Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Zustände'

Schlage dich unterwegs nicht mit unnötigem Ballast herum

Die innere Arbeit offenbart sich uns in Teilen, die ihre Ausführung betreffen. Es bleibt uns versagt, die gesamte von uns geleistete Arbeit zu sehen, damit wir dadurch nicht gestört werden.

Der Mensch ist ständig mit jenem Verlangen beschäftigt, das in diesem Moment in ihm entsteht, und vergisst alles, was er früher gemacht hat, er fühlt sich jedes Mal leer.

Je mehr er arbeitet, desto mehr verbirgt sich vor ihm das, was er bereits gemacht hat.

Obwohl er viele Korrekturen vorgenommen hat und nichts verloren geht, wird ihm das Gefühl gegeben, als ob er nichts geleistet hätte, damit er immer die Gelegenheit hat, noch etwas zu tun, damit sich ihm ein neues Verlangen offenbart, wie beim ersten Mal.

Auf diese Weise geht es immer weiter, bis ein bestimmtes Arbeitspensum erledigt ist – dann, in einer abschließenden Handlung „Rav paalim umekabziel“, wird ihm die gesamte von ihm in dieser Zeit angehäufte Korrektur offenbart.

Unterwegs müssen wir aber die ganzen durchgemachten Zustände immer wieder vergessen, um das Verlangen nach der nächsten Handlung zu erhalten. Sonst würden wir stehenbleiben und uns nicht vorwärtsbewegen können.

Solange der Mensch nicht alle Korrekturen beendet hat, wird seine ganze frühere Arbeit vor ihm verborgen, als ob er nichts gemacht hätte. Doch alles wird auf einmal enthüllt – am Ende der Korrektur!

Alles kehrt zum Ausgangspunkt zurück, da aber jedes Mal ein neues Verlangen entsteht, kommt es uns vor, als ob das ein vollkommen neuer Zustand wäre.

„Jeden Tag beginnen wir scheinbar alles aufs Neue“, indem wir sowohl in der materiellen Welt als auch in der spirituellen einen neuen Appetit, neue Geschmäcke entwickeln.

Deshalb, selbst wenn wir glauben, dass wir in der Spiritualität nichts geleistet und nichts erreicht haben, wird sich uns später enthüllen, dass dem nicht so ist. Doch bis zum Ende der Korrektur darf man nach keinerlei Abrechnung mit der Vergangenheit fragen oder verlangen.

Man muss im Gegenteil dankbar sein, dass die Vergangenheit vor uns verborgen ist und uns nicht blendet und unser Vorankommen nicht stört, sondern uns die ganze Arbeit von Anfang an beginnen lässt.

Aus dem Unterricht nach dem Talmud Esser HaSefirot vom 06.07.2010

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Der Anfang des praktischen Aufstiegs

Auf einem Kongress speichern wir quasi die „Abschirmung“ (den Schirm) – die Kraft des gegenseitigen Gebens, mit der wir zu arbeiten bereit sind.

Ein Kongress ist mit einer großen Gruppe zu vergleichen: wir haben die Menschen versammelt, haben sie vereint und sind nun bereit, ein gemeinsames Ziel zu verwirklichen, wie eine Kampftruppe.

Und wenn wir uns einfach versammeln, um zu singen, zu tanzen und dann auseinanderzugehen – welchen Sinn macht es dann? Ein Kongress ist ein Ort für die Zusammenarbeit!

Je nach Zuständen, die wir durchlaufen werden, werden wir entscheiden, wie oft wir solche Kongresse brauchen. Wir werden empfindlicher, werden verstehen, wann und wo der nächste Kongress stattfinden muss, in welcher Größenordnung, regional oder weltweit.

Unser ganzes Leben wird aus diesen gemeinsamen Auf- und Abstiegen bestehen, die die gesamte Arbeit unseres Unternehmens bestimmen werden. Wofür leben wir sonst, wenn nicht für die spirituelle Entwicklung?

Je schneller wir diese ganze Arbeit erledigen, desto schneller erreichen wir den Eingang in die spirituelle Welt und fangen an, dort die 125 Stufen hochzusteigen.

Noch sind wir dabei, diesen Aufstieg zu üben, doch er ist bereits sehr nah. Ein paar solcher Übungen und du wirst bereit sein, mit Lichtern und Kelim zu arbeiten. Nicht weil wir klüger werden, indem wir die Theorie erlernen, sondern weil wir eine kollektive Kraft aufbauen, die auch unser spirituelles Gefäß ist.

Durch solche Handlungen enthüllt sich die gemeinsame Kraft der Gruppe – ihre Seele. Jedes Mal bauen wir sie immer mehr aus und beginnen zu spüren, wie in ihr das Licht arbeitet, d.h., wir durchqueren den Machsom.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 19.08.2010

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Der Stimulator des geistigen Aufstiegs

Eine Frage, die ich erhielt: Wie können wir gemeinsam die Schlaglöcher auf dem geistigen Wege ebnen, wenn jeder von uns die Aufstiege und die Abstiege zu verschiedener Zeit empfindet?

Meine Antwort: Es ist absichtlich so gemacht worden, damit die Zustände asynchron empfunden werden und wir in der Folge einander helfen.

Wenn wir aber nach einem bedeutenden Ereignis (wie der Kongress) zusammen fallen, dann benötigen wir eine äußere, externe Kraft, die uns helfen wird.

Hätten wir eine richtige Gesellschaft aufgebaut, dann würden wir so nicht fallen. Wir würden einander unterstützen und harmonisieren, ähnlich den Organen, die das Gleichgewicht innerhalb des gesunden Körpers gewährleisten.

Jedoch wird uns der Mangel des Gleichgewichtes auf der höheren Stufe geöffnet – das Ego wächst und bringt uns zum Ungleichgewicht. Was kann man dann machen, wenn so etwas geschieht?

Hierfür ist das äußere System notwendig, anhand dem das Gleichgewicht geprüft werden könnte, mit dem wir uns ausgleichen und verbinden würden.

Uns wird der Mangel der Vereinigung, der Grund aller Probleme, eröffnet. Folglich ist der äußere, externe Faktor nötig, der uns helfen wird, uns auf der neuen Stufe über allen entdeckten „Sündern“ zu verbinden.

Somit ist für uns die tägliche Frageliste, „der Stimulator“, notwendig, auf welche alle antworten. Sie wird uns helfen, das System aufzubauen, mit dem jeder gezwungen sein wird, seine Meinung zu äußern, und sie wird als Antwort jedes Systemmitglied beeinflussen.

Woher wird dieses System die Kraft nehmen, um auf uns einzuwirken? Aus der Tatsache, dass wir selbst dieses System aufgebaut haben, dass wir uns angestrengt haben! Es arbeitet wie das Büro der gegenseitigen Hilfe.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 15.08.2010

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Was ist eine Gematrie?

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet eine Gematrie in der Spiritualität?

Meine Antwort: Eine Gematrie ist ein bestimmter innerer Zustand eines Menschen (seiner Seele), welcher aus dem Wunsch (Gefäß, Kli) und aus dem Licht (Füllung) besteht.

Die Summe aller Empfindungen, Eindrücke, Zustände, Erinnerungen, Absichten – im Allgemeinen, im Seelenzustand, geäußert in Form vom Buchstaben oder in Form der Buchstabenreihenfolge – wird als Gematrie bezeichnet. Es ist die Form der Aufzeichnung eines bestimmten Seelenzustands. Angenommen, ich kann eine Melodie vorspielen oder ein Lied vorsingen, die meinen Zustand beschreiben würden. Es ist eben die Gematrie. Ich kann genauso einen Buchstaben oder ein bestimmtes Symbol malen – was auch die Gematrie sein wird. Ich übertrage an euch meine Empfindung, meinen Zustand. Ich zeichne ihn auf. Es ähnelt sich dem Reshimo (der informativen Aufzeichnung des Zustandes).

In der Spiritualität gibt es nichts, außer den Zuständen des Lichtes und des Wunsches (Kli), außer dem Zustand der Ähnlichkeit zwischen dem Licht und dem Wunsch, mit Hilfe des Schirmes, der Absicht. Alles andere ist – die Art und Weise, wie wir diesen Zustand äußern.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 15.08.2010

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Ein Tanz ist die ernsteste innere Arbeit.

Es gibt während unserer Treffen Handlungen, waehrend derer ich auf jede beliebige Kritik verzichten und mit allen anderen verschmelzen soll. Und wie kann ich das machen? Indem ich mich selber annulliere und mit den anderen wie ein Kind springe und singe.

Diese Einstellung verbindet mich mit dem allgemeinen Zustand, und dann bin ich in der Lage, aus den Beschränkungen hinauszugehen und irgendeinen geistigen Hauch zu empfinden!

Uns scheint es, als ob das ein leichtsinniges Verhalten wäre, aber das scheint uns nur so, weil wir darin die Geistigkeit nicht erkennen. Es ist ja das Licht der Unendlichkeit!

Mit unseren Instrumenten der Wahrnehmung sind wir nicht in der Lage, darin etwas zu erkennen. Deswegen scheint es uns, dass es leblos (nefesh) ist und es ist nur von unserem Kli abhängig, ob wir darin das ganze geistige Licht der NARANHAI erkennen können.
Alles was aus der Verbindung entsteht, sogar aus der kleinsten Verbindung, ist schon die Vollkommenheit. Deswegen haben wir in dieser Form die Möglichkeit, irgendeine geistige Empfindung zu spüren, gerade wenn wir zusammen mit den anderen anfangen, zu springen.
Alle diese Tänze haben wir von den großen Kabbalisten bekommen. Von Baal Schem Tow. Und Rabasch hat uns auch dazu aufgefordert, so zu tanzen.

Aber das ist keine Leichtsinnigkeit. In dem Tanz steckt ein ernster Gedanke und eine große Arbeit. Du willst das plötzlich nicht, und in dir werden sich mit riesiger Geschwindigkeit die Gedanken „dafür“ und „dagegen“ ändern, die einen furchtbaren Zweifel bewirken, aber du springst weiter.

Dies ist aber keine Meditation. Du wirst nicht von der Realität abgeschaltet. Du stehst die ganze Zeit vor der Frage: was mache ich und wofür mache ich das, was bringt es mir, wer zwingt mich dazu, mit wem springe ich zusammen und was verbindet uns?
Während du tanzt, gehst du deine ganze innere Arbeit vom Anfang bis zum Ende durch.

Dieser Tanz verpflichtet dich,allen mögliche Gedanken nachzugehen, welche es gegen ihn nur gibt! Gegen die Vereinigung, die du nicht willst! Deine Vernunft steht die ganze Zeit dagegen auf und du bist gezwungen, Klärungen zu machen.

Deswegen verwandelt sich der Tanz in eine erschöpfende innere Arbeit. Du fühlst dich ausgesaugt und ohne Kräfte, und das nicht, weil du sprangest, sonder, weil du so viele Klärungen gemacht hast.

Du tanzt innerlich – in deinen inneren Aufstiegen und Abstiegen! Und dass du auch äußerlich springst, ist nur, um diese inneren Zustände in dir zu erwecken.

Du springst äußerlich, du steigst hinauf und fällst herab und im Inneren findet gleichzeitig eine Menge anderer Aufstiege und Abstiege statt. Und das ist das Wichtigste!

Ohne die äußerlichen Handlungen kannst du keine inneren machen! Eine kann ohne die andere nicht klappen.
Und deswegen verwandelt sich der Tanz ins einzigartige Werkzeug der Arbeit, und deswegen haben Baal Shem Tow und die ersten Chassidim, die auch Kabbalisten waren, diese Traditionen eingeführt.

Aus dem Unterricht vom 12.08.2010 zum Thema „Die Fragen über die Rolle des Volkes“.

Die Seele verlässt uns in der Nacht…

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet der Satz im Sohar (Kapitel „Lech Lecha“, Punkt 359): „In der Stunde, wenn der Mensch liegt und schläft, verlässt ihn seine Seele“?

Meine Antwort: Als eine Seele wird das Licht im Wunsch bezeichnet. Da wir unseren Wunsch nur in Sfirot Keter, Chochma, und Bina korrigieren können, und in Sfirot Seir Anpin und Malchut nur teilweise korrigieren können – so heißt das vollständige, große Licht, das in uns gezeigt werden kann, das Licht „Neschama„, und, die Lichter „Yechida“ und „Chaja“ sind – nur eine kleine zusätzlichen Einblendung von unten nach oben.

Deshalb heißt unser allgemeiner Wunsch „die Seele“ (Neschama) – nach dem Namen des größten Lichtes, das er bis zum Ende der Korrektur enthalten kann.

Wenn sich der Wunsch in solchem Zustand befindet, dass er dazu fähig ist, das Licht „Neschama“ zu erreichen – dann heißt er die Seele (Neschama), denn wir benennen die Wünsche entsprechen den Lichtern, die sie ausfüllen können.

Und wenn die Wünsche nicht fähig sind, in sich diese Lichter zu enthalten, sich mit ihnen anzufüllen, aus Mangel am Schirm, dann gibt es keine Seele. Denn die Füllung sind der Schirm und das widergespiegelte Licht, d.h. die Eigenschaft des Gebens.

Somit wird als eine Seele nicht mein Erhalten des Lichtes von oben bezeichnet. Die Seele (Neschama), wie auch das ganze innere Licht im Wunsch, – bildet sich davon, dass ich dieses Leuchten jemandem weitergebe, ich führe es durch mich durch – und dadurch fülle ich mich an.

Das ist eben mein Licht, das ich bekomme. Ich bekomme die Möglichkeit des Gebens – und sie füllt mich aus.

Deshalb bekomme ich in „der Nacht“, wenn ich noch nicht fähig bin meine Wünsche zu korrigieren, d.h. über meine Wünsche mit Hilfe der Schirme zu herrschen, mit Hilfe der Eigenschaften des Gebens – den negativen Eindruck im Wunsch – die Finsternis.

Was bedeutet „die Finsternis“? – Ich kann nicht geben, und deshalb bestimme ich diesen Zustand – als „die Nacht“, die Abwesenheit des Gebens von meiner Seite. Ich bedauere es und bereite mich vor, die Wünsche zu korrigieren.

Und als „Tag“ wird der Zustand bezeichnet, den ich durch die Arbeit in „der Nacht“ erreicht habe – wenn ich in der Morgendämmerung zum Unterricht aufgestanden bin, mich mit den Freunden verbunden habe, verschiedene Korrekturen begangen bin und die neuen Wünsche und Schirme gefunden habe – denn ich schaffe in diesen Schirmen und Wünschen die neue Form des Gebens, die mich ausfüllt. Es bedeutet eben, dass für mich „der Tag“ gekommen ist.

Deshalb ist „die Nacht“ auch ein geistiger Zustand, die Vorbereitung der Wünsche. Und wenn der Mensch keinen Wunsch hat, das Geben zu erreichen, dann gibt es für ihn auch keine „Nacht“. Denn ich bestimme „den Tag“ und „die Nacht“, laut eigenen Zuständen.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 05.08.2010

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Das Reich des Messias – die Ideen der Korrektur

Aus dem Artikel von Baal haSulam „Das Vorwort zum Buch Panim Meirot„: Und verstehe darin das von den Weisen Gesprochene: „Der Sohn Davids wird nur in eine Generation kommen, in der es entweder nur Gerechte, oder nur Sünder geben wird“.

Doch es ist sehr wichtig zu verstehen, dass die Befreiung und die Ankunft des Messias, die wir jetzt erwarten, die Erreichung des Ziels der Höhe von Erkenntnis und Wissen bedeutet. Wie es heißt: „Und es wird kein Mensch mehr seinem Nächsten die Erkenntnis des Schöpfers lehren, denn alle werden Mich kennen, von klein bis groß“.

Und sobald die Söhne Israels die Vollkommenheit des Verstandes erlangen werden, werden sich die Quellen von Verstand und Wissen über den Rand füllen, und sie werden über die Grenzen Israels schwappen, und an alle Völker der Erde weitergegeben werden, wie es heißt: „Und die Erde wird sich mit dem Wissen des Schöpfers füllen“. „Und sie werden zum Schöpfer und zu Seinem Heil zuströmen“.

Jeder soll die Stufe erreichen, die „Messias“ genannt wird. Man kann sie nur mittels Verbreitung des Wissens über den Schöpfer erreichen, d.h. mittels der Kabbalaverbreitung in der Welt und zwischen den Völkern.

Es ist nicht die Macht des Volkes Israels, sondern die Verbreitung der Korrekturidee für die menschliche Natur, die folglich verstanden wird und die Menschheit ergreift.

Sie heißt eben „Der König Messias“ – das Reich Isra-el, die Absicht den Schöpfer mittels der Ähnlichkeit der Eigenschaften zu erreichen, wenn sich alle im gegenseitigen Geben verbinden, und darin die höhere Kraft und das ewige Leben enthüllen.

Diese Arbeit soll jeder Mensch erfüllen. Es gibt aber eine Gruppe der Menschen, welche diese Korrekturmethode noch im Alten Babylon bekam, und deshalb die Verantwortung für ihre Ausführung trägt.

Diese Gruppe, genannt das Volk Israels, erreichte die Korrektur in der Vergangenheit, stieg zu den übrigen „Babyloniern“ ab, vermischte sich unter ihnen, und soll deshalb als erste die Korrektur durchleben, weil sie in sich die Aufzeichnung der vorigen korrigierten Zustände trägt.

Die Verbreitung der Korrektur in der Welt heißt die Zeit des Messias.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 01.08.2010

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Die Zeichen der kommenden Offenbarung

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ich, zum Beispiel, das Auto kaufen will – dann werden mir alle seine Vorteile und Nutzen erklärt, was auch leicht zu verstehen ist. Aber in der Spiritualität will ich das Geben erreichen – etwas Unverständliches? Was muss ich machen, wenn alles so verwirrend ist?

Meine Antwort: Es sind die rechtmäßigen Ansprüche seitens des Menschen, der erst am Anfang seines geistigen Wege steht: warum gibt es in der Spiritualität keine Einfachheit und Klarheit, warum kann man nicht die Zukunft mit allen ihren Vorteilen sehen?

Ich habe mich in unserer Welt daran gewöhnt, dass ich immer Bescheid weiß, wann die Universität beendet wird, wo ich arbeiten und was verdienen werde. Ich sehe vor mir die Beispiele anderer Menschen, die dasselbe gemacht haben, und bin damit einverstanden, die gleichen Bemühungen zu machen, um ein solches Leben zu erreichen. Warum ist in der Höheren Welt alles so verwirrend und nichts klar? Wohin gehen wir überhaupt?! Wenn ich nach dem Unterricht auf der Straße gefragt werde: „Was hast du dort bekommen?“ – so kann ich keine Antwort darauf geben.

Dennoch ist es ein Zeichen, dass der Mensch sich vor Enthüllung befindet, und auf diese Weise für sich das Verborgene öffnet. Nur aus der Empfindung, dass ich es nichts habe! Aus dem Mangel heraus! Aus der unbewussten inneren Leere! Die Empfindung, dass mir an etwas fehlt ist schon die Vorbereitung darauf, dass es sich bald offenbaren wird.Deshalb ist deine Empfindung sehr nützlich. Sie ist unangenehm, aber dennoch die richtige Empfindung vor dem Öffnen. Denn die Enthüllung kann nur infolge solcher Empfindung kommen: „Also, wo ist die Spiritualität?! Warum gibt es sie?! Wofür?!“ – aus der Empfindung des leeren Raumes. Und so wird es immer, auf jeder beliebigen Stufe sein. Wir müssen uns nicht darum kümmern, welche Zustände wir durchgehen. Das Wichtigste ist deren schnelle Abwechselung! Ich bin verpflichtet, durch alle Zustände zu gehen, und deshalb soll ich mich nicht darum kümmern, wie ich mich jetzt fühle. Nur die Frequenz der Veränderungen spielt eine Rolle. Nur sie ist wichtig.Auch wenn es mir dabei schlecht oder gut geht, ob ich verwirrt bin, oder mehr oder weniger verstehe – das alles ist unbedeutend! Hauptsache ich komme dabei voran!

Derjenige, wer zögert und in seinen Zuständen kramt, macht nicht das Richtige. Denn man muss immer vorwärts kommen und weniger nachdenken. Es ist wichtig, schneller vorankommen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „die Wissenschaft der Kabbala und ihr Wesen“, 30.07.2010

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Wie man die reißende Strömung in den Griff bekommt

Eine Frage, die ich erhielt: Jedes Mal, wenn ich versuche, dem Unterricht zu folgen, stelle ich fest, dass meine Aufmerksamkeit durch sehr viele Nebengedanken abgelenkt wird. Was soll ich tun?

Meine Antwort: Alles kommt von dem Schöpfer, die Erweckung von oben (Itaruta de Leela). Wenn durch die Einwirkung von oben gute, aber auch schlechte Gedanken in mir geweckt werden, dann ist es mit einem Wasserstrom, der viel Dreck mit sich reißt, zu vergleichen. Wenn du versuchst, ihn zu filtern, steigt der Dreck nach oben.

Das ist jedoch notwendig, um den „Dreck“ herauszufiltern, zu spüren, was du in deinem Inneren hast. Deshalb löst gerade die Anziehung des Lichts und die Rückkehr zum Schöpfer die Empfindung des „Drecks“ aus – es zeigt dir, wie viel du noch zu korrigieren hast.

Derjenige, der anfängt die Wissenschaft der Kabbala zu studieren, begreift nicht wozu das alles passiert und gerät in Verwirrung, er strebt nach dem Guten, durchläuft aber schreckliche Zustände.

Er hat noch keine inneren Kräfte um diese Zustände in den Griff zu bekommen und kein Verständnis dafür was mit ihm geschieht. Wozu muss er dann diese Zustände durchleben?

Weil es „keinen klügeren Menschen gibt, als den Erfahrenen“. Wenn er weiter studiert wird er die Notwendigkeit all dieser Zustände spüren.

Es ist im Gegenteil schlecht wenn der „Dreck“ der Spiritualität, fremde Verlangen und Gedanken

im Menschen, nicht zum Vorschein kommen. Das ist ein Zeichen dafür, dass er das Licht, das zur Quelle zurückführt, nicht anzieht.

Denn das korrigierende Licht leuchtet in erster Linie die noch nicht korrigierten Verlangen aus, damit du sie als schlecht empfindest und korrigierst. Man muss um deren Korrektur und nicht um deren Verschwinden bitten.

Deshalb, wenn wir kabbalistische Bücher lesen und uns dabei schlecht fühlen, ist das ein Zeichen dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind, dass die Tora für uns ein „Lebenselixier“ ist, weil sie unsere inneren Krankheiten aufdeckt, damit wir korrigiert werden.

Wenn wir aber beim Studieren der Tora gute Empfindungen, Zuversicht, Stolz, ein Gefühl der Überlegenheit verspüren würden, wäre es ein Zeichen dafür, dass die Tora für uns ein „tödliches Gift“ ist, weil sie uns in unserem Egoismus bleiben und noch mehr auf uns selbst stolz sein lässt.

Deshalb sollten wir uns freuen, dass unsere inneren „Sünder“ während des Studiums zum Vorschein kommen.

Das ist ein Zeichen dafür, dass die Tora in uns wirklich das Böse enthüllt und es korrigiert, wie geschrieben steht: „Ich erschuf den bösen Trieb und gab die Tora zu dessen Korrektur“.

Dadurch kann der Mensch überprüfen, ob er sich in die richtige Richtung bewegt – zur Enthüllung des egoistischen Bösen in sich.

Je mehr wir studieren, desto mehr verstehen wir, dass das Böse sich in uns befindet und wir etwas korrigieren müssen; für die restliche Welt müssen wir nur bitten, dass sie erwacht, sie im allgemeinen jedoch rechtfertigen („ladun kol ehad le kav zchut„).

Aus dem Sohar-Unterricht vom 28.07.2010

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Es ist schon alles vorbereitet

Eine Frage, die ich erhielt: Sind der gesamte Entwicklungsprozess der Schöpfung und das Ausmaß ihres Gebens vorbestimmt?

Meine Antwort: Niemand schränkt dich ein! Du hast eine Willensfreiheit und alle Möglichkeiten. Sogar die Propheten konnten nicht voraussagen, in welcher Form wir vorankommen werden.

In allen Prophezeiungen über die Tage des Messias und über den Krieg von Gog und Magog, wurde nur die Enthüllung der Linken Linie beschrieben, in jener Linie der natürlichen Entwicklung der Natur, und nicht in drei Linien.

Aber niemand weiß im vorhinein, inwieweit wir diesen Weg versüßen können. Deshalb kann man nichts über den Megakongress voraussagen – es ist sogar möglich, dass wir den Machsom überschreiten werden und den spirituellen Aufstieg fortsetzen.

Vielleicht werden wir nur für kurze Zeit hinaufsteigen und dann wieder fallen, um es daher mehrmals durchführen, bevor wir endgültig in der spirituellen Welt bleiben.

Alles hängt davon ab, wie wir die Verbindung organisieren und realisieren. Außerdem ist es sehr wichtig, wie wir diese Offenbarung wahrnehmen werden, um sie folglich nicht egoistisch zu genießen. Wir müssen uns also vorbereiten, um sie nur für das Geben zu erhalten.
Dann können wir alle Enthüllungen, Genüsse und Zustände, die kommen werden, mit der Hilfe der gegenseitigen Bürgschaft verwenden, und setzen unseren Weg nach oben weiter fort.

Aber es stehen uns alle Möglichkeiten offen, alles ist vorbereitet!

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 18.07.2010

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