Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Bedeutung'

Die Absicht, den Schöpfer zu erreichen, steht in keinerlei Widerspruch zur Karriere


Zwei Fragen, die ich über das Ego erhielt:

Frage: Was bedeutet es, das Ego zu hassen? Bevor wir den Machsom überschreiten, ist unsere gesamte Natur das Ego. Bedeutet das somit nicht, dass ich eigentlich mich selbst hassen müsste?

Meine Antwort: Kabbala spricht zu solchen Menschen, die begonnen haben, in ihrem Inneren eine Dualität zu spüren: das Ego, das nach dieser Welt verlangt, und der Punkt im Herzen, der zur Höheren Welt strebt. Kabbala hilft einem, diesen Punkt in ein Gefäß des Empfangens und der Wahrnehmung der Höheren Welt umzuwandeln.

Frage: Während der Morgenunterrichte sprechen Sie oft über die Bedeutung der Schwierigkeiten (den „Wächtern“), die wir erhalten. Doch was ist die Zielsetzung des Schöpfers, wenn er uns in körperlichen Dingen, wie eine Beförderung an der Arbeitsstelle, ein perfekter Abschluss eines Examens usw., Erfolg gibt? Das Ego bläht sich auf, wenn so etwas geschieht. Soll ich versuchen, es zu unterdrücken oder „im Fluss des Erfolges mitzuschwimmen“?

Meine Antwort: Du solltest es kontrollieren: Deine Handlungen sollten durch die Wichtigkeit der Bedeutung des Lebens bestimmt sein. Und Du solltest beruflichen oder schulischen Erfolg nicht ablehnen. Die Absicht, den Schöpfer zu erreichen, steht nicht im Widerspruch zur Karriere.

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Werde zuerst ein Wissenschaftler, dann kannst Du gegen die Wissenschaft sprechen


Eine Frage, die ich erhielt: Vor vier Jahren hatte ich einen enormen Durst nach der Wissenschaft und Wissen. Ich sah so viel Bedeutung in diesen Dingen, dass ich mein Leben diesen Dingen verschrieb und ein Doktorand mit dem Schwerpunkt Umweltrecht wurde. Doch seitdem ich 2006 die Kabbala gefunden habe, veränderten sich meine materiellen Werte schrittweise hin zu spirituellen. Der Kongress 2008 in Israel spielte dabei eine Hauptrolle. Ich sehe in der Kabbala eine große spirituelle Bedeutung und sie wurde zu meinem wahren Ziel. Doch was soll ich mit meiner physischen Wissenschaft machen? Ich bin daran nicht mehr interessiert, da ich jetzt weiß, dass ich meiner Umgebung Harmonie bringen kann, indem ich nur mich selbst verändere.

Ich habe jetzt ein Problem: Ich bin unfähig, meine Dissertation zur Umwelt so abzuschließen, wie ich das gerne würde – mit der Integration von kabbalistischen Elementen, da rechtskräftige Wissenschaftler der Ansicht sind, dass umweltbedingte Probleme nur durch die Entwicklung von gesetzlichen Regulierungen und Programmen, wie z.B. die Reduktion von Karbonemissionen usw., gelöst werden können. Ich kann jedoch bereits sehen, dass diese Hilfsmittel ineffektiv und zwecklos sein werden. Ich fühle, dass ich, anstatt an meiner Wissenschaft zu arbeiten, lieber an der Übersetzung von kabbalistischen Texten arbeiten würde, und gerne etwas Richtiges machen würde, wie für die Massenmedien zu schreiben und auf andere Arten zu verbreiten.

Meine Frage ist also: Sollte ich weiter „auf richtige Weise“ an meiner Dissertation schreiben, einfach um einen Doktortitel zu erhalten oder sollte ich aus dem Doktorandenprogramm ausscheiden?

Meine Antwort: Ich schrieb meine Dissertation zu dem Thema „Kabbala als eine Methode zu irrationaler Erkenntnis“, obwohl ich persönliche finde, dass die Kabbala die rationalste Wissenschaft von allen ist. Ich musste etwas schreiben, womit ich persönlich nicht mit übereinstimmte, da ich meine Dissertation sonst nie hätte verteidigen können. Doch nachdem ich mein PhD erhalten hatte, gewann ich die Möglichkeit, von einer anderen Stufe aus zu sprechen, nämlich als Doktor der Philosophie. Wenn ich bei internationalen Foren und Interviews erscheine, verändert die Tatsache, dass ich einen Doktortitel habe, etwas im Bewusstsein der Leute. Deshalb denke ich, dass Sie Ihre Dissertation abschließen sollten.

Sie können nicht „gegen die Wissenschaft“ schreiben, während sie noch kein Wissenschaftler sind. Zuerst müssen Sie ein Wissenschaftler werden (einen Doktortitel haben) und dann werden Sie fähig sein, auf legitime Weise „gegen die Wissenschaft“ zu reden, und Ihre Sicht des Problems und dessen Lösung anzubieten. Machen Sie das Schritt für Schritt. Ihnen viel Glück, und ich würde gerne mit Ihnen an Ihrem Thema arbeiten!

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Männer, Frauen und spirituelle Wurzeln


Fragen, die ich über die männlichen und weiblichen Wurzeln in der spirituellen Welt erhielt:

Frage: Gibt es männliche spirituelle Wurzeln für das Wort „Schwester“?

Meine Antwort: Jedes spirituelle Geschöpf (jede Seele) kann als Empfänger handeln – weiblich, oder als Schenkender – männlich. Natürlich handelt es in jedem Fall mit der Absicht des Schenkens. Angenommen zum Beispiel, ich empfange vom Schöpfer – dann handle ich als ein weibliches Kli, und wenn ich dieses dann an andere weitergebe – dann handle ich als männliches Kli.

Weibliche Handlungen werden mit verschiedenen weiblichen Namen bezeichnet, und männliche Handlungen werden mit männlichen Namen bezeichnet. Die Namen wurden aus unserer Welt entnommen, entsprechend dem Vokabular von „Wurzel und Zweig“. Siehe Teil 1 von Talmud Esser HaSefirot, „Innere Betrachtung (Histaklut Pnimit)“.

Frage: Was ist die Bedeutung der Niddah der Frau? Wie spiegelt sie sich in der Spiritualität wider und gibt es irgendeinen Grund im körperlichen Leben dafür?

Meine Antwort: Alles, was in unserer Welt existiert, steigt von Oben herab. Unsere Welt ist die Welt der Ergebnisse, nicht der Anfänge. Alles beginnt ausschließlich in der Höheren Welt. In der Höheren Welt ist die Niddah einer Nukwa der Teil der Verlangen, der nicht korrigiert oder in einen Embryo verwandelt werden konnte.

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Mann, Frau und die Göttlichkeit zwischen ihnen


Fragen, die ich über Familie, Beziehungen und Kabbala erhielt:

Frage: Kann deine Frau, die Kabbala mit dir studiert, dein Freund sein? Kannst du den Schöpfer mit ihr erreichen? Falls nicht, was bedeutet dann „Mann, Frau und die Göttlichkeit zwischen ihnen“?

Meine Antwort: Sie kann! Die wahre Bedeutung der Aussage „Mann, Frau und die Göttlichkeit zwischen ihnen“ ist, dass die Verlangen der Seele (die Frau) zusammen mit dem Schirm und dem Reflektierten Licht (dem Mann) ein Kli (Gefäß) bilden. Das ist die Bedingung, um sich mit dem Höheren Licht zu vereinigen. Das Licht (der Schöpfer) wird in deren Verbindung (Siwug) enthüllt.

Doch dasselbe kann auch in unserer Welt wahr sein: Wenn der Ehemann studiert, leistet er automatisch spirituelle Unterstützung für seine körperliche Frau, auch wenn sie selbst nicht studiert. Und wenn sie ein Verlangen danach hat, dann ist er verpflichtet, mit ihr zu studieren. Dann werden sie beide voranschreiten. Rabash sprach gewöhnlich darüber zu seinen Studenten, indem er ihnen den Rat gab, seine Artikeln den Ehefrauen vorzulesen.

Frage: Kann ein Mann durch Selbstkorrektur und Erlangung der Spiritualität lernen, wirklich treu zu sein?

Meine Antwort: Das ist kein Ziel der Kabbala. Dennoch verändert sich eine Person, wenn sie stufenweise durch die Korrektur geht.

Frage: Ich bin seit drei Jahren Single. Wenn ich versuche, mich mit jemandem zu verabreden, wird die Beziehung üblicherweise beendet, weil ich übermäßig auf die Welt der Kabbala fokussiert bin. Was möchte der Schöpfer mir damit sagen?

Meine Antwort: Einen Partner zu finden bedeutet, jemanden zu finden, der ähnlich ist wie du – jemanden, der auch auf das spirituelle Leben und das spirituelle Ziel ausgerichtet ist. Kontaktieren Sie unsere Datingbörse.

Frage: Sie sagen, dass ein Mann verheiratet sein muss, um erfolgreich Kabbala zu studieren. Was ist mit jemandem, der aufgrund einer angeborenen Behinderung keine Familie gründen kann?

Meine Antwort: Wenn Ihre Behinderung Sie hindert, einen normalen Haushalt mit einer Frau zu führen, dann gilt diese Bedingung für Sie nicht. Dennoch halte ich es praktisch für ausgeschlossen, mir einen Fall vorzustellen, wo es unmöglich wäre, eine Familie zu gründen.

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Blog-post: Wenn er dich liebt, stellt er sich nicht zwischen dich und die Kabbala

Die Jüdischen Feiertage sind Schritte des spirituellen Aufstiegs und größerer Einheit zwischen den Seelen


Eine Frage, die ich erhielt: Was ist die kabbalistische Bedeutung der jüdischen Feiertage, die jetzt bevorstehen?

Meine Antwort: Gemäß dem Schöpfungsprogramm ist alles Leben der Korrekturprozess des geschaffenen Egoismus, sodass er für die Liebe zu den Menschen und das Schenken an sie gebraucht werden kann und von da aus – an den Schöpfer. Es gibt im Leben keinen anderen Sinn, Bedeutung oder Erfüllung. Dieser Prozess setzt sich aus normalen Handlungen der Korrektur – den Wochentagen – und besonderen Handlungen – den Sabbaten und Feiertagen – zusammen.

Die Tora unterteilt die Feiertage (die besonderen Handlungen der Korrektur) in Hagim (Pesach, Shavuot und Sukkot) und Moadim. Moadim bedeutet „heilige Zusammenkünfte“; sie sind heilig, weil „Schenken“ Heiligkeit genannt wird. Das ist dann, wenn bestimmte Korrekturen durch größere Einheit (Zusammenkünfte) der Seelen gemacht werden. Auf diese Weise erlangen die Seelen ein bestimmtes Maß an Nähe zum Schöpfer. Der große Kabbalist ARI beschreibt diese Stufen detailiert in dem Buch Ta’amei Mizwot. Heutzutage gibt es allerdings keine Moadim, weil es keinen Tempel gibt und wir sind nicht auf dem Level der Zusammenkünfte der Seelen zu einer einzigen Seele.

Hinzu kommt, dass es Feiertage gibt, die den Zeiten des Kalenders folgen, das heißt, die der direkten Ausführung des Korrekturprogramms folgen. Diese sind der Sabbat, Rosh Hodesh (Monatsanfang), Rosh HaShana (Neujahr) und Yom Kippur (der Tag der Sühne für den Egoismus). Alle zusammen gibt es fünf Feiertage: Pesach (Im April), Shavuot (im Juni), Rosh HaShana (im September), Yom Kippur (im Oktober) und Sukkot (im Oktober). Jeder Feiertag entspricht einer bestimmten Ebene des Aufstiegs entlang der 125 Stufen der Leiter des Aufstiegs in Richtung der Korrektur der Seele, von der egoistischen Ebene unserer Welt bis hin zur absoluten Ähnlichkeit mit dem Schöpfer – der Welt der Unendlichkeit.

All diese besonderen Tage sind Stufen des Aufstiegs aufgrund einer besonderen Verbindung zwischen den Seelen, in der die Seelen größere Einheit erlangen, um Eins zu werden, wie der Schöpfer. All diese Feiertage wurden uns von der Zeit an weitergegeben, als das Volk Israel auf der spirituellen Ebene war und Handlungen der Korrektur gemäß dem Plan des Schöpfers vornahmen. In unserer Zeit jedoch wurden diese Handlungen mit rituellen Gebeten und Zusammenkünften ersetzt, anstatt den Egoismus zu korrigieren und die Seelen zu vereinen.

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Kabbala Heute Artikel: Das spirituelle Rosh HaShana
 

Die kabbalistische Bedeutung des Davidsterns und warum wir Sportstadien achten sollen


Ich erhielt vier Fragen über die Zersplitterung der Urseele, den Davidstern, die Achtung vor Sportstadien und Selbstakzeptanz:

Frage: Kann Adams Urseele wieder zersplittern, nachdem die Seelen sich vereint haben?

Meine Antwort: Nein. Darum heisst es ja auch „die volle Korrektur“ (Gmar Tikun).

Frage: Können Sie die kabbalistische Bedeutung des Davidsterns erklären?

Meine Antwort: Die beiden Dreiecke stellen den Abstieg der Seelen von oben nach unten und dann wieder den Aufstieg von unten nach oben dar. Dass sie sich überschneiden, ist ein Symbol der besonderen und allgemeinen Herrschaft des Schöpfers über Malchut (David).

Frage: Als ich die Kabbalawebsite durchging, fand ich die Geschichte, wie Sie mit Rabash an einem Sportstadion vorbeifuhren, und er sagte, dass wir diesen Ort achten müssen, weil viele Menschen viel Freude darin finden. Wie kann man einen solchen Ort achten, wenn die Menschen dort kein Verlangen nach dem Schöpfer haben und ihr ganzes Verlangen und ihre Freude lediglich primitiver Egoismus sind?

Meine Antwort: Ein Sportstadion ist eine Art des Schöpfers, den Massen Vergnügen zu bereiten, und wir müssen alles respektieren, was vom Schöpfer kommt, solange es dem Nachbarn nicht schadet.

Frage: Lieber Rav, funktioniert die Vorstellung von Selbstakzeptanz mit Ihren Lehren? Mir fällt auf, dass es notwendig ist, sich selbst zu annullieren, um voranzukommen. Stimmt das?

Meine Antwort: Akzeptieren Sie sich so, wie der Schöpfer sie erschaffen hat – verunstaltet, damit Sie dann die Art und Weise rechtfertigen können, wie Sie und die Welt von Ihm gemacht wurden. Dies tut der Mensch, indem er schrittweise seine Gegensätzlichkeit zum Schöpfer offenbart und sie dann korrigiert – sie zur Gleichartigkeit mit dem Schöpfer transformiert.

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Blog-post: Mit dem Schöpfer Verstecken spielen
Blog-post: Der Schöpfer ist Ihr korreigiertes Selbst
Kabbala Heute Artikel: Raum für den Schöpfer schaffen

Die Seele ist die Eigenschaft des Schenkens – ohne sie sind wir Tiere


Zwei Fragen die ich über die Seele erhielt:

Frage: Nach allem was bereits gesagt wurde, verstehe ich es trotzdem nicht – gibt es eine Seele? Sie sagen, dass wir keine Seele haben und den Punkt im Herzen entwickeln müssen, der sich zu einer Seele entwickeln wird. Auf der anderen Seite sagen Sie, dass die Seele in den Körper wiedergeboren wird. Haben wir also eine Seele oder nicht? Sind wir die Seele? Wenn nicht, was sind wir dann?

Meine Antwort: Wir sind der tierische Level des Willens, durch Genuss erfüllt zu werden, oder der ‚Wille Genuss zu empfangen‘. In diesem ‚Willen zu empfangen‘ entsteht der ‚Wille Genuss zu schenken‘ oder mit anderen Worten – der Wille, mit der Eigenschaft des Schenkens erfüllt zu werden. Dieses Verlangen wird „der Punkt im Herzen“ genannt. Und sein Name weist darauf hin, dass der Punkt im Herzen klein ist und keinen Raum hat, in dem es die Erfüllung des Schenkens spüren kann. Er wird umhüllt vom „Herzen“, d.h. von Verlangen des tierischen (körperlichen) und sozialen Levels, Verlangen für die Genüsse unserer Welt.

Wenn wir diesen Punkt bis zur kleinsten wichtigen Größe – die ersten 10 Sefirot – durch den Einfluss des Höheren Lichtes (das während des Studiums der Kabbala mit den authentischen Quellen hinabsteigt, speziell beim Studium in der Gruppe) entwickeln, dann werden wir innerhalb dieser Sefirot die Eigenschaft des Schenkens entdecken, Or Choser, und Genuss vom Schenken, Or Chassadim.

Deswegen ist die Seele die Eigenschaft des Schenkens, entsprechend der Definition: „Die Seele ist ein Teil des Schöpfers von oben.“ Es ist der Grad der Gleichheit des Menschen mit dem Schöpfer. Aber solange wir nicht die kleinste Eigenschaft des Schenkens erworben haben, bleiben wir Tiere.

Frage: Mein Ehemann ist Jude und ich bin es nicht und er versucht, seinen Glauben zu praktizieren. Aber von ihm und vielen Rabbis wurde mit gesagt, dass wir nicht zusammen gehören, weil meine Seele nicht rein ist. Ich stimme dem nicht zu – ich habe eine Seele und ich denke, ich bin hier, um meine Seele zu reparieren und für die Höhere Welt vorzubereiten.

Meine Antwort: Sage ihm, dass keiner von euch eine Seele besitzt. Jedoch hast du schon die Anfänge der Seele, die durchkommen – den Punkt im Herzen -, aber er hat noch gar nichts. Und selbst wenn der Punkt im Herzen auch in ihm erweckt wird, wird er schlechter sein als deiner, denn sein Punkt fiel schon einmal vom spirituellen Level auf das egoistische, welches ihn unrein machte (Klipa), wobei im Vergleich mit seiner, deine besser ist, denn sie war nie in der spirituellen Welt und deswegen fiel sie auch nicht. Es steht geschrieben: „Wenn Israel fällt (von dem spirituellen Level der Liebe und des Schenkens, was während des Falls des Tempels passierte), ist es schlechter als jeder andere (sein Egoismus ist schlechter als der Egoismus aller Nationen der Welt), und wenn es steigt (korrigiert wird), kommt es höher als jeder andere.“

Zusätzlich ist dein Mann dazu verpflichtet, sich selbst schnell zu korrigieren und dann dir und der gesamten Welt bei der Korrektur zu helfen (das ist die Bedeutung von Or Le Goim – ein Licht unter den Nationen sein). Siehe dazu Vorwort zum Buch Sohar , Punkt 70 und 71. Deswegen bist du, bevor er korrigiert ist, besser als er. Und nach der Korrektur sind alle gleich.

Mein Kommentar: Die Religion glaubt, dass ein Mensch sich nicht selbst durch die Gebote korrigieren muss, sondern sie nur befolgen muss. Sie sagt, dass sich jemand nicht vom Egoisten sein dahin ändern muss, seinen Nächsten zu lieben.

Der Grund dafür ist, dass die Religion kein Instrument für die Korrektur besitzt, das Höhere Licht, das Licht der Tora. Es steht geschrieben: „Ich schuf den Egoismus und ich schuf die Tora zu seiner Korrektur“ – und nur die Kabbala beschäftigt sich damit. Deswegen treibt die Religion Menschen nicht an, die Hauptaussage der Tora zu prüfen – „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, stattdessen rät sie jedem zum egoistischen Befolgen so vieler Anordnungen wie möglich.

Die Täuschung dabei ist, dass es eigentlich keine Belohnung dafür gibt, ihnen zu folgen! Die einzig mögliche Belohnung, die man haben kann, ist, dem Schöpfer näher zu kommen – die Verschmelzung (Dwekut) an Ihn zu erreichen. Und das ist nur durch Gleichheit mit Ihm möglich und kann nicht durch irgendwelche anderen Handlungen als dem Studium der Kabbala erreicht werden!

Verwandtes Material:
Blog-post: Was ist die Seele?
Blog-post: Der Bau des Dritten Tempels
 

Als Kabbalist geboren werden


Früher, vor der Zerstörung des Tempels, wurden Kinder in eine Gesellschaft hineingeboren, welche die Höhere Welt und den Schöpfer wahrnehmen konnte und deren Leben auf spirituellen Gesetzen basierte. Die Kinder empfanden das Verhältnis von „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ als eine einleuchtende Gegebenheit des Lebens. Sie sahen ständig die Erwachsenen, die dieses Beispiel vorgaben und nach einer noch größeren Verbindung mit dem Schöpfer strebten, den sie klar wahrnehmen konnten. Kinder verstanden, dass sie in diese Welt hineingeboren wurden und nur vorübergehend in ihr anwesend waren, um mit Ihm eine Verbindung herzustellen.

In der Bnei Baruch Gruppe nehmen unsere Kinder (und Enkelkinder) an den Kabbala-Lektionen teil, die speziell für sie vorbereitet wurden. Ihre Beziehungen werden unter der Anleitung von Lehrern, gemäß den Prinzipien der Tora (Schenken und Liebe für die Freunde), aufgebaut. Sie verstehen völlig, dass sie und alle Menschen im Allgemeinen untereinander verbunden sind. Die Lektionen finden sonntags während des ganzen Tages statt. Samstags kommen die Jungen mit ihren Vätern zur Morgenlektion und bleiben dann den ganzen Tag über. Wir haben einen speziellen Kurs für sie. Alle paar Monate gebe auch ich eine Lektion (einen Test) für alle Kinder.

Es ist eine große Freude, sie zu sehen und zu hören, ihre Fragen und Antworten und die heranwachsenden Menschen zu beobachten, wie sie der Welt eine völlig neue Perspektive geben. Wir verstehen nicht, was es bedeutet, das wahre Bild der Welt während der Kindheit zu bekommen, um den Ursprung der Welt, deren Bedeutung und Sinn zu verstehen. Dieses Bild durchdringt das Bewusstsein eines Kindes und verbleibt in ihm als seine Natur. Wenn wir ihr tägliches Verhalten beobachten, wenn sie zusammen oder getrennt sind, wenn sie in unserem Zentrum sind oder außerhalb, in der Kindertagesstätte oder in der Schule, können wir sehen, dass sie sich anders verhalten und eine bestimmte, verfeinerte, innere, spirituelle Eigenschaft haben. Ihre Ähnlichkeit zur Höheren Kraft garantiert ihnen Erfolg und Sicherheit in unserer Welt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Unterricht für Kinder – Jeden Sonntag
Blog-post: Kinder, Seelen und der Punkt im Herzen
Blog-post: Die Lösung – Auszüge aus den Schriften der zukünftigen Generation (Baal HaSulam)
Wer kann Kabbala studieren?

Wie machst du aus einer Fledermaus einen Hahn?


Ich erhielt folgende Frage: Im Buch Shamati, Artikel 16, wird gesagt: „Der Hahn sagte zur Fledermaus: ‚Ich warte auf das Sonnenlicht, weil es meines ist, und du, warum wartest du darauf?'“ Meine Frage ist: Wie kommt ein Mensch während seines Lebens von der Stufe einer Fledermaus auf die Stufe eines Hahns?

Meine Antwort: Jene, die die Kabbala (Tora) benutzen, um die Eigenschaften der Liebe und des Schenkens zu erreichen, werden das Licht des Lebens in dieser Eigenschaft sehen. Auf der anderen Seite werden jene, die die Kabbala (Tora) zum eigenen Nutzen verwenden (um reich zu werden, ihren Stolz zu befriedigen, Ansehen und Ruhm zu erreichen, um sich besser als andere zu fühlen, ihre Existenz zu rechtfertigen u.s.w.) sich auf der Stufe der Dunkelheit befinden; obwohl sie davon überzeugt sind, dass sie im Licht des Schöpfers stehen. Sie sind wie Fledermäuse, die die Dunkelheit mit dem Licht verwechseln und deswegen zufrieden sind, im Exil der Spiritualität zu bleiben, um physische Rituale auszuführen – und sie fühlen nicht, dass sie irgendetwas anderes brauchen.

Sieh dir an, was Baal HaSulam in der „Einführung zum Talmud Esser HaSefirot“ über die Worte des Propheten Amos schreibt: „Wehe denen, die den Tag des Herrn herbei sehnen! Wozu soll euch der Tag des Herrn sein? Er ist Dunkelheit und nicht Licht!“ „Es gibt eine Parabel über einen Hahn und eine Fledermaus, die auf das Licht wartete. Der Hahn sagte zur Fledermaus: ‚Ich warte auf das Sonnenlicht, weil es meines ist, und du, warum wartest du darauf?‘ (Talmud. Sanhedrin 98:2)“ Das bedeutet, dass man ohne das Licht (das nur hinabsteigt, wenn jemand die Kabbala studiert), nicht einmal versteht, dass man sich in Dunkelheit befindet, weil man nur unsere Welt empfindet.

Wenn ein Mensch nicht nach Höherem strebt, über unsere Welt hinaus, aber zufrieden mit mechanischen Befolgungen von Ritualen ist, historischen und philosophischen Untersuchungen, Theologie, heiligem Wasser, Amuletten und Meditation (wie wir sehen können, umfasst es das ganze Ausmaß, vom Naiven zum Gelehrten), mit anderen Worten, wenn jemand den Punkt im Herzen nicht hat, dann wird ihm nichts helfen. Weil sein Verlangen nur auf der Stufe unserer Welt existiert und Menschen handeln immer ausschließlich entsprechend den Verlangen, die in ihnen auftauchen.

Deswegen ist die Kabbala nur für die bestimmt, die nach einer echten Antwort auf die Frage „Was ist der Sinn des Lebens?“ suchen. Und die Antwort liegt in der Erlangung der Quelle seiner Existenz. So enthüllt man die Bedeutung von dem was passiert als auch dessen endgültiges Ergebnis.

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Blog-post: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst – Das ist Deine Belohnung
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Blog-post: Schau nach vorne, nur nach vorne
Blog-post: Wenn der Punkt im Herzen erwacht
Artikel von Baal HaSulam: Die Bürgschaft
 

„Ein Tag für jedes Jahr“


Eine Frage, die ich erhielt: Ich möchte allen, die kabbalistische Informationsquellen für das Internet erschaffen, ein großes „Dankeschön“ sagen. Vor zwei Jahren stieß ich im Internet auf Kabbala und mein Leben hat eine Kehrtwendung um 180 Grad gemacht. Ich habe letztendlich meine innere Welt gefunden und all die Fragen, die mich nicht in Ruhe gelassen haben seit dem Tag, als ich geboren wurde, haben aufgehört, mich zu quälen. Ich begann das Wesen der Dinge zu verstehen und die Gründe hinter den Dingen, die mit mir geschahen.

Gegenwärtig arbeite ich in der Verbreitung von Video-Lektionen und Unterrichten im Internet. Ich habe eine Frage, die mich seit vielen Jahren quält. Was ist die Bedeutung des Bibelverses „Ein Tag für jedes Jahr“? Hat das irgendetwas mit der körperlichen Zeit zu tun?

Meine Antwort: Das hat absolut keine Beziehung zur körperlichen Zeit. Wenn ein Mensch auf dem Weg der Einwirkung des Lichtes auf ihn voranschreitet, dann verkürzt er seinen Weg und das ist wie „Ein Tag für jedes Jahr“ (ein Tag anstatt eines Jahres). Jedoch steht das in keinem körperlichen Verhältnis.

Es gibt nur einen Weg, zu einer höheren spirituellen Stufe aufzusteigen – durch Verlangen und Liebe. (Die gesamte Tora spricht nur darüber – vom Aufstieg des Menschen über 125 Stufen zur Anheftung an den Schöpfer). Was jedoch die erste Stufe betrifft, so steigt der Mensch zu ihr von seinen völlig egoistischen Eigenschaften auf (die Stufe heißt „unsere Welt“ oder „diese Welt“). Nach der ersten Stufe müssen Sie sich nicht mehr komplett ändern, um aufzusteigen, aber Sie müssen weiterhin größere altruistische Eigenschaften in sich entwickeln.

Daher ist der Aufstieg auf die erste Stufe der schwierigste und benötigt die meiste Zeit. (obwohl es um so schwieriger wird, je höher man aufsteigt; aber Erfahrung und Wissen helfen einem dabei – siehe Baal Ha Sulams Beispiel über das Erklimmen des Berges des Schöpfers). Die Entwicklung geschieht entweder durch den Weg des Leidens oder durch den Weg des Lichtes, welches durch das Kabbala-Studium herabsteigt. So drückt der Vers „Ein Tag für jedes Jahr“ den Unterschied der Zeit aus, die es braucht, um durch Leiden (ohne Nutzung der Kabbala) oder durch Licht (mit Nutzung der Kabbala) zum Ziel zu gelangen (der ersten Stufe).

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Blog-post: Bewusste Beschleunigung in Richtung Sinn des Lebens
Blog-post: Die Lösung – Auszüge aus den Schriften der zukünftigen Generation (Baal HaSulam)