenn die Menschen erkennen, dass dieses die einzige mögliche Wahl ist.

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Wahre Liebe drückt sich durch Geben aus

Frage: Was ist Geben?

Antwort: Geben ist Liebe. Liebe ist jedoch eine Haltung, wobei Geben eine Handlung ist, die Liebe ausdrückt.

Was wir in unserer Welt üblicherweise als Liebe bezeichnen, ist das Bestreben, unser Ego zu erfüllen. Doch was ist wahre Liebe zwischen uns? Ich habe ein Verlangen und du hast ein anderes Verlangen. Wenn ich dein Verlangen an mein Verlangen festmachen kann, und deines zu einem wichtigeren als meines machen kann, dann wird mein Verlangen deinem dienen. Es wird darauf ausgerichtet sein, dein Verlangen zu erfüllen. Das heißt, dich zu lieben. Wenn ich außerdem dein Verlangen auf diese Weise erfülle, wird das eine Handlung des Gebens genannt.

Wir alle wurden als ein einziges Verlangen erschaffen. Doch dann zerbrach dieses verlangen in viele Teile und wir wurden voneinander getrennt. Zwischen uns kam das Ego auf, das uns die Trennung untereinander fühlen lässt. Nun müssen wir Anstrengungen machen, über dem Ego untereinander eine Verbindung herzustellen. Wir sollen das Ego nicht zerstören, sondern es zur Stärkung unserer Verbindung untereinander nutzen!

Als Ergebnis wird die Einheit, die wir erlangen, 613 mal stärker sein, als das gesamte ursprüngliche, vom Schöpfer erschaffene Verlangen. Wir werden uns dann dem Schöpfer gleich fühlen, weil wir nicht vom ursprünglichen Licht von Nefesh, sondern vom Höchsten Licht von NaRaNHY erfüllt sein werden – dem Licht der Liebe und des Gebens!

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Wikipedia über Globalisierung, Integration und den Schmetterlingseffekt

Globalisierung:

  • Globalisierung ist nach seinem Wortsinn der Veränderungsprozess örtlicher oder regionaler Phänomene in einen globalen Zustand. Man könnte sie als einen Vorgang beschreiben, bei dem die gesamte Menschheit in eine einzige Gesellschaft vereint wird und gemeinsam wirkt.
  • Dieser Prozess ist eine Mischung aus ökonomischen, technologischen, soziokulturellen und politischen Kräften. Globalisierung wird oft als ökonomische Globalisierung angesehen, bei der sich die nationale Wirtschaft mit der internationalen Wirtschaft durch Handel, Auslandsinvestitionen, Kapitalfluss, Auswanderung und der Verbreitung der Technologie zusammentut.

Integration:

  • Aus dem Lateinischen: integratus, dem Partizip Perfekt von integrare „ganzmachen“, von integer „ganz“ + ation. Die Handlung oder der Prozess, etwas ganz oder vollständig zu machen.

Schmetterlingseffekt

  • Der Schmetterlingseffekt ist ein Ausdruck, der den fachlichen Begriff empfindlicher Abhängigkeit von Anfangsbedingungen in der Chaostheorie umfasst. Kleine Änderungen der Anfangsbedingungen eines dynamischen Systems können größere Veränderungen im langfristigen Verhalten des Systems hervorrufen.
  • Der Begriff „Schmetterlingseffekt“ selbst bezieht sich auf das Werk von Edward Lorenz. Dieser Begriff bezieht sich auf die Vorstellung, dass der Flügelschlag eines Schmetterlings kleinste Veränderungen in der Atmosphäre hervorrufen kann, die letztendlich den Weg eines Tornados verändern oder aufhalten können, ihn beschleunigen oder sogar an einem gewissen Ort verhindern mögen. Das Flügelschlagen bedeutet eine kleine Veränderung im anfänglichen Zustand des Systems, und bewirkt eine Kettenreaktion von riesengroßen Veränderungen.
  • Kapitel 4 aus der Geschichte von F.Scott Fitzgerald „Winterträume“ enthält folgenden Satz: [Das Haus] war stabil um [Judys] Leichtigkeit hervorzuheben – als ob es zeigen wollte, was für eine Brise von einem Schmetterlingsflügelschlag hervorgerufen werden konnte“.

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