Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Kabbala'

Wird die Elite uns helfen ?

Frage: Was sind die Vorteile der Erziehung der Massen, wenn die Elite auch weiterhin den Löwenanteil ergreifen wird?

Meine Antwort: Was meinst du mit dem Löwenanteil? Glaubst du, dass die Elite uns nicht bei der Bereitstellung von grundlegenden Bedürfnissen helfen wird? Ich denke nicht so. Die Regierung und die Magnaten bleiben nicht abseits, sie werden eine helfende Hand ausstrecken. In der Tat haben weder sie noch die Massen eine andere Wahl. Wenn wir uns zu einer gemeinsamen Heilung bewegen, dann kann dabei jede Schicht des Volkes mitmachen.

Zum Beispiel werden alle, außer den Ärmsten, die 10% ihres Gehalts für die sozialen Belange einbezahlen. Was wird sie dazu zwingen? Die Bedrohung durch die soziale Revolte und den Zusammenbruch des Landes. Der Staat wird auch ein Zehntel der Kosten aus seinem „Fettpolster“ übernehmen, sowohl etatmäßig als auch informell.

Es ist nur notwendig zu verstehen, wohin das führt. Die Arbeitslosigkeit wird steigen, die Kluft zwischen Arm und Reich wird größer. Die Menschen und die Regierung werden verwirrt sein. Dieses Szenarium erwartet uns, wenn wir nicht mit der globalen Erziehung fortfahren werden. Das Gleiche wird in Europa und Amerika geschehen. Alle werden auf diese Methode zurückgreifen. Und wir in Israel sollten ein Beispiel für die ganze Welt sein.

Und vor allem ist es wünschenswert, so schnell wie möglich den Leuten zu demonstrieren, dass „eine gerechte Verteilung“ nicht isoliert von der globalen Bildung erfolgen kann, da sie keine Lösungen anbieten wird. Ohne radikale Veränderungen in der Gesellschaft werden wir keine Lösungen der heutigen Probleme finden.

Auszug aus dem Unterricht nach der Zeitung „Das Volk“

Die materielle Welt als Garant der Unabhängigkeit

Frage: Wozu sind unsere Verlangen auf dem tierischen Niveau nötig, wenn wir sie nicht korrigieren? Welchen Nutzen hat man von ihnen?

Meine Antwort: Diese Wünsche ermöglichen unsere Existenz außerhalb der spirituellen Welt. Sie gewähren uns die Möglichkeit des unabhängigen Aufstiegs. Andernfalls hätten wir keine Freiheit in unseren Handlungen. Aber mit ihrer Hilfe können wir leben, ohne auf den spirituellen Gefallen angewiesen zu sein. Jedesmal entscheiden wir, ob wir uns mit der Gruppe verbinden möchten. Manchmal wollen wir alles hinter uns lassen, um einfach wegzugehen – und wir haben tatsächlich eine solche Möglichkeit.

Wenn ich in einem Körper lebe, dann habe ich zwei Möglichkeiten: ich kann nach Spiritualität streben oder eben nicht. Diese Unabhängigkeit ermöglicht mir, eigenständig und aus eigener Kraft die Eigenschaft des Gebens zu erreichen – meinem natürlichen, primären Wunsch zum Trotz. Der Schöpfer hat in mir diesen bösen Anfang geschaffen, damit ich durch seine Überwindung zum freien Menschen werden kann. Ich bestimme nur, ob ich diese freie Wahl realisieren will, oder eben nicht.

Andersfalls würde ich in der Spiritualität auf dem tierischen Niveau leben. Ich wäre dann ein „Engel“, der instinktiv alle mag.

Auszug aus der Lektion nach dem Artikel „Die Bürgschaft“, 23.11.2011

Die Verantwortung für die Welt tragen

Im kommenden Zeitraum kann es uns in Israel noch schlimmer ergehen als dem Rest der Welt. Eine positive Option ist möglich, wenn wir die aktuellen Trends zum Guten wenden, ansonsten werden sie uns sehr negativ beeinflussen. Schließlich heißt es, dass am Ende der Tage die ganze Welt sich wegen der Lösung an uns wendet. Mit dem ganzen Elend kommen die Menschen zu uns und werden so lange Druck ausüben, bis wir ihnen die Methode der Korrektur zeigen.

Gerade die Industriestaaten, welche die Krise noch intensiver spüren, werden in naher Zukunft uns verstärkt hassen – noch stärker als unsere Nachbarn. Gerade mit dem „progressiven Teil der Welt“ werden wir nicht zurechtkommen, diese werden uns einfach alle Versorgungskanäle kappen.

Und das ist natürlich. Nach dem Erreichen eines gewissen Grad des Leidens wird die Welt feststellen, dass die Quelle der Leiden die Juden sind. Das wird passieren, wenn wir es nicht schaffen, die Methode der Korrektur an die Menschen zu verbreiten, d.h. eine Antwort auf die Probleme der Menschen zu geben. Wir sollten diese Methode einfach verstreuen, auf die Welt ausschütten.

Wir sind verpflichtet, uns innerlich mit dem Volk Israels und mit allen Menschen in der Welt zu vereinen, welche in die Kategorie „Israel“ fallen. Dadurch entsteht eine Kraft, mit deren Hilfe wir in der Lage sein werden, an die Menschen das Licht, das zur Quelle zurückführt, weiterzugeben.

Ein gewisser Druck von Außen wird benötigt, sonst können wir uns nicht offenherzig dem Unheil der Welt aufschließen. Wir müssen einfach in die Menschen eindringen, ihre Verlangen aufspüren, die Methode verbreiten und den Menschen die Korrektur nahebringen. Dieser Prozess heißt „Der Genuss durch den Trost der Gesellschaft“.
Es ist unmöglich, ohne den Druck von den beiden Seiten auszukommen: sowohl von oben, als auch von unten. Denn Israel ist wie ein Schaffner im Zug, es funktioniert wie ein Adapter. Ansonsten können wir unsere Mission nicht erfüllen, das Licht an die ganze Welt weiterzugeben.

Wir stehen vor einem kritischen Punkt, vor einem Wendepunkt. Wir müssen endlich verstehen, was unsere Aufgabe ist, um diese dann ausführen zu können. Egal, wie sehr wir uns davor drücken, es wird sowieso unvermeidbar sein.

Die westliche Welt befindet sich am Rande von schweren Prüfungen. Eine große Anzahl von Menschen wird ohne Arbeit bleiben, und kein Geld wird für ihre Unterstützung ausreichen. Die Bankrotterklärungen werden einen globalen Maßstab erreichen. Unter diesen Umständen müssen wir eine Erklärung dessen liefern, was in der Welt geschieht, und zeigen, wie man aus der Not schnell und einfach herauskommen kann, damit die Menschen nicht verhungern, um die Revolution und das unvermeidliche Blutvergießen zu verhindern. Schließlich geht es nicht um „den sozialen Protest“ in der friedlichen israelischen Redaktion, sondern um dramatische Umwälzungen.

Ich hoffe sehr, dass wir dies verstehen werden, und die Kräfte sammeln, um den Kongress erfolgreich zu organisieren. Dann können wir erreichen, dass die Welt endlich auf uns hört.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Frieden“, 2011.11.11

Europas Zerfall hat begonnen

Meinung: (B. di Mauro, Wirtschaftsberaterin von Bundeskanzlerin A. Merkel, Süddeutsche Zeitung): Die Politiker versuchen unter Einsatz aller Kräfte die Kontrolle über der Krise zurückzugewinnen. Das Problem kann auf die ganze Welt ausstrahlen. Unser Ziel ist es, dass alle Länder der Euro-Zone in etwa zwei Dekaden bei einem Schuldenstand von 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sein sollen.

Und was den Zerfall der EU angeht: Der ist doch längst da. Zehn Jahre herrschte die Illusion, eine gemeinsame Währung sei auch ein gemeinsamer Raum. Nun tritt überall die nationale Sicht in den Vordergrund und die letzte Dekade ist wie ausgelöscht…

Die Freude auf der festen Grundlage

Frage (aus der italienischen Gruppe): Wir wollen den Freunden die Freude vermitteln. Fühlen Sie die Freude auch?

Meine Antwort: Ich fühle nicht bloß Freude. Denn Freude kann leichtsinnig oder sorglos sein.

Ich fühle eine andere Freude, die auf Tatsachen, auf fester Materie, auf einer starken Gruppe, auf dem jetzigem Zustand der Welt basiert. Meine Freude ist die Freude eines Menschen, der auf einer sehr festen Grundlage steht. Er weiß, dass seine Freude schöpferisch ist und für die Menschheit einen neuen Weg offenbart. Natürlich macht alles die Höhere Kraft, aber wir sind auch in diesen Prozess involviert, wir nehmen daran teil – und deshalb empfinde ich große Freude.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“, 21.11.2011

Die Hilfe der zweiten Kraft

Alles wird nur mit Hilfe der Kraft des Gebets erreicht. Wenn ich „das Verlangen zu genießen“ bin, dann kann ich mich nicht verändern, da es mir an der zweiten Kraft, am Verlangen zu Geben mangelt. Somit ist die Existenz dieser zwei Kräfte notwendig, damit ich kämpfen kann, Entscheidungen treffen kann, und sie dadurch miteinander vergleichen kann.

Die erste Kraft ist eine egoistische Kraft, sie ist uns von der Geburt an gegeben. Aber wie ist die gebende Kraft zu erreichen, die vom Schöpfer kommt? Darin besteht eben das ganze Problem, und darum bete ich.

Warum benötigen wir diese zweite Kraft? Wenn ich einen Mangel bezüglich der ersten, egoistischen Kraft empfinde, dann beginne ich danach zu suchen, wie er (mein Mangel) aufzufüllen ist. Und diese Suche heißt auch: ein Gebet. Sogar ein Dieb, der sich um den geplanten Diebstahl Sorgen macht, spricht aufgrund seines Verlangens ein Gebet aus. Und darauf gibt es auch eine Antwort, wie es sie für jeden beliebigen Mangel gibt.

Das heißt, das Problem liegt nicht im Wunsch, sondern in der Absicht. Es soll kein Verlangen nach Füllung für meine Selbstsucht sein, das sich auf natürlichem Weg entwickelt und mich zwingt, eigennützig zu handeln. Auf diese instinktive Art entwickelt sich die ganze unbelebte, pflanzliche und tierische Natur.

Jedoch existiert die Stufe des Menschen in der Natur nicht in der Form einer Etappe ihrer natürlichen Entwicklung. „Der Mensch“ nicht im Sinne des materiellen Körpers dieser Welt, der eigentlich die höchste Stufe des tierischen Niveaus darstellt, sondern der spirituelle Mensch, der dem Schöpfer gleich ist, kann sich nur unter der Bedingung entwickeln, dass er außer der einen Kraft – dem Verlangen zu genießen – auch die zweite Kraft, das Verlangen zu Geben, hat. Dank dieser Kraft wird er dem Schöpfer gleich.

Wie kommt diese Kraft zum Menschen, wenn sie nur dem Schöpfer gehört? Ein solcher Übergang ist auf direktem Wege unmöglich, aber der Einfluss, ein Beispiel seitens des Schöpfers (sowohl in verborgener, als auch in offener Form) ist möglich, damit das Verlangen zu genießen im Menschen seine Form, seine Ausdrucksweise ändert. Damit er anstelle des Empfangens, wie es ihm von der Natur aus eigen ist, das Geben anzustreben beginnt.

Das Verlangen zu empfangen, das die menschliche Natur ist, wird sich also ändern. Und es geht nicht darum, dass im Menschen zwei entgegengesetzte Kräfte offenbart werden: das Verlangen zu empfangen (des Geschöpfs) und das Verlangen zu geben (des Schöpfers). Die Kraft des Gebens existiert nur im Schöpfer, und sie kann im Menschen nur unter dem Einfluss des Schöpfers enthüllt werden. Dann wird der Wunsch des Menschen seine Form, seine äußerliche Erscheinung verändern.

Folglich wird er entweder im Geben für das Geben handeln, d.h. er wird sich zurückhalten, um den anderen nicht zu schaden oder sie auszunutzen. Oder er wird für das Geben empfangen, mit der Absicht, das Wohl seinem Nächsten zu bringen.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 21.11.2011

Er realisiert das, was mir nicht gelingt

Kongress in Arava. Lektion 2

Wenn wir beginnen, nach Verbindung zwischen uns zu streben, dann werden wir plötzlich merken, dass wir die Hilfe von oben benötigen, um uns zu vereinigen. Wir werden begreifen, dass diese Handlung nicht in unserer Macht liegt. Wir können uns weder verbinden, noch unsere Handlungen synchronisieren, aber diese Erkenntnis offenbart uns die höhere Kraft, die es für uns machen kann.

Dann enthüllen wir in uns sowohl das Bedürfnis nach Höherem, als auch den Ort, an dem der Schöpfer in uns wirken soll. Es ist immer so in der Spiritualität: ich arbeite und strenge mich an und im Endeffekt entdecke „das Minus“ in mir. Und erst aus diesem Minus kann mir „das Plus“ offenbart werden.

Ich enthülle den Mangel, den Gefäß, den Wunsch und dazu wird mir die Kraft, das Licht offenbart, welches diesen Mangel beseitigen kann. Diese Kraft macht die Arbeit, die ich nicht ausführen kann. Alle meine Bemühungen bleiben erfolglos. Dann komme ich zu der Erkenntnis, dass die Lösung nicht in meiner Macht liegt und gleichzeitig sehe ich – wer das Problem lösen kann!

Deshalb führen alle unsere Handlungen zu einem negativem Ergebnis und rufen in uns nur Enttäuschung, Müdigkeit und Wut hervor. Denn das alles widerspricht der Erfahrung aus unserem ganzen bisherigen Leben. Wir verstehen nicht, wie so was sein kann. Im Egoismus haben wir immer anders gehandelt: wer sich bemüht, der gewinnt, wird erfolgreich, bekommt die Belohnung.

Über die spirituelle Welt wird gesagt: „Er hat sich bemüht – und hat gefunden“. Er hat weder gewonnen, noch verdient oder gestohlen! Das heißt, er hat das Gewünschte nicht aus eigener Kraft erreicht. In unserer Welt ist es so, dass wir die Arbeit anfangen und sie zu Ende bringen. In der Spiritualität ist es anders. Mit allen meinen Handlungen erreiche ich jene Grenze, an der ich völlig erschöpft und verzweifelt bin und nichts mehr will. Und dann, wenn ich meine Anstrengungen nur noch um „einen Millimeter“ fortsetze, wird mir jene Kraft offenbart, die es für mich machen kann!

Diese Kraft verhüllt sich absichtlich, bis ich die volle Verzweiflung empfinde. Wie Baal HaSulam in seinem Brief schreibt: „es gibt keinen glücklicheren Augenblick im Leben des Menschen, als den Moment, in dem er die Grenze seiner Kräfte erreicht hat und sieht, dass es keinen Erfolg gibt“ – doch dann kann er mit dem Gebet hinauf schreien. Er weißt schon genau, an wen er sich wendet, und erst jetzt wird es ihm offenbart werden.

Und der Mensch weiß schon, dass er keine Wahl hat und verpflichtet ist, das Gebet auszusprechen! Und in Wirklichkeit, ist außer diesem Schrei (Gebet) nichts mehr nötig.

Auszug aus der 2. Lektion des Kongresses in Arava, 18.11.2011

Unser Schatz ist die Einheit

Frage: In den Programmen des Bildungsministeriums gibt es eine Menge Gerede über die Werte, welche wir Kindern einimpfen (beibringen) sollten. Wie definieren wir unsererseits diese Werte?

Meine Antwort: Die Werte müssen so beschaffen sein, dass wir auf ihrer Grundlage die Menschen zu einer Einheit bringen können. Die Werte sind die Basis, mit der ein Mensch geboren wurde, das Prinzip der Nächstenliebe.

Zu seiner Zeit versammelte Abraham die Babylonier, die bereit waren, zur Umsetzung dieses Prinzips in die Wüste zu ziehen, sich vom Glanz Babylons loszulösen und sich auf den Weg in das unbekannte Land Kanaan zu machen. Sie waren bereit, es zu tun, um nun ihre Liebe zueinander, das gegenseitige Geben und die Einheit zu verwirklichen. Sie entschieden, ein Volk zu begründen, welches nach diesen Gesetzen leben würde.

Dies sind die so genannten Werte des jüdischen Volkes. Heute sind wir in der gleichen Situation: es wäre besser, wenn wir einfach nicht existiert hätten. Der Druck von Außen und der Hass erlauben uns nicht, den anderen Menschen näher zu kommen. Das ist ein absichtlicher Zustand. Baal HaSulam und Rabash schreiben, dass der Hass um den Menschen herum sein Schutz ist. Dank ihm kann der Mensch sich mit niemandem vereinigen, und ist daher mit seiner eigenen Korrektur beschäftigt, ohne dem fremde Gedanken, Wünsche und Einflüsse beizumischen.

Es ist für uns notwendig, im Volk eine Einheit zu bilden, wobei wir alle anderen Werte, mit denen wir aufgewachsen sind – seien es sozialistische oder kapitalistische Illusionen – hinter uns lassen müssen . Unser Ziel heute ist die gegenseitige Verbindung, die Bürgschaft.

Heute verlangen die Menschen die soziale Gerechtigkeit und die Umverteilung des staatlichen Budgets. Ich bin nicht dagegen, jedoch ist es nicht wichtig, wie viel des Staatsetats verteilt wird. Baal HaSulam schreibt in der Zeitung „Das Volk“: „Wir müssen für uns eine besondere Erziehung durch eine breit angelegte Aufklärungsarbeit organisieren, jedem von uns ein Gefühl der Liebe zum Volk vermitteln, vom Individuum zum Individuum, vom Einzelnen zur Gesellschaft, um für uns wieder die Menschenliebe zu offenbaren, die einst in unserer Umgebung verwurzelt war, als wir in unserem Land lebten, als eines der Völker der Welt. Diese Arbeit ist eine Vorarbeit und die Basis, welche die Höhe und den Erfolg aller weiteren Aktivitäten vorherbestimmt, die wir an dieser Stelle vollziehen wollen “

Im Grunde genommen wird die Verteilung der Mittel nicht helfen. Selbst wenn man Milliarden verteilen würde, würde man sehen, dass die Situation nur noch schlimmer würde. Jegliche Nachträge und Subventionen schaden allen, wenn sie nicht von einer neuen, altruistischen Erziehung begleitet werden.

Auszug aus dem Unterricht nach der Zeitung „Das Volk“, 31.08.2011

Die Höhere Welt – es ist einfach!

Kongress in der Arava. Lektion 1

Es gibt keine Höhere Welt. Höhere Welt bedeutet die Verbindung zwischen uns. Wenn wir diese Verbindung wahrnehmen, nehmen wir die Höhere Welt in ihr wahr. Sie befindet sich nicht irgendwo außerhalb von uns. Die spirituelle Welt existiert an und für sich nicht. Wir erschaffen, bilden sie selbst.

Es existiert ein einfaches höheres Licht, und es existiert ein Punkt, der sich mitten im Licht befindet und in mehrere Teile geteilt ist. Wenn wir diesen Punkt zu einem Ganzen vereinen, wenn wir alle seine Teile verbinden, wird er dem Licht ähnlich und verwandelt sich nach dem Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften in ein großes Gefäß/Kli für das Licht.

Der schwarze Punkt inmitten des Lichts der Unendlichkeit verwandelt sich also in ein riesiges Gefäß, welches das ganze Licht in sich einschließt. Und ohne die Verbindung seiner Teile zu einem Ganzen gibt es kein Gefäß, es gibt nichts außer dem schwarzen Punkt. „Existierendes aus dem Existierenden“ ist das Licht, und „Etwas aus dem Nichts“ ist ein winziges, noch nicht wahrnehmbares Verlangen, welches als Schöpfung noch nicht existiert.

Auszug aus der ersten Lektion des Kongresses in der Arava, 18.11.2011

Unsere außergewöhnliche Generation

Kongress in der Arava. Lektion 1

Aus dem Brief von Baal HaSulam (Nr. 13): „Ihr sollt daran glauben, dass es viele Funken des Gebens in jedem Freund gibt, und wenn sie an einem Ort, im brüderlichen Zusammenhalt, in Liebe und Freundschaft versammelt werden könnten, würde es selbstverständlich für alle ausreichen, eine bedeutende spirituelle Stufe zu erreichen, von nun an und für immer“.

Es wurde nichts außer einer gemeinsamen Seele in der Welt erschaffen. Teile dieser gemeinsamen Seele, Funken, erwachen von Generation zu Generation und erreichen die Korrektur. Alle Generationen, die ihre Korrektur erreicht haben, vereinen sich in der letzten Generation, die mit uns beginnt.

Unsere Generation ist besonders. Sie muss alle vorangegangenen Generationen in sich vereinen – von Adam ha Rishon über Abraham und Rabbi Schimon bis hin zu Ari und Baal HaSulam, die große Korrekturen in der gemeinsamen Seele vollbracht und deren bedeutenden, besonderen, den hellsten Teil für uns vorbereitet haben. Doch darüber hinaus müssen wir alle zukünftigen Gefäße/Verlangen (Kelim), die die Korrektur beenden, an uns anschließen.

Wir vereinen in uns diejenigen, die vor uns waren, unsere Vorväter, und diejenigen, die nach uns kommen, unsere Söhne. Denn wir haben bereits den Zustand erreicht, in dem die Welt beginnt, nach der Korrektur zu verlangen – die Seelen erwachen bereits. Und obwohl die Menschen es noch nicht verstehen – es ist auch nicht nötig -, weil sie alle zu jenem Teil der gemeinsamen Seele gehören, der die Korrektur nicht bewusst, sondern durch die Verbindung mit uns erreicht.

Unsere Pflicht besteht darin, uns zu verbinden, alle jene heiligen Funken des Gebens in uns zu vereinen, die dieses System vor uns korrigiert haben, – und die Korrektur abzuschließen.

Es ist eine außergewöhnliche Zeit, wir spüren, dass es ein besonderer Zustand ist. Und wir sehen, wie der Schöpfer uns hilft – uns die Möglichkeit gibt, uns zu vereinen und uns zu reinigen, um das zu verwirklichen, wonach wir uns so sehnen.

Auszug aus der ersten Lektion des Kongresses in der Arava, 18.11.2011