Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Ziel'

Die Ein-Mann-Show

Eine Frage, die ich erhielt: Muss jeder Mensch die Zustände, die im Sohar beschrieben werden, durchlaufen?

Meine Antwort: Es steht geschrieben: „Jeder Mensch ist verpflichtet, das Buch der Tora zu schreiben“.

Das bedeutet, dass du allmählich alle deine Eigenschaften, Verlangen, in ihrer ursprünglichen egoistischen Form enthüllen und sie in dem Maße ihrer Enthüllung durch die Veränderung der Absicht „für dich“ zur Absicht „für die anderen, den Schöpfer“ korrigieren musst. Du baust ein neues Gefäß – mit einem Schirm und O“CH – auf und füllst es.

Die Enthüllung des zerbrochenen Kli bedeutet, dass du dich in eine bestimmte Art Sünder, die in der Tora beschrieben wird, einkleidest, und in der darauf folgenden Korrektur dieses Zustandes kleidest du dich in einen Gerechten der Tora ein.

Das sind Rollen, Formen, in die du nach und nach schlüpfen musst, indem du dich abwechselnd mal in einen Sünder, mal in einen Gerechten, die die Tora für dich darstellt, einkleidest.

Das ist wie ein Abdruck von Mustern, die bereits in dir existieren. Als ob du im Dunkeln mit einem Scheinwerfer laufen und mal einen Sünder, der sich in dich eingekleidet hat, mal – auf der anderen Seite, ihm gegenüber – einen Gerechten ausleuchten würdest.

Und so gehst du jedes Mal von einer Rolle zur nächsten über. Du musst alles durchlaufen! Denn die gesamte Tora besteht aus Zuständen, die du durchläufst, angefangen mit Adam, der ersten Enthüllung des Bösen in dir, dem ersten Kontakt mit dem Schöpfer.

Denn genau damit fängt der Mensch an – mit der Empfindung seines Egoismus als Gegenteil zum Schöpfer.

Das gesamte Buch der Tora spricht nur von diesen, deinen aufeinanderfolgenden Einkleidungen in verschiedene Rollen, die du wie im Theater nach dem vorgegebenen Drehbuch spielst.

Du kleidest dich in verschiedene Rollen ein, doch diese ganze Vielzahl von Rollen spielst nur du.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 05.09.2010

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Um die spirituelle Flugbahn nicht zu verlassen

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann man ständig in der „spirituellen Flugbahn“ bleiben, d.h., in dem Punkt der Entscheidung, dass der spirituelle Raum, die Einheit, über den materiellen Errungenschaften liegt?

Meine Antwort: Sobald wir es schaffen, eine solche Verbindung zwischen uns, „einen Ort für die Enthüllung des Schöpfers“ zu erschaffen, verschwindet er sofort, damit wir diese Entscheidung immer und immer wieder treffen können.

Jeder Augenblick soll ein Anfang sein. Und nur eine starke Umgebung, die uns erlaubt, an der Verbindung festzuhalten, kann bei dieser ständigen Wahl helfen. (Siehe Baal haSulam „Die Freiheit“). Alleine kann man bei dieser Entscheidung nicht länger als für einen Augenblick bleiben…

Du musst dich wie einen Samen in die Erde in eine richtige Umgebung einpflanzen und von ihr die Erkenntnis der Wichtigkeit des Ziels erhalten – dann, indem du die Entscheidungspunkte miteinander verbindest, wirst du aus ihnen eine Gerade zum Ziel aufbauen können.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 08.09.2010

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Das Fallen ist eine Freude

Eine Frage, die ich erhielt: Wie soll ich auf meinen Abstieg reagieren?

Meine Antwort: Ich soll dieses Fallen wie einen Aufruf von oben wahrnehmen: „Wer hat mir es geschickt? Wofür?“. Mir wurde ein neuer Zustand eröffnet.

Wie Baal HaSulam schreibt: „Ich freue mich über die Enthüllung der Sünder“ – „den neuen“ egoistischen Eigenschaften meiner Natur.

Natürlich versteckten sie sich in mir, aber jetzt, wo ich stärker wurde, werden sie gezeigt, damit ich trotz allem, in der Verbindung mit dem Schöpfer, im Zustand des Aufstiegs bleiben kann.

Trotz der unangenehmen Empfindung innerhalb des leeren Wunsches, kann man sich über diesen Wunsch freuen, darüber, dass er enthüllt wurde – und so wirst du bald mit seiner Hilfe eine stärkere Verbindung mit der Gruppe, mit dem Schöpfer offenbaren.

Deshalb muss man sich im Fallen sofort mit der Gruppe verbinden und, beginnen, allerlei Handlungen zu begehen, um dieses Fallen in die Vereinigung zu verwandeln.

Das Fallen ist die Offenbarung einer größeren Genauigkeit in unserer Vereinigung, die Feststellung der Lücken, in denen ich mit der Gruppe noch nicht verbunden bin und mich folglich verbinden soll.

Ich dachte, ich wäre früher mit der Gruppe durch den „dicken Seil „verbunden. Und jetzt wurde mir klar, dass es innerhalb dieses Seils sehr viele feine Fäden gibt, in denen ich mit der Gruppe nicht verbunden bin.

Ich steige hinauf, indem ich mich immer mehr vereinige. Deshalb bin ich über solche Offenbarung froh, denn sie geschieht aufgrund des vorhergehenden Zustandes.

Sie werden bald fühlen, dass das Fallen eine Freude ist. Denn alles hängt von der Einstellung ab: entweder empfindet man es wie den bloßen Zustand oder wie das Mittel zur Erreichung des Ziels.

Die Arbeit liefert die Freude. Der wahre Spezialist ist froh, wenn er auf die Probleme in der Arbeit stößt.

Denn sie ermöglichen ihm, seinen Professionalismus zu verwenden, nach der Lösung zu suchen, etwas Neues zu schaffen, die Meisterschaft zu zeigen.

Warum brauchen die schöpferischen Persönlichkeiten „die Muse“, warum befinden sie sich ständig auf der Suche, in einer Verwicklung der Verwirrung der Gefühle – bis ihr Werk erschaffen wird?

Es kann auch der Mensch eines beliebigen Berufes sein, sogar der Installateur, aber wenn er ein Profi ist – dann fühlt er seinen Beruf.

Deshalb sind die Schwierigkeiten oder die besonderen Bedingungen sehr wertvoll.

Wir verstehen nicht, inwiefern die Enthüllung unserer Mängel, das Licht an den Tag bringt.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 06.09.2010

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Wir haben für einander gebürgt!

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann man den Freunden helfen, die sich im Absturz befinden, und einander unterstützen?

Meine Antwort: Vor allem innerlich unterstützen – mithilfe des Gebetes, der Bitte, den gemeinsamen Gedanken.

Denn wir „haben“ zwischen uns „den Vertrag über das Bündnis“, über die gegenseitige Bürgschaft, die gegenseitige Hilfe auf dem geistigen Wege unterschrieben! Wir sollen dafür sorgen, dass jeder 100 %ig daran teilnimmt. Und es hängt nur von der Unterstützung der Gruppe ab. Ich darf nicht den Freund damit beschuldigen, dass er keine Anstrengungen in der Zielerreichung macht, sondern mich selbst seiner Schwäche beschuldigen, dass ich ihn dazu nicht erwecken kann! Denn er ist vollständig von mir abhängig!

Die gegenseitige Unterstützung funktioniert nur dann, wenn der einzelne keine Kraft hat, aber alle können jedem Einzelnen die 100 %ige Kraft geben, die als die Bürgschaft bezeichnet wird. Wenn ich den Vertrag unterschrieben habe, dann wird dadurch der geistige Aufstieg allen Gruppenmitglieder garantiert, dass sie das Ziel erreichen! Ich garantiere, wie der Bürge in der Bank, dass mein Freund die Kraft des Wunsches haben wird, sich zum Ziel hin zu bewegen.

Wenn ich jetzt unterschrieben habe, dann hängt alles weiter von mir ab! Und wenn er fällt, dann soll ich verstehen, dass er in meinen Augen fällt, um mir die Arbeit zu ermöglichen, ihn zu erwecken. Ich belebe ihn, und belebe somit den Teil meiner Seele.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 06.09.2010

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Der Weg zum Palast des Schöpfers

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet, den Zustand des spirituellen Aufstiegs zu schätzen?

Meine Antwort: Der Aufstieg ist ein Zustand, in dem ich alles, was mit mir geschieht, rechtfertigen kann – wenn ich Freunde und die Gruppe rechtfertigen kann, weil ich in ihnen Engel sehe, die mir helfen, meinen freien Willen umzusetzen und das Ziel zu erreichen.

Aus den Elementen dieses Zustandes kann ich mich selbst und meine Beziehung dem Schöpfer gegenüber, der sich innerhalb dieses Zustandes enthüllt, aufbauen.

Die Komponenten meines Zustandes sind die Gruppe, das Zuhause, die Arbeit, das Studium, die Gesundheit usw. Ich muss alles als zweitrangig bezüglich der Gruppe einordnen, ich muss alles zusammenpacken und mich damit in die Gruppe einordnen, obwohl sie nur eine Komponente von vielen ist.

Und in ihr kläre ich ebenfalls sehr viele Komponenten, bis ich mich nur für eine entscheide – das Verlangen, den Schöpfer zu erreichen.

Ich dringe in meiner Arbeit und in meinen Klärungen immer tiefer, zum Kern, durch, als ob ich von Weitem dem Königspalast immer näherkommen würde, bis ich ihn erreicht habe.

Ich richte mich immer mehr auf den Zielpunkt aus und überprüfe die Richtung, bis ich das Ziel erreicht habe.

Zuerst glaube ich, dass um mich herum eine ganze Welt existiert, und später sehe ich nur die Gruppe und verschiedene Situationen innerhalb der Gruppe, bis ich zu einem ganz einfachen Schema komme, dass alles um mich herum Engel, Kräfte, sind, die mich auf den Schöpfer ausrichten und mir helfen, zu Ihm zu kommen.

Was ist das für eine Gruppe – ist das die lokale Gruppe, die mir am nächsten steht, oder die Weltgruppe? Gruppe bedeutet alle Seelen. Wir fangen mit der ganzen Welt an und engen dann den Kreis ein.

Die Gruppe beginnt für mich mit den physischen Körpern, mit den mir bekannten Menschen weltweit, die ich als durch ein gemeinsames Ziel verbunden empfinde.

Das sind Menschen, die mich verstehen und fühlen, ich muss sie nicht von Angesicht kennen, es ist unwichtig. Doch in der spirituellen Welt befinden wir uns in einem gemeinsamen System. In dieser Welt müssen wir uns noch nicht einmal getroffen haben, doch in der spirituellen Welt sind wir vereint.

Das ist die rettende Möglichkeit – zweifelsohne sind wir miteinander verbunden, unterstützen einander und hängen voneinander ab.

Und das sind nicht nur Menschen, die in meiner Generation leben und sich im Moment in dem gleichen Zustand bezüglich des Schöpfers befinden, sondern auch alle Kabbalisten der Vergangenheit, angefangen mit Adam, der als erster vor 5770 Jahren den Schöpfer enthüllte und den freien Willen umsetzte.

Von diesem Moment an begann die Schöpfung, der Punkt des Verlangens, ihren Weg zur Erreichung der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer. Seit dem gehören alle Kabbalisten, die mit diesem Ziel verbunden sind, dem gleichen System an, unabhängig davon, auf welcher Stufe der Leiter sie sich befinden.

Und die Menschen, die in diesem System noch nicht aktiv arbeiten, gehören ebenfalls dazu, wir müssen sie nur erwecken.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 06.09.2010

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125 Stufen der Vereinigung

Wie kann man sich untereinander verbinden? Nur wenn du dich im Wunsch deines Freundes befindest, und der Freund sich in deinem Wunsch befindet. Jeder soll den Wunsch des Anderen einschließen und mit ihm arbeiten – so können sie die gewünschten Beziehungen erreichen.

Da der gemeinsame Wunsch auf ein Ziel gerichtet ist, so schafft man mit dieser gegenseitigen Sorge die allgemeine Kraft der Bestrebung, die als eine Garantie des Aufstiegs, als Bürgschaft und Arvut gilt.

Die Vereinigung geschieht aufgrund des Erfüllen des Wunsches des anderen, indem ich den Teil des fremden Wunsches nehme und ihn wie meinen eigenen behandele.

Und weil dein Wunsch auf das Ziel gerichtet ist, führe ich dich folglich ans Ziel – und du tust dasselbe für mich. Somit verbinden sich unsere Wünsche zum gemeinsamen Ziel. Deshalb ist es gesagt: „Mache deinen Wunsch zu Seinem, damit Er Seinen Wunsch, zu deinem macht“.

Aufgrund dieses Merkmals kann man prüfen, inwiefern wir verbunden sind. Zwischen uns liegt eine Distanz von 125 Stufen (Schritte) – 125 Teile meines egoistischen Wunsches. Aber indem ich allmählich die Handlungen mit der Absicht „für dich“ begehe, nähere ich mich der Korrektur, dem Geben.

Es heißt eben „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Das heißt, ich verwende deinen Wunsch, um den eigenen Wunsch vor deinem aufzuheben, und somit wird der Wunsch korrigiert. Mein Wunsch bleibt bestehen, aber dank dessen, dass ich diesen Weg zu dir gemacht habe, wird mein Wunsch auf das Geben ausgerichtet.

Nichts hat sich verändert – nur die Absicht. Die Entfernung zwischen uns ist verloren gegangen – ich habe sie mit meiner Absicht aufgehoben!

Und was will dieser „Nächster“? Er will genauso wie du, die Verschmelzung mit dem Schöpfer erreichen. Und du musst ihm nur dabei helfen – den Schöpfer zu erlangen (zusammen mit dir). Deshalb verbinden wir uns in der Gruppe.

Wir sagen folglich, dass wir uns in einem Boot befinden, das in eine Richtung fährt. Meine Annäherung an dich gilt als die Annäherung an den Schöpfer.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 03.09.2010

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Die Vereinigung der Seelen – die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer

Wir müssen unsere eigene Gegensätzlichkeit zum Licht empfinden, um uns seinem Zustand näher zu bringen. Und wenn man kein Licht heranzieht, dann empfindet man die Leiden, weil es sehr bitter ist, sich dem Schöpfer als entgegengesetzt zu empfinden.

Um uns folglich die richtige Entwicklung zu ermöglichen, bringt man uns ins System „der kabbalistischen Gruppe“ ein. Denn es ist besser sich in der Gruppe zu befinden, anstatt sich im Vakuum und Unwissen, wie man die Ähnlichkeit mit dem Licht erreichen kann.

Man kann an der Vereinigung mit den gleich gesinnten Gruppenmitgliedern arbeiten, die dasselbe Ziel anstreben. Somit beschäftigt man sich mit der klaren Arbeit der Verbindung, die alle unsere Probleme lösen kann, anstatt sich mit etwas Unsichtbarem zu beschäftigen, anstatt sich in der Leere aufzuhalten, und nicht zu wissen, woher die Leiden kommen und was eigentlich geschieht!

Aber wie kann man die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer – durch die Vereinigung der Seelen ersetzen? – In der Welt der Unendlichkeit waren wir ein Ganzes, eine Seele, Adam, später wurden wir in die Teile, in die einzelnen Seelen zerbrochen, so dass wir begonnen haben, anstelle der Welt der Unendlichkeit unsere (zerbrochene) Welt zu empfinden. Nach dem Zerbrechen schuf das Licht in uns die Eigenschaften, die ihm vollkommen entgegengesetzt sind, und die Seele wurde zur Kehrseite des Lichtes!

Aber wenn wir das Zerbrechen gemeinsam korrigieren und uns verbinden, dann machen wir eine Handlung, die an die Enthüllung des Lichtes gerichtet ist, denn wir wollen die Ähnlichkeit mit dem Licht erreichen. Anstatt uns dem Licht anzugleichen, das verborgen ist, gleichen wir uns den Wünschen an, die deutlich und klar sind.

Uns scheint es so zu sein, dass wir an der Vereinigung zwischen den Menschen arbeiten, um eigene Selbstsucht aufheben zu können, wie gut erzogene Kinder, aber dadurch enthüllen wir das Licht in der Vereinigung der Wünsche. Denn das Licht hat sich zerschlagen und hat sich dort, innerhalb der zerbrochenen Kelim verborgen.

Somit gilt als praktische Kabbala die Möglichkeit der Arbeit in der Gruppe. Wir führen die uns zugänglichen Handlungen uns, und enthüllen folglich das Licht.

Auf diese Weise klären wir unseren Gegensatz zu dem Licht auf, werden ihm verglichen und verbinden uns: das Licht und das Gefäß werden in ein Ganzes zusammengezogen, und wir kehren in die Welt der Unendlichkeit zurück.

Da wir 620 entgegen gesetzten Zustände, Stufen geöffnet haben, die uns von einander abtrennen und vom Licht entfernen – so können wir jetzt um 620 Mal besser das Licht der Unendlichkeit verstehen und enthüllen somit die allgemeine Seele und das ganze Licht, den Schöpfer, der sie erfüllt.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 03.09.2010

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Die Kabbalisten – über das Wesen der Wissenschaft der Kabbala, Teil 25

Was ist die Grundlage der Wissenschaft der Kabbala?

Das Ziel der Wissenschaft der Kabbala besteht darin, die Höhere Lenkung zu begreifen: warum der Schöpfer all diese Geschöpfe erschuf, was Er von ihnen will, und womit im Endeffekt der gesamte Kreislauf der Welt enden wird.

Ramchal, „138 Erkenntnisse der Weisheit“, 30 (138 Pitchej Chochma, Punkt 30)

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Den Punkt der Verschmelzung nicht verlieren

Wären wir schon korrigiert in der Welt der Unendlichkeit, so würden alle Einwirkungen auf uns von oben – von den schlechtesten bis zu den angenehmsten, die auf diese Weise in unserem Wunsch, zu genießen, in unserer Materie empfunden werden – unsere Beziehung zum Schöpfer überhaupt nicht beeinflussen, weil sie sich unter der Kürzung S“A, unter dem Schirm, im Geben, im widergespiegelten Licht befinden würde.

Dann würden wir alle unsere Zustände, von der vollen Füllung bis zur vollkommenen Leere, nur mit der Absicht verwenden, den Schöpfer zu rechtfertigen, zu verherrlichen, zu respektieren sowie Ihm zu danken, weil Er es uns ermöglichte, in diesen verschiedenen Zuständen, von der Leere bis zur Erfüllung in unserem Wunsch, unsere Beziehung zu Ihm zu bestimmen, und zwar unabhängig davon, was wir von Ihm bekommen, ohne jegliche Verbindung mit unserem Wunsch zu genießen, und unseren Empfindungen darin.

Im Endeffekt hätten wir uns für die Möglichkeit bedankt, über unserem Wunsch, über unsere Natur hinaufzusteigen zu können, im Glauben (im Geben) über dem Verstand (die Füllung), im „Geben für das Geben“ (GE) und im „Erhalten für das Geben“ (GE + АCHAP).

Und so hätten wir alle Zustände nur mit einem Ziel angenommen – sich in jedem Zustand der Unendlichkeit – in der vollkommenen Korrektur der Absicht zu empfinden – und zwar unabhängig vom Maß der Füllung und der Empfindung im Wunsch, von der vollkommenen Leere und riesigen Leiden, bis zur vollkommenen Füllung, welche die ganze Aufmerksamkeit vom Schöpfer auf sich lenkt.

Hätten wir uns bis zu solcher Stufe korrigiert, würden wir uns in der Welt der Unendlichkeit aufhalten.

Im Maß unserer Fähigkeit, den gegebenen Zustand zu rechtfertigen, uns über die Empfindung im Wunsch zu erheben, in der Absicht, in Zusammenhang mit Ihm, mit dem Gebenden, um Ihm aufgrund beliebiger Empfindungen verglichen zu werden, bestimmen wir unsere Stufe bezüglich der vollkommenen Korrektur, der Welt der Unendlichkeit.

Der Schöpfer hat uns den Punkt der Verschmelzung mit Ihm gegeben, aber Er schuf das Gegengewicht dazu, den ständig wachsenden Wunsch, zu genießen, der diese Verschmelzung mit dem Punkt annulliert.

Und wir sollen diesen Wunsch verwenden, der uns von der Verschmelzung abstößt, und, gerade mit seiner Hilfe die Verschmelzung mit dem Schöpfer vergrößern. Und so kommen wir voran.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 06.09.2010

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Der geistige GPS-Navigator

Eine Frage, die ich erhielt: Als ich nach der Vorlesung in Ber-Shewa mit dem Auto nach Hause zurückfuhr, dachte ich nach, als ich meinen GPS Navigator anschaute, der mir den Weg zeigte und mich über die verborgenen Kameras auf den Kreuzungen warnte: warum gibt es in der geistigen Natur keinen solchen Navigator, der einem den Weg vorsagen würde, warum muss man sich nur auf die Hinweise der Kabbalisten und die Aussagen der Propheten verlassen?

Meine Antwort: In der Geisteswelt gibt es solchen Navigator nicht. Denn du „fährst“ in unserer Welt in ein und demselben egoistischen Wunsch fort – entweder in einem größeren oder im kleineren Wunsch. Und deshalb kannst du irgendwelche Annahmen darüber treffen, was im nächsten Augenblick sein wird, sowie dich auf die Erfahrung anderer Menschen verlassen.

Und sie schaffen für dich sogar solche Geräte, die dir den Weg zeigen. Sie können dir den ganzen Prozess und alle Stufen dieses Weges beschreiben, damit du im Voraus verstehst, was es bedeutet, groß und erwachsen zu sein.

Aber in der geistigen Entwicklung gehen wir die Zustände durch, die wir nicht voraussagen oder im Voraus vorstellen können. Deshalb kann es hier keinen Navigator geben! Denn wir sehen nie das nächste Bild im Voraus, wir haben keine Instrumente der Wahrnehmung, womit man es sehen könnte.

Stattdessen zeigt man uns das Spiegelbild das Unerwünschte. Und wenn du verstehst, dass deine Unlust zur Verbindung mit anderen Menschen die zukünftige Form ist, die man folglich korrigieren muss – dann wird sie dir als geistiger GPS Navigator dienen.

Der Navigator existiert also, zeigt uns aber das Kehrbild, das unserem Ego sowie unserem Wunsch, Genuss zu erfahren, unangenehm ist!

Weiterhin hängt alles davon ab, wie du diese Zustände annehmen wirst. Aber normalerweise wendest du dich um und fährst rückwärts, und denkst dabei, dass sich dort das Ziel befindet.

Du denkst: das geistige Ziel ist nicht gerade leicht und angenehm, warum soll ich dorthin fahren?

Aber nachdem du abgebogen bist, erscheint sofort der GPS, der dich unterstützt und alle Mittel dieser Welt – die Meinung der Gesellschaft und ihre angebotene Hilfe… So geht der Mensch der geistigen Welt verloren!

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 03.08.2010

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