Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Bildung&Erziehung'

Heldenmut und keine Erniedrigung

Frage: Wird eine Gruppe homogen sein, wenn sie auf ein einheitliches Niveau des Begreifens, der Integrität aufgestiegen ist?

Antwort: Ja. Nicht nur die Mitglieder einer Gruppe, sondern auch alle Integralgruppen werden einander ziemlich ähnlich sein.

Da wir von Natur aus in unserem herzlichen, spirituellen, moralischen und physischen Potential verschieden sind, reihen wir uns so beim gemeinsamen Studium in einander ein und bilden einen allgemeinen Organismus, so dass unsere Eigenschaften ausgeglichen werden.

Dabei entstehen keine Störungen, niemand verhindert das Kollektiv, dal die allgemeine Atmosphäre, die darin herrscht, allen zeigt, wie sie sich zu benehmen haben. Dabei ist das Wichtigste, sich nicht in den Vordergrund zu bringen, sondern im Gegenteil, sich bezüglich anderer zu annullieren. Gerade solches Benehmen wird als Heldenmut wahrgenommen. [124402]

Auszug aus dem TV-Programm „Integrale Welt“, 26/10/12

Weg mit der Selbstbeschuldigung!

Frage: Die Menschen, die in die Gruppe kommen, haben nicht nur unterschiedliches Potential, sondern auch verschiedene Probleme und Wünsche aller Art: Einer kämpft mit physischen Verlangen, ein anderer mit seiner Herrschsucht.

Antwort: Niemand kämpft damit. In dem Menschen, der sich mit der Integralen Methode beschäftigt, gibt es keinen Kampf mit sich selbst, kein Nachgrübeln, keine Selbstbeschuldigung und schon gar keine Selbstanalyse. Es gibt einfach nichts zu analysieren, denn jeder Mensch besteht in seiner Ganzheit durchgehend aus Selbstsucht. Es ist besser, diese „Schachtel“ gar nicht zu öffnen.

Das einzig Notwendige ist, sich mit anderen zu verbinden und das Zentrum der Gruppe, das unabhängig von allen existieren wird, zu erschaffen. Ich nenne es den „Himbeer – Ball“, der beginnt, als Ergebnis unserer altruistischen Absichten zwischen uns allen zu leuchten. [124488]

Auszug aus der Fernsehsendung „Integrale Welt“, 26/10/12

Ein Kreis verpflichtet

Frage: In normalen Klassen sind Kinder oft Rabauken und quälen einander. Welche Konditionen und Zustände sollte man mit ihnen durchlaufen, um sie mit der Integralen Methode positiv zu beeinflussen?

Antwort: Wir haben reguläre aufeinanderfolgende Klassen, um zu diskutieren und zum Beispiel manche Filme, um die Schüler zu Ehrlichkeit zu bringen, um die Zurückhaltung zu überwinden, die Scham, die Verwirrung, absichtliche Unhöflichkeit und so weiter.

Es ist sehr gut, wenn Probleme zwischen ihnen auftauchen, da wir dann ein „Gerichtshof-Rollenspiel“ inszenieren, in dem jeder von ihnen den Standpunkt des verteidigenden Anwalts einnimmt. Der Angeklagte und der Ankläger. In Wahrheit lebt jeder von uns als potenzielles Opfer und als potenzieller Krimineller.

Wir müssen sie durch eine Vielfalt an Möglichkeiten führen, um ihnen aufzuzeigen, dass sie tief in ihrem Inneren ohne Ausnahme unter dem Einfluss der Gesellschaft und deren Aktivitäten stehen. Wir müssen ihnen helfen, sich zu verändern, ohne Druck und Zwang, damit sie lernen, einander zu verstehen und den Zustand des anderen zu empfinden. Das ist sehr wichtig.

Unser Ziel ist Individuen zu bilden, die sich korrekt mit ihrem Umfeld verbinden, die andere fühlen und sich der Welt vertraut fühlen. Durch die Kooperation untereinander erlangen sie alle Unterrichtsfächer und bekommen die Fähigkeit, Spannungen zu lösen, welche während der Lektionen entstehen, wie Kondensatoren und während der Pausen verhalten sie sich dann ruhig, weil sie alle überschüssigen Energien transformieren konnten.

Kinder, die 45 Minuten lang still sitzen müssen, um einem Lehrer zuzuhören, fühlen sich elend. Wir führen sie entsprechend unserer Methode einer Integralen Kommunikation entgegen, die ihnen ermöglicht, ihre Beziehungen zu klären und Untersuchungen anzustellen. Allerdings nur unter gewissen Rahmenbedingungen, wie vor Gericht: Wir geben Spielregeln, dass jeder eine Minute bekommt, um sich auszudrücken. Auf diesem Weg entdecken sie, was die anderen über sie denken. Ihr werdet sehen, wie alles plötzlich funktionieren wird. Es wird keine Raufereien mehr geben in der Klasse, auch keine Übergriffe gegen Schwächere, die sich nicht verteidigen können. Alles wird im Ausgleich sein.

Der Kreis verpflichtet. Ob du es willst oder nicht, wenn du dich in einem Kreis befindest, nimmt die integrale Natur enormen Einfluss auf dich. Die kleineren Kinder und ihre Gegner werden abgefangen, weil im Kreis jedem zugestanden wird, seine Meinung und seine Worte zu äußern. Niemand wird Angst haben, sich auszudrücken. Alles wird von dem Einfluss der Kraft der Korrektur ausgebügelt, die ihnen von Oben zuteil wird. [122544]

Auszug aus  dem TV-Programm „ Über die Zeit“ 24/09/13

Von der „Verbundenen Gesellschaft“ hin zur Enthüllung des Schöpfers

Ich erwarte keine dramatischen globalen Ereignisse bis zum Herbst 2014, obwohl sich in diesem Jahr viel Übel offenbaren wird. Die Menschheit hat selbst sich eine Vielzahl von „Blasen“ angesammelt – Gift, das neutralisiert werden muss.

Dieser Prozess wird 2014 beginnen; dennoch haben wir noch Zeit, die wir effizient nutzen sollten, um uns so schnell und so gut wie möglich darauf vorzubereiten.

Wir alle müssen im Bereich der Integralen Erziehung aktiv werden. Es genügt nicht, „nur“ die Kabbala zu studieren. Wir studieren sie nun seit 15 Jahren – doch nun ist die Zeit für diese Methode gekommen und das verpflichtet uns zum Handeln.

Bisher haben wir uns nicht mit der praktischen Anwendung der Kabbala beschäftigt. Genauso wie die gesamte Menschheit durchliefen wir in der Vergangenheit alle Stufen der Vorbereitung. Doch ab 2014 beginnen wir, das Schöpfungsprogramm an uns selbst praktisch umzusetzen. Wir werden daher Gruppen bilden, um das Prinzip der Nächstenliebe in der Welt zu implementieren.

Wir nennen dies „Integrale Methode“, obwohl es für uns das Gleiche ist wie die Kabbala. Wir nutzen dazu dieselben Anleitungen von Baal HaSulam und Rabash – nur passen wir sie an die höheren, weniger „groben“ Verlangen zu empfangen an.

Durch diesen Ansatz erreichen wir ein angenehmeres Gefühl auf einer niedrigen Spirituellen Stufe – eine Art „Verbundene Gesellschaft“, ein bisschen Egoismus und ein bisschen Gutes. Das ist aber noch nicht der Schöpfer, eher ein Übergang vom Negativen (-) zum Positiven (+) und nicht mehr.

Die Weisheit der Kabbala beinhaltet alle anderen Ebenen in sich selbst; zuerst sehnst du dich nach Verbindung und enthüllst deine böse Neigung, die der Verbindung entgegen steht. Danach erhebst du dich im Ausmaß deiner Anstrengungen für die Verbindung zur guten Neigung. Das nennt sich „Wissenschaft der Kabbala“ oder die „Enthüllung der Göttlichkeit“.

Daher variieren die Integrale Methode und die Weisheit der Kabbala in ihrer Breite. Die erste geht der zweiten voraus – es gleicht der Öffnung einer Tür für die Massen; und dann sehen wir, wie die Menschen eintreten.

Dies wird stufenweisen geschehen – genauso wie wir mit ihnen die Struktur des Systems der Vorsehung studieren, die spirituellen Welten, die innere Natur des Menschen, Wünsche und Neigungen – und  auch die Methode, mit ihnen umzugehen, Einschränkungen, den Schirm und das Reflektierte Licht.

Im Allgemeinen entwickeln wir uns durch Psychologie und wenden uns langsam der Sprache der Kabbala zu – doch moch immer im Kontxt mit unseren Verlangen, Interaktionen etc.

Die Menschen werden lernen, wie wir die Verbindung unter uns herstellen und wie wir darin die Kraft enthüllen, die uns das ermöglicht. Es spielt keine Rolle, ob wir sie „Schöpfer“ oder vielleicht den „Integralen Faktor“ nennen. Ich sehe keinerlei Probleme in dieser stufenweisen Hinwendung zur Kabbala. Wir müssen uns nur an die Arbeit machen. [123819]

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Baal HaSulam, 23/12/13

Das Lehrbuch der inneren Harmonie

Wir müssen die Integrale Methode, vom Anfang bis zum Ende, in einer leichten Form darlegen. Tatsächlich gibt’s in ihr nichts Kompliziertes. Sie spricht über die innere psychologische Struktur des Menschen und darüber, wie er sich dieser Welt anzupassen hat und wie er diese benutzt, um sich zu verändern und in ein harmonisches Gleichgewicht mit der Umgebung gerät.

Ein schwieriges, kompliziert verfasstes Buch verwirrt den Leser, deshalb müssen wir den Inhalt so einfach wie möglich darstellen, denn auch für die besten Köpfe sind diese Ideen äußerst komplex. Ich spreche aus Erfahrung, die ich aus vielen Treffen mit berühmten Persönlichkeiten gemacht habe.

Jedoch schreiben wir diese Bücher nicht für die das einfache Volk, sondern gezielt für den modernen Menschen, der nicht weiß, was mit ihm geschieht, obwohl er außergewöhnliche (intellektuelle) Fähigkeiten besitzt. Das Problem besteht darin, dass es sehr schwierig fällt, etablierte Stereotype zu zerstören. Darum schlagen wir dem Menschen vor, die Augen zu schließen und sich in die Gruppe zu werfen, als spränge er von einem Sprungbrett ins Schwimmbad. Nur wenn er ohne jegliche Voraussetzungen mit der Gruppe zusammenwirkt, seine Stereotype über Bord wirft, sich dorthin begibt wie ein kleiner Junge, beginnt er zu spüren, dass es noch eine Kraft in der Natur gibt, die wir nicht benutzen – die Kraft der Umgebung, der Einheit und der Kraft der gegenseitigen Bürgschaft.

Wenn wir damit anfangen, diese zu benutzen, dann verwandelt sich unser verdorbenes Ego zu einem guten. Wenn wir den Egoismus richtig realisieren, können wir ihn auch korrigieren. Er wächst momentan über sich hinaus und frisst alles auf, wie ein Krebs im menschlichen Organismus. Wenn wir ihn richtig steuern werden, sind wir in der Lage, ihn zu heilen. Wir haben keine andere Wahl. [123044]

Auszug aus der TV Sendung  „Die Integrale Welt“, 24/10/13

 

 

 

 

Die theoretische Grundlage und die praktische Verwendung

Frage: Ob die Methodik der Integralen Erziehung eine Alternative zum existierenden System der Volksbildung werden kann?

Antwort: Es geht darum, dass die Integrale Erziehung kein Ersatz des Bildungssystems ist, sondern sie ist eine Möglichkeit des Herantretens an den Menschen, an die Klasse der Schüler, an die Gruppe der Menschen, an die Gesellschaft, an die Menschheit; wenn du sie nur wie eine integrale Gesellschaft siehst. Nur so positionieren wir uns bezüglich der Natur oder auf uns selbst und andere doch richtig.

Es handelt sich nur um eine besondere Form des Vermittelns des Materials, sie muss rund sein. Auf diese Weise kann man alle wissenschaftlichen Disziplinen unterrichten. Die Schüler setzen sich in den Kreis, besprechen untereinander den Gegenstand, antworten auf die Fragen, lernen voneinander.

Frage: Das traditionelle System der Ausbildung gründet sich auf die herkömmliche Erziehung. Beschäftigen wir uns mit unserer Methodik nur mit den Fragen der Ausbildung oder befassen wir uns auch mit der Erziehung?

Antwort: In der integralen Methodik wird die Ausbildung mit die Erziehung kombiniert. Wenn wir eine Klasse, eine Gruppe von Menschen aus einem Unternehmen oder eine Gruppe von Eltern ausbilden, lehren wir sie die Methode der Runden Tische, der Workshops etc, und erklären, worauf unsere Methodik gegründet ist, warum  sie gerade so und nicht anders funktioniert. Wir koordinieren sie mit dem Gesamtkonzept: Universum, Menschheit, Natur, Krise und so weiter. Deshalb hat unsere Methodik wie jede andere Lehre theoretische Grundlagen und praktische Anwendung. [122527]

Auszug aus dem TV-Programm „Über die Zeit“ 24/09/13

Alles basiert auf der Gleichheit der Eigenschaften!

Frage: Wir sprechen darüber, dass die Integralmethodik eine Form des unterrichtens ist. Wenn wir den gewissen Kreis der Menschen zum inneren Punkt der richtigen Vereinigung bringen, dann fangen sie diese Idee auf und geben diese weiter. Kann man auch alle übrigen Formen verwenden, die dazu führen?

Antwort: Ich weiß nicht, über welche Formen Sie sprechen.

Wenn ich meinen Radioempfänger stimme, dann fange ich den Punkt der Ähnlichkeit meiner Schwingungskontur mit der äußeren Welle auf. Der Empfänger generiert die Welle, die der äußeren Welle ähnlich sein soll, und wenn sie übereinstimmen, fasst er die Modulation der äußeren Welle auf, die ich später höre. Alles basiert auf der Gleichheit der Eigenschaften!

Gerade solche Gleichheit der Eigenschaften mit der Integralnatur müssen wir in den Menschen finden! Indem du ständig den Punkt der Abstimmung mit der Gruppe korrigierst, erlangst du plötzlich diesen Zustand, der dich auf die nächste Stufe erhebt. Folglich „schwimmst“ du auf dieser Stufe. Du erkennst dich nicht mehr, da du und die Gruppe sich in das einheitliche Ganze verwandelt habt, d.h. aus „zehn“ wurde „eins“. [122542]

Auszug aus dem TV – Programm „Über die Zeit“, 24/09/13

An die Gefühle der Menschen appellieren

Frage: Welcher  ist der erfolgreichste Weg, um einen Menschen zu erreichen – über sein Herz oder seinen Verstand?

Antwort: Wir appellieren nicht an die Vernunft, sondern versuchen immer, in den Menschen die entsprechenden Gefühle hervorzurufen, aus denen sie später richtige Schlussfolgerung ziehen können. Das heißt, zuerst kommt das Herz, und später der Verstand.

Der wirksamste Weg zu den Herzen der Menschen besteht darin, ihnen Fragen zu stellen, die unmittelbar ihre Probleme betreffen. Folglich bringen wir sie zur Möglichkeit der Lösung dieser Probleme durch Verbindung und sie ziehen daraus ihre Schlussfolgerungen. [122709]

Auszug aus dem TV – Programm „Über die Zeit“ №2, 24/09/13

Der eigene Standort bestimmt die Arbeitsbedingungen

Frage: Die massiven Verbreitungsaktionen in Israel machen uns eifersüchtig und vermitteln uns das Gefühl, dass wir in Russland etwas falsch machen. Dies führt zu Auseinandersetzungen in den Gruppen.

Antwort: Ich bitte euch alle, Israel nicht als Beispiel zu nehmen, da es hier einzigartige Bedingungen gibt: Wir haben einen TV-Kanal, der es uns ermöglicht, viele Menschen zu erreichen, und es ist ein relativ freies Land, so dass wir tatsächlich tun können, was immer wir wollen.

Allerdings gibt es hier auch eine massive Kraft, die sich uns widersetzt, und wir haben das –  entsprechend der Bedingung, dass die Kraft der Veranstaltung der Widerstandskraft gleichkommt – zu akzeptieren. Wenn wir freie Zeitungen drucken und sie herausgeben, diese auf unserem privaten TV-Kanal und live gezeigt werden, wird uns die Kraft und die Effizienz gegeben, um die Klipa (Schale) zu brechen, die Unterbrechungen. Dies wird auf eine andere Weise in jedem Land erfüllt.

Ich bin sicher, dass die Bedingungen, die auf der ganzen Welt geschaffen wurden, genau der Kraft der Handlung und dem Widerstand entsprechen. Der Schöpfer erschuf optimale Bedingungen, damit ihr in der Lage seid euer Möglichstes zu tun, was auch immer an einem bestimmten Ort durchgeführt werden kann. Dies sind die Anstrengungen die das Gefäß erschaffen, damit es in der Lage ist, den Schöpfer zu fühlen.

Wir sollten nicht denken, dass es einfacher und besser an einem anderen Ort sein könnte, und dass ihr damit erfolgreicher sein würdet. Absolut nicht! Wie geschrieben steht: „Wer den Ort wechselt, wechselt auch sein Glück.“

Es ist so weil die obere Vorsehung in einer anderen Art und Weise an euch arbeitet, je nach den spezifischen Bedingungen, in denen ihr euch befindet.

Ihr solltet euch in diesem Sinne nicht beneiden. Ihr solltet voneinander lernen und einander helfen, aber nicht einander beneiden. Es ist unmöglich bestimmte Gegebenheiten an unterschiedlichen Bedingungen zu ändern.

Bei meinen Besuchen in den USA sehe ich, dass die Bedingungen dort völlig anders sind als bei uns, aber wenn unsere Freunde die Arbeit richtig durchführen, haben sie dennoch die gleiche Chance den Schöpfer, wie an jedem anderen Ort auf der ganzen Welt, zu enthüllen.

Wir sind alle unter der Aufsicht der Oberen Vorsehung, und sollten uns keinesfalls auf die Stelle eines anderen setzen wollen. Das ist sehr falsch. Es hängt alles von der Oberen Vorsehung ab, die auf diese Weise an jedem von uns arbeitet, und wir sollten uns gegenseitig nicht beneiden. Jeder Mensch hat seine eigene Seele, sein eigenes Schicksal, seinen eigenen Platz und seine eigenen inneren und äußeren Bedingungen, und wir sollten nur diesem eine Chance geben, um sie richtig zu implementieren.

Wir dürfen das nicht vergessen und sollten ständig darauf aufpassen. [119019]

Aus einem Gespräch der Verbreitung 10/17/13

Zerstört nichts!

Aus den Nachrichten (Syndikat-Project): „Jedes Jahr verschwenden oder vernichten wir 1,3 Milliarden Tonnen Nahrungsmittel – ein Drittel der weltweit jährlichen Nahrungsmittel- produktion. Das schiere Ausmaß dieser Zahl macht es fast unmöglich, es zu begreifen, egal wie man sich dieser annähert. Versuchen Sie sich 143.000 Eifeltürme aufeinander gestapelt vorzustellen, oder einen Stapel von 10 Billionen Bananen“.

Die Zahl ist umso unfassbarer,  wenn man bedenkt, dass neben dieser massiven Verschwendung und Verlust, 840 Millionen Menschen  täglich chronischen Hunger erleben. Viele Millionen mehr leiden an „stillem Hunger“ – Unterernährung und Mikronährstoffmangel.

Für die mehr wirtschaftlich Denkenden, hier  eine andere Zahl: Lebensmittelverschwendung und Verlust, ausgedrückt in Erzeugerpreisen, geschätzte Kosten etwa 750 Milliarden $ pro Jahr. Wenn wir die Einzelhandelspreise und die weiterreichenden Auswirkungen auf die Umwelt – einschließlich Klimawandel – berücksichtigen, würde die Zahl noch viel höher sein….

Nahrungsmittelverlust – auf Bauernhöfen, bei der Verarbeitung, Transport zu den Märkten –  untergräbt die Ernährungssicherheit in den meisten Entwicklungsländern, in denen Verluste der Ernte bis zu 40% der Produktion erreichen können. Investitionen in die Infrastruktur für Lebensmittel ist dringend  erforderlich, genauso wie Programme, um Landwirte bestens auszubilden.

In den entwickelten Ländern erfordern Lebensmitteleinzelhandelspraktiken ein Umdenken.

Mein Kommentar: Im Judentum gibt es ein religiöses Prinzip namens  „Bal Tashchit“: Zerstöre nicht das Nützliche –  alles, was für andere nützlich sein kann. Es ist verboten Speisereste, die sich als menschliche und tierische Nahrung eignen, jegliche industriellen Abfälle, die noch verzehrt werden können, etc., wegzuwerfen, weil alles vom Schöpfer für die Korrektur der Welt gegeben wird, und genauso müssen wir es nutzen –  zur Korrektur der Welt. Aber es richtig zu  benutzen,  ist nur hinsichtlich der Korrektur des Menschen möglich, wenn er selbstverständlich und instinktiv an das Gemeinwohl denkt. [118885]