Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'kabbalistische Quellen'

Zum Gedenken des Todestages von Rav Kuk (1865-1935)

Die Grundlagen seiner Lehre.

Kabbala gilt als das Fundament der Lehre von Rav Kuk. Er sah sie als eine Grundlage für den Aufbau einer neuen Gesellschaft und des Staates Israels, die auf dem Gesetz der „Nächstenliebe“ gegründet sind. Das Volk stellt den einheitlichen Organismus dar, der sich mittels der Einheit in solchen Zustand bringen wird. Auf diesem Wege nähert sich das Volk dem Schöpfer an. Jedes Mitglied der Gesellschaft ist verpflichtet, seine Vorbestimmung zu verstehen, und dank der Individualität zum Teil des ganzen Volkes, und dann der ganzen Welt zu werden. Erst dann erfüllt der Mensch seine Vorbestimmung und wird dem Schöpfer ähnlich.
Der Mensch kann sich individuell nicht mit dem Schöpfer verbinden, sondern nur aus Einheit mit ähnlichen Menschen: „Von der Nächstenliebe – zur Liebe zum Schöpfer“. Das Volk Israels existiert nur als eine einheitliche Gesamtheit, an die das gegenseitige Geben und die Liebe gerichtet ist, woraus die Verschmelzung, die Ähnlichkeit der Eigenschaften mit dem Schöpfer resultieren. Das Volk wurde als solches vom Abraham mit den Babyloniern geschaffen, und die gemeinsame Liebe ist eine Bedingung für ihre Existenz.
Im Exil (wenn man sich im Gegenteil zum Schöpfer befindet), außerhalb des Landes Israel (Erez Israel – der Wunsch zur Ähnlichkeit mit dem Schöpfer) – existiert das Volk nicht. Für die Wiederherstellung der Verbindung mit dem Schöpfer kehrt das Volk ins Land Israel zurück, wo die Möglichkeit, sich zu korrigieren entsteht, der Aufbau eines neuen Staates. Deshalb bedeutet dieser Aufbau des Staates Israels den Anfang der Korrektur des Volkes Israels und dann der ganzen Menschheit, welche zur allgemeinen Erhöhung bis zum Niveau des Schöpfers führt. Die Beachtung der religiösen Gesetze ist nur für den öffentlichen und kulturellen Rahmen der Gesellschaft wichtig. Der Aufbau des Staates lässt zu, die nationale Verantwortung für die Korrektur des Volkes Israels, sowie die der ganzen Menschheit zu erreichen. Heute hat sich die Menschheit entwickelt und ist bereit die Kabbala als die Methode der Enthüllung des Schöpfers wahrzunehmen.
Die Zeit für das Volk Israel ist gekommen, aus der geistigen Vertreibung zurückzukehren, und dann zum Licht für die Völker der Welt zu werden, auf ihrem Wege der Offenbarung des Schöpfers. Nur in diesem Fall wird der Aufbau des Staates Israels die Unterstützung der Völker der Welt bekommen. Im Falle der Nichterfüllung der Mission des Volkes Israels, die Methodik der Korrektur den Völkern der Welt zu tragen, wird er zerstört werden, und das Volk wird sich wieder ins Exil begeben.
Obwohl der Zionismus unbewusst handelt, wird er allmählich gezwungen, sich der Notwendigkeit der Kabbala, als der Methode für die Offenbarung des Schöpfers, der höheren, lenkenden Kraft bewusst zu werden, um die Verfassung des Landes und der Welt zu konzipieren. Die Mission und die Auserwähltheit des Volkes Israels – besteht im Dienen der Menschheit auf den Wegen ihrer Korrektur, „als Licht für die Völker der Welt“ (Prophet Jesaja).
Ausführliche Informationen über Rav Kuk und seine Verbindung zum Baal HaSulam findet man in meinem Buch „Zwei große Himmelskörper“.

Kabbalisten über Kabbalisten, Teil 1

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir.

Wer ist ein Kabbalist?

Doch die Kabbalisten, die die höheren (höher als die Erkenntnisse der fünf körperlichen Sinnesorgane) Stufen (in ihren Empfindungen und ihrem Verstand) wahrnehmen, erkennen alles (das gesamte Universum) in vollem Umfang (einschließlich seines vor den Menschen verborgenen Teils) und werden einer völligen Erkenntnis dieser Ebenen in sich würdig; dies (und genau diese Erkenntnis) bedeutet „Seele“.
Baal haSulamDas Geheimnis der Entstehung liegt in der Geburt“

Jeder, der die Fülle des Schöpfers erhält, ist stolz auf die Kronen (Früchte der Schöpfung) des Schöpfers. Derjenige aber, der zur Stunde der Handlung (der eigenen Korrektur) spüren durfte, dass auch der Schöpfer auf ihn stolz ist, weil Er ihn (in seiner Ähnlichkeit mit dem Schöpfer) bereit zum Empfangen der Fülle (des Lichts des Gebens und der Liebe) vorgefunden hat, derjenige wird als Kabbalist (die von dem Schöpfer bereitete Güte empfangend) bezeichnet.
Baal haSulam, Brief 46

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Kabbalisten über das Wesen der Wissenschaft der Kabbala, Teil 24

Die Wissenschaft der Kabbala und die Philosophie

Dort, wo das Wissen der Forscher (Überlegungen des egoistischen und deshalb vom Egoismus begrenzten Verstandes eines Menschen) endet, beginnt die Weisheit der Kabbala.

Dies bedeutet, dass die Philosophen nur bis zur Ebene der Kreise geforscht haben (bis zu welcher sie ihr Egoismus in seiner Einschränkung, nur für sich selbst zu sehen, gelassen hat), doch ab dort wissen sie nichts.

Aber selbst in ihrem Wissen (sogar) innerhalb der Ebene dieser Kreise (die sie in ihrer egoistischen Erkenntnis vom Gefühl erfassen und vom Verstand erforschen) geraten sie in ihrer Mehrheit sehr durcheinander (weil sie das Gesamtbild der Schöpfung, ihren Grund und ihr Ziel nicht sehen), was sie auch selbst zugeben.

Die Weisheit der Kabbala beginnt aber erst an jener Stelle, wo ihre (durch den Egoismus begrenzte) Allwissenheit endet, das heißt ab der Ebene der Kreise (der menschlichen Erkenntnis).
Rabbi Nachman von Bratslav. Sichot Moaran, 225

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Die richtige Ordnung für das Studium

Wenn der Mensch mit der Frage kommt: „Wofür und warum lebe ich?“, dann muss man ihm erklären:

  • was das für ein Wunsch ist, der in ihm entstand, und welche Füllung er erfordert
  • was unsere Natur – das Ego – ist, nämlich die Quelle allen Übels, das korrigiert werden muss – denn darin besteht unsere einzige freie Handlung (die Freiheit des Willens).

Dafür muss man die Artikel von Baal HaSulam studieren: „Die Freiheit des Willens“ und „Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala“, die über die Offenbarung des Schöpfers an die Geschöpfe erzählen, und die als Mittel zur Erreichung des Schöpfungsziels dienen.

Die übrigen Artikel von Baal HaSulam helfen dem Anfänger, das ganze Bild des existierenden Universum zu verstehen: die Welten, der Anfang, der Prozess, das Ziel jedes Elementes der Schöpfung, das Übel und die Leiden als treibende Kraft usw.

Wenn das Gesamtbild schon vorhanden ist, dann muss man im nächsten Schritt klären, wie der Aufstieg und die Korrektur erfolgen. Die Seele ist das Hauptwerk, deren Zerbrechen durch den Schöpfer und deren Korrektur durch uns zustande kommt – hierfür sind schon die Artikel von Rabash notwendig.
Ihr Ziel ist, die Position des Menschen innerhalb der Gesellschaft zu finden, das Zerbrechen zu erkennen, um zu verstehen, was zu korrigieren ist. Wie man also das Zerbrechen der Seelen korrigieren kann.

Deshalb lernen wir zusammen aus den kabbalistischen Büchern von Baal HaSulam – weil sie über die Kraft verfügen, unserer Generation das Licht, das zur Quelle zurückführt, zu geben.

Man kann dieses Material in beliebiger Reinfolge studieren, denn auch der Mensch befindet sich in verschiedenen Zuständen.

Ein neuer Student gerät in die Mitte des gemeinsamen Lernprozesses, aber das spielt keine Rolle. Hauptsache man arbeitet mit allen zusammen, denn wir sind alle in einander eingeschlossen – unsere Seelen und Wünsche sind in einander verschlungen.

Deshalb ist es unwichtig, mit welchem Artikel man das Studium beginnt. Aber es wäre wünschenswert, wenn es eine mehr oder weniger klare Ordnung des Studiums gäbe, die sich direkt aufs Ziel richten würde.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 09.08.2010

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Es gibt etwas Neues über der Sonne!

Eine Frage, die ich erhielt: Warum steht im Sohar geschrieben: „Es gibt nichts Neues unter der Sonne, doch über der Sonne gibt es Neues“?

Meine Antwort: Über der Sonne gibt es Neues, weil das Licht keine neuen Verlangen (Kelim) der Schöpfung bringt.

Die Schöpfung muss in ihrem Inneren neue Verlangen, neue Erfüllungsmängel erkennen, wünschen, ausfindig machen, Anstrengungen dazu unternehmen.

Das Sonnenlicht ist das Licht der Unendlichkeit. Die Schöpfung nimmt dieses direkte Licht als das geringste Leuchten Nefesh de Nefesh wahr.

Und nur durch sehr viele Klärungen bezüglich der Gegensätzlichkeit ihrer selbst und des Lichts, des Egoismus und des Gebens, findet die Schöpfung durch ihre eigenen Anstrengungen neue Mängel gemessen an der Enthüllung der Größe des Schöpfers in sich heraus.

Auf diese Weise enthüllt sie neue Möglichkeiten des Gebens, darum wird das vorherige Licht Nefesh de Nefish, die Wahrnehmung des Schöpfers, aufgrund Seiner Größe als das unendliche Yechida des Lichtes NaRaNCHaY empfunden.

Die Enthüllung dieses großen Lichts, der Größe des Gebenden, ruft das Licht „über der Sonne“ – über dem Verstand, dem Verlangen, den Erfüllungen, die direkt vom Schöpfer zur Schöpfung kommen – hervor.

Aus diesem Grund ist die Sonne für sie lediglich das Leuchten des Lebens. Doch alles Übrige baut die Schöpfung über der Sonne auf, indem sie das Streben nach Liebe dem ursprünglichen Verlangen hinzufügt.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 05.08.2010

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Kabbalisten über das Wesen der Wissenschaft der Kabbala, Teil 23

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Alle Weisheit der Welt ist in der Weisheit der Kabbala eingeschlossen.

Dort, wo das Wissen der Forscher (Erforschung des Universums mit Hilfe von egoistischen Eigenschaften, mit Mitteln unserer Welt) endet, beginnt die Weisheit der Kabbala (Erforschung des Universums mit Hilfe der Erlangung der spirituellen Eigenschaften des Gebens und der Nächstenliebe durch den Forscher).
Rabbi Nachman von Bratslav. Sichot Moaran, 225

Die innere Weisheit, in der es keine Verzerrungen (des von unserem Egoismus wahrgenommenen Schöpfungsbildes) gibt und deren Höhe (Tiefe der Erkenntnis) unvergleichbar bedeutender, als die aller anderen Lehren (die auf der Erforschung des Universums durch egoistische Eigenschaften des Menschen basieren) ist, diese wahre Weisheit (da sie uns ein verzerrungsfreies Weltbild bietet) ist die Weisheit der Kabbala.

Rav Shimon Bar Tsemah Duran (RASHBATS), das Buch TASHBATS, Teil 2, Punkt 52

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Sich von der Lehre Baal HaSulams und Rabasch „ernähren“

Eine Frage, die ich erhielt: Was hat Baal HaSulam zur Korrektur der Seele, welche ARI begonnen hat, beigesteuert?

Meine Antwort: АRI schrieb nichts selbst. Für ihn schrieb sein Schüler Marchu (Chaim Vital), und seine Aufschreibungen wurden nach dem Tod von ARI im Laufe der drei Generationen veröffentlicht. Baal HaSulam erklärte und systematisierte die ganze Lehre von ARI. Davor war die Lehre von ARI nicht strukturiert und deshalb war es unmöglich, sie zu studieren. Und viele, die mit dem Studium von ARI begannen, gingen zum Studium der Werke von Ramak über. Ich selbst studierte auch Ramak, bis ich Baal HaSulam für mich entdeckte. Ich sah viele Kabbalisten, die Ramak anstelle von ARI studierten, weil in seinen Büchern alles klar und geordnet war.

Während die Werke von Ari nicht geordnet waren, systematisierte, kommentierte, und ordnete sie Baal HaSulam und versah sie mit Erklärungen: Drei Linien; die Erste und Zweite Einschränkung, (Zimzumim), der Schöpfer und Aelan, der Schöpfer und das Geschöpf, Definitionen der Welten, Sfirot, Parzufim, NaRaNCHaY, КaCHaB, SoN, er erstellte die Sammlung der Zeichnungen von höheren Welten – das Buch Aelan. Und obwohl einige Teile fehlen, die er noch systematisieren könnte (Adam Rischon, die dunklen Welten BYA), wollte er offenbar nicht sich damit beschäftigen. Ohne Baal HaSulam hätten wir keine Lehre von ARI. Ohne ihn wäre es unmöglich, ARI zu verstehen. Wenn du jetzt die anderen Кabbalisten liest, dann verstehst du sie, weil dir die Werke von Baal HaSulam bekannt sind. Ohne ihn würdest du verwirrt werden.

Egal, was man nimmt – die Bücher über Chasidut, von Ramak oder Agra – man versteht sie nur deshalb, weil man Baal HaSulam vorher studiert hat. Und ohne Artikel von Rabasch könnten wir nicht verstehen, was die Arbeit des Schöpfers ist. Ohne diese zwei Kabbalisten, die einander ergänzen – Rabasch ergänzte seinen Vater bis zur Vollkommenheit – hätten wir keinen richtigen Ansatz für die Methode der Korrektur.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 08.08.2010

Kabbala Akademie

Kabbalisten über das Wesen der Wissenschaft der Kabbala, Teil 22

Liebe Freunde! Ich bitte Euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Wissenschaft der Kabbala und System „Musar“ (Ethik)

Noch ein berühmter und sehr in die Augen stechender Unterschied, der für die Tora spricht, besteht darin, dass sich das ethische System nach dem Prinzip richtet, das Wohlwollen der Menschen zu erreichen, was einer Pacht (Miete) gleicht, die am Ende abgezahlt ist.

Und die Gewohnheit des Menschen an solche Arbeit lässt ihn noch nicht einmal auf die Stufen der Ethik aufsteigen, da er an Arbeit gewöhnt ist, die von der Umgebung gut belohnt wir, die für seine guten Taten zahlt.

Derjenige aber, der sich mit der Tora und den Geboten beschäftigt, um dem Schöpfer Genuss zu schenken, ohne jegliche Belohnung zu erhalten, erklimmt tatsächlich die Stufen der Moral, wie dies auch erforderlich ist. Denn er bekommt keinerlei Bezahlung auf seinem Wege, während er Körnchen um Körnchen das Notwendige sammelt, um eine große Rechnung für den Erwerb einer anderen Natur zu begleichen – des Gebens an den Nächsten – ohne jegliches Empfangen für sich, außer zur Aufrechterhaltung der eigenen Existenz.

Baal HaSulam. „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“.

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Kabbalisten über das Wesen der Wissenschaft der Kabbala, Teil 21

Liebe Freunde! Ich bitte Euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]
Wissenschaft der Kabbala und System „Musar“ (Ethik)

Das Ziel der Ethik besteht im Glück der Gesellschaft, wie es vom praktischen Verstand, welcher sich auf die Lebenserfahrung stützt, verstanden wird. Und letzten Endes verspricht das Ziel demjenigen, der es zu erreichen versucht, keinen Gewinn über den von der Natur vorgeschriebenen Rahmen hinaus.

Wenn dem so ist, verlässt dieses Ziel nicht die Reichweite der Kritik, denn wer kann ein und für allemal dem Individuum die Gerechtigkeit des Maßes an Wohl beweisen, über welches es verfügt, um ihn zu zwingen, auf irgendeinen Teil des ihm nach seinem Verständnis Zukommenden zugunsten der Gesellschaft zu verzichten?

Im Unterschied dazu verspricht das religiöse Ziel demjenigen, der danach strebt, das Glück für den Menschen selbst. Denn wie wir bereits wissen, befindet sich ein Mensch, der die Liebe zum Nächsten erkannte, nach dem Gesetz der Gleichheit von Eigenschaften in der Verschmelzung mit dem Schöpfer und tritt gemeinsam mit Ihm aus seiner engen Welt, die voller Leiden und Stolpersteine ist, heraus in die weite und ewige Welt des Gebens an den Schöpfer und an die Geschöpfe.

Baal HaSulam. „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“.

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Wenn man die Namen des Schöpfers erkennt

Artikel von Baal HaSulamDie Lehre der Kabbala und deren Wesen . Kapitel „Ausdrücke im Spirituellen“: Das Spirituelle besitzt keinerlei Gestalt, und es gibt daher keinerlei Zeichen, deren man sich bedienen könnte. Und sogar wenn davon allgemein gesagt wird, dass es ein einfaches Licht ist, welches hinabsteigt und von dem Studierenden herangezogen wird, bis es sich schließlich auf ihn „einkleidet“ und durch ihn in einem Maße erkannt wird, welches zur Offenbarung des Schöpfers ausreichend ist, so ist das lediglich die Sprache von Allegorien und Gleichnissen, denn alles, was in der spirituellen Welt als Licht bezeichnet wird, gleicht keinesfalls dem Licht der Sonne oder einer Kerze.

Spirituelle Begriffe sind für einen Menschen, der die spirituelle Welt nicht wahrnimmt, ein völliges Abrakadabra, abstrakte Begriffe, wie für ein kleines Kind, das den Sinn der Worte noch nicht versteht und sie einfach den Erwachsenen nachspricht – du schimpfst mit ihm: „Was hast du angestellt?“ und es antwortet dir wie ein fröhliche Echo: „Was hast du angestellt?!“

Wir verstehen also nicht, von welchen spirituellen Erscheinungen diese Begriffe handeln, wenn wir wie jene Kinder den Kabbalisten ihre Worte nachsprechen. Doch nach und nach müssen wir uns deren wahrer Bedeutung annähern und wahrnehmen, was hinter diesen Worten steht.

Alle spirituellen Begriffe drücken Verlangen und Empfindungen innerhalb des Verlangens aus, denn in der gesamten Realität gibt es nichts anderes. Es gibt ein Verlangen, ein spirituelles Gefäß, und das, was in dieses Verlangen hineingeht. Dieser Eindruck innerhalb des Verlangens nennt sich Licht.

Das Verlangen wird in fünf Ebenen unterteilt: Keter, Chochma, Bina, Seir Anpin, Malchut – und dementsprechend enthüllen wir darin fünf Lichter: Nefesh, Ruach, Neshama, Chaja, Yechida. Und die Summe all dieser fünf Lichter und fünf Verlangen bestimmt den „Namen des Schöpfers“ – eines jemanden, der auf mich einwirkt.

Denn Er ist derjenige, der diese Verlangen in mir erschaffen hat, Er hat mir Schirme für sie gegeben, Er hat alles so arrangiert, dass ich Seine Einwirkung genau auf diese Weise spüre – das alles hat Er gemacht! Ich spüre nur Folgen Seiner Handlungen.

Aus diesem Grund nennt sich alles, was ich enthülle, „die Arbeit des Schöpfers“. Und Ihm gebe ich einen Namen, der sich aus der Summe der Verlangen und der darin wahrgenommenen Lichter, d.h. meines Gesamteindrucks, ergibt. Auf diese Weise entstehen Namen in der Spiritualität.

Alles, was wir brauchen, ist, uns selbst zu verstehen! Und wenn wir uns selbst verstehen, enthüllen wir in uns den Schöpfer! Aus diesem Grund heißt Er „Bore“ („komme“ und „siehe“). Der Name des Schöpfers bin ich, der Seine Eigenschaft des Gebens, die in mir zum Ausdruck kommt, wahrnimmt.

Deshalb wiederholen wir am Anfang wie Kinder unverständliche Wörter, die uns die Kabbalisten sagen: Keter, Chochma, Bina, AB, SaG… Doch letztendlich müssen wir deren Wahrnehmung erlangen und verstehen, was sie bedeuten.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Lehre der Kabbala und deren Wesen“ vom 06.08.2010

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