Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Bedeutung'

Außerirdische sind nur eine Täuschung der Fantasie


Fragen, die ich über Außerirdische und andere Geschöpfe erhielt:

Frage: Entsprechend Ihrer Erklärung der Kabbala gibt es nichts außer dem Schöpfer und der Schöpfung. Die Schöpfung ist der Mensch oder die menschliche Seele. Bedeutet das, dass es gemäß der Kabbala keine Außerirdischen gibt?

Meine Antwort: Ja.

Frage: Wie erklären sie dann die Tatsache, dass Millionen von Menschen auf der ganzen Welt Begegnungen mit Außerirdischen bezeugen?

Meine Antwort: Es ist ihre Vorstellungskraft! Sie nahmen etwas wahr, von dem sie sich wirklich wünschten, dass es zuträfe, als ob es tatsächlich geschehen wäre.

Frage: Wie können Sie überhaupt die Themen der Kabbala mit Außerirdischen verbinden?

Meine Antwort: Sie können es nicht. Kabbala spricht über die Seele, die sich in der spirituellen Welt befindet, anstatt über verschiedene Arten körperlich existierender Geschöpfe in unserer Welt.

Frage: Wie betrachtet die Kabbala andere Kreaturen?
Meine Antwort: Als Kreaturen der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufen der Natur. Der Mensch lebt nur auf dem Planeten Erde.

Frage: Was ist die Bedeutung der verschiedenen heiligen Lebewesen, die in der Tora erwähnt werden? Handelt es sich um verschiedene Arten von Geschöpfen?

Meine Antwort: Die Tora spricht nur über die menschliche Seele!

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Risse im Fundament einer Vermutung…
Blog-post: Verliert Euch nicht in all den „Engeln“
 

Grundlagen der Kabbala – Einführungskurs

Am Montag den 29. Oktober 2008 beginnt ein neuer Einführungskurs in die Kabbala.

Kursbeschreibung

Wir bieten einen kostenlosen, interaktiven online-Kurs, der live unter Zuhilfenahme von Quelltexten und anderem Studienmaterial die Methode der authentischen Kabbala vorstellt. Die Unterrichte legen Schritt für Schritt die Bedeutung der Kabbala und deren korrekte Anwendung dar. Es ist eine Erfahrung, die Deine Wahrnehmung der Wirklichkeit verändern wird.

  • 24 Wochen lang vertieftes Studium auf angenehme und einfache Weise – angefangen bei den Grundlagen der Kabbala bis hin zum strukturellen Aufbau jener Kraft und der Gesetze, die unser Leben formen.
  • Wir werden uns mit den klassischen Fragen beschäftigen: Woher kommt Leid und wie können wir darauf Einfluss nehmen. Gibt es einen freien Willen?
  • Wir lernen wie man authentische Texte studiert.
  • Ein Kommunikations-Forum für den gegenseitigen Gedankenaustausch – hier können weitere Fragen zum Unterricht gestellt werden.
  • Forum für den direkten Austausch mit den Instruktoren, wo alle Fragen, die während des Studierens in dir auftauchen, beantwortet werden.
  • Kostenlose authentische Texte und unterstützende Bücher
  • Kostenloser Zugang zur Internet Community aller Kabbala Studenten der ganzen Welt.
  • Angebot versch. Kongress-Treffen mit Rav Dr. Laitman und Studenten aus der ganzen Welt.

Hier kannst Du Dich registrieren: Bnei Baruch Kabbala Lernzentrum

Die Weisheit der Kabbala kann man nicht mit Hilfe des einfachen Verstandes lernen


Ich erhielt zwei Fragen, ob es notwendig ist, vor dem Studieren der Kabbala die Tora zu kennen:

Frage: Ich habe die Kabbala von allen Seiten her untersucht: Wissenschaft, Religion, Glaube, Spiritualität usw. Sind Sie sicher, dass jemand der mit Ihnen Kabbala studiert und die Artikel von Baal HaSulam liest, in der Lage ist, sie richtig zu verstehen? Die Weisheit ist großartig und es gibt nichts Vergleichbares in der ganzen Welt. Sollte es wirklich so einfach erreichbar sein für jeden Menschen der dieses Material studieren will? Vielleicht verstehen diese Menschen nicht einmal, was sie da lesen.

Ich frage das, weil ich Studenten getroffen habe, die die Kabbala völlig unverständlich erklärt haben und die vorgefasste Vorstellungen haben, die schwer zu ändern sind. Sollten sie nicht zuerst über Abraham, Moses und die Geschichten der Bibel etwas lernen? Sollten sie nicht zuerst die einfache Bedeutung der Tora verstehen, bevor sie anfangen den spirituellen Teil der Tora zu studieren?

Meine Antwort: Ich brachte viele neue Studenten zu meinem Lehrer, Rabash. Sie waren unreligiös und wussten nichts über die Tora, dennoch akzeptierte er sie als seine Studenten. Rav Kook schrieb auch, dass das Studium der Kabbala keine vorangehende Vorbereitung erfordert. Es spielt keine Rolle, wie jemand das Material versteht, weil diese Weisheit nicht durch den einfachen Verstand zu erfassen ist, sondern durch die Anziehung des Höheren Lichtes, um in dem Studenten neue Eigenschaften zu enthüllen. Und in dem Grad, in dem der Student die Eigenschaften des Lichtes erwirbt, beginnt er, das Licht zu verstehen.

Auf der anderen Seite werden Menschen, die die Bedeutung dieser Weisheit mit ihren materiellen Eigenschaften „untersuchen“ nie in der Lage sein, irgendetwas zu verstehen! Die Weisheit der Kabbala unterscheidet sich von allen anderen Wissenschaften, denn in allen anderen Wissenschaften können wir die Welt mit unseren fünf Sinnesorganen untersuchen, aber in der Wissenschaft der Kabbala muss man erst den sechsten Sinn erwerben – Gleichheit mit dem Licht, und erst dann, in dem Grad der Gleichheit zum Licht, wird man in der Lage sein, es zu untersuchen.

Deswegen ist diese Weisheit praktischer, da wir sie in uns erreichen, nicht außerhalb von uns. Die Weisheit benutzend enthüllen wir die Höhere Welt, und erreichen sie von innen heraus, in einer tiefgründigen Weise. Dieses Erfassen verändert den Studenten, da alles nur in seinem Inneren passiert. Deswegen wird die Kabbala die Weisheit des Inneren oder die innere Tora genannt.

Frage: Wenn es unmöglich ist, die Tora ohne das Wissen der Kabbala zu verstehen, warum sagten dann die meisten früheren Kabbalisten, dass bevor man Kabbala studieren darf, man die Tora im Detail lernen muss?

Meine Antwort: Das ist so, weil die Periode vom 1. bis zum 16. Jh. (vom Fall des Zweiten Tempels bis zum Ari) eine Periode der Verbannung aus der Spiritualität war. Während dieser Zeit war es notwendig, darauf zu warten, dass jene Seelen, welche vom spirituellen Level abfielen, sich mit den Seelen vermischen, die niemals auf diesem Level waren. Zum Beispiel wurde Abraham lange vorher enthüllt, dass das Exil in Ägypten 400 Jahre dauern sollte. Genauso prophezeite Baal HaSulam was zu unserer Zeit passieren würde – dass es beginnend mit 1995 eine intensive, flächendeckende Verbreitung der Kabbala geben wird.

Verwandtes Material:
Blog-post: So lesen Sie die Tora richtig!
Blog-post: Verbessere Deine Lebensqualität
Mythen über Kabbala
Kabbala unserer Zeit
 

„Und Gott schuf den Menschen nach Seinem eigenen (Ab)Bild“


Eine Frage, die ich erhielt: Können Sie mehr über die Bedeutung der Aussage machen, dass der Mensch nach dem Bildnis seines Schöpfers geschaffen wurde? Die Kabbala erklärt den Begriff Bild als Abdruck, wie wenn ein Abdruck durch eine Form gemacht wird, um eine Maske herzustellen, oder wie bei einem Siegelring, wo die Höhere Kraft das Design des Ringes darstellt, und die Menschheit ist der Wachsabdruck, welcher gegensätzlich zur Form (oder Essenz) des Schöpfers ist. In meiner Kultur wird uns üblicherweise gelehrt, dass wir nach dem Bild Gottes geschaffen wurden, und zwar im positiven Sinn, wie in dem Ausspruch „er ist seinem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten“. Die ganze Kabbala scheint mir auf dieser Definition des Wortes „Bild“ zu gründen, insofern halte ich es für notwendig, die Definition des hebräischen Wortes für „Bild“ in Begriffen, die aus den Quellentexten stammen, welche die Genesis beinhaltet, zu erklären.

Meine Antwort: Das Licht (der Genuss) prägte sich in das Verlangen ein, wodurch ein entsprechendes Verlangen geschaffen wurde, welches durch dieses Licht gefüllt werden wollte. Danach enthüllte das Licht seine „gebende“ Essenz gegenüber diesem „Verlangen, welches gefüllt werden wollte“, und zeigte dem Verlangen dadurch dessen gegensätzliche Natur. Dies zwang das Verlangen, sich dem Licht anzugleichen – also „gebend“ zu werden.

Wir sind diejenigen, die durch diesen Prozess gehen, entweder unfreiwillig oder freiwillig. Wir gehen solange unfreiwillig, bis in uns ein Wunsch erwacht, es freiwillig zu tun. Wir kommen dann unfreiwillig zur Kabbala, welche die Methode ist, sich dem Schöpfer aus freien Stücken anzugleichen.

Sobald jemand freiwillig beginnt, sich dem Schöpfer anzugleichen, erhält er Kontrolle über sich und seine Welt. Jeder wird dies erreichen, egal ob durch Leiden oder die Erkenntnis der Notwendigkeit, gefolgt durch die Realisierung und die Liebe.

Verwandtes Material:
Blog-Post: Kabbala leht Liebe und Schenken – und sonst nichts!
Artikel von Baal HaSulam: Materie und Form in der Wissenschaft Kabbala
Shamati 4: Der Grund für die Schwierigkeit, sich vor dem Schöpfer zu annulieren

Leben aus der Kabbala


Ich hatte ein aufgezeichnetes Gespräch mit dem Titel „Kabbalisten Schreiben.“ Wir diskutierten mein viertes Buch, Leben aus der Kabbala. Ich sprach mit Ben-Tzion Gertz, einem Schriftsteller und Herausgeber einiger meiner hebräischen Bücher.

Gleich nachdem mein Lehrer verschieden war (September 1991), musste ich in Toronto meinen sterbenden Vater besuchen. Ich habe dieses Buch nach seinem Tod verfasst (Februar 1992). Ich denke, dass dieses Buch mehr als irgendein anderes meiner Bücher die Gefühle und Eindrücke eines Menschen übermittelt, der anfängt, den Weg der Kabbala zu gehen. Und genau so habe ich dieses Buch gesehen – als das erste in einer Serie von Büchern, die ich schreiben würde.

Hier ist ein Einführungskapitel aus dem Buch Leben aus der Kabbala:

„Die Notwendigkeit, dieses Buch zu verfassen, wurde mir durch die Fragen bewusst, die mir von meinen Schülern gestellt und während verschiedener Vorträge und Radiosendungen an mich gerichtet wurden, und die in zahlreichen Briefen, die immer noch aus aller Welt eintreffen, enthalten sind.

Die Schwierigkeit, Kabbala zu erklären und zu lehren, liegt darin, dass die spirituelle Welt kein Pendant in unserer Welt hat. Auch wenn das Ziel des Studiums klar wird, ist das Verständnis davon nur zeitweilig.

Sie wird von dem Teil unseres Wahrnehmungsbereiches erfasst, der Spirituelles erfassen kann und der ständig von Oben erneuert wird. Daher mag ein Thema, das vorher ganz klar war, später wieder unklar erscheinen. Je nach Stimmung und spirituellem Entwicklungsstand des Lesers mag der Text entweder sehr vielsagend und voll tiefer Bedeutung sein oder aber völlig bedeutungslos.

Verzweifeln Sie daher nicht, wenn etwas, das heute noch vollkommen klar war, einen Tag später sehr verwirrend erscheint. Geben Sie nicht auf, wenn Ihnen der Text vage, seltsam oder unlogisch erscheint. Das Kabbalastudium ist nicht dazu da, theoretisches Wissen anzuhäufen, sondern um das zu erkennen und wahrzunehmen, was vor uns verborgen ist.

Wenn wir, nachdem wir uns besonnen und an spiritueller Stärke zugelegt haben, anfangen zu erkennen und wahrzunehmen, werden wir durch die spirituellen Lichter, die wir damit anziehen, wahres Wissen erlangen.

In unserer Welt gibt es keine Analogien zu dem Thema, das hier gelehrt wird. Erst, wenn der Mensch ein Verständnis für das Höhere Licht und ein Empfindungsvermögen für Spirituelles entwickelt hat, wird er die Art und Weise, wie das Universum erbaut wurde und wie es funktioniert, verstehen.

Dieser Text kann dazu dienen, die ersten Schritte in Richtung Empfinden der spirituellen Kräfte zu ermöglichen. Um jedoch weiter fortzuschreiten, ist die Hilfe eines Lehrers notwendig.

Ich möchte darauf hinweisen, dass diese Zeilen nicht auf allgemein übliche Weise gelesen werden sollten. Der Leser sollte sich auf einen Abschnitt konzentrieren, über diesen nachsinnen und versuchen, einige der erwähnten Beispiele zu verstehen, die angesprochenen Themen zu reflektieren, und dann versuchen, diese Thematik mit persönlichen Erfahrungen zu verbinden.

Man sollte die Sätze geduldig lesen, immer wieder durchgehen und versuchen, zu den Gefühlen des Verfassers vorzudringen. Man sollte ebenso, in der Absicht die Nuancen des Geschriebenen herauszufiltern, langsam lesen, und wenn notwendig, zum Anfang des Satzes zurückkehren.

Diese Art des Lesens kann dem Leser helfen, gefühlsmäßig tief in die Thematik einzudringen oder auch festzustellen, dass ihm für bestimmte Themen Gefühle fehlen. Letzteres ist eine entscheidende Vorbereitungsphase für die spirituelle Entwicklung.

Dieses Buch wurde nicht für ein rasches Überfliegen verfasst. Obwohl der Text sich nur mit einem einzigen Thema beschäftigt – wie man mit dem Schöpfer in Beziehung tritt – behandelt er dieses Thema auf unterschiedliche Arten. Diese Vorgehensweise dient dazu, jedem einzelnen Leser zu ermöglichen, den einen oder anderen besonderen Satz oder ein bestimmtes Wort zu entdecken, welches ihn in die Tiefe des Textes führt.

Im Text werden die egoistischen Wünsche und Handlungen in der dritten Person beschrieben. Bis zu dem Punkt jedoch, an dem es dem Leser möglich ist, persönliches Bewusstsein von seinen Sehnsüchten zu unterscheiden, sollte er die egoistischen Bestrebungen und Verlangen als seine eigenen betrachten. Das Wort Körper im Text bezieht sich nicht auf unseren physischen Körper, sondern auf unser Verlangen zu empfangen – auf unseren Egoismus.

Ein wiederholtes Lesen dieses Textes ist ratsam. Lesen Sie die gleichen Abschnitte zu verschiedenen Zeiten und in unterschiedlicher geistiger Verfassung. Sie werden mit Ihren eigenen Reaktionen und Sichtweisen gegenüber ein und demselben Text Bekanntschaft machen.

Anderer Ansicht zu sein, als es der Text vorgibt, ist immer konstruktiv, genauso wie eine Übereinstimmung mit ihm. Das Wichtigste bei der Lektüre ist, auf den Text einzugehen; ein Gefühl, dem Geschriebenen nicht zuzustimmen, bedeutet, dass der Leser die einleitende Phase (Achoraim , die Rückseite) erreicht hat, die dazu dient, die nächste Phase der Wahrnehmung vorzubereiten (Panim , Gesicht).

Besonders das langsame und bedeutungsvolle Lesen ermöglicht die Entwicklung von Gefühls-Gefäßen (Kelim), welche notwendig sind, um Spirituelles empfangen zu können. Nachdem die Gefäße geformt sind, gelingt es dem Höheren Licht, in sie einzufließen. Vor dem Erschaffen der Kelim (Gefäße) existiert das Licht nur außen um uns herum. Es umgibt unsere Seelen, doch wird es von uns nicht wahrgenommen.

Der Text ist nicht dafür geschrieben worden, um irgendjemandes Wissen zu erweitern. Er dient auch nicht dazu, auswendig gelernt zu werden oder sich selbst darüber zu prüfen. Es ist sogar besser, den gesamten Inhalt zu vergessen – somit erscheint eine zweite Lektüre frisch und gänzlich unbekannt.

Dies deutet daraufhin, dass die beim erstmaligen Lesen empfundenen Gefühle vom Leser erfasst wurden und er diese nun hinter sich gelassen hat. So wird Platz für neue, noch nicht erlebte Empfindungen geschaffen. Ständig wird der Vorgang, neue Kelim zu entwickeln, wiederholt, und diese Gefäße werden in der spirituellen, nicht wahrgenommenen Sphäre der Seele gespeichert.

Das Allerwichtigste sind die Gefühle, die der Leser während des Lesens des Textes empfindet und nicht erst im Anschluss an die Lektüre. Nachdem die Gefühle erst einmal empfunden worden sind, werden sie im Herzen und Verstand enthüllt. Sie zeigen sich erneut, wann immer sie während des andauernden Entwicklungsvorganges der Seele benötigt werden.

Beeilen Sie sich nicht, um ans Ende des Textes zu gelangen. Wählen Sie solche Stellen aus, die Sie besonders ansprechen. Nur dann wird Ihnen der Text helfen und Ihnen als Führer auf der Suche nach persönlichem und spirituellem Aufstieg dienen.

Das Ziel dieser Schriften ist es, im Leser ein Interesse für den Grund seines Daseins in dieser Welt zu erwecken, für die Möglichkeit, die spirituellen Welten zu erfassen, den Sinn der Schöpfung zu verstehen, den Schöpfer zu empfinden, die Ewigkeit und die Unsterblichkeit, und ihn letztendlich bei seinem spirituellen Aufstieg zu unterstützen.“

 


Jeder erschafft sich seine eigene Umgebung


Fragen, die ich darüber erhielt, wie sich die physischen Gebote des Judentums auf die spirituelle Korrektur beziehen:

Frage: Sie erklärten, dass die 613 Gebote des Judentums eigentlich 613 Verlangen sind. Aber besteht nicht die Gefahr, dass Menschen dann die spirituelle Entwicklung der Befolgung von physischen Handlungen vorziehen werden und sie dann ins andere Extrem fallen? Vorher vernachlässigten sie den inneren Teil der Tora und führten nur die physischen Handlungen aus, jetzt jedoch werden sie das Gegenteil tun – die äußere Befolgung sein lassen und ihren Fokus nur auf die innere Bedeutung richten. Was wird dann geschehen?

Ich habe die Gebote befolgt und konnte keine Harmonie in ihnen finden. Eines Tages stolperte ich über laitman.de und wurde mir bewusst, dass meine Ahnung richtig war – dass ich nur die äußeren Handlungen durchführte, wie ich es als Kind gelehrt wurde. Es ist sehr schwer, die Gebote zu befolgen, ohne die Wahrheit in ihnen zu empfinden. Trotzdem hat der heilige Ari alle Gebote, die den Shabbat betreffen, leidenschaftlich befolgt. Können Sie zu der Harmonie zwischen innerer und äußerer Befolgung der Gebote Stellung nehmen?

Meine Antwort: Ihre persönliche Suche wird Sie zur richtigen Antwort führen. Sie müssen Sie selbst finden. Jeder Mensch erschafft sich seine eigene Umgebung, die sich aus physischen Handlungen und spirituellen Bestrebungen zusammensetzt. Das mag sich irgendwo zwischen der völligen Einhaltung der physischen Handlungen bis dahin, sie überhaupt nicht zu befolgen, bewegen. In jedem Fall ist das Allerwichtigste: „Die ganze Korrektur wird einzig in unserem Denken erreicht“ (HaKol be Mahshava Itbareru).

Frage: In einem Ihrer Bücher steht, dass unser Kontakt mit den spirituellen Kräften vor dem Fall des zweiten Tempels, aufgrund des Tempels und der dort stattfindenden Dienste, bedeutender und dichter war. Das zeigt mir, dass die Rituale in unserer Welt eine bedeutende Rolle beim Erreichen der spirituellen Welt spielen.

Meine Antwort: Das Bedeutet, dass die Menschen damals die Handlung der Liebe und des Schenkens in all ihren Erscheinungsformen ausführten, in jeder erdenklichen Art und Weise, sowohl im Außen, als auch im Inneren.

Verwandtes Material:
Blog-post: Kabbala lehrt Liebe und Schenken – sonst nichts!
 

Die Kabbala befasst sich ausschließlich mit der Erreichung des Schöpfers


Frage: Sie sagen, dass der Schöpfer die Eigenschaft und Handlung des Gebens oder Schenkens ist. Wenn wir jedoch fähig sind, diese Eigenschaft zu erlangen, den Schöpfer zu erreichen, macht dies uns nicht größer als Ihn? Wir sind in der Lage, nicht nur den Egoismus sondern auch seinen Gegensatz zu integrieren, doch der Schöpfer ist nur ein Teil dieses Widerspruches. Wie kann Er uns dann überlegen sein? Vielleicht ist es so, dass wir Ihn nicht als überlegen ansehen können, sondern mehr als anders?

Meine Antwort: Man enthüllt den Zustand des Schöpfers erst, wenn man die Eigenschaft des Schöpfers erlangt hat. Dann ist man in der Lage, zu sehen, wo seine Eigenschaften in Beziehung zum Schöpfer tatsächlich stehen und was der Zweck der Schöpfung ist. Bis dies geschieht, sind alle unsere Worte inhaltslos, weil wir nicht wissen, was hinter ihnen steht.

Darum hasst Kabbala die Philosophie und hält sie für leeres Geschwätz über Dinge, welche die Philosophen nicht erreichen. Die Philosophie ist das Gegenteil der Kabbala – lesen Sie auch den Artikel „Analytischer Vergleich zwischen Kabbala und Philosophie“. Die Kabbala beschäftigt sich lieber mit dem wirklichen Erlangen und spricht ausschließlich von dem Grad des Erlangens aus. Dies ist auch die Bedeutung der Worte „Der Richter sieht nicht mehr als seine Augen sehen“ und „Wenn wir etwas nicht sehen, sprechen wir nicht darüber“.

Frage: Ist die Hauptabsicht hinter der Mizwa von Yirat Hashem (Gott fürchten), Gott wahrzunehmen? Danke, Rabbi Jose.

Meine Antwort: Unbedingt, denn es ist die Wahrnehmung des Schöpfers, die es dem Menschen ermöglicht, sich über seine egoistische Natur zu erheben und sie (Aviut) im entgegengesetzen Sinne zu verwenden – als Schenken und Liebe, je nachdem wie der Schöpfer ihm dies enthüllt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Schöpfer ist Ihr korrigiertes Selbst!
Blog-post: Wer ist der Schöpfer? Wer bin ich?
Blog-post: Philosophie und Kabbala

Korrektur liegt in der Einheit


Eine Frage, die ich erhielt: Es ist eine bekannte Tatsache, dass Rabash niemals über Vereinigung und Einheit gesprochen hat, sondern nur Begriffe wie „über dem Verstand“, „Schöpfer“ usw. gebrauchte. Wie haben Sie demnach die Bedeutung hinter seinen Worten erfasst? Hat er Ihnen das in privaten Gesprächen zu verstehen gegeben? Wenn ja, was haben dann die anderen Studenten dort gemacht? Warum mussten Leute Jahre mit dem Studium einer Terminologie verbringen, die in ihrem Leben nicht in Erscheinung tritt?

Meine Antwort: Beginnend mit der Enthüllung der Kabbala vor 5768 Jahren, ist die einzige Richtlinie die Vereinigung aller unserer zerbrochenen, getrennten Seelen (Teile einer einzigen Seele) in eine Seele (die einzige Schöpfung, die erschaffen wurde), genau so wie sie vor dem Zerbruch vereint waren. Korrektur liegt in der Einheit.

Die gleiche Bedingung der „Bürgschaft“ (Arvut) wurde dem Volk zur Zeit des Empfangens der Tora (Die Methode der Vereinigung) gegeben, der Zeit der Enthüllung des Schöpfers. Er wurde innerhalb dieser Vereinigung enthüllt- – entsprechend ihres Ausmaßes.

Saßen Sie mit Rabash zusammen oder wir? Haben Sie Baal HaSulams Artikel „Die Enthüllung der Göttlichkeit“, „Die Bürgschaft“, „Der Frieden“, seine Briefe an seine Schüler über die Notwendigkeit sich zu vereinen und Rabashs Artikel über die Gruppe gelesen? Ich empfehle Ihnen ,sie zu lesen! Weil Vereinigung die einzige Handlung ist, die von uns verlangt wird. Ich weiß nicht, was Sie von anderen gehört haben, aber ich weiß, was geschrieben steht!

Verwandtes Material:
Blog-post:Auszüge aus Rabashs Artikel über die Gesellschaft
Blog-post: Richtlinien zum Erreichen der Einheit – Ausgewählte Zitate von Baal HaSulam
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Trink deinen Milchshake und studiere Kabbala


Frage: Ich verstehe, dass körperliche Handlungen nichts mit Spiritualität zu tun haben, aber bevor ein Schirm erworben wird, sind unsere Taten vom Ego bestimmt und finden in der körperlichen Welt statt. Wenn ich einen Milchshake wünsche, obwohl ich gerade aß und kein Ernährungsbedürfnis nach einem haben, widerstehe ich diesem Wunsch dann und lasse mich dieses Vergnügen verleugnen? Nehme ich den Milchshake, weil das nur eine körperliche Handlung und irgendwie nicht von Bedeutung ist? Oder trinke ich den Milchshake und täusche vor, dass ich ihn um des Schöpfers willen empfange? Ich suche eine Anleitung, wie man sich mit den Wünschen des Egos befasst, die in der körperlichen Welt heraufkommen. Sollen wir uns verleugnen, so tun als ob, bis wir es richtig können?

Antwort: Religion und Erziehung lehren uns, uns zu verleugnen, aber die Kabbala sagt, dass nur eine Sache zu tun ist: Ziehen Sie das Höhere Licht an, indem Sie authentische kabbalistische Quellen studieren. Immerhin schuf das Licht Sie, zusammen mit Ihren Verlangen und Gedanken (Ihrer Meinung und Ihrem Herzen), folglich kann nur Es Sie korrigieren. Um in Ihrem Leben Erfolg zu haben, ist das wichtigste Ding, ständig mit ein und der selben Sache beschäftigt zu sein – der Wichtigkeit des Ziels – und halten Sie sich nicht damit auf, herausbekommen zu wollen, wie man Gedanken behandelt, die vom Ziel entfernen. Dann wird sich alles andere in zeitweilige Bedeutungen verwandeln, die Ihnen helfen. So trinken Sie Ihren Milkshake und studieren Sie Kabbala!

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Verwandtes Material:
Blog-post: Strebe Deinem Ziel entgegen und überlasse dem Schöpfer den Rest
Blog-post: Das Körperliche hat keine Auswirkungen auf das Spirituelle
Blog-post: Spiritualität liegt über unserer Welt (fortgeschritten)
Blog-post: So bin ich eben!
Blog-post:Vermischen Sie die zwei Welten nicht!

Kain und Abel sind in jedem von uns!


Drei Fragen, die ich zu Tora und innerer Arbeit erhielt:

Frage: Können Sie die Bedeutung der Geschichte über Kain und Abel erklären? Ich nehme an, dass sie vom Kampf zwischen dem „Willen zu geben“ und dem „Willen zu empfangen“ spricht. Können Sie das bitte genauer erklären, besonders was die Reaktion des Schöpfers bedeutet?

Meine Antwort: Kain und Abel sind zwei Kräfte innerhalb eines Menschen. Die eine Kraft ist der Egoismus und die andere ist die Eigenschaft des Schöpfers – das Geben – die in einen Menschen herabsteigt und die er aus ihrer ursprünglichen Manifestation, dem sogenannten „Punkt im Herzen“, entwickelt. Die ganze Geschichte in der Tora handelt von Menschen, die erobern, töten und miteinander konkurrieren – alles in unseren Leben, bis zu dem Punkt, an dem wir die Kontrolle selbst übernehmen und anfangen, eigenständig auf das Ziel zuzuschreiten – indem wir die egoistische Kraft in Schranken halten, sie konstruktiv gebrauchen und sie mit der in uns liegenden Kraft des Schöpfers beherrschen.

Frage: Ich habe versucht, dieses Kapitel in die kabbalistische Sprache zu übersetzen und bin bei dem folgenden Vers steckengeblieben: „Meine Seele wird Dich verachten.“ Wie übersetze ich der Welt „meine Seele“ in diesem Kontext?“

Meine Antwort: Die Seele eines Menschen verfällt in Egoismus, der das Gegenteil der Eigenschaft von Bina der Welt Atzilut ist – die Eigenschaft des absoluten Geben – und folglich wird die Seele von Bina, dem Schöpfer, abgestoßen.

Frage: Kann ein Verlangen nach Korrektur, nachdem man das Böse enthüllt hat, als ein Akt des Geben bezeichnet werden?

Meine Antwort: Noch nicht, aber es führt dahin.

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