Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Überprüfung der Richtigkeit der Kabbala


Kommentar: Auf der einen Seite entdeckt ein Mensch, der zuvor andere Methoden ausprobiert hat und dann zur Kabbala gekommen ist, dass es keine andere Methode gibt, um Spiritualität zu erreichen. Auf der anderen Seite sagt Dr. Laitman ziemlich dogmatisch, es gäbe keine andere Methode, die einen Menschen zur Spiritualität führen kann, jedoch sagt er auch, das jeder Mensch alles für sich selbst prüfen müsse.

Antwort: Du hast recht. Wenn du modernen Wissenschaftlern erzählst, dass du die einzige wahre universelle Weisheit besitzt, werden sie nicht mehr mit dir sprechen. Der Grund dafür ist, dass moderne Wissenschaftler während des letzten Jahrhunderts erkennen mussten, dass nichts absolut ist. Die menschlichen Instrumente zur Erlangung der Erkenntnis sind begrenzt und erfassen nicht das komplette Bild der Schöpfung, sondern nur winzige Stücke und deswegen sind jegliche Schlussfolgerungen unmöglich. Kabbala enthüllt das Universum genauso in Stücken, aber als ein Hologramm, bei dem jedes Stück in sich das gesamte Universum enthält, auf einer kleineren Skala, in den gleichen 10 Sefirot, entsprechend dem Prinzip “Das Einzelne ist gleich dem Ganzen.”

Der Prozess der Evaluierung von Lehrmeinungen, Methoden, Philosophien und Religionen – sie durch einen Forscher, welcher subjektiv ist und genauso persönliche Transformationen erlebt, filtern und vergleichen zu lassen – ist endlos.

Oder vergiss alle anderen Lehrmeinungen, Mystiken, Philosophien und Religionen dieser Welt und beginne ein analytisches Studium der Kabbala, als ein Wissenschaftler/Forscher und als ein Kabbalist, z. B. um die höhere Welt genauso zu begreifen, wie du unserer Welt begreifst. Dann kannst du für dich selbst prüfen, ob du dieselben Stufen durchlaufen hast, wie sie in den kabbalistischen Büchern beschrieben werden, in genau derselben Reihenfolge. Sicher könnten diese Stufen unangenehm sein – Zeiten der Frustration, Gleichgültigkeit. Finde den Roboter, den Egoisten und das Tier in dir selbst und lass aus ihnen ein menschliches Wesen entstehen!

Die Reihenfolge der Entwicklung dieses menschlichen Wesens in dir ist authentisch und zu allen Zeiten der Geschichte nachprüfbar.

Gleichzeitig wirst du anfangen zu verstehen, wie dein Bewusstsein, deine Erkenntnis und die Wahrnehmung der dich umgebenden Welt ausschließlich von deinen Eigenschaften abhängig ist und sich alles gemäß diesen Eigenschaften verändert. Zusammengefasst wird sich entweder die Welt weiter verschlechtern, da dein Ego wächst, oder wir werden uns selbst ändern und die Welt wird sich zum Guten wenden.

Kabbala Akademie



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Mit allem Respekt

Bei allem Respekt vor der Selbstachtung anderer, wir kümmern uns um unseren eigenen Respekt und nicht viel mehr. Respektlosigkeit gegenüber anderen kann zu Konflikten, Gewalt, politischer Lähmung und sogar zu Kriegen führen. Jemanden in seinem Respekt zu verletzen, bedeutet Verzicht und sogar Entwertung des eigenen Seins. Für viele Menschen kann dies schlimmer als der Tod sein. Es ist ein unerträgliches Gefühl.

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Die „Geschenke“ von Abraham

Abraham war ein sehr berühmter, angesehener Mann im alten Babylon. Seine kabbalistischen Lehren verbreiteten sich daher erfolgreich unter den Babyloniern. Er soll ihnen die ganze Idee der zukünftigen spirituellen Entwicklung vorgestellt haben.

Der große Philosoph, aus dem 11. Jahrhundert- Rambam schrieb, dass Tausende von Menschen Abraham folgten. Tausende! Und er führte sie weg von Babylon in das Land Israel. Diejenigen, die ihm nicht folgten, da sie keine Verlangen spürten, wie der Schöpfer zu werden, beschlossen, sich über den ganzen Globus zu verteilen. Die Primärquellen sagen aus, dass Abraham ihnen sogenannte „Geschenke“ gab.

Die Geschenke hatten die Bedeutung, dass er ihnen alle möglichen anderen Techniken beibrachte. Diese beruhten nicht darauf, den Egoismus zu bewältigen,  ihn in der mittleren Linie zu verbessern, um sich über das Ego zu erheben, um nach vorne zu gehen und von HAGAT zu HABAD aufzusteigen. Im Gegenteil diese Lehren beruhen darauf den Egoismus zu reduzieren, ihn zu schmälern und sich mit dem Geringen und Kleinen zufrieden zu geben. Mit anderen Worten: Abraham gab den Babyloniern die Überreste des Glaubens- die Religionen. So verteilten sie sich über die ganze Erde.

Wir sehen, dass spirituelle Lehren, besonders östliche Lehren und Religionen, darauf aufgebaut sind, dass der Mensch bescheidener ist und sich nicht von anderen abhebt. Sie fördern nicht die Entwicklung von Egoismus oder gar die Entwicklung von Technik.

Sie stehen im Gegensatz zur Kabbala die sagt: Je größer der Egoismus ist, desto besser ist es, denn mit seiner Hilfe können wir uns erheben und uns korrigieren.

Wenn ein Mensch kein Streben nach Korrektur hat, dann ist es besser, seinen Egoismus zu verkleinern, „leiser als Wasser unter dem Gras“ zu sein.

Aus der Fernsehsendung „Die Kraft des Buches Zohar“Nr.6

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Einige Menschenleben sind in unserer egoistischen Welt mehr wert

Covid-19 hat in Brasilien fast 350.000 Todesopfer gefordert, die Impfungen laufen erbärmlich schleppend, und jeden Tag kommen Tausende Opfer hinzu. Die europäischen Länder haben in der Zwischenzeit Zugang zu Impfstoffen, und ihre täglichen Fallzahlen liegen im unteren dreistelligen Bereich. Die Tragödie in Brasilien erhält jedoch kaum oder gar keine mediale Aufmerksamkeit, während der Kampf in Europa, der ohne bürokratische Inkompetenz noch erfolgreicher hätte sein können, im Mittelpunkt steht. Sind brasilianische Leben weniger wert?

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Gibt es Menschen, die den Maсhsom überschritten haben?

Frage: Wie viele Menschen haben im Laufe der Geschichte den Machsom überschritten? Sind es Einzelne, Dutzende oder Tausende?

Antwort: Es sind Millionen von Menschen. Wir müssen verstehen, dass dies alles ein Prozess ist. Seelen sind nicht irgendwelche getrennten Klötze, sondern Wünsche, die sich ständig mischen, verändern und zusammenschließen. Es handelt sich um ein komplexes integrales System.

Frage: Wo gibt es diese Millionen?

Antwort: Sie existieren außerhalb von den Körpern- in den Verlangen. Das Wichtigste ist der Wunsch. Der Körper erscheint uns in einem ebenso begrenzten Rahmen zu bestehen, wie unsere Welt. In Wahrheit gibt es keine materielle Welt, es gibt nur die spirituelle Welt. Wir müssen in die Wahrnehmung der spirituellen Welt eintauchen und uns vergewissern, dass sie es ist, die existiert.

Frage: Wo bleiben die Menschen nach der Überquerung des Machsoms, was machen sie dort?

Antwort: Sie existieren in ihren Eigenschaften. Alles außerhalb der Eigenschaften, alle Arten von unbelebter, pflanzlicher und belebter Materie (menschliche Materie existiert in unserer Welt nicht, sie wird als tierische Materie eingestuft), wird nur in unseren irdischen Empfindungen wahrgenommen. In der Realität gibt es das alles nicht.

Sobald sich die Empfindungen ändern, verschwindet diese Welt.

Aus dem Fernsehprogramm „Spirituelle Zustände“, 06.02.2020

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Wie man Covid-19 beendet

Jedes Land der Welt kämpft für sich mit den Problemen von Covid-19. Deutschland ist auf dem Weg zu einem weiteren Lockdown; Frankreich ist bereits im Lockdown; Indien bricht Rekorde in neuen bestätigten Fällen, und Brasilien bricht Rekorde in Covid-Todesfällen. Es gab eine Zeit, in der wir das Gefühl hatten, dass die Pandemie das Problem aller ist, und dann sagte der Präsidentschaftskandidat Joe Biden „Eine Infektion irgendwo ist eine Infektion überall“. Jetzt kämpft jedes Land für sich gegen den Virus. Der UN-Generaldirektor beklagte sich über die Ungleichbehandlung bei der Verteilung der Impfstoffe;  während in einigen Ländern bereits die Hälfte ihrer Bevölkerung geimpft ist, haben andere nicht eine einzige Dosis eines der Impfstoffe erhalten.

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Nach links, nach rechts, aber immer nach vorne

Wir hatten den Nazismus und wir hatten den Kommunismus, den Sozialismus und den Kapitalismus. Wir haben Demokratie, Monarchien und wir haben Republiken gehabt. Das Leben besteht aus Gegensätzen: links – rechts, Sonne – Mond, heiß – kalt, Hass – Liebe, Freude und Traurigkeit. Ohne das eine gäbe es das andere nicht, ohne beides gäbe es keine Existenz.

Das Leben ist nicht statisch, es entwickelt sich immer weiter, bewegt sich immer vorwärts. Schicht um Schicht entwickelt sich das Leben. Wenn eine neue Schicht erscheint, manifestieren sich ihre beiden Gegensätze, bekämpfen sich eine Zeit lang und erkennen schließlich, dass keiner ohne den anderen existieren kann, also gehen sie eine Verbindung ein. In der Folge wird diese Verbindung zur Grundlage für das Entstehen der nächsten Schicht.

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Ein faszinierender Zustand

Ein Mensch, der die Eigenschaft des Gebens und Liebens empfindet und seine Teilhabe an der ganzen Menschheit als notwendig und wünschenswert ansieht, kommt allmählich an den Punkt, an dem diese Eigenschaft in ihm zu herrschen beginnt. Auf diese Weise kommt er dem Geben immer näher.

Mit dem Wunsch, diese Eigenschaft vollständig zu erlangen, betet er gleichsam darum, dass sie in ihm wirkt. So nähert er sich dem Machsom, der die Grenze zwischen den beiden Welten ist und passiert sie.

Es ist ein faszinierender Zustand, denn wir beginnen zu spüren, dass unsere Welt aus zwei Systemen besteht. Unser System, in dem wir uns heute befinden, ist rein primär, schwach, speziell und so konzipiert, dass wir trotzdem, entgegen unserer Natur in der Eigenschaft des Gebens und der Liebe sein wollen.

Frage: Die Kabbalisten sagen, dass der Sinn der Natur jener ist, die ganze Menschheit über den Machsom zu bringen?

Antwort: Ja. Auf jeden Fall jeden und alles.

Es ist eine Tatsache, dass unsere Welt, wie sie uns zu existieren scheint, in Wirklichkeit illusorisch ist. Sie ist eigens so geschaffen, dass wir aus ihr herauswollen, in die nächste Welt, den nächsten Zustand, damit wir die Eigenschaft des Gebens als notwendig und wünschenswert wählen würden.

Aus der Fernsehsendung „ Spirituelle Zustände“, 06.02.2020

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Holocaust-Gedenken – Blick in die Zukunft

Der Holocaust hat mich von klein auf stark geprägt. Ich wurde in Weißrussland geboren, an dem selben Ort, an dem die Nazis schreckliche Gräueltaten an den Juden verübt haben. Und gerade in Witebsk, der Stadt meiner Kindheit, gab es ein Ghetto und ein Vernichtungslager, in dem viele meiner Verwandten umgebracht wurden. Diese Geschehnisse blieben in meiner Familie immer präsent – ich hörte von ihnen, als ich klein war. Ich wurde von jenen auf- und erzogen, die gerettet worden waren und die die Geschichten der Umgekommenen erzählen konnten. So hat die Shoah in mir eine unvergängliche Prägung hinterlassen, da sie ein integraler Bestandteil meiner Erziehung war.

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Der Exodus aus Ägypten und der Ausstieg aus der Pandemie

In der Pessach-Nacht sitzt man traditionell mit seinen Lieben an einer festlichen Tafel, um über die Freiheit und die Leiden der Sklaverei und Plagen und den Wunsch nach Befreiung zu lesen.

Im zweiten Jahr in Folge der Pandemie werden in den USA und in den meisten Gemeinschaften auf der ganzen Welt viele feiern, da die Pandemie noch nicht hinter uns liegt. Wenn wir uns also fragen: „Ma nishtana?“ (Was hat sich geändert?) was diese Nacht von allen anderen unterscheidet, müssen wir vielleicht hinterfragen, warum wir immer noch schmerzhafte Situationen ertragen und wie wir ein für alle Mal davon befreit werden können.

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