Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Eigenschaften'

Fangt an zu spielen!

Frage: Wie kann ich mir das Geben als eine gute Kraft vorstellen, wenn der Beginn dieser Handlung in der Eigenschaft des Empfangens stattfindet und mein Egoismus das Geben nicht als gut empfindet?

Antwort: Spielen Sie es einfach. Wie Rabash schreibt: Man muss sich vorstellen, dass man die Eigenschaft des Gebens, die man Glaube an den Schöpfer nennt, bereits erhalten hat und den Schöpfer mit all seinen Organen fühlt – man sieht und fühlt, dass der Schöpfer die ganze Welt als Gut und Gutes tuend lenkt.

Richten Sie sich darauf aus und Sie werden sehen, dass genau das passiert. Vorher haben Sie es ganz anders gesehen, es liegt nur daran, dass Ihr Egoismus Ihnen ein ganz anderes Bild von der Welt gemalt hat.

Sie müssen sich mit aller Kraft auf das richtige Bild der Welt einlassen und es in Verbindung mit Ihren Freunden aufbauen. In einer Gruppe muss man das immer wieder spielen. Ununterbrochen!

Worin besteht das Problem grundsätzlich? Haben Sie als Kind keine Spiele gespielt? Das ganze Leben ist ein Spiel, auch heute. Seien Sie also nicht so ernst und entfernt von Spielen. Ich rate Ihnen mit den richtigen Spielen zu beginnen.

Frage: Ist es dasselbe, eine höhere Stufe zu spielen und im Glauben über dem Verstand zu arbeiten?

Antwort: Ja.

Frage: Nun, was das Wissen angeht, versuche ich die Freunde größer als mich zu sehen. Wenn ich zu einer ständigen Arbeit im Glauben über den Verstand komme, was ist dann der Unterschied?

Antwort: Du musst es dir nicht mehr vorstellen, da du tatsächlich siehst, dass sie größer sind als du.

Aus dem internationalen Kongress „Über sich erheben“, Unterricht Nr. 5, 08.01.2022

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Nur vorwärts und keinen Schritt zurück

Ohne unsere Verbindung können wir den Schöpfer nicht begreifen und offenbaren. Der Schöpfer offenbart sich als der zentrale Punkt unserer Verbindung, aus dem alles hervorgegangen ist und zu dem alles zurückkehren muss.

Die Größe der Freunde liegt vor allem darin, dass sie vom Schöpfer auserwählt wurden. Sie sind die Auserwählten des Schöpfers.

Zudem sehe ich, wie sehr sie nach demselben Ziel streben. Das heißt, der Schöpfer hat in sie ein Verlangen hineingelegt, welches ich schätze und bewahre.

Des Weiteren können mir die Freunde helfen, ohne sie kann ich das Ziel nicht erreichen. Ohne sie bin ich absolut niemand und nichts. Alles, was ich bekommen kann, um den Schöpfer zu verstehen, kommt nur von ihnen.

Indem ich alle Arten von Eigenschaften, Absichten und Bestrebungen von ihnen erhalte, kann ich mit ihnen zum Schöpfer kommen. Ich selbst habe nichts, womit ich zum Schöpfer kommen könnte. Ich bin durch meine Eigenschaften und Gedanken völlig vom Schöpfer getrennt.

Die Gruppe ist der Schalter, der mich mit dem Schöpfer verbindet. Ohne die Gruppe kann ich mich nicht mit dem Schöpfer verbinden. Sie ist wie die Plazenta für einen Fötus, der Platz des Babys im Mutterleib. Der Fötus kann sich nicht selbst in der Gebärmutter festsetzen, sondern muss sich zunächst an die Plazenta und über diese an die Gebärmutter binden. Die Gebärmutter ist ein weibliches Organ. Die Plazenta verbindet den Fötus mit der Gebärmutter.

Die spirituelle Gebärmutter und der gesamte höhere Organismus ist der Schöpfer, und die Plazenta, die die wachsende Seele mit dem Schöpfer verbindet, ist die Gruppe. Wenn ich mich nicht an die Gruppe, an die Freunde anschließe, mich nicht mit ihnen zu einem gemeinsamen Ganzen zusammenschließe, dann habe ich keine Verbindung mit dem Schöpfer und keine Möglichkeit, ihn in Zukunft zu erreichen.

Deshalb gibt es nur einen Ausweg: vorwärts und nicht zurück.

Aus der Lektion Nr. 4 des Internationalen Kongresses, „Über sich selbst hinauswachsen“, 08.01.2022

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Eine Welt, die vom Schöpfer erfüllt ist

Wir müssen uns eine Welt vorstellen, die von den Eigenschaften des Schöpfers, zu geben, zu lieben und zu verbinden, erfüllt ist. In diesem Zustand interagieren wir in der Gruppe miteinander. Je mehr wir uns unseren Freunden so gegenüber verhalten, desto schneller werden wir uns der Offenbarung des Schöpfers nähern.

Wir werden uns den Schöpfer immer im Glauben über dem Verstand und niemals im Wissen selbst vorstellen müssen. Er wird sich uns immer nur aus dem Zustand der Verhüllung offenbaren.

Deshalb sagen wir, dass es Einschränkung (Tzimzum), Schirm (Masach) und reflektiertes Licht (Or Hoser) gibt. Wir schaffen in uns solche Bedingungen, dass wir, selbst wenn sich der Schöpfer uns offenbaren würde, nicht bereit wären, Ihn zwischen uns und in uns zu enthüllen. Unter solchen Bedingungen können wir Ihn wirklich begreifen. Wir sind bereits darauf vorbereitet, Ihn nur im Geben zu offenbaren.

Wir werden daher ständig versuchen, eine Verbindung im Glauben über dem Verstand herzustellen und es so zu verwirklichen, als ob der Schöpfer zwischen uns ist und wir Ihm in dieser Verbindung ähnlich werden wollen.

Aus der Lektion 5 des internationalen Kongresses, „Über sich selbst erheben“, 08.01.2022

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Drei Punkte eines stabilen Fundaments

Kommentar: Sie haben gesagt, dass Grausamkeit keine gute Eigenschaft ist und dass eine auf Grausamkeit aufgebaute Gesellschaft nicht überleben kann. Die beständigste Eigenschaft der Natur ist die Barmherzigkeit. Sie sagen jedoch, dass wir durch unsere Hilfe den anderen nicht wirklich helfen und nichts korrigieren werden. Hier liegt ein gewisser Widerspruch vor.

Antwort: Darin erkenne ich keinen besonderen Widerspruch. Was bedeutet es, anderen zu helfen? Wenn wir jemandem etwas geben, helfen wir ihm dann wirklich? Genau hier liegt das Problem.

Wenn wir Barmherzigkeit zeigen und z. B. einen Mörder oder einen Räuber freilassen, vollbringen wir keinen Akt der Barmherzigkeit und richten vielleicht sogar irreparablen Schaden in der Welt an.

Ich weise immer auf den tieferen Kern des Problems und unseres Handelns hin. Die Eigenschaft der Barmherzigkeit ist nicht die Eigenschaft, mit der man die Welt korrigieren kann. Die Welt wird im Allgemeinen durch das korrigiert, was man die mittlere Linie nennt, wenn wir zwei Linien gegenüberstellen, die rechte und die linke, die Eigenschaft der Barmherzigkeit und die Eigenschaft des Urteils, und sie gemeinsam auf die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer ausgerichtet werden können.

Um jede Handlung, jede Eigenschaft, jede Idee auf die richtige Ebene, auf ein stabiles Fundament zu heben, brauchen wir drei Punkte, „drei Tischbeine“. Das ist das Minimum.

Die Essenz der „drei Beine“ ist die folgende. Wir haben die Eigenschaft des Gebens und die Eigenschaft des Empfangens, und wir müssen diese beiden Eigenschaften richtig anwenden. Wie lassen sie sich richtig gegenüberstellen? Wo sollte es mehr Barmherzigkeit geben und wo gilt die Eigenschaft des Urteils, die Beschränkung? Schlagen oder nicht schlagen, hinrichten oder begnadigen? Hierfür müssen wir notwendigerweise den Schöpfer enthüllen.

Wenn wir beide Eigenschaften kombinieren und sie auf den Schöpfer richten, gibt er uns eine klare Richtlinie, wie wir sie innerlich richtig gegenüberstellen können. Und dann entwickeln wir uns.

Das heißt, wir brauchen drei Punkte: zwei sogenannte Engel, zwei Kräfte, Empfangen und Geben, und diese befinden sich in uns. Aber das Wichtigste, der dritte Punkt, ist, dass wir die Enthüllung des Schöpfers brauchen.

Deshalb wird uns die Weisheit der Kabbala nur gegeben, um Ihn verstehen zu können. Er enthüllt sich dem Menschen aber nur in dem Maße, in dem er von Ihm ein Beispiel dafür erhalten möchte, wie er seine Ähnlichkeit mit dem Schöpfer innerlich verwirklichen kann.

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Aus dem TV Programm „Nahaufnahme. Das Schicksal und das Buch Zohar“ 

Eine Versammlung von Schülern steht höher als ein großer Weiser

Selbst ein großer Weiser muss sich vor seinen Schülern annullieren, obwohl er sicher weiser ist als sie. Die Eigenschaft der gegenseitigen Verbindung und des Gebens, die Schüler untereinander pflegen, hat er nicht, da sie viele sind und er allein ist. Deshalb ist er bereit, sich vor ihnen zu annullieren.

Aus diesem Grund ist die kabbalistische Gruppe in ihrem spirituellen Wert höher als jeder einzelne Kabbalist, sie ist höher als jeder einzelne Weise, denn sie weist die Eigenschaft des gegenseitigen Gebens auf.

Das Wichtigste, was wir tun müssen, ist es uns so weit wie möglich vor der Gruppe, vor ihrem inneren Zustand, ihrer inneren Verbindung, zu annullieren und uns so der Eigenschaft des Gebens, der Eigenschaft des Schöpfers anzunähern.

Im Zentrum der Gruppe steht der Schöpfer und in dem Maß in dem ich mich diesem Zentrum annähre und es zu spüren beginne, kann ich den Schöpfer offenbaren.

Die Gruppe ist eine Versammlung von zielstrebigen Menschen, die noch am Anfang ihres Weges stehen. Sie können noch nichts Spirituelles tun und wissen nicht wo sie sich befinden, aber sie haben sich zusammengefunden. So ist ihre spirituelle Versammlung über dem großen Kabbalisten, der allein ist.

Sie bauen den Schöpfer in sich auf, das heißt, ihr Zustand ist vielversprechender und deshalb ist der Schöpfer mehr mit ihnen beschäftigt.

Aus dem Unterricht Nr. 4 des Internationalen Kongresses „Über sich hinauswachsen“, 08.01.2022

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Der Krieg von Gog und Magog. Teil 3

„Damit die Völker mich erkennen“.

Frage: Die Propheten sagen: „Damit die Völker Mich erkennen, wenn ich allen meine Kraft zeige, indem ich dich bezwinge. An dem Tag, an dem Gog in das Land Israel kommt, wird mein Zorn gegen ihn entfacht werden.“

Das klingt seltsam. Bedeutet das, dass der Schöpfer diese Kraft bringt, damit jeder Ihn erkennt?

Antwort M. Laitman: Wenn wir vom Standpunkt unserer egoistischen Natur aus argumentieren, sieht es sicherlich nach einer Art von Kindlichkeit aus.

Aber in Wirklichkeit ist das nicht so. Wir wissen aus der Wissenschaft der Kabbala und aus unserer eigenen persönlichen Erfahrung, die jeder Kabbalist hat, wie es geht. Schließlich durchläuft jeder von uns mehr oder weniger in relativer Weise diese Form des Kampfes zwischen der rechten und der linken Seite der Natur – Empfangen und Geben. 

Deshalb verbringen wir unser ganzes Leben damit, diese gegensätzlichen Eigenschaften zu studieren und sie in einer Mittellinie zu vereinen, die „Israel“ genannt wird, denn indem sie beide Seiten einschließt, führt sie ihren Besitzer direkt zum Schöpfer.

Fortsetzung folgt…

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Aus der TV Sendung „Spirituelle Zustände“ vom 30.04.2021

Der Krieg von Gog und Magog. Teil 1

Die Konfrontation der beiden Eigenschaften der Natur

Replik: „Der Krieg von Gog und Magog“ ist eine Vorhersage des Propheten Ezechiel aus dem fünften Jahrhundert v. Chr. und somit zweieinhalbtausend Jahre alt. Aber die Ereignisse, die im Buch des Propheten beschrieben werden, und die Zeichen, die dort erwähnt werden, weisen auf unsere Zeit hin.

Wir wissen, dass es in allen Primärquellen, die vor vielen tausend  Jahren geschrieben wurden, nicht um materielle, sondern um spirituelle Ereignisse ging.

Außerdem sind Gog und Magog nicht zwei verschiedene Personen, denn Gog ist der König und Magog ist der Ort, aus dem er stammt.

Antwort M. Laitman: Tatsache ist, dass unsere gesamte Welt eine Reihe von Korrekturen erfährt, die aus dem Gegensatz zwischen dem Wunsch zu empfangen und dem Wunsch zu geben, den egoistischen und altruistischen Kräften, dem Plus und dem Minus bestehen. Die gesamte Natur auf der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Ebene ist so aufgebaut.

Auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Ebene gibt es ein Wechselspiel von Plus und Minus, Absorption und Ausdehnung –  in der ganzen Natur, in allen Kräften sei es physikalisch, chemisch usw. Das wird in unseren irdischen Wissenschaften geklärt. 

Aber die gleichen Kräfte sind auch auf der Ebene vorhanden, auf der die Eigenschaften des Menschen zu finden sind: die Ebene des Gebens und des Nehmens. Diese sogenannten Seeleneigenschaften werden erst in der Wissenschaft der Kabbala geklärt. Wir können sie nicht genau definieren, denn diese Kräfte sind uns nur zum Teil bekannt, und zum größten Teil sind sie verborgen.

Darüber hinaus manifestieren sie sich nur in der Art und Weise, wie die positiven und negativen Eigenschaften in uns zum Ausdruck kommen. Und da der Mensch sie in und an sich selbst erforscht, ist es für ihn sehr schwierig, sie zu studieren, weil er sich dabei von sich selbst trennen muss.

Wenn sich die Wissenschaft der Kabbala mit der Beziehung des Menschen zu sich selbst und zur Welt beschäftigt, mit unseren Eigenschaften des Gebens und Empfangens – was in der Natur Plus und Minus, Anziehung und Abstoßung genannt wird -, dann reicht unser Wissen über die physische Welt nicht mehr aus, wir müssen unsere inneren Eigenschaften erforschen.

Aber weil sie uns verborgen sind, wir sie nicht vor uns sehen, sondern nur in uns selbst, sind wir dabei nicht unparteiisch, und so können wir uns nicht objektiv untersuchen.

Infolgedessen hat sich die Wissenschaft der Kabbala nur in dem Maße entwickelt und entwickelt sich weiter, indem der Mensch sich über sich selbst erheben kann. So kann er, wenn er sich sozusagen von sich selbst entfernt, über sich selbst hinausgeht, was man „im Glauben über den Verstand“ nennt, sich selbst objektiv erforschen, unabhängig von seiner Einstellung zu dem, was er untersucht. Und er kann nur die Eigenschaften selbst untersuchen.

Fortsetzung folgt…

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Aus der TV Sendung „Spirituelle Zustände“ vom 30.04.2021

Licht führt uns zur Genesung

Das Gefühl eine Null zu sein, ist ein großartiges und ehrenvolles Gefühl, denn man verneigt sich vor einer höheren Macht. Natürlich kommt es darauf an, zu welchem Zweck und mit welchen Mitteln man dies tut.

Es steht geschrieben: „Das Herz des Menschen soll stolz werden auf den Wegen des Schöpfers“, man soll stolz sein, seine Wünsche, Möglichkeiten und Mittel für das Vorankommen zu steigern. Wie passen diese beiden Richtungen zusammen?

Es führen uns in der Tat beide zum gleichen Ziel. Es gibt keine Eigenschaft des Menschen, die der Erreichung des Ziels entgegensteht. Wir kommen schließlich aus einem perfekten Zustand, der Verschmelzung mit dem Schöpfer, in dem wir uns zum allerersten Zeitpunkt der Schöpfung befanden.

Der Schöpfer hat uns als schwarzen Punkt geschaffen, der in ein unendliches höheres Licht getaucht ist. Von diesem Punkt aus begannen wir uns zu entwickeln, indem Licht in diesen dunklen Punkt eindrang- das Gegenteil von Licht, das „aus dem Nichts geschaffen“ wurde.

Alle uns gegebenen Eigenschaften sind aus der Kollision von Licht und egoistischem Verlangen entstanden. So gibt es in der gesamten Wirklichkeit nichts anderes als diese Konfrontation zwischen Egoismus und Geben, Licht und Dunkelheit, den Eigenschaften des Schöpfers und den Eigenschaften der Schöpfung.

Alles was wir tun müssen, ist unsere Einstellung zu korrigieren und zu unserem ursprünglichen Zustand zurückzukehren. Um das umzusetzen, müssen wir herausfinden, dass wir zerbrochen sind- das ist das Gegenteil des Lichts, daher fühlen wir uns von Ihm entfernt und sind verwirrt. Wir haben damit alle Daten, um sie wie ein Kinderspiel aus Lego zusammenzusetzen und jedes Teil an seinen Platz zu legen.

Darüber hinaus haben wir eine höhere Macht, die uns beeinflusst und all die Kabbalisten der Vergangenheit um uns herum, die uns bei dem helfen, was wir noch zu enthüllen haben. Innerhalb dieses Kreises befindet sich unsere Weltgruppe Bnei Baruch und darin unsere kleinen Zehner… All dies geschieht innerhalb eines Systems, das funktioniert, heilt und sich selbst wiederherstellt.

Aus dem Unterricht Artikel “ Shamati „ Nr.230, 27.12.2021

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Eine kleine Ergänzung, die eine ganze Welt eröffnet

Alle Handlungen, die angeblich zum Wohle der Menschheit ausgeführt werden, werden in Wirklichkeit zum eigenen Nutzen gemacht, um die eigene Rechtschaffenheit, Stärke und Macht zu zeigen. So arbeitet der Mensch und behauptet, dass er sich für das Wohl der Menschheit einsetzt.

Aber wenn ich wirklich um der Menschheit willen arbeiten will, dann brauche ich die Kraft des Gebens, die höhere Kraft. Wenn also jemand behauptet, er sei bereit, nur für das Wohl der Gesellschaft zu arbeiten, dann ist das eine Lüge. Er versteht einfach nicht, wovon er spricht.

Doch die Menschheit hat nicht mehr die Kraft, für sich selbst zu arbeiten, weil wir die Grenze erreicht haben, an der jeder seine egoistische Entwicklung bereits abgeschlossen hat. Und jetzt müssen wir uns entwickeln, indem wir uns vereinigen.

Wir sehen, dass sich die gesamte Natur auf ähnliche Weise entwickelt. Zuerst entwickelten sich Amöben, die einfachsten Organismen, bis sich Moleküle zu komplexeren Systemen zusammenschlossen. Infolgedessen bildeten sie komplexere Körper, die Gefühle und einen Verstand besaßen, und nahmen eine Rollenverteilung innerhalb ihrer Verbindung vor.

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Wir helfen einander den Schöpfer zu enthüllen

Frage: Wir sprechen seit mehr als einem Jahr über „das Geben“ und darüber einem anderen Menschen oder dem Schöpfer zu geben. Nach dieser Vorbereitung haben wir nun das Gefühl einen Punkt erreicht zu haben, wo sich der Weg vor uns eröffnet. Es ist mir wichtig, dass wir alle dieses Konzept in der gleichen Weise begreifen; andernfalls kann es zu Diskrepanzen kommen, die sich im Laufe der Zeit nur mehr vergrößern werden.

Über welche Art des Gebens sprechen wir? Was ist damit gemeint? Auf materieller Ebene kann ich jedem Freund hundert Euro in die Hand drücken und die Sache hat sich erledigt. Worum also geht es hier?

Antwort: Wir sprechen von gegenseitiger Hilfe. Und Hilfe kann nur bedeuten einander dabei zu helfen, den Schöpfer zu enthüllen.

Wir können den Schöpfer aber nur erreichen, wenn wir uns zu einem Kli, das heißt, einem spirituellen Gefäß, zusammenschließen. Dieses Gefäß muss so viele Teile wie möglich umfassen, welche sich untereinander in einer starken Verbindung miteinander befinden. Das ist es, was wir jetzt tun müssen.

Aber keiner kann ohne die Hilfe des anderen auskommen. Wir können den Schöpfer nicht in unserem Inneren enthüllen. Ich kann ihn nur in der guten Verbindung, welche zwischen mir und einem Freund besteht, offenbaren. Wenn wir uns zueinander in einer Weise verhalten, welche der Eigenschaft des Schöpfers ähnelt, so enthüllen wir ihn.

Deswegen brauche ich, um den Schöpfer zu enthüllen, jemanden an meiner Seite, mit dem ich eine wechselseitige Beziehung unterhalte, in der ich mich dem anderen gegenüber so verhalte, wie der Schöpfer sich mir gegenüber verhält. Das also ist es, was wir tun müssen.

Daher ist unsere Arbeit pure Praxis. Das Studium kann die praktische Arbeit keinesfalls ersetzen. Wir sollten ganz einfach unsere Beziehungen zueinander ändern und sie den Eigenschaften des Schöpfers angleichen. Dann können wir uns „Adam“ (Mensch) nennen, abgeleitet von dem Wort „domeh“ (ähnlich)- dem Schöpfer ähnlich.

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Auszug aus dem Internationalen Kongress „Wir erheben uns über unser Selbst“, 6.1.2022 „Annäherung an den Schöpfer durch das Netzwerk unserer Beziehungen“