Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Wissenschaft'

Der Regisseur eigenes Lebens werden

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ich den Film meines Lebens selbst aus mich heraus projieziere kann, diese ganze Realität, warum schaffen sich die Menschen einen Film, der nicht besonderes angenehm ist?

Meine Antwort: Aber das liegt noch nicht in deinen Kräften einen Film zu schaffen! Du kannst noch kein Regisseur sein.

Du musst über deinem Verlangen, über dem Licht herrschen, genau schauen, wie sie sich ändern können, nach strengen Gesetzen, und nicht aus einer plötzlichen Laune heraus, so, Schritt für Schritt, baust du eine bessere Realität.

Darin liegt deine einzige Wahlfreiheit und gerade um sie umzusetzen, studieren wir die Wissenschaft der Kabbala.

Und solange du über dem Film deiner Wirklichkeit noch nicht herrschen kannst, herrscht der Schöpfer darüber, um dich mit der Schaffung einen Film mit der eigenen Realität anzuregen.

Deshalb ist das ganze Leben, alle unsere Reinkarnationen, nur dafür gedacht, uns zu der Schaffung eines richtigen Filmes, eines wahren und nicht erdachten Film zu bringen.

Gerade dies ist das Interessante an der Wahrnehmung der Realität in der Wissenschaft der Kabbala. Denn es handelt sich nicht um eine theoretischen Studie oder den scholastischen Denkkonstrukten, sondern um ein besonderes Mittel, mit deren Hilfe ich tatsächlich meine Welt verändern kann – so wie in andere Dimensionen wegfliegen.

Aus dem Programm „Kabbala für Anfänger“, 20.10.2010

Das Nichtsein geht dem Sein voraus

Die Entwicklung des Verlangens zu genießen ist ein langwieriger Prozess. Die gesamte Wissenschaft der Kabbala erzählt von den Veränderungen innerhalb des Verlangens.

Baal HaSulam erklärt, dass das Verlangen (das Nichtsein) in diesem Prozess immer der Erfüllung (dem Sein) vorausgeht.

Zuerst mangelt es mir an etwas, und dann erlange ich das, woran es mir gemangelt hat, – und so wechselt sich das immer ab. Dabei ist der Mangel, d.h. das Verlangen, wichtiger als die Erfüllung, denn das Verlangen bestimmt die Erfüllung.

In der Spiritualität wirkt dieses Gesetz streng, ohne Nachsicht und Begünstigungen, und wenn die Schöpfung kein Verlangen hat, zur

nächsten Stufe aufzusteigen, wird sie auch nicht aufsteigen, nicht an sie herankommen.

Alles hängt von der Vorbereitung ab – vom Empfinden des Mangels, dem Fehlen der Erfüllung. Darum „geht das Nichtsein dem Sein voraus“.

Entsprechend diesem Gesetz entwickelten sich alle Stufen der Schöpfung, von der unbelebten zur pflanzlichen, tierischen, menschlichen. Der Mensch kommt ebenfalls als Tier zur Welt und entwickelt sich dann und steigt zu seiner Stufe auf.

Das Gleiche geschieht mit der Entwicklung unserer inneren Welt. Wie vielfältig das menschliche Geschlecht ist, so vielfältig sind auch seine Verlangen, die ebenfalls in vier Stufen unterteilt sind: die unbelebte, die pflanzliche, die tierische und die menschliche – in einem Menschen.

Was stellt nun die menschliche Stufe innerhalb des menschlichen Geschlechts dar? Das sind jene Menschen oder Verlangen, die auf die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer, auf den Aufstieg zu Ihm und auf die Verschmelzung mit Ihm gerichtet sind.

Um ein starkes Verlangen, das auf dieses hohe Ziel gerichtet ist, zu erlangen, müssen wir uns auf beiden Seiten befinden: mal die spirituelle Welt abstoßen, sie nicht verstehen, nicht spüren, ihr nicht zustimmen, mal uns nach ihr sehnen, in ihr etwas Wichtiges, Gutes, Notwendiges sehen.

So wechseln sich das Nichtsein und das Sein, die Finsternis und das Licht ab – und nur dank ihnen beiden bildet sich ein richtiges, einheitliches Verlangen in uns.

Dafür treten wir einer Gruppe bei, weil wir verstehen, dass es keine andere Wahl außer der Vereinigung gibt. Nur unter den Freunden erlange ich ein neues Verlangen, dem Schöpfer ähnlich zu werden, und rufe nicht einfach egoistisch zu Ihm. In der Gruppe werde ich von der Wichtigkeit des Gebens durchdrungen und stelle zugleich fest, wie sehr ich sie hasse.

Wenn ich keine Angst habe, wenn ich bereit bin, die Enthüllung des eigenen Übels auszuhalten, dann ist es das Nichtsein, das dem Sein vorausgeht, die Vorbereitung auf die Erlösung.

Am Berg seines Hasses angelangt, verlangt der Mensch nach dem Sein – nach der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer. Und dann kommt das Licht, das ihn zur Quelle zurückführt.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 22.10.2010

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„Männer sind vom Mars, Frauen sind von der Venus“

Eine Frage, die ich erhielt: Sind Frauen und Männer wirklich so unterschiedlich, dass sie einander überhaupt nicht verstehen?

Meine Antwort: Ich glaube nicht, dass es außer der Kabbala eine andere Wissenschaft gibt, die uns erklären könnte, wie unterschiedlich wir sind.

In der Spiritualität ist die Kraft des Gebens eine männliche und die Kraft des Empfangens eine weibliche Kraft, doch im Unterschied zu unserer Welt ist die Kraft des Empfangens in der spirituellen Welt eine positive und lebensnotwendige Kraft.

Diese beiden Kräfte sind bis zur Endkorrektur, in der Natur in allen ihren Ursprüngen, Eigenschaften und Besonderheiten gleichberechtigt und absolut einander entgegengesetzt.

Selbst während der allerletzten Korrektur bleibt die Natur sie selbst. Jeder Teil unterscheidet sich von einem anderen und ist ihm entgegengesetzt.

Doch die Korrekturen, die jeder an sich selbst durchführt, sowohl der männliche als auch der weibliche Teil, bringen sie dermaßen einander näher, dass sie quasi zu einem Ganzen werden.

Das bedeutet nicht, dass die Unterschiede zwischen ihnen verschwinden, die prinzipiellen Unterschiede bleiben, ebenso wie der Bruch seit der Erschaffung der Welt, doch die Korrektur führt sie zur Gleichberechtigung, zur Vereinigung und sogar zur Verschmelzung.

Deshalb werden wir nur mit Hilfe der Korrekturmethode, die als Wissenschaft der Kabbala bezeichnet wird, nach der der männliche sowie der weibliche Teil korrigiert werden, eine Familie aufbauen und ein geordnetes Leben in unserer Welt einrichten können, ganz zu schweigen von der höchsten Belohnung, die wir in der Enthüllung des Schöpfers unter uns wahrnehmen werden.

Aus dem Programm „Kabbala für Anfänger“ vom 14.10.2010

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„Viel fremdes Volk“ – in einem Menschen, unter einem Volk und in der Welt

Der Sohar, Abschnitt „BeShalach“, Punkt 37: …aufgrund des vielen fremden Volkes wurden sie nicht „die Söhne Israel“ oder „Israel“ oder „Mein Volk“, sondern einfach „das Volk“ genannt.

Als sie sich aus Ägypten erhoben und viel fremdes Volk sich noch nicht mit ihnen verband, nannte Er sie „die Söhne Israel“. Nachdem viel fremdes Volk sich mit ihnen verbunden hatte, nannte Er sie „das Volk“.

Wenn man davon spricht, was in einem Menschen vorgeht, dann bedeutet „viel fremdes Volk“ (Erev Rav) jene Verlangen, die auf dem spirituellen Weg zu schreiten scheinen, diesen Weg auch wählen, weil sie denken, dass sie auf diese Weise vorankommen müssen.

Nur versuchen sie jedes Mal, wenn sie sich dazu entschließen, voranzuschreiten, den Schöpfer, das höhere Licht, für sich, für das Empfangen zu nutzen.

Das ist die heimtückischste unreine Kraft (Klipa). Sie wollen die Tora benutzen, um alle möglichen Begehren des Egoismus in ihrem irdischen Leben in dieser Welt zu erfüllen. Alle Probleme des Volkes entstehen wegen dieser Klipa, genannt „viel fremdes Volk“.

Es ist leicht, das auf dem spirituellen Weg zu klären, wenn du erkennst, dass das eine egoistische Form ist, die nichts mit der Spiritualität zu tun hat.

Wenn ich mich nach jeglichen Genüssen dieser Welt sehne (Essen, Sex, Familie, Geld, Ruhm, Macht, Wissen), dann heißen diese Verlangen „Völker der Welt“ in mir. Sie wollen einfach diese ganzen Erfüllungen.

Doch wenn ich anfange, mich mit der Tora zu beschäftigen, und durch diese meine Beschäftigung alle möglichen irdischen egoistischen Erfüllungen – ebenfalls Geld, Ruhm, Macht usw. – erhalten will, dann heißt das „viel fremdes Volk“. Ich mische die Tora, die Kraft des Vorankommens, die Kraft des Lichts, zusammen, um sie für meinen Egoismus zu nutzen.

All das muss unbedingt in jedem Menschen, der auf dem spirituellen Weg schreitet, stattfinden. Denn jeder besteht aus allen. Es steht geschrieben: „Es gibt keinen Gerechten, der nur Gutes getan hat, ohne zuvor gesündigt zu haben“.

Jeder wird solche Abschnitte durchlaufen müssen (wenn das noch nicht geschehen ist), wenn mitten in seiner spirituellen Entwicklung in ihm plötzlich das Verlangen, Geld zu verdienen, Macht auszuüben usw., entbrennt. Nur ist die Frage, wie schnell und wie wichtig er aus diesem Zustand wieder herauskommt.

Doch die gleiche Trennung existiert auch in der materiellen Welt. Es gibt „Völker der Welt“, diejenigen, die sich nach allen Erfüllungen dieser Welt sehnen. Ihre Verlangen sind einfach, ohne jegliches Streben nach der Spiritualität, nach der Wissenschaft der Kabbala.

Es gibt Menschen, die nach der Spiritualität streben und versuchen, sie zu ergründen, soweit sie dazu in der Lage sind.

Und es gibt jene, die sich mit der Spiritualität beschäftigen, doch nicht, um ihren „bösen Trieb“ zu enthüllen, ihn zu korrigieren und dadurch dem Schöpfer näher zu kommen, d.h. nicht, um die Tora gemäß ihrer Bestimmung anzuwenden, sondern um aus der Beschäftigung mit der Tora soviel Geld, Ruhm und Macht wie möglich herauszuschlagen.

Darum steht geschrieben, dass alle Probleme nach dem Auszug aus Ägypten sich dadurch ereignet haben, dass sie das „viele fremde Volk“ mitgenommen haben.

Genauso ist es auch in unserer Generation: es gibt unter dem Volk diejenigen, die sich mit der Tora beschäftigen, um das Licht, das zur Quelle zurückführt, anzuziehen und sich zu korrigieren, und es gibt aber auch diejenigen, die sich mit der Tora beschäftigen, um Macht und Geld für ihr irdisches Dasein zu erhalten.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 20.10.2010

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Messias – für die ganze Menschheit

In der Erreichung des Schöpfungsziels gibt es die gegenseitige Arbeit zwischen denjenigen, die „Israel“ (direkt zum Schöpfer) heißen und der ganzen übrigen Menschheit.

„Israel“ ist ein kleiner Teil (mengenmäßig) der Seelen, in denen die geistigen Funken, die Bestrebung zur Offenbarung des Schöpfers enthüllt werden.

Und sie sollen zunächst notgedrungen die Bestrebung zur Spiritualität realisieren, und dann erreichen sie die begriffene freie Wahl, den Glauben über dem Verstand.
Dieser Teil der Seelen, „Israel“, die menschliche Stufe des Wunsches, wirkt auf die übrigen Seelen ein, die sich noch auf den tierischen, pflanzlichen und unbelebten Stufen der Wünsche befinden, weil die Stufe von „Israel“ das Licht des Wissens, des Verständnisses und der Kraft heranziehen kann.

Und die Antwort kommt zu „Israel“ , die Reaktion: vom Unbelebten zum Pflanzlichen, vom Pflanzlichen zum Tierischen, und vom Tierischen zum Menschlichen (Israel), und so schließen sich alle an den Prozess der Korrektur an.

Wie Baal HaSulam sagte, treffen die übrigen Völker der Welt auch eine Entscheidung und verfügen über die Freiheit der Wahl, aber nur nachdem „Israel“ sie beeinflusst hat .
Dann wird Messias – das allgemeine höchste korrigierende Licht geöffnet werden. Messias bedeutet übersetzt das Herausziehende, die Kraft, die dem Menschen aus seiner Selbstsucht hilft.

Die Verbreitung der Wissenschaft der Kabbala in der ganzen Welt heißt „der Aufruf (das Horn) des Messias“. Die allgemeine Kraft, die alle zum geistigen Aufstieg hinreißt, wird in der ganzen Menschheit geöffnet, und heißt „Mashiach„.

Messias kommt zu „Israel“ nicht, denn sie sollen sich selbst korrigieren. Мessias wird gerade in der ganzen Welt offenbart, nachdem Israel, diejenigen, die die Bestrebung zur persönlichen Korrektur bekommen haben, beginnen, die ganze Welt zu bedienen, weil sie verhältnismäßig korrigiert sind und in diesem Maß der Welt geben können.

Deshalb, wenn wir über die Zeiten des Messias sprechen, dann handelt es sich darum, dass die Gruppe „Israel“ verpflichtet ist, korrigiert zu sein – und in diesem Maß kann sie die Welt korrigieren. Somit heißt das Erwachen der Welt „Mashiach„.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Liebe zum Schöpfer und zu den Geschöpfen“, 12.10.2010

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Wie erkennt man Vollkommenheit

Die Spiritualität stellt die Vollkommenheit dar, in der nichts ändert. Folglich sehe nur ich darin die Veränderungen. Der Schöpfer scheint mir nah, fern, anders zu sein.

Wenn ich alles richtig mache, dann erkenne ich nicht nur die äußere Seite der Geschehnisse, sondern sehe in allem „den Guten und das Gute Schaffenden“, dabei verstehe ich dass „es niemanden außer Ihm gibt“, und dass alles nur in mir geschieht.

Aber wenn sich alles in mir verändert, dann sollte ich alle diese Veränderungen als ein Wohl wahrnehmen und verstehen, dass ich gerade auf dessen Grundlage in der unveränderlichen Beziehung zum Schöpfer festgehalten werden soll.

In diesem Fall ergibt sich, dass meine inneren Veränderungen in mir das Wesen des Schöpfers, aus dem Widerstand des eigenen Egos aufbaue.

Wo stellt man sich zum Zwiebelschälen an?

Frage: Was ist, wenn ich auf dem Kongress während des Unterrichtes im Wachdienst bin? Alle sitzen und hören Ihnen zu, und ich kontrolliere draußen Passierscheine. Selbst wenn ich den Unterricht über die Kopfhörer mitverfolge, ist es trotzdem was anderes…

Meine Antwort: Gerade das ist deine „Belohnung“. Denn du bedienst die anderen: alles, was sie während des Unterrichts „auffangen“, organisierst und gewährleistest du. Mit anderen Worten: sie bekommen in diesem Moment durch dich die Erfüllung.

Frage: Aber wie soll das funktionieren, denn nichts von ihren Eindrücken kommt bei mir an?!

Meine Antwort: Im Gegenteil, alle ihre Eindrücke kommen von oben durch dich hindurch, als ob du die Belohnung eines jeden von ihnen bekommen würdest. Ist das etwa schlecht?

Frage: Und wenn ich im Wachdienst bin und das auch genieße, weil ich dabei helfe, die Wissenschaft der Kabbala zu verbreiten? Darf man eine solche Erfüllung empfangen?

Meine Antwort: Empfange deine Erfüllung. Aber im Ganzen genommen, führe möglichst wenige theoretische Berechnungen durch. Eine Handlung ist eine Handlung.

Frage: Nehmen wir an, ich komme zum Kongress und will nicht in der Küche arbeiten. Mir wird aber aufgetragen, Zwiebeln zu schälen – lächerliche 100 Kilo (!), eine Arbeit für einen halben Tag. Ich mache das ohne jegliche Lust, mir ist es unangenehm, das kehrt mir den Magen um, ich verfluche die Freunde, ich verfluche diesen ganzen Kongress und will jede Sekunde flüchten…

Meine Antwort: Schau doch nur, was für eine großartige Arbeit du leistest, welche Gedanken an die Wichtigkeit der Gruppe und des Ziels jede Sekunde durch deinen Kopf beim Zwiebelschälen durchrasen, wie viele Berechnungen du durchführen musst, um diese Stunden doch in der Küche zu verbringen!

Du wirst so viel überlegen müssen, du wirst deine Haltung gegenüber den Freunden und dem Schöpfer klären müssen, du wirst mit dir selbst kämpfen müssen, du wirst dich abplagen müssen – und letztendlich wirst du erkennen, dass du einfach keinen anderen Ort hast. Wo sonst würdest du all diese Klärungen machen können?

In solchen Situationen ist die Genauigkeit der Analyse sehr hoch. Sobald du dich an irgendeine Arbeit machst – von der angenehmsten bis hin zur unangenehmsten – kommen sofort Gedanken und Zweifel. Das ist eine großartige Gelegenheit.

Wenn alle in der Küche arbeiten und sich gleichzeitig die Lektion anhören könnten, würde ich in meinem Zimmer sitzen und übers Radio, ohne Bildübertragung sprechen. Selbst wenn in der Küche niemand gebraucht wird – es ist unwichtig, wenn es nur Hindernisse und Überwindung gibt. Das ist die beste Bedingung zum Vorankommen!

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 15.09.2010

Kabbala Akademie

 

Warum soll ich für den Schöpfer arbeiten?!

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet es, nur für den Schöpfer zu arbeiten? Es verärgert mich stark, dass ich für jemanden arbeiten soll…

Meine Antwort: Dieser „jemand“ ist das absolute Naturgesetz, die allgemeine Kraft, die das ganze Universum und dich einschließt.

Außerhalb dieses Gesetzes existiert nichts mehr! Und wenn du „gibst“, dann machst du es „nicht für jemanden“, sondern um dieses Gesetz über das ganzen Geschöpf zu stellen, damit es für alle geöffnet wird.

Für den Schöpfer ist es nicht notwendig, weil Er nichts empfangen will. Er ist der Wunsch zu geben, der nichts bekommen kann. Er selbst wird in dir nicht empfunden, du fühlst nur deine Vorstellungen über Ihn.

Das Gesetz des Gebens gleicht einer Wand, es fühlt nichts, und du kannst es für unbelebt halten. Es ist das Naturgesetz, das absolute Gesetz des Gebens, von dem du die Reaktionen in dir fühlst.

Du tust Ihm kein Gefallen! Es ist nicht notwendig, dass du Dich an ihn anheftest, oder Ihn liebst. Er empfindet unsere Arbeit nicht so, wie wir sie empfinden.

Wir können nicht mal über Sein Wesen sprechen, weil es unbegreiflich ist. Alles was wir über Ihn sagen können, sind unsere eigenen Empfindungen, so wie wir Ihn in unseren beschädigten oder korrigierten Wünschen wahrnehmen.

Deshalb kann man nicht sagen, dass ich für Ihn arbeite. „Hefte dich an den Schöpfer an“, „Liebe deinen Schöpfer“ – es handelt sich hier um mich, um meine Korrektur, wodurch ich das Gute erreichen werde.

Deshalb wurde uns die Gruppe gegeben, in der wir arbeiten sollen, anstelle mit irgendeinem abstrakten Prinzip zu arbeiten, mit der Kraft, die unmöglich ist zu empfinden, oder mit der Bedingung, die jeder so umdreht, wie er möchte.

Nimm die Wissenschaft der Kabbala, denn sie ist ein Programm deiner Einstellung zur menschlichen Gesellschaft. Bilde die Beziehung zur Gesellschaft entsprechend diesem Programm, und du wirst die vollkommene Korrektur erreichen.

Die Liebe zu den Geschöpfen, die du dank dem Licht öffnen wirst, das zur Quelle zurückführt, wird deine Beziehung zum Schöpfer sein.

Anstelle der Arbeit mit dem nicht empfundenen Licht, zerbrach die Seele und ihre Teile und diese agieren jetzt miteinander.

Und deshalb haben wir nur eine Möglichkeit, uns zu verbinden, zusammen zu arbeiten, und zu prüfen, was wir bezüglich der abstrakten Kraft nicht machen können.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Liebe zum Schöpfer und zu den Geschöpfen“, 07.10.2010

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Das ewige Leben teilte sich in Tropfen…

Aus dem Artikel von Baal HaSulam „Vorwort zum Buch Panim Meirot“: Und so wird der Sinn der Bestrafung vom Baum der Erkenntnis klar, … wie der Schöpfer warnte: „An dem Tag, da du von ihm kosten wirst, wirst du des Todes sterben“…

Die Seele des ewigen Lebens wurde gezwungen, sich von dort zu entfernen, und dem Menschen blieb ein zeitbegrenztes Leben, das von einem Stück Brot abhängt.

Das gleicht dem Schweiß des Lebens, d.h. das Leben teilte sich in Tropfen und wird dem Menschen Tropfen für Tropfen zugeteilt, und jeder neue Tropfen ist ein Teil des vorausgegangenen Lebens.

Und das sind Funken des Lebens, die sich auf alle Menschen in allen Generationen bis einschließlich der letzten, das Schöpfungsziel abschließenden Generation aufteilten.

Das Licht des Lebens, welches Adam haRischon vollständig ausgefüllt hatte, hat sich einfach auf diese ganze lange Kette verteilt, die sich ununterbrochen auf das Rad der Veränderungen von Eigenschaften bis hin zur Endkorrektur spult.

Natürlich ist die Rede nicht vom gewöhnlichen Leben und Sterben eines Menschen in dieser Welt. Hier geht es um den Kreislauf des Verlangens zu genießen, das sich immer wieder aufs Neue in uns enthüllt. Und das wird als eine neue Inkarnation nach dem Verständnis der Wissenschaft der Kabbala bezeichnet.

Und wenn wir ein normales „tierisches“ Leben führen, korrigieren wir nichts und durchlaufen auch keine „Inkarnationen“.

Dank des Sündenfalls ist ein riesiger neuer Freiraum – die Scham – entstanden, und diesen müssen wir korrigieren, doch dafür bedarf es mehrerer Inkarnationen.

Und wenn der Mensch sich verändert, verändert sich die ganze Welt mit ihm zusammen, und es ist unmöglich, dass die Welt sich ohne den Menschen verändert.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 29.08.2010

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Kabbalisten über die Sprache der Kabbala, Teil 17

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir.

Alle Sprachen sind in die Wissenschaft der Kabbala eingeschlossen

Der innere Teil der Wissenschaft der Kabbala stellt nichts anderes als den inneren Teil der Heiligen Schrift, des Talmud und der Agada, dar. Und der ganze Unterschied zwischen ihnen besteht nur in den Wegen der Logik, was dem Kopieren der Wissenschaft in vier Sprachen gleicht.

Es ist selbstverständlich, dass das Wesen der Wissenschaft der Kabbala sich infolge der Veränderung der Sprache keineswegs veränderte, (es entstand aber eine Auswahl an Materialdarbietung) und alles, woran wir denken sollten, die Frage ist, welche Kopie sich am besten zur Übermittlung der Wissenschaft an den Studierenden eignet.

Baal HaSulam „Die Lehre der Kabbala und deren Wesen“