Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Belohnung'

Wie man einen einfachen Ramadan hat


Eine Frage, die ich erhielt: Ich studiere jetzt seit 2 Monaten Kabbala. Zuerst fühlte ich mich von etwas Gutem erfüllt bis zum Rand. Doch dann begann der Monat des Ramadan. Ich würde mich selbst nicht als religiös bezeichnen, doch für die letzten sechs Jahre war das einzige islamische Ritual, welches ich befolgte, der Ramadan, wobei man einen Monat lang fastet.

Dieses Jahr fing ich an, auch am ersten Tag des Ramadan zu fasten, doch mir sind schreckliche Dinge passiert. Mein Egoismus fing an, mir zu widerstehen. Mein Hass gegen alle, Wut und Schmerz wurden so unausstehlich, dass ich nur fünf Tage durchgehalten habe, obwohl ich in vorigen Jahren kein Problem damit hatte, die Fastenzeit des Ramadan von Anfang bis Ende einzuhalten. Dieses Mal hörte ich nicht nur auf, am fünften Tag das Fasten einzuhalten, sondern fühlte mich auch von allen möglichen „unguten Verhaltensweisen“ angezogen, wie z.B. Alkohol, Sex etc. Ich studiere noch immer Kabbala, doch fühle ich mich nicht mehr so inspiriert wie zuvor. Was geschieht mit mir?

Meine Antwort: Kabbala ist nicht gegen die Religion als eine kulturelle Tradition einer Nation. Baal HaSulam schreibt, dass sogar nachdem alle Korrekturen abgeschlossen sind, jeder Mensch seine Religion, d.h. Traditionen beibehalten kann. Ich beachte auch die Traditionen meiner Kultur, aber nur als Traditionen.

Ein religiöser Mensch beachtet andererseits religiöse Rituale, da er glaubt, dass er dafür belohnt werden wird. Doch wenn ein Mensch Kabbala studiert, fängt er an zu verstehen, dass er nur in dem Ausmaße belohnt werden wird, wie er seine Verlangen korrigiert und die Belohnung kommt als Licht der Erfüllung, als die Enthüllung des Schöpfers dem Menschen gegenüber. Folglich birgt die Spiritualität oder der Schöpfer in sich keine Beziehung zu irgendeiner physischen Handlung in unserer Welt.

Die Religionen wurden von Menschen erfunden, welche sich in ihrem Egoismus befinden und folglich haben sie nichts von der Wahrheit der Höheren Welt. Wenn sie nichtsdestotrotz die Verantwortung für die Beachtung der Bräuche Ihrer Nation übernehmen und diese als Traditionen betrachten, welche Sie respektieren wollen, dann wird es für Sie nicht schwierig sein, den Ramadan als einen Brauch zu befolgen. Wie wir in Israel sagen: Tzom Kal – haben Sie eine einfache Fastenzeit!

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Blog-post: Alles stammt von der Kabbala ab!
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Von unserer Welt – zur virtuellen Welt – zur Höheren Welt


Eine Frage, die ich erhielt: Kürzlich haben Sie darüber gesprochen, von der regulären Verbreitung durch Zeitungen, wie in Sochi und anderen Orten, zur Verbreitung durch das Internet überzugehen. Bedeutet das, dass wir aufhören sollen, Zeitungen und Magazine herauszugeben, TV-Sendungen zu produzieren, usw.?

Meine Antwort: Wir werden keine hastigen Veränderungen vornehmen. Wir werden alle unsere gegenwärtigen Mittel der Verbreitung fortsetzen, einschließlich der Herausgabe von Büchern und Zeitungen, der Produktion von Filmen usw. Jedoch wird sich schrittweise die Priorität auf die Verbreitung durch das Internet verlagern. Die Gründe sind folgende:

Notwendig für die Existenz. Die Natur auf ihrer unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufe ist darauf programmiert, nur das zu konsumieren, was für die Existenz notwendig ist. Die restliche Zeit ruht sie aus.

Exzess- oder Luxusbedürfnisse. Anders als die Tiere, strebt der Mensch danach, sich über die natürlichen (tierischen) Bedürfnisse des Körpers, wie Essen, Wohnen, Sex und Familie, hinaus zu erfüllen. Er beginnt, zusätzliche Verlangen für Übermaß und Luxusdinge zu fühlen, indem er diese von der Gesellschaft übernimmt. Folglich beginnt er, Dinge wie Reichtum, Anerkennung, Berühmtheit und Wissen zu verlangen.

Aus diesem Grund ist der Mensch auch gezwungen, mehr zu arbeiten als wirklich notwendig, um diese übermäßigen Begehren zu erfüllen. Dennoch sind diese Verlangen eigentlich nicht die seinen, sondern die der Gesellschaft, und sie wurden ihm von der Gesellschaft aufgenötigt. Er verwendet den Großteil des Lebens dafür, diese Begehren zu erfüllen, und nebenbei belastet er damit viele andere Menschen mit zusätzlicher Arbeit.

Überflüssiger Luxus ist der Grund für Selbstzerstörung. Die Harmonie der Natur wird zerstört, wenn der Mensch, als eine Spezies, mehr von der Natur nimmt, als er zur Existenz braucht. Deshalb werden wir Zeuge der Erschöpfung der natürlichen Ressourcen dieses Planeten, ebenso wie von der allgemeinen Krise.

Eine Gesellschaft des notwendigen Konsums. Die Lösung des Problems liegt in der Heranbildung einer barmherzigen Einstellung zueinander. Wenn wir eine Haltung der Liebe erreichen, dann wird die Gesellschaft den Menschen nicht länger zusätzliche Verlangen und Arbeit aufzwingen, außer dasjenige, was für die Existenz notwendig ist.

Die Zeit und die Anstrengungen, die dadurch frei werden, werden zur spirituellen Entwicklung des Menschen verwendet werden – zu einer Verbindung mit dem Schöpfer, der höchsten Belohnung. Dies wird durch anhand einer größeren Verbindung zwischen den Menschen (Seelen) verwirklicht werden, bis alle gemeinsam in ein einziges System totaler innerer Verbundenheit einbezogen sind – der einheitlichen Seele von Adam.

Aufbau neuer Beziehungen. Neue Beziehungen zwischen den Menschen – wie Schenken, gegenseitige Bürgschaft und Liebe für den Nächsten – werden vor allem über das virtuelle World Wide Web durchgeführt werden, das alle Menschen einschließen wird. Die Vielfältigkeit des Internets wird es jedem Benutzer ermöglichen, all seine Bedürfnisse zu erfüllen, einschließlich Studium, Kommunikation, Arbeit, Pause und sogar einige der physiologischen Bedürfnisse usw. Sogar die notwendige Arbeit wird großteils über das Internet getan werden. Nur eine kleine Anzahl an Menschen, die arbeiten, um die existenznotwendigen Waren und Dienstleistungen zu produzieren, werden weiterhin außerhalb des World WideWeb arbeiten.

Wandel des Menschen. Wenn wir die ganzen Lektionen, Lehrtätigkeiten, Verbreitungsarbeiten und die Verwirklichung des Plans zur Vereinigung mit dem Schöpfer (Freundesversammlung, Kommunikation und Kongresse) auf das Umfeld des virtuellen World Wide Web übertragen können, und so die gesamte Menschheit in unser Umfeld ziehen, dann werden wir fähig sein, die Welt zu erneuern und sie damit ökologisch gesund machen und die Menschen umerziehen.

Die Verwirklichung. Die gesamte Verbindung der Menschen durch das Internet gründet sich auf ihr Verlangen, miteinander zu kommunizieren. Deshalb müssen wir zeigen, dass wir für jede Art von Kontakt mit den Benutzern bereit sind. Der Aufbau der Kabbala im Internet hat oberste Priorität. Dies wird uns nicht nur erlauben, den Menschen die Erkenntnis von unserer Welt oder von der virtuellen Welt zu bringen – sondern von der wahren Höheren Welt und dem Schöpfer.

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Der Schöpfer hat weder Arme noch Beine


Fragen, die ich über Religion und Kabbala erhielt:

Frage: Vielleicht sollte den Leuten (Juden wie Nichtjuden), die am Studium der Kabbala interessiert sind, die Sache einfacher gemacht werden, indem man ihnen sagt, dass es am Ende der Korrektur zu einer Verbindung zwischen den eigenen Handlungen und der Spiritualität kommt. Dies ist die Ganzheit von Pardes – Judaismus (den Handlungen) und Kabbala (Spiritualität) -, und früher oder später wird dies zum einzigen Weg im Leben der gesamten korrigierten Gesellschaft werden. Mit allem Respekt, aber es ist doch Tatsache, dass Sie sich wie ein religiöser Jude verhalten, wie auch Ihr Rav Rabash und dessen Rav vor ihm, Baal HaSulam, und wie seit Beginn der heiligen Generationen jeder andere auch.

Meine Antwort: Ich erkläre es nochmal: Die körperliche Befolgung von Gebräuchen in dieser Welt ist nichts anderes als eine Tradition, wohingegen Kabbala über die Korrektur der Verlangen der Seele spricht. Niemand wird verpflichtet sein, die mechanischen Vorschriften (Gebote) zu befolgen. Stattdessen werden die Leute nur die spirituelle Befolgung der Gebote ausführen müssen – in ihren Verlangen. So werden wir ähnlich wie der Schöpfer. Es wird nicht mechanisch getan, denn der Schöpfer hat weder Arme noch Beine! Wir müssen die Seele korrigieren. Studieren Sie Baal HaSulams Artikel über Körper und Seele. Dort erklärt er, dass wir die Seele nicht durch den Körper korrigieren können.

Dennoch ist es gut, den Traditionen zu folgen, auch den religiösen, um einen Rahmen für unsere kulturelle und soziale Existenz auf dieser Welt zu wahren. Ich kann Leute, die an der Kabbala interessiert sind, nicht belügen, genauso wenig wie deren Gegner.

Frage: Wo sagt Baal HaSulam, dass man innerlich weltlich werden muss? Ihre Argumente machen Sinn, jedoch scheinen Sie kein Vertrauen in die Fähigkeit der Leute zu haben, äußere Vorschriften zu erfüllen und zugleich mit der inneren Absicht (Kawana) in kabbalistischer Weise zu arbeiten. Ihre Lehrer vor Ihnen und alle früheren Kabbalisten taten aber genau das, hab ich nicht recht? Weshalb sollte man dann den Leuten erzählen, dass sie aufhören sollen, religiös zu sein?

Meine Antwort: Ich habe den Leuten nie erzählt, dass sie aufhören sollen, religiös zu sein, genauso wenig wie ich ihnen das Gegenteil gesagt habe! In „Aufbau der Gesellschaft der Zukunft“ schreibt Baal HaSulam, dass zukünftig, in der korrigierten Gesellschaft, jede Person ihre Religion beibehalten kann. Hierdurch wird klar, was die wahre Definition von Religion ist – sie ist Teil der Kultur, und nicht mehr als das. Und alle werden dies erkennen und so akzeptieren, sobald sich der Schöpfer in ihnen enthüllt. Die Leute werden Religion von allem trennen, was sich auf den Schöpfer, die kommende Welt und die Belohnung und Bestrafung im körperlichen Leben bezieht.

Dies ist deshalb so, weil alles in „dieser Welt“ sogleich wahrgenommen wird – gegenwärtig und sofort – und es keine „andere Welt“ oder eine Welt „auf der anderen Seite“ gibt . Es gibt nichts außer den realen, gegenwärtigen Zuständen. „Auf der anderen Seite“ bedeutet auf der anderen Seite des Egoismus. Verändern Sie Ihren Egoismus ins Gegenteil, und Sie werden die Welt auf der anderen Seite wahrnehmen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Schöpfer kann mit nichts anderem erreicht werden, als mit der Kabbala
Blog-post: Kabbala lehrt Liebe und Schenken – sonst nichts!
 

Die Seele ist die Eigenschaft des Schenkens – ohne sie sind wir Tiere


Zwei Fragen die ich über die Seele erhielt:

Frage: Nach allem was bereits gesagt wurde, verstehe ich es trotzdem nicht – gibt es eine Seele? Sie sagen, dass wir keine Seele haben und den Punkt im Herzen entwickeln müssen, der sich zu einer Seele entwickeln wird. Auf der anderen Seite sagen Sie, dass die Seele in den Körper wiedergeboren wird. Haben wir also eine Seele oder nicht? Sind wir die Seele? Wenn nicht, was sind wir dann?

Meine Antwort: Wir sind der tierische Level des Willens, durch Genuss erfüllt zu werden, oder der ‚Wille Genuss zu empfangen‘. In diesem ‚Willen zu empfangen‘ entsteht der ‚Wille Genuss zu schenken‘ oder mit anderen Worten – der Wille, mit der Eigenschaft des Schenkens erfüllt zu werden. Dieses Verlangen wird „der Punkt im Herzen“ genannt. Und sein Name weist darauf hin, dass der Punkt im Herzen klein ist und keinen Raum hat, in dem es die Erfüllung des Schenkens spüren kann. Er wird umhüllt vom „Herzen“, d.h. von Verlangen des tierischen (körperlichen) und sozialen Levels, Verlangen für die Genüsse unserer Welt.

Wenn wir diesen Punkt bis zur kleinsten wichtigen Größe – die ersten 10 Sefirot – durch den Einfluss des Höheren Lichtes (das während des Studiums der Kabbala mit den authentischen Quellen hinabsteigt, speziell beim Studium in der Gruppe) entwickeln, dann werden wir innerhalb dieser Sefirot die Eigenschaft des Schenkens entdecken, Or Choser, und Genuss vom Schenken, Or Chassadim.

Deswegen ist die Seele die Eigenschaft des Schenkens, entsprechend der Definition: „Die Seele ist ein Teil des Schöpfers von oben.“ Es ist der Grad der Gleichheit des Menschen mit dem Schöpfer. Aber solange wir nicht die kleinste Eigenschaft des Schenkens erworben haben, bleiben wir Tiere.

Frage: Mein Ehemann ist Jude und ich bin es nicht und er versucht, seinen Glauben zu praktizieren. Aber von ihm und vielen Rabbis wurde mit gesagt, dass wir nicht zusammen gehören, weil meine Seele nicht rein ist. Ich stimme dem nicht zu – ich habe eine Seele und ich denke, ich bin hier, um meine Seele zu reparieren und für die Höhere Welt vorzubereiten.

Meine Antwort: Sage ihm, dass keiner von euch eine Seele besitzt. Jedoch hast du schon die Anfänge der Seele, die durchkommen – den Punkt im Herzen -, aber er hat noch gar nichts. Und selbst wenn der Punkt im Herzen auch in ihm erweckt wird, wird er schlechter sein als deiner, denn sein Punkt fiel schon einmal vom spirituellen Level auf das egoistische, welches ihn unrein machte (Klipa), wobei im Vergleich mit seiner, deine besser ist, denn sie war nie in der spirituellen Welt und deswegen fiel sie auch nicht. Es steht geschrieben: „Wenn Israel fällt (von dem spirituellen Level der Liebe und des Schenkens, was während des Falls des Tempels passierte), ist es schlechter als jeder andere (sein Egoismus ist schlechter als der Egoismus aller Nationen der Welt), und wenn es steigt (korrigiert wird), kommt es höher als jeder andere.“

Zusätzlich ist dein Mann dazu verpflichtet, sich selbst schnell zu korrigieren und dann dir und der gesamten Welt bei der Korrektur zu helfen (das ist die Bedeutung von Or Le Goim – ein Licht unter den Nationen sein). Siehe dazu Vorwort zum Buch Sohar , Punkt 70 und 71. Deswegen bist du, bevor er korrigiert ist, besser als er. Und nach der Korrektur sind alle gleich.

Mein Kommentar: Die Religion glaubt, dass ein Mensch sich nicht selbst durch die Gebote korrigieren muss, sondern sie nur befolgen muss. Sie sagt, dass sich jemand nicht vom Egoisten sein dahin ändern muss, seinen Nächsten zu lieben.

Der Grund dafür ist, dass die Religion kein Instrument für die Korrektur besitzt, das Höhere Licht, das Licht der Tora. Es steht geschrieben: „Ich schuf den Egoismus und ich schuf die Tora zu seiner Korrektur“ – und nur die Kabbala beschäftigt sich damit. Deswegen treibt die Religion Menschen nicht an, die Hauptaussage der Tora zu prüfen – „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, stattdessen rät sie jedem zum egoistischen Befolgen so vieler Anordnungen wie möglich.

Die Täuschung dabei ist, dass es eigentlich keine Belohnung dafür gibt, ihnen zu folgen! Die einzig mögliche Belohnung, die man haben kann, ist, dem Schöpfer näher zu kommen – die Verschmelzung (Dwekut) an Ihn zu erreichen. Und das ist nur durch Gleichheit mit Ihm möglich und kann nicht durch irgendwelche anderen Handlungen als dem Studium der Kabbala erreicht werden!

Verwandtes Material:
Blog-post: Was ist die Seele?
Blog-post: Der Bau des Dritten Tempels
 

Das Licht wird die Finsternis zerstreuen


Eine Frage, die ich erhielt: Vom Buch Sohar hörte ich zum ersten Mal von einem christlichen Prediger, Billye Brim. Dieses Buch half mir, mich selbst und meine Beziehung mit dem Schöpfer besser zu verstehen. Damals fand ich nicht, dass es meinem Glauben als Christ widersprach, aber nach dem Hören Ihrer Vorträge verstand ich, dass Sie die Existenz von Gott als Person nicht anerkennen. Für Sie ist Gott die Natur oder die Naturgesetze. Aber zu wem beten wir dann, wenn wir um die Korrektur bitten? Ich weiß, dass, wenn ich aufrichtig Gott um etwas bitte und glaube, dass Er mich hört, Er immer gut zu mir ist und dass ich erhalten werde, wonach ich fragte – Er gibt es mir immer.

Ich fing vor einer Woche an, Ihre Online-Kurse zu studieren. Einen Monat zuvor begann ich, Kurse über Aktiengeschäfte zu nehmen. Wen sollte ich um Hilfe in meinen Studien bitten? Wie formuliere ich mein Gebet? Ich studiere „für mich selbst,“ wie kann ich das in „für den Schöpfer“ ändern? Und warum sollte Er sich überhaupt um meine Ausbildung sorgen? Wenn ich krank werde, wie sollte ich Ihn darum bitten, mich zu heilen? Mein Körper wird voller Schmerz sein, aber warum würde sich der Schöpfer um meinen Körper sorgen, wenn Er sich doch nur um die Seele sorgt? Ich habe einen toten Punkt erreicht, und ich bitte Sie, mir zu helfen!

Meine Antwort: Zuerst sollten Sie die Artikel von Baal HaSulam studieren: „Das Wesen der Wissenschaft Kabbala“, „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“ und andere. Sie werden geduldig sein müssen, weil es Sie Zeit kosten wird, um sie zu begreifen. Sie müssen eine anfängliche Periode der Verwirrung und des Missverständnisses durchlaufen und dann kann es viele Monate dauern, bis das Material in Ihr Gedächtnis eingeht, sich dort niederschlägt, von Ihnen verstanden wird und richtig mit Ihrer körperlichen Wahrnehmung in Verbindung kommt.

Sobald das geschieht, werden Sie im Stande sein, die Dinge richtig zu verstehen, die mit Ihnen und mit der Welt geschehen und dann werden Sie auch im Stande sein, auf Ihre eigenen Fragen zu antworten. Die einzige Weise, diesen Prozess, die Wirklichkeit zu verstehen, zu beschleunigen, ist, eine „mechanische“ Einstellung gegenüber der Welt anzunehmen: zu Arbeit, Studien, Familie, Kabbala-Lektionen und dem Rest. Schenken Sie Ihren Gefühlen und der Verwirrung keine Aufmerksamkeit, lassen Sie nur viel Material von Baal HaSulam durch sich durchlaufen, wie durch einen Fleischwolf. Später wird sich dieses Material in Ihnen niederschlagen und anfangen zu arbeiten. Das ist eine Periode, die nicht ausgelassen werden kann.

Es ist möglich, dass Sie dann nicht mehr im Stande sein werden, zur Religion zurückzukehren, wo alles einfacher ist – Sie müssen dort nur die Rituale einhalten und nicht irgendwelche Fragen stellen, dann werden Sie eine Belohnung in dieser Welt und der Welt danach erhalten. Jedoch werden Sie dann wahrscheinlich aufhören, daran zu glauben – die Lüge wird allzu offensichtlich werden!

Wenn Sie also die Wahrheit offenbaren wollen, ist mein Rat für Sie: Leben Sie genauso weiter wie zuvor – mit der Hinzufügung von Kabbala-Studien. Und dann wird das Licht der Korrektur, Or Makif, die Finsternis zerstreuen, in der Sie sind.

Verwandtes Material:
Blog-post: Kabbala lässt keinen Raum für Glauben
Blog-post: Was ist ein wahres Gebet?
Kabbala Texte für unsere Generation
Artikel von Baal HaSulam

Als Einsiedler verwehrt man sich die Korrektur


Eine Frage, die ich erhielt: In den letzten beiden Unterrichtsstunden über den Artikel „Der Frieden“, erwähnten Sie, dass Einsiedler, die sich von der Gesellschaft abspalten, dieser schaden. Könnte es demnach sein, dass die Gesellschaft einen Fehler macht, Mörder, Vergewaltiger, Drogenhändler usw. ins Gefängnis zu stecken und das besser mit Mönchen und Einsiedlern tun sollte?

Meine Antwort: Laut der Tora sollte es spezielle psychiatrische Anstalten und Gerichte für diejenigen geben, die uns Schaden zufügen. Man kann sich über diese Gesetze informieren – sie stehen in Harmonie zur menschlichen Natur und der Höheren Lenkung, welche uns überhaupt erst zur Sünde (jemanden umbringen, stehlen usw.) gebracht hat, und diese beeinflusst auch die Richter und andere Situationen. Sie möchte jedoch, dass sich der Mensch diesem ihn lenkenden System einordnet, welches ihn mit Belohnung und Bestrafung verwaltet.

Wir beobachten, dass gewaltsame Inhaftierung nur die Anzahl der Kriminellen erhöht und mehr noch, sie vervollkommnen dabei ihr Gewerbe noch im Gefängnis. Da sich die Gesellschaft jedoch als Ganzes korrigiert, werden die Menschen andere Methoden der Erziehung und Bestrafung anwenden. Ein Mensch, der sich Korrektur wünscht, sollte sich nicht von der Gesellschaft isolieren.

Verwandtes Material:
Blog-post: Strengere Strafen werden die Dinge nicht verbessern