Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Belohnung'

Geben Sie Ihrem Kind die perfekte Erziehung

Wir können und müssen den Egoismus eines Kindes benutzen, um ihm zu helfen, sich zu entwickeln und voranzukommen. Kabbalisten sagen: „Die Schale schützt die Frucht“. Wir müssen die egoistischen Bestrebungen des Kindes fördern, denn sonst wird es nicht die Kraft haben, voranzukommen. Wir müssen es mit Belohnungen locken, die es erwarten werden und die ihm die Wissenschaft der Kabbala geben wird.

Lassen Sie das Kind Kabbala um seiner selbst willen zu studieren beginnen, um die Welt zu erobern, gemäß dem Prinzip, von ´für mich selbst´ hin ´zum Wohle der anderen´“ (Mi lo Lishma, Lishma). Wir müssen diese Kraft nur auf den richtigen Weg lenken.

Kinder lernen aus Beispielen und deshalb müssen wir ihnen die Botschaften der Kabbala lehren, indem wir ihnen die richtigen Beispiele geben. Um dem Kind etwas zu lehren, müssen wir es ihm zeigen. Dies ist die einzige Art, in der wir in der Lage sind, eine nützliche Saat in das Kind zu pflanzen – durch klare Beispiele, anstatt durch Worte.

Das Kind muss das Ideal durch Beziehungen undVerbindung ausgedrückt sehen, anstatt durch Lektionen, wie es sich zu benehmen hat. Die Beispiele müssen äußerlich und real sein, aber nicht direkt auf ihn bezogen. Andernfalls würde sein Egoismus dies nicht akzeptieren. Später während es das Verhalten bei anderen beobachtet, wird der Egoismus des Kindes, es dazu antreiben, dieses Verhalten zu imitieren. Alles was wir somit tun müssen, ist, die richtigen Beispiele für unsere Kinder zu geben.

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Die Spirituelle Welt ist nur einen Schritt entfernt


Wenn wir an den Punkt unserer spirituellen Entwicklung kommen, ist unser Problem, dass wir für lange Zeit still stehen können, bevor wir den nächsten Schritt nach vorne tun. Es mag den Anschein haben, als würden wir durch viele Stadien hindurchgehen, in Wirklichkeit jedoch schreiten wir über den gleichen Ort, von rechts nach links wechselnd, sich nach vorne und hinten neigend, unfähig einen Schritt nach vorne zu tun, um die Spiritualität die dominierende Kraft in uns werden zu lassen.

Wir sind noch nicht in der Lage alle unsere Kraft darauf zu fokussieren, uns selbst (unseren Egoismus) um der Eigenschaft des Gebens willen zu annullieren, die wir im nächsten Grad erlangen müssen. Schließlich bringt uns jeder unternommene Schritt der Eigenschaft des Gebens näher, die beginnt, in uns zu herrschen. Die Frage ist, ob wir in der Lage dazu sind, alle notwendigen Vorkehrungen zu treffen: Unseren Egoismus zu annullieren, die Bedeutung des Ziels zu spüren und alle unsere Gedanken und Verlangen darauf zu konzentrieren, die definitive Entscheidung getroffen zu haben, dass dies die einzige Sache ist, die wir benötigen und nichts anderes.

Wenn ein Mensch die Chance hat, auch nur einen Schritt in Richtung Geben zu machen, zum Schöpfer hin, ohne auf eine Belohnung zu hoffen, selbst wenn ihm die Kraft dazu fehlen sollte dies zu tun, jedoch einfach sich danach sehnt, der Eigenschaft des Gebens treu zu bleiben und damit zufrieden zu sein, trotz all der großen Verlangen die er hat, dann erreicht er Vollkommenheit (Malchut in Bina).

Dadurch tritt er durch einen einzigen Punkt (Tzimtzum Bet)in den Zustand der Vollkommenheit ein (der Eigenschaft des Gebens). Alles was für ihn zu tun übrig bleibt ist, gerade diesen Punkt zu entwickeln. Es steht geschrieben: „Bereite mir eine Öffnung wie ein Nadelöhr und ich werde Dir geben.“

Wenn Sie sich an diesem Punkt des Gebens trotz all Ihrer Zweifel, Fragen und Störungen festhalten, dann werden die Verlangen, die in Ihnen aufkommen (Ihren Reshimot), Sie tiefer und tiefer ins Innere ziehen, in die spirituelle Eigenschaft des Gebens. Dann werden Sie durch Ihre Verlangen die Höhere Welt sehen.

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Am Sukkot Fest “Abfall” und “Schatten” zum Bau unserer Seele verwenden


Sukkot ist ein Fest, das für unsere spirituelle Arbeit ein sehr gutes Symbol ist. Es kommt nach der Erkenntnis des Bösen, das an Yom Kippur geschieht. Das heißt, an Yom Kippur versteht ein Mensch das ganze Ausmaß, in dem sein Wille zu genießen, sein Egoismus, seine gesamte Natur, böse ist und dass er keine Chance hat, ihm zu entkommen. Doch diese Erkenntnis kommt als Ergebnis von großer vorausgehender Arbeit.

An Rosh HaShana (Neujahr) entscheidet ein Mensch, mit einem neuen Leben zu beginnen, über seine eigene Natur aufzusteigen, koste es was es wolle, und zur nächsten Stufe aufzusteigen. Doch an Yom Kippur erkennt er jedoch, dass er nicht fähig ist, dieses zu erlangen, denn seine Kelim (Verlangen) sind dafür untauglich. Doch dann versteht er, dass die Spiritualität und das Körperliche untrennbar sind, dass jede höhere Stufe auf der vorherigen Stufe basiert und darauf aufgebaut ist. Es ist nicht so, dass irgendwo eine Art fertige spirituelle Welt auf dich wartet und alles, was du tun musst, aus dieser Welt „dorthin“ zu gelangen, sondern du musst alles, was du auf der jetzigen Stufe besitzt nehmen und es auf eine neue Art ordnen und umgestalten. Auf diese Weise wirst du deine neue Stufe bauen.

Auf unserer jetzigen Stufe besitzen wir sehr Wichtiges, einschließlich aller physischen und spirituellen Dinge. Doch die spirituellen Dinge scheinen uns noch nicht wichtig zu sein, weil wir sie noch nicht genießen können. Geben, sich um den Nächsten kümmern und Liebe zum Schöpfer sind alles Dinge, die uns nutzlos erscheinen, wie Abfall.

Wir sind einverstanden, spirituelle Arbeit zu leisten, doch nur, wenn es dazu ist, mehr Wissen und Verständnis zu erlangen, um für die Arbeit eine Belohnung zu bekommen. Und wir verstehen nicht, dass kraft dieser „unwichtigen“ Dinge ist, dem „Abfall“, den wir über uns emporheben und ihn dazu gebrauchen, ein Dach oder einen Schutz zu bauen, mit denen wir ein neues Kli erschaffen.

Das geschieht, wenn diese Dinge, die mein Verlangen zu genießen für unnötig erachtet, arbeiten, um meinen Egoismus zu bedecken oder zu verhüllen und zu beschwichtigen, indem sie einen Schatten darüber legen. Wenn ich willig bin und mich darüber freue, in diesem Schatten zu bleiben und in meinem Innern das Verlangen zu Geben zu schaffen, dann kommt das Licht des Sukkot Festes zu mir.

Anderen zu geben, ist die vollkommene Erfüllung

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn die Welt einen Punkt erreicht, wo jeder den durchschnittlichen Lebensstandard haben wird und keiner außerhalb dieses Standards lebt, was wird dann die Leute antreiben, sich weiter zu entwickeln? Was wird Leute veranlassen, in ihrer Entwicklung voranzuschreiten?

Meine Antwort: Wenn eine Person Vergnügen darin fühlt, anderen zu geben, wenn sie fühlt, dass durch die Verbindung mit anderen, sie ein einziges Gefäß erschaffen, innerhalb dessen sie die Höhere Kraft (den Schöpfer) fühlt, dann wird die ständig anwachsende Kenntnis des Schöpfer, die sie fühlt, ihre Absicht und Belohnung sein. Wenn eine Person die „menschliche“ Stufe in sich erbaut, indem sie anderen gibt, korrigiert sie ihre Einstellung zu ihnen, und das gleicht sie dem Schöpfer an. So steigt sie entlang der 125 spirituellen Stufen zur Endkorrektur.

Wenn sie spirituell aufsteigt, fühlt sie Befriedigung und Erfüllung, und kommt so dem Schöpfer näher. Die Erfüllung, die sie davon wahrnimmt, ist vollkommen. Sie ist nicht temporär und vergänglich, sondern ewig. Sie erfüllt eine Person vollständig, ohne eine Leere zu hinterlassen. Außerdem gewinnt man unaufhörlich neue Möglichkeiten für noch größere Arten der Erfüllung.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Genieße deine Liebe für andere
Blog-post: Eine Studie mit den „Großzügigkeit-Pillen“ gibt einen Hinweis auf die Quelle der vollkommenen Erfüllung
Blog-post: Das Leben, das Ziel und die Seele
Baal HaSulam Artikel: „Die Liebe zum Schöpfer und die Liebe zu Geschöpfen“

Für wen arbeiten wir: Für uns oder für den Schöpfer?


Eine Frage, die ich erhielt: Es steht geschrieben: „Wichtig ist nicht deine Belohnung, sondern für wen du arbeitest“. Wie kann ich mich darauf konzentrieren und nicht auf die Belohnung?

Meine Antwort: Diese Worte mögen dich verwirren. Für wen arbeite ich? Für mich, und keinen anderen! Es ist verboten, sich den Schöpfer in irgendeiner Form oder bildlich vorzustellen. Der Schöpfer ist die Eigenschaft des Gebens, die wir in uns enthüllen müssen. Darum hängt die Frage „Für wen arbeite ich“ davon ab, mit wem ich mich identifiziere.

Wenn ich mich mit meinem egoistischen Verlangen identifiziere, dann werde ich denken, dass ich für den Schöpfer arbeite. Andererseits kann ich mich mit dem Punkt im Herzen identifizieren, welcher die Eigenschaft des Gebens ist – der Embryo der Seele. Dies wird bedeuten, dass ich die Eigenschaft des Gebens -Schöpfer genannt – erlangen möchte. Ich möchte, dass sie sich in mir manifestiert.

Der Schöpfer wird Bore genannt, aus den Worten Bo – komm, und re – sieh. Dies bedeutet, dass man diese Eigenschaft in sich entdecken muss. Daher gibt es nichts außerhalb von mir, wofür ich arbeite. Ich arbeite an meiner eigenen Korrektur, damit ich Geben und Liebe erreiche, was „der Schöpfer“ genannt wird.

Andererseits werde ich die kabbalistischen Texte nicht richtig interpretieren, wenn ich mir vorstelle, dass es den Schöpfer irgendwo außerhalb von mir gibt und ich für Ihn arbeiten und Seine Wünsche erfüllen muss. Genauso ist die Religion des Judentums entstanden, als die Menschen das Gefühl für den Schöpfer während der Zerstörung des ersten Tempels verloren haben. Später entstanden das Christentum und auch der Islam aus dem Judentum .Diese Religionen beschreiben den Schöpfer als außerhalb des Menschen anstatt in seinem Innern.

Während der Zeit des Zweiten Tempels verschwand der Schöpfer aus der Wahrnehmung des Menschen und verhüllte sich vor ihm. So verloren die Menschen das korrekte Bild von der Welt, weil sie anfingen zu denken, dass der Schöpfer jemand ist, der von ihnen getrennt ist, dass Er nicht die Eigenschaft ist, die in ihrem Innern enthüllt wird. Sie begannen zu glauben, dass sie einen Herrn haben, für den sie arbeiten müssen – wie Sklaven.

Anstatt an den Schöpfer hauptsächlich als die wichtigste Eigenschaft in der Schöpfung zu denken, die im Innern eines Menschen zum Ausdruck kommt, begannen die Menschen mit der Vorstellung, dass Er irgendwo als außerhalb existierendes Individuum in den Wolken sitzt und an den Hebeln unseres Lebens sitzt. Darum ist es so wichtig, die korrekten kabbalistischen Definitionen zu lernen, da man sonst leicht Fehler machen kann und alles zur normalen Religion wird.

In der Kabbala sind die Regeln einfach erklärt: Es gibt kein Licht ohne ein Kli und keinen Schöpfer ohne Schöpfung, Bore = Bo + Re usw.
(Aus der Vorbereitung zum täglichen Kabbala Unterricht.)

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Die Kraft des Lichtes hilft uns, unsere egoistischen Wünsche zu überwinden


Wenn ein Mensch beginnt, unmittelbar an seinem Wunsch zu geniessen zu arbeiten und er versucht, diesen zu unterdrücken oder umgekehrt, ihn zu vergrößern, dann findet dieser Vorgang innerhalb der Grenzen dieser Welt statt. Es gibt viele Menschen, die bereit sind, ihre Wünsche um etwas anderes Wichtiges willen zu unterdrücken, z.B. wollen sie schlanker werden, einen gesunderen Lebenstil erreichen oder im Sport eine Medaille erringen.

In diesen Fällen bezwingt der größere egoistische Wunsch die kleineren Wünsche. Alles hängt von der Entscheidung ab, die man trifft. Was ist für mich wichtiger?

Die Gesellschaft und Werbung können uns mit solch künstlichen Werten vollstopfen, dass wir gezwungen sind, entgegen unseren natürlichen egoistischen Wünschen, das Leben zu geniessen, zu handeln. Das ist so, weil der größte Wunsch des Menschen in der Anerkennung der Gesellschaft liegt, da dieser Wunsch aus der Verbindung unter den Seelen stammt.

Viele Menschen bringen ihr egoistisches Verlangen dazu, aus sich selbst oder unter dem Einfluss der Gesellschaft zu wachsen: sie kämpfen darum, Reichtum, Berühmtheit und Macht zu gewinnen, ohne sich selbst Grenzen zu setzen und sie versuchen, sich selbst zu erfüllen. Beide Herangehensweisen sind egoistisch und üblich in unserer Welt. Ebenso ist das, was wir „Gnade“ oder „Mitgefühl“ nennen, ebenfalls eine verhüllte Art des Empfangens.

Sollte ein Mensch jedoch zum wahren Grad des Gebens aufsteigen wollen, dann muss er sicher gehen, dass er sich nicht selbst belügt, dass er nicht in dem gleichen gewöhnlichen Egoismus verbleibt. Darum wird er zu einer Gesellschaft gebracht, deren Ziel es ist, Geben und Vereinigung mit einander zu erreichen, aber außerdem wird dies deshalb getan, um sich mit dem Schöpfer zu verbinden und Ihn zu enthüllen.

Um das zu tun, braucht man das Höhere Licht, denn man braucht eine äußere Kraft, die Kraft des Lichtes, um die Arbeit gegen den Egoismus auszuführen. In diesem Fall suche ich mir nicht aus, welcher Wunsch am wichtigsten für mich ist, sondern ich entscheide einfach, dass mein Egoismus gar nichts empfangen will. Die einzige Belohnung, die ich erhalte, wird die Eigenschaft des Gebens sein, die ich erlange.
(Aus der Vorbereitung zum täglichen Kabbala Unterricht)

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Regierungen versuchen die Prämien der Banker zu beschränken


In den Nachrichten (aus Bloomberg): „Frankreich versucht garantierte Prämien für Banker zu verbieten“ – Frankreich wünscht sich, dass die G20 Staaten striktere Maßnahmen für Bankerprämien ergreifen, einschließlich einem Verbot für garantierte Bonusse … Regierungen in Frankreich, England und den Vereinigten Staaten strengen sich an, dieses Jahr gegebene Versprechen durchzusetzen, um die Prämien der Banker zu beschränken. In den Vereinigten Staaten prüft das Finanzministerium die Abfindungen der Top-Manager von sieben Firmen, die Regierungsgelder bekommen haben … Citigroup Inc., unter den Firmen die geprüft werden, versuchen den Energiehändler Andrew Hall davon zu überzeugen, nächstes Jahr Wertpapiere (anstelle von Geld) anzunehmen, nachdem sie ihm 100 Millionen Dollar für 2008 gezahlt haben.

Mein Kommentar: Welche andere Vorgehensweise würden Sie für Leute vorschlagen, die Zugang zu öffentlichen Geldern haben? Deren angeborener Egoismus erlaubt es ihnen nicht, dieses Geld zu teilen, es sei denn, es gibt eine riesige persönliche Belohnung. Wenn es eine solche Belohnung nicht gibt, werden sie einfach alles für sich selbst behalten.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Das „egoistische Gelage“ geht weiter
Blog-post: Präsident Obama tadelt die Wall Street für Reuelosigkeit

Die wahre Freiheit liegt darin, schneller zu einem „Menschen“ zu werden


Die Gesellschaft gibt dem Menschen Verhaltensbeispiele, in welchen er sein Ego ausspielen kann. Und sie fragt ihn niemals, ob er nach diesen Mustern leben möchte oder nicht. Er wird an bestimmten Orten auf der Erde geboren, und diese Tatsache bestimmt dann seine allgemeinen kulturellen Werte, die ihm von Kindheit an weitergegeben werden. Ob er es will oder nicht – er verinnerlicht diese Werte und hält sie bis zum Ende seines Lebens bei. Dazu kommt noch, dass die Gesellschaft ihm Belohnungen aus einem zukünftigen Dasein verspricht, doch nur, um ihn auszunutzen. In dieser Hinsicht besitzt er keine freie Wahl, keine Freiheit.

Dann erwacht der „Punkt im Herzen“ eines Menschen und Ernüchterung über sein bisher gelebtes Leben stellt sich ein. Es ist so, als beginnt er sein Leben neu, als schlägt er eine neue Seite auf. All seine vorherigen Werte relativieren sich, verschwinden am Horizont und verlieren ihre Wichtigkeit. Seine bisherigen Verhaltensmuster werden in Frage gestellt, weil sie für ihn keine Belohnung oder Strafe mehr bereithalten. Das einzige, was ihm noch bleibt, sind die Dinge, ohne die er nicht leben kann.

Ein religiöser Mensch wird auch mit Zweifeln an der kommenden Welt konfrontiert. Die Umstände bringen ihn zur Gruppe und zu Kabbala Büchern, und zwingen ihn zur Entscheidung: Wie sehr möchte er Teil dieser Gesellschaft und dieses Weges werden? Er ist nicht frei, diesen Weg zu wählen, aber er kann die Geschwindigkeit bestimmen, mit der er vorankommen wird. Er legt fest, wie viel Energie er dort hineinstecken möchte und wie schnell er die korrekten Beispiele von dieser Umgebung annehmen will, um die neuen Werte zu übernehmen.

Daher besteht unsere einzige Wahl darin, wie sehr man Teil des gesamten Vorgangs werden will: Will man schneller oder langsamer vorankommen? Was dies betrifft, so hat der Mensch freie Wahl: Er wählt, schnell die neuen Beispiele und Muster, die ihm von der neuen Gesellschaft gegeben werden, aufzunehmen.

Und obwohl er nur die Geschwindigkeit, mit der er all das Neue übernimmt, bestimmen kann, stellt dies dennoch die wahre Freiheit dar. Weil dieses über dem egoistischen Wunsch zu genießen liegt. Und auf diese Weise fängt er an, sich in einen wahren Menschen zu verwandeln.
(Aus der Vorbereitung zum täglichen Kabbala Unterricht)

Kabbala Akademie

Die Krise ist der Wendepunkt von Versklavung zur Freiheit


Wenn wir zu einer echten Krise gelangen, werden wie erkennen, dass wir komplett beherrscht werden. Diese Tatsache ist bereits an die Oberfläche getreten. Wissenschaften, Kultur, Bildung, Familie und alle anderen Aspekte unseres Lebens werden einer schweren Prüfung und Neubewertung unterzogen werden.

Als Ergebnis werden wir zu dem Schluss kommen, dass wir nichts über unsere Welt wissen, dass wir keine Ahnung haben, was passiert, und wir komplett gesteuert werden. Damit einhergehend werden wir eine Einsicht für die Notwendigkeit bekommen, uns über diesen Zustand der Sklaverei erheben zu müssen. Dies ist genau der Zustand, den man die „Knechtschaft in Ägypten“ nennt. Dies ist tatsächlich Sklaverei, wo eine Person erkennen wird, dass sie ein Sklave ihrer egoistischen Natur ist, die sie in Bedrängnis bringt und mit ihr tut was sie will. Unter dieser Tatsache ist die Person verpflichtet, jeder Laune ihres Egoismus zu gehorchen.

Dadurch kommt sie zu dem Punkt, wo sie die Notwendigkeit spürt, aus dem Joch ihrer Natur auszutreten, und sie erhält dann eine spirituelle Kraft, um der materiellen Kraft entgegenzuwirken. Zwischen dem Einfluss dieser beiden Kräfte findet sie ihren freien Willen.

Die Krise ist ein Wendepunkt, an dem wir aufhören, wie Tiere zu sein, und frei sein werden. Denn die Tiere sind vollständig gesteuert, so wie auch wir immer noch Tiere sind, wo es weder Belohnung noch Bestrafung gibt. Die ganze Entwicklung war nur dazu beabsichtigt, damit wir unsere Sinnlosigkeit realisieren können, da wir Sklaven unserer eigenen Natur sind. Wenn wir dies erkennen, werden wir aufschreien und aus der Sklaverei zur Stufe des „Menschen“ gelangen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wir enthüllen den Schöpfer, indem wir unserem Egoismus entfliehen – dem Pharao

Geben kann uns mehr erfüllen als alles andere

Eine Frage, die ich erhielt: Ich kann mir nicht vorstellen, was mit der Gesellschaft in der Zeit ihres Überganges vom Willen zu empfangen zum Willen zu geben geschehen wird. Die Menschen werden nicht mehr durch Geld oder Macht erfüllt sein, doch sie wissen auch noch nicht, was Geben ist. Was wird die Menschen dazu bringen oder motivieren, Handlungen des Gebens auszuführen? Wie werden die Menschen fähig sein, dies zu wollen, ohne daraus irgendeinen Genuss zu erhalten?

Meine Antwort: Die Menschen werden sich erfüllt fühlen, weil die Gesellschaft sie zum Geben ermuntern wird. Sie wird den Menschen für sein Geben respektieren und belohnen, und dies wird ihn erfüllen. Das Ziel unserer Entwicklung ist, eine persönliche Verbindung unter uns zu erreichen, wo allein das Gefühl dieser Verbindung uns die Kraft des Gebens und der Liebe geben wird.

Letztendlich ist das, was der Mensch will, nicht nur Geld auf der Bank, Erfolg oder Macht, sondern innere Zufriedenheit oder eine gewisse Haltung seitens der Gesellschaft ihm gegenüber. Alle Genüsse, die jenseits unserer physischen Bedürfnisse sind, werden als immaterielle, wirkliche Erfüllung wahrgenommen.

Zusätzlich gibt es noch etwas, was wir für kostbarer als die Befriedigung durch Geld empfinden, und das ist die Befriedigung, die wir durch Respekt und Anerkennung seitens der Gesellschaft uns gegenüber empfinden.

Genau das wollen auch die Reichen und Mächtigen, doch können sie es nicht bekommen, denn wenn sie Respekt und Anerkennung erhalten, sind diese nicht echt, sondern durch Bestechung erworben.

Das Schlimmste für einen Menschen ist, Kritik, Erniedrigung und Verachtung seitens der Gesellschaft oder seinen eigenen Kindern zu erhalten. Dies ist schlimmer als der Tod. Das Gegenteil davon sind Respekt, Anerkennung und Wertschätzung; diese geben uns die größte Erfüllung im Leben.

Unsere Aufgabe ist es, eine öffentliche Meinung zu fördern, die jeden Menschen dazu anregt, sich zu ändern und sich vom Empfangen zum Geben hinzubewegen. Jederman wird dann die Belohnung empfinden, die aus der Gelegenheit entsteht, der Gesellschaft zu geben.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Was ist der Unterschied zwischen Geld und wahrer Erfüllung?
Blog-post: Die öffentliche Meinung muss durch eine Erziehung über das Gute verändert werden
Blog-post: Wie kann man andere lieben?