Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Allgemein'

Gewohnheit an die Bescheidenheit

Frage: Wie soll meine Annullierung vor dem Freund äußerlich gezeigt werden?

Meine Antwort: Möglicherweise demonstriere ich bewußt, dass ich mich annullieren will, sogar in einer übertriebenen Form, um dadurch ein Beispiel für die anderen zu sein. Einige schämen sich dafür, sich so zu benehmen, das heißt, ihr Ego erlaubt ihnen nicht, sich so zu benehmen; denn die Scham kann nur durch das Ego hervorgerufen sein. Deshalb können sie sich nicht vor dem Freund annullieren. Und dank dem, dass ich ihnen ein Beispiel gebe, wird es leichter für sie sein, genauso zu handeln.

Und für mich wird auch alles leichter sein, wenn ich mir dessen bewusst sein werde, dass ich es nur als ein Beispiel vorführe. Für die Selbstsucht ist irgendwelche Kompensation und die Rechtfertigung notwendig. Folglich spiele ich meine Demut vor, wie der Künstler im Theater; ich beruhige mich selbst, indem ich in meinem Inneren der Meinung bin, in Wirklichkeit nicht so zu sein. Aber sogar in solchen Zuständen wirkt das Licht auf mich ein, das mich zur Quelle zurückführt. Auf diese Weise wird allmählich „die Gewohnheit zur zweiten Natur“.

Die Gewohnheit ist somit ein Einfluss des Lichtes auf meine Handlungen, die mir die andere Natur verleihen.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 15.10.2012

Die Bewegung vorwärts anstelle der trügerischen Seelenruhe

Frage: Woran sieht man,, dass der Mensch an den drei Linien entlang vorankommt und sich nicht einfach nur darin betrügt, dass er in allem den Schöpfer rechtfertigt?

Meine Antwort: Das Merkmal für die richtige Bewegung ist der Zustand, in welchem er nicht sofort „Gott sei Dank“ sagt, sondern den Schöpfer nicht sofort rechtfertigen kann, obwohl der wahrhafte Held, der sich auf der hohen spirituellen Stufe befindet, diese Dankbarkeit empfindet. Man soll eben die riesige Korrektur erreichen, um sich die ganze Zeit auf diese Weise analysieren zu können, sowie über die Kraft zu verfügen, dem Schöpfer sowohl für das ganze Schlechte, als auch für das Gute zu danken.

Und davor soll man den langen Weg der vielen Zuständen zurücklegen, auf dem der Mensch manchmal in solche Situationen gerät, in welchen er mit der Höheren Lenkung nicht einverstanden sein kann, und er will ihr einfach nicht zustimmen. Ihm wird die linke Linie offenbart, nach der in seinem Inneren der Pharao, der Sünder zu sprechen beginnt.

Man muss sich die Zeit lassen, um in sich alle Sünder und Verbrecher zu offenbaren, von denen die Tora erzählt. Wenn der Mensch in solchen verbrecherischen Zustand gerät, dann urteilt er gerade so, wie die Tora erzählt: „Wer ist der Schöpfer eigentlich, auf den man hören soll?“ Er rechtfertigt den Schöpfer nicht, und gerät dadurch in die Zustände der berühmten Sünder: Bilam, Balak und Aman, da er verpflichtet ist, die gesamte linke Linie zu offenbaren.

Wenn er von vorneherein die rechte Linie deshalb auswählt, um voran zu kommen und nicht um seine Wunden „mit Honig zu beschmieren“, dann geht er später in die linke Linie über. Folglich kann er sie beide benutzen. Andersfalls ist die rechte Linie einfach nur sein guter Zustand. Die Linie ist etwas, was von beiden Seiten deutlich beschränkt ist.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 17.10.2012

Fragen der Blogleser

Frage aus dem englischen Blog: Wenn der Mensch Selbstmord begeht, ist es dann die Realisation seiner Reshimot?

Der Schöpfer lenkt alles. Der Mensch hat sich das Leben genommen. Hat der Schöpfer ihn gezwungen, so zu handeln? Wo kann der Mensch sonst die Kräfte dazu haben, wenn nicht vom Schöpfer, da doch alles Seiner Macht obliegt? Ja oder nein?

Meine Antwort: In uns sind alle Reshimot der Welt der Unendlichkeit vorprogrammiert, sie werden in uns in einer Art von Spirale gezeigt und fordern ihre stufenweise Realisation. Man kann jedoch diese Reshimot unterschiedlich verwirklichen..

Diese „Maschine“ mit der inneren Spirale hat der Schöpfer geschaffen. Er verleiht dem Menschen die Freiheit der Wahl, die laut Baal HaSulam in der Wahl der Umgebung besteht.

Von der Umgebung hängt diese oder jene Realisation der Reshimot ab, denn sie gibt uns die Kräfte für diese Verwirklichung.

Hier ein bekanntes Beispiel der Kabbalisten über die schlimmsten Neigungen des Menschen: ein blutdürstiger Mensch arbeitet im Schlachthaus und ist durch die Verwirklichung seiner natürlichen Neigung der Gesellschaft nützlich .

Die Selbstmordgedanken sind meistens eine Erscheinungsform dessen, dass der Mensch keinen Sinn in der Fortführung seiner Existenz sieht. Allein die richtige Umgebung kann ihm dabei helfen, seinem Leben wieder einen Sinn zu geben und seine Reshimot richtig zu verwirklichen.

Kuchen mit Füllung

Frage: Es steht geschrieben: „Wer für den Freund bittet, bekommt als erster“. Doch wenn ich das im Vorhinein weiß, versinke ich im totalen, absoluten Egoismus, anstatt dem Geben entgegenzustreben…

Meine Antwort: Natürlich kommst du vorerst auf egoistische Art und Weise voran, und dein Egoismus wächst. Du siehst jedoch, wie das Herz des Pharao jedes Mal immer mehr verhärtet wird. Und das ist ein gutes Zeichen.

Frage: Wie kann ich vom Hass zur Liebe und nicht zur Selbstunterdrückung kommen?

Meine Antwort: Ohne Hass und Neid kann man keine Liebe erschaffen. Letztendlich werden alle negativen Einzelheiten der Wahrnehmung in Liebe umgewandelt. Und du brauchst sie alle. Auf welchem Boden soll die Liebe sonst wachsen? Auf welchem Fundament soll sie sich festigen? Sie erhebt sich über den Egoismus in den empfangenden Gefäßen zu der Wahrnehmung von Fremden als Nahestehenden.

Selbstannullierung bedeutet nicht, dass alles annulliert wird. Der Hass (Sina) verschwindet nie, er bleibt in all seiner Stärke erhalten – und gerade über ihm errichtest du die Liebe. Es ist so, als würdest du diesen ganzen „Berg Sinai“ mit „Creme“ bedecken, und es entsteht ein „Kuchen“ – die „Höhe der Heiligkeit“.

Auf diese Weise wird die Entfernung zwischen dem Schöpfer und der Schöpfung nicht annulliert – anderenfalls würde es die Schöpfung nicht geben.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 15.10.2012

Zu Freunden werden wir durch das gemeinsame Verlangen

Frage: Wie kann ich die Verlangen der Freunde füllen, wenn ich überhaupt nicht verstehe, was sie wollen?

Meine Antwort: Du verstehst, was sie wollen, weil sie das Gleiche wie du wollen: die Korrektur erreichen und die höhere Kraft, die innerhalb der Natur wirkt, enthüllen. Diese Kraft nennt sich die allgemeine Natur, der die ganze Weltschöpfung angehört.

Deshalb weißt du, was der Freund will. Darüber hinaus besitzt jeder alle möglichen irdischen Verlangen, die uns nicht unbedingt bekannt sein müssen – jeder hat seinen persönlichen Bereich, der nichts mit der Spiritualität zu tun hat. Doch was die höheren spirituellen Verlangen und Ziele betrifft, so muss dir klar sein, was mit dem Freund passiert – versuch ihn also zu unterstützen.

Die Unterstützung besteht darin, dem Freund die Stimmung zu heben, ihm die Hoffnung, die Kraft und die Begeisterung für die Erreichung des Ziels zu geben. Hilf ihm bei allem, was nur möglich ist. Erwecke in ihm das Gefühl für die Größe des Ziels und des Höheren.

Zeig ihm, wie du dich vor der Gruppe annullieren kannst. Denn nur der Kleine kann vom Großen empfangen, deshalb muss sich jeder vor der Gruppe annullieren, um etwas von ihr empfangen zu können.

Und die Gruppe besitzt die spirituelle Kraft, die sich zwischen uns befindet. Die Gruppe wird nicht von uns gegründet. Wir glauben nur, dass wir uns selbst versammelt und die Gruppe aufgebaut haben. Natürlich ist das falsch! Die Gruppe wird von der höheren Kraft für uns organisiert – denkt nicht, dass wir uns einfach zufällig gefunden haben. Alles geschieht durch die Einwirkung des allgemeinen Feldes, welches uns zusammenbringt.

Deshalb müssen wir verstehen, dass es hier einerseits eine versteckte Kraft gibt, die zwischen uns wirkt, aber andererseits müssen wir entsprechend dieser Kraft Handlungen ausführen, um uns ihr nähern zu können und zu beginnen, sie bereits wahrzunehmen. Dann werden wir eine Zusammenarbeit mit ihr anfangen können.

Auf diese Weise nähern wir uns durch unsere Veränderungen der Enthüllung der höheren Kraft und nehmen nach und nach ihre Eigenschaften an. Und wenn wir diese Eigenschaften in uns enthüllen, bedeutet das, dass wir die höhere Kraft enthüllen.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 12.10.2012

Allgemeine Mobilmachung der Anstrengungen

Nur die Beharrlichkeit dabei, die Notwendigkeit der Einheit erkennen zu wollen, kann uns retten. Wir sollten damit aufhören, drumrumzuspielen, in der Hoffnung, dass sich etwas mit der Zeit ändert. Wir sollten damit aufhören, uns mit etwas anderem zu beschäftigen. Alle begleitenden Handlungen sind nur dafür da, um das Wichtigste – die Erkenntnis der Notwendigkeit der Verbindung – zu unterstützen.

Hier wird eine gemeinsame, ununterbrochene Anstrengung gefordert, bis wir Erfolg erzielt haben. Wir dürfen uns durch nichts davon ablenken und vom Kurs abbringen lassen. Alles, was wir tun, ist nur dazu da, unsere Anstrengungen bei der Verbindung zu verstärken. Wir brauchen Fürsorge von Herz zu Herz, bis wir Erfolg erzielt haben. Hier gibt es kein Nachgeben, und die Bedingungen sind bekannt: permanente Realisierung der Reshimot nach dem Prinzip „Ich habe mich angestrengt und gefunden“. Wenn wir das können, dann schaffen wir das, und wenn nicht, dann nicht. Das muss klar sein, wie das Ziel vor Augen, und alle müssen für dessen Erreichung mobil werden.

Es gibt Anfänger, die möglicherweise noch nicht ganz den Überblick haben und noch nicht verzweifelt haben; es gibt alte Hasen, die möglicherweise zu geschwächt sind und von der Macht der Gewohnheit übermannt wurden. Doch letztendlich müssen wir einander stärken. Ein Gebet kann sich nur um die Einheit handeln – anderenfalls wird es nicht erhört. Wenn wir nicht auf die Einheit, auf das gegenseitige Geben, auf das Geben an den Schöpfer ausgerichtet sind, dann ist alles andere „tödliches Gift“. Das muss gründlich geklärt werden.

Das Wichtigste ist unsere gemeinsame Fürsorge. Selbst wenn sie nicht in meinem Herzen wohnt, muss ich sie den anderen gegenüber zeigen. Selbst wenn ich im Moment vom Schöpfungsziel nicht besonders begeistert bin, muss ich es trotzdem vor den anderen spielen. Ich muss. Anderenfalls darf ich nicht in der Gruppe sein.

Das muss zu der wichtigsten Bedingung werden: Der Mensch befindet sich in der Gruppe, um auf dem Weg zum Ziel die Herzen der Freunde mit dessen Wichtigkeit zu stärken. Wenn er das nicht tut, hat er hier keinen Platz. Sollen lieber nur ein paar Menschen das Ziel erreichen – was nützen uns mehrere Millionen um uns herum, wenn sie nichts erreichen, wenn auf der materiellen Ebene keine spirituelle Kraft zu wirken beginnt?

Aus diesem Grund muss die Gruppe an jeden die Forderung stellen: „Entweder erfüllst du deine Pflicht bei der Stärkung der Freunde durch die Größe des Ziels, durch die Wichtigkeit der Einheit oder du gehst“. Genau so.

Was die Anfänger betrifft, muss ihnen diese Aufgabe ebenfalls erklärt werden, in dem Maße, in dem sie in der Lage sind, sie zu verinnerlichen. Denn wir haben nichts anderes.

Es vergehen Jahre, bis der Mensch in der einen oder anderen Form anfängt, diese Botschaft zu hören, wahrzunehmen. Doch wir haben bereits genug Erfahrungen, Kräfte, Wissen aus den Urquellen und Anstrengungen gesammelt, um uns an deren Umsetzung zu machen. Umso mehr, da die äußere Wirklichkeit es auch von uns verlangt.

Auszug aus der Vorbereitung auf den Unterricht, 05.10.2012

Das 125-stufige Getriebe

Wir wollen heute zwischen uns eine noch größere Einheit erreichen. Die Vorbereitungsetappe, die viele Jahre dauerte, ist beendet. Früher hätten Sie diese Herausforderung niemals ernsthaft wahrgenommen, und heute passen die äußerlichen Bedingungen in der Welt, die inneren Bedingungen in Israel, in der Gruppe und in jedem „mehr oder weniger zu den Anforderungen, den erhöhten Gang einzuschalten“. Die Zeit ist eben angebrochen.

Frage: Haben wir diese Beschleunigung schon begonnen?

Meine Antwort: Einige bleiben immer noch in der „Leergangposition“, und andere kommen mit uns voran. Jeder bestimmt selbst, in welcher Geschwindigkeit er sich vorwärts bewegen will.

Frage: Kann der Mensch sie messen?

Meine Antwort: Er kann nichts messen, jedoch liegt alles in seinen Händen: inwiefern er mit der Gruppe, mit dem Lehrer verbunden ist, eben damit, was wir alle zusammen tun. Einige schlafen noch, und einige schließen sich dem Prozess mit allen Kräften an und empfinden jeden Tag „die Beschleunigung“. Alles hängt vom Maß des Einverständnisses des Menschen mit diesem Prozess ab, und zwar trotz des eigenen Verlangens. Somit suche nicht nach dem Schlupfloch, sondern handele sofort.

Auszug aus dem Unterricht nach „der Lehre der Zehn Sefirot“ „, 10.10.2012

Das Geheimnis des allgemeinen Systems

Wir sollen aufklären, welche Bedingungen und Gesetze, welche Arten der Beziehungen zwischen uns existieren sollen, damit wir unsere Wechselbeziehungen im Ganzen, in Form eines spirituellen Systems empfinden können. Darin soll sich jeder Einzelne annullieren und mit den anderen verbinden, um sich mit ihren Verlangen, Süchten, Gedanken und Zielen – wie mit den eigenen – zu verschmelzen.

Jeder ersetzt oder annulliert sein Verlangen: er verliert somit seine eigenen Umrisse. „Für mich persönlich ist nichts mehr notwendig. Ich will mir deine Wünsche aneignen, um sie für dich zu verwirklichen.“ Anders gesagt, „kleide ich mich in die Form des Gebens ein“, als ob ich die neue Kleidung tragen würde. Folglich verwandelt sich mein Verlangen in Rohstoff, in die formlose Masse. Sie verfügt über die Macht und das Potential, so dass der andere Mensch mich jetzt auf das ausrichten kann, was für ihn gut ist.

Somit ist „der Arbeiter des Schöpfers“ ein Mensch, der sich für einen Dienst, dem Geben, entscheidet. Dank dieser Entscheidung können wir miteinander im spirituellen Netz verbunden sein, wo jeder nur die Wünsche der anderen Menschen realisiert.

Später erkenne ich, dass es keine fremden Verlangen sind. Nachdem ich beginne, aus mir herauszugehen, fühle ich sofort, dass dieses System über ein gegenseitiges, allgemeines Verlangen verfügt. Es zeigt sich, dass in diesem System die Harmonie herrscht und dieser besondere Wunsch nicht nur der „Hand“ oder dem „Bein“, nicht nur einem Teil eigen ist, sondern für alle Systemglieder zugänglich ist. Ich offenbare, dass dieses System über eine Vernunft und ein Herz verfügt. Ich begreife dieses System, bekomme die Anweisungen und Absichten, wonach ich mich mit diesem Höheren System, anhand der eigener Absicht, verbinde.

Das ist eben die Verbindung mit dem Schöpfer. Sie kommt jedoch nur dann zustande, wenn ich den allgemeinen „Körper“, die allgemeine Harmonie des gegenseitigen Gebens, erkannt habe.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 05.10.2012

Verbreitung: jeder nach seinen Fähigkeiten

Frage: Nachdem wir die nächste Stufe auf dem Kongress erreicht haben, wird die Arbeit in der Gruppe tiefer und stärker sein. Was ist aber mit der Verbreitung für die 99%?

Meine Antwort: Wir müssen verbreiten.

Diejenigen in der Gruppe, die glauben, verbreiten zu können, müssen es tun, und diejenigen, die Spiele erfinden oder Material vorbereiten können, müssen das tun. Das heißt, die Menschen in der Gruppe müssen ihre Aufgaben aufteilen – jeder soll eine bestimmte Arbeit leisten, um die 99% zu bedienen. Es gibt Menschen, die an die Bevölkerung herantreten können.

In vielen Fällen sind Frauen sogar besser als Männer: sie rufen keine Ablehnung hervor, machen die Menschen nicht stutzig, lösen nicht so viele Fragen aus.

Ich bin der Meinung, man müsse jedem, der kann, die Möglichkeit geben, sich an der Verbreitung zu beteiligen. Man darf den Menschen nicht zwingen, wenn er Angst hat, wenn er keine innere Grundlage hat, um an die Bevölkerung heranzutreten, wenn er sich nicht richtig positionieren kann. Unterrichten erfordert immerhin ein gewisses Talent, und der Mensch muss es haben. Natürlich kann man ihm das beibringen, doch dafür muss eine gewisse Grundlage bereits vorhanden sein.

Findet heraus, wer in der Gruppe wirklich in der Lage ist, sich mit der Verbreitung zu beschäftigen, und investiert in sie. Und wer es nicht kann, muss es auch nicht. Zwingt sie nicht. Sie können helfen, etwas hinstellen, holen – auch das ist eine sehr große und wichtige Arbeit, ebenso gut wie die andere. Ihr müsst den Möglichkeiten, die ihr habt, ernsthaft gegenübertreten und sie nicht ausbremsen.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 23.09.2012

Die Welt der Unendlichkeit hinter den einfachen Worten erkennen

Sich mit dem Freund zu verbinden bedeutet nicht, seinem Verstand zu folgen. Wenn ich mich beuge und dem, was er sagt, Gehör schenke, bedeutet es nicht, dass ich dann das, was er gesagt hat, tun soll. Ich muss meinen Egoismus annullieren, doch das bedeutet nicht, dass ich seine Ratschläge annehmen soll.

Ich annulliere mich in Bezug auf die innere Verbindung, die zwischen uns existiert. Das ist etwas ganz anderes. Ich höre zu, was er sagt, und muss es annehmen, als etwas, was von einem großen Menschen kommt, vor dem ich mich beuge, weil ich seine innere Stufe enthülle – dort, wo er sich auf der spirituellen Höhe befindet, denn in jedem von uns ist die Unendlichkeit enthalten. In Bezug auf diese spirituelle Stufe annulliere ich mich tatsächlich vor dem Freund – doch nicht in Bezug auf seine materiellen Ansichten.

Das ist eine sehr wichtige Feinheit. Wir verstehen nicht, dass in den Beziehungen zwischen uns alle Welten bis hin zu der Welt der Unendlichkeit enthalten sind.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Vorwort zum Buch Sohar, 05.10.2012