Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Lass Ihn einfach die Arbeit tun!

Kongress in der Arava. Gespräch während der Mahlzeit

Der Schöpfer erweckt uns, und Er ist derjenige, der die ganzen Handlungen vollbringt, es gibt keinen Menschen auf der Welt, der selbst etwas machen könnte. Alles wird von dem höheren Licht vollbracht, das sich immer mehr in uns enthüllt – seine Kraft wirkt. Wir müssen uns lediglich bemühen, ihm möglichst ähnlich zu sein – ihm entgegen zu kommen, diverse innere Bewegungen auszuführen, damit es sich in uns enthüllt. Das ist die wichtigste Bestrebung.

In Wirklichkeit ist alles, was der Mensch tun sollte, Ihn einfach die Arbeit machen lassen, wie eine „Frau“ (es wird als weibliche Kraft bezeichnet) ein Gefäß in den Händen des Schöpfers sein. Wollen wir hoffen, dass wir uns mithilfe unserer männlichen Kraft überwinden können, um wie „Frauen“ zu werden.

Auszug aus dem Gespräch während der Mahlzeit vor dem Kongress in der Arava-Wüste, 18.11.2011

Der heilige Ort, an dem die Seele enthüllt wird

Kongress in Arava. Gespräch während der Mahlzeit.

Die vierundzwanzig Stunden, die wir zusammen verbringen werden, sind, wenn sich der Mensch auf die Kraft des Gedankens, der Absicht konzentriert, sehr lange Stunden. Man kann in dieser Zeit vieles erreichen. Lasst uns bemühen, es zu machen!

Lasst uns auch über die Zukunft nachdenken, um solche Ausflüge regelmäßig organisieren zu können. Natürlich sollen sie nicht zur alltäglichen Gewohnheit werden und wir müssen jedesmal daran arbeiten. Aber in Wirklichkeit wird an diesem Ort die Seele offenbart. Ich danke euch dafür, dass ihr für uns diesen schönen und heiligen Ort vorbereitet habt!

Aus dem Gespräch während der Mahlzeit vor dem Kongress in der Wüste Arava, 18.11.2011

Der Kopf und der Körper meiner Seele

Frage: Was ist eine spirituelle Konstruktion (ein Parzuf)?

Meine Antwort: Der spirituelle Parzuf bildet sich nur infolge unserer gegenseitigen Vereinigung. Es gibt keinen Menschen, bei dem ein individueller spiritueller Parzuf existieren würde. Ein Parzuf ist somit ein Maß für den Grad unserer Vereinigung, er entsteht nur in der Verbindung zwischen uns.

Die spirituelle Stufe ist ein Maß des Gebens. Um eine Stufe zu besteigen, muss man an jemanden geben können. Angenommen ich gebe etwas an dich – dann heißt das, ich stehe an der Spitze dieses Gebens, ich bin quasi sein Kopf (Rosch). Ich binde deine Wünsche an mich an, um sie zu erfüllen, und auf diese Weise bilden sich der Kopf und der Körper meiner Seele (Rosch und Guf), die zusammen „Parzuf“ heißen.

Auszug aus dem Unterricht nach „der Lehre der Zehn Sefirot“ „, 06.11.2011

Es ist die Zeit der Enkelkinder gekommen

Baal HaSulam: Artikel „Die Bürgschaft“ (gekürzte Version): Der Verdienst der Vorväter liegt darin, dass sie aus der Höhe ihrer Seelen und ohne vorausgehende Handlungen den Prinzip der Nächstenliebe realisiert haben. Sie hatten auch keine Möglichkeit, solche Handlungen umzusetzen. Darum wurde nur das Volk Israel mit Hilfe der gegenseitigen Bürgschaft verbunden.

Der Schöpfer hat ein Verlangen zu empfangen erschaffen, welches aus vier „Schichten“, aus vier Stufen der Tiefe (Awiut) besteht. Wir beginnen die Enthüllung der Schichten des Egoismus in der Reihenfolge vom Leichten zum Schwierigen hin. Die Seelen, welche die Analyse und die Korrektur bereits vollzogen haben, helfen anschließend bei der Arbeit an den folgenden Seelen, an den gröberen Schichten des Verlangens einer gemeinsamen, vereinten und zerbrochenen Seele.

Anfangs korrigieren sich die Seelen, die sich auf der Stufe der Vorväter befinden. Wir nennen sie auch „das Haus von Abraham“. Es geht um die Tausende von Menschen, die unter seiner Leitung die spirituelle Welt offenbarten. Ihr Awijut war sehr gering, und darum hatten sie es nicht nötig, im Unterricht das Licht, das zur Quelle zurückführt, heranzuziehen. Es reichte auch, wenn sie sich nur ein wenig verbanden, denn unter ihnen herrschte noch keine Entfremdung, sie waren noch nicht in den Egoismus, in seine ganzen vier Stufen abgestürzt.

Der Abstieg kam später, im ägyptischen Exil, wonach das Volk Israel das Licht brauchte, das zur Quelle zurückführt – d.h. die Methode, die am Berg Sinai erhalten wurde. Denn ein Mensch kann nur das korrigieren, was sich in seinem Inneren offenbart hat. Die Tora ist die Methode der Korrektur und dient der Arbeit mit dem bösen Trieb. Als dieser Trieb in Ägypten enthüllt wurde, offenbarte sich auch die Kraft des Lichts, welche fähig war, den bösen Trieb zu korrigieren.

Jedoch war die Korrektur auf der Stufe der Vorväter noch nicht erforderlich. Sie ist die „klarste“, die reinste Stufe des Awiut (0), die an sich dem Zustand einer Geburt gleicht . An dieser Stelle braucht man keine Tora und kein Licht, das zur Quelle zurückführt – es gibt noch gar nichts, was zur Quelle zurückzuführen wäre.

Anschließend folgt die Stufe der Söhne mit einem Awiut des ersten und zweiten Grades (1 und 2). Aber dann beginnt unsere Zeit, die Stufen des zweiten, dritten und vierten Grades von Awiut (2,3,4); sie zählen zu der Periode von „Maschiach“. In dieser Kette korrigiert jede Generation ihre eigene Schicht des gemeinsamen Verlangens, der gemeinsamen Seele.

Nun haben die Vorväter die Anziehung des Lichts während des Studiums, in den Zuständen der „Wüste“ nicht gebraucht. Die Situation, die sich in Babylon enthüllt hatte, genügte ihnen vollkommen. Jeder von ihnen enthüllte ein wenig seinen bösen Trieb, worüber die Tora metaphorisch berichtet. Sie erzählt, wie Abraham und Sara in das Land Kanaan gingen, wie Isaak seine Probleme mit Esav löste und spricht auch andere Fragen an.

Folglich gingen Jakob und seine Söhne nach Ägypten und starben dort (in diesem großen Verlangen zu empfangen). Danach durchlebten die Söhne Israels große Belastungen des Herzens und begannen an der Vereinigung zu arbeiten, um sich über den Hass zu erheben. Dennoch stiegen sie zuerst in ihrem Awijut noch tiefer ab, was sich in dem Satz „Sie bauten die Städte Pitom und Raamses“ äußerte. Anders gesagt, bei ihren Versuchen, eine Verbindung zu erreichen, bauten sie nicht die schöne Einheit, sondern etwas Armseliges, Elendes und Bedrohliches.

So gelangten sie zu der Notwendigkeit, ihrem Egoismus zu entfliehen, und erlebten die „zehn ägyptischen Plagen (Hinrichtungen)“, d.h. sie hatten zehn erfolglose Fluchtversuche. Jedes Mal, wenn sie sich an den Pharao wandten, um die Freiheit zu erbitten, erhielten sie eine Absage, bis die Bitterkeit unerträglich wurde. Erst dann, in einem Zustand vollkommener Dunkelheit, kann der Mensch seinem Egoismus entfliehen, und ist bereit, sich um jeden Preis über ihn zu erheben. „Ein Tod ist ihm lieber, als ein solches Leben“.

Folglich kommt er zur diese Phase abschließenden Überlegung und verlangt eine wahre Vereinigung mit den anderen, um wie ein Mensch mit einem Herzen zu werden, um die gegenseitiger Bürgschaft zu verwirklichen, und dann bekommt er die Methode der Korrektur.

Diese Methode führt ihn durch die verschiedenen Etappen auf dem spirituellen Weg: jedes Mal offenbart er in sich ein Zerbrechen und korrigiert es mithilfe des Lichtes, das zur Quelle zurückführt. Zum Schluss enthüllt und korrigiert er seinen gesamten, riesigen Egoismus.

Dieser Prozess findet nicht in der gesamten Menschheit, sondern in einer kleinen Gruppe der Nachfolger von Abraham statt. Auf dem Weg empfindet sie das Zerbrechen analog zum Zerbrechen in der spirituellen Welt, dann steigt sie herab und erst zum Schluss, in unserer Zeit, beginnt die wahre Arbeit an der Korrektur der gemeinsamen Seele.

Also, ungeachtet dessen, dass seit dem Sündenfall von Adam Ha Rischon die Vorväter und ihre Söhne Arbeit durchgeführt und ihren Abschluss der Korrektur auf der Stufe des ersten Tempels erreicht hatten, folgten dennoch Abstiege, die den spirituellen Brüchen entsprachen. Beide Tempel wurden zerstört, genauso, wie die zwei Parzufim in der Welt Nekudim zerbrochen waren.

Nach Tausenden von Jahren der Vermischung mit allen Völkern kommen wir zur Analyse und zur Korrektur – zu einer Realisierung unserer selbst. Genau jetzt, nach allen notwendigen „Präambeln“, beginnt wahre die Arbeit. Die Vorbereitung ist beendet, uns bleibt lediglich die Korrektur übrig.

Aus dem Unterricht zum Artikel „Die Bürgschaft“, 15.11.2011

Die gegenseitige Bürgschaft für die ganze Welt

Frage: Ich betrachte die Äußerungen zu den Artikeln, die die Bewegung „Bürgschaft“ verbreitet, und gehe den Gerüchten darüber nach. Geht es Ihnen einfach nur darum, Ihre Anhängerschaft zu erweitern, weil “ die Kabbala nur die wenigen Menschen interessiert, so dass der Laitman jetzt eine neue Bewegung gründet“ ?

Meine Antwort: Ich liebe solche direkten Fragen und die Einwände, denn ich strebe stets danach, dass meine Meinung verstanden wird. Die Kabbala ist eine Methode zur Korrektur der Welt, die sich auf jeder Ebene der Gesellschaft aufzeigt:

– Es gibt Menschen, die an der spirituellen Bewegung interessiert sind.

– Es gibt Menschen, die an der Entwicklung interessiert sind, weil es für sie wichtig ist, ungefährdet und ruhig zu existieren – für sich und ihre Kinder.

– Es gibt Menschen, die sehr wenig daran interessiert sind. Sie sind nur daran interessiert, gut und normal zu leben: jetzt fühle ich mich wohl, und meine Aufgabe besteht darin, den Komfort zu erhalten oder, wenn es möglich ist, ihn zu erhöhen.

Bezüglich ihrer Interessen gibt es Menschen, die nur mit ihren persönlichen Bedürfnissen beschäftigt sind, und es gibt auch solche, die sich mit gesellschaftlichen Bedürfnissen beschäftigen. Es gibt Menschen, die sich von Macht, Ruhm, Wissen und Reichtum angezogen fühlen, das heißt, die höhere Anforderungen im Vergleich zu einem einfachen Menschen haben.

Und jeder von ihnen hat diese angeborenen, vorgegeben Eigenschaften und Wünsche. Aufgrund des langjährigen Studiums der menschlichen Natur und der Gesellschaft, habe ich keine Erwartungen an diese Menschen und verstehe sehr gut, dass diejenigen, die sich für Kabbala engagieren oder die Interesse an der Kabbala haben, uns auch erreichen werden. Und die Menschen, die diese Verlangen nicht in sich tragen, werden – unabhängig davon, wie viel ich ihnen über die Kabbala erzähle – nicht an der Wissenschaft interessiert sein. Aber sie werden sehen, dass die gegenseitige Bürgschaft ein Werkzeug ist, mit dessen Hilfe wir heute die Krise überwinden können: im Inneren des Menschen und in seiner Familie, in unserem Staat und in der ganzen Welt.

Ich will, dass sie genau das erfahren. Und jeder wird im Einklang mit seinen inneren Fragen bzw. seinem Bedürfnis, einen Platz in dieser Stufenleiter der Korrektur für sich selbst und für die Menschheit finden.

Deshalb gibt es hier keinen Versuch, die Menschen zu verführen. Das ist ein unmögliches Unterfangen. Es handelt sich hier auch nicht um eine der üblichen politischen Bewegungen, bei denen die Menschen durch irgendwelche Ziele verführt werden, „Last uns hingehen, erobern, den anderen wegnehmen und untereinander aufteilen“ und so weiter.

Im Gegenteil ist diese Bewegung nur auf dem gemeinsamen Einvernehmen aller Mitglieder der Gesellschaft gegründet worden. Und deshalb kann daran jeder teilnehmen. Somit eignet sich jeder beliebige Mensch für die praktische Realisation der gegenseitigen Bürgschaft, aber nur in dem Ausmaß, in welchem in ihm ursprünglich die natürlichen Eigenschaften, Anlagen, Angaben existieren.

Das Geschäft mit Revolutionen. Ist Israel an der Reihe?

Mitteilung: Vor dem Hintergrund der globalen Krise versucht man die Welt neu aufzuteilen und profitable Positionen vor dem Eintritt in eine neue geopolitische Realität zu erringen. Auf dem Weltmarkt ist ein neues Produkt erschienen – eine Revolution in jedem einzelnen Land.

Organisation CANVAS, ein Elitelieferant von Revolutionen, arrangiert alles von der besten Seite. Ihre Revolution sieht recht überzeugend aus, und ihre vielseitige Technologie funktioniert überall. CANVAS ist Meister ihres Fachs und handelt völlig offiziell. Irgendwann einmal wurde sie durch die Regierung der Vereinigten Staaten finanziert, aber inzwischen kommt das Geld durch Sponsoren, die mit Amerika nur indirekt zu tun haben.

S. Popovich, einer der Führer der Organisation, gibt offen zu, dass seine „Firma“ fünf erfolgreiche Revolutionen durchgeführt hat, bereits vor dem Beginn des „arabischen Frühlings“. Zu den erforderlichen Attributen zählen laut Popovich die Solidarität der Gruppenmitglieder, das physische Gefühl einer unterstützenden Schulter, die gleiche Kleidung, vereinter Gesang, Schlagzeug, Taktvorgabe, Trillerpfeifen, Musik und gute Stimmung. Folglich fühlen die Menschen, dass sie nicht zur Revolution gekommen sind, sondern zur „Parade der Liebe.“

Dieses Produkt (die Revolution) kann ganze Regionen ins Chaos stürzen. Wenn sich später ihre Schwäche zeigen wird, dann wird man über sie die Macht ergreifen, und versuchen, wirtschaftliche, politische und auch militärische Hebel zu aktivieren.

Vor dem Hintergrund der globalen Krise versucht man die Welt neu aufzuteilen und die profitable Positionen vor dem Eintritt einer neue geopolitische Realität zu ergreifen.

Mein Kommentar: Nur das Verständnis für die Notwendigkeit der Verbindung (für die gegenseitige Bürgschaft) über alle Kontroversen hinweg wird zum positiven Ergebnis führen – ansonsten erwartet uns eine große Tragödie. Im Gegensatz zu allen anderen Ländern, hat Israel das Gegenmittel, die Verbindung! Im Falle unserer Verbindung entsteht ausgerechnet im Volk Israels eine höhere Kraft, so dass diesem Volk nichts mehr schaden kann. Ja, die Menschen haben keine andere Wahl. Entweder die Gefahr des Untergangs, oder die vollständige Befreiung, andere Alternative gibt es nicht.

Proteste als Mittel zur Manipulation der Welt

Meinung: (H. Misgav, PhD, College of Law, Netanya): Die Massen folgen den Anarchisten, die die Verhaftung von Terroristen verhindern, und den Sängern, die dreifache Ticketpreise für ihre Konzerte verlangen. Die Absichten lassen sich klar erkennen – die gewählte Regierung soll geschützt werden.

Dies ist kein echter Protest, da er von Demagogie und Hass geprägt ist. Dieser Protest ist nicht gut aufgrund der Art, wie er zustande kam, und wegen des ultimativen Ziels, das sich dahinter versteckt. Die Organisationen, die hinter den harmlosen Namen stehen, und Geldquellen, die nie transparent waren, finanzieren diesen Protest.

Das Wesen der Massenproteste liegt in der Verbreitung des unbegründeten Hasses, wobei das Ziel die Zerstörung der bestehenden Ordnung und die Erschaffung einer anarchistischen Welt ist, welche auf den ersten Blick eher radikal und liberal zu sein scheint.

Mein Kommentar: Früher, während der Konfrontation zwischen Amerika und der Sowjetunion, war Israel für Amerika notwendig und hat natürlich davon profitiert. Doch später, mit dem Ende der Konfrontation, hat sich diese Notwendigkeit erübrigt. Israel ist überflüssig und zum Stolperstein bei der Gründung eines Bundes zwischen den USA und der gesamten arabischen Welt, angeführt von Saudi-Arabien, geworden. Nach dem neuen Plan der Vereinigten Staaten müssen die Beziehungen mit dem radikalen Islam gepflegt werden – auf diese Weise können sie weiterhin ihre Interessen im globalen politischen Spiel wahren.

Die Naturgesetze werden jedoch nicht von Politikern festgelegt, und dadurch, dass Amerika seine Hilfe für Israel einstellt, fügt es sich selbst als Großmacht Schaden zu, denn es widersetzt sich den Gesetzen der menschlichen Entwicklung in Richtung hin zu einer einheitlichen, integralen Gemeinschaft.

Um die Zeit nicht zu vergeuden…

Frage: Sie haben gesagt, dass das einzige Mittel, welches den Menschen die richtige Absicht aufrechterhalten lässt, der Einfluss der Umgebung ist. Also ist die einzige Möglichkeit für den Menschen, voranzukommen, eine solche Umgebung wie auf dem Kongress in der Wüste zu erschaffen, die ihn ständig dazu motivieren soll, in der richtigen Absicht und in der Eigenschaft des Gebens zu sein?

Meine Antwort: Nur das! Ohne den Einfluss der Umgebung verliert sich der Mensch. Es gibt viele Menschen, die zu Hause sitzen, Fernsehserien kucken, Krimis und Romane lesen, einfach die Zeit vergeuden. Die Zeit vergeht… Und sie spüren, dass sie nicht das Geringste tun können. Man lässt sie spüren, dass ihre Zeit mit leeren Sachen gefüllt ist und sie nichts dagegen tun können.

Ich bekomme oft solche Beschwerden zu hören: „Ich mache nichts! Wie kann ich aus diesem Zustand ausbrechen?!“ Der Mensch verspricht sich, sich ab morgen zusammenzureißen, – und morgen passiert das Gleiche. Ein weiterer Tag vergeht und noch einer… Man kann die Zeit nicht zurückdrehen.

Was tun? Man kann nichts dagegen tun. Auf diese Weise lässt man den Menschen von oben begreifen, dass er ohne den Einfluss der Umgebung keine Kraft hat, sich von der Stelle zu rühren. Er muss sich in die richtige Umgebung einordnen – einfach wie ein „Dummerchen“, wie ein Kleinkind in die Mitte von Erwachsenen. Ordne dich ein – und du wirst Kraft von ihnen erhalten!

Wie Rabbi Jossi ben Kisma sagte: „Was soll ich ohne meine Schüler tun?!..“ Sollte er etwa Wissen von ihnen bekommen? – Nein. Ihr gemeinsames Verlangen nach dem Ziel. Hat er etwa kein Verlangen?! – Sein Verlangen ist milliardenfach größer als ihres! Stimmt. Doch er wird nicht das „milliardenfache Verlangen + 1″ bekommen, wenn er sich nicht in sie einbetten lässt. Ohne sie wird er keine einzige Stufe höher steigen können. Wenn er alleine, ohne Schüler bleibt, wird er ab morgen damit anfangen, Nachrichten statt des Sohar zu lesen…

Auszug aus dem Sohar-Unterricht, 17.11.2011

Wir schmieden den Kern der weltweiten Einheit

Frage: Wie können wir uns auf den Kongress in der Arava vorbereiten, um dort mit der richtigen Forderung anzukommen?

Meine Antwort: Wir wissen, dass die Korrektur der Welt schrittweise verläuft. Die Männer – diejenigen, die das wahre Verlangen nach Vereinigung verspüren und begreifen, dass die Bürgschaft nur in der Einheit zwischen uns möglich ist – müssen als erste die Korrektur vollziehen. Die Frauen schließen sich in einer weniger aktiven Form an.

Aus diesem Grund fahren wir an einen Ort, an dem wir nicht von fremden Gedanken und Verlangen gestört werden. Dort versuchen wir eine Attacke, die auf die Vereinigung gerichtet ist, zu starten. Ich möchte empfehlen, dass in allen unseren Zentren sich nur die Männer versammeln. Denn wenn die Männer auf der ganzen Welt jetzt versuchen, sich zu verbinden, wird das eine Vorbereitung auf den Kongress im Dezember.

Und später werden wir noch einen Vorbereitungsschritt machen – und werden bis Dezember mehr Kräfte sammeln, um jene Männer, die sich heute noch nicht mit uns an der spirituellen Arbeit beteiligen können, sowie Frauen aufnehmen zu können.

Im Moment bereiten wir den Kern vor, und im Dezember werden wir die äußeren Kreise vereinen. Denn das Ziel des Kongresses im Dezember ist es, den Teil der Menschheit, der mit uns zusammen daran teilnimmt, zur inneren Kraft werden zu lassen, die alle anderen zur Einheit und Bürgschaft erweckt.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“, 15.11.2011

Optische Täuschung

Frage: Wenn es keine einzelnen Seelen gibt, wovon spricht dann der Sohar, wenn die Korrektur der einzelnen Seele erwähnt wird?

Meine Antwort: Das ganze Buch Sohar spricht unsere Verbindung zu der einen Seele an, denn außer dieser Seele gibt es nichts. Es gibt den vollkommenen Zustand – eine Seele, und es gibt den unvollkommenen Zustand, wenn diese Seele in viele Teile zerbrochen ist .Wir sollen uns wieder an den vollkommenen Zustand annähern.

Eigentlich existiert dieser Zerbruch nur innerhalb unserer Empfindung. In dem Moment, in dem wir begreifen was unkorrigiert bedeutet, wird uns offenbart, dass alles vollkommen ist. Ich soll nur meine Wahrnehmung, meine Empfindung korrigieren. Deshalb heißt es „die Wissenschaft der Kabbala“ („Kabbala“ – in der Übersetzung „das Empfangen“) – die Wissenschaft darüber, wie ich empfange, wie ich die Wirklichkeit wahrnehme. Das ist alles! Die Realität ist vollkommen, das Zerbrechen des spirituellen Gefäßes existiert nur in der Wahrnehmung der Menschen, die diese Realität innerhalb ihrer Selbstsucht begreifen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 14.11.2011