Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Adam'

Vom Anfangszustand zur vollständigen Perfektion

Frage: Der Schöpfer hat uns aus dem Nichts erschaffen, wir waren in einem perfekten Zustand. Müssen wir, um Ihn wieder wahrnehmen zu können, zu dem Gefühl gelangen, dass ich weder jemand noch etwas bin? Ist das richtig?

Antwort: Nein. Nichts dergleichen!

Wir sind vom Schöpfer im perfekten Zustand erschaffen worden und sind dann aus diesem Zustand herabgestiegen. Wir haben diese Vollkommenheit verloren. Damit wir sie selbst erlangen können, müssen wir die Vollkommenheit 613 Mal stärker empfinden, als der vom Schöpfer künstlich geschaffene, ursprüngliche Zustand.

Wenn wir jetzt zu diesem Zustand kommen und ihn als das Ergebnis unserer Bemühungen empfinden, wird er von uns auf eine ganz andere Weise wahrgenommen werden- in unseren Gefühlen, in unserem Verstand und in unseren Gedanken. Daher ist der Unterschied zwischen dem, was war und dem, was noch kommen wird, sehr groß.

Zum Beispiel befindet sich ein Fötus in der Gebärmutter in einem absolut glückseligen Zustand: Er empfindet keinen Druck, fühlt sich wohl, denkt an nichts und wird ausnahmslos vom Körper der Mutter versorgt. Dieser Zustand ist jedoch nicht vollkommen.

Der Mensch wird geboren und beginnt sich zu entwickeln. Das tun wir auch. Wir waren einmal in Adams Zustand, der ursprünglichen Form der Seele. Sie war vom Licht des Schöpfers erfüllt. Es fühlte sich wie ein sehr schwaches Licht an – das Licht von Nefesh.

Nun müssen wir den vergangenen Zustand selbst erreichen, dann werden wir ihn als die höchste Verbindung mit dem Schöpfer, in Form der fünf Lichter von NaRaNCHaY wahrnehmen, d.h. auf der Stufe des Schöpfers, und nicht auf der Stufe eines Embryos.

Das ist der Unterschied zwischen unserer ursprünglichen Wahrnehmung, die uns durch die Idee der Schöpfung vermittelt wurde, als wir wie ein Fötus waren. Wir müssen hin zu dem vollendetem Zustand, den wir selbst erreichen müssen.

Wir steigen von der Stufe eines Embryos, der von sich aus nichts fühlt, nichts hat und nichts weiß, zur Stufe des Schöpfers auf. Dann werden wir die ganze Schöpfung sehen, verstehen und fühlen.

Aus dem Unterricht, 08.12.2019

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Sich als ein integraler Bestandteil in die Natur einfügen

Die Verletzung der Gesundheit aller erzeugt ein Ungleichgewicht im Gesamtsystem. Das System wird „Adam“ genannt, weil es nach dem Ebenbild des Menschen aufgebaut ist.

Was bedeutet das? Es gibt auf der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Ebene der Natur Systeme, die miteinander interagieren.

Sie sind absolut integral, sich gegenseitig ergänzend und außerordentlich ganzheitlich. Ihre Aufgabe ist es, dass der Mensch sie richtig anwendet und sie durch seine sinngemäße Anwendung in der Arbeit, sich dem Schöpfer anzugleichen, verbessert. Dann wird er durch all diese Systeme eine gigantische Höhere Welt wahrnehmen können, die absolut alles umfasst.

In unserer Welt sehen wir Integrität auf der Ebene der unbelebten, pflanzlichen und teilweise tierischen Natur. In der menschlichen Natur nehmen wir das nicht wahr, weil wir uns auf dieser Ebene befinden.

Wir sehen zum Beispiel, wie wir das Gleichgewicht der unbelebten Natur aus dem Gleichgewicht bringen: Emission von Gasen, Erwärmung der Atmosphäre, Blockierung von Flüssen, Unterbrechung von natürlichen Vorgängen. Am Ende geht das alles auf die unangenehmste Art und Weise nach hinten los.

Die Natur wurde jedoch bewusst absolut harmonisch erschaffen, damit wir uns in sie als die höchste Stufe der Harmonie einfügen. Aber wenn der Mensch anfängt, mit seinen schmutzigen, ungeschickten Händen in die Natur einzugreifen, verkrüppelt er sie nur. Er verstümmelt sie ständig nach der Vorstellung seines Egoismus und glaubt, dass er richtig handelt, dass die Natur kein gigantischer, ganzheitlicher, lebender Organismus ist.

Dabei sind seine unbelebte, pflanzliche und tierische Ebene miteinander verbunden und nehmen an einer gemeinsamen integralen Interaktion teil. Der Mensch wurde erschaffen, um sich nach und nach selbständig in diese Natur als integralen Bestandteil einzufügen und sie zu studieren und durch bewussten Teilnahme zu ergänzen.

Doch leider geschieht dies nicht, denn wir sind Egoisten, wir sind von vornherein der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Natur entgegengesetzt. Deshalb passen wir mit unserem menschlichen Egoismus, der über diesem Niveau liegt, nicht in die Natur, sondern wir beginnen im Gegenteil, sie kaputt zu machen, um sie uns anzupassen.

Seit vielen tausend Jahren macht der Mensch mit der Natur was er will. Und sie bestraft uns als strenger Richter. Oder genauer gesagt, sie bestraft uns nicht einmal, sie kompensiert unsere groben, unklugen Verzerrungen, die wir ihr zufügen.

Deshalb werden wir nur dann von Gesundheit sprechen können, wenn wir den gesamten unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Organismus, d.h. die gesamte Natur, berücksichtigen und wenn wir mehr oder weniger begriffen haben, wie er im richtigen Zusammenspiel aller seiner Teile sein muss, wie er all seine Ebenen kompensieren und ergänzen kann.

Dann werden wir in der Lage sein, gesund zu bleiben und zu höheren Ebenen der Erkenntnis, der Verbundenheit mit der riesigen integralen Natur aufzusteigen.

Aus dem Unterricht von 15.03.2020

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Was ist in unserem Schicksal gleich?

Frage: Sie sagen, dass am Ende das Schicksal aller Menschen gut ausgehen wird. Aber jeder Mensch hat seine eigene Seelenwurzel, und der Weg dorthin ist absolut individuell. Wie können die Schicksale aller gleich sein?

Antwort: Es geht darum, dass die jeweilige Anstrengung eines jeden Menschen im Einklang mit seiner Seele stehen muss, mit allen Eigenschaften, die um die Seele herum entstehen, damit er ihr Potential, ihren Endzustand im allgemeinen System von „Adam“, verwirklichen kann. All dies ist gegenseitig so verbunden, dass keiner bevorzugt wird.

In der gemeinsamen Seele erreichen wir alle eine absolut vollständige Korrektur. Wer also mehr Egoismus hat, dem fällt die Korrektur schwerer, wer weniger hat – es scheint einfacher zu sein, ist es aber in Wirklichkeit nicht. Es hängt alles von der Hilfe ab, die man bekommt.

Am Ende stellt sich heraus, dass alle absolut gleich sind. Wie bei der Struktur des menschlichen Organismus: wenn er vollkommen ist, dann hat keine Zelle Vorrang vor der anderen. Und wenn eine Zelle entnommen wird, dann wird die Perfektion des gesamten Organismus verletzt.

Daher macht es keinen Sinn, das Thema künftig anzusprechen. Denn im Endzustand sind alle gleich und vollkommen. Und damit jeder diese Perfektion anstreben kann, werden allen gleiche Bedingungen gegeben: je größer der Egoismus, desto größer sind die Anforderungen an seine Korrektur und je kleiner der Egoismus, desto weniger Ansprüche werden gestellt. Dennoch kann jeder eine vollständige Perfektion erreichen.

Aus dem russischen Unterricht, 08.03.2020.

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Beschleunigung der spirituellen Reifung

Frage: Der berühmte Biologe Robert Sapolski sagte: „ Verändere ein von zehntausend Gene und es wird dramatische Veränderungen in der Persönlichkeit geben“.

Wie wirkt sich die Entwicklung der Seele, am Beispiel eines Zehners auf das gesamte System aus?

Antwort: Wir können die Entwicklung der Seelen im gesamten Systems, beeinflussen und sie in den Zustand „Adam“ -aus dem Wort „Dome“ (wie der Schöpfer), versetzen.

Wenn wir das aus eigener Kraft heraus schaffen, werden wir schneller vorankommen. Wir kommen nicht schneller unter den erzwungenen Schlägen der Natur voran, die man als Stock des Glücks bezeichnet, sondern nur wenn wir uns beeilen, selbst zum Ziel zu kommen.

Das ist die einzige Möglichkeit unsere Entwicklung zu beschleunigen. Wir kommen so von dem Stock, der uns von hintern schlägt los. Es ist wie bei einem Kind das lernen möchte und dabei nicht gezwungen werden sollte.

Unser Endzustand ist bereits vollkommen, wir sind schon darin, spüren es aber noch nicht. Wir müssen den ganzen Weg zurücklegen, um gewisse Zustände, Erfahrungen, Erkenntnisse zu sammeln, damit wir diesen Endzustand bemerken.

Frage: Hängt die Beschleunigung von uns ab?

Antwort: Es hängt davon ab, wie wir uns verbinden.

Kongresse, und unser Zusammensein (auch virtuell), beschleunigt unsere spirituelle Reifung. Wir sollten es immer öfter tun.

Aus dem Unterricht, 09.02.2020

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Schicksal und die Wurzel der Seele


Frage: Sie sagen, dass alles, was man in jeder Reinkarnation erlebt, aus der Wurzel unserer Seele stammt. Mein ganzes Leben lang, und besonders in meiner Kindheit, habe ich mich gefragt: „Warum nehme ich wohl die Welt durch meinen Körper und nicht durch den eines anderen wahr?“ Die Antwort darauf ist – weil ich meine Seelenwurzel besitze. Wieso habe ich aber die Wurzel der Seele, die mir gegeben wurde? Wenn ich eine andere Seelenwurzel hätte, dann würde ich die Wirklichkeit anders wahrnehmen. Ich verstehe, dass der Schöpfer nichts zufällig geschehen lässt. Daher denke ich, dass meine Frage gerechtfertigt ist und auch eine Antwort hat.

Meine Antwort: Die Urseele von Adam zersplitterte in viele Teile, die Bnei Adam (die Söhne Adams, das hebräische Wort für „Menschen“) genannt werden. Jeder Teil dieser zersplitterten Seele steigt herab, wobei sich seine Eigenschaften verschlimmern, bis hinunter zum niedrigsten Grad, unserer Welt, wo er sich als physischer Körper mit einer Welt um sich herum wahrnimmt. Diese Wahrnehmung ist die am weitesten abgewandte vom Schöpfer und sie ist fix (dauerhaft) – sie kann nicht korrigiert werden.

Es gibt jedoch einen „Punkt im Herzen“ – ein Verlangen, das aus allen heraustrat, das korrigiert und hinauf bis zu seiner Wurzel in Adam erhoben werden kann. „Der Körper“ ist das niedrigste Verlangen und er durchläuft Lebenszyklen, um den Zustand zu erreichen, in dem es einem Menschen möglich wird, mit der Entwicklung dieses „Punktes im Herzen“ zu beginnen. Jeder „Punkt“ von Adam entspricht einem bestimmten „Körper“ mit seinem eigenen Schicksal.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Seele ist der Teil unseres Verlangens, der dem Schöpfer ähnlich ist
 

König Salomons Weisheit: Greife dem Hund nicht an die Ohren

Derjenige, der sich beim Vorbeigehen in den Streit eines anderen einmischt, greift dem Hund an die Ohren“.  (König Salomon)

Frage: Heißt das, dass man sein Schicksal herausfordert?

Antwort: Natürlich! Wenn du dich in den Streit anderer einmischst, verursachst du bei ihnen Ärger, wie auf der Stufe eines Hundes.

Wir wissen, dass man sich lieber nicht einmischen sollte. Es ist besser, keine Weisheiten oder Ratschläge zu geben und nicht zu zeigen, was mit den anderen los ist, sonst wird man für sie zum Feind.

Frage: Angenommen es gibt einen Streit, was sollte man tun?

Antwort: Wenn es sich um eine fremde Person handelt, dann sollte man nichts tun. Man sollte sie lassen und weggehen. Das ist möglicherweise die Angelegenheit für die Polizei o.ä., sie müssen die Situation lösen. Ein  Fremder hat kein Recht, sich einzumischen.

Frage: Weil er nicht weiß, wer schuldig oder wer unschuldig ist?

Antwort: Er hat kein Recht sich einzumischen, da sonst die Parteien keine Lösung finden werden.

Frage: König Salomon sagte, dass der Streit in einem selbst liegt. Welche Art von Streit gibt es in einem Mensch?

Antwort: Der Streit ist konstant, denn ein Mensch besteht aus zwei Wünschen: Egoistische und altruistische Wünsche. Ein wahrer Mensch ist derjenige, in dem es ständig einen inneren Kampf zwischen Gut und Böse gibt.

Das Böse in uns steigt ständig auf. Es will alles für sich selbst. Der Mensch, der sich selbst erzieht, entwickelt ständig das Gute in sich und befindet sich immer in diesem inneren Kampf.

Alle diese Gleichnisse beruhen auf der Offenbarung des Bösen in einem Menschen, aber nur in dem Maß, wie er versucht, das Gute in sich zu offenbaren.

Frage: Ist das Böse in mir, ist der Egoismus die ganze Zeit vorhanden – ist das meine Natur?

Antwort: Ja, du bittest den Schöpfer, dir die gute Natur zu geben – damit du diese beiden Naturen ausbalancieren kannst! Du kannst sagen: „Ich bitte den Schöpfer, die böse Natur aus mir herauszunehmen“. Nein! Das ist unvernünftig.

Ich bitte Ihn, mir die Kraft zu verleihen, dass beide Naturen in mir im Gleichgewicht sind. Keine von beiden sollte über die andere dominieren. Die Mittellinie ist ein wunderbarer Zustand! Ich bewahre die ganze Zeit dieses Gleichgewicht. Ich stehe über ihnen. Nur so kann ich das Minus und das Plus und die ganze Natur unter mir vollständig spüren.

Frage: Ist ein Mensch, der seine Natur und die Natur des Schöpfers mit einbezieht, ein harmonischer Mensch?

Antwort: Selbstverständlich! Dann wird er „Adam“ genannt – „dem Schöpfer ähnlich “, denn dann wird sein inneres Wesen, das dem Schöpfer entgegengesetzt ist, dem Schöpfer auch ähnlich.

Aus dem TV-Programm „Nachrichten mit Michael Laitman“, 16.12.2019.

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Coronavirus-Bumerang der Natur

Gegenseitige Bürgschaft ist ein Begriff, der jedem seit seiner Kindheit bekannt ist. Uns wurde immer gelehrt, dass wir uns gegenseitig unterstützen müssen, da wir andernfalls verloren sind. Heutzutage wird gegenseitige Bürgschaft, die Verbindung zwischen Menschen, zu einem außergewöhnlich verstärktem und wichtigem Thema. 

Die Coronavirus-Epidemie, die die Welt erfasst hat, gibt uns die Möglichkeit, etwas Neues über unser Leben und unsere Beziehungen in der globalen Welt zu lernen. Andererseits zeigt sie uns, welche Kraft selbst das kleinste Element der Natur besitzt. Die Welt erscheint so riesig, aber plötzlich stellt sich heraus, dass ein winziger Virus sie in Chaos und Dunkelheit stürzen kann. 

Dies zeigt uns, welche persönliche Verantwortung jeder von uns heutzutage gegenüber der Welt trägt, um in ihr nicht zur Plage zu werden und andere nicht anzustecken. Bedenken Sie nur, welch dramatische Veränderungen ein einfacher Händler eines chinesischen Marktes in der Welt verursacht hat. Das zeigt, welche Macht jeder von uns in der globalen Welt besitzt und welche Verantwortung auf jedem Einzelnen gegenüber allen anderen liegt. 

In der Wissenschaft der Kabbala gibt es ein einfaches Gesetz: Das Ganze und seine Teile sind gleich. Die Gesamtheit ist nur eine Ansammlung einzelner Elemente und deshalb hängt sie von ihnen allen ab. Es ist unmöglich, auch nur das kleinste Element aus dem Ganzen zu entfernen, ohne es zu zerstören. Ohne dieses eine Teilchen wird es fehlerhaft sein, weil ihm dieser Teil fehlt. 

Wir schauen deshalb auf das Coronavirus und verstehen nicht, wie ein so mikroskopisch kleines Teilchen es geschafft hat, so viele Probleme in der Welt zu schaffen? Tatsächlich aber zeigt uns das Virus, welchen Schaden wir im gesamten System auf der biologischen Ebene, der höchsten Ebene der Natur, angerichtet haben. Darüber gibt es nur Gedanken und Absichten von Menschen. 

Wir müssen verstehen, dass alles mit dem Kopf beginnt. Wenn es also einen Zusammenbruch innerhalb des biologischen Systems gibt, dann ist das eine Folge einer Fehlfunktion im System des Denkens und Wollens, die über der biologischen Ebene liegt. Es sollte geklärt werden, welche Art von Problemen es in der Beziehung innerhalb einer Person, mit anderen und mit der Menschheit im Allgemeinen gibt, die solche Verzerrungen wie Viren auf der biologischen Ebene hervorrufen. 

Anscheinend gibt es in unseren Beziehungen ein Problem: Sie sind nicht integral. Wir haben bereits gegen alle Gesetze der integralen Natur verstoßen und verhindern ihre natürliche Existenz. Deshalb ist die Zerstörung, die wir in der Natur erzeugen, in der alles miteinander verbunden und harmonisch sein muss, so gravierend geworden, dass sie jeden in Form eines Virus trifft. 

Die Epidemie betrifft wirklich jeden, weil wir in einer integralen Welt leben. Und deshalb ist es egal, wer wo lebt – jeder hat gelitten, sei es ein chinesischer Bauer, ein Börsenmakler in Hongkong oder ein Amerikaner, weil wir uns in einem gemeinsamen, vernetzten System befinden. 

Früher lebten wir isolierter und hingen nur von unserer lokalen Umgebung ab, weil die Welt nicht global war. Aber die heutige Welt ist so verflochten, dass jedes chinesische Dorf durch ein Netz von Handelsbeziehungen mit der gesamten Menschheit verkettet ist. Wir sind daran gewöhnt, dass das Schicksal der Welt von den Regierungen gesteuert wird, und plötzlich liegen die Zügel in der Hand eines winzigen Virus. 

Wir sind alle Teile eines komplexen Systems namens „Adam“ – Mensch, und wir sind ausnahmslos voneinander abhängig.  Und wenn dieses System unsere Abhängigkeit immer mehr zeigt und uns zwingt, es zu verbessern, dann sollten wir lernen, uns in dieses System einzufügen, sonst wird es schlecht für uns sein. Andernfalls werden jeden Tag neue tödliche Viren auftauchen. 

Das System signalisiert, dass wir dazu verpflichtet sind uns durch positive Verbindungen miteinander zu verbinden. Wir müssen aber herausfinden, was „positiv“ bedeutet, denn unser Egoismus betrachtet nur das, was für ihn vorteilhaft ist, als positiv. 

Um herauszufinden, was wirklich positiv ist, müssen wir das gesamte System untersuchen und dann jeder und jede gemeinsam handeln, um seine Integrität zu erhalten. Abgesehen davon ist nichts erforderlich, nur, dass man sich um andere kümmert, wie um sich selbst. 

Zwischen uns muss es eine globale, gegenseitige Bürgschaft geben, die höher ist als jede Trennung und persönliche Ziele. Gegenseitige Fürsorge, positive Verbindung zwischen uns steht an erster Stelle, und sie muss alle bestehenden individuellen Bindungen zwischen uns bestimmen. Die gegenseitige Bürgschaft ist das höchste Gesetz der Natur, das nur in der Natur existiert. Alle anderen Gesetze und Verhaltensformen leiten sich daraus ab. 

Dank des Coronavirus wird das Gesetz der gegenseitigen Bürgschaft nun weltweit offengelegt. Die Natur hat beschlossen, uns zu zeigen, wer wir sind und wie sehr wir im Gegensatz zu ihr stehen. 

Möglicherweise werden wir während dieser Krise lernen, was getan werden sollte, um ein integraler Bestandteil der Natur zu werden. Wenn wir das Gesetz der gegenseitigen Bürgschaft erfüllt haben, werden wir Menschen die Natur ins Gleichgewicht bringen. Das Erreichen vollständiger Ausgewogenheit und Harmonie der Naturkräfte ist ein wahres Paradies.

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 KabTV  „Neues Leben #121212“ vom 10.03.2020

Das zerbrochene Systems wiederherstellen

Frage: Die Menschen sind so erschaffen, dass jeder ein unterschiedliches  Immunsystemen hat. Manche werden mit unterschiedlichsten genetischen Erkrankungen, Fehlbildungen usw. geboren. Gibt es in der Spiritualität ähnliche Abweichungen? Lehrt die Weisheit der Kabbala, wie man sie beseitigen kann? Denn es gibt doch Dinge, die für das menschliche Auge verborgen bleiben.

Antwort: Alles wird durch unseren Ausgangspunkt bestimmt. Jeder von uns ist eine Zelle eines einzigen Organismus namens „Adam“. Dieses System wurde vom Höheren Licht erschaffen und nimmt zusammen mit ihm an allem, was geschieht und existiert, teil.

Das höhere Licht wirkt auf dieses System ein, wodurch dieses sich allmählich verändert, seine Eigenschaften enthüllt und seinerseits das Licht durch seine Resonanz beeinflusst. Wir sind Bestandteile dieses Systems.

Es durchlief einen gewaltigen Entwicklungsprozess unter dem Einfluss jenes Lichts, welches es erschuf, erfüllte und zerbrach. Und nun befinden sich alle seine Bestandteile in verschiedenen Zuständen einer quasi Lebendigkeit und dem Zerfall. Wir müssen sie wieder im selben System zusammenfügen, indem sie vor dem Zerbruch existierten, d.h. das System wiederherstellen. 

Stellen Sie sich ein Spielzeug vor, das aus Würfeln zusammengesetzt und dann zerbrochen wurde, und nun müssen Sie diese Würfel im gleichen Schema wie zuvor aufsammeln. Das ist unsere Arbeit, und sie ist sehr schwierig.

Wir selbst haben aber nicht die Kraft dafür. Wir sehnen uns nur danach, dass dies sich verwirklicht. Deshalb besteht unsere ganze Arbeit darin, den Einfluss des höheren Lichtes zu erwecken, der vereinigenden Kraft, die uns allmählich zu einem Ganzen zusammenführt, so wie wir vor dem Zerbrechen waren.

Der Prozess unserer Wiederherstellung besteht aus genau dieser Abfolge von Zuständen, die wir durchlaufen müssen. Dies entspricht unserem spirituellen Leben.

Und unser physisches Leben ist viel stärker zerbrochen und zersplittert. In diesem Leben führen wir nur wenige spirituelle Handlungen aus, auch wenn wir dies nicht verstehen. Wenn wir die Wissenschaft der Kabbala aber für uns selbst enthüllen, können wir den Einfluss des höheren Lichtes auf uns ziehen, das uns intensiv zusammenführen, vereinen, bündeln und uns zu jenen Zuständen verbinden wird, in denen wir vorher existierten.

Das Höhere Licht weiß, wie man das macht. Es entwickelt spirituelle Gene in uns, die uns miteinander verbinden. Wir können in Filmen sehen, wie eine Kombination verschiedener chemischer, eiweißartiger Strukturen eine Art System bildet und genauso verbinden wir uns in unseren inneren Strukturen.

Äußerlich spüren wir es nicht. Wenn wir aber selbst nach innerer Einheit streben, werden wir fühlen, wie wir uns zueinander hingezogen, oder uns voneinander getrennt fühlen. Und hier haben wir bereits einen freien Willen: entweder gehen wir auf uns allein gestellt weiter, oder erwecken den Einfluss des Höheren Lichts. 

Wir brauchen nicht darauf zu warten, dass die Natur uns durch alle möglichen Schläge und Sanktionen lehrt, dass es sich lohnt, einander näher zu sein. Wenn wir uns korrekt auf das Höhere Licht ausrichten, damit es diese Handlungen an uns ausführt, dann werden diese schnell vorübergehen und wir werden fähig sein, Einheit zu spüren.

In dieser Einheit werden wir das gesamte System, die Höhere Macht und unsere korrekten gegenwärtigen und zukünftigen Zustände offenbaren. Prinzipiell werden wir sogar in kleinen Gemeinschaften in der Lage sein, eine gewisse Ähnlichkeit mit dem korrekten Endzustand zu spüren. Dies ist etwas, das wir schon jetzt offenbaren und anstreben können.

[260656]

Leben und Tod, Teil 7

Werden Sie ein Mensch

Frage: Die Kabbalisten sagen: „ Die Aufgabe des Menschen besteht darin zu existieren. Sie haben kein  Gefühl für das Leben und den Tod. Wenn dieses Gefühl vorhanden ist, bedeutet es, dass die Person noch nicht über ihr tierisches Niveau hinausgewachsen ist, sie ist noch nicht Mensch geworden. Ein Mensch ist derjenige, der ewig existiert und sich als solcher fühlt. Wie ist das möglich?

Antwort: Wenn der Mensch diese Welt nicht niedriger als sich selbst wahrnimmt, dann ist er auf einer höheren Stufe. Er nutzt die ganze Welt, aber nur um sich zum Spirituellen hinzubewegen.

Wenn wir in unsere Vereinigung die gemeinsame, gegenseitige Kraft des Guten und der Liebe, die „ Schöpfer“ genannt wird offenbaren, dann ist die spirituelle Welt unsere Verbindung.

Frage: Was ist die Stufe „ Mensch“?

Antwort: Der Mensch ist Adam, was von dem Wort “Adomae“, „dem Schöpfer ähnlich sein“ abstammt. Er ist in der Eigenschaft des Gebens und der Liebe wie der Schöpfer. In dieser Hinsicht ist es möglich, darüber zu sprechen, wer von uns, wie viel Mensch ist.

Frage: Verstehe ich richtig, dass ein Mensch, der eine gewisse spirituelle Stufe erreicht hat stirbt und dann in einem Körper wiedergeboren werden muss?

Antwort:  Wir sprechen über Wünsche und Absichten, nicht über den Körper.

Frage: Nehmen wir an, ein Kabbalist stirbt, wird wiedergeboren und durchläuft mehrere Entwicklungen. Die erste Stufe ist, wie bei jedem anderen Menschen auch, eine unbewusste Entwicklung. In ein paar Jahrzehnten wird er schnell zum Kabbalisten, dann hilft er anderen. Ist das richtig?

Antwort:  Sehr primitiv. Schließlich gibt es einen „Ibur Nashamot“, eine Trennung, eine gegenseitige Verschmelzung der Seelen. Es ist eine Bewegung, Verbindung und deshalb kann man nicht sagen, dass all dies geschieht. Alles ist viel komplizierter, weil es sich um ein einziges System handelt.

Sobald wir uns von der Erde (von unserer Welt) lösen, betreten wir sofort die Höhere Welt. Und dort gibt es ganz andere Zustände. Es existiert keine Trennung zwischen den Seelen, so wie in unserer Welt, in der sie sozusagen durch einen Körper getrennt sind. Wenn unser Körper, d.h. der irdische Egoismus, nicht existiert, ist die Verknüpfung zwischen den Eigenschaften des Gebens und der Liebe völlig anders.

Fortsetzung folgt….

Aus der TV Sendung „ Grundlagen der Kabbala“ 14.01.2019

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Methode der Korrektur, Teil 2

Die Kabbala ist die Offenbarung der Naturgesetze

 Frage: Warum hat uns die Natur egoistisch und gegensätzlich zu ihr geschaffen?

Antwort: Damit wir uns, dank unseres Egoismus, als schreckliche Wesen erkennen können.

Nur das Ego ist ein Hindernis um das ewige, vollkommene Leben zu erreichen, wie können wir das korrigieren? Wie können wir uns, unsere Gesellschaft, unsere Umwelt, alles Mögliche verändern?

Hier haben wir doch das Bedürfnis, uns noch zu verändern. Es gibt zu diesem Thema eine Menge Methoden, Theorien und Ideen. Dazu gehören religiöse, nicht religiöse, mystische, fernöstliche, etc. Anwendungen.

Einer dieser Methoden ist die Kabbala. Sie unterscheidet sich von allen anderen, da sie vor langer Zeit, vor 6000 Jahren, entstanden ist. Laut der Kabbala gab es einen Mann namens Adam. Er war der erste Mensch, der die ganze Matrix, das gesamte System der Natur verstand und ihren Zweck, ihren Anfang, ihren Verlauf und ihr Ende entschlüsselte.

Adam hat den Grundstein für die Kabbala gelegt. Er hatte seine Schüler Sim, Ham, Yaphet und andere, die in der Tora allegorisch beschrieben werden. Sie entwickelten diese Wissenschaft bis zu Abraham im alten Babylon weiter.

Die Kabbala spricht davon, wie man sich über sich selbst, über seinen Egoismus erheben und sich mit anderen verbinden kann. Geschieht das, werden wir die gemeinsame Kraft der Natur und das Gesamtbild von ihr spüren. Es wird uns klar werden, dass die Natur ewig, vollkommen, unendlich, aber vor allem integral und ganzheitlich ist.

Wenn wir so handeln, werden wir ihre wahren Gesetze, ihre wahre Form enthüllen. Heute fühlen wir sie nicht und können sie weder erkennen noch sehen.

Fortsetzung folgt…

Aus der TV-Sendung „Grundlagen der Kabbala“, 07.02.2019

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