Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Der Beschleuniger auf dem geistigen Wege

Diejenigen, die „Isra-el“ heißen (direkt zum Schöpfer) und mittels ihrer persönlichen geistigen Arbeit, abgesondert von der ganzen Menschheit vorankommen, da in ihnen schon die Reshimot aufgewacht sind, und der Schöpfer sie an Sich anzunähern möchte, betreten den besonderen Prozess, genannt die Offenbarung der Seele (des Schöpfers, der Spiritualität – was ein und dasselbe ist).

Sie sollen allmählich diesen unendlichen Prozess öffnen, der für jeden Mensch vorbestimmt ist, laut der Geschwindigkeit der Realisierung eigener Reshimot.

In diesem Prozess können wir unsere Entwicklung nur dann beschleunigen, wenn wir die Zustände, die wir durchgehen, mithilfe aller uns gegebenen Mittel schneller und richtiger verarbeiten. Wir verändern weder die Zustände, noch ihre Reihenfolge. Wir können uns nur mit Hilfe des Studiums und der gegenseitigen Verbindung zum Verständnis und zur Sensibilität bringen, damit diese Zustände schneller verstanden und gerechtfertigt werden.

So formen wir in uns andere Einstellung zu den Zuständen, beschleunigen ihre Geschwindigkeit und bereiten uns weiter vor. Dann werden wir jeden Zustand mit der positiven Empfindung, mit dem Verständnis wahrnehmen.

Außer unserer Einstellung können wir nichts beeinflussen oder verändern.

Unsere Einstellung zu allen Zuständen, die wir empfinden, die gewiss vom Schöpfer kommen, heißt unsere Absicht.

Die Absicht ist meine Beziehung zu meinen Empfindungen und zur Quelle dieser Empfindungen, es gibt doch „Niemanden außer Ihm“.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 16.09.2010

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Ein Kettenglied, ohne das es einfach nicht geht

Ohne die Artikel von Rabasch hätten wir einfach nicht gewusst, wie wir uns zum Ziel richtig ausrichten können; denn die akademischen Ratschläge von Baal HaSulam wurden von enormer spiritueller Höhe gegeben.

Wir können daraus keine Details für unsere Verbindung erhalten, um nur einen Schritt praktisch auszuführen.

Während Rabasch erklärt uns jeden Schritt – beginnend mit dem ersten Anfangspunkt. Aufgrund seiner Erklärungen können wir die Methodik von Baal HaSulam verstehen und richtig umsetzen. Wenn wir uns zur unmittelbaren Umsetzung der Kabbala der praktischen Enthüllung des Schöpfers annähern, werden für uns sowohl die Artikel von Rabasch als auch das Buch Sohar lebenswichtig.

Die Artikel von Rabasch helfen uns dabei, die richtige Absicht zu formen und durch das Buch Sohar auf diese Absicht das spirituelle weltoffenbarende Licht anzuziehen.

Rabasch hat etwas gemacht, was vor ihm kein Kabbalist getan hat – er hat die Etappe der inneren spirituellen Arbeit des Menschen, also die praktische Umsetzung der Tora, beschrieben.

Er war der einzige in der gesamten Kette von Kabbalisten, beginnend mit Adam Rischon, der eine konkrete stufenweise Schritt-für-Schritt-Beschreibung der spirituellen Arbeit des Menschen und der Gruppe geliefert hat, die für uns heute so wichtig ist.

Vor ihm haben die jeweiligen Kabbalisten über ihre persönlichen Erkenntnisse geschrieben; denn so war der spirituelle Fortschritt in der Zeit der 2000 Jahre langen Verhüllung.

Vor dem Exil befand sich das Volk auf der Stufe der spirituellen Erkenntnis, und es war nicht notwendig, davon (? darüber) zu sprechen, was jedes Kind im Laufe seiner Entwicklung meistern konnte.

Aber heute, um sich aus der Verhüllung erheben zu können, benötigen wir die Materialien, die uns hinsichtlich des Eintritts in die spirituelle Welt eine Orientierung geben können. Und das ist nur durch das Studium der Rabasch-Artikel möglich.

Ohne die Artikel von Rabasch hätten wir auch andere kabbalistische Quellen nicht richtig verstehen können.

Deshalb unterteilt sich unsere Arbeit in zwei Teile:

1. Studium der Rabasch-Artikel.

2. Wenn wir uns richtig vorbereitet haben, gehen wir zum Studium des Buches Sohar oder der Lehre der Zehn Sfirot über und können dann schon mit den Texten richtig arbeiten, indem wir das korrigierende Licht anziehen.
Rabasch lebte sehr zurückgezogen und bescheiden, er hielt sich immer im Schatten seines berühmten Vaters. Seine ganze Kraft und Stärke waren tief in seinem Inneren verborgen, so dass es unmöglich war, dies von aussen zu bemerken.

Er hat als erster begonnen, die nicht religiöse Kabbala für die Menschen zu lehren, ohne Unterscheidung jeglicher Herkunft und hielt die Verbreitung der Kabbala an die Öffentlichkeit für sehr wichtig.

Aus einem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 12.09.2010

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Der Weg zum Palast des Schöpfers

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet, den Zustand des spirituellen Aufstiegs zu schätzen?

Meine Antwort: Der Aufstieg ist ein Zustand, in dem ich alles, was mit mir geschieht, rechtfertigen kann – wenn ich Freunde und die Gruppe rechtfertigen kann, weil ich in ihnen Engel sehe, die mir helfen, meinen freien Willen umzusetzen und das Ziel zu erreichen.

Aus den Elementen dieses Zustandes kann ich mich selbst und meine Beziehung dem Schöpfer gegenüber, der sich innerhalb dieses Zustandes enthüllt, aufbauen.

Die Komponenten meines Zustandes sind die Gruppe, das Zuhause, die Arbeit, das Studium, die Gesundheit usw. Ich muss alles als zweitrangig bezüglich der Gruppe einordnen, ich muss alles zusammenpacken und mich damit in die Gruppe einordnen, obwohl sie nur eine Komponente von vielen ist.

Und in ihr kläre ich ebenfalls sehr viele Komponenten, bis ich mich nur für eine entscheide – das Verlangen, den Schöpfer zu erreichen.

Ich dringe in meiner Arbeit und in meinen Klärungen immer tiefer, zum Kern, durch, als ob ich von Weitem dem Königspalast immer näherkommen würde, bis ich ihn erreicht habe.

Ich richte mich immer mehr auf den Zielpunkt aus und überprüfe die Richtung, bis ich das Ziel erreicht habe.

Zuerst glaube ich, dass um mich herum eine ganze Welt existiert, und später sehe ich nur die Gruppe und verschiedene Situationen innerhalb der Gruppe, bis ich zu einem ganz einfachen Schema komme, dass alles um mich herum Engel, Kräfte, sind, die mich auf den Schöpfer ausrichten und mir helfen, zu Ihm zu kommen.

Was ist das für eine Gruppe – ist das die lokale Gruppe, die mir am nächsten steht, oder die Weltgruppe? Gruppe bedeutet alle Seelen. Wir fangen mit der ganzen Welt an und engen dann den Kreis ein.

Die Gruppe beginnt für mich mit den physischen Körpern, mit den mir bekannten Menschen weltweit, die ich als durch ein gemeinsames Ziel verbunden empfinde.

Das sind Menschen, die mich verstehen und fühlen, ich muss sie nicht von Angesicht kennen, es ist unwichtig. Doch in der spirituellen Welt befinden wir uns in einem gemeinsamen System. In dieser Welt müssen wir uns noch nicht einmal getroffen haben, doch in der spirituellen Welt sind wir vereint.

Das ist die rettende Möglichkeit – zweifelsohne sind wir miteinander verbunden, unterstützen einander und hängen voneinander ab.

Und das sind nicht nur Menschen, die in meiner Generation leben und sich im Moment in dem gleichen Zustand bezüglich des Schöpfers befinden, sondern auch alle Kabbalisten der Vergangenheit, angefangen mit Adam, der als erster vor 5770 Jahren den Schöpfer enthüllte und den freien Willen umsetzte.

Von diesem Moment an begann die Schöpfung, der Punkt des Verlangens, ihren Weg zur Erreichung der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer. Seit dem gehören alle Kabbalisten, die mit diesem Ziel verbunden sind, dem gleichen System an, unabhängig davon, auf welcher Stufe der Leiter sie sich befinden.

Und die Menschen, die in diesem System noch nicht aktiv arbeiten, gehören ebenfalls dazu, wir müssen sie nur erwecken.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 06.09.2010

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Die Vereinigung der Seelen – die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer

Wir müssen unsere eigene Gegensätzlichkeit zum Licht empfinden, um uns seinem Zustand näher zu bringen. Und wenn man kein Licht heranzieht, dann empfindet man die Leiden, weil es sehr bitter ist, sich dem Schöpfer als entgegengesetzt zu empfinden.

Um uns folglich die richtige Entwicklung zu ermöglichen, bringt man uns ins System „der kabbalistischen Gruppe“ ein. Denn es ist besser sich in der Gruppe zu befinden, anstatt sich im Vakuum und Unwissen, wie man die Ähnlichkeit mit dem Licht erreichen kann.

Man kann an der Vereinigung mit den gleich gesinnten Gruppenmitgliedern arbeiten, die dasselbe Ziel anstreben. Somit beschäftigt man sich mit der klaren Arbeit der Verbindung, die alle unsere Probleme lösen kann, anstatt sich mit etwas Unsichtbarem zu beschäftigen, anstatt sich in der Leere aufzuhalten, und nicht zu wissen, woher die Leiden kommen und was eigentlich geschieht!

Aber wie kann man die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer – durch die Vereinigung der Seelen ersetzen? – In der Welt der Unendlichkeit waren wir ein Ganzes, eine Seele, Adam, später wurden wir in die Teile, in die einzelnen Seelen zerbrochen, so dass wir begonnen haben, anstelle der Welt der Unendlichkeit unsere (zerbrochene) Welt zu empfinden. Nach dem Zerbrechen schuf das Licht in uns die Eigenschaften, die ihm vollkommen entgegengesetzt sind, und die Seele wurde zur Kehrseite des Lichtes!

Aber wenn wir das Zerbrechen gemeinsam korrigieren und uns verbinden, dann machen wir eine Handlung, die an die Enthüllung des Lichtes gerichtet ist, denn wir wollen die Ähnlichkeit mit dem Licht erreichen. Anstatt uns dem Licht anzugleichen, das verborgen ist, gleichen wir uns den Wünschen an, die deutlich und klar sind.

Uns scheint es so zu sein, dass wir an der Vereinigung zwischen den Menschen arbeiten, um eigene Selbstsucht aufheben zu können, wie gut erzogene Kinder, aber dadurch enthüllen wir das Licht in der Vereinigung der Wünsche. Denn das Licht hat sich zerschlagen und hat sich dort, innerhalb der zerbrochenen Kelim verborgen.

Somit gilt als praktische Kabbala die Möglichkeit der Arbeit in der Gruppe. Wir führen die uns zugänglichen Handlungen uns, und enthüllen folglich das Licht.

Auf diese Weise klären wir unseren Gegensatz zu dem Licht auf, werden ihm verglichen und verbinden uns: das Licht und das Gefäß werden in ein Ganzes zusammengezogen, und wir kehren in die Welt der Unendlichkeit zurück.

Da wir 620 entgegen gesetzten Zustände, Stufen geöffnet haben, die uns von einander abtrennen und vom Licht entfernen – so können wir jetzt um 620 Mal besser das Licht der Unendlichkeit verstehen und enthüllen somit die allgemeine Seele und das ganze Licht, den Schöpfer, der sie erfüllt.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 03.09.2010

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Zwischen Malchut und Bina

Der Sohar, Kapitel „Wajechi„, Punkt 210: Komm und siehe, wie wichtig das Werk des Heiligen Königs ist. In den Taten, die unten getan werden, binden sie (die Menschen) sie oben mit den hohen Dingen, in ihrer Wurzel, da alles unten in dieser Welt seine Wurzel oben in den oberen Welten hat.

Und wenn sie heruntergenommen werden und mit ihnen arbeiteten, erwacht ihnen entsprechend die Tat oben in den Wurzeln in den oberen Welten.

„Oben“ und „unten“ – sind Bina und Malchut. Aber wenn wir denken, dass „oben“ irgendwo im Geistigen und „unten“ in unserer Welt sind, dann ist es falsch.

Denn die Wissenschaft der Kabbala verliert kein Wort über diese Welt, über die Menschen in dieser Welt, über die Handlungen, die wir in unserer Welt begehen.

Sie meint nur die Handlungen im Wunsch, die wir in der Ähnlichkeit zur Höheren Kraft, im Geben begehen können.

Deshalb heißt „die Arbeit des Schöpfers“ von Ihm zu lernen: wie Er die Handlungen begeht, um dieselben Handlungen in unserem Wunsch zu erfüllen.

Es ist unsere Arbeit eben – zu lernen und den Schöpfer um die Fähigkeit, um die Kraft und das Beispiel zu bitten (von NeCh“I, АCHaP, vom Höheren im Unteren).

Die Verbindung zwischen Malchut und Bina, in welcher Malchut sich wünscht, von Bina die Eigenschaften des Gebens zu nehmen, die Kraft zu bekommen und sie zu realisieren, um Bina angeglichen zu werden, ist unsere ganze Arbeit. Deshalb heißt Malchut die untere Welt, und Bina die obere. Und nur zwischen ihnen geschehen alle Handlungen der Korrektur Malchut (des Geschöpfs, der Seelen) in der Welt Azilut.

Gerade in die Malchut der Welt Azilut steigen die Seelen hinauf, die sich untereinander verbinden möchten.

Und deshalb, überall, wo im Sohar die untere Welt oder die höhere Welt erwähnt werden, geschieht das alles zwischen Malchut und Bina der Welt Azilut.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 07.09.2010

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Geisteswelt oder Visionen?

Der Sohar, Kapitel „Wajechi“, Punkt 170: Bei der Abreise einer Seele, gehen all seine Verwandten und Freunde in der Welt der Wahrheit mit seiner Seele und zeigen ihr den Platz von Eden und den Ort der Strafe.

Eine Frage, die ich erhielt: die Menschen, die den klinischen Tod erlitten, erzählen über die Visionen, die mit Sohar in vieler Hinsicht übereinstimmen, obwohl sie keine Ahnung über die Kabbala haben…

Meine Antwort: Das Verständnis der Kabbala hilft dem Menschen nicht, die Geisteswelt zu sehen. Man kann die höhere Welt nur in der korrigierten Seele empfinden. Es spielt keine Rolle, ob der Mensch die kabbalistischen Bücher studiert oder nicht. Wichtig ist dabei, ob er sich korrigieren möchte.

Zu den Emotionen der Menschen, die den klinischen Tod erlitten, kann man Folgendes sagen. Wenn der Mensch in den kritischen Zustand gerät, dann ist es ein großer Schlag für den physischen Körper, der nichts mehr als den Wunsch, zu genießen darstellt. Unser Körper scheint uns materiell zu sein, einen Umfang haben, aber er stellt ausschließlich den Wunsch dar, eine bestimmte Art von Füllung zu genießen.

Wenn dieser Wunsch die Leere, die Leiden empfindet, dann möchte er natürlich kein Leben, keinen Wunsch empfinden, woran er leidet, denn er wünscht sich, diese Stelle zu schmälern, weniger zu leben, die Gefühle abzuschalten, Drogen zu nehmen, usw.

Jeder Mensch, der die seelischen oder materiellen Leiden empfindet, wünscht sich, diese zu verringern, die Wahrnehmung der Welt zu verringern, bis zur Unlust zu leben.

Aber wenn du die Leiden empfindest und hinaufsteigen möchtest, sowie den Wunsch hast, aus dieser Stelle ausgerissen zu werden, aus der Finsternis, Bitternis, aus den Schlägen, Kriegen und Krankheiten – dann begehst du die geistige Handlung – nicht für das Geben, oder weil dich das Geistige heranzieht, sondern weil die Leiden auf dich mit solcher Kraft drücken, dass du wie ein Kern aus der Kirsche ausgestoßen wirst – und nach oben aufspringst.

Es ist der Weg der Leiden, und kein Aufstieg, weil du dich nicht dem Ziel annäherst; du kennst es nicht – du läufst den Leiden davon wie ein verprügeltes Tier – vom Stock wegläuft. Aber wie dem auch sei, du erhebst dich über die Selbstsucht, über dem Wunsch zu genießen, und willst folglich dein Ego annullieren: „Ich will nichts mehr, lassen Sie mich nur in Ruhe!“.

Angenommen, ich habe eine Milliarde Dollar gestohlen, man hat mich gefangen und lebenslänglich im Gefängnis gesperrt. In diesem Augenblick wünsche ich nur Brot und Wasser und zu Hause zu sein. Nichts anderes!

Aber ich wollte doch eine Milliarde Dollar! Der Wunsch verringert sich, und steigt aufgrund „des Glaubens über dem Verstand“ hinauf, er ist bereit, im Geben zu sein, auf sich zu verzichten, sich zu verringern, um nur die Leiden der Strafe nicht zu empfinden. Dann empfinden diese Menschen die Wahrheit, im kleineren Ausmaß öffnet sich hier die Verbindung mit dem Schöpfer. Aber nur für die kurze Zeit, sodass sie diesen Zustand nicht wahrnehmen und festhalten können, weil sie keine eigenständigen Kelim (keine geistigen Gefäße) haben – und ihr Zustand vergeht.

Aber in 99.9 % der Fälle der Empfindung vom Jenseits empfinden die Menschen nur die psychosomatischen Emotionen. Da sie sich in den Leiden, in Verwicklung, im Nebel der Gefühle, in der Störung der Arbeit der inneren Systeme aufhalten, ist ihre Wahrnehmung gestört.

Aber das Schöpfungsziel besteht nicht darin, dass der Mensch nur im Zustand des klinischen Todes die Geisteswelt empfindet. Ich soll sie im vernünftigen Zustand empfinden, darin wie der Forscher agieren, der über das Wissen und Verständnis verfügt. Man muss den Wunsch und die Möglichkeit haben, wie der Schöpfer zu werden.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 02.09.2010

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Er ist der Erste und Er ist der Letzte, aber in der Mitte bin Ich

Eine Frage, die ich erhielt: Wer ist eigentlich an den Abstiegen schuldig – der Mensch oder der Schöpfer? Sind sie das Ergebnis der Bemühungen, die in die Arbeit angelegt sind, oder im Gegenteil, der Faulheit?

Meine Antwort: Es ist über den Schöpfer gesagt: „Ich bin – der Erste, und Ich bin – der Letzte!“
„Ich bin – der Erste“ bedeutet, dass jeder Anfangszustand von uns unabhängig ist. Und normalerweise ist Er damit überhaupt nicht verbunden, was früher geschah. Ich meine damit nicht die gewöhnlichen Menschen, in denen „die Gene“ (Reshimot, die Befehle von oben) automatisch und konsequent realisiert wurden, und in denen keine Fragen über den Sinn des Lebens und die Realisierung der Freiheit des Willens entstehen.
Aber der Mensch, welcher schon die Leere für die Füllung empfindet, die er aufgrund der entstandenen Frage über den Sinn des Lebens erkennt, kann sich in der Gruppe realisieren (im allgemeinen System), und somit seine Aufstiege und Abstiege, den Zustand prüfen, mit dem er seinen geistigen Weg beginnt. Alles wird bezüglich der Freiheit der Wahl, und nicht nach dem Zustand selbst bewertet. Der Zustand selbst interessiert mich nicht – er kann sowohl gut, als auch schlecht sein! Wichtig ist, wie ich ihn jetzt nutzen kann! Das heißt nur die „Ableitung“ wird berücksichtigt. Ich verändere nicht und korrigiere nicht die Welt – ich korrigiere die eigene Teilnahme daran.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 31.08.2010

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Neue Erfolgsformel

Eine Frage, die ich erhielt: Die Entwicklungsmechanik des Verlangens in unserer Welt ist sehr einfach, darin haben wir bereits Tausende von Jahren an Erfahrung gesammelt. Was ist neu an dem, was uns die Wissenschaft der Kabbala für die Nutzung des Verlangens bietet?
Meine Antwort: Die Kabbala gibt uns die Absicht, mehr brauchen wir auch nicht! Der Schöpfer hat das Verlangen zu genießen erschaffen und erweckt es zur Entwicklung.
Dieses Verlangen ist egoistisch und befindet sich ständig auf der Jagd, um sich mit dem Erwünschten zu erfüllen. Auf diese Weise verhalten sich die unbelebte, pflanzliche und tierische Stufen.
Doch heute, als wir im Lauf der Jahrtausende die „menschliche“ Stufe in unserer Entwicklung erreicht haben, stellt Adam eine vollkommen andere Ebene dar. Der Mensch hängt nicht vom Unbelebten, Pflanzlichen und Tierischen ab.
Für ihn ist die Absicht das Wichtigste: „Wozu“ habe ich das Unbelebte, Pflanzliche und Tierische? Wozu lebe ich?! Deshalb entsteht in ihm die Frage nach dem Sinn des Lebens, die zur Kabbala führt.
Das ist eine vollkommen neue Tendenz. Ich hänge bereits nicht mehr von der bisherigen Entwicklung meines Verlangens ab – ich habe mich entwickelt, und was nun, was kommt weiter? Weiter befindet sich etwas vollkommen Neues vor mir – etwas Unverständliches und Unbekanntes.
Die Krise, in der sich die Menschheit heute befindet, ist die Krise unserer bisherigen Entwicklungsformel, die nicht mehr funktioniert!
Die Zeit, in der nur das Licht und das Verlangen, der Genuss und der Hunger, existiert haben, ist zu Ende gegangen. Diese Lebensweise ist ausgeschöpft, doch niemand weiß, was weiter zu tun ist.
Ich sehe, dass es Erfüllung und Verlangen danach gibt, verstehe jedoch die Verbindung zwischen ihnen nicht. Früher einmal hat es sehr einfach funktioniert: je größer mein Verlangen war, desto größer war auch die Erfüllung und der Genuss.
Und heute will ich den Genuss empfangen – schnappe danach, genieße einen kurzen Augenblick – und alles verschwindet. Ich will den Genüssen noch nicht einmal mehr hinterherlaufen. Doch ich muss mich mit irgendetwas füllen! Begreift ihr, was das für eine Katastrophe ist?
Und die Menschheit weiß nicht, was sie damit machen soll. Letztendlich führt das zu Kriegen, Verbrechen, Gewalttätigkeit, Terror – denn wenn der Mensch eine solche innere Leere und Sehnsucht empfindet, ist er zu allem bereit, nur um selbst die kleinste Erfüllung, selbst für einen Augenblick zu spüren!
In einer solchen Übergangszeit befinden wir uns im Moment. Das egoistische Verlangen hat seine Entwicklung auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufe abgeschlossen.
Nun muss es als „Mensch“ wachsen, was „dem Schöpfer ähnlich“ bedeutet, d.h. in einer vollkommen neuen Form, im Geben – im Gegensatz zu allem, was bislang war.
Wir verstehen weder diese Handlung noch woher wir die Kraft dafür nehmen sollen. Wir haben dafür weder den Verstand noch das Verlangen noch die notwendige Umgebung. Es gibt nur die Wissenschaft der Kabbala – für diejenigen, die sie für sich entdeckt haben.
Deshalb unternehmen wir Anstrengungen zu deren Verbreitung, um die Entwicklung zu beschleunigen und ein Heilmittel zur Verfügung zu stellen, noch bevor der Schlag kommt.
Denn ansonsten wird keiner wissen, was wir mit unserem Leben anfangen sollen: weder Politiker noch Soziologen noch Psychologen noch Wissenschaftler.
Alle werden den Mut verlieren und mit jeglichem Leben einverstanden sein, nur um das, was geschieht, zu vertuschen und irgendwie weiterzumachen…

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Der Fußgänger, der von Punkt A zum Punkt B ging

Eine Frage, die ich erhielt: Ist es möglich, die ganze Zeit die Absicht „Glaube über dem Verstand“ zu haben?

Meine Antwort: Natürlich, ist es unmöglich. Aber die Kabbalisten reden nicht darüber, ob wir es können oder nicht. Wir sind dazu einfach verpflichtet!

Und wenn wir es nicht können – dann bitten wir um Hilfe, und der Schöpfer macht für uns diese Arbeit! Die ganze Arbeit ist Arbeit des Schöpfers, und nicht des Menschen. Aber wir müssen Ihn bitten, diese Arbeit zu erfüllen. Der Mensch ist verpflichtet, bis ans Ende seiner Versuche anzukommen, um die Arbeit selbst zu erfüllen! Obwohl ihm von vornherein klar ist, dass am Ende auf ihn der Misserfolg wartet, dass er mit eigenen Kräften nicht das Ziel erreichen kann. Aber der Erfolg liegt darin, dass er begreift, dass der Schöpfer alles machen wird, und er weiß jetzt genau, wie er Ihn bitten hat.

Ich befinde mich ständig in diesem Prozess, wenn ich mich zwischen dem Ausgangspunkt und dem Endziel bewege, das ich unbedingt erreichen muss. Das Endziel ist das Geben, die Liebe zum Schöpfer und zu den Geschöpfen, der Glaube über dem Verstand, das Geben über dem Erhalten. Und vom Anfangspunkt her soll ich die Endstation erreichen.

Und auf dem Weg habe ich Folgendes:

1) Tu alles, was in deinen Kräften ist! Es ist das Wichtigste.

2) Die vollkommene Enttäuschung über meine eigenen Kräfte.

3) Das Verständnis, dass nur der Schöpfer mich retten kann.

4) Wir beginnen gemeinsam, im Geben (Chafez Chessed) und in der Liebe zu arbeiten.

Aber wenn ich mich am Ausgangspunkt befinde, dann soll ich wissen, dass ich unbedingt am Ende ankommen werde, ich muss nur auf die eigenen Kräfte hoffen! Ich kann nicht die Hände in den Schoß legen und auf die Handlung von oben warten. Wenn ich mich bis zum Ende in der ersten Etappe nicht hingeben werde, und nicht alles Mögliche tue, was in meinen Kräften liegt – dann werde ich niemals an die Verzweiflung, an das Verständnis der eigenen Kraftlosigkeit herankommen, d.h. mir wird niemals bewusst, dass ich die Hilfe des Schöpfers brauche. Und wie werde ich das Licht hervorrufen, das zur Quelle zurückführt? Stufenweise wird der nächste Zustand bestimmt und aufgebaut. Der Mensch weiß nicht genau, wo er sich befindet und was auf ihn auf der folgenden Etappe, in dem folgenden Augenblick erwartet. Aber der ganze Aufstieg verwirklicht sich aufgrund seines Drucks.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 30.08.2010

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Wie man die Richtigkeit des Weges prüfen kann

Man kann sehr einfach bestimmen, ob der Weg geistig ist: alles, womit wir einverstanden sind – hat nichts mit Spiritualität zu tun!

Denn zur Spiritualität gehören gerade die entgegengesetzten Sachen, die nicht mit unserer Vernunft und den Gefühlen erfasst werden können, die von uns unerwünscht und verhasst sind. Gerade daran müssen wir arbeiten. Wenn ich keinen Nutzen von irgendwelchem Zustand, weder im Gefühl, noch in der Vernunft empfinde, so beginne ich das Geistige aufzubauen, wenn ich über diesem Zustand hinaufsteige. Denn ich werde gerade unter diesen Umständen nach keinen Vorteilen suchen, und um mich darüber zu erheben, werde ich die Hilfe des Schöpfers brauchen.

Das heißt, ich prüfe mich selbst: inwiefern mein Körper meiner Arbeit widersteht. Und es gilt für mich als Zeichen meines richtigen Aufstieges. Und weiterhin muss ich prüfen, wofür ich es mache. Vielleicht will ich mich über mich erheben und verfolge dabei eigene Ziele. Oder vielleicht will ich die Liebe des Schöpfers finden, die unserem „Körper“ dem egoistischen Gefühl und der Vernunft unangenehm ist. Und ich suche die Liebe, die auf dem Hass zu den egoistischen Gedanken und Wünschen basiert.

Aber häufig versuchen wir gar nicht, über dem Körper hinaufzusteigen, sondern bedauern, dass wir entsprechend der Vernunft und dem Gefühl, die im Körper eingeschlossen sind, nicht arbeiten können. Anstatt die Zustände zu suchen, die höher als das Gefühl und die Vernunft sind, wünschen wir uns, darin zu bleiben. Vor allem, muss man den Körper mit seinem Gefühl und der Vernunft zurückweisen, um sich darüber zu erheben, um nicht darauf zu achten. Das heißt, ich nehme sie nur zur Kenntnis , um mich über sie zu erheben. Dann heißt es der „Glaube über dem Verstand“. Und stattdessen bedauere ich warum mir nichts in der Vernunft offenbart wird, damit ich, wie jeder vernünftige Mensch handeln kann, der weiß, dass er über den Verstand und die eigenen Kräfte für den richtigen Aufstieg verfügt…

Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabasch, 30.08.2010

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