Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Fürchte dich vor der Strafrunde

Frage: Wie kann ich mich darauf vorbereiten, ohne Kraft, sprich ohne Treibstoff, zu arbeiten?

Meine Antwort: Die Wichtigkeit des Ziels wird uns von Oben gegeben, ebenso bekommen wir die Unterstützung von Oben. Es gibt keine Helden, die sich mit den Zähnen daran festbeißen. Jeder lebt nur dank der höheren Gnade. Sobald wir eine mäßige Verhärtung des Herzens erhalten, fangen wir gleich an zu weinen.  So geschieht es ohne Ausnahme mit allen, nicht weil du schwächer bist als andere!

Jedoch sollte man verstehen, dass man unter den Begriff „ Anstrengung“ nicht die physische Arbeit meint. Wenn du dich anstrengst und irgendetwas dank deiner körperlichen Kraft machst, so ist es eine Lüge. Denn für eine wahre Anstrengung, die übermenschlich ist, kannst du keine Kraft haben.

Wenn du in der Lage bist Kräfte anzuwenden um etwas zu tun, zählt es nicht als „Anstrengung“.

Eine Anstrengung ist ein Versuch, sich mit dem Lehrer, der Gruppe und Bücher zu verbinden, sich von deren Wichtigkeit des Ziels, des Schöpfers, der Wichtigkeit des Handelns beeindrucken zu lassen, sowie mit deren Treibstoff zu arbeiten. Du selbst besitzt keine Energie um solche Anstrengungen zu unternehmen. Falls du es aber über diese Energie erhältst, dann wirst du über eine solche Kraft auch verfügen.

Das heißt: eine  Anstrengung, ist nicht  eine bloße Arbeit. Eine Anstrengung besteht darin, dass du dich dem Lehrer, der Gruppe und den Büchern hinziehst, mit deren Hilfe erweckst und von ihnen den Treibstoff für die Arbeit bekommst. Nur das zählt als Anstrengung, nichts anderes. Wenn du noch vor deiner Wendung an die Gruppe, Energie hattest, so ist es der schlichte Egoismus und keine Anstrengung.

Wenn du auch danach über diese Kraft verfügst, bedeutet es dass du diese von Oben erhalten hast und somit ist es auch keine Anstrengung. Die Anstrengung liegt nur darin, dass du alles so organisierst, um durch die Gruppe begeistert zu werden.

Es ist nötig, die ganze Zeit, diese Drei Mittel: Lehrer, Gruppe und die Bücher als einen Adapter zu betrachten, der dich mit dem Schöpfer verbindet. Diese Lebensenergie kriegst du sonst nirgendwo anders, das ist deine Infusion, dein  Sauerstoffschlauch. Wenn du dich diesem nicht anschließt, wirst du sterben. Wenn dir die Freunde ständig helfen, wirst du es nie vergessen. Das nennt sich “die Bürgschaft”, ohne welcher nichts klappen kann!

Und wenn du die dir gegebene Chance nicht genutzt hast, dann wirst du eben eine weitere bekommen, jedoch ist es unklar, wann dies der Fall sein wird: vielleicht in zehn Jahren, vielleicht  im nächsten Leben. Jeder Moment ist vom Vorherigen abgeschnitten und keiner weiß, wann sich diese Chance wiederholen wird. Der jetzige Augenblick vergeht und womöglich weckst du ihn erst  nach einer Vielzahl von Reinkarnationen wieder auf.

Genauso kann es jeden von uns gehen. Womöglich bekommst du  in 200 Jahren, gemäß dem Entwicklungsprogramm, endlich eine neue Erweckung. Der Freund hat irgendwo geschlampt, war faul und du hast über ihn nicht das erhalten, was du erhalten solltest und bist in die nächste Runde gegangen.

Frage: Daraus ergibt sich, dass ich im vornherein bereits verurteilt bin und von mir nichts abhängig ist?!

Meine Antwort: Alles hängt nur von dir ab – du brauchst nur die Freunde zu erwecken. Von Oben schenkt man uns täglich die Tora. Wenn Ihr die Bedingungen von unten schafft, bitte schön, empfangt sie. [122533]

Auszug aus dem Unterricht, nach einem Artikel aus dem Buch „Shamati“ vom 08/12/13

Automatische Speicherung ist vorbestimmt

Frage: Wenn der Mensch die Gruppe verlassen hat, wird sein gesammeltes „Gepäck“ dennoch erhalten bleiben, oder muss er nach seiner Rückkehr neu beginnen?

Antwort: Man muss nicht neu beginnen. Er hat schon eine bittere Erfahrung, die ihm helfen wird, sich schnell und mit den neuen Kräften an die Freunde anzuschließen.

Es ist jedoch besser, diese Erfahrung nicht zu machen. Dafür spricht die grundlegende Regel: „Was auch immer geschehen mag, nur nicht der Abgang aus der Gruppe“. Wir richten uns immer nur vorwärts mit den Freunden aus. Die Trennung ist eine Loslösung, Abschaltung vom Schöpfer, die man keinesfalls zulassen darf. Das ist gegen den spirituellen Prozess, in welchem ich meine Zustände nicht begreife, aber mich dennoch vorwärts ausrichte.

Lass die Hindernisse seitens des Schöpfers auf Schritt und Tritt, zu – denn es ist eben Seine Sache. Ich danke Ihm sowohl für das Böse, als auch für das Gute, und bin keinesfalls bereit, vom Weg abzutreten. [122739]

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Wissenschaft der Kabbala und ihr Wesen“, 10/12/13

Eine Warteschlange, um auf die Stufe “Mensch” zu steigen

Es steht geschrieben: „Tausende beginnen mit dem Studium, aber nur einer gelangt zum Licht“. Warum ist es bloß nur einer, der dem Licht würdig ist? Obwohl dieses Verhältnis auch in der Vergangenheit existierte, hat sich gegenwärtig aber alles geändert. Und doch sehen wir, dass es den Menschen an Geduld fehlt. Sie können sich damit nicht einverstanden geben, dass ihnen ihr Leben ausschließlich dazu gegeben ist, um zum Licht zu kommen und in eine höhere Dimension einzudringen. Ansonsten gibt es nichts, wofür es sich lohnt, auf dieser Erde zu leben.

Wir stehen alle in einer Warteschlange, um auf die Stufe „Mensch“, zu einer spirituellen Stufe, aufzusteigen. Jedoch sind wir damit nicht einverstanden, denken, dass es im Leben andere, wichtigere Beschäftigungen als dieses gibt, und verlassen deshalb diesen Weg.

Alles hängt von der Wichtigkeit des Ziels ab, welches an der Zahl der „Fälle“ gemessen wird, das heißt am „Austreten“ und „Eintreten“ worüber geschrieben wird: „ Aus Zion zieht die Tora aus – mi Zion tizeh Tora“ („Eziah“ auf Hebräisch- „Ausgang“). Denn ausgerechnet wenn der Mensch aus dem Spirituellen „auszieht“, wird das Verlangen nach ihm bei ihm erweckt.

Durch das Verlangen,  das sich in diesen „Aus-“ und Eingängen“ entwickelt (besonders während der Ausgänge), zieht er das Licht, das zur Quelle zurückführt, an. Allmählich beginnt sein Herz die Veränderungen anzunehmen, stimmt diesen zu.

Die Anstrengungen werden angesammelt, einem Konto hinzugefügt, bis sie letztlich zu einem großen Kapital anwachsen, das heißt die Bezahlung für die erste Korrektur, die der Menschen braucht.

Auf allen anderen Stufen geschieht es genauso, bloß hat dort der Mensch bereits Erfahrung gesammelt und weiß, wie er zu handeln hat. Wie er sich durch den „Glauben über dem Verstand“ zu überwinden, auf welche Weise er zu arbeiten hat. Er glaubt den Empfehlungen der Weisen, verstehend, dass Vorankommen nur durch gegenseitige Bürgschaft, Einheit und Verbindung möglich ist. So fokussiert er jedes Mal korrekter seine Anstrengungen und ist in der Lage, schneller die erforderliche Summe  auf seinem spirituellen Konto zu erzielen.

Es steht geschrieben, dass „ alle Tore sind verschlossen, außer das Tor der Tränen“

„Tränen“(Hebräisch-Dmaot)  weisen  auf die erforderliche „Zahlung“(Damim) hin, das heißt Anstrengungen sowie Leid, eines riesigen Verlangens, auf welches das Licht schon wirken kann, um es zu korrigieren: Ihm die Absicht des puren Gebens zu geben, welches der Mensch alleine nicht erlangen kann. Dabei hilft nur das Beispiel der Freunde. [121607]

Auszug aus der Vorbereitung zum Unterricht, 27/11/13

Einer für alle und alle für einen

Frage: Was bedeutet „Beschränkung“ (Zimzum) in der Gruppe?

Antwort: Solange wir das Wort „Verlangen“ nicht  automatisch in Form des gemeinsamen Verlangens wahrnehmen, wird uns nichts helfen. Wenn über Gefäß gesprochen wird, sollten wir sofort verstehen, was „zusammen“ bedeutet. Wenn wir Licht erwähnen, meinen wir den Genuss, der in uns offenbart wird, wenn wir uns verbinden.

Das soll instinktiv passieren. Dieser Instinkt muss sich im Herz einprägen, damit uns klar wird, dass es anders nicht sein kann. So, als ob ich  das Wort „sauer“ höre und augenblicklich die Säure im Mund verspüre.

Sein Ego “einzuschränken bedeutet, dass wir  uns in allen Situationen mit der Größe des Schöpfers, der Kraft des Gebens, gemeinsam über die Kraft des Empfangens  erheben. Das heißt, die erste Bedingung lautet: was auch immer geschieht, verpflichten wir uns vor allem zur Verbindung, wie ein Mensch mit einem Herzen.

Zweitens sollen wir an der Kraft der gegenseitigen Bürgschaft festhalten, um ständig die Absicht „jeder für alle und alle für jeden“ zu bilden. Dies bedeutet, dass wir einen gemeinsamen Wunsch erreicht haben.

Wir stehen also am Fuße des Berg Sinai, umarmen diesen Berg des Hasses, und sind in einem Herz durch die gegenseitige Bürgschaft verbunden. Das heißt, wir haben diese beiden Bedingungen eingehalten.

Darüberhinaus benötigen wir auf dem Gipfel des Berges noch Mosche  und Tora. Das bedeutet, dass wir dort oben die Vereinigung mit dem Schöpfer erreicht haben. Mosche ist unsere gemeinsame Kraft, die sich über uns befindet. Die dritte Bedingung ist die Größe des Schöpfers, das spirituelle Ziel. [122371]

Auszug aus dem Unterricht nach „TES“, 05/12/13

Мenora als Symbol einer großartigen Idee

Du sollst auch einen Leuchter aus feinem Golde machen, Fuß und Schaft in getriebener Arbeit, mit Kelchen, Knäufen und Blumen. Und du sollst sieben Lampen machen und sie oben anbringen, so dass sie nach vorn leuchten. [Tora, „Exodus“, „Truma“, 25:31, 25:37]

Menora (ein siebenarmiger Leuchter) ist eine Personifikation der guten korrigierten Selbstsucht (Gold).

Es ist sehr schwer Menora, (Selbstsucht zu korrigieren, damit sie wie das Licht leuchtet), einschließlich den Kelchen, Knäufen und Blumen, aus einem ganzen Metallstück zu schmieden. Jedes Detail oder die egoistische Eigenschaft des Menschen, soll einen bestimmten Umfang und eine bestimmte Form haben, damit alle Details der Menora die Ähnlichkeit des Schöpfers in sieben Teilen hat: Chesed, Gwura, Tiferet, Nezach, Chod, Jessod, Malchut,

Wenn sich Malchut diese sieben Eigenschaften aneignet, dann wird sie dem Schöpfer vollständig ähnlich, da sie aus ihrem egoistischen Material – aus dem goldenen Metall – die Eigenschaft des Gebens offenbart, zum brennenden Leuchtmittel des Schöpfers wird, sich in Licht verwandelt.

Die Lampe stellt die Selbstsucht dar, die eine solche Ähnlichkeit mit dem Schöpfer erlangt, dass sie selbst Licht ausstrahlt, obwohl sie aus ihrer Natur heraus, keine Quelle des Lichts ist. Es gibt außerdem noch Öl und Dochte, aber die Ähnlichkeit wird in dem Behälter für Öl und Licht „geboren“, das aus ihm stammt.

Das Symbol der Menora  stellt deshalb eine großartige Idee dar, da sich die niedrigste Selbstsucht (Gold) in die höchste Eigenschaft des Gebens verwandelt.

Sieben Kerzen der Lampe bilden die einheitliche Eigenschaft des Gebens „Seir Anpin“ – den Prototyp des Schöpfers. Dieser Prototyp heißt Adam (dem Schöpfer ähnlich). Wenn Malchut ihre Selbstsucht in sieben Stadien der Eigenschaft des Gebens umwandelt und sich durch diese Handlung mit dem Schöpfer vollständig verbindet, dann erreicht sie die vollständige Korrektur.

Im Prinzip, wird in der Tora nur darüber gesprochen. Es wird gesagt, welche Verlangen in welcher Reihenfolge zur Ähnlichkeit mit dem Schöpfer führen soll. Darin besteht das ganze Programm, die Instruktion der spirituellen Arbeit, die in der Tora gegeben ist (Tora – vom Wort „оrah“, dass in der Übersetzung „die Instruktion“ bedeutet).  [121351]

Aus dem TV-Programm „Geheimnisse des ewigen Buches“, 12/08/13

Ein Geschenk für den Lehrer

Frage: Wie können wir endlich das realisieren, was Sie uns sagen?

Antwort: Man muss das realisieren, was uns Baal HaSulam und Rabash sagen. Ich bitte euch sehr, ihren Rat zu erfüllen. Lasst mich bitte in Ruhe, ich habe euch bloß das richtige Lesen ihrer Werke erklärt. Realisiert diese und vergesst mich ganz einfach. Das Wichtigste ist – euch daran festzuhalten.

Frage: Aber ich kann Sie doch nicht vergessen. Außerdem macht es einen großen Unterschied, die Texte alleine zu lesen und auf das Licht, das zur Quelle zurückführt, zu warten oder Ihren Erläuterungen zu den Texten zuzuhören.

Antwort: Richtig, wir „öffnen“ diese Texte zusammen, beginnen sie aber nicht nur zu verstehen, sondern, was das wichtigste ist, sie auch umzusetzen. Darin besteht eben meine Aufgabe: ich trage zur Realisierung und Umsetzung bei.

Frage: Aber wir sollen etwas gemeinsam tun, um von Ihnen die Methode zu bekommen und diese im Leben umzusetzen.

Antwort: Ja, man muss den Lehrer in den eigenen Augen erhöhen. Aber es bedeutet nicht, ihm die Hände zu küssen. Ihr wollt mir ein Geschenk machen – dann vereinigt euch, um das Geschenk von oben zu bekommen.

Frage: Wir bemühen uns sehr, aber offenbar mangelt uns immer noch an etwas …

Antwort: Es mangelt an der Verbindung von unten, wenn ihr steht und eure Hände verbunden und die Köpfe erhoben sind, wie auf dem Cover eines unserer Bücher zu sehen ist. Wenn ihr diesen Zustand erreicht, dann wird auch die Antwort folgen. Dazu müsst ihr aber innerlich wie „ein Kind“, ein Schüler sein, bereit, dem Lehrer zuzuhören … [121098]

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Ein Gebot“, 01/10/13

Die Arche des Bundes (Bundeslade)

Dort will ich dir begegnen, und vom Gnadenthron aus, der auf der Lade mit dem Gesetz ist, zwischen den beiden Cherubim will ich mit dir alles reden, was ich dir gebieten will für die Söhne Israel. [Tora, „Exodus“, „Truma“, 25:22]

Die Bundeslade, auch  als „Aron HaKodesh“ bezeichnet, ist ein speziell angefertigter Schrank, in dem die Tafeln mit den 10 Geboten aufbewahrt werden. An seiner Spitze befinden sich zwei Cherubim (Geistwesen in Gestalt eines Engels), die ihn mit ihren Flügeln bedecken, und zwischen diesen Flügeln klingt die Stimme des Schöpfers.

In Wirklichkeit spricht diese Beschreibung  über keine physischen Objekte, sondern nur über die spirituellen Kräfte und Eigenschaften. Die Wissenschaft der Kabbala spricht nur über das Verlangen, über die einzige in der Natur existierende Materie.

Die Arche oder „Aron HaKodesh“ symbolisiert die korrigierten Verlangen des Menschen.

Die höchste Ebene, die man korrigieren kann, heißt „Cherubim“ (vom hebr. Wort „leitkarew“ – sich  annähern). Die Entfernung zwischen den Cherubim symbolisiert das Verlangen, das ständig höher, vorwärts zur nächsten Stufe gerichtet ist. Es hat diesen Zustand zu erreichen, wenn es völlig auf den Schöpfer ausgerichtet ist. Deshalb hört der Mensch aus der höchsten Form der Verlangen, die zum Schöpfer gerichtet sind (entsprechend dem Gesetzt der Gleichheit der Eigenschaften des Schöpfers und des Geschöpfs), die Stimme des Schöpfers. Dort verbindet sich sein Gebet zum Schöpfer direkt mit IHM.

Unterhalb gibt es ein weniger korrigiertes Verlangen, „Aron HaKodesh“ – ein Gefäß der Heiligkeit („kodesh“ oder „kedusha“ symbolisiert die Heiligkeit).

Die Heiligkeit ist die Eigenschaft des Gebens und der Liebe.

Die Eigenschaft Malchut, die in Bina hinaufstieg, heißt „die Eigenschaft des Gebens“, und wenn sie aus Bina in Keter hinaufsteigt, dann heißt sie die Eigenschaft der Liebe. Deshalb beinhaltet Aron HaKodesh diese Eigenschaften.

In Tora wird der Prozess der Herstellung der Arche des Gesetztes beschrieben, d.h. es wird geschrieben, aus welchen Verlangen und deren Verbindung, wir uns, unsere Seele bilden sollen.

Wir vereinen alle dieseTeile des Verlangens in der Reihenfolge und der Vereinigung, sie bilden ihre Ähnlichkeit zum Schöpfer. Deshalb heißt die Seele „Adam“ – vom Wort „dome“, ähnlich dem Schöpfer. Das ist eben unsere Arbeit in der mittleren Linie – zwischen „Cherubim, den rechten und linken Linien, wo die Offenbarung des Schöpfers geschieht. [120385]

Auszug aus dem TV-Programm „Geheimnisse des ewigen Buches“, 12/08/13

Die Kraft des weiblichen Verlangens

Wir hörten viel über kabbalistische Gruppen, die im Laufe der Geschichte entstanden. Sie waren einzigartig, bildeten bemerkenswert eine Einheit in ihren kleinen einträchtigen Gesellschaften und bestanden immer aus den Männern.

Es kam vor, dass der Vater die Tochter lehrte, wie es zum Beispiel Rambam tat, oder der Bruder die Schwester (Mosche und Miriam). Es gab auch Prophetinnen – Frauen, die sehr hohe Stufen de spirituellen Erkenntnis erlangten. Aber in den vorigen Generationen war es dennoch nicht üblich, das Frauen an der Gruppenarbeit teilnahmen.

Jedoch geschehen in unserer Generation interessante Veränderungen. Wir haben schon bei Rabash erkannt, dass sich Frauen auch für die Wissenschaft der Kabbala und die Integrale Bildung interessieren und dass sie ein echtes inneres Verlangen empfinden. Wenn der Mensch einen Wunsch hat, dann steht ihm alles offen.

Rabash hat eigentlich als erster die traditionellen Rahmen geändert: er hat die Frauen seiner Schüler versammelt; sie lasen seine Artikel über Gruppe und Verbindung und arbeiteten an Lehrmaterialien. Außerdem lud Rabash die Frauen ein, der männlichen Gruppe zu zuhören.

Das war eine wahre Revolution. Denn zuvor war es Frauen nicht erlaubt, sich jenen anzunähern, die die Wissenschaft der Kabbala studierten. Doch Rabash erkannte, dass Frauen ein gleich großes Verlangen und gleiche Punkte im Herzen haben wie die Männer. Wir sehen heute selbst, dass die Frauen immer mehr Bereitschaft auf dem Weg zeigen.

Dadurch haben wir neben der globalen Krise auch die Möglichkeit zur Korrektur der Welt bekommen. Heutzutage gibt es keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen in den Gruppen: sie haben die gleichen Funktionen in der Verbreitung der Wissenschaft der Kabbala, und besonders in der Integralen Erziehung. Mit der Zeit werden diese zwei Linien sich einander immer mehr annähern und die Unterschiede zwischen ihnen werden sich auflösen – worüber ich sehr froh bin. Denn je mehr starken Frauen an unserer Arbeit, an unserer Verbreitung und an unserem allgemeinen Leben teilnehmen, desto standfester und sicherer können wir voranschreiten. [120845]

Auszug aus der 1. Lektion des amerikanischen Kongresses, 16/11/13

 

Ein Zeichen von Korrektur

Frage: Welche Zeichen gibt es, die uns dabei helfen können, zu erkennen, dass das Verlangen korrigiert ist?

Antwort: Das korrigierte Verlangen kann mit einem anderen Verlangen verbunden sein. Dieses Zeichen kann dir bei der Überprüfung helfen. Wenn mehrere Verlangen miteinander verbunden sind, bedeutet es, dass sie zum Teil korrigiert sind und, dass sie einen kollektiven Schirm (Massach) besitzen.

Bereits zwei verbundene Verlangen können einen spirituellen Parzuf bilden, wie zwei Zellen, die zu einer Zelle verschmelzen und den Anfang neuen Lebens darstellen.

Jede dieser Zellen ist egoistisch, jedoch zwingt sie eine nicht irdische Kraft, sich zu verbinden. Obwohl jede Zelle ihre Grenzen entsprechend ihrer egoistischen Natur beibehalten sollte, zwingen die Kraft und der aufkommende Trieb sie dazu, sich zu verbinden.

Die Kraft der Natur verbindet die Zellen, wodurch ihre egoistischen Schirme (Massachim), Schalen, die eine Verbindung verhindern, brechen. In der Natur jedoch unterliegt alles dem natürlichen Trieb, während wir Menschen unsere Bedürfnisse ersuchen  müssen, da wir einen besonderer Teil der Natur darstellen: Wir wollen dem Schöpfer ähneln. Also nutzen wir Seine Kraft, aber wir selbst bilden die Schöpfung. Es heißt, dass der Schöpfer alles vorbereitet und die Schöpfung vernichtet hat, sodass die Gerechten sie korrigieren und rekonstruieren werden. [119597]

Auszug aus dem ersten Teil der täglichen Kabbala Lektion vom 30/10/13

Lass mein Volk ziehen!

Die „sieben Jahre der Sättigung“ ist der Zustand, wenn ein Mensch immer noch hofft, alles zu bekommen, was er für seinen Egoismus will. Obwohl er gewillt ist, hart dafür zu arbeiten und dies großen Aufwand erfordert, erfüllt es ihn eine gewisse Zeit und befriedigt seinen Egoismus. Er denkt, dass es in Ägypten Erfüllung gibt und ihm alles gehöre: all die Freuden dieser Welt und die Freuden der geistigen Welt. Er denkt, er wäre in der Lage, dies aus sich selbst heraus zu erreichen und hat sich nicht das Ziel gesteckt, dem Schöpfer zu dienen. Er sieht nur seinen Gewinn.

Dies kann danach bewertet werden, wie ein Mensch Probleme wahrnimmt. Sobald Schwierigkeiten und Probleme auftreten, fängt er sofort an, über sich selbst nachzudenken.

Das heißt, die „sieben Jahre der Sättigung“ sind nicht dauerhaft für ihn. Er fühlt, dass etwas fehlt, es gibt eine gewisse Gefahr für sein Ego, und plötzlich beginnt er, Unsicherheit zu spüren, um sich selbst zu kümmern. Das ist, was „die sieben Jahre der Sättigung“ bedeutet, da der Mensch alles nach seinen egoistischen Wünschen untersucht: ob er leiden wird oder eine Art von Schaden erfahren wird. Er ist immer noch an das egoistische Ergebnis gebunden. Wie gut oder schlecht wird es für ihn sein? Er beginnt zu zweifeln und prüft, ob es sich für ihn lohnen würde, sich von diesem Weg zu trennen. Was ist, wenn er sich weh tut? Das ist der Weg, um zu überprüfen, ob er sich noch in der Zeit der sieben Jahre der Sättigung befindet.

Die „sieben Jahre der Hungersnot“ beginnen an dem Punkt, wenn es ihm gleichgültig wird, was er nach seinem Wunsch zu genießen bekommen wird, er erhebt sich über dieses Gefühl. In dem Maße, wie er bereit und in der Lage ist, sich über sein Gefühl des Hungers zu erheben, werden im Fortschritte im Geben verliehen. An dieser Stelle beginnt die tatsächliche ernsthafte Arbeit.

Ich glaube, dass wir in diese sieben Jahre jetzt eintreten. Lasst uns hoffen, dass wir diese Leiden von Hunger fühlen und uns gegenseitig stärken. Die gesamte Arbeit innerhalb Ägyptens besteht nur in der Einheit. Je mehr Kritiker, Feinde und Hasser wir haben, umso stärker werden wir auf ihre Kosten. Es ist so, als würden Wölfe eine Herde Schafe umzingeln, und sie dadurch zwingen, sich enger zusammenzudrängen.

Nur so können wir uns vereinen. Unser Ego erlaubt es uns nicht, einander näher zu kommen. Nur wenn böse Wölfe auf uns zukommen, uns umkreisen und versuchen uns zu beißen, können wir wie Schafe näher zusammenkommen und uns innerlich verbinden. Israel ist wie eine Herde von Schafen und verstärkt sich nur durch Wölfe. Hoffen wir, dass wir stark genug sind, um sicherzustellen, dass der Schöpfer uns viele Feinde sendet, die uns stärken und verbinden und über unsere Einheit sich die Notwendigkeit offenbart, um aus der Knechtschaft zu empfangen auszutreten und den Wunsch zu geben erlangen.

Dies sind notwendige Zustände, die auf diesem Weg durchschritten werden müssen. Die Welt verlangt dies von uns, wir haben keine Wahl – wir müssen es tun. Wir sind in einem ganz besonderen Zustand vor dem Auszug aus Ägypten. Es geht um das, worüber die gesamte Tora spricht.

Die “49 unreinen Tore“ unseres Egoismus werden in uns offenbart und veranlassen uns zur Flucht, uns in einer ruhigen Ecke zu verstecken und unsichtbar zu werden. Aber wir sind damit nicht einverstanden! Wir werden noch kommen, uns gegen den Pharao stellen und ihm sagen: „Lass unser Volk gehen!“ Und wir werden die Arbeiter des Schöpfers werden. [118702]

Aus dem Gespräch während der Mahlzeit 18/10/13