Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Das Mittel für die Stärkung der Verbindung in der Gruppe

Frage: Wie können wir unsere Verbindung mit den Freunden in der Gruppe, in der Zehner-Gruppe, qualitativ vergrößern, um die Kraft der Einheit mit der uns umgebenden Außenwelt in der täglichen Verbindungsarbeit zu festigen?

Meine Antwort: Wie ist die Verbindung in der Zehner-Gruppe, in der Gruppe, qualitativ zu erhöhen? Nur durch die Notwendigkeit!

Das Licht erschafft das Verlangen, nachdem es sich von oben nach unten ausgedehnt hat. Im vierten Stadium seiner Entwicklung beginnt das Verlangen auf das Licht zu reagieren, macht eine Einschränkung (Zimzum), stellt den Schirm (Massach) auf und erzeugt das reflektierte Licht (Or Choser) usw..

Da wir nicht vom Licht, sondern vom Verlangen abstammen, sollen wir nach dem Grund suchen, wenn wir etwas tun wollen. Ihr fragt: „Wie ist die Verbindung mit den Freunden in der Gruppe qualitativ zu erhöhen?“ – und gibt es in mir ein Bedürfnis danach?

Wenn ich zur Verbreitung, zur Vereinigung mit anderen Menschen aus der Umgebung hinausgehe, und erkenne, dass ich dabei Unterstützung brauche, dass ich mich an meiner Gruppe festhalten soll, dann entsteht in mir ein Bedürfnis der Verbindung mit den Freunden, und ich tue es. Wenn ich keinen Wunsch habe, in der Außenwelt erfolgreich zu sein, dann gibt es kein Bedürfnis in der Verbindung mit der Gruppe.

Jetzt wird bei uns in Israel eine sehr intensive Aktivität der Verbreitung der Integralbildung durchgeführt, und all unsere Menschen befinden sich in der  Arbeit draußen. An allen Orten, an denen sie sich befinden, unterhalten sie sich über die Notwendigkeit der Einheit als Lösung aller Lebensprobleme. In ihnen entsteht ein riesiges Bedürfnis nach der Vereinigung in der Gruppe! Zurückkehrend fühlen sie, inwiefern für sie alle Freunde wichtig sind, inwiefern sie notwendig sind, um die Kraft zu haben, die Umwelt zu überzeugen.

Deshalb erhöht ständig die Verbindung mit der Umwelt, geht darin ein, verbreitet und regt sie zur Vereinigung an. Dadurch werdet ihr die Verbindung mit den Freunden qualitativ erhöhen.

Auszug aus dem Unterricht „Fragen und Antworten“, 25.08.2013

Zwei Menschen sind auch eine „Zehner-Gruppe“

Frage: Warum hört uns der Schöpfer nicht, wenn wir weniger als zehn sind?

Meine Antwort: In Wirklichkeit stimmt das nicht. Denn es geht nicht um die Zehner-Gruppe, die man zählen kann, sondern um den geformten, gebildeten Wunsch, der infolge unserer Vereinigung stark und konkret wird.

Daran können sowohl 80 als auch 5 Menschen teilnehmen, weil es unbedeutend ist, wieviele es sind. Denn wir beachten in der Spiritualität nicht die Anzahl, sondern nur die Qualität. Und obwohl ich sage, dass sich die untere Stufe von der oberen um das 10fache unterscheidet, meine ich dabei eine qualitative und keine quantitative Berechnung.

Im Prinzip wird über die Vereinigung gesagt, dass die minimalste Anzahl dafür zwei sind, wenn beide über ihre Selbstsucht hinaufsteigen und sich vereinen können. Deshalb können sogar nur zwei Menschen eine Zehner-Gruppe bilden.

Dieser Begriff ist also relativ. In unserer Welt messen wir alles anhand von Zahlen und in der spirituellen Welt – anhand der Qualität. Obwohl wir Worte unserer Welt verwenden, sollen wir dennoch verstehen, dass es sich hier um qualitative Veränderungen handelt.

Auszug aus dem Unterricht „Fragen und Antworten“, 25.08.2013

Durch die Menschen, den Dialog mit dem Schöpfer führen

Frage: Worin besteht unsere Freiheit der Wahl? Es scheint mir, als würden Sie dieses Thema jetzt ganz anders erklären.

Meine Antwort: Die Freiheit der Wahl ändert sich entsprechend jedem Zustand, jeder Stufe, unter der Bedingung, dass wir vorankommen. Man muss verstehen, dass die Freiheit der Wahl nur uns gegeben ist, und nicht seitens des Schöpfers realisiert wird, da Er einst „das Gesetz, welches nicht verletzbar ist”, erschaffen hat. Das höhere Licht hält sich in absoluter Ruhe auf. Andererseits gibt der gesamte Material der Schöpfung, allen Völkern der Welt keine Freiheit der Wahl.

Wenn wir deshalb die 7 Milliarden Menschen, d.h. ihre Beziehung zu uns betrachten, dann sollen wir verstehen, dass der Schöpfer das ganze Material des Wunsches und alle seine Erscheinungsformen und zwar die ganze Reaktion, alle daraus entstehenden Schwierigkeiten und den Hass mit dem wir uns auseinandersetzen sollen,  auf diese Weise organisiert hat. Das ist jenes Avijut (Tiefe) des Verlangens, mit der wir arbeiten sollen (vom Leichten zum Schweren).

Man muss ihrerseits keine Veränderungen erwarten.

Das, was darin geschehen wird, ist eine Folge unserer Arbeit, die Reaktion darauf, was wir mit ihnen getan haben. Indem wir mit  Menschen arbeiten und ihre Gegenreaktion beobachten, beginnen wir, mit dem Schöpfer zu sprechen und Seine Natur zu erkennen. Der Schöpfer befindet sich innerhalb der Menschen, wie geschrieben steht: „der Schöpfer hält sich unter dem Volk auf und reagiert auf unsere Handlungen”. In dieser Weise will Er uns lehren, was unser Material, die Avijut des Verlangens ist.

Es befinden sich nicht alle Stufen unseres Verlangens in uns, sondern innerhalb der Masse der Menschen und allen Niveaus der Natur: des unbelebten, pflanzlichen und tierischen. Wenn du, mit ihnen zu arbeiten beginnst, dann spürst du sofort, dass ihre Probleme deine sind! Der Schöpfer befindet sich innerhalb dieser Verlangen und will, dass du die gegebene Situation erforschst. Du selbst bist jener Punkt, der sich an diese Tiefe des Verlangens – deine unteren 9 Sefirot, anbinden soll.

Nukwa bleibt in einem Punkt von Keter in der Welt Azilut, und ihre 9 unteren Sefirot befinden sich unten. Ihre ganze Arbeit besteht darin, die 9 unteren Sefirot allmählich zu erheben, da diese sich in den Welten BJА befinden und in die Welt Azilut erhoben werden sollen. Sie soll  Seir Anpin, dem Schöpfer, gleich werden – gegen Ihn „von Angesicht zu Angesicht“  stehen (panim be-panim) und sich aus einem Keter ernähren, so erreicht sie ihre vollständige Korrektur.

Wir beginnen, infolge dieser Arbeit, die Kraft die hinter der ganzen Welt, hinter allen Milliarden von Menschen steht, zu offenbaren. In jedem von ihnen versteckt sich das unendliche Verlangen zu genießen, welches vom Schöpfer geschaffen wurde (Malchut die Welt der Unendlichkeit). Jetzt scheint es für uns so zu sein, dass die einfachen menschlichen Verlangen, wie Geld, Macht, Wissen, Nahrung, Sex, und Familie, zum Vergnügen existieren, um sorgenfrei leben zu können und weniger zu leiden. Später werden wir die viel tieferen Wünsche offenbaren – es werden die Stufen der Wünsche, der Epoche von Maschiach offenbart und zwar von den leichteren zu immer komplizierteren Verlangen. Wir werden für die größere Korrektur bereit sein.

Wenn du die Welt von deinem Punkt aus richtig betrachtest, dann siehst du darin das Arbeitsfeld, dem du verpflichtet bist. Du erkennst hinter jedem Menschen das Material des Verlangens,mit dem sich der Schöpfer an dich wendet, welches zur Verschmelzung mit dem Schöpfer führt. Versuche öfter, dich in einen solchen Zustand hineinzuversetzen, so wirst du plötzlich erkennen, wie einfach die Welt wird. Es gibt nichts, außer dem Schöpfer und dem Geschöpf. Das Geschöpf bist du, und der Schöpfer versteckt sich hinter diesem Material und außer dem gibt es nichts.

So sprichst du die ganze Zeit mit dem Schöpfer, du führst mit Ihm einen Dialog.  Das ganze Material des Wunsches ist ein Schaffner, mit dessen Hilfe du die Verbindung mit dem Schöpfer erlangen kannst. Ohne dieses Material, hättest du es nicht geschafft, den Schöpfer zu fühlen, zu verstehen, mit Ihm den gegenseitigen Dialog zu führen.

Auszug aus der Vorbereitung zum Unterricht, 15.08.2013

An die Größe des Schöpfers glauben

Frage: Was bedeutet, an die Größe des Schöpfers zu glauben? Der Glaube ist vielleicht ein Instrument des Wissenschaftlers, der ein Experiment auf Rat eines anderen Wissenschaftlers durchführen möchte?

 Meine Antwort: In unserer Welt wird der Begriff „des Glaubens“ sehr oft benutzt : „ich glaube“, „ich bin gläubig“ usw.. In der Kabbala hat der Glaube aber einen ganz anderen Sinn. Der Glaube ist eine Empfindung.

Denn alles, worüber in der Kabbala gesprochen wird, bezieht sich auf zwei Kräfte: das Empfangen und das Geben, d.h. das Verlangen und das Licht (seine Füllung). Dabei formt die Füllung das Verlangen und wandelt es um, wir studieren das Thema anhand der vier Stadien der Entwicklung des direkten Lichts.

Warum heißt eine der zwei existierenden Kräfte das Licht und nicht der Genuss? Weil das Licht auf die Etappen in der Entwicklung des Verlangens einwirkt, die es noch nicht in Form des Genusses, der Füllung empfindet. Aber alles wird seitens des Lichts realisiert. Deshalb gibt es hier keinen solchen Begriff, wie „der Glaube“.

Was bedeutet dann, „ich glaube an etwas“?  Glaube ich an etwas Unverständliches, Ungereimtes, nicht Empfundenes? – Nein. Wir sprechen immer vom Gesichtspunkt des Kli/Gefäßes (des Verlangens), vom Gesichtspunkt dessen, was es gerade empfindet.

Das Wichtigste ist eine Empfindung der Größe der Kraft, die mich geschaffen hat und mich lenkt, die ich als gut und gebend empfinde. Wir nennen eben diese Empfindung „der Glaube“.

Als „der Glaube“ bezeichnen wir auch die Eigenschaft des Gebens und der Liebe, weil nachdem ich die Kraft, die mich erschuf wahrnehme, empfinde ich in mir die Eigenschaften des Gebens und der Liebe. Anderenfalls könnte ich diese Kraft nicht fühlen, denn alles wird nur im Maß der Ähnlichkeit der Eigenschaften empfunden: in dem Maß, in welchem ich eine beliebige Eigenschaft habe, empfinde ich diese Eigenschaft außerhalb von mir. Obwohl es tatsächlich „außerhalb von mir“ nichts gibt und alles nur in meinem Inneren empfunden wird.

Man muss verstehen, dass wir alles nur deshalb auf diese Weise empfinden,  weil wir unsererseits auch aus dieser Eigenschaft bestehen. Im Prinzip, empfinden wir nur uns! Die ganze Frage wird darauf zurückgeführt, sich zu ändern, denn sonst hätten wir uns anders, spirituell empfunden.

An die Größe des Schöpfers zu glauben – bedeutet, die Ursprünglichkeit der Größe dieser Kraft zu empfinden, die alles erschafft, alles lenkt und ausfüllt.

Auszug aus dem Unterricht „Fragen und Antworten“, 25.08.2013

Die Richter und die Führer

Du sollst die Richter nicht verächtlich machen und den Fürsten deines Volkes nicht verfluchen [Tora, Exodus, Mischpatim, 22:27]

Der Mensch, der sich im inneren Zustand der Auswahl befindet, hat die rechte und die linke Linie – die eine gegen die andere, und er soll sie einander gegenüberstellen und dabei die linke Linie keinesfalls wegfegen, weil die linke Linie – das Gericht, und die rechte – die Barmherzigkeit ist.

Der Mensch soll verstehen, dass der Richter und alle, die sich mit der Beschränkung beschäftigen, für seinen Aufstieg, für sein Wohl vorbestimmt sind. Und deshalb soll er jedes beliebige Gerichtsurteil annehmen und erkennen, dass er sich so benehmen soll, um sich vorwärts zu bewegen.

Dabei hat er noch nichtmal ein Recht dazu, einen kritischen Gedanken zuzulassen und darüber nachzudenken, ob das Gericht ungesetzlich ist. Der Richter hat immer recht, denn offenbar waren die Richter früher nicht so korrupt wie heute.

Der Führer ist ein Statthalter des Schöpfers: die offenbarte Kraft, die dich vorwärts bewegt, und die die stärkste in deinem jetzigen Zustand ist, will keinesfalls, dass du denkst, dass dich nicht die Vertreter des Schöpfers in dir lenken. Es ist immer der Schöpfer, der auf eine solche Art (in diesem Fall in Gestalt von Moshe) verborgen ist. Und deshalb sollst du dir jedes Mal vorstellen, dass du dich allein in Ihm befindest.

Frage: Warum verfluchte dann das Volk Moshe die ganze Zeit über?

Meine Antwort: Die Tora spricht darüber, auf welche Weise der Mensch seine Selbstsucht korrigiert, und jedes Mal im Verlauf der Korrektur werden die Abstiege, der Einwand, die Uneinigkeit, der Fluch sichtbar. Deshalb kommt uns die Erzählung der Tora als furchtbar langweilig vor.

Obwohl darin verschiedene Ereignisse beschrieben werden, sind sie dennoch alle einander sehr ähnlich. Die Helden gehen tatsächlich durch dieselben Zustände. Sie versuchen etwas zu tun, das gelingt ihnen nicht, es entstehen Streitereien, Probleme, Explosionen, dann folgt die Strafe, dann beruhigen sich alle und schreiten weiter fort. Und später wiederholt sich alles wieder. Die Tora spricht nur über solche sehr deutlichen Perioden.

Auszug aus dem TV- Programm „Die Geheimnisse des ewigen Buches“, 27.05.2013

Die Mission der Erstlingsopfer, Leviten und Kohen

Deinen Reichtum und Überfluss sollst du nicht für dich behalten. Den Erstgeborenen unter deinen Söhnen sollst du mir geben. Ebenso sollst du es mit deinen Rindern, Schafen und Ziegen halten. Sieben Tage sollen sie bei ihrer Mutter bleiben, am achten Tag sollst du sie mir übergeben.[Tora, Exodus, Mischpatim, 22:28-22:29]

Früher waren die Familien kinderreich, und den Erstlingen in der Familie wurde die besondere Erziehung zugeteilt: sie wurden speziell ausgebildet, auf das zukünftige Leben vorbereitet.

Den Erstling „dem Schöpfer zu opfern“ bedeutet, ihn mit der Absicht der Bestrebung zum Schöpfer zu erziehen. Die Erstlinge schickte man zu den Leviten und Kohen, die im ganzen Lande dienten, und sich nur mit der Bildung des Volkes und seiner Organisation beschäftigten. In diesem Zusammenhang entstand die Notwendigkeit, sie zu ernähren, damit sie ihrerseits das Volk bedienten und ernährten. Das war die besondere staatliche Struktur.

Sie waren die Ärzte, die Richter, die Lehrer, das heißt das Personal, das das Volk bediente. Deshalb gab jede Familie den Leviten und Kohen den zehnten Teil oder die Erstlinge ab, und diese lebten davon und konnten das Volk bilden. Sie besaßen nichts Eigenes.

Warum war das gut? Sie konnten keine Reichtümer ansammeln. Wo haben Sie heutige Beamte oder Staatsmänner gesehen, die nichts besitzen und nur davon existieren, was sie vom Volk bekommen? Das wäre toll!

Auszug aus dem TV- Programm „Die Geheimnisse des ewigen Buches“, 27.05.2013

Im Basispunkt aller höheren Welten

Frage: Ist es möglich, das richtige Verlangen zum Spirituellen zu erlangen, ohne Probleme in der materiellen Welt zu haben?

Meine Antwort: Es gibt keine rein „materiellen Probleme“. Die materielle Welt existiert nicht abgesondert vom Spirituellen. Alles gehört der spirituellen Welt. Und die materielle Form, die von uns jetzt empfunden wird, kommt uns nur materiell vor, da sie von uns ohne die richtige Absicht wahrgenommen wird, die durch unsere Bemühungen geschaffen werden soll. Wir sind einfach als solche Menschen mit den zerbrochenen Verlangen geboren worden.

Die Empfindungen im zerbrochenen Gefäß ohne eigene Absicht und entsprechend dem darin geltenden Programm der Entwicklung  heißen materielle Welt. Das heißt, das Materielle ist etwas, was ich fühle, wenn ich keine Bemühungen mache. Für die spirituelle Empfindung soll ich mich auf eine bestimmte Weise einstimmen, denn nur dann kann ich etwas fühlen. Diese meine Handlungen heißen eben die Korrekturen.

Aber eigentlich ist unsere Welt ein Basispunkt, auf dem das ganze System der spirituellen Welten aufgebaut ist. Das System der höheren Welten wird in Form der zusätzlichen Beziehungen zwischen allen Elementen dieser Welt offenbart. Diese Form, dieses Weltbild, bleibt, und zusätzlich wird das verbindende Netz zwischen allen Teilchen des Universums sichtbar. Dieses Netz heißt eben die höheren Welten.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel  „Geheimnis der Entstehung“, 12.08.2013

Womit kann man den Freund ausfüllen?

Kongress in St. Petersburg. Lektion 4

Frage: Wie kann man die Freunde auf einer Stufe einschließen, die ausreicht, um die ganze Zeit über zu fühlen, was ihnen fehlt, damit man sie jeden Augenblick ausfüllen kann?

Meine Antwort: Einfach daran denken, was ich dem Freund noch geben könnte. Hast du jemals gesehen, wie eine Mutter sich zu ihrem kleinen Kind verhält? Sie sieht die ganze Zeit nur ihr Baby und denkt darüber nach, was man noch für es machen kann. Sie kann sich mit dir unterhalten und zur gleichen Zeit verliert sie ihr Kind nicht aus dem Blickfeld.

So müssen wir die Gruppe sehen – sie ist das einzig Wertvolle, das wir haben, um etwas in diesem Leben zu erreichen.

Auszug aus der 4. Lektion des Kongresses in St. Petersburg, 12.07.2013

Psalmen – spirituelle Einstimmung

Kongress in St. Petersburg. Lektion 4

Frage: Was sind eigentlich „Psalmen“?

Meine Antwort: „Psalmen“ oder auf hebräisch „Tehelim“ sind in einem Buch zusammengefasst, das dem Menschen eine spirituelle Einstellung ermöglicht.

Dieses Buch hat König David – David HaMelech geschrieben. Er ist die Verkörperung von Malchut –  des untersten und breitesten Teils des spirituellen Klis/Gefäßes. Dieser Teil schließt tatsächlich alles ein. So war seine spirituelle Erkenntnis. Und deshalb sind seine Psalmen, die er dem Schöpfer widmet, von allen Völkern der Welt anerkannt – alle Konfessionen zählen sie zu ihren heiligen Schriften.

In den originellen Texten der Psalmen gibt es Zeichen (keine Noten), diese geben vor, wie die Psalmen gesungen werden. Sie können sie aber auch auf ihre eigene Art singen, dadurch erleiden sie keinen Schaden.

Auszug aus der 4. Lektion des Kongresses in St. Petersburg, 12.07.2013

Unterdrücke die Fremden nicht

Einen Fremden sollst du nicht ausnützen oder ausbeuten, denn ihr selbst seid in Ägypten Fremde gewesen. [Tora, Exodus, Mischpatim, 22:20 ]

Sogar dann, wenn in dir neue, egoistische Verlangen offenbart werden, die dir „in deinem Land“ gezeigt werden, d.h. wenn in deinem korrigierten Zustand die von dir noch nicht korrigierten Verlangen erscheinen, selbst dann sollst du diese nicht „wegfegen“, oder dich bewusst darin beschränken, sie zu benutzen. Im Gegenteil, sollst du ihnen helfen, wieder „kräftig“ zu werden. Denn sie sind eben „das Fremde“.

Ihr sollt keine Witwen oder Waisen ausnützen. Wenn du sie ausnützt und sie zu mir schreit, werde ich auf ihren Klageschrei hören. Mein Zorn wird entbrennen und ich werde euch mit dem Schwert umbringen, sodass eure Frauen zu Witwen und eure Söhne zu Waisen werden. [Tora, Exodus, Mischpatim, 22:21-22:23]

Die Witwen und die Waisen sind die unvollendeten Gefäße, die unvollendeten Instrumente für den Aufstieg, die noch nicht vollständig korrigierten Verlangen, denen noch eine Hälfte fehlt, um erhoben zu werden.

„Nicht zu unterdrücken“, das bedeutet, keinesfalls die neuen Verlangen zu vernachlässigen, sondern immer daran zu arbeiten, alle Verlangen zusammenzutragen. Es geht darum, dass der Mensch innerlich alle Verlangen, Absichten, Eigenschaften in das Einheitliche Ganze sammelt, das schon die Seele genannt wird, um darin die spirituelle Welt zu offenbaren.

Auszug aus dem TV-Programm „Die Geheimnisse des ewigen Buches“, 27.05.2013