Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Können die Probleme der Welt ohne Kabbala gelöst werden

Eine Frage, die ich erhielt: Ist es möglich, die Probleme der Menschheit zu lösen, ohne die Wissenschaft der Kabbala zu berücksichtigen, sondern bloß durch die Erkenntnis der Menschheit, dass es notwendig ist, sich zu vereinen und Organisationen wie die EU oder eine Weltregierung zu schaffen?

Meine Antwort: Angenommen, wir beginnen uns und die anderen zu überzeugen, dass wir uns wie ein Mensch mit einem Herzen verbinden müssen, damit alles mit allen geteilt wird. Können wir ein solches Ziel erreichen? Wir wären nicht in der Lage, etwas Besseres hervorzubringen, als was wir in Nazi-Deutschland oder im kommunistischen Russland gemacht haben.

Daher warnen die Kabbalisten, dass wir, um die Welt zu verändern, die korrigierende Kraft heranziehen müssen. Anders gesagt, die Korrektur der Welt ist nur mit Hilfe der Kabbala möglich, durch welche die Höhere Kraft der Welt enthüllt wird. Mit Hilfe dieser Höheren Kraft kann die Welt zum richtigen Zustand gelangen.

Daher lohnt es sich nicht, darauf zu warten, dass durch die Regierungen oder G20-Treffen eine Lösung gefunden wird. Niemand hat eine Lösung! Indem die Welt sich weiter entwickelt, wird sie zum Verständnis kommen, dass sie nicht die Mittel für eine Lösung besitzt. Wir werden die Wissenschaft der Kabbala verbreiten, während die Menschheit im Prozess ihrer Entwicklung, ihrem Streben und unter unzähligen Vorwänden erkennt, dass es keine Lösung gibt und die Welt kurz vor der Zerstörung steht. Genau am Höhepunkt dieses Abgrundes werden wir, die Kabbalisten, mit der Welt zusammenkommen.

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Es steckt mehr in dieser Frage, als wir denken


Eine Frage, die ich erhielt: Können Sie bitte die Frage „Was ist der Sinn des Lebens?“ erklären?

Meine Antwort: Die Frage „Was ist der Sinn meines Lebens?“, kann auf der Ebene unserer Welt mit „Womit soll ich mich füllen?“ beantwortet werden. Auf der Stufe der spirituellen Welt richtet sich die Frage auf: „Wem bin ich hilfreich?“, „Was soll ich mit meinem Leben anfangen?“, „Wohin soll ich gehen?“

Ich muss das Geheimnis vom „Sinn des Lebens“ enträtseln. Diese Fragen befassen sich mit der Quelle allen Lebens: „Wofür leben wir?“, „Warum leben wir?“, „Was ist das Geheimnis des Lebens?“, „Wie und warum trat das Leben auf?“. Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist aber nicht unbedingt eine Frage über den Ursprung des Lebens, sondern sie ist vielmehr eine Untersuchung darüber, warum dies alles geschieht und wohin es mich bringen wird. Die Frage „ Was ist der Sinn meines Lebens“ beschäftigt sich mit allen unbeantworteten Fragen meines ganzen Lebens.

Die Menschheit ist nun zu dieser Frage gelangt. Doch wie tief und zielgerichtet kann diese Frage eigentlich gestellt werden? Zum Beispiel wenn einer Person ein Unglück widerfährt oder sie auch nur die geringste Unzufriedenheit in ihrem Leben verspürt, kann sie sich die Frage „Was ist der Sinn meines Lebens?“ stellen.

Die Antwort enthüllt sich erst, nachdem die Frage untersucht und durch harte Arbeit und Anstrengung genau auf das Ziel ausgerichtet wurde.

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Hören wir auf, mit geschlossenen Augen herumzulaufen

Eine Frage, die ich erhielt: Wie können die Menschen den Zusammenhang zwischen der sich entwickelnden Krise und der Lösung – welche die Kabbala ist, begreifen? Es könnten eine Menge Tragödien nötig sein, damit sie es verstehen.

Meine Antwort: Wir sind bemüht, ihren Weg zu verkürzen. Alles hängt von uns ab und Baal HaSulam schreibt, dass die Massenverbreitung der Kabbala „Das Horn des Messias“ genannt wird. Die aufkommenden Verlangen werden die Menschheit durch Dick und Dünn lenken und Myriaden von Zuständen durchlaufen lassen, auf der Suche nach einer Antwort, einschließlich Nazi-Regimen und Kriegen. Die Menschen wollen noch immer die Krise zudecken und wünschen sich, dass sie „verschwindet“. Die Menschheit schließt ihre Augen wie ein kleines Kind und sagt: „Ich sehe keine Probleme, es gibt keine.“ Das ist unsere erste natürliche Reaktion.

Das Leiden wird sich verschärfen, während wir den Abschwung des Industriewachstums und das Einfrieren von Vermögen durch die Finanzinstitute sehen. Vorher müssen wir die Weisheit der Kabbala überall verbreiten, um die Menschheit davon abzuhalten, einen Weg zu beschreiten, der mit Sicherheit in einen Abgrund führt – und erst danach zum Ziel.

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In der Kabbala ist sehen gleich glauben


Eine Frage, die ich erhielt: Wie können Sie beweisen, dass Ihre Methode die Einzige ist, mit der wir das Ziel der Schöpfung erreichen können?

Meine Antwort:
1. Ich will niemandem irgendetwas beweisen. Die Kabbala verhüllt sich, anstatt dass sie die Menschen an sich heranzieht. Nur ein Mensch, der sich aufrichtig danach sehnt, wird diese Weisheit enthüllen und studieren. Es gibt für niemanden einen Zwang zu kommen oder zu gehen, so wie es auch keine Begrenzungen oder Voraussetzungen für das Studium der Kabbala gibt.

2. Man fordert die künftige Enthüllung ein, um dann einen klaren Beweis zu haben, dass das Studium der Kabbala authentisch ist.. Dies ist jedoch nur möglich, wenn das Studium auf der Stufe dieser Welt geschieht, wobei das Studium der Kabbala einen Menschen auf eine höhere Ebene erhebt. In der Kabbala bedeutet etwas „zu sehen“, es tatsächlich mit seinen Sinnen zu fühlen. Wenn du deine Zukunft sehen und spüren kannst, ohne deine Wahrnehmung zu ändern, dann hat dich diese Methode nicht verändert. Darum macht eine solche Methode den Menschen auch nicht dem Schöpfer gleich.

3. „Ein Mensch sollte immer dort studieren, wohin sein Herz strebt“, „Es gibt keinen Zwang in der Spiritualität“, „Lehre den Schüler gemäß seiner Art“ und andere ähnliche Sprichworte kabbalistischer Weiser sagen uns, dass es verboten ist, irgendjemanden zu überzeugen, zu überreden oder ihm irgendetwas zu beweisen. Man kann einem Menschen nur zeigen, wie er sich entwickeln kann, damit er beginnt, die spirituelle Welt je nach seiner Entwicklungsstufe selbst zu sehen.

Dies ist die Herangehensweise der Kabbala zur Entwicklung des Menschen: Es gibt keinen Zwang, sondern nur Beispiele. Jede andere Art und Weise wird als Nötigung empfunden und kann dem Menschen und der Welt nur schaden.

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Der Sinn der Schöpfung ist die Anheftung an den Schöpfer

Baal HaSulam schreibt in den Artikeln, „Die Enthüllung der Göttlichkeit (Matan Tora)“ und „Die Bürgschaft, dass der allumfassende Zweck der Schöpfung darin liegt, dass die gesamte Menschheit ihre Korrektur erreicht, was auch als Gleichheit der Form mit dem Schöpfer bezeichnet wird. Alle Seelen haben ihren Anteil an der Erreichung dieses Zieles, weil es nur eine Schöpfung gibt, sie aber in viele Teile geteilt ist, damit die Korrektur einfacher geschehen kann.

Aber neben der Teilung der Schöpfung in viele Teile oder Seelen, ist die gesamte Schöpfung auch auf die folgenden zwei Teile aufgeteilt:

  • Der Teil, der die Methode der Korrektur erhielt und sie auch angewendet hat, aber später in den Egoismus zurück fiel. Dieser Teil der Schöpfung nennt sich „das Volk Israel“.
  • Der Teil der Schöpfung, der die Methode der Korrektur nicht erhalten hat. Aber nachdem der erste Teil gefallen war, näherte er sich dem zweiten Teil der Schöpfung und nun können beide die allgemeine und vollständige Korrektur des Egoismus in der gesamten Schöpfung erreichen.

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Am besten zeigen wir unseren Kindern unsere Liebe, indem wir sie einen neuen Weg lehren

Eine Frage, die ich erhielt: Warum muss die Menschheit erweckt werden? Warum kann sie nicht alleine aufwachen?

Meine Antwort: Die Menschheit wacht von alleine auf, aber nur wenn sie durch Schläge gedrängt wird. Auf diese Weise haben wir uns im Lauf der Geschichte hindurch entwickelt. Bis heute war dies der einzige Weg zur Entwicklung, weil unsere Eigenschaft egoistisch war und wir dadurch gezwungen waren, durch das Leiden, das wir im Inneren unseres Egoismus fühlten, Fortschritte zu machen.

Nun jedoch haben wir einen Zustand erlangt, wo eine andere Eigenschaft in uns erwacht – die Eigenschaft des Gebens. Dies gibt uns eine neue Entwicklungschance – nicht nur durch die Schläge, die wir von hinten erhalten, sondern auch durch unser Streben nach vorne, in Richtung der Eigenschaft des Gebens. Wenn wir auf diese Weise vorwärts streben, dann können wir Schläge und Leiden vermeiden. Die Entwicklungszeit wird dann verkürzt, mit der wir das Ziel erreichen – die Gleichheit mit dem Schöpfer – auf einem komfortablen und angenehmen Weg.

Darum verbreiten wir die Weisheit der Kabbala, anstatt darauf zu warten, dass die Menschheit sich von alleine entwickelt. Der natürliche Entwicklungsweg ist erzwungen: wir werden durch Leiden zur Entwicklung gedrängt, und auf diesem Weg hat es Tausende von Jahren gedauert, bis wir den jetzigen Stand von Entwicklung erreicht haben.

Wo wir nun diese Entwicklung durchgemacht haben, bereiten wir unsere Kinder auf ein Leben in der modernen Welt vor. In den ersten 20 Jahren ihres Lebens bekommen sie alles Wissen, welches die Menschheit in der Geschichte erlangt hat. Wir stopfen Tausende von Jahren des menschlichen Fortschritts in die 20 Jahre dauernde Erziehung des Kindes. Und es nimmt dann dieses Wissen und macht damit weiter .

Wir sollten unserer neuen Generation das Prinzip eines positiven Fortschritts mitgeben. Dies ist der beste Weg, unsere Liebe und Fürsorge für sie auszudrücken.

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Ist die Untersuchungsmethode der Kabbala wirklich wissenschaftlich?


Eine Frage, die ich erhielt: In Ihrem Blogeintrag „Glaube und Wissenschaft sind unvereinbar“ haben Sie geschrieben: „Kabbala ist eine Wissenschaft: Eine Person enthüllt eine neue Realität und erforscht diese dann wissenschaftlich (experimentell).“

Als Wissenschaftler (Physiker, der auf dem Gebiet der Gehirnfunktionen forscht) stimme ich nicht zu, dass die Methode der Kabbala wissenschaftlich ist. In der herkömmlichen, irdischen Wissenschaft enthüllt und erforscht man simultan. Die Enthüllung erfolgt aufgrund der Untersuchung, anstatt ihr voranzugehen. Worauf sonst könnte die Enthüllung der neuen Realität beruhen, wenn nicht auf der wissenschaftlichen Untersuchung?

In der Kabbala jedoch ist es unmöglich, religiöse Erklärungen zu vermeiden. Alles, was in den heiligen Büchern geschrieben steht, erfordert eine gewisse Art von Glauben, wohingegen auf meinem Arbeitsgebiet ich nichts dem Glauben überlasse.

Meine Antwort: In der Kabbala enthüllt man eine neue Realität in dem Ausmaß, in dem man sich ihr angleicht. Dies geschieht durch die Heranbildung neuer Eigenschaften – jenen des Gebens und der Liebe – in seinem Herzen.

Danach aktiviert man das Gehirn (seine Gedanken und Intelligenz) um zu interpretieren, was die Sinne erlangt haben. Folglich gibt es in der Kabbala keinen Platz für Glauben, ganz zu schweigen von Religion.

Die Wissenschaft der Kabbala gründet sich auf:

1. Die stufenweise Umwandlung der eigenen Eigenschaften, indem man durch das Studienmaterial (das Höhere Licht, Or Makif) beeinflusst wird.

2. Die Wahrnehmung der neuen Realität in seinen neu erworbenen Eigenschaften.

3. Untersuchung und Erlangung der neuen Realität.

4. Im Ausmaß dessen, was man erreicht hat, schreiten Herz und Verstand dann zu einer tieferen Anheftung voran – zu einem tiefgreifenderen Eindringen in den neuen Zustand.

Die obere Abfolge von Zuständen wiederholt sich auf allen 125 Stufen der spirituellen Welt, welche Stufen der Veränderung in unseren Eigenschaften, Verlangen und Absichten sind. Sie wandeln sich von „um meinetwillen“ zu „um der anderen willen – für den Schöpfer“ um. Das setzt sich so lange fort, bis die Seele vollständig korrigiert ist, wodurch sie das Ziel, für das sie geschaffen wurde, erlangt.

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Ein Leben frei von Ausschweifung ist zum Nutzen aller



Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ein Mensch versucht, das Prinzip der Nächstenliebe augenblicklich zu realisieren, wird er sich wie ein Schaf in einem Rudel Wölfe fühlen. Wo kann er Anhänger finden, die ihn unterstützen?

Meine Antwort: Warum sollte er sich wie ein Schaf in einem Rudel von Wölfen fühlen? Wenn ein Mensch ein Geschäft eröffnet, ohne die Absicht zusätzlichen Profit zu machen, wird er alle seine Gemeinkosten und die Löhne für seine Angestellten decken – alles, außer den zusätzlichen Einkünften, welche nicht für die lebenswichtigen Grundbedürfnisse von Nutzen sind.

Demzufolge senkt er den vorherigen Preis seiner Waren und bietet den Leuten die Waren zu einem Preis an, welcher 10 oder sogar 30 Prozent günstiger ist als jener, zu dem andere sie verkaufen.

Geschäfte, die nicht den Profit als wichtigstes Ziel haben, werden blühen, und das kann keineswegs als ein „Schaf in einem Rudel Wölfe“ betrachtet werden. Man ist der Besitzer eines Geschäftes, lebt ein normales Leben und empfängt ein Gehalt, wie alle Angestellten.

Wir alle müssen unsere Ausgaben decken, einschließlich einer Pensionsvorsorge, Zahlungen für Krankenversicherung und so weiter. Wir sollten ein normales Leben führen, in die Ferien fahren und alles besitzen, was notwendig ist, lediglich sollten wir nichts im Übermaß haben, denn wir benötigen es nicht. Lasst uns im Ausmaß unseres Überschusses alle anderen uns angleichen.

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Die Religion der Zukunft: “Liebe Deinen Mitmenschen”


Eine Frage, die ich erhielt: Welche Verbindung sollte zwischen der jüdischen Religion und dem Staate Israel bestehen?

Meine Antwort: Religion und Staat sollten vollkommen getrennt sein. Jeder Mensch sollte ein Leben nach Wunsch, ohne Zwang, führen dürfen. Die Kabbala sagt: „Es gibt keinen Zwang in der Spiritualität!“

Die Menschen sollten nur durch die richtige Bildung beeinflusst werden. Sicherlich sollte die Erziehung im Geist der jüdischen Tradition und Kultur erfolgen, mit allem, was wir von unseren Vorfahren erhalten haben. Dies sollte jedoch auf eine sanfte, freundliche Art geschehen, den Geist der Tratidionen der Nationalitäten respektierend.

Durch die Verbreitung der Kabbala wird die heutige Religion – eine Anzahl von Pflichthandlungen- in eine wahre Religion verwandelt werden. Dies wird von Baal HaSulam im Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“ beschrieben. Wie wird dies geschehen?

Die Höhere Kraft, die sich uns gerade enthüllt, wird uns verändern und die Menschen werden beginnen den Schöpfer zu fühlen und zu verstehen. Seine Enthüllung wird das Bedürfnis nach den heutigen religiösen Handlungen und nach Vermittlern zwischen den Menschen und dem Schöpfer, wie der Religion und ihren Anführern beseitigen. Es steht geschrieben, „Und die Menschen werden nicht mehr über den Schöpfer lehren, denn alle werden Mich kennen, von den Kleinen zu den Großen.“

Die Enthüllung des Schöpfers wird allen das grundlegende Gesetz der gesamten Tora zeigen: „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst“, was derzeit unter religiösen Menschen nicht geschieht. In „Die zukünftige Generation“ schreibt Baal HaSulam:

Die religiöse (ethische) Form, die das Leben aller Nationen bestimmt, muss zuallererst ihre Repräsentanten dazu bringen sich zu verpflichten gemäß dem Gesetz „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst.“ den Mitmenschen zu geben. Und dies wird das soziale Bewusstsein aller Nationen sein… Mit dieser Ausnahme jedoch, sollte jede Nation frei ihrer eigenen Religion und ihren eigenen Traditionen folgen können und kein Land sollte sich in die Angelegenheiten eines anderen mischen.

Die Wissenschaft der Kabbala erklärt, dass das wichtigste Gesetz der Tora, „Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst“ darauf hinweist, dass die Befolgung der „Mizwot“ (Regeln) und der Tora die Korrektur des eigenen Egoismus bedeutet, durch die man die Ebene der Liebe zum Mitmenschen erreicht. Die Regeln zu befolgen bedeutet daher, die eigenen egoistischen Wünsche zu korrigieren.

Wenn ein Mensch die Selbstkorrektur mit dem Ziel vorantreibt, eine Haltung des Gebens seinen Mitmenschen gegenüber zu entwickeln, bedeutet dies, dass er alle Regeln der Tora befolgt. Dies ist es was Rabbi Akiva sagte, als er gebeten wurde die gesamte Tora zu erklären, während er metaphorisch gesprochen „auf einem Bein stand“. Er zitierte das Hauptgesetz der Tora: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Ein anderer Weiser namens Hillel der zu Zeiten des Talmud (dem Beginn der heutigen Zeit) lebte, stellte das Gesetz folgendermaßen dar: “ Was Du nicht willst, das man dir tu‘ das füg‘ auch keinem andern zu.“

Daher wird die gesamte Einrichtung der Religion große Veränderungen durchlaufen, denn sie hält sich nicht an diese Gesetze.

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Geben kann uns mehr erfüllen als alles andere

Eine Frage, die ich erhielt: Ich kann mir nicht vorstellen, was mit der Gesellschaft in der Zeit ihres Überganges vom Willen zu empfangen zum Willen zu geben geschehen wird. Die Menschen werden nicht mehr durch Geld oder Macht erfüllt sein, doch sie wissen auch noch nicht, was Geben ist. Was wird die Menschen dazu bringen oder motivieren, Handlungen des Gebens auszuführen? Wie werden die Menschen fähig sein, dies zu wollen, ohne daraus irgendeinen Genuss zu erhalten?

Meine Antwort: Die Menschen werden sich erfüllt fühlen, weil die Gesellschaft sie zum Geben ermuntern wird. Sie wird den Menschen für sein Geben respektieren und belohnen, und dies wird ihn erfüllen. Das Ziel unserer Entwicklung ist, eine persönliche Verbindung unter uns zu erreichen, wo allein das Gefühl dieser Verbindung uns die Kraft des Gebens und der Liebe geben wird.

Letztendlich ist das, was der Mensch will, nicht nur Geld auf der Bank, Erfolg oder Macht, sondern innere Zufriedenheit oder eine gewisse Haltung seitens der Gesellschaft ihm gegenüber. Alle Genüsse, die jenseits unserer physischen Bedürfnisse sind, werden als immaterielle, wirkliche Erfüllung wahrgenommen.

Zusätzlich gibt es noch etwas, was wir für kostbarer als die Befriedigung durch Geld empfinden, und das ist die Befriedigung, die wir durch Respekt und Anerkennung seitens der Gesellschaft uns gegenüber empfinden.

Genau das wollen auch die Reichen und Mächtigen, doch können sie es nicht bekommen, denn wenn sie Respekt und Anerkennung erhalten, sind diese nicht echt, sondern durch Bestechung erworben.

Das Schlimmste für einen Menschen ist, Kritik, Erniedrigung und Verachtung seitens der Gesellschaft oder seinen eigenen Kindern zu erhalten. Dies ist schlimmer als der Tod. Das Gegenteil davon sind Respekt, Anerkennung und Wertschätzung; diese geben uns die größte Erfüllung im Leben.

Unsere Aufgabe ist es, eine öffentliche Meinung zu fördern, die jeden Menschen dazu anregt, sich zu ändern und sich vom Empfangen zum Geben hinzubewegen. Jederman wird dann die Belohnung empfinden, die aus der Gelegenheit entsteht, der Gesellschaft zu geben.

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