Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Das jüdische Neujahr (Rosh HaShana) symbolisiert eine neue spirituelle Stufe


Das Gebet, das zum Jüdischen Neujahr gesprochen wird, erwähnt drei Bedingungen des Aufstiegs zur spirituellen Stufe, die Neues Jahr genannt wird:

 

  • 1. Königreich
  • 2. Erinnerung
  • 3. Das Widderhorn (Shofar) blasen

Was bedeutet das?

1.Königreich ist das Verlangen des Verlangens zu Geben (der Schöpfer), die Höhere Kraft, die alles erschaffen hat, um in uns zu regieren.

2.Wir haben „Erinnerungen“ oder „Rückerinnerungen“, die Informationsgene sind (Reshimot), die uns in einen Zustand bringen können, in dem wir den Schöpfer in dem Maße enthüllen werden, in dem wir Ihm gleichen, der Eigenschaft des Gebens.

3.Der Weg, dieses zu erreichen, ist das Blasen des Widderhorns oder in anderen Worten, indem man die Eigenschaft des Gebens über die Eigenschaft des Empfangens erhebt. (Das Wort Shofar – Horn, stammt vom aramäischen Wort Shufra – Wichtigkeit.)

(Aus dem 1. Teil des täglichen Kabbala Unterrichts über den Rabash Artikel „Das Gebet von Rosh HaShana“)

 

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Purim bezeichnet die Geburt einer korrigierten Welt

Jeder neue Zustand wird nur unter der Bedingung geboren, dass sich der vorherige vollständig erschöpft hat, gleich wie bei einem Getreidekorn, welches in die Erde gepflanzt wurde, um vollständig zu verotten, damit ein ein neuer Lebensabschnitt aus dem vorherigen geboren wird, der dann als unnötig und nutzlos wahrgenommen wird. Darum steht über die Feiertage von Purim geschrieben, dass Seir Anpin schläft, während Malchut in der Dunkelheit versinkt. Nur aus diesem Zustand der Dunkelheit erlangen wir das größte Licht, den Zustand, der Purim genannt wird, welcher sich auf das Ende der Korrektur bezieht.

Wenn Seir Anpin kein Licht zu Malchut bringt, fühlen wir uns im Exil und können uns nicht auf Malchut abstimmen und uns verbinden. Allerdings zwingen uns Leid und Dunkelheit, dass wir Kraft von Seir Anpin anfordern, um unsere Vereinigung durchzuführen, damit wir mit Malchut, der gemeinsamen Seele, im Einklang sind. So erreichen wir den Aufstieg zu unserer nächsten Stufe.

 

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Um nicht in diese Welt zurückzukehren


Frage: Welcher Teil des Systems bestimmt, wie oft ich sterben und geboren werden muss? Kann ich dies durch das Studium der Kabbala beeinflussen?

Antwort: Das können Sie. Rabash hat einen Artikel mit dem Titel „Wie man nicht wiedergeboren wird“ geschrieben. Das hängt vom Menschen ab. Lasst uns vereinbaren, dass wir nicht mehr in diese Welt zurückkehren wollen. Wir werden in diesem Lebenszyklus, in diesem irdischen Leben, alles beenden was wir beenden sollen und uns von dieser Welt verabschieden.
In der Tat ist diese Welt die schlimmste, die niedrigste der Welten, ein Zustand, in dem jeder spirituelle Zustand viel höher, ehrlicher und im Vergleich besser ist.

Frage: Was bedeutet es, sich von dieser Welt zu verabschieden?

Antwort: Es bedeutet, in unseren Eigenschaften der nächsten Stufe ähnlich zu werden.

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Verantwortlich für die Welt

Frage: Was sollen wir von den kommenden Kongressen erwarten? Welche Absicht sollen wir aufbauen?

Antwort: In unserer Verbindung nähern wir uns sehr starken Absichten und hoffen, dass diese Kongressreihe uns hilft, gemeinsam  ununterbrochen die Absicht in uns zu halten und sie nicht loszulassen.

Arbeit, Familie, Kinder, persönliche Probleme – trotz all dem lasse ich unterbewusst irgendwo in einer Ecke meines Verstandes Platz für das Wichtigste und mache mir ständig Gedanken über unsere Einheit, darüber, wie wir von einem Kongress zum nächsten vorankommen, Tag für Tag, in einem inneren Zusammenhalt – bis sich dort, im Inneren, der Schöpfer enthüllt.

Wir studieren das bereits sehr lange in der Theorie. Dann lasst uns auch tatsächlich wollen, dass Er sich enthüllt. Tausend Mal haben wir das bereits gehört – lasst uns doch eine Anstrengung unternehmen.

Wir dürfen nicht in Zweifel verfallen: „Schon wieder? Zum wievielten Mal?“ Wir stehen an der Schwelle zum Durchbruch. Und die Welt verlangt ebenfalls danach. Denn sie hat nicht die geringste Chance, eine Lösung zu finden. Wir können im Internet sehen, welche „Lösungen“ als Antwort auf die heutigen Krisen angeboten werden, wie es versucht wird, sie zu vertuschen, zu verdecken, weil kein Ausweg zu sehen ist.

Wir müssen in einer bequemen, verständlichen, naheliegenden Form die Nachricht an die Welt herantragen, dass es eine Lösung gibt, und je schneller wir anfangen, sie zu realisieren, desto weniger werden wir leiden.

Und darum soll unsere Absicht während der Kongresse sein, uns in die Gruppe einzuleben, die eine Krisenlösung für die Welt bringt. Es gibt nichts Wichtigeres, was wir vorbereiten könnten, was wir untereinander für die Welt tun könnten.

Wir befinden uns im Moment an einem sehr wichtigen Punkt: vor uns liegt ein Kranker, und seine Krankheit ist beinah tödlich, und wir können ein Heilmittel herstellen und ihn heilen. Dann wird er nicht einfach gesund, sondern steigt zur Stufe des Schöpfers, zu einer neuen, ewigen Dimension auf.

Deshalb sollte unseren Anstrengungen und unserem Status – dem Aufstieg, den wir in diesen Tagen beginnen – die maximale Wichtigkeit beigemessen werden. Wir müssen uns dessen bewusst sein, welche Aufgabe wir bewältigen. Wer sind wir, um einer solchen Mission würdig zu werden – in der Tat an der Korrektur nicht nur der Welt, sondern der gesamten Realität mitzuwirken?

Wir sollten ein wenig stolzer auf unsere Aufgabe sein – damit wir dadurch die Verantwortung spüren können.

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„Auserwählt“ zu sein bedeutet, die Verantwortung zu haben, der Welt spirituell zu dienen


Frage: Ich habe gedacht, dass alle Begriffe der Kabbala, wie zum Beispiel Goy (Nichtjude), die Nationen der Welt, Israel und Jude, Zustände sind, die jede Person durchmachen muss. Es betrübt mich, dass alle Ihre Antworten immer zweiseitig sind. Dieser Erklärung nach ist Adam haRishon kein gemeinsamer Zustand, sondern nur einer für genetische Juden, weil sie bereits dort waren, während „Nichtjuden“ nicht einmal einen entfernten Geschmack davon haben. Aber weshalb sind sie dann in einem Zustand des Abstiegs?

Antwort: Sie sollten alles objektiv betrachten, wie ein Wissenschafter. Dann werden Sie der Wahrheit näher kommen. Alle Begriffe bestehen sowohl für die körperlichen als auch für die spirituellen Zustände. Jede Person muss alle Zustände durchmachen.

Diejenigen, die durch den spirituellen Abstieg und Aufstieg in der Vergangenheit gegangen sind, sind die genetischen Juden, beginnend mit Abraham, dem ersten Kabbalisten. (Wir berücksichtigen niemanden vor ihm, da es kein System gab, obwohl alles mit Adam begonnen hat). Diese Menschen (Seelen) müssen die Ersten sein, die durch die Korrektur gehen, weil sie in der Zeit des Ersten und Zweiten Tempels zerbrachen. Danach müssen sie die Methode allen anderen übermitteln.

Auf der körperlichen Ebene werden sie gehasst und geschmäht, weil sie diese Mission vernachlässigen. Übrigens, das hebräische Wort Goy (Nichtjude) bedeutet Nation. Israel wird auch „Goy“ genannt, aber „Goy Kadosh“ – eine heilige Nation, die dazu bestimmt ist, in der Eigenschaft von Liebe und Schenken zu sein.

Adam ist die gemeinsame Seele aller Menschen. Ein Teil von Adam – die Seelen von Abrahams Schülern – durchlebten spirituellen Aufstieg und zerbrachen. Ein anderer Teil der Seelen, die Goyim (Nichtjuden), stiegen niemals auf oder zerbrachen. Die zerbrochenen Seelen sind schlechter als diejenigen, die nicht zerbrachen, aber sie haben auch eine größere Neigung zur Korrektur, weil sie die zerbrochenen spirituellen Verlangen enthalten. Deshalb sind sie verpflichtet „Or Le Goim“ zu werden – das Licht für die Nationen der Welt, die die zerbrochenen Verlangen nicht enthalten.

„Auserwählt“ zu sein bedeutet, verantwortlich zu sein, die Methode der Korrektur zu beherrschen und sie in der gesamten Welt zu verbreiten oder anders gesagt – der Welt spirituell zu dienen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Unter Israel versteht man all jene, die direkt zum Schöpfer streben
Blog-post: Der Bau des Dritten Tempels
 

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Was uns stärker macht

Kommentar: Wissenschafter glauben, dass das Mantra „was dich nicht umbringt, macht dich stärker“ zutreffend und korrekt ist. Siebzehn Prozent der Welt -bevölkerung stimmen zu, dass alles, was ihnen im Leben passiert, sie stärker macht

Antwort: Alle Leiden die wir ertragen, machen uns stärker, kräftigen uns, erheben uns und ziehen uns vorwärts. Dies ist ein konkretes kabbalistisches Prinzip! Ich bin sehr erfreut darüber, dass die Menschen endlich zur richtigen Schlussfolgerung kommen. Die Frage ist, wie können wir diese Eigenschaft in einer realistischen, sinnvollen und produktiven Weise nutzen. Wenn auf mich eine Reihe Probleme zukommen, sollte ich wissen, wie ich einen Vorteil daraus ziehe – wie in der fernöstlichen Kampfkunst, in der die Kraft, Energie und das Gewicht des Gegners gegen ihn genutzt werden. Bei allen Begegnungen in unserem Leben sollten wir lernen, wie wir das umsetzen können.

Um sich darüber erheben zu können, muss ein Mensch einen Vorteil an der negativen Situation sehen. Wenn du eine negative Auswirkung loswerden willst, solltest du dich richtig darüber erheben; dann realisierst du, dass es sich um ein offenkundiges biblisches Prinzip handelt: Das Böse, dem du begegnest, ist eine erneute Hilfe – damit ist gemeint, dass du das Böse, das dir geschickt wurde, als Hilfe nutzen kannst. Auf diese Weise steigt ein Mensch in die Spiritualität auf, da er alle negativen Lebenserfahrungen in ein positives Verhalten umsetzen kann. So können wir uns schnell über uns selbst erheben.

Antwort: Ja, mit allen negativen Erfahrungen! Auf diese Weise steige ich tatsächlich täglich über alles, was mit mir geschieht auf; über hunderte Gefühlsregungen, negative Erlebnisse und Schläge!

Frage: Was heißt es, über sie aufzusteigen?

Antwort: Der Aufstieg zum Schöpfer, der die Ursache von allem ist, ist die Quelle von allem, was uns widerfährt. Er ruft mich, damit ich aufsteigen und Ihm näher kommen kann; daher schickt Er mir all die negativen Erfahrungen; so kann ich Ihn enthüllen.

Frage: Wird der Schöpfer tatsächlich in den negativen Erfahrungen gefunden?

Antwort: Ja. Seine Gedanken sind in diesen Schlägen – wenn ich sie löse und sie richtig einsetze, dann finde ich Ihn. Es ist eine einfache Regel, steige auf!

Aus Kab TV „Neues mit Michael Laitman“ 20/3/16

Tag der Trauer – Tag der Freude

Dieser Abend der bitteren Klagen war am 9. des Av. Und der Schöpfer  sprach: „Ihr habt geweint ohne Grund; deswegen gebe ich euch einen Grund für eure Klagen. Der 9. Av wird der Tag der Volkstrauer sein.  An diesem Tag wird der Erste und Zweite Tempel zerstört“. [Kapitel „Shlach“]

Und so war es auch geschehen. Bis zum heutigen Tag sehen wir, wenn wir auf unsere Geschichte zurückblicken, dass am 9. Av immer die schlimmsten Ereignisse geschahen: Die Vertreibung der Juden aus Spanien, die Pläne der Judenvernichtung der Nationalsozialisten u. s. w. Für jede spirituelle Wurzel existiert in unserer Welt ein Zweig. Alles, was in der spirituellen Welt geschieht, ist der materiellen Welt entgegengesetzt. Deswegen gilt in unserer Welt der 9. Av als Tag der Klagen. An diesem Tag liest man nicht einmal aus der Tora, denn es ist in dieser Zeit unmöglich, das umgebende Licht anzuziehen. Der Tag des 9. Av bzw. seine spirituelle Wurzel wird bis zur endgültigen Korrektur existieren und erst dann verwandelt er sich. Die Enthüllung des enormen Egoismus an diesem Tag gibt uns den größten Impuls – die Enthüllung der Welt der Unendlichkeit in unserer Welt. Der tiefste Sturz verwandelt sich in den größten Aufstieg. Zwei Welten –  die niedrigste und die höchste – verbinden sich!

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Der Schlüssel zur Verbindung mit dem Schöpfer

Frage: Was soll ich machen, wenn ich einen Aufstieg und eine Erweckung während des Lesens des Sohar empfinde? Wie kann ich in diesem Zustand um die Korrektur bitten?

Meine Antwort: Während des Lesens des Sohar, oder der anderen Originalquellen (Artikeln, Briefe, oder „TES“) soll ich mir vor allem das richtige Bild davon machen, wo ich mich befinde. Die Realität, in der ich mich befinde, wird in meinen Sinnesorganen, in meinen Verlangen wahrgenommen. Das Licht lässt mich glauben und empfinden, dass es die wahre Realität, meine Welt ist. Auf diese Weise habe ich die Verbindung mit dem Licht, mit der höheren Kraft, die mich erkennen lässt, wo genau ich mich befinde: ursprünglich begreife ich nichts und kann nichts sehen, wie ein neugeborenes Kind.

Darum muss ich zuerst dieses Bild auf die richtige Weise formen. Es gibt ein Verlangen, worin das Licht wirkt und es von innen zu erwecken versucht, um sich darin nach dem Gesetz der Gleichheit von Eigenschaften zu enthüllen. Das Licht befindet sich innerhalb des Verlangens, und keinesfalls außen, wird aber in Bezug auf dieses Verlangen als umgebendes, äußeres, inneres, entferntes Licht, als Kreis, Linie, usw. bezeichnet. All das sind die Formen, in welchen sich das Licht dem Verlangen offenbaren kann. Wir sprechen über alles von der Seite des Verlangens.

Wenn ich verstehe, dass die gesamte Welt, die gesamte Realität, alle Welten, das gesamte Licht, sich in mir befinden, dann soll ich mich richtig organisieren: wie und warum handele ich, um für den jetzigen Zustand das größtmögliche Verständnis und das Begreifen zu erlangen, um jedes Mal möglichst viel zu enthüllen. Die Enthüllung erfolgt mithilfe von zwei Kräften – der Kraft der Verhüllung und der Kraft der Enthüllung.

Es sind immer diese zwei Gegensätze vorhanden. Und genauso passiert es in unserer Welt: die Realität, die ich momentan wahrnehme, enthält ebenfalls die Verhüllung und die Enthüllung, beides zusammen. Denn ohne einen richtigen Wettstreit zwischen ihnen nehme ich nichts wahr, keine Farben, keine Töne, nichts. Je mehr Kräfte der Enthüllung und Verhüllung ich in mir einschließe, je mehr Gegensätze ich in mir vereine, desto mehr nehme ich wahr, desto klüger werde ich.

Deshalb möchte ich während des Lesens der Originalquellen das möglichst wahrhafte, kraftvolle Bild der Realität enthüllen. Dabei ist es unwichtig, welche Quelle und in welchem Stil man gerade liest. Wenn es um die Bücher geht, mit deren Hilfe ich die Kräfte meiner Seele erwecke – sowohl von der Seite des Verlangens, als auch von der Seite seiner Auffüllung, dann spielt es keine Rolle was man liest, es können „Talmud der Zehn Sefirot“, der Sohar, die Briefe oder die Artikel sein. Entscheidend ist dabei, meine spirituelle Entwicklung in Gang zu bringen.

Und dann beginne ich, die Wichtigkeit meines Studiums der Tora zu verstehen: das in ihr (der Tora) enthaltene Licht führt zur Quelle zurück, d.h. sie befördert mich zur Enthüllung des wahren Bildes der Realität, zu einem noch vor mir verhüllten Zustand, in welchem ich mit dem Schöpfer verbunden bin.

Deshalb vergegenwärtigen wir uns zunächst das Bild: es gibt mich und alles ist in mir eingeschlossen, in meinem Inneren verborgen. Ich soll die Kräfte meiner Seele erwecken und darin die wahrhafte Realität enthüllen, wobei ich und der Schöpfer in ein Ganzes verschmelzen.

Nachdem ich mich auf diese Weise eingestimmt habe, komme ich zum nächsten Schritt: Wie kann ich mich mit Hilfe des Studiums erwecken? Folglich spricht alles, was ich lese, meine fortgeschrittenen Zustände an, die noch entfernt oder auch schon nah bei mir liegen. Wichtig ist, dass ich mit Hilfe des Textes versuche, in mir diese Kräfte, diese Formen zu finden.

Dabei vergesse ich nicht, dass die Rede nur von meinen Verlangen, von inneren Kräften meiner Seele ist: von Kräften des Empfangens und des Gebens. Es ist unwichtig, ob sie seltsame Namen tragen oder Namen, die mir aus der gegenwärtigen Realität bekannt sind. Ich denke ständig darüber nach, wie ich all diese Kräfte enthüllen werde – die Teile meiner Verbindung mit dem Schöpfer.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 16.11.2011

Was ist der Verstand?

Frage: Was bedeutet der höhere Verstand, den jeder Mensch am Ende der Korrektur begreifen soll?

Meine Antwort: Der Verstand ist das Licht Chochma, das ich mit Hilfe meines Verlangens (Malchut) begreife, und in die Übereinstimmung mit den neun ersten Sefirot bringen soll.

Мalchut ist ein empfangendes Gefäß, das Verlangen zu genießen. Und wenn ich sie auf das Geben (auf die neun ersten Sefirot) ausrichte, dann wird sie zum Gefäß für das Licht Chochma (das Licht der Weisheit). Ein solches Gefäß wird eben als der Verstand bezeichnet: das Licht der Weisheit (Chochma), das sich in den Wunsch der Schöpfung einkleidet.

Wir können diesen höheren Verstand nicht mit unserer irdischen Vernunft begreifen. Der höhere, schaffende Verstand ist der Verstand des Schöpfers, der die Geschöpfe mit dem Licht der Weisheit (Chochma) geschaffen hat. Wir können es nur durch die Gleichheit der Eigenschaften, im Maß der eigenen Korrektur begreifen.

Wenn ich mein Verlangen zu genießen auf das Geben korrigiere und mit dem Licht Chassadim (mit dem Licht der Barmherzigkeit) ausfülle, dann entwickele ich den antiegoistischen Schirm, mit dem ich die Verschmelzung mit dem Licht ausführe (Siwug de-Akaa), infolge dessen das widergespiegelte Licht entsteht. Folglich kleidet sich das höhere Licht in mich ein, und ich begreife den Verstand des Schöpfers.

Deshalb trägt die Wissenschaft der Kabbala solchen Namen (Chochmat Kabbala), denn sie lehrt uns, wie man dieses Licht der Weisheit (Chochma), das Licht der Vernunft empfangen kann, um damit den Schöpfer zu begreifen. Aber wir begreifen diesen Verstand langsam, nach dem Maß unserer Gleichheit mit Ihm im Geben.

Es ist nicht diese irdische, tierische Vernunft, mit der wir geboren werden. Wir müssen die höhere Vernunft mittels der Korrektur offenbaren. Je mehr sich der Mensch korrigiert, desto mehr spirituellen Verstand eignet er sich an.

Und sein Vorankommen hängt keinesfalls von seinen intellektuellen irdischen Eigenschaften ab. Er kann sogar ein Einstein sein, aber es wird ihm beim spirituellen Aufstieg überhaupt nicht helfen.

Der irdische Verstand, hilft dem Menschen seinen Egoismus richtig zu benutzen und hat nichts mit der Vernunft zu tun, die er infolge der Arbeit in der Gruppe und mit Hilfe solcher Handlungen entwickelt, welche einem Fremden als ganz unvernünftig, irrational und von allen verachtet, vorkommen mögen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Schaffende Vernunft“, 21.10.2011

Die potentielle Barriere überwinden

Die höhere Lenkung organisiert immer unseren laufenden Zustand und beleuchtet ein wenig unseren Zustand auf der nächsten Stufe. Und wenn wir unseren laufenden Zustand überwinden, dann können wir um den folgenden, schwach leuchtenden Zustand bitten.

Unser folgende Zustand scheint uns unerwünscht zu sein, anderenfalls würden wir ihn egoistisch anstreben, ohne über die Freiheit der Wahl und über die Unabhängigkeit zu verfügen. Genau aus diesem Grund ist der folgende Zustand von unserer Selbstsucht so verhasst. Deshalb bin ich ständig auf die Unterstützung seitens der Umgebung, der Büchern, des Lehrers angewiesen, und soll sie bitten, mich in jenen Zustand zu begleiten, der mir heute als unerwünscht, schlecht und verhasst vorkommt.

Das heißt ich mobilisieren meine Kräfte, steigere die Empfindung der Wichtigkeit für die höhere Stufe. Und wenn ich über ein starkes Streben verfüge, um die potentielle Barriere zu überwinden, die mich vom folgenden Zustand abtrennt, dann ziehe ich das Licht heran, das zur Quelle zurückführt, und mich verändert. Dann werde ich auf der nächsten Stufe geboren, und werde zu ihrem „Sohn“.

Natürlich „gibt es niemanden außer Ihm“ – aber dieser Eine erschafft sowohl unseren heutigen Zustand, als auch unseren folgenden Zustand, der Ihm entgegengesetzt ist, sowie alle Möglichkeiten für das Begreifen meiner Empfindungen. Und ich soll sie als die speziell für mich durchdachten, notwendigen Mittel betrachten.

Es gibt nichts Überflüssiges in mir und in der ganzen Umwelt, in allen inneren und äußerlichen Bedingungen, alles ist ideal organisiert, um mir zu helfen, die Kraft des Wunsches zu mobilisieren und den folgenden Zustand zu erlangen. Und wenn ich zum Aufstieg nicht bereit bin, dann bin ich nicht aufmerksam genug und beachte nicht das, was mit mir geschieht.

Deshalb müssen wir den Schöpfer in voraus rechtfertigen, ungeachtet des ungeeigneten, unangenehmen, schlechten Zustandes, in dem wir uns befinden. Denn es ist das gute Zeichen und eine riesige Hilfe, die anhand dieses schweren Zustandes mich aufs Ziel ausrichtet, mich vorankommen lässt.

Der heutige, unangenehme Zustand hilft mir also. Aber nach dem Aufstieg auf die höhere Stufe empfindet der Mensch seinen neuen Zustand als angenehm. Und trotzdem, soll er weiterhin hinaufsteigen wollen. Das heißt er muss zusätzlich arbeiten, um die Mängel am laufenden Zustand zu erkennen. Und es ist gar nicht einfach.

Wir befinden uns heute in einem schweren Zustand. Und der zukünftige Zustand wird auch ziemlich dunkel sein. Wir sollen unseren folgenden Zustand, als einen für das Vorankommen erwünschten Zustand betrachten um damit mit Hilfe der Umgebung und der Büchern zurecht zu kommen.

Uns sind alle Bedingungen und alle Möglichkeiten gegeben, um auf die nächste Stufe aufzusteigen. Daran soll der Mensch von vornherein glauben, denn wir befinden uns jeden Augenblick des Lebens in den besten Zuständen. Ich habe sowohl im laufenden Zustand, als auch im folgenden all die Mitteln, um aus mir denjenigen zu machen, der ich auf der folgenden Stufe sein soll. Es fehlt uns immer nur das Eine, die Aufmerksamkeit!

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 16.10.2011