Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Ziel'

Dort, wo die Sünder zurücktreten

Wir arbeiten außerhalb unseres Materials, dem Verlangen zu genießen. Dieses Verlangen soll ständig wachsen, damit auch wir wachsen können, indem wir außerhalb von Ihm eine Form des Gebens und der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer erlangen.

Und deshalb empfinden wir den wachsenden Wunsch als das Leiden. Es beginnt erst dann, wenn der Mensch dazu bereit ist. Es steht geschrieben: „Das Leiden, das zu den Sündern kommt, fängt mit den Gerechten an“. Mit anderen Worten: Die negativen Formen werden in demjenigen offenbart, der früher ein Gerechter war, der den Aufstieg geschafft und sich vorbereitet hat.

Die Anfänger, die die Methode noch nicht ganz verstehen, geraten dadurch in Verwirrung: „Warum treten trotz der angestrengten Bemühungen solche schlechten Zustände ein? Plötzlich geht die Begeisterung verloren, und alles wird gleichgültig …“. Aber mit der Erfahrung kommt die Weisheit, und der Mensch erkennt, dass der Weg durch den Abstieg und den Widerstand gegen den egoistischen Trieb führt

Das spirituelle Ziel wird für mich immer fragwürdig sein: „Wofür schreite ich voran? Soll ich gegen die Selbstsucht, gegen die Natur kämpfen? Ist es normal, in solchen Abstiegen ohne jedes Streben und die Absicht zu arbeiten?“ Der Mensch fühlt sich benachteiligt und hilflos und empfindet seinen Zustand als unwürdig und unverdient.

Es ist eben jene Stelle, über die geschrieben steht: „Die Gerechten werden vorankommen und die Sünder werden zurücktreten“. Hier handelt es sich darum, dass wir aus unserer Natur herauskommen sollen. Jedes Mal, wenn der Mensch sich für einen solchen Aufstieg vorbereitet hat, gibt man ihm eine neue „Belastung des Herzens“, damit er noch höher aufsteigt. So kommt er auf dem spirituellen Wege voran.

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel von Rabasch „Das Elend, das zu den Sündern kommt…“, 5.01.2011

Das Hindernis zur Hilfe

Frage: Wie ist der Wunsch, der in mir erwacht, auf das Geben auszurichten?

Meine Antwort: Angenommen, mich beunruhigt etwas an einem Morgen. Ein gewisser, unbefriedigter Wunsch bewirkt in mir den Gedanken über seine Befriedigung. Mich verfolgt ein Problem und ich suche die Wege dessen Lösung.

Ich habe das alles von oben bekommen. Wenn sich mein Problem zu den lebensnotwendigen Wünschen verhält, dann soll ich es lösen, ohne die großartige Arbeit mit der Absicht durchzuführen. Vor allem muss man sich das Lebensnotwendige gewährleisten. Darüber ist es gesagt: „Wenn es kein Brot gibt, dann gibt es auch keine Tora“.

Wenn es sich aber nicht um die lebensnotwendige Versorgung auf dem tierischen, körperlichen Niveau handelt, dann soll ich mich bemühen, diesen Gedanken ins richtige Format zu übersetzen.

Ich habe ihn vom Schöpfer bekommen, um die richtige Reaktion darauf aufzubauen. Er ist „die Hilfe gegen den Schöpfer“, er ist gegen das Ziel gerichtet und hilft mir zur gleichen Zeit richtig zu reagieren, sich auf das Ziel auszurichten.

Mein Ziel ist die Verschmelzung mit dem Schöpfer. Der Schöpfer ist gut und schafft das Gute, es gibt niemanden, außer Ihm. Er schickt mir alle Sorgen und Leiden, als Hilfe. Deshalb wende ich mich über diese Besorgnis an Ihn, an den Guten und das Gute Schaffenden.

Ich muss die Empfindung erreichen, dass mein Problem eine Hilfe ist, um die Beziehung des Schöpfers zu mir zu verstehen, welche jenen Empfindungen entgegengesetzt sind, die in mir erwachen.

So baue ich das Bild des Schöpfers auf. Bei der vorsichtigen und genauen Beobachtung werde ich es schaffen, zu erkennen, warum mir diese oder jene Sorge, das Problem gerade in solcher Art gesandt wird. Ich werde seinen Abdruck, die Form des Guten und das Gute Gebenden erkennen, der sie in mir abgedruckt hat.

Dank dieser „Inversion“, werde ich auf die Stufe des Gerechten aufsteigen, den Schöpfer rechtfertigen und den richtigen Weg auswählen. Und das Wichtigste ist weiterhin, unter beliebigen Zuständen, auf dem Hintergrund beliebiger negativer Formen nicht einzuschlafen und immer voraus zuschauen.

Jede Sekunde kann ich richtig reagieren, ich muss nur die Unterstützung der Umgebung sichern. Ohne sie sind meine Bemühungen periodisch. Somit bestimmt die Gruppe das Tempo meines Aufstiegs.

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel von Rabasch, 04.12.2011

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Komplizierte Arbeit nach einem einfachen Prinzip

Eine Frage, die ich erhielt: Alle fragen, was genau wir tun müssen, damit der Schöpfer uns korrigiert. Wir würden gerne eine einfache und verständliche Antwort darauf bekommen!

Meine Antwort: Alle wollen eine verständliche Antwort bekommen: „Sag uns konkret, was wir tun müssen, ohne diese ganzen komplizierten Sachen!“ – um wie ein Roboter am Fließband zu arbeiten, irgendeinen Knopf zu drücken und an nichts zu denken. Doch so wird es nicht gehen!

Du wirst dich selbst bemühen und „alles, was in deiner Kraft liegt“, tun müssen. Denn unser spirituelles Gefäß (Kli) ist unwahrscheinlich kompliziert und enthält 613 (Tariag) Verlangen, zehn Sefirot, drei Linien, 22 Buchstaben, viele charakteristische Merkmale und sehr unterschiedliche Komponenten.

Aus diesem Grund reicht hier irgendeine einfache Handlung nicht aus: man muss studieren (in einer physischen Gruppe oder virtuell, übers Internet/Fernsehen), an den Freundesversammlungen und Kongressen teilnehmen. Ich befinde mich unter den Splittern einer zerbrochenen Seele und muss mit ihnen Verbindungen wiederherstellen, um das Zerbrechen zu korrigieren!

Um die spirituelle Welt, den Schöpfer, wahrnehmen zu können, muss ich mich mit allen anderen Seelen verbinden, und nur in unserer Verbindung werde ich die Spiritualität spüren. Denn die Spiritualität gibt es nirgendwo anders als in diesem uns verbindenden Netz.

Nur wenn ich den gemeinsamen Körper der Seele wiederherstelle und er richtig zu arbeiten beginnt, werde ich in seinem Inneren das Licht, das ihn ausfüllt und von einer Stelle zur anderen überfließt, wahrnehmen.

Ich werde spüren, dass es in diesem Körper einen Lebensstrom gibt und dass in ihm besondere Handlungen, Energieaustausch stattfinden. Genau das nennt sich spirituelles Leben!

Und es ist in der Tat eine einfache Aufgabe: es gibt mich/den Egoisten/meinen Punkt im Herzen – und ihn muss ich mit den anderen, eben solchen Punkten verbinden. Doch aus diesem einfachen Prinzip gehen Tausende von notwendigen Handlungen hervor: gemeinsames Studium, Vorbereitung und Teilnahme an Kongressen, Arbeit in der Küche… Alles zusammen nennt sich das „Arbeit in der Gruppe“.

Doch wozu brauche ich diese ganze Arbeit? – Um Verbindung und Liebe zwischen uns zu enthüllen! Ausgehend von diesem einfachen Prinzip, wirst du alles Andere ableiten können, was mehr oder weniger mit dem Ziel zu tun hat. Doch das spirituelle Leben existiert nur in der Verbindung zwischen den Seelen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Freiheit des Willens“ vom 24.12.2010

 

Das Gesetz der Kompensation des Genusses/Leidens

Die Welt ist voller Probleme, auch wenn jede Generation versucht, die Lage zu korrigieren, misslingt es uns weiterhin.

Die Wissenschaft der Kabbala erklärt, warum uns all diese Probleme und Leiden verfolgen: sie versuchen, uns zur richtigen Entwicklung anzustoßen, damit wir über die Selbstsucht hinaufstiegen und in eine andere Dimension übergehen – in die Eigenschaft des Gebens, zu einer anderen Kraft, einer anderen Wahrnehmung der Welt, ins Reich des Gebens, anstelle des Reichs des Egoismus.

Deshalb, ist unsere ganze Entwicklung nur darauf gerichtet, dieses Leiden und die Geringfügigkeit, die im egoistischen Wunsch verborgen sind, zu öffnen. Und je mehr wir versuchen, ihn zu verwenden, desto mehr werden wir enttäuscht, damit wir uns endlich bewusst werden, dass wir ihn für den Genuss nicht verwenden können, da der bekommende Wunsch niemals genießen kann!

Wir verstehen es nicht und wiederholen die ganze Zeit denselben Fehler, aber man muss endlich begreifen, dass es unmöglich ist, den Wunsch egoistisch auszufüllen, weil es gegen das Gesetz der Existenz des Wunsches und des Lichtes ist.

Nach der Ersten Beschränkung (Zimzum Alef) und weiter, kann es niemals in der Geschichte und in der Realität so sein, dass ich etwas in meinemen egoistischen Wunsch empfange und mich dadurch ausfülle.

Auch wenn uns so zu sein scheint, dass wir uns ausfüllen und genießen – weil wir das Vergnügen ausbreiten, das wir beim Zusammentreffen mit dem Genuss empfinden. Aber für jene kurze Augenblicke, die er sich in uns befindet, müssen wir später mit Leiden bezahlen, wenn wir die sich bildende Leere offenbaren.

Diese Leere bildet sich aus der Kraft des Genusses und der Zeit seines Verbleibs innerhalb des Wunsches – wie zum Beispiel, in unserer Welt sich die Leistungsstärke aus der Spannung multipliziert mit der Kraft des Stromes ergibt. Dasselbe geschieht auch mit dem Genuss!

Ich kann 10 Gramm des Genusses bekommen, und ihn eine Stunde lang empfinden, so dass die 10 Gramm multipliziert mit 1 Stunde die Stärke des Genusses ergeben. Und ich kann 1 Kilogramm des Genusses nur 1 Sekunde lang empfinden – und das wird die Stärke bestimmen.

Deshalb wird sich später der ganze Genuss, der uns manchmal gelingt zu empfinden, ins Leiden des leeren Wunsches verwandeln. Uns wird es niemals gelingen, sich in den egoistischen Wünschen auszufüllen – weil es der Natur der Schöpfung und ihrem Ziel widerspricht.

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel „Frieden in der Welt“, 26.12.2010

Berliner Kongress

Vom 28. bis 30. Januar findet in Berlin ein großer Kabbala-Kongress statt. Ich fiebere diesem Ereignis sehr entgegen und hoffe, dass alle unsere Freunde aus Europa, unter anderem auch viele Anfänger, kommen werden.

Es ist äußerst wichtig, an diesem Kongress teilzunehmen. Dort werden Gäste aus Osteuropa und von den anderen Kontinenten erwartet.

Ich empfehle, ja bitte sogar darum: wenn ihr immer noch glaubt, dass ihr diesen Kongress verpassen könnt, dann habe ich diesbezüglich eine andere Meinung. Ihr werdet es später bereuen. Man sollte, wie es heißt, „um jeden Preis“ kommen.

Wir werden dort einige Tage verbringen, wir werden studieren, wir werden zusammen sein und viele Sachen klären können. Europa ist das Zentrum der Welt, von dort sind alle Neuerungen hervorgegangen. Die Europäer müssen die spirituelle Stärke der Wissenschaft der Kabbala enthüllen.

Um unsere Kräfte zu bündeln, um noch besser den Weg und das Ziel ausleuchten zu können, um es schnell und leicht zu erreichen, müssen wir an diesen Tagen zusammenkommen.

Ich würde mich sehr freuen, euch alle zu sehen.

Bis bald!

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Frieden in der Welt“ vom 22.12.2010

Die Enthüllung bringt nur Vorteile

Eine Frage, die ich erhielt: Was denken Sie über Wikileaks?

Meine Antwort: Alles kommt von Oben und wir nehmen dies entsprechend unserer Gleichheit der Form mit dem Höheren Licht wahr. Wenn sich daher die Welt verändert, wird dies nur zum Guten sein. Es ist das Beste, wenn sich die Dinge schnell entwickeln!
Daher ist die Enthüllung der menschlichen Dummheit sehr vorteilhaft für alle.
Vielleicht werden die Massen dann den Spruch verstehen: „Die Herzen der Lenkenden der Welt liegt in den Händen des Schöpfers“. Das bedeutet, dass diese nicht weniger dumm sind wie alle anderen und sie in Wirklichkeit nichts bewirken. Viel mehr ist es so, dass sie nur ihren Geldbeutel im Sinn haben.
Zweitens wird sich enthüllen, dass die Welt in ihrer allgemeinen globalen Krise, in ihrem unfreiwilligen egoistischen Einheit, wo sich alle gegenseitig hassen, bereits völlig verbunden ist. Diesem Umstand kann man nicht entkommen; man kann die Natur nicht verändern. Es ist erschreckend, den anderen auszubeuten, denn was ist, wenn man dabei selbst zum Ausgebeuteten wird?
Daher gibt es eigentlich nur eine einzige Lösung: nach einer Antwort zu suchen, wie man das gemeinsame Leben gestalten kann. Zusätzlich geht es nicht nur darum, einfach nur zu koexistieren, sondern die Formel zu finden, wie man wie ein Organismus funktionieren kann! Andernfalls wird es nicht möglich sein, zu überleben! Das bedeutet, dass die Natur uns mit der Brechstange „zum Glück zwingen“ wird.
Drittens ist es nicht möglich, diesen Prozess aufzuhalten. Die Enthüllung der Höheren Welt führt zur vollkommenen Enthüllung für jeden Menschen auf der Welt. Wenn sich das Böse des Egoismus offenbart, werden wir alle den Weg aus der Dunkelheit finden.
Wir werden Stolz, Narzissmus, Klagen und Zorn zurücklassen und uns dem Höheren Ziel zuwenden, welches von Oben gegeben wurde. Dann werden wir nicht gezwungener weise, sondern bewusst voranschreiten!

Wenn du ein Held bist …

Eine Frage, die ich erhielt: In der letzten Zeit fühle ich mich sehr müde und schlafe während des Unterrichts ein. Ist mein Wunsch zum Ziel ungenügend stark?

Meine Antwort: Vor allem, sollen wir jeden Zustand annehmen, weil er zu uns von oben, vom Schöpfer kommt, da es „Niemanden außer Ihm gibt“.

Wenn ich mich zu jedem Zustand wie zum schöpferischen, vom Schöpfer stammenden, mich zum Ziel führenden Zustand verhalte, dann ist es schon eine richtige Einstellung, weil ich mich dadurch wirklich entwickeln kann. Hier hängt alles nicht vom Zustand selbst ab, sondern eher von meiner Einstellung.

Folglich spielt es keine Rolle in welchem Zustand ich mich befinde, ob im guten, schlechten, mittelmäßigen, selbst wenn ich darin Monate lang verbleibe. Wenn ich mich dazu wie zum Zustand verhalte, der für die Klärung, für die Korrektur und den Aufstieg richtig ist, dann beunruhigt mich das Geschehende nicht.

Ich erhebe МАN, halte mich in der Absicht auf, und bekomme von oben die Antwort МАD – den zu mir kommenden Zustand. Die Absicht stammt von mir, und der Zustand – vom Höheren.

Deshalb sollen wir alles in Form des Höheren Segens wahrnehmen. Was gekommen ist – ist gekommen, weil es gewiss vom Guten und das Gute Schaffenden kommt, und es gibt niemanden außer Ihm. Und ich soll mich zu jedem Zustand wie zum notwendigen auf dem Weg verhalten.

Wenn ich mich ständig verändere und mich immer tiefer ins Studium, in die Gruppe, in die Absicht einbringe, dann beunruhigt mich nicht, was ich von Ihm bekomme.

Möglicherweise werde ich jedes Mal von Ihm die harte Einstellung (Gwurot) bekommen, aber ich verstehe, dass gerade solche Beziehung mich vorankommen lässt. Denn auf diese Weise verhält man sich zum ernsten Menschen, von dem man einen Aufstieg erwartet.

Während man sich zum Kleinkind mit der Feinheit verhält, und von ihm nichts fordert. Alles hängt davon ab, ob du ein Held bist…

Aus einem Unterricht über „Die Lehre der Zehn Sfirot“ , 15.12.2010

Ihr unbeständiges Wesen …

Eine Frage, die ich erhielt: Wie prägt sich das Wesen einer Frau aus? Was ist die Weiblichkeit?

Meine Antwort: Das weibliche Wesen ist das gewöhnliche Ego, das auch das Wesen der Männer ist. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass die Frau ihren Mann ausrichten soll, sich in ihn einreihen, zu seinem Teil, „zur Rippe“ werden soll, wie es auch ursprünglich war, aber nur unter der Bedingung, dass der Mann das spirituelle Ziel anstrebt.

Frage: Dann besteht die Aufgabe der Frau nur in dieser Verschmelzung mit dem Mann?

Meine Antwort: In der Verschmelzung mit dem Ziel! Nicht in Bezug auf den Mann, sondern im Hinblick auf das Ziel, das er erreichen möchte. Denn eine einfache, gewöhnliche Verschmelzung mit dem Mann bringt nichts! Es ist das tierische Niveau.

Und was das Niveau „des Menschen“ betrifft hebt sich die Frau vor jener Mission oder Funktion auf, die der Mann zu erledigen hat, sie ist einverstanden, entweder als Hilfe oder als „Hilfe gegen ihn“ aufzutreten, nur für die Erreichung des spirituellen Ziels, zu dem er sie führt. Aber ohne Frau ist er nicht fähig, es zu erreichen.

Wenn er dieses hohe Ziel nicht anstrebt, dann ist die Frau nicht sein Helfer, sie ist gegen ihn! Und es ist auch eine wichtige Mission, nur eine entgegengesetzte!

Die Frau soll alles Mögliche unter diesen Umständen machen, den Mann vorbereiten, damit er dieses Ziel wählt und sich danach richtet. Dann wird die Frau nicht mehr „die Hilfe gegen ihn,“ sondern seine Hilfe auf dem spirituellen Weg sein.

Aus dem Gespräch „Über die Weiblichkeit“, mit meiner jüngeren Tochter Rachel Laitman, 14.12.2010

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Kabbalisten zu Tora und Geboten, T.6

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Das Wichtigste ist die Arbeit in der Tora und Geboten

Denn wenn die Absicht eines Menschen nicht für den Schöpfer, sondern für den eigenen Gewinn (egoistisch) sein wird, dann wird er seine Natur des Willens zu empfangen (aus Eigenliebe) (durch das Tora Studium) nicht verändern, sondern im Gegenteil wird sein Wille zu empfangen viel größer werden als der, den er von Natur aus hatte (bevor er sein Tora Studium angefangen hatte).

Baal HaSulam. Artikel zum Abschluss des Buches „Sohar“.

Das Ziel der ganzen Schöpfung besteht darin, dass die niederen Geschöpfe (die Menschen unserer Welt), indem sie sich durch Erfüllung von Tora und Geboten (durch das Anziehen des höheren Lichtes der korrektur mittels Tora Studium) allmählich entwickeln (sich korrigieren), immer höher (der Stufen des Gebens und der Liebe entlang) steigen können, bis sie schließlich würdig werden, mit ihrem Schöpfer (in voller Gleichheit der Eigenschaften) zu verschmelzen.

Baal HaSulam. Gabe der Tora, P.6.

Die ganze Tora und die Mizwot wurden einzig mit der Absicht gegeben, Israel (derjenige, der sich danach strebt) zu zu reinigen, was die Reinigung des Körpers bedeutet, nach welcher die wahre Belohnung (für seine Anstrengungen in der Korrektur) erreicht wird, mit Ihm zu verschmelzen (völlige Gleichheit der Eigenschaften mit der höheren Kraft zu erlangen), was das Ziel der Schöpfung ist.

Baal HaSulam. Die Bürgschaft. P.27.

Wovon lasse ich mich begeistern?

Ich muss ständig nach immer bequemeren Mitteln suchen, die mir helfen werden, mich möglichst schnell von der Wichtigkeit des Ziels begeistern zu lassen und zu jenem Ort, zu jenem „Tropfen der Einheit“ zu streben, wo ich letztendlich hoffe, den Schöpfer zu enthüllen.

Hier hängt alles von dem momentanen Zustand ab. In mir kommen immer neue Reshimot zum Vorschein. In der Regel fange ich an, die Absicht aus einem unklaren, verschwommenen, „trockenen“ Zustand ohne einen Tropfen Gefühl und Verstand aufzubauen.

Nun muss ich aus diesem „Dämmerschlaf“ aufwachen, in mir muss ein dermaßen starkes Verlangen entbrennen, in dem es „besser wäre, zu sterben, als auf diese Weise, ohne die höhere Erkenntnis, weiter zu leben“ – wenn ich jetzt sofort nicht das enthülle, wovon mir das kabbalistische Buch erzählt.

Ich muss nach allem suchen und alles nutzen, was in der Lage wäre, mich zu ergreifen, zu berühren. Manchmal hilft die Gruppe, die mich an die Verbindung, an die Bürgschaft und an die Pflicht erinnert. Manchmal lässt mich der Gedanke an den Schöpfer als an ein schönes, erhabenes Ziel begeistern. Manchmal lässt mich die Handlung selbst, die Arbeit an der Annäherung mit den Freunden trotz der Hindernisse entbrennen.

Ich muss nach Mitteln suchen, die eine unausrottbare spirituelle Forderung beim Lesen von kabbalistischen Texten während des Unterrichts in mir entstehen lassen.

Die Herangehensweise an diese Texte muss ausbalanciert sein. Im Prinzip habe ich zwei Gründe, mich zu beschweren. Einerseits, wenn ich nichts verstehe, habe ich nichts, woran ich mich festhalten kann. Andererseits, wenn ich anfange, mich mit dem Inhalt auseinanderzusetzen, gebe ich Nahrung meinem Verstand und verliere die Absicht.

Deshalb schreibt Baal HaSulam im Brief 17: „Am Besten hältst du dich an das Ziel – strebst die Anweisungen des Schöpfers an. Denn wenn jemand die Wege des Schöpfers und die Anweisungen des Schöpfers, d.h. die Geheimnisse der Tora nicht kennt, wie wird er Ihm dann dienen können? Das ist das sicherste Mittel, auf der mittleren Linie von allen drei zu bleiben“.

Wir streben danach, zu verstehen, was wir tun sollen: „Gib uns Verstand, gib uns Kraft, richte uns aus, erkläre uns, zeig uns ein Beispiel, damit wir richtig handeln können“.

All das kannst du vom Schöpfer verlangen, wie ein Kind von einem Erwachsenen verlangt. Von der Seite des Kindes wird lediglich das Verlangen benötigt, und die Erwachsenen werden es mit allem Nötigen versorgen. Dieses Verlangen sammle ich in der Gruppe, bei den Freunden. Genau darin besteht meine freie Wahl.

Von oben bekomme ich alles, was ich auf dem spirituellen Weg brauche – außer der Forderung, die ich selbst herausarbeiten muss. Und diese kommt erst dann, wenn ich mich durch die Umgebung von der Wichtigkeit des Ziels begeistern lasse. Dann wird die Begeisterung vom Herzen kommen, und ich werde mit aller Kraft die Anweisungen des Schöpfers anstreben, damit ich lernen kann, Ihm zu dienen.

Aus einem Sohar-Unterricht. Das Vorwort, 13.12.2010