Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'kabbalistische Quellen'

АR“I (Rabiner Isaak Luria), der Mensch des Schöpfers

Der Artikel von Baal HaSulamDas Vorwort zum Buch Panim Meirot„, Punkt 8: Und es sagten bereits die Weisen: „Es gibt keine Generation, in welcher es keinen Abraham, Isaak und Jakob gäbe“.

Doch dieser Mann des Schöpfers – Rav Isaak Luria, bemühte sich und übermittelte uns ein Wissen, das er um ein Vielfaches mehrte, und er überragte alle seine Vorgänger.

Und wenn ich zu reden wüsste, würde ich jenen Tag preisen, an dem sich seine Weisheit offenbarte, fast wie den Tag der Gabe der Tora an Israel. Es gibt keine Worte, welche die Wichtigkeit seiner spirituellen Arbeit für uns zum Ausdruck bringen könnten.

In Wirklichkeit kam die gesamte Methodik der Korrektur zu uns von АRI. Er hat alles realisiert, was von den vorhergehenden Kabbalisten vorgesehen wurde. Die Seele ARI belegt im allgemeinen System der Seelen einen Platz, woraus das Licht auf alle Seelen einwirkt und sie zur endgültigen Korrektur (Gmar Tikun) führt. Vor АRI geschah die ganze Entwicklung nach den Stufen 0, 1, 2, 3 und nur АRI mit seinen Korrekturen im System der Seelen betritt das 4. Stadium und beginnt, die echte Malchut, in ihrem endgültigen Zustand aufzubauen. Er ist Sefira Jessod (die letzte Stufe vor Malchut) und heißt deshalb Maschiach ben Jossef (Jossef ist Sefira Jessod), wonach selbst die Malchut korrigiert wird. Alle vorherigen Seelen stammen aus den Seelen der Vorbereitungsstufe der Korrektur. Und nur mit ARI beginnt das allgemeine Erwachen aller Seelen. Natürlich dauert der Prozess Jahrhunderte lang, aber АRI öffnete dem Licht den Weg, von drei vorhergehenden Stadien zur letzten, vierten Periode – mit der die Korrektur anfängt! Маschiach ist die Enthüllung des Lichtes im gesamten System der Seelen. Dieses Licht kommt durch Jessod in Malchut. АRI öffnet dem Licht die Tore und wird deshalb Maschiach ben Jossef genannt.

Мaschiach ist eine Kraft der Korrektur. АRI steht symbolisch für diese Kraft, die durch seine Seele geht. Da er sich im gesamten System befindet, macht er die Korrekturen in der Seele, und lässt dadurch das Licht zur Malchut ein, er wirkt auf diese Weise auf die anderen Seelen ein. Aber jetzt müssen wir unsere Seelen zum Aufstieg aus Malchut zu Bina vorbereiten. Dieser Prozess gehört schon zur Korrektur der Malchut – und heißt Maschiach ben David.

Aus dem Unterricht über dem Artikel „Das Vorwort zu „Panim Meirot““, 05.08.2010

Wer keine Fehler macht, entwickelt sich nicht

Eine Frage, die ich erhielt: Es ist schwer, sich von seinem jetzigen Zustand zu lösen und sich in die Hände der Umgebung zu begeben, um zur nächsten Stufe aufzusteigen. Wie kann man das sonst regeln?

Meine Antwort: Das ist aber die einzige Methode, die spirituelle Leiter hochzusteigen! Ihr glaubt, dass die spirituelle Welt etwas ist, was der Natur entgegengesetzt ist. Doch es ist nicht so!

Wir befinden uns innerhalb der Natur. Und wenn wir den Rat der Kabbalisten befolgen, handeln wir entsprechend den Naturgesetzen.

Von einer höheren Stufe, die das Licht ausstrahlt und die Finsternis hervorbringt, werden diese beiden Gegensätzlichkeiten enthüllt: das Licht und das Verlangen.

Beide, das Licht und das Verlangen, entwickeln sich entsprechend ihrer Natur: das Eine gibt und das Andere empfängt.

Auf diese Weise breiten sich dieses Geben und dieses Empfangen,  die miteinander verwoben sind, von oben nach unten aus, bis sie uns erreichen.

Und wir lernen, wie wir entsprechend dieser doppelten Natur (die Doppelhelix der spirituellen DNA) aufgebaut sind und wie wir diese natürlichen Stufen emporsteigen können.

Darum suche nicht nach anderen Wegen. Die Kabbalisten erzählen uns von den unumstößlichen Tatsachen, die in der Natur existieren.

Ob es uns gefällt oder nicht: Wir werden sie akzeptieren müssen. Denn derjenige, der die Naturgesetze nicht befolgt, wird mit dem Leiden bestraft.

Tiere irren sich im Gegensatz zu Menschen niemals, denn sie können nicht gegen die Natur handeln, weil sie ein Teil von ihr sind.

Der Mensch aber ist das einzige Geschöpf, welches über den Egoismus verfügt. Dieser erhebt uns über die Natur.

Alles Unbelebte, Pflanzliche und Tierische verschmilzt mit der Natur. Es kann nicht anders denken, handeln oder anderes wünschen.

Darüber befindet sich eine zusätzliche Stufe – Mensch. Diese Stufe ist der höheren Natur, d.h. dem Schöpfer, entgegengesetzt.

Und darin liegt die Quelle aller Fehler und Sünden, erschaffen gerade dafür, um uns unsere Gegensätzlichkeit zum Schöpfer vor Augen zu führen.

Unser ganzes Problem besteht darin, was wir mit der Stufe „Mensch“ in uns machen sollen? In ihr ist das gesamte Potenzial unserer Entwicklung – über der natürlichen Ebene – enthalten.

Aus dem Unterricht über Artikel von Baruch Ashlag „Wahrheit und Glauben“, 02.08.2010

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Opferung ist eine Annäherung an den Schöpfer

Aus dem Artikel von Rabasch „Vom Zweig und der spirituellen Wurzel“: Wir müssen das Innere und das Äußere trennen. Der äußere Zweig muss seiner spirituellen Wurzel entsprechen, aber der innere wird nicht unbedingt von der äußeren Wurzel begleitet.

Um im Herzen des Menschens „das Land Israel“, das aus der spirituellen Wurzel Malchut, der Macht des Schöpfers, entspringt, herrschen zu lassen, muss man sich nicht unbedingt physisch im Land Israel befinden.

In seinem Inneren kann der Mensch mit der Anwesenheit des Schöpfers (Schechina) und großen Erkenntnissen gewürdigt werden, auch wenn er sich außerhalb von Israel befindet, so wie alle großen Kabbalisten, die einst im Ausland  gelebt hatten.

Das Innere ist die Arbeit im Herzen des Menschen, die keine Verbindung zu dem Äußeren hat. Gleichzeitig ist das Äußere aber auch wichtig.

Zum Beispiel existiert ein Gesetz , dass man in einem Minjan (Gruppe die aus zehn Männern besteht) beten soll. Man überprüft nicht, wie hoch ihre spirituelle Stufe sein mag, sondern es koennen beliebige zehn Männer sein,die das Buch der Tora lesen.

Aber wenn sich neun vollkommenen Gerechte versammelt haben, ist es ihnen verboten, das Gebet zu verrichten.

Verwechselt nicht die irdischen Handlungen, „Zweige“, mit den ihnen entsprechenden spirituellen Handlungen, „Wurzeln“. Irdische Handlungen, jüdische „Bräuche“ in unserem Leben, stehen in keinerlei  Verbindung mit der spirituellen Stufe eines Menschen und bestimmen sie nicht.

Jeder Mensch kann ein Opfer in den Tempel bringen, aber „spirituelle Opferung“ ausführen können nur wenige, das ist die Korrektur eigener egoistischer Wünsche durch das höhere Licht.

Der Mensch sortiert in sich die Wünsche aus, die er um des Gebens willen oder „heilig“ (kadosh) machen kann und erhebt sie auf die Stufe des Gebens, des „Tempels“, erhebt sie aus Malchut, „das Haus“, in Bina, „die Heiligkeit“.  Malchut erhebt sich in Bina und baut in Bina das „Haus der Heiligkeit“, denTempel.

Und alle Handlungen, die der Mensch „innen“, in der Eigenschaft Bina, ausfuehrt, nennt man „Opferungen“. Aus seinen Wünschen der Stufe „unbelebt“, „pflanzlich“, „tierisch“,  schafft er durch  Korrektur mit dem Licht altruistische Wünsche der Stufe „Mensch“.

Die Korrektur eines jeden Wunsches wird konsequent durch drei Auswirkungen des Lichtes „Kohen“, „Levi“, „Israel“ ausgeführt ,und so wird der Wunsch zur Ähnlichkeit und Verschmelzung mit dem Schöpfer gebracht.

Das nennt man, eine Opferung (Korban) bringen, also näher zum Schöpfer zu gelangen. Solche Korrekturen bestimmen die spirituelle Stufe eines Menschens.

Das physische Ausführen von solchen, in unserer Welt, irrationalen Handlungen, die man Gebote nennt, sind eine Tradition. Ein Brauch, der nicht davon abhängt, ob sich der Mensch in der spirituellen Welt befindet und ob er vor hat, irgendwelche Korrekturen in den spirituellen Wurzeln durchzuführen.

In unserer Welt können wir Handlungen, die die spirituelle Welt wiederspiegeln, ausführen, aber das ist nicht viel mehr, als volkstümliche Bräuche. Sie korrigieren uns und unsere Wünsche nicht, was wir auch anhand der Ausführenden sehen können.

Um den Wunsch zu korrigieren, muss man sich mit dem höheren Licht verbinden, das ihn mit der Absicht „um des Gebens willen“ korrigiert.

Aus einem Unterricht über einen Artikel von Rabasch, 01.08.2010

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Das Licht enthüllt sich aus einem schwarzen Punkt heraus

Der Sohar, Abschnitt „Lech Lecha“, Punkt 158-159: Nefesh ist ein niederes Erwachen, das am Guf haftet, wie Kerzenlicht, dessen unterstes Licht schwarz ist, am Docht haftet… und es wird zu einem Thron für das weiße Licht über ihm; es schwebt über dem schwarzen Licht. Und dieses weiße Licht entspricht Ruach.

Und das weiße Licht wird zu einem Thron für ein verborgenes Licht und man sieht es nicht und weiß nicht, dass es über dem weißen Licht schwebt. Es entspricht dem Licht Neshama.

Ebenso hat ein Mensch, der in allem vollständig ist, drei Lichter, eins über dem anderen, NRN, wie beim Kerzenlicht.

Der Sohar erzählt, wie wir die Verbindung zwischen uns nach dem Erreichen des ersten spirituellen Kontakts entwickeln und verstärken können.

Wenn wir an diesen Punkt der Verbindung die in uns erwachenden neuen Eigenschaften und Empfindungen anschließen, ihn ausweiten und immer mehr enthüllen, dann bedeutet genau das, die Stufen der spirituellen Welten hochzusteigen.

Sonst verändert sich nichts! Wir vertiefen uns einfach immer mehr in diesen Kontakt und spüren, wie alle Organe und Elemente dieses Systems, alle Seelen, durch eine gemeinsame Verbindung vereint sind.

Alles ist nur auf ein Ziel gerichtet – das Geben an den Höheren. Und in diesem Bestreben wird das Empfangen von Ihm wahrgenommen.

Alles beginnt mit der Wahrnehmung der Verbindung zwischen den Seelen. Das nennt sich Malchut der Welt von Azilut, ein Punkt.

Und später enthüllt sich dieser Punkt im Geben an den Höheren, den Schöpfer, Seir Anpin. Doch ohne dieses Geben an den Höheren bleibt er lediglich ein Punkt.

Genau diesen ersten Kontakt müssen wir auch erreichen, indem wir uns in einem schwarzen Punkt, Malchut, vereinen und aus diesem heraus beginnen, an den Schöpfer zu geben.

Dann bekommt Malchut von dem Schöpfer die Fähigkeit zu geben, es enthüllen sich neun Sefirot in ihr. In dem Maße des Gebens an den Schöpfer wird Er, die spirituelle Realität, wahrgenommen.

Nur von diesem Öffnen der Malchut (des Systems unserer Seelen) Seir Anpin (dem Schöpfer) gegenüber erzählt das Buch Sohar. Wie man aus dem allerersten Punkt, Abraham genannt, diese Verbindung immer weiter entwickeln kann, indem man neue Kräfte, die sich enthüllen, an sie anschließt.

Auf diese Weise entwickelt der Mensch spirituelle Organe und enthüllt Kräfte der höheren Welt in sich.

Anstatt einer trockenen Erzählung wird der Sohar zu einer ganzen Welt für ihn, die in ihrer Kraft mit unserer begrenzten Realität nicht zu vergleichen ist.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 27.07.2010

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Каbbalisten – über das Wesen der Wissenschaft der Kabbala, Teil 12

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten der großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Die Realität, die sich hinter der Wissenschaft der Kabbala verbirgt

Die Kabbala benutzt keine anderen (abstrakten) Namen oder Begriffe, außer denen, die real sind (die in unseren Gefühlen empfunden werden und dann mit dem Verstand untersucht werden) und welche die Wirklichkeit (die wir je nach Maß unserer Korrektur enthüllen) wiedergeben. Dies ist das eiserne (absolute) Gesetz aller Weisen der Kabbala: „All das, was nicht begriffen ist (klar, in den korrigierten Eigenschaften) darf man nicht (ist unmöglich zu) benennen und in Worte fassen“.

(Weil die Definition über die Eigenschaft des begriffenen Objektes spricht, die im Maß der Ähnlichkeit der Eigenschaften, laut dem Gesetz der Gleichheit der Eigenschaften begriffen wird nur das Ähnliche wird begriffen). Und hier sollst du verstehen, dass das Wort „Begreifen“ die höchste Stufe im Verständnis bedeutet. Und es kommt aus dem Satz „Deine Hand wird ergreifen“. Das heißt, solange kein absolut klares Begreifen erreicht ist, als ob du etwas in deinen Händen festhalten würdest, sprechen die Kabbalisten über kein Begreifen, sondern benutzen hierfür die anderen Begriffen: das Verständnis, das Wissen usw.

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Каbbalisten – über das Wesen der Wissenschaft der Kabbala, Teil 5

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten der großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Was ist die Grundlage der Wissenschaft der Kabbala?

Der Mensch soll die Weisheit ergreifen: um (noch nicht enthüllten) Geheimnisse des Schöpfers zu begreifen und zu erschauen, um sich selbst zu erkennen und zu verstehen, wer er ist, wie er erschaffen wurde, woher er kommt und wohin er geht, wie kann er seinen Körper (seine Wünsche) korrigieren, wie wird er in der Zukunft vor dem Gericht des Herrschers der Welt erscheinen.

Man muss das Geheimnis der Seele erkennen und ersehen: was ist meine Seele, woher kommt sie, wofür stieg sie in diesen Körper hinab, der dem giftigen Tropfen ähnlich ist, der heute – hier, und morgen – im Grab sein wird.

Er soll diese Welt anschauen, um die Welt zu verstehen, in der er sich befindet, um zu entscheiden, was man darin korrigieren muss. Und danach wird er die höheren Geheimnisse der Höheren Welt sehen und erkennt den Schöpfer. Und das alles wird der Mensch aus den Geheimnissen der Tora begreifen.

„Neuer Sohar“ mit dem „Sulam“ Kommentar, „Lied der Lieder“, 482-487

Die Wissenschaft der Kabbala unterrichtet uns darin, wie man den Vergleich (die Ähnlichkeit) in den Eigenschaften mit dem Schöpfer erreichen kann, und wie man Fehler zu vermeiden hat.

Rav Kuk. Orot Kodesch. Т.2, s.393.

 

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Kabbalisten über das Wesen der Wissenschaft der Kabbala, Teil 7

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten der großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Die Wissenschaft der Kabbala schließt alle Wissenschaften der Welt ein.

Ebenso, wie die Entdeckung der Fauna dieser Welt und die Regeln ihrer Existenz,eine wundervolle Wissenschaft ist, ist auch die Enthüllung des Lichtes des Schöpfers in der Welt, die Wirklichkeit der Stufen und ihre Reinfolge – eine wunderbare Wissenschaft, das Wunder aller Wunder, eine Wissenschaft, die viel wertvoller, als die Physik ist.

Da die Physik nur das Teilwissen beinhaltet, das sich für einen Bereich der Welt eignet, und auf dem einzelnen Gebiet interessant ist, und es gibt keine andere Wissenschaft, die in sie aufgenommen wäre. (Sowohl die Physik als auch jede andere Wissenschaft stellen die Gesetzmäßigkeiten dar, die wir auf dem niedrigsten egoistischen Niveau, in der Selbstsucht unserer Welt enthüllen, aufgrund des Vergleichs ihrer Eigenschaften mit der Eigenschaft des höheren Lichtes, das in unser Welt offenbart wird).

Aber ganz anders ist es in der Wissenschaft der Kabbala. Ihre Grundlage bildet das allgemeine Wissen aller Stufen: unbelebt, pflanzlich, tierisch und sprechend, – und alle deren Erscheinungsformen, die im Vorhaben des Schöpfers aufgenommen sind, das heißt, alles, entspricht Seinem Ziel, und deshalb sind alle Wissenschaften der Welt darin auf wunderbare Weise aufgenommen. Sie gleicht alle Arten der Wissenschaften aus, die sich voneinander unterscheiden und deshalb so sehr voneinander entfernt sind, wie Osten vom Westen entfernt ist, sie gleicht sie so generell aus, dass jede Wissenschaft ihr entsprechen kann. (Kabbala bringt alle Wissenschaften zu ihrer einheitlichen Grundlage – zur Forschung des geschaffenen Wunsches „Genuss zu erfahren“, mit den Absichten „für sich“ oder „für den Schöpfer“, und zwar im Vergleich zum höheren Licht, zum Schöpfer).

Baal HaSulam. „Die Wissenschaft der Kabbala und ihr Wesen“

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Alle Schätze – sind vor dir!

Eine Frage, die ich erhielt: Ich studiere tagtäglich Sohar, aber ich fühle nichts anderes außer dem wachsenden Verlangen. Bewege ich mich in die richtige Richtung?

Meine Antwort: Es ist sehr gut! Wenn das Verlangen tagtäglich wächst – man braucht nichts anderes!

Das Problem liegt darin, das man seine Einstellung zum wachsenden Wunsch verändern muss, obwohl du darunter leidest ist er deine Belohnung. Denn der Wunsch, bzw. die Abwesenheit der Füllung ist eine Kraft, die dich vorwärts kommen lässt.

Aufgrund des leeren Wunsches spüre ich den Mangel an der Verschmelzung mit dem Schöpfer, an der Empfindung der Verbindung mit Ihm, und der Eigenschaft des Gebens.

Der richtige Wunsch ist schon eine Art der Bezahlung. Während du in unserer Welt die Füllung verdienen sollst, ist es das geistige Gefäß, der spirituelle Wunsch in der Höheren Welt, den du brauchst. Er gibt die Füllung – nimm sie dir! Wo kommt sie rein? Das ist eben die Frage …

Du bist von den geistigen Schätzen umgeben: „die Brillanten“, „das Gold“, „das Geld“, alles, was du dir nur wünschen kannst.

Du hast aber keinen Wunsch dazu – und deshalb erkennst du sie nicht. Der Raum um dich herum scheint leer zu sein!

Man muss den Wunsch, das geistige Gefäß, wachsen lassen, vorbereiten. Deshalb ist der Wunsch, das Streben selbst die Belohnung. Mit diesem Ziel war er vom Licht erschaffen.

Wir sollen unsere Wahrnehmung, unsere Einstellung zur Belohnung und zur Strafe verändern. In unserer Welt gilt der Wunsch, die Empfindung des Mangels als eine Strafe, und die Belohnung – als die Füllung, das mich beruhigen sollte, da ich mich im Wunsch, zu genießen aufhalte.

Wenn ich mich dagegen im Geben aufhalte, d.h. diesen Wunsch habe, dann ist es meine Belohnung. Warum gibt es dann solchen Unterschied? Infolge der Einschränkung. Denn auf das Erhalten wurde eine Einschränkung Kürzung gemacht, und auf das Geben gibt es keine Einschränkungen.

Wenn du schon den Wunsch zum Geben hast, – dann steht dir alles offen, du wirst alles im Maß deines Wunsches enthüllen. In deinem gebenden Wunsch siehst du alles, was dich umgibt im widergespiegelten Licht – bitte nimm dir das alles!

Auf diese Weise verändert der Sohar allmählich unsere Sicht, die Richtung unserer Gedanken baut eine andere, neue Einstellung zum Leben, zu den Etappen des geistigen Aufstiegs.

Aus dem Unterricht zum Buch Sohar, 18.07.2010

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Wie man das Höhere Licht sehen kann

Eine Frage, die ich erhielt: Mich interessiert sehr, was das „Licht, das zur Quelle zurückführt“ ist? Wie nehmen wir es wahr? Als etwas Angenehmes? Als etwas, was uns den Weg ausleuchtet?

Meine Antwort: Dieses Licht ist die Kraft, die etwas in mir verändert. Ich beginne zu spüren, dass ich die Welt mit anderen Augen sehe – ich nehme die Sachen anders wahr, ich verhalte mich anders gegenüber den Menschen.

Ich bin toleranter den anderen gegenüber, ich beginne sie zu verstehen und ihnen zuzustimmen. Ich werde barmherzig und kann die Menschen so akzeptieren, wie sie sind. Ich spüre, dass wir alle in einem System verbunden sind.

Sie kommen mir näher! Und aus diesem Grund fange ich an, ihnen wie meinen eigenen Kindern zu vergeben. Ich sehe sie wie Teile von mir selbst an. Es kann sogar sein, dass ich mir darüber nicht im Klaren bin, doch es passiert einfach – ich sehe, wie ich plötzlich anfange zu vergeben.

Das, was ich vorher gehasst habe und nicht leiden konnte, kommt mir nicht mehr so schrecklich vor. Ich gebe nach wie bei jemandem, der mir sehr nahe steht.

So wirkt das Licht auf uns. Wir sehen es nicht, es leuchtet uns nicht in die Augen wie mit einer Taschenlampe – es enthüllt sich in uns drin. Wir ziehen es an, damit es in uns arbeitet und unsere Eigenschaften korrigiert.
Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Lehre der Kabbala und deren Wesen“ vom 16.07.2010

Helft mir heute und ich werde euch morgen helfen!

Eine Frage, die ich erhielt: Kann ein einziger Mensch, der die richtige Absicht hat, eine ganze Gruppe beeinflussen, die den Sohar ohne jegliche Absicht liest?

Meine Antwort: Während wir den Sohar lesen, versuchen wir uns alle zu verbinden, damit es keinen Unterschied gibt zwischen demjenigen, der schon lange studiert und demjenigen, der gerade erst angefangen hat, zwischen klein und groß – damit sich alle zu einer Gruppe versammeln. Eine Gruppe gibt es nur, wenn alle gleich sind!

Jeder von uns kann sich in seinem eigenen Zustand befinden: der eine ist gerade erst gekommen und versteht noch nicht, wo er gelandet ist. Es gibt aber auch andere, die schon lange studieren und es entsteht bereits ein bestimmtes Bild vom Lesen des Sohar in ihnen – doch auch sie durchlaufen unterschiedliche Zustände.

Es kann sein, dass man heute besonders feinfühlig und inspiriert ist, es kommt aber auch vor, dass man überhaupt nicht einsteigen kann und „bewusstlos“ ist. Gestern noch war alles so klar, und heute kann man sich überhaupt nicht konzentrieren.

Deshalb hängt alles von der Masse, die zusammenstudiert, ab, inwieweit sie durch gemeinsame Anstrengungen das Ziel ermittelt und in der Lage ist zu spüren, dass sie alle in sich mit einschließt. Diejenigen also, die heute deutlich spüren, helfen denjenigen, die heute „tot“ sind. Dabei gewinnen sowohl die einen als auch die anderen.

Denn derjenige, der im Moment Begeisterung spürt, verfügt nicht über genügend egoistisches Verlangen (Awiut), doch er bekommt es von denjenigen, die sich momentan in einem toten Zustand befinden. Und umgekehrt!

Auf diese Weise, indem wir einander helfen, haben wir die Möglichkeit, voranzukommen – eben alle gemeinsam, wenn wir zur gleichen Zeit in der Gruppe sowohl große Begeisterung als auch große Awiut haben! Und wenn wir das eine mit dem anderen verbinden, funktioniert es und führt zu einem Ergebnis.

Wenn aber heute nur diejenigen zum Studieren gekommen wären, die vor Begeisterung brennen und diejenigen, die sich tot fühlen, zu Hause in ihrem Bett geblieben wären, hätten wir nichts verdient. Wir hätten nicht genug Kraft des egoistischen Verlangens zum Vorankommen gehabt.

Du ziehst mit deinem riesigen Verlangen das Licht, das zur Quelle zurückführt, an, brennst darauf, es zu bekommen, und es kommt – doch wo soll es rein?! Wo ist dein egoistisches Verlangen, auf welches es einwirken kann?

Und wenn neben dir noch ein paar Freunde sitzen, die scheinbar ganz tot sind, wirkt das Licht auf sie ein und bringt sie ins Leben zurück! Und morgen tauscht ihr die Plätze und alles läuft umgekehrt ab.

Wir begreifen nicht, welches einzigartige Patent sich in der Gruppe verbirgt. Ohne sie ist die spirituelle Entwicklung absolut unmöglich!
Aus dem Sohar-Unterricht vom 16.07.2010

interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie