Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Glaube über den Verstand, die Meinung des Freundes  akzeptieren

Frage: Kann man den „Glauben über den Verstand“, die Anerkennung der Meinung des Freundes nennen, obwohl sie das Gegenteil der eigenen Meinung ist? Wenn ja, wie kann das gelingen, ohne die eigene zu brechen?

Antwort: „ Glaube über den Verstand“ bedeutet entgegen der eigenen Meinung, wenn ich die Meinung meines Freundes akzeptiere und mich zu hundert Prozent von ihr leiten lasse. Ich versuche, seine Meinung, obwohl sie das Gegenteil von meiner ist, zu meiner zu machen. Das muss man ausprobieren und nach und nach wird man verstehen, was das ist.

„ Glaube über den Verstand“ ist ein System der spirituellen Einstellung, wenn man beginnt die spirituelle Welt über oder durch unsere Welt zu sehen. Das ist nicht leicht. Man muss viel Zeit und Mühe investieren, bis man beginnt, alles so wahrzunehmen.

Es ist ein völlig anderes System des Universums, als ob Sie einen völlig anderen Verstand, andere Gefühle und Gedanken hätten.

Aus dem Unterricht, 19.04.2020

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Die spirituelle Rolle der Frauen, Teil 5

Wozu Nachwuchs in die Welt setzen?

Frage: Sehr oft fragen Kinder ihre Mutter: „Warum hast du mich geboren? Ich habe nicht darum gebeten.“ Wie können wir diese Frage beantworten?

Antwort: Wenn mein Kind mich fragen würde: „Warum hast du mich zur Welt gebracht?“ würde ich sagen: „Weil es das Gesetz der Natur ist.“

Genauso wie ich geboren wurde, habe auch ich Nachwuchs in die Welt zu setzen, damit wir gemeinsam, kontinuierlich, über Generationen hinweg, den allgemeinen Egoismus, der in jedem von uns existiert, in geringem Maße korrigieren.

Ich, du, jeder von uns korrigiert das Ego ein wenig. Auf diese Weise bewegt sich die ganze Menschheit auf die allgemeine Korrektur zu. Deshalb müssen wir Kinder zur Welt bringen.

Die Thora sagt, dass eine Familie zwei Kinder haben sollte: einen Jungen und ein Mädchen. Gibt es in einer Familie keine zwei Kinder, dann macht eine andere Familie das wieder wett.

Frage: Welche konkreten Absichten sollte eine Frau, die sich in der Kabbala engagiert, in Bezug auf die Geburt eines Kindes haben, damit dies kein körperlicher, sondern ein spiritueller Wunsch ist?  

Antwort: Die Absicht sollte nur auf das Geben ausgerichtet sein. Deshalb ist es sowohl bei der Planung als auch bei der Erziehung von Kindern wünschenswert, im Bestreben zu Geben zu sein. Sprecht ständig mit euren Kindern darüber. Nach und nach werden sie sich an diese Worte gewöhnen und sich für ihre innere Bedeutung interessieren.

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Aus „Grundlagen der Kabbala“ der Kabbala der Kab TV, 08.03.2020

Immer mit mir – Teil 97

Und plötzlich ist er weg!

Erste Zeit bin ich in Schweiß gebadet aufgesprungen, schaute auf die Uhr und dachte, ich hätte verschlafen!… Es ist schon halb zehn, und man musste um neun bei ihm sein!… Und plötzlich merkst du, dass du dich nicht verspätest, dass man nirgendwo hingehen kann.

Du legst dich hin, schließt die Augen, und er steht vor dir, lebendig…

Ja, es war anfangs nicht einfach….. Und wie schwierig es war, ohne ihn im Auto zu fahren, weil wir so viel zusammen gefahren sind… Und nicht zu hören: „Michael, fahre nicht so schnell, sag es dir!“ Er mochte es nicht, wenn ich über 90 km fuhr; „Michael, du musst das Glas abwischen“, er liebte es, dass die Scheiben immer perfekt sauber waren; „Michael, lass uns heute zu Meron fahren….“ Und wir sind nach Meron, zum Grab von RASHBI… Und jetzt, mit wem willst du gehen?!

Aber trotzdem hat es sich im Laufe der Zeit etwas beruhigt. Es liegt daran, dass der zweite Teil des Gehirns auch funktioniert hat, der Hauptteil. Wo ich ihn klar gespürt habe. Das heißt, der Lehrer, Vater, Freund hat mich verlassen… Aber er hat mich auch nicht verlassen! Je mehr Zeit verging, desto näher und näher spürte ich ihn. RABASH hatte nicht eine Minute, wo er überhaupt etwas für sich selbst tat. Alles wurde nur in eine Richtung gebaut: von sich selbst zu den anderen.

Er hat mich mit dieser Bewegung „infiziert“. Ich fühlte, dass er mich nach vorne drängt, ich hatte keinen anderen Ausweg, sondern nur, um zu gehen, genau wie er, ohne vom Weg abzuweichen, ohne sich abzulenken, um wie er zu gehen und alles zu tun, um der Welt zu vermitteln, was er vermitteln wollte. Das, was er in mich investiert hat. Ich fühlte diese Verantwortung, fühlte sie damals und fühle sie auch heute. Alles, was mit mir weiter passiert, alles ist er, RABASH.

 

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Die spirituelle Rolle der Frau, Teil 4

Mann und Frau in der Spiritualität

Frage: Kann sich in unserer Welt sowohl das Empfangen als auch das Geben in einer Frau entwickeln? Wird eine Frau, die weiß, wie sie um des Gebens willen empfangen kann, im Einklang sein?

Meine Antwort: Während Männer und Frauen in unserer Welt nach einem äusseren biologischen Merkmal getrennt sind, spielt das in der spirituellen Welt überhaupt keine Rolle.

Dort wird in jedem von uns, egal ob Mann oder Frau, eine Seele aus dem Verlangen zu empfangen und der Absicht zu geben geformt. Folglich können Sie der spirituelle männliche Teil, d.h. der Geber sein, und Ihr Ehemann, Ihr Lebenspartner, kann der weibliche Teil sein. Dann können Sie je nach Ihren Bemühungen und Bedingungen die Rollen tauschen. Dies hat nichts mit dem physiologischen Geschlecht zu tun.

Wenn Sie mit Ihrem Mann spirituell arbeiten wollen, dann sind Sie bereits eine Gruppe. Eine Gruppe besteht aus mindestens zwei Menschen und maximal zehn, aber nicht mehr. In der Gruppe gibt und empfängt jeder.

Deshalb spielt jeder die Rolle des Empfangens als Frau, genannt weiblicher Teil, und die des Gebens, genannt männlicher Teil. Auch das hat nichts mit ihrem Geschlecht zu tun. All dies ist also sehr bedingungsabhängig.

In unserer Welt hat der Unterschied zwischen einem Mann und einer Frau eine streng festgelegte Vorstellung nach rein physiologischen Merkmalen. Und in der geistigen Welt kann ich mich in einer Minute von einem Mann in eine Frau und von einer Frau in einen Mann verwandeln. Es hängt alles davon ab, wie sich der Egoismus in mir offenbart und wie sehr ich mich über ihn erheben kann.

Ich wünsche Ihnen allen, dass Sie spirituelle Männer sein mögen und dass Sie in der körperlichen Welt schöne Frauen bleiben.

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Immer mit mir -Teil 96

Er ging und er blieb

Was kam danach…

Die Beerdigung fand am selben Tag, Freitag, statt. In der religiösen Zeitung „Amodia“ erschien eine Meldung:

 

„Am 15. September 1991 ausgangs des Rosh Ha-Shana fühlte [RABASH] sich schlecht und wurde sofort ins Krankenhaus „Beylinson“ gebracht. Anhängerschaft und Verehrer beteten für seine Genesung, doch am Freitag, um 7 Uhr morgens, gab er dem Schöpfer seine Seele zurück. Seine Söhne Rabbi Shmuel und Rabbi Yehezkel und sein Vertrauter Michael Laitman standen an seinem Bett.“

RABASH wurde nahe Baal HaSulam[1] (70) beerdigt. Diejenigen, die man informieren konnte, sammelten sich dort. Ich stand beiseite. Näherte mich dem Grab nicht. Dort hatten die Verwandten das Sagen. Dann gab es eine Shiva. Die Leute kamen, gingen, es gab viele Tränen, viele Worte.

Da stieg mein Blutdruck, mir war schwindelig, und ich wusste nicht, was das soll. Man hat mir Blutdruck gemessen: 180/110. Die innere Spannung war enorm, was soll ich sagen.

Aber ich erinnere mich trotzdem sehr deutlich, dass es keine Angst gab, keine Panik. Das heißt, zwei Teile des Gehirns funktionierten. In einem war natürlich das Gefühl, dass er körperlich weg ist. In dem anderen gab es ein vollständiges Verständnis dafür, dass eine neue Periode beginnt.

Und das, obwohl ich seit 12 Jahren bei RABASH voll und ganz beschäftigt war. Von morgens bis abends war ich mit ihm, wenn nicht physisch, dann in Gedanken. „Man muss RABASH-Käse kaufen, ihm ist der Käse ausgegangen; man muss ihn zum Arzt bringen, er fing an, schlechter zu schlafen; Olga hat für ihn das Essen gekocht, wir müssen das unbedingt vor dem Mittagessen bringen… Ich muss mit ihm darüber reden, bloß nicht vergessen….“ Er wurde zu meinem zweiten „ich“. Ohne RABASH konnte ich mir mein Leben nicht vorstellen.

 

[1] „Als Rebbe starb, wusste man auch nicht, wo man ihn begraben sollte. Im Gegensatz zu vielen anderen Menschen kaufte er keinen Platz auf einem Friedhof. Damals wurden die Plätze bei Baal HaSulam für 5.000 Dollar oder mehr verkauft. Es gab Leute, die sie vor langer Zeit gekauft hatten. Und Rebbe dachte überhaupt nicht darüber nach. Weil es nichts mit dem Ziel zu tun hatte. Also existierte es für ihn auch nicht.“ (Aus Michael Laitman Blog).

 

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Fortsetzung folgt…

Die spirituelle Rolle der Frau, Teil 3

Den Kelch zum Guten wenden

Rabash, Dargot HaSulam, Punkt 274, „Insbesondere durch einen Mann und eine Frau“: Auch wenn jemand nur die Kraft des Empfangens ohne Funken des Gebens hat, kann er sich nicht mehr dafür entscheiden, das Schlechte abzulehnen und das Gute zu wählen, da er dann nicht die Kraft hat, sich für die Seite des Verdienstes zu entscheiden.

Das Wichtigste ist die Eigenschaft des Gebens. Wir müssen sie so weit wie möglich entwickeln und die weibliche Eigenschaft des Empfangens dementsprechend so nutzen, dass wir stets die Möglichkeit haben, die Eigenschaft des Gebens über die Eigenschaft des Empfangens zu erheben. Dann können wir die Handlung des Empfangens um zu Geben umsetzen. 

Wenn also beide Kräfte, die Kraft des Empfangens und die Kraft der Gebens (und das ist die beste Option) ausgeglichen sind hat eine von ihnen, Raum für Arbeit und Mühe, um sich durch die Anstrengung zu überwinden und sich für die Seite des Verdienstes zu entscheiden. Diese Handlung, bei der sich ein Mensch für die Seite des Verdienstes entschieden hat, wird zu diesem Zeitpunkt „Neugeborenes“ genannt, was bedeutet, dass der Schöpfer den Geist des Lebens in diese Handlung legt.

Dabei geht es nicht um individuelle Körper, sondern um einen Menschen, denn in jedem von uns gibt es sowohl weibliche als auch männliche Teile. Wenn sie in richtiger Wechselwirkung stehen. Wenn ein Mensch, der an sich selbst arbeitet, einen solchen Einfluss des Höheren Lichtes verursacht, dass alle seine Verlangen, die er zu empfangen wünscht, in der Absicht zu geben stehen, so handelt er bereits richtig. Er wird korrigiert.

 

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Immer mit mir – Teil 95

So ging er

Am nächsten Tag, aus irgendeinem Grund, blieb ich länger beim Unterricht. Dann ging ich nach Hause, nahm die Haferflocken, die Olga für ihn kochte, (er fragte mit Milch, ohne Zucker)… Bis ich ankam, bis ich zu ihm kam, war es schon halb sieben. Ich erinnere mich deutlich, ich sah die Uhrzeiger an, als wären sie gefroren.

Er lag am Fenster, wie ein Kind zusammengerollt, und ich wusste alles auf einmal, bin zu ihm gelaufen, hörte seinen Atem… Er erstickte. Und niemand kümmerte sich darum! Niemand hat den Alarm ausgelöst, niemand hat die Ärzte gerufen! Es lagen nur alte Leute herum, sie hörten nicht, dass Rebbe erstickte. Er lag ruhig da, er stöhnte nicht. Ich rief ihn: „Rabbi! Rabbi!”

Er antwortete nicht. Ich rannte den Ärzten hinterher.

Der Arzt sah ihn an, und verstand die Lage. Man hat einen Defibrillator mitgebracht. Sie versuchten, das Herz zu starten. Die Ärzte arbeiteten wahrscheinlich zwei Stunden lang daran. Ich wollte im Zimmer bleiben, aber sie brachten mich in den Flur hinaus.

Ich stand im Flur und konnte den Raum durch das Fenster sehen. Ich habe sie arbeiten sehen. Sie haben sich wirklich so sehr bemüht, wie sie konnten… Sie haben ihm die intravenöse Spritzen gegeben… Und ich stand da und erkannte, dass der nahe stehende Mensch der Welt vor meinen Augen sterben würde, es gab keinen anderen und wird es nicht  mehr geben.

Aber ich war nicht in Panik. Er hat mich auf seinen Tod vorbereitet…

So starb er, ohne aufzuwachen.

Der Arzt kam heraus, er war verschwitzt, so ein stark gebauter junger Mann, und sagte mir: „Das war’s.“ Ich nickte. Ich erinnere mich vage an meine weiteren Handlungen.

Ich rief Olga an, danach Feiga, Miller. Sie kamen schnell, auch die Söhne von RABASH kamen. Viele unserer Leute versammelten sich, der ganze Korridor war voll von Studenten und Verwandten. Ich rauchte eine Zigarette nach der anderen.

RABASH wurde in die Leichenhalle gebracht. Der Arzt gab mir seine Uhr. Das ist alles.

 

[# 247183]

Fortsetzung folgt…

Die spirituelle Rolle der Frau, Teil 2

Die Verschmelzung von männlichen und weiblichen Elementen.

Rabash, Dargot HaSulam, Punkt 274, „Insbesondere durch einen Mann und eine Frau“: Ein Neugeborenes entsteht ausschließlich durch einen Mann und eine Frau. Weder von einem Mann noch von einer Frau allein kann es Nachkommen geben. In der Ethik gilt der männliche Teil als „die Kraft des Gebens“ und der weibliche Teil als „die Kraft des Empfangens“. Sprösslinge sind Wohltaten, in denen der Atem des Lebens steckt.

Das männliche Prinzip ist die Absicht zu Geben, und der weibliche Teil ist das Verlangen zu Empfangen. Wenn sie miteinander verbunden sind, erfolgt ihre richtige Vereinigung. Dabei stellt sich heraus, dass, wenn das Verlangen zu Empfangen und über ihm die Absicht zu Geben zusammenwirken, sie den Schöpfer in sich selbst offenbaren können, d.h. die beste, höchste Handlung in unserer Welt hervorbringen können, die der Schöpfung unterliegt.

Kein Mann und keine Frau können dies getrennt voneinander tun. Nur in der richtigen Kombination von männlichem Geben und weiblichem Empfangen können sie das Empfangen um zu Geben verwirklichen, d.h. sich dem Schöpfer angleichen. Ansonsten ist keiner von ihnen vollkommen.

Frage: Nach welchen Grundsätzen erfolgt die richtige Kombination der weiblichen und männlichen Elemente?

Meine Antwort: Im Verständnis der Kabbala befinden sich beide Teile in jedem von uns. Demnach muss jeder so vorgehen, dass das Verlangen zu empfangen vollständig unter der Absicht des Gebens (zum Nutzen des Gebens) steht. Genau dann erhält man die richtige Wechselbeziehung.

Wir müssen verstehen, dass es hier nicht um eine Frau und einen Mann, sondern um das richtige Zusammenspiel dieser Prinzipien in einem Menschen geht.

Wenn wir auf der anderen Seite von der Familie sprechen, von der richtigen Beziehung zwischen Mann und Frau, dann geht es um ihr klares Verständnis ihrer Eigenschaften.

Werden die Eigenschaften einer Frau und die Eigenschaften eines Mannes so kombiniert, bringen sie wirklich spirituelle Früchte hervor. Jedes Mal gebären sie den nächsten Zustand, und dies wird die Geburt ihres Kindes genannt.

 

[263058]

Immer mit mir – Teil 94

“Ich bin in meinem Volk”

Ich verließ ihn seit zwei Tagen nicht mehr. Ich badete ihn, zog ihm den Pyjama an, wickelte ihn in eine Decke und saß die ganze Zeit daneben. Es waren 6-8 Leute im Gemeinschaftsraum, alte Leute wie er. Einer von ihnen stöhnte ständig, also beschloss ich, darauf zu bestehen, dass RABASH in einen separaten Raum verlegt wird. Und Rebbe sagt mir: „Nicht, Michael, be toch ami anochi öshevet.[1]

Geh ruhig, ich werde jetzt schlafen, ich fühle mich, als würde ich jetzt einschlafen, geh. Komm morgen früh zu mir, ich will rechtzeitig Tefillin anlegen.“

Er nimmt meine Hand und sagt: „Und das ist für dich, das Notizbuch „Shamati“, – und gibt mir sein blaues Notizbuch, von dem er sich nie getrennt hat, legt es einfach in meine Hand – nimm es für dich und arbeite daran…. Jetzt geh schon.“

Und ich ging.

Ich sah mich um, bevor ich den Raum verließ, und er hob die Hand, um sich zu verabschieden.

Also ging ich aus. Ich dachte auch: „Warum hat er mir sein Notizbuch gegeben? Warum hat er es mir gerade jetzt gegeben? Was meint er damit?!“

Ich dachte darüber nach, aber ich wusste nicht, dass er sich so von mir verabschiedet hat. Er gab mir das Kostbarste, was er je in seinem Leben getragen hatte: Notizen von seinem Vater, von denen er sich nie getrennt hatte.

Jetzt, da ich darüber nachdenke, wundere ich mich und frage mich, warum ich nicht geblieben bin, warum ich mit ihm einverstanden war, wie er es geschafft hat, mich „einschläfern zu lassen“. Aber immer wieder verstehe ich, dass ich nichts tun konnte, dass alles in den Händen des Höchsten war, und alles, was getan wurde, wurde von Ihm getan, und wir sind Nichts vor Ihm, Nichts!

 

[1] „Ich bleibe in meinem Volk“ – in denen, die sich zu einem Ganzen vereinen, um in dieser Einheit des Schöpfers – das Licht, die Liebe und Hingabe zu offenbaren.

 

[# 247174]

Fortsetzung folgt…

 

Die spirituelle Rolle der Frau, Teil 1

Für die Korrektur des weiblichen Teils

In einem seiner Artikel schreibt Rabash: „Wer ist eine geeignete Ehefrau? Jene, die die Verlangen ihres Mannes erfüllt“.

„Im allgemeinen wird ein Individuum als Frau, Nukwa, bezeichnet, wenn es Licht vom Meister erhält. Der Schöpfer schenkt Seinen Geschöpfen Genuss. Wann wird jemand als eine beglückende Ehefrau bezeichnet? Wenn sie Verlangen erfüllt, d.h. wenn sie für alles, was sie erfreut, eine Absicht zur Erfüllung der Verlangen des Meisters entwickelt, ohne irgendein Verlangen für sich selbst zu haben.

Wenn ein gewöhnlicher Mensch diese Passage liest, könnte er die Kabbalisten mit mittelalterlichen Sklavenhaltern verwechseln. Wenn man jedoch die Kabbala studiert, beginnt man zu verstehen, dass sich dies auf unser Verlangen bezieht, das als „Frau“ bezeichnet wird. In der Kabbala wird das Verlangen zu Empfangen als weibliches Verlangen und das Verlangen zu Geben als männliches Verlangen bezeichnet.

Das hat nichts mit dem Geschlecht oder den geschlechtsspezifischen Definitionen in unserer Welt zu tun. Damit meinen wir keineswegs Frauen oder Männer, wir wollen lediglich sagen, dass sich die weiblichen spirituellen Wurzeln nicht nur von den männlichen unterscheiden, sondern sogar wichtiger sind. Denn alles, was in der Welt im Zusammenhang mit der Korrektur getan wird, geschieht im Interesse der Korrektur des weiblichen Teils.

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