Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Wie man den Sohar genießt

Was lehrt uns der Sohar? Wir wissen aus der Wissenschaft der Kabbala, dass der Schöpfer nur ein einziges Verlangen erschaffen hat, in welchem jegliche weitere Entwicklung stattfindet. Dieses eine Verlangen beinhaltet zahlreiche einzelne Verlangen, welche zusammen in einem System verbunden sind, welches „Adam“, die allgemeine Seele, genannt wird.

Entsprechend Seinem Programm begann der Schöpfer dann die Verbindungen zwischen den Teilen dieses Verlangens zu korrumpieren. Dadurch begannen sie, die Verbindung untereinander zu verlieren, ähnlich wie Organe in einem erkrankten Körper, die aufhören, in korrekter Art und Weise zusammen zu arbeiten. Die Folge davon ist eine Unausgeglichenheit und wir fühlen Krankheitssymptome, wie steigenden Blutdruck und erhöhte Temperatur, eine falsche chemische Zusammensetzung des Blutes usw. Dies alles sind Anzeichen, dass der Organismus nicht im Gleichgewicht ist, und dies nennen wir Krankheit.

Warum tut der Schöpfer dies den Seelen an? Er tut dies in der Absicht, damit wir die Verdorbenheit fühlen und sie dann beginnen zu korrigieren. Die Krankheit ist die Beschädigung der Verbindung zwischen uns, welche alle Teile eines einzigen Systems sind. Da diese Verdorbenheit uns trennt, beginnen wir uns immer weniger miteinander verbunden zu fühlen.

Es gibt 125 Stufen in diesem Verlust der Verbindung zwischen uns. Dies ist ein Abstieg von der Unendlichkeit, wo wir unendlich miteinander verbunden sind, bis hin zum Zustand, wo diese Verbindung völlig verschwindet.

Darüber hinaus gibt es eine Ebene, genannt „Parsa„, entlang der 125 Stufen, an der eine noch größere Verdorbenheit entsteht. Anstatt einer positiven Verbindung oder deren Verlust, formen wir eine negative Verbindung. Deswegen will jeder die anderen zu seinem Nutzen ausbeuten. Der Organismus stirbt nicht einfach, sondern zehrt sich selbst vollständig auf.

Dieser Abstieg in das Verlangen, andere auszubeuten, geht so lange weiter, bis der Zustand erreicht ist, in dem wir vollkommen alle Verbindungen zwischen uns verlieren – sowohl die positive Verbindung des Gebens wie auch die negative Verbindung des Empfangens. In diesem Zustand existieren wir im absoluten Gegensatz zur Spiritualität, wo alle Erkenntnisse und das Wissen fehlen. Dies ist ein Resultat unserer Trennung von einander, wo wir die Welt wahrnehmen als eingebildete Realität. Aber warum ist das alles Einbildung? Weil dies gezielt vom Schöpfer so eingerichtet wurde, um uns eine Illusion seiner Abwesenheit zu geben.

Was also sollen wir tun? Wir müssen verstehen, dass wir unsere Verbindung zwischen uns korrigieren müssen. Der Aufstieg der Seelen von unserer Welt zur Welt der Unendlichkeit geschieht in dem Ausmaß, in dem wir die Verbindung zwischen uns stärken. Die Wiedererlangung der Verbindung unter uns erschafft den Aufstieg.

Je mehr wir uns unseren Zustand in der Verbindung mit anderen Seelen vorstellen, desto mehr werden wir das Buch Sohar genießen können. Das Buch Sohar wurde letztendlich durch einen Aufstieg in die Welt der Unendlichkeit geschrieben. Die Verfasser des Sohar schrieben dieses Meisterwerk vom Aufstieg der 125. Stufe aus, in welcher sie zusammen verbunden waren.

Während wir den Sohar studieren, müssen wir ein Verlangen nach Verbindung zwischen uns fühlen. Es ist nicht nötig „klug“ zu sein. Es reicht völlig aus, sich zu erinnern, dass wir alles in der Verbindung zueinander erreichen werden.

Eigentlich spricht der Sohar nur über die Verbindung zwischen den Seelen. Er erklärt unsere Verbindung in dem globalen System, welches „Adam“ genannt wird, mit all den anderen Seelen und wie wir dies benutzen können, um gemeinsam in Verbindung zu treten, zu einem gesunden und korrekt funktionierenden System.

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Alles Neue muss ganz von vorne beginnen


Um von einer Form zu einer anderen zu gehen, muss man zuerst vollständig mit dem Gebrauch der früheren Verlangen aufhören. Nur anschließend kann man entscheiden, wie man sie auf eine neue Weise anwendet. Rabash gibt das Beispiel eines Alkoholikers, der zuerst völlig mit dem Trinken aufhören muss, um dann später imstande sein zu können, eine neue Norm für sich zu bestimmen.

In der Spiritualität wird jede neue Stufe von Null an erbaut. Rabbi Shimon, der Autor des Buches Sohar, fiel in den Zustand des „Shimon vom Markt“ ab, bevor er endgültig zur höchsten Stufe, den korrigierten Zustand, aufstieg. Es gibt ein Gesetz, das besagt: „Die Höhe eines Aufstiegs entspricht der Tiefe des Abstiegs“. Wir werden niemals Erfolg erzielen, es sei denn, wir nehmen diese Einstellung in Richtung der Spiritualität an.

Deshalb kann man nicht all das Gepäck der Vergangenheit mit sich schleppen. Wir müssen immer alles vollständig löschen und dann von Grund auf eine neue Einstellung bilden. Wenn wir alles von der Vergangenheit beibehalten, wird es nicht neu und nicht erfolgreich werden.

In unserer Welt ist dies nicht offensichtlich und deshalb scheint es so, als wäre es möglich, etwas Neues auf einem alten Fundament aufzubauen. Dasselbe Gesetz wirkt jedoch auch in unseren physikalischen Angelegenheiten und wir machen weiterhin Fehler, ohne zu wissen warum. Das ist so, da alles von der Stufe Null beginnen muss, aus einer neuen Einstellung heraus. Es muss einen völligen Bruch mit allem, was vorher war, geben.Wenn wir dieses Prinzip nicht in der Spiritualität verinnerlichen, dann wird die Zeit ohne Sinn verrinnen.

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Die Methode, um die spirituelle Leiter aufzusteigen

Alles entstand in den vier Stufen der Ausdehnung des Direkten Lichtes, im anfänglichen HaWaYaH, wie geschrieben steht, „Ich habe Mein HaWaYaH nicht verändert“. Dies ist das Modell, das alle Kräfte, Wünsche und Lichter beinhaltet, und von dort an gibt es eine Entwicklung einer Leiter von Graden, Welten, Verhüllungen, Parzufim und Sefirot, mit allen unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Stufen.

Die ganze Offenbarung dieses HaWaYaH geschieht nur in den Empfindungen des geschaffenen Wesens, in ihm selber, in den Erkenntnissen seiner selbst. Jede Stufe der Entwicklung und Offenbarung des HaWaYaH, der fortlaufenden größeren Wahrnehmung vom Selbst, hat dieselben Details wie das anfängliche HaWaYaH, welches sich im Malchut der Unendlichkeit befindet.

Der Unterschied zwischen den Ebenen liegt nur in der „Grobheit“ des Materials, welches beim Abstieg weniger und weniger spirituell wird. Im gleichen Ausmaß jedoch nimmt es sich mehr und mehr selbst wahr.

Die Ebenen entfernen sich immer weiter weg vom Licht, da das Verlangen zu empfangen mehr und mehr enthüllt wird, bis es die unterste Stufe erreicht – unsere Welt. Alle Welten, alle Stufen von Malchut der Unendlichkeit, bis zu unserer Welt beinhalten jedoch dieselben Details ohne Ausnahme, welche miteinander verbunden sind und eine neben der anderen existieren. Deshalb haben wir die Möglichkeit von unserer Stufe auf eine Höhere aufzusteigen.

Die niedere Ebene ist unfähig die Höhere Ebene zu verstehen, bis sie deren Ebene erreicht hat. (Im Übrigen sollten wir daher nicht über andere urteilen, solange wir nicht in ihren Schuhen stecken; jede Person urteilt über andere gemäß ihres eigenen Egoismus). Wenn wir jedoch danach streben, so zu sein wie der Höhere und ihn uns vorstellen, sind wir wie Kinder, die Erwachsene werden wollen, und so wecken wir Or Makif (das Licht der Korrektur) über uns, das uns die Höhere Stufe enthüllt.

Wenn wir uns selbst daher als mehr gebend vorstellen als wir im Moment sind, erwecken wir das Licht einer höheren Stufe über uns. Wir bewirken, dass uns eine höhere Stufe zu sich anzieht und uns auf ihre Stufe emporhebt.

Alle Ebenen existieren parallel und gleichzeitig und ihre Natur unterscheidet sich nur hinsichtlich des Materials, der Absicht des Gebens. Deswegen haben wir immer die Möglichkeit zu höheren Ebenen aufzusteigen. Das ist die ganze Methode, um den Schöpfer zu enthüllen – die Wissenschaft der Kabbala.

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Ein Kabbalist spiegelt den Egoismus der Menschheit wider

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist der Unterschied zwischen den Büchern, die ein Kabbalist in der Vergangenheit geschrieben hat und den Büchern, die von heutigen Kabbalisten geschrieben wurden?

Meine Antwort: Baal HaSulam sagt, dass Rabbi Akiva ganz sicher mehr wusste als Rabbi Shimon, da er ihm voraus ging – er war sein Lehrer. Doch die Stufe der Kabbalisten vor Rabbi Akiva war noch höher.

Selbstverständlich wusste Baal HaSulam weniger als Rabbi Shimon und weniger als alle vorherigen Kabbalisten. Doch um für uns zu sorgen, wurde ihm die Möglichkeit gegeben, seine Stufen zu lernen und auszudrücken. Das ist es, worüber er über selbst schreibt.

Wir bewerten einen Kabbalisten anhand seiner Bücher: „Das ist ein fantastisches Buch! Ich verstehe alles darin! Das ist ein großer Kabbalist!“ Doch wenn ich seine Bücher verstehe, dann ist er vielleicht doch kein so großer Kabbalist.

Anders ausgedrückt, wir bewerten einen Menschen daran, wie nah er uns ist und in welchem Maß er sich auf unsere Stufe begeben kann, nicht anhand seiner Erhöhung, sondern anhand seiner Fähigkeit, ein Lehrer zu sein. Und um unser Lehrer zu sein, ist es für ihn nicht nötig, groß zu sein.

Entlang der historischen Entwicklung des Egoismus in jedem Menschen und in der Gesellschaft wird die Stufe der Kabbalisten niedriger.

Während der „Zeit des Tempels“ (der Tempel ist die Seele eines jeden Menschen auf der Stufe von Geben und Liebe und dem Fall des Tempels ist der Abstieg in die Beziehungen des Hasses)nahmen die Menschen ganz klar das Spirituelle wahr, was bedeutet, dass sie Liebe und Gemeinsamkeit spürten, als ein Mann lebten und dem Schöpfer gleich wahren. Sie verstanden und spürten selbst diese Dinge.

Wir können uns nicht vorstellen, was das bedeutet. Es steht geschrieben, dass wir im Vergleich zu ihnen Esel neben den Menschen sind. Das ist keine Übertreibung oder ein schöner Ausdruck. Sie hatten einen vollkommen anderen Verstand, Sichtweise und Sinn.

(Aus einem Unterricht über den Artikel „Das Wesen der Weisheit der Kabbala„)

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Die Lehre von der Sprache der Wurzeln und Zweige


Eine Frage, die ich erhielt: Erlangt ein Mensch die spirituellen Wurzeln, im Laufe des Studienprozesses?
Meine Antwort: Im Laufe des Studienprozesses erlangt ein Mensch viele Dinge mit seinem Verstand, aber das gehört nicht zum Erlangen der spirituellen Wurzeln. Die spirituellen Wurzeln zu erlangen bedeutet, die Qualität des Gebens zu erlangen. Hier geht es nicht um Wissen, sondern das empfangen neuer. korrigierter Qualitäten.

Moomentan habe ich 613 materielle Verlangen. Wenn ich sie wandle in spirituelle Verlangen, 613 Verlangen des Schenkens, bedeutet dies, dass ich meine spirituellen Wurzeln erlange. Ich erlange das „gebende Ich“ anstelle des „empfangenden Ich“!

Die Obere Welt offenbart sich mir in meinen korrigierten Qualitäten. Die spirituellen Wurzeln sind meine Qualitäten, und während ich diese Welt sehe, nehme ich mich selbst so wahr wie es als Bild momentan in mir existiert. Die Kombination all meiner Qualitäten und die Vereinigung all dieser bezeichne ich als diese Welt.

In meinem inneren Schema gibt es viele Verbindungen, Signale und Eindrücke – all dies nenne ich meine Welt. Wenn dieses Schema anfängt entsprechend dem Prinzip des Gebens zu arbeiten und die erste Stufe in all seinen Elementen erreicht, dann bedeutet dies, dass ich die spirituellen Wurzeln erreicht habe.

Die Verbindung zwischen meinem vorigen Zustand, als ich die Welt entsprechend meines materiellen Schemas empfunden habe, das vereint war zum Zwecke des Empfangens und dem Schema, das vereint ist entsprechend dem Programm des Gebens, nennt man die Sprache der Zweige. Dank dieser Sprache beginne ich zu verstehen wie der Schöpfer die spirituellen Niveaus und alle Stufen des Aufstiegs erschaffen hat.

Dann beginne ich zu verstehen was zwischen den unterschiedlichen Schichten geschieht wie die Aufstiege und Abstiege erfolgen, anstatt nur auf einer flachen Oberfläche – in nur einer Ebene zu handeln. Wenn ich nur auf einer Ebene studiere, kann ich lediglich im Unbelebten, Pflanzlichen oder Tiereischen sein.

Wenn ich jedoch den Unterschied zwischen diesen Schichten oder Ebenen studiere, werde ich entdecken was ich benutzen kann, um mich weiter zu verändern. Mit anderen Worten ist die Sprache der Zweige ein Werkzeug um höher und höher aufzusteigen.

Sie spricht zu uns nicht auf einer flachen Oberfläche wie die Sprache dieser Welt. Statt dessen erklärt sie uns die Unterschiede zwischen dieser und der spirituellen Welt, die Verbindung zwischen der Wurzel und dem Zweig. Ich studiere nicht einfach die spirituelle Welt, ich studiere beide Welten zusammen – die Eine der Anderen gegenüber.

Auf diese Weise lerne ich die Handlungen des Schöpfers kennen. Das Wesentliche sind aber nicht die Ebenen selbst, sondern das Dazwischenliegende. Dies hilft mir im Verständnis darüber wie ich mich selbst ändern kann, jeden Augenblick höher und höher aufzusteigen. Genau das ist es, was wir vom Lehrer lernen sollen.

(Aus dem Unterricht über den Artikel „Das Wesen der Weisheit der Kabbala„, 29.10.2009)

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Nutze das Licht, um deinen Weg schnell und angenehm zu gestalten

Die Informations-Gene (Reshimot) verändern sich in uns in einer unendlichen Geschwindigkeit, während wir sprechen. Dennoch scheint es uns, als ob sich nichts ändert, weil es so viele davon gibt, die alle in der Form einer Kette entwirrt werden müssen. Dennoch führen diese inneren Veränderungen zu äußeren Veränderungen, wie Zahlen bei einem Zählwerk, wo Milliarden von Aktionen im Innern ausgeführt werden müssen. Geben Sie ihnen Zeit zu erscheinen!

Es steht geschrieben, “ Diejenigen, die den Schöpfer suchen, beschleunigen die Zeit.“ Unsere ganze Teilnahme an der Schöpfung reduziert sich darauf, unsere Entwicklung zu beschleunigen. Schließlich befinden wir uns auf der niedrigsten Stufe in dieser Welt, aber haben alle Informationen beim Abstieg von oben erhalten. Wir sind nun dazu verpflichtet, über denselben Pfad wieder aufzusteigen, von unten nach oben.

Der Weg bleibt derselbe; das einzige was wir tun können ist, unsere Entwicklung zu beschleunigen. Wir beschleunigen dabei den Weg, machen ihn erstrebenswert und angenehm.

Das macht den ganzen Unterschied zwischen dem Weg des Leidens, wo wir gegen unseren Willen fortschreiten, und dem Weg des Lichts, wo wir es nach unserem eigenen Verlangen tun. Der Weg des Leidens ist lang und wird durch die Einwirkung der Kräfte der Natur geschehen, die uns mit Schlägen vor sich hertreibt. Wir werden wie Maultiere angetrieben, die an einem Ort stehen bleiben und sich weigern, weiter zu gehen. Dies ist der natürliche Weg der Entwicklung.

Der zweite Pfad besteht darin, dass man sich wünscht, selber voran zu kommen und nach Wegen suchen, es zu tun. Auf diese Weise verkürzt man seinen Weg, und macht ihn kurz und angenehm. (aus dem täglichen Kabbala Unterricht über Shamati 13)

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Die Krise ist ein Aufruf, uns über diese Welt zu erheben

Die gegenwärtige Situation in der Welt ist die, dass wir zur größten Tiefe der Leiden und Probleme absteigen können, bis nach vielen Schlägen unsere Sinne und unser rationaler Wille uns zeigen werden, dass das eine Sackgasse ist.

Jedoch können wir sofort beginnen zu verstehen, dass dieser Abstieg uns gegeben wird, um aufsteigen zu können. Uns wird gezeigt, dass die Krise, die uns gegenwärtig von unserer früheren Erziehung, Geld, Ehre und Macht wegreißt, diese Welt in einen Abgrund stürzt. Infolgedessen werden wir aufgerufen, uns über die Krise zu erheben, anstatt hier nach einem Leben ohne Sorgen zu suchen.

Deshalb wird uns als Individuen, wie auch der ganzen Welt, das Leiden als eine Hilfe gesandt, um uns von der Vergangenheit loszureißen. Innerhalb des sich daraus ergebenden leeren Raumes werden wir zum Wunsch gelangen, den Schöpfer fühlen zu wollen (BO-RE, komm und siehe), der Eigenschaft des Gebens. Wir werden diese Eigenschaft fühlen wollen, um in diesen leeren Raum innerhalb des Gefühls der Finsternis einzutauchen, mit dem Wunsch, dass die Eigenschaft des Schöpfers uns füllen möge.

Aufstieg mit Lichtgeschwindigkeit


Fragen, die ich über den Abstieg des Menschen in den Egoismus und seinen Aufstieg zur Spiritualität erhielt:

Frage: Wie ist es möglich, innerhalb kurzer Zeit unsere egoistische Natur in eine altruistische zu verwandeln, wo wir es doch in Tausenden von Wiedergeburten nie getan haben?

Meine Antwort: Während der letzten 5769 Jahre und all diesen Inkarnationen haben wir uns auf der leblosen, pflanzlichen und tierischen Stufe entwickelt. Wir haben die Verlangen der „menschlichen“ Stufe heranwachsen lassen: Ruhm, Macht, Geld und Wissen, angetrieben durch den Neid.

Unser Egoismus wuchs mit jeder Generation weiter an, bis er den jetzigen Zustand erreichte, wo er integral wurde. Wir sind alle miteinander verbunden, vollkommen voneinander abhängig.

Unsere Entwicklung ist einer Pyramide ähnlich. Die Spitze der Pyramide ist ziemlich klein, darum ist die Zeitspanne der Korrektur sehr klein und muss innerhalb der Zeitspanne einer Generation stattfinden. Auf diese Weise verringert sich die Zeit – während wir uns auf der Pyramide von unten nach oben entlang bewegen.

Frage: Warum haben die Kabbalisten der Vergangenheit geschwiegen und haben unsere Entwicklung nicht beschleunigt?

Meine Antwort: Bevor wir in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in einem System vereint wurden, betrachteten wir den Egoismus als Motor unserer Entwicklung. Nun, wo er angefangen hat, uns gegeneinander aufzuhetzen, anstatt uns zu vereinen, beginnen wir ihn als Übel wahrzunehmen. Er wird sich in der Folge als Quelle allen Übels in der Welt enthüllen. Er wird uns zwingen, uns zur entgegengesetzten Form der Vereinigung zu korrigieren – zu Mitgefühl, Liebe und Geben.

Heutzutage müssen die Kabbalisten der Welt beistehen, um schnell die Quelle unseres Leidens aufzudecken, indem wir unsere egoistische Natur als Quelle allen Übels in der Welt enthüllen. Und den Grund hinter diesen Vorgängen erklären, welche innerhalb von uns und unserer Umgebung stattfinden, als Effekt dieser Kraft, die uns zwingt, das höchste Ziel des Lebens zu erlangen – das Leben auf der Stufe des Schöpfers.

Bis vor kurzem war dieser Entwicklungsprozess den Massen noch verhüllt. Heute zeigt er sich jedoch und verlangt Klärung, um zu helfen, diese Geschehnisse zu diagnostizieren und das Heilmittel beizustellen. Weil wir ausschließlich in der Welt des Egoismus leben (der Kraft des Empfangens), können wir uns selbst nicht ändern, geschweige denn überlegen, wie wir dies tun können.

Darum wurde uns die Weisheit der Kabbala gegeben. Wenn wir sie studieren, dann ziehen wir die Kraft des Gebens, den Schöpfer an uns heran, „das Licht, welches zur Quelle zurückkehrt“, das heißt, die Kraft, die den Egoismus in Liebe und Geben umwandelt. Das ist die Medizin, die uns heilt.

Frage: Woher bekomme ich die Kraft, diesen Aufstieg zu bewältigen?

Meine Antwort: Der erzwungene Abstieg aus der Vollkommenheit zur Unvollkommenheit ist außerordentlich „langsam“, weil sich der Egoismus schrittweise enthüllen und sich aus dem Bereich des Schöpfers bringen muss. Andrerseits geschieht unser Aufstieg von unten nach oben unter dem Einfluss von und mit der „Lichtgeschwindigkeit“.

Frage: Wenn wir uns vor Augen halten, dass die Entwicklung der Materie nach dem Abstieg aus der Oberen Welt Milliarden Jahre gedauert hat, wie kann es sein, dass unser Aufstieg nur einige Jahre dauert.

Meine Antwort: Wir können die Korrektur in einigen Jahren erreichen, weil sie unter dem Einfluss des Lichtes geschieht. Vollkommenheit wird automatisch aus dem Zustand der Unvollkommenheit enthüllt, aufgrund unserer veränderten Einstellung ihr gegenüber.

Unsere gesamte Rolle in der Korrektur ist wie das Verlangen eines Samentropfens, der ein Mensch werden will – dies ist ununterscheidbar verglichen mit den Handlungen der Eltern bei der Empfängnis, Geburt, Erziehung und Entwicklung als Person.

Außer dem ununterscheidbaren Verlangen Adam zu werden (vom Wort ´Domeh` – dem Schöpfer gleich), macht alles andere der Schöpfer. Lasst uns daher tun, was Er von uns erwartet und werden wie Er.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Wo befindest du dich in der menschlichen Pyramide?
Blog-post: Kabbala ist die Wissenschaft über die Korrektur der Welt
Leben aus der Kabbala, Kapitel 27, Seite 327: Licht, das Korrektur bewirkt

Wie man sich von der Dunkelheit ins Licht bewegt

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann man das gesamte System der Wirklichkeit enthüllen und die richtige Berechnung machen? Schließlich können selbst Physiker mit den fortschrittlichsten Computern, die ihnen zur Verfügung stehen, nicht die exakte Position eines Elektrons in der nächsten Millisekunde bestimmen. Und was bedeutet es, vollständig das Universum zu enthüllen?

Meine Antwort: Natürlich können Physiker, die mit dieser Materie umgehen, nicht wissen, was im nächsten Moment geschehen wird. Dies gilt besonders, wenn sie sich so in ihre Studien vertiefen, dass die Grenzen zwischen Materie, Wellen und anderen Existenzformen verschwinden und beginnen, bezüglich der Konzepte von Zeit, Bewegung und Raum, verwirrt zu sein. An dieser Grenze hören unsere Sinne auf, Phänomene wahrzunehmen.

Echte Realität wird in Form von Kräften, welche die Natur lenken, enthüllt. Diese positiven und negativen Kräfte vereinigen sich in ihrer Quelle, die Höhere Kraft genannt wird. Das Wissen darüber ist für uns die Basis, um die richtigen Berechnungen zu machen.

Unsere Welt ist die Auswirkung dieser Kräfte, die von oben in sie hinabsteigen. Darum werden wir hier für immer in Dunkelheit bleiben, wenn wir nicht auf eine höhere Stufe aufsteigen. Wir werden niemals wissen, warum etwas so und nicht anders geschieht und immer Fehler machen! Und mit diesen Fehlern werden wir noch nicht einmal verstehen, wo wir uns im Irrtum befinden.

Wenn wir jedoch in dieser Welt in der richtigen Weise existieren wollen, wie es durch die Natur erzwungen wird, dann können wir das nur, indem wir zur nächsten Stufe aufsteigen. Das bedeutet, die allgemeine Kraft, die in der Natur wirkt und den Mechanismus ihres Einflusses auf alle Teile des Universums zu erkennen. Das wird es uns ermöglichen, alle unsere Handlungen im Einklang mit der allumfassenden Kraft der Natur durchzuführen und positiver zu leben.

Diese allgemeine Kraft (Höhere Kraft, Natur oder Schöpfer genannt) zeigt uns durch ihre Schläge, dass wir eine falsche Berechnung durchgeführt haben und vom Weg abgekommen sind. Auf diese Weise zwingt sie uns, auf ihre eigene Stufe aufzusteigen. Wenn wir jedoch darin versagen, uns auf die Stufe der Höheren Kraft zu erheben, steht uns schreckliches Leiden bevor.

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Die wichtigste Aufgabe im Leben

Heute agiert die ganze Menschheit in einem globalen System. Wenn wir die Beziehungen untereinander in diesem System korrigieren, heißt das, dass wir die Seelen korrigieren, um den Schöpfer in diesem Bund, dieser Welt und in unserem Leben zu offenbaren.

Die Wissenschaft der Kabbala besagt, dass der Zerbruch der Seelen während des Abstieges von einer hohen spirituellen Stufe passierte. Vor diesem Abstieg stellten alle Seelen eine gemeinsame Seele dar, Adam genannt.

Adam zerfiel in viele einzelne Teile und absolut jeder davon fiel in diese Welt, was die Geburt der gesamten Menschheit verursachte. Es gibt keinen Unterschied zwischen der gemeinsamen Seele und irgendeiner Person in dieser Welt. Alles was wir verstehen müssen, ist, dass wir in einem geschlossenen System sind, wo jeder in seinem Ego festsitzt. Demzufolge gibt es im Moment sieben Milliarden getrennte Teile. Jeder von ihnen ist unter dem Einfluss seines einzigartigen Egos bis heute gewachsen, einer speziellen Zeit, in der die zerbrochene Verbindung zwischen uns offenbart wird: Milliarden und Milliarden von Verbindungen – welche alle Menschen vernetzen.

Man sagt, dass jede Person jede andere in der Welt kennt, durch nicht mehr als fünf oder sechs Grade der Trennung. Dennoch müssen wir die Tatsache enthüllen, dass jeder von uns im wahrsten Sinn des Wortes mit allen anderen verbunden ist, denn die Verbindung wurde verdorben und jeder hat mit jedem eine Beziehung, die auf dem Ego basiert. Es ist nicht unsere Schuld, dass das Ego in uns ist – wir hatten es seit Anfang an. Die Tatsache, dass es jedoch offenbart wurde, bedeutet, dass wir es korrigieren müssen. Außer dieser einen Aufgabe gibt es nichts was wichtiger oder bedeutsamer ist, das wir in unserem Leben tun müssen. Denn wenn wir diese Verbindung zwischen uns korrigieren, entdecken wir die Welt der Unendlichkeit.

In dem Ausmaß wie eine Person die wahre Verbindung zu den anderen durch seine korrekte Einstellung ihnen gegenüber offenbart, beginnt er die Höhere Kraft zu fühlen – die Kraft des Gebens und der Liebe. Er überwindet dann die Grenzen seiner Wahrnehmung der Welt und beginnt die Welt um sich herum so zu sehen, wie sie außerhalb von ihm wirklich ist, und auf diese Art offenbart er den Schöpfer.

Das ist genau das, was wir in dieser Generation erreichen müssen. Alle Bedingungen liegen ausgebreitet vor uns; Kabbalisten schrieben darüber und entwarfen die ganze Methode für uns, und alles was wir tun müssen, ist es zu realisieren. Uns wurden alle Möglichkeiten gegeben, nur das zu tun.

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