Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Familie'

Das Erfolgskriterium

Frage: Nach welchen Kriterien kann ein Mensch bewerten, ob sein Studium der integralen Methodik erfolgreich war?

Meine Antwort: Wenn der Mensch in ständigem Kontakt mit seiner virtuellen oder physischen Umgebung bleibt, und dieser Kontakt ihm einen innerlichen Ausgang in das allgemeine Gefühl ermöglicht, in den allgemeinen Gedanken, in die allgemeine Bewegung, Empfindung, die Suche des Ziels, die Analyse des Zustandes, dann ist seine Zeit nicht umsonst und verloren. Das heißt, der Ausgang aus „sich“ in „außer sich“ soll eine ständige Bestrebung, soll die Bewegung des Menschen sein, dann wird sein Leben anders verlaufen.

Auszug aus dem Gespräch über die integrale Erziehung, 27.02.2012

Der Weg der Mutter

Kongress in Brasilien. Lektion №5

Frage: Gibt es in der Spiritualität einen Unterschied zwischen Mann und Frau?

Meine Antwort: Nein. In jedem von uns gibt es zwei Teile: den weiblichen Teil und den männlichen Teil. Mit ihnen gehen wir eben vorwärts.

Bezüglich der Einheit in der Gruppe unterscheiden sich jedoch die männlichen und die weiblichen Seelen in ihrem Herangehen. Die Frauen werden je nach ihren Kräften und Verlangen vereinigt, und die Männer sind verpflichtet, vom ganzen Herzen und mit den starken brüderlichen Banden vereinigt zu werden.

Es handelt sich somit um eine Besonderheit der Seele: die männliche Seele gehört zu Galgalta we-Ejnaim, und die weibliche – zu АHaP. Allerdings sollen sowohl die einen, als auch die anderen die höchste spirituelle Stufe erreichen, wobei es auf dem weiblichen Weg keine besonderen Hindernisse gibt.

Ich empfehle den Frauen und bitte sie darum: sorgen Sie sich um die Männer, stoßen Sie sie zur Vereinigung an, umringen Sie sie, um Rückschritte zu vermeiden. Denn ein Mann bleibt sein ganzes Leben lang ein Kind: er besitzt keinen Mechanismus der Geburt und der Sorge um andere. Er ändert sich nicht – er wird nur erwachsen.

Die Frau dagegen erträgt schwerwiegendste hormonale Veränderungen, wenn sie zur Mutter wird. Wie dem auch sei, in ihr ist dieses Potential, diese Bestrebung, dieses Verständnis einprogrammiert. Und deshalb ist sie mit dem Leben stärker verbunden, ist rationaler und realistischer. Aufstiege und Abstiege erlebt eine Frau weniger intensiv als der Mann, ihr Körper absorbiert diese Schläge gewohnheitsmäßig.

Deshalb sind die Frauen verpflichtet, den Männern zu helfen, und darüber spricht die Wissenschaft der Kabbala viel. Ohne weibliche Hilfe werden die Männer die gemeinsamen Ziele nicht erreichen. Also sorgen Sie sich um sie, so wie sich Mütter um ihre Kleinen sorgen.

Auszug aus der 5. Lektion des Kongresses in Brasilien, 06.05.2012

In Gedanken versunken

Ergebnisse einer Studie: Wenn der Mensch versucht, an alles zu denken, dann wird er unglücklicher. Das Glücksrezept ist einfach – denke daran, was du gerade jetzt machst. Je intensiver du dich um die Gedanken im gegenwärtigen Augenblick kümmerst, desto leichter wird es dir gelingen, zu leben. Das Problem besteht darin, diesem Rat zu folgen, denn das Gehirn ist so programmiert, dass es sich die ganze Zeit ablenken lässt und in Gedanken verliert .

Mein Kommentar: Wir lassen uns nur dann ablenken, wenn unsere Beschäftigung uns nicht innerlich bewegt. Deshalb muss man das eigene Interesse von vornherein wecken. Das empfehlt uns die Wissenschaft der Kabbala. Wenn wir kein Verlangen entwickeln, können wir auch keine Informationen richtig bearbeiten, um Neues zu verstehen, und folglich können wir dann kein Gefäß für die spirituelle Füllung erschaffen.

Heirat gemäß spiritueller Berechnungen

Wenn ich aus meinem kleinen Umschlag herausgucken könnte und sähe, wo in dieser globalen Welt ich bin, wie ich die ganze Menschheit behandle, die als eine Seele unterschiedliche Veränderungen durchlebt, sich ihrem perfekten Zustand nähernd – dann würde ich mein Leben ein bisschen anders wahrnehmen. Ich würde nicht mehr mein persönliches Leben betrachten, ein Leben so klein wie das einer Ameise, das gar nicht berücksichtigt werden sollte.

Wenn ihr eingeschlossen seid in den großartigen, weltweiten Prozess, zusammen mit anderen, werdet ihr fühlen, dass ihr im unbegrenzten Fluss des Lebens dabei seid. Einstweilen sollten wir lernen, was zu tun ist, um die Ewigkeit der Natur zu empfinden und darin eingeschlossen zu sein. Dann, von dieser Höhe aus, werdet ihr in der Lage sein, all eure persönlichen Probleme zu lösen.

Wenn wir jedoch versuchen, sie auf der gewöhnlichen, körperlichen Ebene zu lösen, werden wir gar nichts klären können. Der Beweis sind all die vergeblichen Versuche der Regierungen, die derzeitige Situation zu verbessern. Es gibt kein anderes Mittel, unseren persönlichen Zustand zu korrigieren, als die integrale Bildung und Erziehung.

Eine Frau, die sich heute schlecht fühlt, weil sie keinen Partner finden konnte, mit dem sie eine Familie aufbaut und Kinder hat, sollte daher verstehen, dass die Natur sie auf diese Weise dazu verpflichten will, in die ganze Welt einbezogen zu sein als eine Frau.

Infolge des Einbezogenseins in die Welt, das aus integraler Erziehung resultiert, fängt sie an, die Beziehungen zu verstehen, die sie mit anderen haben sollte. Sie beginnt zu fühlen, wie gut diese Verbindung auf Gegenseitigkeit mit der ganzen Welt ist.

Dann wird sie den richtigen Mann treffen , und sie werden anfangen, zu lernen, wie sie einander wechselseitig unterstützen können, um auf die spirituelle Ebene aufzusteigen und eins zu werden, obwohl sie immer noch verschieden sein und jeder in seinem eigenen Ego verbleiben können.

In dem Moment, in dem sich die persönliche Wahrnehmung ändert, wird alles innerhalb kürzester Zeit gut laufen. Sie werden sich wünschen, stärker verbunden zu sein und Kinder zu haben, so dass die wechselseitige Verbindung spirituell umgesetzt werden kann. Diese Stimmung wird sie zwingen, eine Familie zu gründen.

Auszug aus dem 19. Gespräch über das neue Leben, 02.02.2012

Sprechen – Denken – Handeln

Die Korrektur, die wir oberhalb des tierischen Niveaus aufbauen sollen, um die sprechende Stufe zu erreichen, entspringt nicht nur aus unseren Körpern, sondern auch aus dem menschlichen Wesen in uns. Allerdings realisieren wir den Korrekturprozess immer noch mittels unserer Körper, da unser Körper ein „Werkzeug“ („Mittel“) zur Korrektur ist.

Wir beziehen uns aufeinander (sowohl negativ als auch positiv) durch Sprache, Gedanken und Handlungen.

„Sprechen“ steht für Selbstbeeinflussung. Das kann als innere Sprache bezeichnet werden, da man ständig mit sich selbst spricht; es kann genauso „praktische“ (nach außen gerichtete) Sprache meinen, die andere angeht und Ideen übermittelt, wie und in welche Richtung wir uns bewegen sollten.

Die Notwendigkeit, zu Geben, führt uns zur Verwirklichung wechselseitiger Liebe; das ist ein Prozess, den wir alle durchlaufen müssen.

„Gedanken“ gehen Sprache und Handlungen voran. Zuerst müssen wir einen Gedanken formulieren, der von unseren inneren Berechnungen herrührt, die wir sowohl aus unserem Inneren beziehen, als auch von unserer Umgebung, der Gesellschaft und unseren Lehrern erhalten.

Folglich sollten die Gedanken vor allem anderen formuliert werden, und dann müssen sie in Sprache umgewandelt werden. Jede Art mündlichen Ausdrucks wird stets nur „schöne Worte“ bleiben, bis wir sie durch „Kraft“ befähigen, Handlungen anzuwenden.

„Handeln“ bedeutet, jede freie Stunde, die nicht mit der Befriedigung unserer tierischen Bedürfnisse verbracht wird, der integralen Bildung und Erziehung zu widmen, der Verbreitung und der Arbeit um anderer willen. Unsere Aufgabe ist, die Leute zumindest zu einem annehmbaren Lebensstandard zu führen, zumindest über der Armutsgrenze, eine gerechte Verteilung, und wo sich niemand seiner Rechte sozial benachteiligt fühlt.

Dementsprechend sollten unser Denken und unsere Sprache auf den Aufbau einer neuen Gesellschaft ausgerichtet sein, die sich im Gleichgewicht befindet und uns erlauben wird, eine integrale Stufe aufrechtzuerhalten und innerhalb des analogen Systems zu verbleiben. In unseren Gedanken erlauben wir unserer Umgebung, uns zu beeinflussen; wir unterwerfen uns fortwährend einer stärkeren, integralen Umgebung. Nach der Formulierung innerlicher Gedanken bringen wir diese durch die Sprache ein, das bedeutet, wir gestalten unsere Entwürfe und unsere Informationssysteme. Dies ist der Punkt, an dem Handlungen ins Spiel kommen. Es ist die Zeit, zu der wir andere durch Bildung und Erziehung grundlegend verändern, und indem wir die weltweiten Standards anheben, so dass niemand mehr an Hunger und Elend leidet.

Dies ist der Kern unserer Arbeit. So erreichen wir das Gleichgewicht mit der Natur: Das Ziel, auf das wir uns ständig konzentrieren. Stabile Verhältnisse zwischen uns erlauben uns, in einen Gleichgewichtszustand mit der Natur und ihren universellen Gesetzen zu gelangen. Dadurch werden wir ein „rundes“, perfektes System erschaffen.

Hier endet unsere Evolution: Unsere Entwicklung begann zu einer Zeit, in der das Leben auf dem Angesicht der Erde erschien, und an diesem Punkt erreicht sie ihr endgültiges Gleichgewicht.

Das bedeutet nicht, dass alles vorbei sein wird und die Sonne aufhört zu scheinen. Es ist nicht etwa so, dass wir nicht noch etliche Billionen Jahre warten könnten, bevor das passiert. Wir sprechen über das Ende der Korrektur eines menschlichen Wesens: Wenn wir Ausgewogenheit mit der Natur verwirklichen und vollkommene Harmonie erreichen, werden wir keinerlei Druck mehr von der Natur erfahren, und mithin werden unsere Leben ideal werden.

Lasst uns hoffen, dass wir einem solchen Zustand in unseren Empfindungen nahekommen und es schaffen,unsere Kinder und Enkel so aufzustellen, dass sie diesen Zustand erreichen. Es steht in unserer Macht.

Frauenfragen zur Kongressvorbereitung

Frage: Wie können Frauen ein starkes, allgemeines Verlangen aufbauen, um die Männer während dem Kongress bestmöglich zu unterstützen ?

Meine Antwort: Bis heute haben wir es nicht geschafft, den Frauen zu erklären, dass sie spirituelle Arbeit vollbringen genau wie die Männer – der einzige Unterschied besteht darin, dass der Stil ihrer gegenseitigen Verbindung sich ein wenig von der Verbindung der Männer unterscheidet.

Bei Männern beginnt alles mit einer sehr einfachen Freundschaft, mit gemeinsamen Aktivitäten. Sie baden zusammen im Meer, sitzen herum, essen zusammen und studieren. Bei Frauen ist diese Verbindung um einiges komplizierter. Aber wenn sie sich ein höheres Ziel setzen und verstehen, dass sie sich um dieses Zieles willen vereinen müssen, dann können sie das schaffen und das Ziel erreichen. Das heißt, das erhabene Ziel leitet sie, und sie sind bereit, sich um seinetwillen zu vereinigen.

Frage: Müssen die Frauen sich auf den Kongress auf irgendeine besondere Art vorbereiten? Vielleicht sollten wir es irgendwie gemeinsam tun oder miteinander korrespondieren? Oder sollten wir uns nur innerlich vereinen?

Meine Antwort: Die Wichtigkeit der Vereinigung sollte für Männer und Frauen gleich sein; das als erstes. Und zweitens müssen sie verstehen, dass auch sie die Einheit erreichen müssen. Frauen können sich einem höheren Ziel zuliebe vereinigen, und sie sollten diese Möglichkeit erkunden und genau untersuchen.

Die Bibel erzählt, wie Moses´ Schwester Miriam alle Frauen zusammen vereint hat vor dem Auszug aus Ägypten, wie die Frauen in Ägypten an sich gearbeitet haben, und wie es genau dieser weibliche Teil war, der Moses gefördert hat, das heißt, die Kraft, die uns dann aus Ägypten herauszieht.

Frage: Was sollten die Frauen von den Workshops erwarten?

Meine Antwort: Die Frauen müssen, wie die Männer, alle Details der Vereinigung diskutieren. Lasst sie versuchen, das zu tun; lasst sie dahinterkommen, was für sie passt und was nicht. So werden sie ihren eigenen Weg auf praktische Art finden, da es sonst nicht funktionieren wird.

Einerseits fragen die Frauen: „Warum nicht?“ Aber wenn man ihnen die Arbeit zur Vereinigung tatsächlich anbietet, sagen sie. „Das ist nichts für uns!“ Und so tritt ein Problem auf. Und es ist unklar, was da zu machen ist, was unternommen werden soll, wie man das Problem angehen soll?

Frauen müssen sich für eine gemeinsame Sache vereinigen, so wie in der großen Anzahl bereits existierender Frauenorganisationen, wo Frauen sich vereinen können, um etwas zu erreichen, das nicht zwischen ihnen, sondern außerhalb ihrer selbst liegt. So lasst sie sich auch vereinigen, um etwas außerhalb ihrer selbst zu erreichen, und zu diesem Zweck können sie sich verbinden – nicht gegen irgendwen, sondern um etwas zu vollbringen. Sie können es tun!

Frage: Müssen sich die Frauen vereinigen, um das Ziel zu erreichen, oder damit die Männer es erreichen?

Meine Antwort: Sie müssen sich vereinen, um den Erfolg gemeinsam zu erreichen. Lasst sie das abklären, und sie werden den mittleren Punkt erkennen, in den sie sich genau einpassen müssen, um die Männer zu ergänzen. Und ihre Arbeit ist in keinster Weise geringer einzuschätzen als die Arbeit der Männer; sie ist in Wirklichkeit größer.

Frage: Wie sollte eine Frau ihren Mann auf den Kongress vorbereiten?

Meine Antwort: Ihr wascht ihn, zieht ihn an und verpflegt ihn, gebt ihm dann seinen Rucksack und lasst ihn zur Schule gehen. Ich spreche absolut ernst: Bereitet ihn vor, als wäre er ein Kind. Das heißt, lasst ihn wissen, dass ihr große Leistungen von ihm erwartet, dass ihr hofft, dass er überall auf dem Kongress wirklich in die richtige Richtung unterwegs ist, mit guten und notwendigen Gedanken. So richtet ihr ihn her. Wenn es so weit ist, hat eine Frau das, was man die Weisheit des Lebens nennt.

Frage: Wie nutzen die Männer die Unterstützung der Frauen korrekt auf den Workshops?

Meine Antwort: Die Männer sollten sie da nicht beachten. Später, wenn sie wirklich richtig miteinander verbunden sind, werden wir den Einfluß der Frauen fühlen, ihren Druck auf uns.

Es ist gut, wenn wir das spüren können; es verpflichtet uns. Lasst uns hoffen, dass wir in der Lage sein werden, auch das zu fühlen.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 22.04.2012

Wenn wir uns wandeln …

Frage: Worin besteht die Rolle von Familie und Staat in der neuen Gesellschaft? Wird man sie überhaupt benötigen?

Meine Antwort: Lasst uns das endgültige Bild uns vorstellen, zu dem die Natur uns führt. Die Natur führt uns zu einem Zustand, in dem wir ein normales Familienleben führen. Die Familie ist die Grundlage, und auf der tierischen Stufe ändert sich das nicht. Wir müssen eine Familie haben, ein Heim, Kinder; all das ist notwendig. Bezüglich der Arbeit – die Hauptbeschäftigung für jeden wird verpflichtend die integrale Erziehung sein. Die ganze Menschheit wird daran beteiligt sein.

Die Familie der Zukunft wird es dort geben, wo Kinder Bildung durch ein virtuelles Netzwerk erhalten werden, ohne Tests, ohne Druck. Aber um integrale Erziehung zu erhalten, werden sie sich in Gruppen treffen. Gruppen muss es geben. Wir brauchen keinen Frontalunterricht, bei dem die unglücklichen Kinder dem Lehrer gegenübersitzen, gezwungen, zuzuhören, und er oder sie steht vor ihnen wie ein Polizist und bewacht sie. Das ist nicht recht.

Schließlich ist das heutige Erziehungssystem ein Erbstück aus Zeiten, in denen es nötig war, Bauern in Industriearbeiter umzuwandeln. Entsprechend wurden die Leute von den Feldern eingesammelt und es wurden ihnen einige Fertigkeiten vermittelt: Ein bisschen Lesen und Schreiben, ein bisschen Rechnen, so dass sie an einer Maschine arbeiten konnten. Und auf dieser Basis begann unser Schulsystem, das sich heutzutage völlig diskreditiert hat, aber es ist sehr schwer zu verändern.

Die neue Schule wird auf völlig anderen Prinzipien aufgebaut sein. Zuallererst muss berücksichtigt werden, dass die Eltern eine Menge Zeit zu Hause mit ihren Kindern verbringen werden. Das große Problem war bisher, dass die Frau nicht mit den Kindern zu Hause bleiben konnte. Sie muss wissen, was sie lernen, und wie sie ihnen helfen kann. Sie braucht ein Zeitbudget dafür, da sie gleichzeitig in der Schule, in der Universität studieren muss, um ein Lehrer für ihre Kinder zu sein, und mehr noch, ein Erzieher für ihre Kinder und ihren Ehemann. Sie muss die gesamte Familie erziehen. Das ist das eigentliche Problem.

Vielleicht wirken meine Bemerkungen ein bisschen sprunghaft, aber dadurch sollst du besser verstehen, über welche kritische Veränderung, über welchen Wandel der Familie wir sprechen. Es geht darum, ein riesiges System komplett neuer Beziehungen aufzubauen. Die Natur wird uns in jedem Fall zwingen, das zu erreichen, denn durch die Krise werden wir aus unseren Jobs geworfen werden, und wir werden uns zu Hause wiederfinden. Und so werden wir gezwungen sein, die Gesellschaft zu ändern, um sie ins Gleichgewicht mit der Natur zu bringen.

Auf jeden Fall wird die integrale Erziehung und Umgebung mit integraler Bildung verbunden sein, die durch ein virtuelles Netzwerk durchgeführt wird, während die integrale Erziehung im Rahmen von Gruppenaktivitäten stattfinden wird, wobei sich die Kinder in Kleingruppen von 10 Kindern mit einem Lehrer (Erzieher) treffe), der es versteht, sie in ein Ganzes zu verwandeln. Sie müssen lernen, wie sie integral aufeinander wirken können. Sie müssen ihre eigenen Psychologen sein: Sie müssen sich gegenseitig verstehen, einschätzen und beurteilen. Kinder, die eine integrale Erziehung erhalten, fühlen andere Menschen, verstehen sie, kennen ihre Natur, ihre Schwächen, und gleichzeitig verbinden sie sich mit ihnen.

Das ist nicht einfach, aber heute stehen wir an der Schwelle zu substanziellen Veränderungen. Sie sind unvermeidlich, andernfalls werden wir schlicht diese Welt zerstören.

Was bedeutet es, „Die Welt zu ändern“?

Frage: Können wir jetzt wirksam und schnell genug die Welt verändern?

Meine Antwort: Die Welt zu verändern bedeutet, der Welt zu erklären, wie sie heute beschaffen ist, und wie sie zukünftig gestaltet werden soll. Wenn ich mich korrigiere und zu einem integralen Teil dieses Systems werde, so verändere ich dadurch die Welt. Wenn ich beginne, der ganzen Welt zu erklären, was mit ihr geschieht, und auf welche Weise wir die Welt zum Gleichgewicht bringen können, dann verändere ich sie.

Aber im Prinzip muss ich nur aufklären, damit die Menschen sich selbst korrigieren, darin gibt es keinen Zwang. Ich kann sie nicht dazu zwingen, ich kann keine „schöne neue Welt“ erdenken und sie „hineinstecken“ , damit es besser wird. Keinesfalls!

Wir befinden uns in der Etappe, in der keine andere Veränderung möglich ist. Die Natur trieb uns die ganze Zeit über vorwärts. Aber wir dachten uns, dass wir es sind, die die Welt vorantreiben und sie unseren Bedürfnissen angepasst haben. Dabei versuchten wir ständig, etwas zu verbessern. Dadurch haben wir einen Zustand erlangt, in dem wir die Welt nur noch durch unsere eigene Korrektur verbessern können. Wir müssen ein integrales Bewusstsein, die Verbundenheit und das Gleichgewicht mit der Natur neu offenbaren. Dann verändert sich auch die Welt.

Auszug aus der virtuellen Lektion, 26.02.2012

Ein Oberhaupt ist der größte Egoist

Frage: Gibt es Leute, die das vierte Entwicklungsstadium bereits erreicht haben, die Stufe des Menschen? Ist es möglich, dass diese bestimmte Führungspersönlichkeiten in der Welt sind?

Meine Antwort: Unglücklicherweise sind die Anführer weit davon entfernt, weil nur der größte Egoist in unserer Welt ein Chef sein kann. Das ist so, weil unsere Welt egoistisch aufgebaut ist, und um an die Spitze aufzusteigen, muss man der größte Egoist mit einer sehr großen Verlangen danach sein.

Es gibt ungefähr 2 Millionen Leute rund um die Welt, die die Methode der integralen Erziehung im Rahmen des ARI-Institutes studieren. Viele unterschiedliche andere Organisationen sind auch darin engagiert.

Ich hoffe, dass das Jahr 2012 ein besonderes Jahr wird, weil im Moment viele Veränderungen im Begriff sind zu geschehen, und wir bemerken, dass die Geschwindigkeit dieser Veränderungen ansteigt – insbesondere hinsichtlich des Verständnisses und der Anpassung des Integralen Systems an die Menschheit. So erwarten wir große Veränderungen, und ich hoffe, sie sind zum Guten.

Die besondere Art der weiblichen Selbstsucht

Kongress in Vilnius. Lektion 2

Laut unserer Natur, laut der Schöpfung, ist die Vereinigung nur zwischen den Männern möglich. Die Frauen werden untereinander nicht vereinigt, da ihre Selbstsucht von besonderer Art ist. Sie ist weder gut noch schlecht.

Wir müssen mit unserer ursprünglichen Natur arbeitenund nicht versuchen sie auf irgendeine Weise zu verstümmeln. Man muss mit jenen Ausgangsdaten arbeiten mit denen wir geschaffen wurden und dabei verstehen, dass wir unser Ziel nur dann erreichen, wenn wir sie richtig verwenden.

Wenn wir versuchen Männer und Frauen in eine Gruppe unterzubringen werden wir im Laufe der Arbeit feststellen, dass bei Männern eine ganz andere Verbindung als bei Frauen stattfindet.

In unserem gewöhnlichen Leben spüren wir diesen Unterschied kaum im Gegensatz zu den Empfindungen in unseren Workshops über die Integralmethodik. Buchstäblich beginnt der Männerteil nach einer halben oder ganzen Stunde der gemeinsamen Arbeit zu empfinden, dass sie bereit sind, vorwärts zu gehen und sich mit allem zu verbinden. Der weibliche Teil fühlt dagegen, dass er nicht in der Lage ist an der gegenseitigen Annäherung zu arbeiten.

Das beste Ergebnis wird dann erreicht, wenn die Frauen die Männer in ihrer Absicht und Bemühung unterstützen und die Männer sich untereinander verbinden.

Auszug aus der 2. Lektion des Kongresses in Villnius, 23.03.2012