Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Korrektur'

Dort, wo das Herz ist…

Eine Frage, die ich erhielt: Wie sollen wir das Licht darum bitten, uns zu verändern, wenn wir es nicht wahrnehmen?

Meine Antwort: Das stimmt, als erstes muss das Verlangen vorhanden sein, und erst dann kann man sich an das Licht wenden.

Wenn ich mir aufs Papier schreibe: „Ich muss das Licht bitten!“ und es hundertmal durchlese, wird nichts geschehen. Es wird zur Gewohnheit, ich werde diese Worte automatisch wiederholen und nicht mehr.

Doch uns ist die Möglichkeit gegeben worden, das Verlangen mit Hilfe der Umgebung zu verändern. Denn wir existieren nicht allein, sondern unter anderen Menschen.

Wenn ich ihnen zuhöre und sie durch das Prisma des Neides, der Leidenschaft und des Ehrgeizes – all jener Eigenschaften, die in meinem Verlangen zu genießen enthalten sind – betrachte, will ich alles Gute, was sie haben, von ihnen bekommen und höher als sie aufsteigen.

Wenn sie danach streben, Diebe zu werden, will ich der wichtigste, der stärkste und der erfolgreichste Dieb werden, denn sie schätzen das.

Wenn meine Umgebung der Erreichung der Eigenschaft des Gebens Wichtigkeit beimisst, werde ich natürlich mehr Erfolg als alle Anderen dabei haben wollen, denn das wird wichtig für mich sein.

Aus diesem Grund kann ich das Verlangen meines Herzens mit Hilfe der Umgebung verändern. Und deshalb steht geschrieben: „Wir werden tun und wir werden hören!“, weil ich in der Lage bin, Handlungen auszuführen, infolge deren ich plötzlich das haben wollen werde, was nicht von Anfang an in mir enthalten ist: an den Anderen geben, dem Wichtigkeit beimessen, auf irgendeine Weise egoistisch ein Verlangen danach entwickeln, mich im Geben befinden zu wollen.

Denn ich befinde mich in einer egoistischen Gesellschaft, und wenn diese Gesellschaft anfängt, mich zu überzeugen, dass es sich zu geben lohnt, beginne ich natürlich ebenso wie alle meine Freunde zu denken, dass es sich wirklich zu geben lohnt.

Doch dabei denke ich, dass es für mich von Vorteil sein wird – ich werde wichtig für sie, groß sein, erlange die höhere Welt, bekomme den Schöpfer in die Finger. Geben – OK, das Wichtigste ist, ich kann daran verdienen. Das nennt sich „lo liShma“.

Wenn ich, von einem solchen Bestreben getrieben, dennoch will, dass das Licht kommt und mich verändert, beginnt es, mich zu verändern, und ich stecke mich plötzlich mit irgendeinem „Virus“ an – ich erlange das, was ich vorher nicht hatte, nicht wollte und nicht vorhatte, zu erhalten. Ich beginne plötzlich tatsächlich zu denken, dass das Geben etwas Besonderes, Gutes und Erhabenes ist.

Woher kommt das? Es entsteht wie eine Krankheit, mit der man gar nicht gerechnet hat. Ich beginne, ernsthaft darüber nachzudenken, dass es gut ist, nicht an sich, sondern an die Anderen zu denken, ohne jegliches Nutzen und Belohnung für sich selbst.

Natürlich gibt es hier eine Abfolge von Veränderungen, die ich durchlaufe. Zuerst denke ich, dass ich mich von meinem egoistischen Verlangen zu genießen losreißen sollte – dadurch würde ich mich besser und freier fühlen.

Dann denke ich, ich sollte an die Anderen geben, weil ich dadurch immerhin irgendeinen Vorzug erhalte, denn letztendlich werde ich dem Schöpfer nah sein, und das hat auch seinen Wert…

Und so weiter, bis das Licht schrittweise so auf mich einwirkt, dass ich eine reine Absicht, genannt „liSchma“, erlangt habe – ausschließlich „um des Gebens willen“, ohne jegliche Rückkehr an mich selbst. Und ich spüre es, ich überprüfe, dass das ohne jegliche Rückkehr an mich selbst geschieht.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 26.11.2010

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Eindrücke vom Kongress, 11.2010, T.3

Aus den erhaltenen Briefen mit Eindrücken vom Kongress:

…ich schreibe Ihnen, weil ich mich dieses mal nicht enthalten und schweigen kann!

DIESER KONGRESS WAR DAS UNGLAUBLICHSTE, MÄCHTIGSTE, ERSCHÜTTERNDSTE, DIE WAHRHEIT ENTHÜLLENDE UND HOFFNUNG GEBENDE EREIGNIS MEINES GANZEN vieljährigen LEBENS MIT DER KABBALA!

EINE RECHTFERTIGUNG VON UNENDLICHEM LEID: Alle vorige Kongresse waren für mich auch besonders, der eine warm, der andere bedeutend, usw. ABER HIER HABE ICH DAS GESPÜRT, WOVON SIE UNS ERZÄHLEN, vielleicht DURCH DEN KÖRPER, durch DEN GEMEINSAMEN PULS, GEMEINSAME TRÄNEN UND EIN VERLANGEN, eine nicht immer bewusste Empfindung seiner Anwesenheit, eben ZWISCHEN UNS…

NOCH NIEMALS UND NIRGENDWO HABE ICH GESPÜRT, dass WIR alle ZUSAMMEN MITEINANDER VERBDUNDEN SIND, UND DAS MAN DIES TATSÄCHLICH SPÜREN KÖNNTE – UND HIER WAR ES! – ich WUSSTE, OHNE DIES VERSTEHEN ZU KÖNNEN, alle die um mich herumstehen – DAS BIN ICH.

ES IST UNMÖGLICH DIES ADÄQUAT IN WORTE ZU FASSEN, ABER SIE HABEN NACH ALL DIESEN GEFÜHLEN IN DER LETZTEN KONGRESSLEKTION ALLES GESPÜRTE UND DURCHLEBTE AUSFÜHRLICHST ERKLÄRT!

Wie eine Wahrsagerin, WOHER WEIß SIE SO GENAU ALLES ÜBER MICH? Bis zur kleinste Nuance. Es ist auch klar, dass die Kraft des Kongresses nicht nur in dem dort erlebten liegt, sonder in unserem Erwarten und Streben, darin, dass die Menschen gesehen haben, wie die anderen, die sich neben ihnen befinden dasselbe wollen!

Dieses riesiges GEMEINSAME Verlangen – IN DEN AUGEN UND HERZEN VON ALLEN. Wie leuchteten die Gesichter, wie weinten die Menschen in dem Kongresssaal, jemand spürte, jemand anderes noch nicht, aber DAS WAR EIN SPIRITUELLES EREIGNISS VON EINER ENORMEN MACHT. Die Empfindungen DIESES GROßEN KONGRESSES WERDEN DIE MENSCHEN NOCH LANGE ERHALTEN… und nichts endete in diesem Saal… FÜR DAS ERLEBTE KANN ICH ALLES HERGEBEN!

ENORME LIEBE ERFÜLLTE DEN GANZEN SAAL, ALLE HERZEN, und es ist kein Problem wenn jemand das noch nicht spürt… das ist alles in uns drinnen.
Entschuldigen Sie bitte diesen Ausbruch…

Eine Anleitung zum Konservieren des Egoismus

Das Buch Sohar. Das Vorwort. Der Artikel „Während der Brautnacht“: „Die Sitra Achra hat nur ein dünnes Licht des Leuchtens von Malchut. Dies wird als Schoresch [Wurzel] angesehen und ist ausreichend für das Fortbestehen der Klipot.

Diese Schoresch wird ebenso „ein dünner Faden“ genannt, gemeint ist eine dünne Wurzel der Sünden. Darüber steht geschrieben, „Am Anfang ist es einem Spinnennetz ähnlich, und später wird es zu Wagensträngen“.

Klipa bedeutet Kelim, die wir noch nicht in der Lage sind, mit der Absicht zu geben zu korrigieren. Die Rede ist von den stärksten und den wichtigsten Verlangen, in denen später, bei der Endkorrektur, die größten Lichter enthüllt werden.

Im Prinzip haben wir keine Chance, irgendetwas gegen das Verlangen zu genießen zu tun. Wir können nur dessen einzelne Teile sortieren und für uns entscheiden, mit welchen davon wir im Moment unter diesen oder jenen Bedingungen arbeiten können.

Was die anderen Verlangen betrifft, so sind wir verpflichtet, sie zu „konservieren“ und ständig den Schutz aufrechtzuerhalten, damit sie nicht ausbrechen und sich nicht auf uns stürzen.

Alle möglichen Hasser von Israel, sprich diejenigen, die das Bestreben direkt zum Schöpfer hassen, sind jene großen egoistischen Verlangen, die wir noch nicht korrigieren können. In der Tora werden sie als Völker der Welt bezeichnet, die Israel ständig keine Ruhe lassen.

Selbstverständlich begreifen wir, dass ihre Kriege Erweckung des Egoismus sind, die dem Menschen zugute kommen.

Dank ihnen spürt er immer besser seine unkorrigierten Verlangen auf und „tötet“ sie, sozusagen, d.h. findet in ihnen immer neue Teile, die er korrigieren und an sich, an die Benutzung um des Gebens willen anschließen kann.

Also müssen wir uns um die egoistischen Teile des Verlangens, die der Korrektur noch nicht unterliegen, kümmern. Wir müssen ihre Existenz aufrechterhalten und um derentwillen eine besondere spirituelle Arbeit durchführen.

Denn immerhin spüre ich sie in mir. Es reicht nicht, sie einfach abzuschalten und sie nicht zu benutzen – im Moment korrigiere ich sie dadurch, dass ich ihnen ein kleines Leuchten ermögliche, welches durch den Buchstaben Kuf (ק) gekennzeichnet wird, dessen unterer Teil bis unter die Zeile reicht, womit ein dünnes Leuchten bis zu den Welten von BYA und bis zu den Klipot, die sich dort befinden, durchdringt.

Genauso wird ein Kranker auf der Intensivstation an ein Beatmungsgerät angeschlossen. Ich tu nicht so, als ob ich diese Verlangen in mir nicht hätte, sondern akzeptiere im Gegenteil ihre Existenz und herrsche über sie. Also hängen sie von mir ab, denn ich erhalte einen kleinen Funken Leben in ihnen aufrecht.

Wir brauchen die Klipa, denn sie ähnelt der Schale, die die Frucht während ihrer Reifung schützt. Ohne diese Handlungen werden wir uns an die Korrektur von Malchut nicht machen können.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 18.11.2010. Das Vorwort.

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Vorbereitungen für die Arbeit von David

Frage : Wie zeigt sich die Geschichte von David und Bat – Sheva in der Gruppenarbeit.

Antwort : Eine berechtigte Frage. Wir arbeiten ja nicht an einem privaten Wunsch des Menschen, sondern an dem Wunsch,der in uns allen besteht. Gerade wurde er zerbrochen und nun müssen wir ihn korrigieren.

Jeder befindet sich im gemeinsamen Wunsch der Genüsse, in privater Selbstsucht, die überhaupt nicht berechnet wird.

In mir existieren Wünsche des tierischen, des pflanzlichen und des leblosen Niveaus, die der direkten Korrektur nicht nachgeben.
Sie werden, je nach dem Grad meiner Arbeit, auf der menschlichen Stufe korrigiert.

Wir müssen unsere Beziehungen korrigieren, die roten Fäden innerhalb unserer Verbindung. Unser gemeinsame Wunsch bringt jedoch auch die Darstellung des Bösen mit sich – unsere Absicht zu empfangen.

Alles andere lass in Ruhe – beschäftige dich nur mit dem Menschen in dir, mit Adam, der dem Schöpfer ähnlich (dome) sein soll.
Und alle übrigen Wünsche werden ihm automatisch folgen.

Aus diesem Grund liegt unsere ganze Arbeit in der Gruppe.
Malchut, Bat – Sheva sind ein gemeinsames, zerbrochenes Kli, das wir korrigieren und vereinen sollen.

Es kommt das Licht von AB – SAG und nimmt uns einen Teil des Lichtes weg – so geht Urija weg – d.h. das Licht Jud – Kej,
und es bleibt nur Waw – Kej, mit welchem man arbeiten kann.

Dann nimmt David den Teil des Seir Anpin, der für die Korrektur von Malchut vorbestimmt ist, und arbeitet damit.

Er stellt den Massach mit der Absicht zu geben dar, und korrigiert Bat – Sheva. Dadurch kommt er zum richtigen Sivug,
zur Einheit mit ihr, um dem Schöpfer Genuss zu bereiten.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, Vorwort, 18.11.2010

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Ich möchte den Machsom überqueren!

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn wir den Machsom ueberqueren, machen wir das gemeinsam oder jeder zu seiner Zeit?

Meine Antwort: Machsom ist eine potentielle Grenze. Wenn ich anstrebe, mich mit meinen Freunden zu verbinden und von der Trennung zwischen uns zu einer groesseren Verbindung kommen moechte, wenn ich mit all meiner Kraft diese Trennung vernichten moechte, aber dazu nicht in der Lage bin, rufe ich den Schoepfer zu Hilfe und ueberquere den Machsom.

Mit anderen Worten, mein Ego bleibt mir, abe ich erhebe mich darueber. Auf vorigen Etappen wollte ich das nicht wirklich und war mit seiner Existenz einverstanden.

So war es vor dem Machsom. Nach dem Machsom existieren zwei Verbindungsformen: Geben um des Gebens willen – Stufe von Bina, und Empfangen um des Gebens willen – Stufen Chochma und Keter.

Wo kann ich den Machsom umsetzen? Ich setze ihn in der Verbindung zwischen uns um. Und hier bin ich nicht von unseren äußeren Handlungen oder Sympathieäußerungen abhängig. Hier ist nur die innere Arbeit notwendig.

Ich bin verpflichtet, sich in unseren Wünschen zu verbinden, damit alle unsere Funken des Gebens sich zusammenschliessen. Sobald dies passiert, überquere ich den Machsom.

Aber alle unsere egoistischen Eigenschaften bleiben. Denn wir haben unser Ego noch nicht korrigiert, sondern haben uns darüber erhoben, in dem Versuch, unsere leidenschaftlichen Verlangen nach Spiritualität oder nach der Eigenschaft des Gebens zu vereinigen.

Und wenn unsere Funken des Gebens sind miteinander verbunden haben, ist das schon ein fertiges Gefäß für das Licht Chassadim, denn solch ein Gefäß hat die Eigenschaft Chafez Chessed (sich über dem Egoismus befinden). Dann beginnt der Mensch, das überall herrschende höhere Licht zu empfinden.

Unter dem Machsom erfuellt das gleiche höhere Licht die ganze Realität, aber wir empfinden es nicht. Und sobald sich unsere Punkte im Herzen zu verbinden beginnen, spüre ich in dieser Verbindung, in dieser Dichte, in der Kompression zwischen ihnen das alles erfüllende Licht. Und sie haben es schon entdeckt, sind zum Detektor des Lichtes geworden.

Wir befinden uns in dem gleichen Zustand. Wir müssen nicht zu anderen Galaxien, oder in höhere Dimensionen fliegen.

Das Licht befindet sich zwischen uns, und es fehlt uns nur an der Empfindsamkeit ihm gegenüber, an dem Sinnesorgan. Und je mehr wir uns einander mit unseren Herzen annähern, desto mehr enthüllen wir das Licht, das sich zwischen uns befindet. Wir kommen dazu im gegenseitigen Geben und wünschen uns, dass dies passiert…

Aus der zweiten Kongresslektion, 09.11.2010

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Offenbaren Sie die Kraft der Liebe!

Wenn der Mensch die Spiritualität enthüllt, dann beginnt er zu empfinden, dass eine gewisse Kraft, welche in dieser Welt anwesend ist, den ganzen umgebenden Raum erfüllt.

Die Luft wird dicht und zart. Es ist die Kraft des Schöpfers, die Kraft des Gebens, die Kraft der Liebe, welche die ganze Welt des Menschen ausfüllt.

Wir sollen sie hervorrufen, damit sie in Form der uns verbindenden Kraft geöffnet wird. Mit ihrer Hilfe werden wir beginnen, uns wie ein Ganzes zu empfinden.

Man muss dieser Kraft nur mehr Aufmerksamkeit schenken, sie mit der Liebe und der Feinfühligkeit suchen. Lasst uns beginnen, sie zu empfinden!

Aus der 4. Lektion des Kongresses, 10.11.2010

Eigene Natur ändern

Die Natur des Menschen ist völlig egoistisch. Deshalb selbst kann er sie nicht umwandeln und braucht eine äußere Kraft, die ihn ändern kann. Die Kraft kann nur durch das Studium der Wissenschaft der Kabbala verursacht werden.

„Tatsächlich, ich gebe zu, dass der Mensch dazu nicht in der Lage ist mit eigenen Kräften, eigene egoistische Natur, das Verlangen zu empfangen nur für sich, auf eine Entgegengesetzte, so dass man gar nichts für sich bekommt, aber alle Handlungen nur um des anderen Willen ausführt.

Aber deshalb hat uns der Schöpfer die Wissenschaft der Kabbala (Tora) und die Handlungen in der Gruppe (Gebote) gegeben. Indem wir versuchen die Gebote auszuführen, nicht für Eigennutzen, sondern um Ihm eine Freude zu bereiten, ändern wir unsere Natur.

Baal HaSulam. Artikel zum Abschluss des Sohars

Würze dein Verlangen

Eine Frage, die ich erhielt: Warum beginnen wir unsere spirituelle Arbeit in der Tora und Mizvot von einer egoistischen Absicht, lo-lischma?

Meine Antwort: Unserer Stoff ist der böse Anfang.
Es steht geschrieben: „Ich hab den bösen Trieb und die Tora als Gewürz geschaffen“. Auf den bösen Trieb ist ein Gewürz aufgetragen, wie eine Creme.

Die Tora bringt mit sich das umgebende Licht (Or Makif), das unseren Stoff „plattiert“ und ihn zur Quelle zurück bringt. Mit anderen Worten: die Tora ist das Licht, dass unsere Absicht korrigiert und sie vom Eigennutzen, auf den Nutzen des Nächsten umorientiert.

„Böser Anfang“ – ist das Verlangen, dass auf das Böse, also auf den Eigennutzen, ausgerichtet ist. Das Licht kommt und wandelt ihn in des Guten Anfang, in das Verlangen, dass auf das Gute, auf den Nutzen des Nächsten ausgerichtet ist, um.

So stellt sich heraus, dass die Tora das Gewürz ist, denn sie fügt ein winziges Stückchen hinzu, würzt das Verlangen mit der richtigen Absicht. Früher hast du es für das Böse genutzt und jetzt für das Gute.

Und die Gebote sind die Handlungen, mittels welchen du das Ziel, dass dein ganzes Verlangen dem Schöpfer ähnlich werde, in das Leben umsetzt.

In dich enwickelt sich eine Kette der Handlungen die in kleinen Portionen nach einander folgen. Du führst sie aus, damit am Ende, all deine Wünsche zum Geben ausgerichtet sind. Dadurch erfüllst du die Gebote des Schöpfers, d.h. die Korrekturen in sich.

Aus einem Unterricht über eine Artikel von Rabasch, 04.11.2010

Das ganze Gelingen kommt vom Schöpfer

Uns eröffnet sich eine großartige Gelegenheit. Von einem Kongress zum nächsten sehen wir, dass sie sich alle unterscheiden. Heute sind wir an einem besonderen Zustand angelangt, und uns wird eine große Unterstützung von oben zuteil.

Seitdem sich die Gruppe gebildet hat, können wir stets beobachten, wie der Schöpfer sie voranbringt und beschützt. Von Tag zu Tag, von Jahr zu Jahr erzielen wir immer größere Erfolge. Hätten wir es etwa alleine in einem so großen, globalen Ausmaß so weit bringen können, ohne einen einzigen Schritt im Voraus zu kennen?

In der ganzen Geschichte hat niemand das getan, was „wir tun“. Noch keiner ist an die Korrekturen herangetreten, die „wir versuchen zu vollziehen“. Es wird uns wirklich so viel geholfen, dass ich nicht aufhören kann, mich darüber zu wundern, womit wir eine solche Haltung verdient haben.

Uns wird die Möglichkeit gegeben, so große spirituelle Korrekturen anzupacken und selbst nach materiellen Maßstäben riesige Treffen und Kongresse mit Tausenden von Teilnehmern zu veranstalten, eigene Fernsehkanäle zu haben, Verbreitung über Massenmedien zu betreiben, Lernprogramme in verschiedenen Sprachen auszuarbeiten.

Der Schöpfer bereitet uns vor. Alles, was wir bis jetzt erreicht haben, kam von Ihm. Und nun hilft Er uns bei der Vorbereitung auf den Kongress, den „wir veranstalten“, um Ihn zu enthüllen. Wollen wir hoffen, dass wir dessen würdig sein werden, und Er sich nicht mehr verbirgt, sondern Sich uns enthüllt.

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 05.11.2010

Und dass ihr mir bereit seid!

Der Schöpfer kann uns nicht vollkommen, Sich ähnlich erschaffen. Nur wir selbst, durch unsere eigenen Anstrengungen, müssen unsere schrittweise Entwicklung bis hin zu Seiner Stufe anregen.

Die Erwartungen des Schöpfers sind beständig – Er erwartet ständig von uns, dass wir versuchen, Ihm ähnlich zu werden, wie ein Kind in unserer Welt erwachsen werden will.

Die gesamte Schöpfung ist auf den Endzustand gerichtet, die gesamte Schöpfung ist die Vorbereitung darauf. Alles, was wir durchlaufen, ist dafür bestimmt, uns auf die Enthüllung vorzubereiten.

Was werden wir denn enthüllen? Den Ort, an dem wir und das Licht uns ständig befinden und der vor uns durch unsere eigenen unkorrigierten Eigenschaften verborgen ist. Es ist so, als ob wir den Nebel an dem Ort verfliegen lassen würden, an dem wir uns jetzt befinden.

Wir haben diesen Ort nie verlassen, und der Schöpfer ist nie von hier verschwunden, wir haben einfach die Fähigkeit verloren, Ihn wahrzunehmen, Er ist aus unseren Empfindungen verschwunden, hat sich „in Luft aufgelöst“…

Und nun bereiten wir uns selbst auf Seine Wahrnehmung vor, indem wir die Eigenschaft des Gebens allmählich in uns aktivieren und auf diese Weise die Erscheinung Seines Abbildes „aus dem Nebel“ zum Vorschein bringen.

Unser Austritt nach unten, aus der Unendlichkeit in unsere Welt, und die Rückkehr in sie zurück ist unsere Vorbereitung auf das Ende der Korrektur (Gmar Tikun) unserer Sinnesorgane, um den Schöpfer wahrnehmen zu können.

Von der Vorbereitung hängt alles ab. Nehmen wir ein Konzert des Philharmonieorchesters als Beispiel.

Ein unvorbereiteter Zuhörer begreift einfach nicht, wo er sich befindet. Er hat mit irgendetwas Interessantem gerechnet, hat eine Packung Chips und eine Dose Cola mitgebracht – doch anstelle der erwarteten Vorstellung hat er eine … „Sinfonie b-Moll“ bekommen.

Und neben ihm sitzt ein erfahrener Musikkenner, der jeden Ton mit Aufregung und Begeisterung verfolgt. Der Eine erlebt ein unvergessliches Wechselbad der Gefühle, den Anderen lässt nur seine Gereiztheit nicht einschlafen.

Alles hängt von der Vorbereitung ab. Der Vorbereitete genießt, der Unvorbereitete leidet.

Wenn wir ein unangenehmes Gefühl bei den Worten über das Anschließen an das absolut Gute verspüren, dann geschieht das nur, weil wir uns ungenügend vorbereitet haben.

Und deshalb müssen wir jetzt, vor dem Kongress, nur für die Vorbereitung sorgen. Und Vorbereitung bedeutet Vereinigung. Wenn wir Teile des gemeinsamen Kli zusammenfügen, werden wir darin die Resultate unserer Anstrengungen wahrnehmen.

Es ist so, als ob der Schöpfer uns ein schmeichelhaftes Feedback geben würde – und wir müssen es sehr ernsthaft aufnehmen. Die ganze Grundlage bauen wir in uns auf, von Seiner Seite gibt es keine Veränderungen, denn die Unendlichkeit ist unveränderbar. Werden wir also das wahrnehmen können, was bereits existiert?

Letztendlich müssen wir unser Herz, d.h. das richtige Verlangen, das auf das gegenseitige Geben gerichtet ist, öffnen. Wollen wir hoffen, dass wir das in den nächsten Tagen erreichen werden.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabash vom 07.11.2010