Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Buch Sohar'

Eine Chance, das Licht in die Welt zu bringen

Wenn wir den Sohar studieren, sollten wir uns fühlen, als würden wir am Fuße des Berges Sinai stehen, gegenüber unserem egoistischen Verlangen, welches unsere Natur ist. Wir haben bereits geprüft und sind davon überzeugt, dass wir unfähig sind, unsere Natur zu kontrollieren; wir können damit nicht einmal in unserem materiellen Leben erfolgreich sein.

Entsprechend des Höheren Plans wird unsere Natur uns absichtlich zu größeren Störungen führen. Aus diesem Grund müssen wir das Licht, welches erneuert, erbitten, welches als die Tora bezeichnet wird. Es steht geschrieben, „Ich erschuf die böse Neigung und gab die Tora für dessen Korektur,“ da uns das Licht der Tora erneuert.

Dies ist der Zustand, wo wir am Fuße des Berges Sinai stehen und Hass zwischen allen spüren. Aber wir hassen diesen gegenseitigen Hass zwischen uns, und dies führt uns zu einer gewaltigen Forderung, denn nur die Kraft der Tora – das Buch Sohar, welches uns mit dem Licht, das erneuert, erleuchtet, ist imstande, unsere Natur zu verändern. Dieses Buch wird uns helfen, unsere Augen und unser Herz zu öffnen und die spirituelle Dimension zu erreichen.

Wenn wir das Buch Sohar jeden Tag mit dieser Absicht studieren, dann werden wir am Fuß des Berges Sinai sein. Wenn wir alle unsere Bemühungen verbinden und unsere gesamten Kräfte auf diese gemeinsame Forderung ausrichten, dann gibt es für uns eine große Chance, Licht in die Welt zu bringen.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Wege der Annehmlichkeit


Der Sohar, Abschnitt „Miketz (Am Ende)“, Punkt 100: So erfuhren wir, dass, wenn der Sabbat beginnt, alle Bösen in der Hölle ruhen, und sie haben die Freiheit, sich auszuruhen. Und wenn der Sabbat endet, sollten wir die höhere Freude auf uns hervorlocken, damit wir von der Bestrafung der Bösen verschont werden, welche von dem Moment an verurteilt sind. Und wir sollten erwachen und sagen „Lasst die Annehmlichkeit des Herrn unseren Gott über uns sein“. Dies ist die höhere Annehmlichkeit, die Freude von allem, Mochin de Yeshsut. Und es heißt darüber, „Ihre Wege sind die Wege der Annehmlichkeit“.

Die „Gottlosen“ beziehen sich auf die Verlangen, die uns das Gefühle geben, in der „Hölle“ zu sein. Dies ist ein Gefühl von Scham, welches hervorgerufen wird, weil wir die Eigenschaft des Gebens erkennen und im Gegensatz dazu unsere eigenen unkorrigierten Eigenschaften sehen.

Wir müssen lernen, alle unsere Eigenschaften in solch einem Zustand zu sehen. Die Korrektur unserer Verlangen ist unmöglich, ohne zuvor die „Hölle“ in jedem unserer unkorrigierten Verlangen, welche im Gegensatz zum Schöpfer stehen, wahrzunehmen.

Wenn wir daher in der Lage sind, unsere unkorrigierten Eigenschaften als gegensätzlich zum Schöpfer zu erkennen und zur Korrektur zu gelangen, verwandeln sich alle Wege in „Wege der Annehmlichkeit“. Wir sind diejenigen, die entscheiden, dass dies so ist.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Die Erleuchtung der Shechina erwecken

Wenn wir den Sohar lesen, müssen wir danach streben, uns wie ein Mann mit einem Herzen zu fühlen, in der Absicht uns dem Höheren Licht anzugleichen, weil wir dadurch verlangen, seinen Einfluss auf uns zu erwecken. Der große Kabbalist Moshe Cordovero (der Ramak, welcher im 15. Jahrhundert lebte) schrieb Folgendes in seinem Buch Or Yakar:

„Wenn wir das Buch Sohar studieren, erwecken wir die Kräfte der Seelen der gerechten Männer und erneuern das Licht, welches zu der Zeit enthüllt wurde, als dieses Buch verfasst wurde. Folglich scheint auf uns die Shechina – die Versammlung aller Seelen – und erleuchtet uns mit ihrem Licht. Und alle, die dieses Buch studieren, kehren zurück und erwecken das Licht, welches Rabbi Shimon Bar Yochai und seine Freunde zu jener Zeit enthüllt haben…“

Daher erwarten auch wir jenes Licht, welches durch die Autoren des Buches Sohar enthüllt wurde, damit es auf uns wirkt, durch alle Systeme hindurch, welche sich nach dem Zerbruch angesammelt haben. Sie bereiteten diese Systeme für uns vor, um uns durch das korrigierte System aus der Welt der Unendlichkeit zu beeinflussen.

Diese großen Kabbalisten handelten in Bezug auf uns so, wie wir in dieser Welt gegenüber unseren Kindern handeln, mit dem Wunsch, ihnen ein gutes Erbe zu hinterlassen. Deshalb bereiteten sie dieses korrigierte System für uns vor, ebenso wie die kabbalistischen Bücher und alle Arten von Studienmaterial. Sie hinterließen uns auch eine Anleitung, wie wir eine kabbalistische Gruppe erschaffen und was deren Statuten sein sollen.

Alles was wir somit tun müssen, ist, uns daran wie kleine Kinder festzuhalten, so gut es uns möglich ist. Dann wird jenes System, welches sie für uns vorbereiteten, beginnen, auf uns zu wirken.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Es macht keinen Sinn, aber es ist faszinierend

Eine Frage, die ich erhielt: Warum sollten wir etwas über die zahlreichen Einzelheiten lesen, die vom Sohar beschrieben werden, wenn wir nicht fähig sind, diese in uns zu identifizieren?

Meine Antwort: Wir müssen wie ein Kind sein, das auf die Welt um sich herum schaut und nichts versteht, und sich dennoch allmählich entwickelt. Es wird aufgeregt, wenn es einen Bus vorbei fahren sieht, weil er wie etwas sehr großes aussieht, das sich bewegt. Es gibt ein anderes natürliches Phänomen, wo frisch geschlüpfte Gänse, die das erste sich bewegende Objekt sehen, dieses für ihre Mutter halten und sie folgen ihm. Das bringt sie dazu, sich zu entwickeln.

Gleicherweise, wenn wir den Sohar lesen, gibt es einen Teil, den wir überhaupt noch nicht verstehen und einen anderen Teil, mit dem wir uns schon verbinden können. Dieses entwickelt uns. Wir müssen erkennen, dass wir es noch nicht verstehen können, doch eines Tages werden wir alles ganz sicher in seiner Gesamtheit verstehen. Wenn wir danach verlangen und versuchen zu verstehen, was wir hören, erwecken wir die Kraft, die uns entwickelt. Wie könnten wir uns andernfalls weiterentwickeln?

Je mehr wir voranschreiten, umso mehr Geschmack werden wir im Studium empfinden.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Wenn die Gottlosen frei gelassen werden

Aus dem Sohar, Abschnitt „Miketz“, Punkt 85:
Wo immer über Israel Gericht gehalten wird, und es “ Bürde“ heißt, dann ist es sicherlich eine Bürde, die auf dem Schöpfer lastet um Israel zu bestrafen. Dies ist eine Last von beiden Seiten, so als ob Er sich belaste, sei es er bestrafe sie oder er bestrafe sie nicht. Bestraft er sie nicht, bleiben sie im Schmutz der Sünde. Und wenn er sie bestraft, dann leidet Er sicherlich wegen des Leidens Israels. Darum ist es schlecht, wenn „Bürde “ in Bezug auf Israel geschrieben steht.

Es ist unmöglich spirituellen Fortschritt zu machen, ohne das Verlangen zu genießen zu enthüllen. Unser Wille, mit Genuss erfüllt zu werden, ist unendlich, aber das ist im Innern vor uns verhüllt. Wenn dieses Verlangen sich in seiner unkorrigierten Form enthüllt, fangen für uns die Probleme an. Unser Herz bekommt eine Last und unsere Entwicklung wird immer schwieriger. Doch genau dieser Prozess den wir durchlaufen ist unumgänglich, denn unsere Korrektur ereignet sich über unserem Verlangen zu Empfangen. Daher muss sich das auf diese Weise enthüllen.

Die Offenbarung unseres unkorrigierten Verlangens ist ein Zeichen dafür, dass wir bereit sind korrigiert zu werden. Darum werden diese neuen Schichten des Verlangens zu Empfangen enthüllt, und sie erlauben uns, daran zu arbeiten. Aus diesem Grund müssen wir sowohl die Guten als auch die Schlechten schätzen.

Es gibt nicht so etwas wie „böse“, sondern nur, was die „Enthüllung des Bösen“ genannt wird. Das was zuvor in Form der „gottlosen“ (egoistischen) Verlangen verborgen war, ermöglicht uns erst den Prozess der Korrektur.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Nach spirituellen Empfindungen suchen

Manchmal erzählt der Sohar von Dingen, die ich schon vom Studium über die Struktur meiner Seele kenne, wie die rechte und linke Seite, Chassadim, Chochma, Cohen, Levi, die drei Linien, Bina, Seir Anpin, Malchut.

Dieses System ist mir klar und ich visualisiere es als ein Bild, ein Diagramm oder als eine Zeichnung; und ich versuche es von innen zu erkennen.

Wenn ich es mache, muss ich eine emotionale Rückmeldung in mir finden. Jedes Wort und jede Definition, wie „rechts“, „links“, „Cohen“, „Levi“ und „David“, müssen mit einer bestimmten Empfindung verbunden sein. Wenn wir keine Empfindungen erfahren, sollten wir sie uns als ein bestimmtes Schema vorstellen. Wenn ich über Chesed, Gewura, Tiferet, Cohen, Levi, Israel, Abraham, Isaak, Jakob, Netzach, Hod, Yesod, Malchut, den Aufbau der Seelen von Israel und so weiter lese, muss ich mir vorstellen, wie diese Bestandteile sich zueinander in meinem inneren Raum beziehen.

Zuerst visualisiere ich sie in der Form eines Schemas, das zeigt, wie diese Verlangen und Eigenschaften in mir existieren. Wenn ich mir dieses System in dieser Form vorstelle, muss ich eine entsprechende Empfindung zu jedem Wort finden und beobachten, wie mein Körper, meine Gefühle und mein allgemeines Verlangen auf jedes Wort im Buch Sohar reagieren.

Dasselbe wird in unserer Welt angewendet: Wenn wir ein vertrautes Wort hören, reagieren wir sofort darauf. Schließlich sind wir ein Verlangen; wir werden gelenkt durch unsere Empfindungen, nicht durch unseren Intellekt. Deshalb muss ich hinter dem Bild, das mir in verschiedenen Graden immer klarer wird, eine innere emotionale Reaktion zu jedem Wort finden.

Alles, was im Buch Sohar beschrieben ist, ist verborgen vor mir und total geschmacklos, aber beim Versuch, Empfindungen hinter diesen Worten zu finden, bekomme ich ein Verlangen nach deren Enthüllung.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Eine von der Natur geschaffene Sprache

Warum wählten Kabbalisten „die Sprache der Zweige“, um anderen ihre Gedanken zu erklären? Nehmen wir an, ich verstünde die Verbindung zwischen Wurzel und Zweig auf ihrer allerersten Stufe, während jemand anderes es fertig bringt, sie auf einer höheren Stufe zu verstehen und wiederum jemand anderes von einer noch höheren Stufe. Ein Zweig wird jedenfalls immer ein Zweig bleiben.

Ein Kind weiß, dass, wenn es einen Kabelstecker in die Steckdose steckt, sein Spielzeug zu funktionieren beginnt. Ich weiß, dass sich in der Dose Elektrizität befindet und dass sie mein Haus über Kabel erreicht. Ein technisch fortgeschrittener Mensch weiß, dass es ein Elektrizitätswerk gibt, welches die Elektrizität bereitstellt und so weiter. Wir sprechen alle über den gleichen Prozess, ungeachtet dessen, wie viel jeder von uns die Einzelheiten versteht oder wie tief wir „die Wurzel“ erkennen. Wurzeln verlaufen in die Richtung ihrer höchsten Herkunft, jedoch ein Zweig in unserer Welt verbleibt ein Zweig.

„Die Sprache der Zweige“ stammt aus der Wirklichkeit selbst. Daher ist es nicht nötig, eine andere Sprache zu erfinden, um spirituelle Begriffe auszudrücken; es ist einfach nicht möglich. Diese Sprache wurde für uns von der Natur geschaffen, um für die Kommunikation zwischen uns und dem Schöpfer verwendet zu werden. In seinem Buch, die Tora, war Moses der Erste, der diese Sprache verwendete, um den Weg der spirituellen Erkenntnis auf allen Ebenen zu beschreiben.

Das Buch Sohar erklärt Moses‘ Kommentare und fügt seine eigene Sprache hinzu. Es wurde von Rabbi Shimon geschrieben, der die gleichen Stufen wie Moses durchlief, welche die gleichen Stufen sind, die jeder Mensch zu durchlaufen hat. Seine Beschreibung dieser Stufen fügt zusätzliche Erklärungen der Verbindung zwischen Wurzel und Zweig hinzu. Daher ist das Buch Sohar so nützlich, um das Umgebende Licht (Or Makif) von der Wurzel zum Zweig, also zu uns, anzuziehen.

Baal HaSulam beschrieb die Verbindung zwischen der Wurzel und dem Zweig in noch mehr Einzelheiten, indem er kabbalistische Definitionen und Erklärungen ihrer Verbindung durch die drei Linien hinzufügte. Alle diese Autoren sprechen jedoch über genau das gleiche Bild und seine Wurzeln; jeder Kabbalist fügt nur seine eigene Beschreibung der Verbindung hinzu. Das steigert die Kraft des spirituellen Aufstiegs, die durch das Buch bereitgestellt wird, und die Menge des Or Makif, die auf einen Menschen, der es liest, herabkommt und somit für ihn den Weg zur Höheren Welt ebnet.

Zur Kabbala Akademie—>

Mit rohem Schiefer beginnen

Eine Frage, die ich erhielt: Das Buch Sohar nimmt mich mit in einen unbekannten Dschungel, wo ich mich völlig orientierungslos fühle. Wieso ist es hilfreich, mich von meinem körperlichen Intellekt abzutrennen?

Meine Antwort: Du hast keine Wahl. Du findest dich selbst in einer Situation wieder, wo Logik nicht länger funktioniert. Du beginnst zu erkennen, dass du dir nur selbst Schmerz zufügst, wenn du mit der gleichen Logik wie bisher weitermachst. Wenn wir anfangen, etwas zu lernen, das brandneu ist, ist es besser, sich vom ganzen vorherigen Wissen abzukehren und an die Information wie ein Kind heranzugehen, dass eine rohe Schiefer hat. Dann kannst du die Information vergleichen und später Parallelen finden.

Auf diese Weise lernen wir, sogar wenn wir moderne Wissenschaften, wie Genetik oder Quantenphysik studieren. Du musst einen ganz neuen Ansatz finden. Du kannst die Relativitätstheorie nicht verstehen, indem du einfach versuchst, Newtons Prinzipien anzuwenden. Doch du kannst nirgends eine neue Logik finden, denn sie kommt nur vom Umgebenden Licht. Deshalb haben wir keine andere Wahl, als auf die Korrektur von Oben zu warten.

Die geheime Formel für ein Wunder

Durch das Buch Sohar zeigt uns der Schöpfer alle Arten von Beispielen, durch die beabsichtigt wird, uns verschiedene Eindrücke zu vermitteln. Einstweilen verstehen wir noch nicht, was das ist, genauso wie ein Baby noch nichts weiß, aber versucht, die Beispiele nachzuahmen, die es sieht.

Wenn Sie etwas nicht tun wollen oder tun können, dann wenden Sie sich zur Hilfe an die Gruppe und die Bücher. So oder so müssen Sie nach etwas Ausschau halten, was Sie vorwärts bringt und Ihnen helfen wird, sich mit den Zuständen und Handlungen, von denen der Sohar spricht, zu verbinden, auch wenn Sie nicht in der Lage sind, irgendetwas davon zu verstehen. Das Wichtigste dabei ist, dass sie es verstehen „wollen“.

Der Sohar spricht über Höhere Zustände des spirituellen Gebens, welche Sie fühlen und erfahren wollen. Wie können Sie das tun? Dies ist die Frage, die Sie ständig beschäftigen sollte.

Es spielt keine Rolle, wenn Sie sich an nichts erinnern können, was Sie gelesen haben. Wenn Sie wollen, dass der Text Sie beeinflusst, werden Sie dadurch diese Welt betreten und dadurch fühlen, worüber gesprochen wird. Dann werden Sie ein sehr starkes Gefühl verspüren, wie das Lesen Sie beeinflusst, selbst wenn Sie kein einziges Wort davon verstehen. Sie werden eine Veränderung in Ihrer Stimmung, in verschiedenen Eigenschaften und in Ihrer Sichtweise auf sich selbst und die ganze Welt erfahren. Sie werden beginnen, täglich verschiedene Veränderungen zu verspüren, bis Sie eines Tage den Sprung machen werden.

All dies wird als ein Ergebnis des Lesens geschehen, auch wenn Sie keine Ahnung haben, worüber Sie lesen und was es Ihnen sagen will. Sie haben keine Verbindung mit dem Buch, außer dem einen Verlangen: Sie wollen, dass sich Ihnen das Buch offenbart!

So funktioniert das Umgebende Licht. Es ist eine wunderbare, wunderwirkende Kraft. Dieser Einfluss, welcher von der Höheren Welt auf uns wirkt, ist nichts weniger als ein Wunder, weil es wirkt, obwohl Sie keine Verbindung dazu haben. Es gibt keine Verbindung zwischen dem Willen zu empfangen und dem Willen zu geben. Die ganze Verbindung wird durch den Schöpfer verwirklicht, der die Wurzel beider Eigenschaften ist. Diese verborgene Verbindung wird ein Wunder (Segula) genannt.

Dies folgt einem strengen Gesetz des Lichtes und des Verlangens (Kli), nach einer festen Formel ihrer Interaktion. Dennoch ist diese Art der Verbindung vor Ihnen verhüllt und deshalb ist es auf Sie bezogen ein Wunder. Sie drücken an einem Ort einen Knopf und an einem anderen Ort öffnet sich plötzlich etwas. Dieses gesamte System ist vor Ihnen verborgen und Sie wissen nicht, wie diese Verbindung funktioniert.

Daher sagt man Ihnen einfach, dass Sie lesen und verlangen sollen – und dann wird der Rest von ganz alleine kommen.

Den Sohar in jedem Unterricht zum Leben erwecken


Wir müssen den Sohar wieder und wieder lesen, bis das Licht beginnt, uns zu beeinflussen. Zuerst fühlen sich die Menschen sehr inspiriert, wenn sie den Sohar lesen, und dieses Gefühl hält auch ein oder zwei Monate an. Während dieser Zeit verstehen die Menschen noch nicht wirklich etwas, aber werden von allem, was auch immer geschieht, inspiriert.

Dieses Gefühl verschwindet dann und alles beginnt zu langweilen. Wenn Sie den Sohar lesen, wird sich dieses Gefühl sehr bald einstellen. Dann können wir nichts mehr vom Text erhalten und lesen einfach gemäß dem Verständnis, dass wir dies einfach tun müssen, auch wenn wir gegenüber dem Material gleichgültig sind und es uns „geschmacklos“ erscheint und sogar abstoßend.

Der Grund dafür ist, dass uns ein zusätzliches egoistisches Verlangen offenbart wird, welches die Verbindung zwischen uns noch erschwert. Der Sohar scheint in dem Maße auf uns, in welchem wir miteinander verbunden sind. Ganz am Anfang wird uns eine Verbindung der Punkte im Herzen gegeben. Wenn wir beginnen, den Sohar mit der anfänglichen Verbindung zu lesen, die uns gegeben wurde, dann erwachen unsere Punkte im Herzen und verlangen etwas Neues und Unbekanntes zu enthüllen. Der Name selbst, „Sohar„, inspiriert uns.

Wenn wir zu lesen beginnen, scheint das Umgebende Licht auf uns und hilft uns, die Punkte im Herzen über unseren gewöhnlichen Egoismus zu erheben und diesen darunter zu lassen. Deshalb verspüren wir anfangs eine Verbindung zwischen uns und ein Streben nach einem gemeinsamen spirituellen Ziel. All dies geschieht durch das Umgebende Licht (Or Makif), welches zu uns kommt und diesen Zustand für uns erschafft.

Aber einen oder zwei Monate später wächst auch unser egoistisches Verlangen durch den Einfluss des Lichtes. Einerseits inspiriert uns das Licht, aber andererseits wird dadurch auch unser Egoismus größer und dadurch verspürt der Mensch eine Schwere in sich, so als ob eine Kraft ihn nach unten ziehen würde. Es gibt nur eine Sache, mit der wir uns schützen können: Die Verbindung zwischen uns allen zu verstärken. Nichts anderes wird helfen.

Wir müssen alle möglichen Methoden benutzen, selbst wenn diese künstlich sind, um unsere Verbindung zu erneuern. Wenn wir diese Verbindung noch etwas erhöhen, dann werden wir in der Lage sein, über die Schwere unserer Herzen und unseren Egoismus zu steigen, weil wir dadurch zur Verbindung des Systems der Schöpfung zurückkehren werden.

Wir erhalten eine Enthüllung unseres Mangels an Korrektur und uns wird gezeigt, wie sehr wir voneinander getrennt sind. Wenn ich versuche, mich dieser Trennung zu widersetzen, dann kommen der Eindruck und die Inspiration des Sohar sofort wieder zurück. Sobald Sie ein Gefühl von Schwere zu erfahren beginnen, sollten Sie sofort etwas tun, um die Verbindung mit den anderen zu stärken. Beginnen Sie zum Beispiel damit, darüber nachzudenken, wie sehr Sie sich mit den anderen verbinden möchten und sich ihnen annähern wollen, in der Absicht, ihre Seelen zu verbinden. Diese kleine, erzwungene Handlung ist genug, um sofort zu beginnen, den erhöhten Einfluss des Lichtes zu fühlen, damit Sie diese Schwere überwinden können. Dann werden Sie die gleiche Inspiration und Begeisterung verspüren, die der Sohar Ihnen während Ihrer ersten Lektion gab.

Auf diese Weise funktioniert es. Sie müssen alle nötigen Anstrengungen darin investieren, denn sie bekommen keinerlei „Rabatte“ in diesem Zusammenhang. Die Anstrengung liegt in dem Versuch, uns gegenseitig zu verbinden, bis wir zu schreien beginnen, damit das Umgebende Licht zu uns kommt, da nur das Licht uns die Inspiration und das Gefühl geben kann, wie groß der Sohar ist. Dann wird der Text plötzlich für uns lebendig werden.

Zum Kabbalalernzentrum–>