Aufstieg zur Absicht

Baal HaSulam, „Shamati“, Artikel 42, „Elul“:
Von oben wird dem Menschen ein Zustand der Dunkelheit gegeben und dann kann er erkennen, wie selbstlos seine Arbeit ist. Wenn er auch im Zustand der Dunkelheit in Freude bleiben kann, ist das ein Zeichen dafür, dass er für den Schöpfer arbeitet. Der Mensch soll sich freuen und daran glauben, dass ihm von oben die Möglichkeit gegeben wird, im Geben zu arbeiten.
Wenn ein Mensch in der Lage ist, über alle Zustände hinweg in Freude zu bleiben, ist das ein Zeichen, dass er sich bereits über sein Verlangen zu empfangen erhoben hat und voranschreitet.
Darin besteht immer unsere Prüfung: Sind wir in das egoistische Verlangen versunken oder können wir uns ein wenig darüber erheben? Der Mensch bittet nicht um gute Laune, um weiterzuarbeiten, im Gegenteil, er ist geradezu zufrieden mit der Dunkelheit, schlechter Stimmung und der inneren Verwirrung. Über all dem ist er zu einer gewissen kleinen Anstrengung fähig.
Ganz gleich, in welchem Zustand wir uns befinden, ist es entscheidend, ob wir uns über das Empfundene erheben können. Wenn man sich in einem schlechten Zustand befindet, aber dennoch in der Lage ist, im Geben zu handeln, in Verbindung und Liebe zu seinen Freunden, ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass man auf dem richtigen Weg ist. Unsere Aufgabe ist es, die Dunkelheit in den empfangenden Gefäßen zu spüren und uns, auch mit kleinsten Schritten, darüber zu erheben, zur Verbindung, zur Absicht des Gebens. Darin besteht die ganze Arbeit.
Daher müssen wir entsprechende Übungen durchführen und bewusst „Lernspiele“ spielen. Natürlich hat es ein Anfänger in den ersten Jahren nicht leicht, aber mit der Zeit beginnt man, in sich einen Unterschied zwischen seinem Empfinden und seiner Absicht zu erkennen, also zwischen zwei verschiedenen Systemen.
Mal fühlt man sich gut, mal schlecht und lernt zu verstehen, dass das nicht das Wichtigste ist. Es geht vielmehr darum, mit diesen Empfindungen zu arbeiten. Durch sie erlangt man neue Feinheiten der Wahrnehmung, die notwendig sind, um die Lenkung durch den Schöpfer zu begreifen. Alle Empfindungen, sowohl gute als auch schlechte, nimmt man als gut an, um sich darüber zu erheben und ständig auf das Ziel ausgerichtet zu bleiben. Diese Anstrengungen müssen wir ständig unternehmen. Wir sollten versuchen, die Kraft des Aufstiegs – die es uns erlaubt, Zeit und Mittel sinnvoll zu nutzen – auch in Zeiten des Abstiegs aufrechtzuerhalten. Ja, das ist sehr schwer, aber wir müssen uns bemühen.
So lösen wir uns allmählich von den empfangenden Gefäßen und gehen zu einer anderen Arbeit über. Wir leben bereits in der Absicht und nicht mehr im bloßen Empfinden.
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Aus der Vorbereitung zum Unterricht






Während der Mensch die spirituellen Stufen hochsteigt, steigt gleichzeitig sein Egoismus herab.
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