Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Abstieg'

Ich oder der Schöpfer?


Zwei Fragen, die ich darüber erhielt, ob es der Schöpfer ist, der die Kontrolle hat, oder der Mensch

Frage: Was kommt zuerst? Mein Verlangen, auf dem Weg in Richtung des Ziels voranzuschreiten, das Verständnis, dass alles zum Wohle der Korrektur geschieht, ohne den Schöpfer und Seine Ausrichtung, die Schöpfung zu korrigieren, zu fühlen oder erwirbt man erst das Verständnis, dass der Schöpfer alles tut, um uns auf verschiedene Arten Gutes zu tun und wir Sein Verlangen füllen möchten?

Meine Antwort: Dieser Widerspruch, „Was kommt zu erst?“ oder „Wer hat die Macht?“ wird immer in Ihnen bleiben, bis zum endgültigen Ende der Korrektur. Wer bestimmt Ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen – Sie oder der Schöpfer? Dieser Widerspruch wird erst verschwinden, wenn Sie sich mit Ihm zu einem Ganzen vereinigen!

Frage: Ich bin willens, die Idee zu akzeptieren, dass ich mich selbst korrigieren muss, aber es ist schwer für mich, die Idee zu akzeptieren, dass alles durch den Schöpfer geschieht. Wenn ich einen Abstieg erlebe, dann tut der Schöpfer das für meine Korrektur. Wenn ich einen Aufstieg erfahre, dann gab ihn mir der Schöpfer. Jedoch fühle ich nicht, das irgendetwas vorherbestimmt ist. Was soll ich tun?

Meine Antwort: Versuchen Sie zu fühlen, dass alles, was in Ihren Gedanken und Gefühlen und alles was um Sie herum passiert, dass dies alles vom Schöpfer kommt! Wenn Sie kabbalistisches Material studieren (Baal HaSulam) und sich bemühen, dann ziehen Sie während des Studiums das Licht der Korrektur an (Or Makif – lesen Sie den Punkt 155 in der „Einführung zu Talmud Eser Sefirot“ und allmählich, wie aus einem Nebel heraus, wird dieses Licht Ihnen den Schöpfer enthüllen!

Verwandtes Material:

Es ist unmöglich für einen Kabbalisten, lustlos und melancholisch zu sein


Eine Frage, die ich erhielt: Bezüglich meiner vorherigen Frage möchte ich noch etwas wissen. Falls jemand lustlos und melancholisch wird, ist es dann nicht sehr schwierig, die spirituellen Abstiege zu ertragen, die zwangsläufig mit dem spirituellen Aufstieg verbunden sind? In vielen Texten wird erwähnt, dass Kabbalisten die Korrektur mit den Qualitäten der Perfektion der Schöpfung und Angleichung der Form an den Schöpfer in Zusammenhang bringen. Bitte helfen Sie mir, dieses Rätsel zu lösen.

Meine Antwort: Eine Person, die sich im spirituellen Aufstieg befindet, rechtfertigt den Schöpfer in allen Dingen (man bezeichnet so jemanden als Gerechten). Es ist für ihn unmöglich, melancholisch und lustlos zu sein.

Die Annäherung an den Schöpfer bedeutet die Angleichung der Form an Ihn. Anstatt der Eigenschaften, mit denen man geboren wurde, erlangt man die Eigenschaften von BYA de Tumah (die unreinen Welten von BYA; BYA = Beria, Yetzira, Assiya), welche sich über dem Machsom enthüllen. Es offenbaren sich die 613 Qualitäten des wirklichen Egoismus (Pharao). Diese sind entgegengesetzt zum Schöpfer. Mit Hilfe des Lichtes der Tora von BYA de Kedusha (die heiligen Welten von BYA), welches zur Quelle zurückführt, wird die Absicht dieser Verlangen von „für sich selbst“ zu „für den Schöpfer“ transformiert. Damit erlangt man die vollständige Füllung der 613 Verlangen und Formgleichheit bzw. Verschmelzung mit dem Schöpfer. Natürlich hat das nichts mit dem Ausführen von irgendwelchen Handlungen zu tun, wie geschrieben steht: „Der Schöpfer schert sich nicht darum, wie jemand Rinder schlachtet – vom Kopf oder vom Nacken her“ (Das meint das Beachten einer rein mechanischen Handlung), sondern vielmehr sind die Gebote gegeben worden, um den Menschen zu korrigieren.

Verwandtes Material:
Kapitel 15 aus: Leben aus der Kabbala – Stufenweise spirituelle Korrektur
Chapter 18 from the Book: Interview with The Future – A Spiritual Task
Chapter 2.12 in the Book: The Path of Kabbalah – The Body at the End of Correction

Spirituelle Korrektur und Veränderungen im physischen Verhalten


Eine Frage, die ich erhielt: In Mesilat Yasharim (Der Weg der Gerechten) schreibt der Ramchal über die Korrektur der Eigenschaften des Menschen: Obwohl die Korrektur der Eigenschaften der belebten Seele des Menschen keine Beziehung zu den Stufen der heiligen Seele hervorbringt, ist es für einen Kabbalisten dennoch unrealistisch, gereizt und hitzig zu sein oder schlechte Wörter (Lashon Ra) zu benutzen und Eigenschaften zu besitzen, die anderen um ihn herum schaden können.

Meine Antwort: Der Ramchal sagt, dass es unmöglich ist, die Eigenschaften der belebten Seele des Menschen zu korrigieren. Jeder Versuch, unsere belebte Seele zu korrigieren, endet im Misserfolg, da dies sich auf den unbelebten Teil des Menschen bezieht, der uns gegeben wurde, so dass wir unsere spirituelle Seele daraus zum Wachsen bringen können.

Das einzige, was wir ändern können und sollen, ist unsere heilige, spirituelle Seele: den Teil des Schöpfers in uns. Dieser Teil fängt mit dem an, was ein „Punkt im Herzen“ genannt wird und in einem Menschen mit der Frage zum Ausdruck kommt: „Was ist der Sinn meines Lebens?“ Die Frage, die einen Menschen zur Kabbala bringt. Dies ist der Punkt, den wir entwickeln müssen.

Wenn wir diesen entwickeln, verändern wir uns und solch eine Veränderung hat auch einen Effekt auf unser irdisches Verhalten. Wir können anderen nicht mehr absichtlich schaden, da wir Eigenschaften erlangt haben, die uns nicht erlauben, dies zu tun.

Gleichzeitig jedoch kann unser äußerlicher Ausdruck von Ärger, Schroffheit und Ungeduld bestehen bleiben, da wir den Schaden, der von bestimmten Handlungen und Phänomen hervorgerufen wird, mehr als andere wahrnehmen. Des weiteren fällt ein Mensch, der aufsteigt, immer zurück, bevor er einen Schritt nach vorne macht und wenn dies geschieht, ist dieser Mensch wie jeder andere auch in solch einem Zustand. Dies bleibt bis zum Ende der Leiter, wie es geschrieben steht: „Jeder Mensch, der größer ist als ein anderer, hat einen größeren Egoismus als dieser.“ Außerdem steht über Rabbi Shimon geschrieben, dass er, als er sich im tiefsten Abstieg als „Shimon vom Markt“ befand, verstand, dass ihm die letzte Stufe des Aufstiegs bevorstand! (Im Buch des Sohar steht geschrieben, dass, als Rabbi Shimon aus der Höhle herauskam, in welcher er dreizehn Jahre verbracht hatte, um den Sohar zu schreiben, er einen Kleinbauern das Land bearbeiten sah, eine Handlung, so entfernt von der Spiritualität, dass, als er ihn sah, er ihn mit seinem bloßen Glanze verbrannte. Dies sind jedoch Geheimnisse der Tora…)

Verwandtes Material:
Kapitel 12 aus dem Buch: Leben aus der Kabbalah: Den Egoismus auslöschen
Online Bestellung: Leben aus der Kabbalah

Warum bekommt ein Mensch Schläge?


Eine Frage, die mir gestellt wurde: Sie schrieben: „Ich werde irgendwann einmal darüber sprechen, wie der Schöpfer den Kabbalisten in den Augen der Gesellschaft und sogar in den Augen seiner Mitstudenten erniedrigt. Er tut dies, um sicherzustellen, dass der Kabbalist nicht stolz wird und sich die falsche Gesellschaft sucht, in der die Menschen sich um ihn keine Sorgen machen müssen usw.“ Ich verstehe das aber nicht. Nach welchen Kriterien kann man dann erkennen, ob man korrekt arbeitet? Denn, wenn man korrekt arbeitet, bekommt man also Schläge um nicht stolz zu werden. Arbeitet man jedoch inkorrekt, bekommt man Schläge für seine inkorrekte Arbeit. So oder so wird man geschlagen. Sie sagen aber auch, wenn wir dem Pfad der Tora folgen, vermeiden wir die Schläge. Was mir aber noch viel wichtiger ist: Woran kann jemand sehen, was der Schöpfer will und was nicht?

Meine Antwort: Im Grunde sind alle unsere Handlungen falsch oder, um es mit anderen Worten zu sagen, egoistisch motiviert. Einen Unterschied gibt es nur in der Ausrichtung: Ist unser Tun auf das Schöpfungsziel gerichtet oder nicht. Wenn Sie sich richtig bewegen, erreichen Sie gerade dann einen Abstieg, einen Abfall, in den Egoismus hinein, um zu verstehen, was Sie da kontrolliert und wie Sie sich davon befreien können – so wie in der Geschichte vom Auszug aus Ägypten und der Bitternis im Herzen des Pharaos.

Ein Kabbalastudent steht immer unter dem Einfluss seines Lehrers, der Schriften und der Gruppe. Somit wird er seine Abstiege immer ins Verhältnis zu seiner Entwicklung zum Schöpfungsziel hin setzen. Auf diese Weise erkennt er, dass die Empfindungen von Abstieg und Schmerz Zeichen für seine Abweichung vom korrekten Weg sind, um Ihn genauer auszurichten. Wird er jedoch abweichen, ohne entsprechend korrigiert zu werden, so wird er, um so weiter er vorankommt, eine um so größere Ungenauigkeit anhäufen und nur um so weiter vom Ziel abkommen – bis er an einen Punkt kommt, an dem er nicht mehr versteht, was die Kabbala überhaupt will. Spiritueller Fortschritt ohne Schläge ist demnach überhaupt nicht möglich.

Auch in Ihrem ganz gewöhnlichen, „nicht-spirituellen“ Alltagsleben werden Sie geschlagen. Der Unterschied ist, dass diese Schläge Ihnen nichts nützen. Oft wissen Sie gar nicht, warum Ihnen so etwas passiert und genauso wenig, was die Ursache war. Der Kabbalist hingegen sieht die „Schläge“ gar nicht als Schaden an, sondern als Erwerb tieferen Verständnisses auf dem spirituellen Pfad. Jetzt muss natürlich gesagt werden, dass zur Kabbala überhaupt nur Menschen kommen, die bereits verstanden haben, dass es keinen anderen Weg für sie gibt und die bereit sind, den Schwierigkeiten gegenüberzutreten, um das Schöpfungsziel zu erreichen.

Verwandtes Material:
Baal HaSulam Artikel: Es gibt nichts außer Ihm

Ein Freund ist jemand, der die gleichen Verlangen und das gleiche Ziel hat wie Du


Zwei Fragen, die ich bekommen habe, bezüglich der Freunde und der Gruppe auf dem spirituellen Weg:

Frage: Sollte man umsichtig sein bezüglich seiner Freunde auf dem spirituellen Weg? Ist es richtig, dass in der Gruppe, in der man studiert, nicht jeder dem richtigen Pfad folgt? Allgemein gefragt, kann jemand vom richtigen Weg abkommen, wenn er in der Gruppe ist?

Meine Antwort: Wenn Du erst einmal ein Teil der Gruppe bist, musst Du Deine Freunde als groß und unfehlbar betrachten. Wie kannst Du dir sonst der Größe des Ziels und deiner eigenen Schwäche bewusst werden? Wenn du den Empfehlungen von Rabash betreffend der Gruppe folgst (siehe das beigefügte Material), kannst du sicher sein, dass du dein Ziel erreichst.

Frage: Jemand bekommt die Kraft, um seinen spirituellen Fortschritt zu machen, von seiner Umgebung (Gruppe). Falls jemand genug Geld hat, kann er Leute, die keinen Punkt im Herzen haben, dafür einstellen, ihn mit der Wichtigkeit des Gebens, der Nächstenliebe und der Wichtigkeit der Erreichung der Anheftung an den Schöpfer durch die Nächstenliebe zu umwerben?

Meine Antwort: Ja. Zum Beispiel könnte er Musiker engagieren, die ihn mit der Musik von Baa HaSulam inspirieren. Oder er könnte eine Gruppe von Menschen beauftragen, ihm eine perfekte Gesellschaft vorzuspielen. Allerdings kann solch ein Schauspiel nur dazu benutzt werden, um aus einem Abstieg aufzusteigen. Die Eigenschaft des Gebens kann man nur durch Leute erlangen, die sie einem vormachen. So wie geschrieben steht: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ , wobei dein Nächster jemand ist, der dir in deinen Verlangen und deinem Ziel gleicht.

sb

 
 
 
 

Nach vorne und aufwärts!


Eine Frage die ich erhielt: Ich habe seit mehreren Jahren in einer Gruppe studiert. Kürzlich habe ich bemerkt, dass ich Kabbala nicht studieren will. Empfinde ich so, weil mein Egoismus wächst? Ich fühle keinen Wunsch, mich zu korrigieren oder Ihm ähnlich zu werden. Statt dessen habe ich einen neuen Wunsch, den ich nicht verstehe. Warum geschieht mir so? Zu welchem Zweck ?

Außerdem kann ich das Gefühl nicht abschütteln, dass dieser Wunsch nicht der meine ist, als ob er von außen zu mir kam. Ich weiß nicht, was ich damit tun soll und je mehr ich versuche, diesen Wunsch zu ignorieren, desto größer wird er.

Meine Antwort: Eine Person sollte nichts vorzeitig über ihre spirituelle Entwicklung entscheiden, weil sie keine Ahnung hat, wie sie sich entwickeln und durch welche Stadien sie gehen muss.

Deshalb sollte sie sich bemühen, fortanzuschreiten und all das zu begrüßen, das sich an und in ihr offenbart, so wie es auf ihrem Entwicklungspfad notwendig ist. Einem Aufstieg geht immer ein Zustand der Verwirrung, des mangelnden Verständnisses voraus – und dann kommt Klarheit, eine neue Bewusstwerdung.

Vielleicht sind Sie bereits in solch einem Zustand, da ich Ihnen diese Antwort schreibe. Oder Sie haben ihn vielleicht bereits durchgemacht und suchen wieder, sich schwach und verwirrt fühlend – und wenden sich einem neuen Aufstieg zu?

bb

Schöpfung und Evolution

Der Abstieg der Höheren Kräfte brachte die Geburt – oder die Entstehung – eines sich ausdehnenden Universums hervor, beides – das Universum als Ganzes und jedes seiner Teile: Die Bildung von mikroskopischen Teilchen und Atomen, die Komplexität der Struktur der Materie, chemische Verbindungen, die durch Erhitzen/Entladen und Kondensieren/Abkühlen in Bewegung gesetzt wurden, die Bildung von Strukturen, die Anhäufung von Substanzen und die Bildung von Sternen, Galaxien und Planeten. Auf einem dieser Planeten entstand die bio-polymere Form – die Basis des Lebens. Deren Evolution führte zur Evolution des Lebens, zur Vernunft, dem Bewusstsein und schließlich zum Menschen, einer intelligenten Bio-Einheit, die sich ihrer eigenen Existenz bewusst ist – Behina 4 (Phase 4).

Der Mensch ist jedoch nur die erste und niedrigste Stufe einer Leiter, auf welcher er emporsteigt (und das Universum und diese Welt steigen gemeinsam mit ihm empor). Diese Leiter führt zu dem Zustand, in dem der Mensch sich vollkommen des ganzen Universums bewusst ist, ein Zustand der „die Welt der Unendlichkeit“ genannt wird. Die vollkommene Anheftung an die Generelle Höhere Kraft des ganzen Super-Systems.

Während sich die Materie entwickelte, erhöhte sich die Geschwindigkeit der Entwicklung stetig. Als der Mensch auftauchte, war die Beschleunigung des Entwicklungssystems an seinem Höhepunkt angelangt. Eine soziale Gemeinschaft von Leuten entstand und das Anwachsen des Egoismus verwandelte sie in eine Informations-Gesellschaft. Die Massenmedien und Kommunikationskanäle vereinen alle zu einem Ort, einer Meinung, einem Bewusstsein und einer Erfahrung. Eine Person wird zu einer Zelle im Organismus des ganzen Systems, ähnlich einer Zelle im Körper. Die Vereinigung eines jeden innerhalb eines Organismus ist von Anbeginn vorherbestimmt. Die Abhängigkeit eines jeden und der Einfluss auf andere findet mehr durch die Vereinheitlichung der Information, als auf der physischen Ebene statt. Je mehr sich die Information in der Qualität entwickelt, desto größer ist der Einfluss auf das ganze System – ein Einfluss der physisch ist, informativ, kognitiv und spirituell. Der spirituelle Einfluss bringt das größte Ergebnis im ganzen System, indem es dieses im allgemeinen, kollektiven Bewusstsein bis zur Stufe des Super-Systems anhebt – genannt „der Schöpfer“.

emh

Verwandtes Material:
Kabbalah Today Article: Creation and Evolution
Artikel:Seele als System im Modell des Universums
 
 

Brauchen Kabbalisten eine Armee?

Eine Frage die ich erhielt: Brauchen Kabbalisten eine Armee? König David hat gekämpft und dies hat ihn nicht davon abgehalten, zum Schöpfer zu gelangen. Sollte die israelische Armee eine Armee von Kabbalisten sein? Natürlich muss ein Krieg auf höheren Ebenen als der unserer Welt ausgefochten werden, doch wir sagen immer, dass wir bis Gmar Tikun (letzte Korrektur) auf alle körperlichen Gefahren angemessen reagieren müssen. Je mehr sich die Kabbala verbreitet, desto mehr Feinde wird sie anziehen, die wegen ihrer mysteriösen Kraft Angst vor ihr haben und sie hassen werden. Der Egoismus wird reagieren, um sich selbst mit allen Mitteln zu schützen. Müssen wir vielleicht eine kabbalistische „Miliz“ gründen?

Meine Antwort: Im Allgemeinen sollten alle Korrekturen auf der Ebene der Kräfte/Verlangen stattfinden. Wenn ein Mensch dies unterlässt oder sich vielmehr nicht korrigieren will und folglich seine Kommunikation mit dem Schöpfer, dem Licht, den Verlangen auf dieser Stufe, unterbricht, dann wird das selbe Licht ihn auf der Stufe beeinflussen, zu der er abgestiegen ist: unsere körperliche Stufe „unsere Welt“. Dann werden alle Kräfte, die er hätte korrigieren müssen, seine Feinde, wie Krankheiten und andere Plagen auf der Stufe unserer Welt. Folglich ist das Bedürfnis, sich gegenseitig auf der Stufe unserer Welt zu bekämpfen, eine Konsequenz der fehlenden Korrektur unseres Egos, des Fehlens der Erreichung von „Liebe deinen Nächsten“ und des Mangels, uns selbst in der richtigen Zeit zu korrigieren. Wenn wir darin erfolgreich gewesen wären, uns selbst zu korrigieren, dann hätten alle Kriege auf der Stufe der Kräfte stattgefunden. Kabbalisten haben ihre Kräfte und brauchen daher keine Armee als solches. Ich bin optimistisch darin, dass die Welt ihren Bedarf an uns sehen wird und uns nicht als Feinde ansehen wird.