Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Vereinigung von HaWaYaH – Elokim

Baal HaSulam, Igrot (Briefe), Brief 16, „ Die Vereinigung von HaWaYaH- Elokim“: HaWaYaH bedeutet persönliche Vorsehung, in welcher der Schöpfer in allem gegenwärtig ist und er braucht dazu keine Bewohner von Lehmhäusern, um ihm zu helfen. Elokim ist in Gematria gleichgesetzt mit haTeva (Natur), in der sich die Menschen entsprechend der Natur, die ER  den Systemen des körperlichen Himmel und Welt eingeflößt hat, verhält und er hält diese Gesetze wie alle anderen körperlichen Geschöpfe auch. Trotz allem glaubt er auch an HaWaYah, was die persönliche Vorsehung ist.

Dadurch vereint er diese beiden miteinander und „sie wurden zu einer Einheit in seiner Hand“, und damit schenkt er seinem Erschaffer große Zufriedenheit und bringt Erleuchtung in alle Welten.

Das ist die Bedeutung der drei  Einsichten

–  Gebot, Übertretung und Erlaubnis. Das Gebot ist der Ort der Heiligkeit, die Übertretung ist der Ort der Sitra Achra und  Erlaubnis ist weder ein Gebot noch eine Übertretung. Vielmehr ist es jener Ort , an dem die Heiligkeit und die Sitra Achra miteinander kämpfen.

Wenn ein Mensch gestattete Dinge tut, sie aber nicht der Heiligkeit widmet, fällt der gesamte Ort in die Herrschaft der Sitra Achra. Und wenn ein Mensch stärker wird und sich mit gestatteten Dingen beschäftigt, um so viele Vereinigungen, wie möglich zu machen, bringt er die Erlaubnis in die Herrschaft der Heiligkeit zurück.

Das ist unsere Arbeit. Dies war das Ziel der Schöpfung: Ein menschliches Wesen zu erschaffen, das der Höheren Kraft ähnlich wird. Da sie sich entwickeln, erlangen die Geschöpfe diesen Zustand, wenn sie die Möglichkeit der freien Wahl erhalten, jeder zu seiner Zeit. Kommt ein Mensch zu dieser Schwelle, hinter welcher er die Freiheit des Willens erhalten würde, bringt man ihn zu einer Gruppe und legt seine Hand auf die gute Fügung, sagend: „Nimm es!“

Wenn der Mensch das akzeptiert, das heißt, sich durch die Umgebung der Höheren Kraft zuwenden will, seine Eigenschaften angleicht,  zustimmt und es rechtfertigt – was Anhaftung an den Schöpfer bedeutet –  dann beginnt er damit allmählich das Böse in sich zu enthüllen. Das Böse ist eine spezielle Eigenschaft – die Kraft, die im Menschen gegen seine Annäherung an den Schöpfer offenbart wird.Praktisch äußert sich das als Ablehnung, welche er entsprechend dem Wiederstreben seinem Umfeld näher zu kommen, fühlen kann.

Die Kraft, die gegen den Schöpfer handelt, „Pharao“ genannt, wird enthüllt. Alle in der Tora beschriebenen Bösewichte und Sünder sind im wesentlichen eine einzige Kraft, die vermeintlich gegen den Schöpfer wirkt. Natürlich werden aber all diese Sünder von Ihm erweckt, weil „Es niemanden außer Ihm gibt”.“

Auf verschieden Art und Weise versuchen sie den Menschen von der Heiligkeit abzustoßen – welche Anhaftung an den Schöpfer ist – vom Erlangen  der Kraft des Gebens und der Liebe für die Freunde, durch die wir die Liebe zum Schöpfer  –  die Angleichung der Eigenschaften – erreicht hätten.

Die Zustände die dem Menschen zeigen wie unendlich weit seine Natur vom Schöpfer entfernt und dem Geben und der Liebe entgegengesetzt ist, werden Übertretungen genannt. Wenn er sie überwindet und zum Zwecke der Anhaftung an den Schöpfer durch das Umfeld, das Studium und das korrigierende Licht zu nutzen weiß, nennen wir  das ein Gebot.

Die Möglichkeit zu wählen wie man mit dem offenbarten Bösen umgeht, es zu korrigieren oder nicht, wird der Ort des freien Willens genannt. Es gibt Menschen, die die Stufe der Entwicklung erreicht haben, in der diese Zustände enthüllt werden: Ein Gebot, Übertretung und der Ort der freien Wahl. Dies kann sowohl zur Vorbereitungszeit als auch  direkt zur spirituellen Arbeit gehören.

Wenn ein Mensch auf der anderen Seite der Grenze der spirituellen Welt arbeitet (hinter dem Machsom), wird er durch die Enthüllung des Bösen in ihm die Kraft spüren, die dem Schöpfer entgegengesetzt ist und es wird ihm möglich sein, praktisch damit zu arbeiten. Der Schöpfer manifestiert Seine Führung, als absolut Gut, sowohl für Sünder als auch für Gerechte. Diese Kraft des Gebens und der Liebe sind dem Menschen entgegengesetzt.

Wenn dies verschwindet, braucht der Mensch dieses Beispiel der Führung in der Gruppe. Um durch verschiedene Vorrichtungen, die er braucht, mit Hilfe der Gruppe der höheren Führung ähnlich zu werden, welche wir Elokim nennen.

Malchut, die die Eigenschaften von Bina erreicht, wird auch Elokim genannt.

HaWaYaH ist das Licht  Chochma, gekleidet in das Licht Chassadim, in Elokim. Somit erreichen wir Verschmelzung von HaWaYaH – Elokim, Einkleidung des Lichtes Chochma im Licht von Bina, Chochma in Chassadim. Der Mensch, der sein Verlangen, Malchut, zur Stufe von Bina, zur Heiligkeit, der Eigenschaft des Gebens, erhoben hat, kann das gesamte Licht von Chochma erhalten. Der Schöpfer wird in diesem Gefäße enthüllt, den der Mensch zum Geben korrigiert hat.  So vereint sich HaWaYaH mit Elokim.

In diesem einzigen Satz “ Die Vereinigung von HaWaYaH- Elokim“ ist unsere ganze Arbeit, die gesamte Realität und das Ziel der Entwicklung, das Ende der Korrektur, enthalten.

Es ist tatsächlich ein Wunder, wie der Ursprung der Schöpfung, der gesamte Prozess seiner Entwicklung und das Endresultat in diese kurze Kabbalistische Formel passt. [123883]

Aus der Vorbereitung zur täglichen Morgenlektion 24/12/13

Die Kraft des Neides ist nicht durch Zeit und Raum begrenzt

Baal HaSulam „ Einführung in das Buch, Panim Meirot u. Masbirot“ Die Neigung zum Neid wird den Heiligen entlockt,“ die Autoren beneiden gesteigerte Weisheit.“ Diejenigen mit einem starken Willen, mit einem Hang zum Neid, werden durch Weisheit und Wissen ausgezeichnet. Dies ist, wie in der gesamten Realität, die sprechende Stufe,  welche die wirkende Kraft nicht durch Zeit und Raum limitiert, sie ist kollektiv und umfasst alle Gegenstände dieser Welt in allen Zeiten. Auch ist die Natur des Feuers des Neides eine Generelle, alle Zeiten umfassende, gesamte Realität. Mit dem Neid verhält es sich folgendermaßen: Hätte einer nicht das Objekt der Begierde in dem Besitz seines Freundes gesehen, wäre in ihm das Verlangen niemals erwacht.

Die Kraft des Neides ist die stärkste Kraft, besonders unter den Arbeitern des Schöpfers und etwas weniger unter den normalen Menschen. Wenn man überhaupt behaupten kann, dass normale Menschen die gleiche Form an Neid empfinden können.

Es wird gesagt, „ Des Autoren Neid steigert die Weisheit“; dies bedeutet, dass es die einzige Kraft ist, die den Menschen handeln lässt, ihn antreibt und vorwärts zieht. Es ist eine hilfreiche Kraft. Aus diesem Grund sollten wir einander ständig zeigen,  wie viel wir in die Gruppe investieren wollen. Wir sollen versuchen die Freunde zu lieben, ein gutes Beispiel zu sein, zu übertreiben und nicht davor zurückschrecken, womöglich unbescheiden oder nicht rechtschaffend zu wirken.

Du solltest dich nicht wie ein verdeckter Heiliger präsentieren. Im Gegenteil – durch dein demonstratives Beispiel – deine Hingabe und deinen Enthusiasmus werden deine Freunde sehr bereichert werden. In diesem Verständnis zeigt die Gruppe bereits das Prinzip „ Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Selbstverständlich bin ich daran interessiert zu erkennen, dass die Anderen besser sind als ich es bin!

Normalerweise will unser Egoismus alle schlecht machen; auch wenn ich selbst nichts bin, so sollen die anderen noch weniger sein. Hier will ich, dem entgegengesetzt, alle höher sehen als mich selbst. Obwohl es sich gegen meinen Egoismus richtet und sich sehr unangenehm anfühlt, beginne ich mich selbst zu kritisieren- aber das ist gut für meine Entwicklung.

Wir geben den kleinen Kindern Beispiele, „Schau was dieser kleine Junge kann! Versuche das doch auch“! Es ist ganz natürlich das sich Kinder durch Beispiele entwickeln, das Gleiche gilt für die spirituelle Entwicklung: Wir müssen einander ständig ein gutes Beispiel sein und somit den Neid steigern.

In der äußeren Welt lieben es die Menschen, von anderen beneidet zu werden, die leiden, da sie reich, berühmt und mächtig sind.

Hier ist das Gegenteil der Fall, indem wir den anderen erlauben, uns als stark und zielorientiert zu sehen.  Ich helfe ihnen, da ich ihnen wünsche das sie besser werden als ich. Dementsprechend erhebe ich die Gruppe nach dem Prinzip, „ Derjenige der sich ein besseres Umfeld sucht, wird mit Erfolg und Entwicklung belohnt.“

Wir müssen die Mittel mit ausgeklügelter Genialität nutzen, die Brechstange, das Feuer des Neides, das uns verbrennt, den guten Neid in den Freunden  erwecken. Wir müssen nicht nur in unseren Beziehungen damit spielen, sondern uns auch ständig darüber unterhalten um aus allen Formen zu lernen die uns die Anderen zeigen, damit wir wie sie und besser werden. Die Gruppe wird dadurch stärker, sie wird wachsen und sich nach vorne bewegen. [124022]

Auszug aus der Vorbereitung zum Unterricht, 26/12/13

Nun ist es an dir, König zu sein und zu herrschen.

Alle Veränderungen ereignen sich im Verlangen zu empfangen, während das höhere Licht sich in absoluter Ruhe befindet. Zur selben Zeit wissen wir, dass alles von Oben kommt und dass es nichts gibt außer Ihm, den Schöpfer, das Einzige, nur Er allein handelt und entscheidet. Wie kann es also sein, dass wir einmal sagen, dass alles vom Licht vorbestimmt wird und ein anderes Mal sagen wir, dass alles vom Gefäß abhängt – unseren Anstrengungen – unseren Verlangen – unseren Mühen und unserer Arbeit?

Wir können es auf zweierlei Weisen betrachten: aus der Perspektive des Lichtes oder aus der Perspektive des Verlangens. Es ist allerdings klar, dass alle Eigenschaften und die Software, die ein Teil des Lichtes sind, auf eine verhüllte Weise an den Verlangen arbeiten, um sie zu aktivieren. Dies wird die Kraft des „Handelnden an dem, an dem gehandelt wird“ genannt.

Wir können das Licht, welches am Verlangen arbeitet, entsprechend der Handlung in dem Verlangen beurteilen. Das bedeutet, dass unsere Enthüllungen im Gefäß beginnen – ausgehend vom Verlangen. Ich enthülle nicht den Schöpfer der an mir handelt, sondern ich entdecke innerhalb meiner Gefäße Phänomene, durch die ich erahnen kann, dass Er in mir wirkt.

Das Licht ist allgegenwärtig und ich entdecke nur seinen Einfluss. Es scheint dann so, als ob meine Verlangen voll wären  und dass sie erleuchtet würden, wie prickelnde Lichter, aber sie enthüllen nur Lichter, die sie bereits in sich tragen. Es ist ratsam die Gefäße von der Seite zu betrachten, da es hilfreich ist, sich korrekt auf die Arbeit zu fokussieren und nicht darauf zu warten, dass etwas vom Himmel fällt.

Das höhere Licht unterbricht in keinem Moment die Erleuchtung der Niedrigen. Das bedeutet, dass dessen Einfluss sich nicht verändert, weil es gut und gütig ist. Die Kraft verändert sich nicht, nur die Gefäße verändern sich anhand des Einflusses auf sie. Ich muss das sagen, da es für mich verpflichtend ist, mich um meine Gefäße zu kümmern, über die Verbindung mit den Freunden nachzudenken und zusätzliche Mängel zu absorbieren.

Dank der zusätzlichen Mängel, die ich aus der Verbindung und durch die größere Wichtigkeit des Zieles erhalte, fordere ich das Licht! Ich bitte es nicht mich intensiver zu erleuchten sondern meine Verlangen zu öffnen, damit das Licht mich eindringlicher beeinflussen kann.

Mein Verlangen öffnet sich und das Licht bleibt unverändert. Dies ist ein signifikanter Unterschied in der Herangehensweise. Beten wir einfach nur um Gnade zu erbitten oder wissen wir, dass alles von unserer Anstrengung abhängt? Unser Verlangen ist das Resultat unserer Arbeit und der Verbindung zwischen uns. So scheinen wir das Licht zu dirigieren aber in Wirklichkeit öffnen wir nur die Kanäle unserer Verlangen zu empfangen, in welchen das Licht enthüllt werden kann.

Wenn ich aus der Perspektive der Gefäße spreche, verpflichte ich mich permanent für sie zu sorgen. Ich warte nicht darauf, dass das Licht sich ändert und ich verschwende keine Träne, wenn es nicht an mir arbeitet oder mich nicht erfüllt, geschweige denn werde ich es für die Handlungen beschuldigen, die es an mir und der ganzen Welt vollzogen hat. Das bedeutet, dass ich das Licht nicht, wie es viele Menschen normalerweise tun, für alles verantwortlich mache, wenn sie einen Fehler begehen.

Es hängt schließlich nichts vom Licht ab, da: „Er gibt ein Gesetz, das nicht gebrochen werden kann.“

Er hat dem Menschen alles gegeben, wie ein Zepter, damit er als König herrschen möge. Alles hängt einzig und alleine von mir ab und es gibt keinen anderen auf den ich mich verlassen kann.

Deshalb müssen wir, um zu verbreiten, hinausgehen  und die Gruppe unterstützen, anstatt Materialisten und Mystiker zu sein, die an irgend eine geheime höhere Kraft glauben. Das ist der große Unterschied zwischen den verschiedenen Religionen und der Kabbala- nämlich der, zwischen Glaubenssätzen und der Wissenschaft. In der Kabbala sind alle Werkzeuge in unserer Hand, da wir uns darüber bewusst sind, dass unsere Verlangen alles definieren und dass der Schöpfer nichts entscheidet; er gibt uns die volle Kontrolle.

Also stellt sich die Frage, waum die Kabbalisten sagen, dass alles vom Schöpfer abhängt? Wenn wir entdecken, dass alles von uns abhängt, werden wir realisieren, dass wirklich alles von ihm abhängt, entsprechend der Arbeit die wir investieren. Deshalb wird gesagt, „Ich habe mich angestrengt und ich habe den Glauben gefunden!“ Dies ist allerdings etwas, was die Welt noch nicht zu akzeptieren bereit ist. Nur durch Anstrengungen sind wir in der Lage, etwas zu erlangen, sonst können wir bis ans Ende unserer Tage beten. Zur selben Zeit sagen wir:„ wenn einer nur den ganzen Tag beten könnte.“ Dies bedeutet, dass wir einen Mangel innerhalb des Gebetes erreichen der, Dank unserer Arbeit an der Verbindung zwischen uns, permanent erneuert wird.  Demnach ist das Gebet die Arbeit des Herzens, über unsere Verlangen. Dies ist ein kritischer Punkt, die Grundlage der spirituellen Arbeit. Es ist der Knochen der Auseinandersetzung und der Unterschied zwischen der Weisheit der Kabbala und allen anderen Glaubensrichtungen. [123679]

Auszug aus dem Unterricht nach dem TES, 19/12/13

Die zerbrochene Welt

Wir enthüllen nun die zerbrochene Welt. Mit anderen Worten, in unserer Welt sind wir nahezu am untersten Ende der Anwendbarkeit unseres Egoismus angelangt. Würde auch nur eine Ebene tiefer enthüllt werden, hätten wir keine Chance, dort wieder heraus zu finden. Leider erwarten uns wirklich schreckliche Verhältnisse, in welchen wir die menschliche Form verlieren werden.

Die Propheten sagten, dass dies möglich ist, wenn wir den Pfad der Zeit gehen und dass alles zu seiner Zeit erscheinen wird. Generell beschreibt der Tanach (die Tora, Propheten und Schriften) den Weg, der uns erwartet, wenn wir nicht „kooperieren“ und uns nicht an die Richtlinien halten. Genau genommen sprechen die Propheten über grauenhafte und unbeschreibliche Katastrophen. Baal HaSulam hat auch darauf hingewiesen, das wir im schlimmsten Fall ein globales Dorf werden, dass mit Massenvernichtungswaffen vollgestopft ist.

Was ist die Essenz des Niederganges, den wir heute erleben? Eigentlich bringt er uns dieser Dunkelheit näher, die das größte Licht benötigt, um korrigiert zu  werden. Wie kann man Licht und Dunkelheit verbinden? Dafür benötigen wir natürlich die Gruppe, den Lehrer und die Quellen als gemeinsames Zentrum. Trotzdem fehlt uns noch etwas.

Hier kommt uns der Sulam (Leiter) Kommentar zum Buch des Sohar zur Hilfe. Es gibt der Gruppe und jedem, der es sich wünscht, die Verbindung zum Licht. Es beschreibt unseren inneren Zustand in Kombination mit dem äußeren, den der Sohar beschreibt. Daraus resultiert, das wir die beiden Welten miteinander verbinden können: Die inneren Teile unserer Wahrnehmung mit den äußeren Bildern. Dies ermöglicht uns, dem Text näher zu kommen, ohne dabei zu vergessen, dass er uns mit der Spiritualität verbindet und er erklärt uns somit, was sich in unserem Inneren befindet. Allmählich manifestiert sich dieses Verständnis im Menschen.

Das bedeutet, dass wir es kaum ohne den Sohar oder den Sulam Kommentar schaffen können, weil sie zusammen die Verbindung zum größten Licht herstellen, welches den gesamten menschlichen Egoismus korrigiert. In Wahrheit ist der Sohar in der Lage, noch viel mehr als das zu tun. In unserer Welt, in Anbetracht der Tiefe unseres Egoismus zeigen wir nicht das spirituelle Verlangen, sondern das „animalische“. Durch den spirituellen Aufstieg enthüllen wir jedes Mal drastisch tiefere Verlangen. Diese Welt befindet sich im Mittelpunkt aller Welten und um aufzusteigen, müssen wir zuerst absteigen. Der Sohar ist für die hohen Stufen vorgesehen, die bei diesen Abstiegen durchlaufen werden. Verglichen mit ihnen ist diese Welt nur ein unbedeutendes Sandkorn. [123700]

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Baal HaSulam, 23/12/13

Religion ist das System der Beziehungen zum Schöpfer

Was ist das Wesen der Religion? Dient es dazu, den Geschöpfen Genuss zu bereiten oder dem Schöpfer Genuss zu bereiten? Wo ist die Belohnung, die sie verspricht – in dieser oder in der nächsten Welt? Wie Baal HaSulam in seinem Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“ schreibt, weiß niemand die richtigen Antworten auf diese Fragen. In ihren Wahnvorstellungen verstehen die Menschen nicht, was „Religion“ heißt.

Religion beschreibt die menschliche Haltung gegenüber der Höheren Kraft, die die ganze Natur steuert. Es scheint, dass diese Kraft alles kontrolliert; der Mensch kommt in diese Welt entgegen seinen Willen, und es gibt nichts, was wir dagegen tun können. Doch unsere Beziehung mit dieser Kraft lässt zumindest etwas zu, das man selbst tun kann: Dem Bösen entkommen oder das Gute suchen. Kurz gesagt, wenn man die richtige Haltung zum Einfluss dieser Kraft auf den Menschen entwickelt, dann kann man etwas im Leben verändern.

Daher wird eine gewisse Verbindung der Menschen zu der Höheren Kraft und umgekehrt als „Religion“ bezeichnet. Demzufolge ist „Religion“ ein System der bilateralen Beziehungen zwischen Schöpfer und Geschöpfen.

Das Problem ist, dass niemand mit diesem System vertraut ist; es herrscht diesbezüglich eine allgemeine Verwirrung. Die Menschen verfolgen dabei verschiedene Richtungen. Einige behaupten, dass der Schöpfer so und so sei; andere behaupten wieder etwas anderes. Niemand weiß genau, wo die Wahrheit liegt, wo eine Belohnung zu finden ist und welcher Art diese Belohnung ist. Im Gegenteil – wir sehen in unserer Welt nicht, dass jemand ein gutes Leben hat; am Ende leidet jeder. Und die Zukunft der Welt ist im Nebel verborgen; das ist das, was sie uns „verkaufen“…

Als Ergebnis haben wir ein großes Durcheinander mit der Religion. Tatsache ist, dass diese Verwirrung die ganze derzeitige letzte Generation umfasst. Wenn die Religion uns die antworten auf die Fragen, die unsere Existenz betrifft, geben könnte – wenn sie uns erklären würde, wie man in der Welt leben soll, Erfolg in dieser und die zukünftige Welt erreichen kann, wie wir miteinander auskommen können – würden wir selbstverständlich alle religiösen Vorschriften beachten. Aber da die Religion keine Antworten gibt, verlassen sie die Menschen. Der Mensch wird schwächer und verlässt sein Rahmenwerk; selbst wenn er formell gesehen weiter dabei bleibt. Dies ist ein innerer Widerspruch, den man kaum auflösen kann. Der Grund dafür ist, dass wir von der Religion keine richtigen Antworten auf die uralten Fragen erhalten haben und wir wissen nicht, was sie in der Realität darstellt.

Natürlich ist niemand schuld. Dies ist der Prozess; das Programm der Schöpfung sollte in uns auf dieser Art und Weise realisiert werden und uns bis zu dem Moment bringen, wo wir uns endlich die drei oben aufgeführten Fragen stellen. Wenn wir sie richtig beantworten, werden wir wissen, was „Religion“ ist; mit anderen Worten, wie können wir die richtige Beziehung zur Höheren  Kraft erbauen. Und als Ergebnis sind wir in der Lage, Freude in dieser und in der zukünftigen Welt zu spüren, zu unserem eigenen und zum Nutzen des Schöpfers.

So oder so, sollten wir dieses Problem klären und lösen. In jedem Fall stehen wir unter der Herrschaft einer höheren Macht, und wir müssen herausfinden, was die richtige Beziehung zu dieser Macht ist. Das verspricht Vorteile und daher sollten wir dies auf eine einfache und praktische Art und Weise erreichen.

So müssen wir das einem breitem Publikum anbieten, „Lasst uns herausfinden, was die Natur in dieser Welt ist, in der wir leben“. In Gematria ( הטבע ) hat das Wort Natur den gleichen Zahlenwert wie das Wort „Gott“ ( אלה – ים ). Wir alle leben in dieser „Blase“ und von Tag zu Tag bedroht sie uns mehr und mehr: Auf der Ebene der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Natur, wie auch bei den menschlichen Beziehungen. Es ist genug, dass Wissenschaftler heute alle Arten von Naturkatastrophen vorhersagen. Wer weiß, was vor uns liegt? In der Regel sehen wir, dass die Natur – also der Schöpfer – uns nicht die freundlichste Haltung zeigt. Es gibt etwas zu verbessern. Mal sehen, ob wir dazu in der Lage sind. Offensichtlich liegt ist es in unseren Händen.

Diese Prüfung ist sicherlich lohnenswert. Wir müssen herausfinden, wie unsere Einstellung zu Gott oder zur Natur sein sollte. Es wird uns auf jeden Fall von Nutzen sein. [119132]

Auszug aus einem Unterricht nach einem Artikel von Baal HaSulam, 28/10/13

Der Krieg mit der Klipa (Schale) von Kanaan im Herzen

Baal HaSulam, „Buchstaben“, Brief 43: Unsere Weisen haben bereits gesagt, „ Die Furcht vor dem Lehrer ist die Furcht vor dem Himmel.“ Dies wird demnach die Bemessung der erhabenen Stimmung sein, die ein solcher Mensch durch seine Heiligkeit erlangt, da seine erhobene Stimmung in keiner Weise die Hochstimmung seines Rav übersteigen kann.

… Ich habe bereits gesagt und detailliert besprochen, das der größte Massach (Schirm) in der Arbeit der Kinder des Landes Israel entsteht, da die Vorherrschaft der Klipa von Kanaan an diesem Ort weilt und jeder ist so niedrig wie die Erde unter seinen Füßen, sein Freund ist sogar noch niedriger als der Erdboden unter ihm und viele andere mit ihm.

…Allegorisch gesprochen kannst du die Worte unserer Weisen sagen, „ Verlasse mich und halte meine Gesetze“ – „ Ich wünschte sie verließen mich,“  was bedeutet, dass sie auf ihre erhabene Stimmung stolz waren. Obwohl „ Er und ich nicht am selben Ort verweilen können“ doch, „ Halte meine Gesetze ein,“ und hafte dich an einen vollkommenen Gerechten mit entsprechendem Glauben an die Weisen.  Dann gibt es Hoffnung, dass der Gerechte euch korrigieren wird und euch richten würde nach den Qualitäten eurer Verdienste, welche für die Anwesenheit des Schöpfers angebracht sind. Dies würde aus deren Demut und Niedrigkeit erwachsen, damit der Schöpfer nicht aus ihrer Behausung ausziehen müsse, wenn sie keinen ausdrücklichen Gerechten besäßen, der sie führen könne mit Seinen Gesetzen und Gebeten, um sie an den Platz der Tora und der Weisheit  zu leiten.

In dieser Welt begegnen wir Menschen, die unsere Freunde werden können, damit wir sie begleiten, um mit ihnen zu studieren, um zu erlernen, wie wir unser selbst überwinden können und uns über den Verstand erheben, was bedeutet, das Geben zu bevorzugen. Wir müssen uns miteinander verbinden, damit wir nicht nur durch gemeinsame Anstrengungen handeln, sondern zu einer Kraft werden, in welche jeder einzelne sein persönliches Bild einschmilzt und sich damit zu einer Einheit verbindet. Ein Herz, vereint mit allen anderen.

Um uns bei diesen Unterfangen zu unterstützen, erhalten wir einen Lehrer in dieser Welt. Es ist von großer Bedeutung, dass der Mensch durch seine Einstellung gegenüber der Gruppe und dem Lehrer lernt, seine Haltung dem Schöpfer gegenüber zu bilden. Es ist unmöglich für den Menschen eine Wahrnehmung über die Größe des Schöpfers zu erlangen, ohne die Größe des Lehrers und des Freundes anzuerkennen. Er braucht all dies um sich über seinen Egoismus zu erheben.

Dies erfordert viel Arbeit und Anstrengung. Nachdem dem Menschen die Wertschätzung des Rav eingeflößt werden würde, welche religiöse Erziehung genannt wird, müsste er nicht mehr arbeiten. Er würde fühlen, dass er sich zu ihm wie zu einem großen Vorbild, einer Vaterfigur, bezieht, mit vielen anderen aus deren Umfeld. Er wäre in einem Umfeld aufgewachsen,  in dem alle darüber sprechen und sich in dieser Weise dazu beziehen. Dies wird Chassadim genannt. Es ist einfach für den Menschen, unter solchen Konditionen zu leben. Es wird nicht von ihm verlangt,  Innere Arbeit gegen seinen Egoismus zu erheben: Permanente Überprüfung und kritische Selbst- Analyse. Er vertraut der Meinung seines Umfeldes. Er sieht, dass sich alle in gleicher Weise verhalten und er wird davon inspiriert und dadurch entwickelt er sich.

Die Gesellschaft fördert die persönliche Autorität mancher Individuen. Natürlich wird ihn dies nicht zum Schöpfer erheben, aber auf diese Art und Weise ist es möglich sich sanft und ohne die diversen Hoch´s und Tief´s im Leben, gut zu fühlen, angenehm und sicher.

Der Mensch fühlt, dass er jemanden hat, auf den er sich verlassen kann; jemand kümmert sich um ihn, betet für ihn.

Wie auch immer, erlangen wir eine Stufe der menschlichen Entwicklung, in der die Mehrheit der Menschen aufhören, religiöse Erziehung zu genießen. Im Gegenteil, sind sie sogar daran gewöhnt, den anderen mit Verachtung zu begegnen, sie sind nicht bereit Autorität zu akzeptieren, sie sind überzeugt, selbst viel klüger zu sein als alle anderen und haben keinen Respekt für andere. Dies  wird die Klipa von Kanaan genannt, mit der die Vorväter zu kämpfen hatten, als sie das Land Israel betraten.

Es war kein leichtes für diejenigen die Babylon verließen, auch nicht für jene, die ihr persönliches Babylon heute verlassen, sich vor ihrem Anführer, Abraham, zu verneigen. Dies ist der Grad des Lehrers, den der Schüler erlangen muss, wenn er den Eingang in die Spiritualität durch die Gruppe und das Studium finden will. All das betrifft den Lehrer und die Gruppe nicht, weil der Mensch sie durch seine egoistischen Augen betrachtet, entsprechend seiner eigenen Schwächen.

Natürlich erscheint ihm jeder unbedeutend, einer schlimmer als der andere. Auch der Lehrer erscheint ihm so-so. Er denkt, dass er sich besser hätte entwickeln können, wenn er mit den Vorvätern, Moses oder Rabbi Shimon, studiert hätte. Außerdem denkt er, dass die Freunde schwach sind und nichts darstellen. Er schenkt den Weisen keinen Glauben und hat kein Bewusstsein darüber, dass jeder nach seinen eigenen Mängeln urteilt. Er versteht nicht, dass die Welt der Unendlichkeit in all ihrer Perfektion vor ihm liegt. Er erniedrigt seine eigene göttliche Perfektion auf seine niedrige Stufe und nimmt die Welt abscheulich wahr.

Wir müssen realisieren, dass  wir keine Erlaubnis erhalten werden, die spirituelle Welt zu betreten, bevor wir nicht die Wertschätzung für die Freunde erlangen; die Gruppe und den Lehrer die wir so erhaben erleben,  wie unsere Vorstellung des Schöpfers. Wie geschrieben steht, “ Israel, die Tora und der Schöpfer sind eins.“ Unter diesen Voraussetzungen erheben wir uns  von Unten nach Oben, erheben den Menschen auf das Niveau des Schöpfers. Dieselben Konditionen wirken in der entgegengesetzten Weise, von Oben nach Unten, das ist das gleiche Niveau, dieselbe Verehrung, die gleiche Erhabenheit, die wir herab ziehen müssen aus der Welt der Unendlichkeit, vom Schöpfer, um sie in der Gruppe zu erweitern, im Lehrer und jedem einzelnen Freund. Sonst werden wir nicht erfolgreich sein.

Wir müssen der höheren Fügung, dem „obersten Management“, danken, dass sie uns eine Realität organsiert hat, in der wir in jedem Fall erkennen können, wie weit wir vom Schöpfer entfernt sind, anhand unserer Einstellung zu dem Lehrer, dem Freund und der Gruppe. [123232]

Auszug aus der Vorbereitung zum Unterricht, 16/12/13

Von der „Verbundenen Gesellschaft“ hin zur Enthüllung des Schöpfers

Ich erwarte keine dramatischen globalen Ereignisse bis zum Herbst 2014, obwohl sich in diesem Jahr viel Übel offenbaren wird. Die Menschheit hat selbst sich eine Vielzahl von „Blasen“ angesammelt – Gift, das neutralisiert werden muss.

Dieser Prozess wird 2014 beginnen; dennoch haben wir noch Zeit, die wir effizient nutzen sollten, um uns so schnell und so gut wie möglich darauf vorzubereiten.

Wir alle müssen im Bereich der Integralen Erziehung aktiv werden. Es genügt nicht, „nur“ die Kabbala zu studieren. Wir studieren sie nun seit 15 Jahren – doch nun ist die Zeit für diese Methode gekommen und das verpflichtet uns zum Handeln.

Bisher haben wir uns nicht mit der praktischen Anwendung der Kabbala beschäftigt. Genauso wie die gesamte Menschheit durchliefen wir in der Vergangenheit alle Stufen der Vorbereitung. Doch ab 2014 beginnen wir, das Schöpfungsprogramm an uns selbst praktisch umzusetzen. Wir werden daher Gruppen bilden, um das Prinzip der Nächstenliebe in der Welt zu implementieren.

Wir nennen dies „Integrale Methode“, obwohl es für uns das Gleiche ist wie die Kabbala. Wir nutzen dazu dieselben Anleitungen von Baal HaSulam und Rabash – nur passen wir sie an die höheren, weniger „groben“ Verlangen zu empfangen an.

Durch diesen Ansatz erreichen wir ein angenehmeres Gefühl auf einer niedrigen Spirituellen Stufe – eine Art „Verbundene Gesellschaft“, ein bisschen Egoismus und ein bisschen Gutes. Das ist aber noch nicht der Schöpfer, eher ein Übergang vom Negativen (-) zum Positiven (+) und nicht mehr.

Die Weisheit der Kabbala beinhaltet alle anderen Ebenen in sich selbst; zuerst sehnst du dich nach Verbindung und enthüllst deine böse Neigung, die der Verbindung entgegen steht. Danach erhebst du dich im Ausmaß deiner Anstrengungen für die Verbindung zur guten Neigung. Das nennt sich „Wissenschaft der Kabbala“ oder die „Enthüllung der Göttlichkeit“.

Daher variieren die Integrale Methode und die Weisheit der Kabbala in ihrer Breite. Die erste geht der zweiten voraus – es gleicht der Öffnung einer Tür für die Massen; und dann sehen wir, wie die Menschen eintreten.

Dies wird stufenweisen geschehen – genauso wie wir mit ihnen die Struktur des Systems der Vorsehung studieren, die spirituellen Welten, die innere Natur des Menschen, Wünsche und Neigungen – und  auch die Methode, mit ihnen umzugehen, Einschränkungen, den Schirm und das Reflektierte Licht.

Im Allgemeinen entwickeln wir uns durch Psychologie und wenden uns langsam der Sprache der Kabbala zu – doch moch immer im Kontxt mit unseren Verlangen, Interaktionen etc.

Die Menschen werden lernen, wie wir die Verbindung unter uns herstellen und wie wir darin die Kraft enthüllen, die uns das ermöglicht. Es spielt keine Rolle, ob wir sie „Schöpfer“ oder vielleicht den „Integralen Faktor“ nennen. Ich sehe keinerlei Probleme in dieser stufenweisen Hinwendung zur Kabbala. Wir müssen uns nur an die Arbeit machen. [123819]

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Baal HaSulam, 23/12/13

Sich klein fühlen

Frage: Der Mensch kommt zum Studium, wenn er erwachsen ist und bringt eine vorgefertigte Einstellung dem Leben gegenüber mit. Dementsprechend stimmt er nur teilweise mit seinem Lehrer überein und trägt dies weiter; in manchen Punkten ist er anderer Meinung. Kann er sich mit derart gespaltenen Gefühlen spirituell entwickeln?

Antwort: Es ist ganz natürlich für einen Menschen, der die spirituelle Welt noch nicht gefühlt hat. Genau aus diesem Grund kann er das alles noch nicht im Lehrer wahrnehmen. Es steht geschrieben: „Jeder urteilt anhand seiner eigenen Mängel.“ Du siehst die Verdorbenheit in dem Lehrer entsprechend deiner eigenen. Hier brauchst du die Kraft der Gruppe, die dich überzeugt und daran erinnert, dass der Lehrer groß und wichtig ist. Wenn du deine Freunde wertschätzt und respektierst und mit ihnen arbeitest, wirst du durch die Hilfe der Gruppe in der Lage sein, diese Gefühle der Respektlosigkeit sehr schnell zu überwinden.

Die Respektlosigkeit ist natürlich und ganz logisch und es kann nicht anders sein. Es wird dir mit Absicht von Oben gegeben. Gleichzeitig gibt man dir aber auch die Werkzeuge, um diese Zustände zu überwinden. Durch die Nähe zur Gruppe erlangst du die Nähe zum Schöpfer. Deshalb wurde diese Reihenfolge der Arbeit für dich vorbereitet. Aber wenn es nicht funktioniert, liegt das Problem nicht an deiner Respektlosigkeit dem Lehrer gegenüber. Es ist ein natürlicher Phase, ihn gering zu schätzen. Der Punkt ist, dass du die Gruppe nicht ausreichend respektierst! Du kannst dich nicht mit den Freunden verbinden, um die Kraft zu erlangen, die du benötigst, um alle diese Barrieren zu überwinden.

Du musst die egoistische Ablehnung den Freunden gegenüber überwinden: Versuche ihnen während der Mahlzeiten näher zu kommen, während des Singens und anderer angenehmer Momente. Beginne, dein Ego auf Distanz zu halten und fühle, wie sinnvoll es ist, sich mit den Freunden zu verbinden. Du hast eine Chance erhalten, die Kraft der Gruppe zu empfangen und eben dadurch die Anhaftung an den Lehrer zu erlangen. Durch den Lehrer erlangst du die Verbindung zum Schöpfer und dadurch allmählich das Licht der Korrektur.

Es ist ganz natürlich, dass dein Ego instinktiv gegen die Worte deines Lehrers Einwände erhebt. Nur ein Narr stellt nichts in Frage, da er keine Vorstellung davon hat, wo er sich befindet. Deine Natur lehnt den Schöpfer ab, wie geschrieben steht: „Des Menschen Neigung ist von Jugend an eine verdorbene“ – dementsprechend bist du entgegen gesetzt zur Spirituellen Arbeit und zu deinem Lehrer. Du bist der Inneren Essenz der Gruppe entgegengesetzt, aber die Gruppe hat eine äußere Form, durch die du dich an sie annähern kannst. Die größte Schwierigkeit ist, dass der Mensch die Gruppe nicht als ein Mittel wahrnimmt, das ihm ermöglicht, sich mit den Freunden zu verbinden, um dadurch die Anhaftung an den Lehrer zu erlangen. Der Lehrer wird euch alle mit dem Schöpfer verbinden.

Wir müssen uns nicht in Chassadim verwandeln, aber du musst fühlen, dass du im Vergleich zu deinem Lehrer klein bist. Auch bist du klein im Bezug zur Gruppe und noch viel kleiner im Bezug zum Schöpfer. Beginne dein Leben zu ordnen, indem du alle dir gegebenen Mittel richtig organisierst: Das bin ich, das ist die Gruppe, das ist das Studium und das ist mein Lehrer. Alles andere ist unbekannt, weil es vom Schöpfer kommt, aber genau dort befindet sich dein Eingang in die Heiligkeit, wo du plötzlich eine Türe wahrnimmst, die zu einer Öffnung wird und du trittst ein.

Wenn du diese Konditionen nicht erfüllst, wird nichts funktionieren. Der Mensch muss sich das alles vorstellen, sogar zeichnen und schreiben, um es jeden Tag fortzusetzen und zu korrigieren. Du solltest diese Fragen täglich, Schritt für Schritt in Klärung bringen, bis du in der Lage bist, alle Voraussetzungen zu erfüllen. Du solltest verstehen, dass es sich hier um klare und angemessene Gesetze handelt. Wenn du diese nicht einhältst, wirst du nicht nur dieses Leben benötigen, sondern noch viele weitere Inkarnationen. Egal wie oft du in diese Welt zurückkehrst, die Voraussetzungen werden immer die gleichen sein. Die spirituellen Reshimot (Erinnerungen) werden nicht in allen Ebenen erfüllt, solange sie nicht durch diese speziellen Konditionen laufen!

Alles arbeitet nach diesen speziellen Gesetzen der Natur. Es mangelt uns an Verständnis, wenn wir glauben, das es diese Gesetze nicht gibt; aber wo auch immer wir sie erkennen, offenbart sich: „Er hat uns Gesetze gegeben, die nicht gebrochen werden können.“ Wir müssen dies verinnerlichen, um diese Gesetze zu verstehen und einzuhalten. Unser Ego stimmt nicht zu, aber darüber können wir uns erheben.

Warum sollten wir auf die Leiden warten, die uns zwingen, uns vom Ego zu distanzieren? Es ist ratsam, dies aus unserem eigenen freien Willen heraus zu machen, mit unserem Verstand, durch die Werte, die uns die Gruppe ermöglicht und sichtbar macht. Die Gruppe wird uns helfen uns von unserem Ego zu distanzieren. Die Gruppe wird helfen das korrigierende Licht anzuziehen, welches in uns eine neue Skala von Prioritäten und Denkwegen ermöglicht. [123150]

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Baal HaSulam, 13/12/13

 

 

Existenz in zwei Welten

Die Seele ist das einzige Gefäß (Kli), in dem wir uns als ein vereintes Ganzes empfinden. In der spirituellen Welt fühlt sich niemand getrennt, weil wir alle die Einheit fühlen, als gemeinsamen Nenner unserer Verbindung. Auf diese Art und Weise verschmilzt unsere Individualität in der Einheit, jeder von uns findet sich in der Einheit wieder und das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Es gibt keinen Grund, Angst davor zu haben, sich selbst zu verlieren, da wir eine ewige und perfekte Existenz erlangen, fernab des elenden, temporären vergeudeten Daseins. Aus der ewigen, glorreichen und unendlichen Welt sehen wir unseren Kokon und die Menschen, die immer noch in einem Traum leben. Wie Blinde versuchen sie, jedermann auszubeuten, was zu ihrem eigenen Nachteil ist, aber das verstehen sie nicht. Jeder einzelne versucht, die Decke über sich selbst zu ziehen und hofft dabei auf etwas Gutes. À la longue bringt ihn diese Einstellung aber nur zu weiteren, tieferen Leiden.

Aber wie bricht man erfolgreich aus diesem Kokon aus? Dies ist nur durch die Gruppe möglich. Inwiefern ist es möglich, darin zu handeln? Hierzu wird uns ein sehr interessanter Zustand gegeben, nämlich in Körpern zu verweilen. Demnach kann unser verinnerlichtes Gefühl in beiden stattfinden, dem Kokon, unserem egoistischen Körper und außerhalb des Kokons, außerhalb des Körpers, in einem altruistischen Zustand. Menschen, die bereits durch ihre Gefühle außerhalb des egoistischen Kokons existieren, können nach wie vor in der physischen Welt leben, weil unser Körper keine Verbindung zu der spirituellen Welt hat. Es ist nur ein physiologisches Wesen, eine imaginäre Komponente, die etwas Existentes portraitiert, aber in Wirklichkeit ist dieses Wesen imaginär und nicht existent. Physiker haben auch schon darüber gesprochen, nicht nur Kabbalisten; die Wissenschaften realisieren diese Tatsache allmählich.

Mit anderen Worten kann der Kabbalist in der höheren Welt in einer spirituellen Form und zeitgleich in der materiellen Welt in einem physischen Körper existieren. Er kann zu dem materiellen Abbild, das sich in dieser Welt zeigt, zurückkehren, um seine Eindrücke für uns zu hinterlassen, um uns seine Wahrnehmungen und Gefühle zu lehren. Er teilt mit uns die Erfahrungen seines Daseins in der höheren Welt. Er sagt uns, wie er in der Gruppe gearbeitet hat, um die Einheit zu erlangen, lehrt uns die Fundamente der Zustände innerhalb der Gruppe, um uns die Möglichkeit zu geben, mit ihrer Hilfe Stück für Stück den Aufstieg in die höhere Welt zu erlangen. Wir müssen die Anweisungen der Kabbalisten, ihren Ratschlag und ihre Instruktionen sehr ernst nehmen und ihnen folgen wie Bergführern, die uns den Weg zeigen. Wir können sie auch Revolutionäre oder Pioniere nennen und ihnen folgen. Ohne sie hätten wir keine Ahnung, wie wir uns innerhalb der Gruppen organisieren sollen, in unserer Welt. Sogar wenn die Gruppe gut organisiert ist, ist das noch lange nicht genug.

Darüber hinaus müssen wir ständig über die Höhere Welt lernen, um die Gesetze der wechselseitigen Kooperation des Gebens und der absoluten Liebe, die dort im Geben über dem Empfangen existiert, mit der permanenten Überwindung unseres bösen Triebes wahrzunehmen. Auf der anderen Seite müssen wir auch in die äußere Verbreitung involviert sein, um alle restlichen Teile der kollektiven Seele einzusammeln und die vollständige Anhaftung und Verbindung zu erlangen, bis wir ein identisches Ebenbild des Schöpfers sein werden. [123414]

Auszug aus der vierten Lektion des virtuellen Kongresses in Moskau „Verbindung ohne Einschränkungen“, 14/12/13

 

Eine Türe, eine Offenbarung, ein Eingang.

Eine Tür, eine Offenbarung und ein Eingang erscheinen im Spirituellen im selben Moment. Erwarte nicht eine Türe aus der Entfernung zu sehen, auf die du zugehen musst um sie zu öffnen. Wenn du eine Türe siehst wird sie automatisch geöffnet sein. Dies ist ein Gesetz welches in seiner Erfüllung geschehen kann.

Nur, wenn mein Gefäß dem Licht gleicht, was ähnlich dem Auszug aus Ägypten ist, sehr plötzlich geschieht und in großer Eile, nehme ich eine Türe wahr und trete ein.

Wir können diese Handlungen im absoluten Glauben vollziehen, was bedeutet, ich gebe einen Massach (Schirm) des „Willens zu geben“ auf mein Gefäß und somit empfange ich entsprechend der höheren Stufe.

Baal HaSulam, Brief 26:  Die Kraft sich an die Worte der Weisen anzuhaften, ist in unserer Realität Dalet und wird „Glauben“ genannt…

Ein Mensch der sich der Offenbarung nähern will, muss entsprechend dem Glauben der Weisen handeln. In dem Maß in dem er in der Lage ist, sich an die Größe seines Lehrers und der Gruppe anzuheften, erhält er die Kraft der Hingabe und Ernsthaftigkeit, die ihm ermöglicht die Türe zu erreichen. Er hat keine eigenen Kräfte. Es ist in unserer Welt so arrangiert, dass der Mensch einen Lehrer, eine Gruppe, das Studium bekommt, um das korrigierende Licht anzuziehen, welches ihm den Eingang zur spirituellen Welt näher bringt.

…wird genannt „ Glaube“, da es nicht auf einmal erlangt wird, sondern allmählich durch Erziehung, Anpassung und durch die Arbeit.

Dafür ist die Integrale Erziehung da, damit Menschen in dem Erfahrungsprozess das korrigierende Licht anziehen, welches sie verändert.

Hier besteht der Unterschied zwischen Integraler Erziehung und herkömmlicher Erziehung, die nicht in der Lage ist das korrigierende Licht anzuziehen. Aus diesem Grund ist es dringend erforderlich, dass jeder Wegweiser und Lehrer der integralen Methode, welcher mit der Öffentlichkeit arbeitet, sehr stark mit der Gruppe und mit dem Studium verbunden ist, nur dadurch kann er hinausgehen und erfolgreich verbreiten.

Es ist dem Lehren eines Kindes ähnlich, welches wie ein unbeweglicher Stein währe, wenn es nicht den Lehrer gäbe, der es bildet. Darum wird diese Arbeit generell „Umhang“ genannt, da es ein Mantel ist, der sich jenseits der menschlichen Wahrnehmung befindet.

Dies befindet sich über dem Verstand des Kindes.

In der materiellen Welt gibt es Kinder, die noch keinen Verstand besitzen und die bereit sind sich vor den Erwachsenen zu annulieren, damit sich diese um sie kümmern. So wird es auf natürliche Weise in der Welt organisiert. Würde ein Mensch als Erwachsener geboren werden- mit einem ausgebildeten Verstand- mit seinen eigenen Gefühlen und Meinungen- wäre es nicht möglich für es Fürsorge zu tragen. Nur wenn es sich selbst annuliert, wie ein Baby, gestattet es den anderen mit ihm zu machen, was sie für richtig halten. Nur wenn es seinen Kopf senkt, wissend und glaubend, dass es von dir abhängig ist, wirst du in der Lage sein etwas für es zu tun.

Kannst du dir vorstellen, dass ein Erwachsener in der Lage wäre sich derart zu annullieren? Wie dem auch sei, ist dies das was wir tun müssen. Wir müssen uns ein Beispiel in dieser Welt nehmen, wenn es zur Phase der Empfängnis kommt, dem Ibur, der Säugling, Yenika, der Verstand, Mochin, sonst wirst du nicht im Stande sein dich zu entwickeln. [123025]

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 13/12/13