Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Absicht'

Kann man Liebe erzwingen?

Wenn sich das Verlangen zu empfangen von Null an zu entwickeln beginnt, ist es zunächst nur ein Verlangen, seine Existenz zu erhalten. Dann wird diesem Verlangen eine Absicht hinzugefügt. Was mache ich damit? Warum brauche ich es?

Die anfänglichen Stufen des Verlangens zu empfangen kümmern sich nur um ihre Existenz; die unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufen werden nicht als böse bezeichnet. Das ist einfach die Natur, und in der Natur der Pflanzen und Tiere gibt es das Böse nicht. Für den Menschen mag es so aussehen, aber Tiere haben keine böse Absicht, anderen zu schaden. Selbst wenn ein Raubtier seine Beute angreift, hat es ursprünglich nicht das Ziel, ihr zu schaden, es will nur seinen Hunger stillen und sonst nichts.

Das Verlangen zu empfangen, das darauf gerichtet ist, einen anderen auszunutzen und sich daran zu erfreuen, anderen zu schaden, ist jedoch der Egoismus auf der menschlichen Stufe. Wir beginnen also damit, dass wir anderen einfach etwas wegnehmen wollen. Das wird aber noch nicht als das wirklich Böse angesehen, denn ich will ihm etwas wegnehmen, einfach nur weil ich es selbst mag. Ich habe nicht die Absicht, den anderen zu verletzen, ich will nur mir selbst eine Freude machen.

Erst wenn ich einem anderen schaden will und Freude an seiner Erniedrigung, an seinem Schmerz empfinde, dann beginnt der wirklich böse Egoismus. Es stellt sich heraus, dass wir, um zum wahren Bösen zu gelangen, unseren Egoismus entwickeln müssen.

Deshalb tritt unsere Welt jetzt in eine Phase ein, in der die Menschen beginnen, sich gegenseitig zu demütigen. Ich brauche euren Besitz nicht, aber ich möchte, dass ihr das Gefühl habt, dass ich über euch stehe und ihr mir gehorchen müsst.

Eine noch höhere Stufe ist, wenn ich alles unternehmen werde, um sicherzustellen, dass ihr mir gehorcht und mir in Dankbarkeit dient. Auch wenn du mich nicht lieben willst, werde ich dich dazu zwingen! Das sind echte Klipot, unreine Kräfte.

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Aus der täglichen Kabbala-Lektion vom 14.3.22, „Den Krieg gewinnen (gegen die böse Neigung)“

Wie man den Schöpfer bittet

S. Vinokur: Aus einem Brief: „Wie können wir den Schöpfer bitten, barmherzig zu sein? Es ist genug Blut geflossen, was will Er von uns?“

M. Laitman: Der Schöpfer möchte, dass du so bist wie Er. Das heißt vor allem, sich bewusst zu machen, dass Er der Einzige ist, der über alles richtet, dass alles nur von Ihm, vom Schöpfer, abhängt. Man sollte sich nur an Ihn, den Schöpfer, richten.

Und wenn ihr euch Ihm zuwenden wollt, müsst ihr zusammen sein. Gemeinsam! Mit den meistgehassten Gegnern, wer oder was auch immer sie sein mögen. Wenn du nicht auf einen Fremden zugehen kannst, auf einen anderen Menschen, und ihn umarmen und dich an den Schöpfer wenden kannst…

S. Vinokur: Den Menschen, den ich hasse?

M. Laitman: Ja, man muss aus der Ferne damit anfangen, aber Schritt für Schritt mit der Absicht, sich dem Schöpfer zu nähern, ihn zu umarmen und sich ihm zuzuwenden.

S. Vinokur: Also ist meine Aufgabe, demjenigen näher kommen, den ich am meisten auf der Welt hasse…

M. Laitman: Unbedingt! Ansonsten wird der Schöpfer dich nicht hören.

S. Vinokur: Ihn umarmen und sich an den Schöpfer wenden?

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Der Krieg von Gog und Magog. Teil 4

Die Kraft, die zu einer Absicht zum Geben führt.

Replik: Der Kabbalist Ari Zal aus dem sechzehnten Jahrhundert schrieb, dass die numerische Bedeutung der Worte „Gog“ und „Magog“ 70 ist. Dies erklärt sicherlich, was im Buch Sohar steht, dass Gog alle 70 Nationen der Welt mit sich nach Israel bringen wird. 

Antwort M. Laitman: Es bezieht sich auf das volle Kli (Gefäß). Alle vom Schöpfer geschaffenen Verlangen wird er zu einem gemeinsamen Zustand bringen, wenn sie gezwungen sind, alle gegensätzlichen Beziehungen zwischen ihnen zu klären, so dass sie sich schließlich zu einer gemeinsamen Harmonie vereinen werden.

Replik: Und es steht in den Propheten geschrieben, dass Gog alle Völker der Welt versammelt und sie gegen Israel in den Krieg führen wird.

Antwort M. Laitman: Ja, denn Israel wird nicht zu den 70 Nationen gezählt, sondern taucht als die Gesamtheit aller Nationen der Welt auf, wenn sie anfangen miteinander zu kämpfen und unter dem Einfluss dieser Kraft, die „Israel“ genannt wird, zu verstehen beginnen, dass sie sie zum Schöpfer hinzieht („Isra El“ – „direkt zum Schöpfer“). Israel führt dann alle Völker der Welt durch den Krieg von „Gog und Magog“ zum Schöpfer.

Frage: Wie wir wissen, gründete Abraham im alten Babylon eine Gruppe von 70 Völkern, die sich auf einer ideologischen Grundlage zusammenfanden und aus denen die Nation Israel entstand. Und dann begannen alle 70 Nationen der Welt, gegen das Volk Israel zu kämpfen. Es stellt sich also heraus, wie die Kabbala sagt, dass das Volk Israel die Absicht darstellt und die 70 Nationen die Verlangen?

Antwort M. Laitman: Das ist richtig. 

Replik: Und da der Schöpfer selbst eine Eigenschaft des Gebens und Liebe ist, sollte diese Eigenschaft gewinnen.

Antwort M. Laitman: Israel ist wie ein Vertreter des Schöpfers in dieser Welt, weil es den Verlangen eine Richtung gibt. Es gibt 70 Verlangen, die sich mit dem Ziel „direkt zum Schöpfer“ vereinen müssen.

Frage: „Israel wird siegen“ bedeutet also, dass für jedes Verlangen der Völker der Welt die richtige Absicht gebracht wird, um zu geben?

Antwort M. Laitman: Ja. Es bedeutet in keiner Weise, dass jemand irgendjemanden vernichtet. Es ist nur so, dass diese 70 Verlangen, die in jedem Menschen und generell in der gesamten Menschheit existieren, die egoistische Absicht haben, nur für sich selbst zu handeln.

Und Israel ist die Kraft, die all diese Verlangen aufzeigen, überreden, ihnen beweisen und zum Erwerb der Absicht des Gebens, des gegenseitigen Gebens und der Liebe führen kann. Und dann sind all diese sogenannten 70 Nationen der Welt, d.h. alle Verlangen, die in jedem Menschen existieren, auf den Schöpfer gerichtet.

Fortsetzung folgt…

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Aus der TV-Sendung „Spirituelle Zustände“ vom 30.04.2021

Das Bild der Welt ist das Resultat der Einstellung zu ihr

Frage: Baal HaSulam schreibt in seinen Artikeln, dass der Egoismus nicht für alle gleich ist. So gibt es einen groben Egoismus, wenn jemand ihn ohne Scheu anwendet, und es gibt einen versteckten, entwickelteren Egoismus, wenn jemand erkennt, dass dieser schlecht ist und ihn eher heimlich einsetzt. Worin besteht der hauptsächliche Unterschied? 

Antwort: Wenn ein Mensch seinen Egoismus wahrnimmt, dann ist das gut, man kann mit ihm reden, darüber diskutieren; er kann zu einer Art Entscheidung kommen: ist es richtig oder nicht, sollte er in dieser Eigenschaft sein oder nicht? 

Er kann feststellen, dass diese Eigenschaft schädlich ist und sich bemühen, sie auf irgendeine Weise loszuwerden. Er erkennt, wie diese Eigenschaft ihm schadet und wie er sich über andere stellt. Und das betrifft sein ganzes Leben. 

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Nach dem Willen des Schöpfers

Frage: Handelt der Mensch nach seinem eigenen Willen oder nach dem Willen des Schöpfers?

Antwort: Der Mensch handelt immer nach dem Willen des Schöpfers! Er hat keinen eigenen freien Willen. Es geht nur darum, sich von der Illusion zu befreien, dass wir angeblich frei sind und aus eigenem Antrieb handeln. Nein, wir alle führen die Handlungen des Schöpfers aus. Absolut alle!

Wenn wir das akzeptieren, uns in der richtigen wechselseitigen Beziehung befinden, dann führt uns das zur Enthüllung des Schöpfers. In dem Maße, in dem man das ausführen will, was er aufträgt, tut man es. Es ist ratsam, Handlungen und Wünsche mit Seinen Wünschen in Übereinstimmung zu bringen. Wenn man nicht danach handelt, dann fühlt man sich schlecht. All unsere Leiden und Probleme entstehen nur, da wir Seinen Willen nicht bewusst, sondern unwillkürlich befolgen.

Baal HaSulam spricht sehr viel darüber. Gleich zu Beginn des ersten Artikels in „Shamati“ schreibt er, dass es niemanden außer Ihm gibt, das heißt, es gibt keine andere Kraft als die Macht des Schöpfers. Wenn der Mensch seine Macht, für seine Kraft hält, kommt aus einem Zustand der Verhüllung.

Diese Verhüllung müssen wir loswerden. Sie verschwindet in dem Maße, in dem ich bereit bin, das zu tun, was der Schöpfer mir aufträgt. Wenn ich mich bereit erkläre, alle seine Kontrollsignale umzusetzen, dann enthülle ich, was ich vorher nicht verstehen wollte.

In Handlungen können wir dem Schöpfer niemals widersprechen, wohl aber in Gedanken, in den Absichten. Wir müssen demnach ausschließlich die Absicht korrigieren.

Aus der Videokonferenz mit dem MAK Kongress.

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Sukkot: Eine Decke des Friedens für die ganze Welt

Das Laubhüttenfest (Sukkot) ist eine wichtige und freudige Tradition, die einen spirituellen Aufstieg darstellt. Die wahre Bedeutung dieses Festes besteht darin, eine neue Realität des gegenseitigen Verständnisses und der gegenseitigen Unterstützung zu schaffen – eine Sukka (Hütte) des Friedens – durch die positive Kraft, die wir durch unseren Zusammenhalt erzeugen.

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Warum ist Jom Kippur wichtig?

Zum ersten Mal in der Geschichte zeigt uns die Welt, wie sehr sie ein einziges Ganzes ist – dass alle Menschen untrennbar miteinander verbunden sind und daher keine andere Wahl haben, als füreinander zu sorgen. Wir sehen in unserem Alltag täglich unsere gegenseitige Abhängigkeit. Daher ist Jom Kippur, der Versöhnungstag, eine Zeit der Abrechnung wie keine andere. 

Durch Kriege, Klimawandel oder Pandemie sehen wir jetzt mit vollkommener Klarheit, dass alles, was wir tun, ob gut oder schlecht, sich auf alle auswirkt, so dass wir unsere Gedanken und Taten sorgfältig prüfen müssen.

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Nationaler Faulenzer Tag – was für eine großartige Idee

Am Dienstag letzter Woche, genauer gesagt am 10. August, war der Nationale Faulenzertag, ein inoffizieller Feiertag, der laut der Website Time and Date, den „inneren Stubenhocker“ feiert. 

Uns wird beigebracht, Faulheit zu verachten und Fleiß zu bewundern, aber der derzeitige Zustand der Welt ist eine direkte Folge unserer übermäßigen harten Arbeit. Wenn wir uns ab und zu eine Pause gönnen würden, würden wir vielleicht auch der Erde eine Pause gönnen, und wir wären alle ein wenig sicherer und ruhiger.

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Pure Leidenschaft für Macht

Vor ein paar Wochen verkündete eine alarmierende Schlagzeile der Daily Mail: „Die britischen Schulen verkaufen sich an Peking. Nicht nur, dass private Einrichtungen von chinesischen Firmen gekauft werden, einige geben auch kommunistisch geprägten Unterricht, der eine Gefahr für die Meinungsfreiheit darstellt.“ In dem Artikel hieß es: „Hunderte von unabhängigen Schulen, die durch die Coronavirus-Pandemie in arge finanzielle Bedrängnis geraten sind, werden von chinesischen Investoren ins Visier genommen“, und „Experten erwarten einen Kaufrausch“. Denn die Firmen, von denen einige von hochrangigen Mitgliedern der regierenden Kommunistischen Partei Chinas geleitet werden, versuchen, ihren Einfluss auf das britische Bildungssystem auszuweiten. Es sind siebzehn Schulen bereits im „Besitz chinesischer Firmen“, neun davon „sind im Besitz von Firmen, deren Gründer oder Chefs zu den ranghöchsten Mitgliedern der Kommunistischen Partei Chinas gehören.“

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Neid – Wie man das Monster zügeln kann

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Während einige Länder die Einkaufszentren öffnen und der Handel wieder auf Hochtouren läuft, tauchen die Gebrechen der westlichen Gesellschaft wieder auf, als hätten wir nie Covid gehabt. High-End-Läden sind so überfüllt, dass die Menschen in langen Schlangen vor ihnen stehen, in der Hoffnung, viel Geld für schicke Accessoires auszugeben. Man sollte meinen, dass das Coronavirus uns von diesen Übeln geheilt hätte, aber es hat nichts dergleichen getan. Im Gegenteil, es scheint, als ob die Menschen mit Rache einkaufen.

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