Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Welt'

Was wird uns das Jahr 2015 bringen?

Aus den Nachrichten (Globes): „Dieser Planet hat den Schritt zur Entdeckung der Wahrheit und der Erleuchtung der Menschheit getan. Dieses ist die Periode des Pluto, die 2014 begann und 2016 enden wird. Pluto symbolisiert den Tod und die Wiedergeburt, die Revolution im Massenbewusstsein. Die Entdeckung der unerschöpflichen Energiequellen, die Supraleitfähigkeit und die globale Kommunikation werden damit verbunden sein. Das menschliche Leben und die Weltordnung werden sich dadurch radikal verändern.“

Die Menschlichkeit steht am Rande der Apokalypse genannt wird, d.h. wenn die alte Ordnung zusammenbricht und eine neue geboren wird. Das Wort „Apokalypse“ kann mit „die Entdeckung der Wahrheit“ übersetzt werden.

„Sobald der Schleier von den Augen hunderter Millionen Menschen gelüftet wird, beginnt für die Menschheit einer Epoche der Erleuchtung.
Natürlich wird so eine Bewusstseinsrevolution begleitet werden von bedeutsamen, politischen und ökonomischen Entscheidungen, der Verwirklichung brillanter und blendender Ideen und dem Erscheinen von charismatischen Persönlichkeiten.“

Mein Kommentar: Die Weisheit der Kabbala stimmt komplett mit der Behauptung überein, dass „der Planet den Schritt zur Entdeckung der Wahrheit und der Erleuchtung der Menschheit getan hat“.
Das passiert aber nicht durch die wissenschaftlichen und technologischen Entdeckungen, sondern durch die spirituelle Veränderung der Menschen.

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Die kosmische Verwandlung

Wir veranstalten einen Kongress in der Wüste „Arava“, weil wir die Kraft der Einheit und der Verbundenheit dringend brauchen. Diese wird uns die Kraft und das Verständnis geben, zur Korrektur der Welt beizutragen. Es gibt keine effektivere Kraft in der Welt, als unsere Einheit. Alle übrigen Mittel sind materiell. Nur wir besitzen die spirituelle Kraft, das allgemeine System zu verändern und das Universum zu verwandeln.

Unseres Universum unterliegt einer begrenzten Zahl von Konstanten – wie zum Beispiel die Lichtgeschwindigkeit. Es genügt eine winzige Verschiebung in diesen grundlegenden Konstanten und die ganze Natur wird sich verändern. Beim Wechsel dieser Konstanten kann unsere Welt in ihrer jetzigen Form nicht mehr existieren.

Also können wir die Verhältnisse dieser Konstanten mit Hilfe der spirituellen Kraft ein wenig korrigieren. Auch dann wird sich die Welt allmählich verändern. Niemand hat eine Vorstellung darüber, aber alle werden plötzlich klüger und feinfühliger sein, die Augen werden sich öffnen, die Menschen werden mehr verstehen und fühlen, das das Bewusstsein eines jeden auf ein neues Niveau des Begreifens aufsteigen wird. Die Idee der Einheit wird verständlicher und die Notwendigkeit der Veränderungen wird deutlicher.

Wir enthüllen für die Menschheit das Licht, das zur Quelle zurückführt. Dieses Licht wird kommen und sie entwickeln, und zwar nicht in die Richtung der Weisheit dieser Welt, sondern zur spirituellen Weisheit, zur Weisheit der Vereinigung. Diesen Weg müssen wir der Menschheit mit unserer Einheit ebnen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem „Vorwort zur Lehre der Sefirot“, 16.02.2012

Eine Wahl in der Welt der Unendlichkeit?

Frage: Sie haben einst während des Unterrichtes gesagt, dass die Wahl nur im Fall der Ungewißheit notwendig ist. Wird die Freiheit der Wahl auch dann vorhanden sein, wenn wir den Zustand der vollkommenen Korrektur erreichen?

Meine Antwort: Je höher wir aufsteigen, desto schwieriger ist es, mit dem Schöpfer einverstanden zu sein. Und doch finden wir jedes Mal in uns die Kraft dazu. Vor dem Eingang in die Welt der Unendlichkeit offenbare ich, dass es niemanden schlechteren als den Schöpfer gibt. Bei jeder Frage, bei jeder Angelegenheit fühle ich die Meinungsdiskrepanz. Ich bin Ihm gegenüber mit endlosem Hass erfüllt. Aber gleichzeitig finde ich die Kraft, mich über diesen Zustand zu erheben und das Gegenteil zu erkennen: Es gibt niemanden außer Ihm, niemanden, der genauso vollkommen wäre, wie Er.

Ich stehe vor der Wahl – wohin soll ich vor Ihm flüchten? Dabei verstehe ich, dass es nirgendwo einen Platz gibt, der frei von seiner Gegenwart ist. Ich kann nicht flüchten, da alles um mich herum die Unendlichkeit ist.

Unabhängig davon, welche Stufe der Korrektur der Mensch erreicht hat, wird sein böser Trieb „Jezer HaRa“ ihn trotzdem überwältigen. Wir enthüllen die Schöpfung wie „Esh mi Ajin“ gegenüber „Esh mi Esh“.

Der nächste Augenblick ist dein Schritt vorwärts

Frage: Die Kerze brennt, solange sie Öl und einen Docht hat. Wie kann ein Mensch eine solche Stetigkeit erreichen?

Meine Antwort: Das Brennen kann nicht „konstant“ sein, denn in jedem Augenblick wird dir ein neuer Teil des Kerzendochts, sowie ein neuer Teil des Kerzenöls offenbart, welche sich in einer Verbindung und Verschmelzung befinden. Es existiert kein ständiges inneres Brennen, sondern es wird die ganze Zeit erneuert.

In der materiellen Welt können wir eine bestimmte Handlung in Gang bringen, und da sie allein von der egoistischen Kraft vollzogen wird, wird sie fortdauern, als ob man einen Bonbon nach dem anderen in den Mund nehmen und daraus den Genuss empfangen würde.

In der spirituellen Welt, wird jedes Mal, nachdem eine bestimmte Erfüllung erreicht wurde, eine neue angestrebt, und es ist eine Pflicht das eigene Verlangen des Genusses zu überwinden, um nicht mit der Kraft des Egoismus zu arbeiten. Es stellt sich heraus, dass ich ständig mit diesen einander ergänzenden Kräften arbeiten muss, damit die Kraft des Gebens die Kraft des Empfangens nutzt und jedesmal die Oberhand gewinnt.

Darum gibt es dort keinen einzigen Augenblick, der vorbei gehen würde, und es gibt solche Handlungen nicht, wobei eine einfach aus der anderen folgen würde.

Jedes Mal sollen wir den Kampf dieser zwei Kräfte aushalten, sie richtig einander gegenüber stellen, damit das umgebende Licht die gütige Kraft verstärkt und in uns die Macht der Kraft des Bösen nimmt. Auf diese Weise können wir vorankommen.

So passiert es in jedem beliebigen Augenblick, ansonsten ändert er sich nicht! Da das System auf dem Zusammenwirken der zwei Kräfte basiert: der Kraft des Schöpfers und der Kraft der Schöpfung. Je mehr sich die Schöpfung dem Schöpfer angleicht, um so mehr Augenblicke vergehen, und dies bedeutet, dass du wieder einen Schritt nach vorne gemacht hast.

Und wenn du dich unter der Macht von lediglich einer Kraft befindest, dann vergeht kein Augenblick. Darum existieren wir in unserem egoistischen Zustand überhaupt nicht in der spirituellen Welt, wir unterliegen keiner Bewertung – wie sind die Nullen, welche auf der Stelle marschieren.

Auch eine Konstanz ist ein ununterbrochenes Voranschreiten, eine ständige Erneuerung der Arbeit.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabash, 25.12.2011

Die Liebe ist ein abgedroschenes Wort

Es gibt viele Wege, um zur Frage nach der Liebe und der Einheit zu gelangen. In der Regel bedeutet für uns das Wort „Liebe“ etwas völlig Gegensätzliches: Unsere egoistischen Wünsche nach Essen, Sex, Familie, Reichtum, Ehre und Wissen zu erfüllen.

„Ich liebe“ – ​bedeutet „ich will.“ Ich will bekommen – das heißt, ich liebe etwas, ich wünsche, dass es meins ist, will es näher zu mir bringen, mir den Bauch damit vollschlagen. Darum geht es bei meiner „Liebe“. Im Kern ist der Begriff dieser „Liebe“ definiert durch: „Ich will es um jeden Preis bekommen.“

Das ist so, weil wir uns in dieser Welt befinden, die sich infolge des Zerbrechens gebildet hat, wie uns die Wissenschaft der Kabbala erklärt. Unsere gesamte Welt ist vollkommen egoistisch, weshalb wir uns die Liebe als etwas ausschließlich auf uns selbst ausgerichtetes vorstellen.

Wenn ich etwas liebe, bedeutet das, dass ich es näher zu mir bringen will, um es zu besitzen, zu empfinden, mich damit zu erfüllen. Sich den eigenen Wunsch zu erfüllen, etwas Schönes zu genießen, nennen wir „ich liebe.“

Dabei vergessen wir vollständig die zweite Hälfte, die zweite Kraft, die in der Realität existiert – die Kraft des Gebens, worin das gleiche Wort „Liebe“ vorhanden ist – wobei dieses Wort hier bedeutet, die anderen zu lieben, sie zu erfüllen, ihnen etwas zu schenken, was sie sich wünschen, und nicht was ich will. Dies ist genau entgegengesetzt zu unseren Vorstellungen über die Liebe.

In vergangener Zeit waren die Menschen mit der Natur stärker verbunden und besaßen ein natürliches Gefühl dafür, dass es in ihr eine zweite Kraft gibt – die Kraft des Gebens, welche Nächstenliebe und Zuneigung beinhaltet. Die Kabbalisten haben diese Kräfte enthüllt – genauso wie es viele andere Menschen tun, denen eine achtsame Sensibilität für die Natur zuteil wurde. Und es gab viele Menschen außer den Kabbalisten, welche fühlten und für sich in allen möglichen Formen enthüllten, dass die Kraft des Gebens nicht weniger als die Kraft des Empfangens ist. In dieser zweiten Hälfte der Realität, in der Kraft des Gebens existieren die gleichen Handlungen, die auch in der Kraft des Empfangens vorhanden sind, aber ihre Deutungen sind anders, anders als in unserer Welt üblich ist.

Und wir befinden uns nur in einer Hälfte der Wirklichkeit, unter der Einwirkung der Kraft des Empfangens, unter der Macht des Verlangens, sich zu erfüllen, das als Folge der Teilung der Wünsche / Kelim gilt. Der Mensch befindet sich innerhalb dieser Teilung. Und die gesamte unbelebte, pflanzliche und tierische Natur, wie Baal HaSulam in der „Einführung in die Wissenschaft der Kabbala (Pticha)“ schreibt, steigt zusammen mit dem Menschen auf und ab in dem Ausmaß, in welchem die Natur den Veränderungen nachhelfen muss, welche der Mensch zu durchlaufen hat.

Die Religionen und die Weltanschauungen basieren seit ihrer Entstehung darauf, dass sie diese zweite Kraft enthüllen, die in der Natur existiert. In ihrem Kern sprechen sie von Liebe und die Einheit. So war es, solange sie auf wenige beschränkt blieben. Aber als sich diese Gedanken in großem Maß unter egoistischen Menschen ausgebreitet haben, welche weniger sensibel waren – haben sie sich in eine Ansammlung von Zeremonien, Ritualen und diversen anderen Handlungen verwandelt. Von diesem Punkt an wurden sie auf egoistische Weise genutzt: Um sich selbst zu erfüllen, statt um die Menschen zur Vereinigung, zur Liebe, zur Eigenschaft des Gebens zu führen, und die beiden Systeme auszubalanzieren.

Während die Zeit vorwärts strömte und die Menschheit sich im Laufe der Geschichte entwickelte, angetrieben durch das unaufhörliche Wachstum des Egoismus in jedem Einzelnen und in der Menschheit im Allgemeinen, haben wir uns weit von dem natürlichen Verständnis des Menschen entfernt, welches die Menschheit früher besaß. Dieses Verständnis für die Kraft des Gebens und die wahre Bedeutung der Liebe müssen wir heute enthüllen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabash, 13/12/2011

Wofür ist unsere Welt geschaffen?

Am Ende unserer Entwicklung müssen wir den Zustand des unendlichen Empfangens, der unendlichen Offenbarung des Guten, der Ewigkeit, der Vollkommenheit, der Macht und der absoluten Erfüllung erreichen. Es ist das, was uns in der Zukunft erwartet, wenn wir zwecks des Ausdrucks unserer Absichten in Bezug auf den Schöpfer empfangen werden. Unsere Absichten müssen also den Absichten des Schöpfers adäquat werden. Darin besteht unsere ganze Arbeit.

Dafür ist unsere Welt, das heißt die Verhüllung des Schöpfers erschaffen worden, damit wir unter diesen Bedingungen, sowie mit der Hilfe der Umgebung versuchen, solche Verbindung zwischen uns aufzubauen, die uns erlauben würde, vom Empfangen – vom Diebstahl, von den schlechten Absichten, von Konkurrenz, vom Neid und vom Hass – zum Gefühl des Gebens, der Liebe, zum Aufstieg über sich selbst überzugehen.

Wenn der Mensch tatsächlich über sich selbst hinaufsteigt, dann beginnt er das Licht, das die Welt um ihn herum ausfüllt, den Schöpfer, der sich in dieser Welt befindet, das allgemeine Licht, die allgemeine Eigenschaft der Liebe und des Gebens zu empfinden. Folglich wird er von seinem tierischen Körper abgeschalten und „schwimmt“ einfach in dieser riesigen, unendlichen Atmosphäre der Liebe und des Guten.

Es ist genau unser nächster Zustand, den wir erreichen sollen. Dieser Zustand zerstört keinesfalls unsere Welt. Wir gehen darin allmählich ein, empfinden ihn zusammen mit unserer Welt und transformieren uns in unseren Empfindungen auf das folgende Niveau.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht , 06.11.2011

Der Gipfel des Begreifens liegt in der Unendlichkeit

Der Schöpfer ist im Begriff „Eins“ (hebr. Echad) eingeschlossen, wie geschrieben steht: „Eins, Einheitlich und Einzig“. Auf diese Art wird Er uns offenbart. Wenn die Kabbalisten das Licht der Unendlichkeit begreifen, den höchsten Punkt, den man überhaupt begreifen kann, dann offenbaren sie nur einen Begriff, in den alles und ohne jeden Unterschied eingeschlossen ist. Und die Welt der Unendlichkeit ist jener höchste Punkt, der überhaupt erreicht werden kann.

Von Anfang an war alles in diesem einen Begriff enthalten: die gesamte Schöpfung als ein Geschöpf. Um den Geschöpfen die Empfindung ihrer Existenz, der Vollkommenheit und des Begreifens zu geben, wurde dieser Zustand der Einheit in eine Menge abgesonderter und ihm entgegengesetzter Begriffe aufgeteilt.

Auf diese Weise geschieht der stufenweise Abstieg aus der Welt der Unendlichkeit bis in unsere Welt durch die 5 Welten (Adam Kadmon, Azilut, Brija, Jezira, Assija). Innerhalb dieser Welten wird eine Menge Veränderungen realisiert. Dann wird die Stufe unserer Welt erreicht, auf der wir vollständig von der Vollkommenheit abgetrennt sind, sowie uns der Abwesenheit des vollkommenen Zustandes nicht mehr bewusst sind.

Aber gerade aus diesem Zustand heraus beginnen wir, die Vereinigung zu erreichen und die Einheit, den „Einzigen“ zu begreifen. Dank unserer Bemühungen, unsere eigene Weltempfindung und die Wahrnehmung der Realität in den fünf Sinnesorganen zu korrigieren, können wir alles mit dem Einem, dem Einzigen in Verbindung bringen.

Somit haben wir keine andere Arbeit, außer alles zusammen in dem einem Begriff zu verbinden. Jeder einzelne Mensch fokussiert seine Wahrnehmung der Welt auf den „Einen“, und alle Menschen vereinigen ihre Wahrnehmungen, so dass alles in dem „Einzigen“ zusammengeführt wird. Und hauptsächlich wird diese Arbeit in der Gruppe – infolge der Bemühungen vieler Menschen durchgeführt, die den Begriff des „Einzigen“ über alle Unterschiede aufrechterhalten wollen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 27.11.2011

Kostbare Empfindungsfelder

Frage: In welche Richtung sollten wir gehen, damit der Kongress möglichst erfolgreich verläuft?

Meine Antwort: Wir sollten versuchen, unsere intensivsten Empfindungen in Bezug auf unsere gemeinsamen Handlungen zu finden und sie ständig in uns zu pflegen. Wir müssen die ganze Zeit das entwickeln, was wir in der Wüste, im Unterricht oder jetzt, bei den Kongressvorbereitungen, erlebt haben.

Wir müssen solche Empfindungspunkte in uns finden (keine Worte – sie können nicht in Worte gefasst werden) und uns an diesen Empfindungen noch mehr, noch intensiver festhalten. Wir müssen versuchen, sie auf irgendeine Art und Weise über alles andere zu erheben, wo auch immer wir uns befinden und was auch immer wir durchleben mögen – über alle entstehenden Probleme, damit diese Probleme jene Empfindungen, die wir aus solchen Momenten der Verbindung gewinnen, nur verstärken.

Versucht, diese Gefühle der Vereinigung zu sammeln und sie ständig zu mehren, zu entwickeln. Sie werden letztendlich dazu beitragen, zu der Empfindung der allgemeinen Eigenschaft des Gebens, der Verbindung zwischen uns, zu gelangen – dann werden wir in ihr die Höhere Welt wahrnehmen können.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 20.11.2011

Drei Tage vor dem Kongress

Frage: Sie haben von der Wichtigkeit der letzten drei Tage vor dem Kongress gesprochen. Wie können wir in diesen Tagen die Vorbereitung am besten organisieren?

Meine Antwort: Es gibt den Begriff „drei Tage des Übergangs“ von einem Zustand zum nächsten, in denen man den früheren Zustand verlassen und aus dem neutralen Zustand nach und nach zum neuen übergehen sollte.

Aus diesem Grund empfehlen wir sehr den Menschen, die sich richtig dem Kongress anschließen wollen (Kongress bedeutet im Grunde genommen unsere Einheit), zu versuchen, in diesem Gedanken, in diesem Gefühl, in der Vorfreude auf die gemeinsame Verbindung besonders in den drei Tagen davor zu sein. Das wird ihnen helfen, die Vereinigung besonders intensiv zu durchleben und in ihr wenigstens einen Teil der Höheren Welt für sich zu enthüllen. Genau das erwarten wir von unserer gemeinsamen Handlung.

Kongress ist nicht einfach eine Veranstaltung, auf der wir alle zusammenkommen, auf der wir singen, tanzen, an den Unterrichten und Freundesversammlungen teilnehmen. Nein, Kongress bedeutet in erster Linie unsere Vereinigung zu einem Verlangen des gegenseitigen Gebens. Wenn wir dieses Verlangen formen können, werden wir darin unverzüglich die nächste Stufe unserer Entwicklung wahrnehmen, die sich über unserer Welt befindet, – was wir eigentlich auch anstreben.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 20.11.2011

Gemeinsam auf der Spitze

Frage: Wie sollen wir vor dem Dezember-Kongress arbeiten, um unsere Botschaft an die Massen heranzutragen? Die Verbreitung im Internet verstärken oder uns auf die innere Arbeit an der Vereinigung konzentrieren?

Meine Antwort: Natürlich sollten wir im Internet arbeiten, damit möglichst viele Menschen weltweit von dem Kongress erfahren können.

Andererseits müssen wir, wenn wir dann zum Kongress kommen, uns anders um die Welt kümmern – durch das Netz der gegenseitigen Verbindung. Während des Kongresses muss ich das Internet und alles, was ich hinter mir gelassen habe, vergessen. Mir sind die Freunde, die sich hier befinden oder durch virtuelle Kanäle zugeschaltet sind, wichtig. In unserem Netz müssen wir die Verbindung zum Vorschein bringen und in ihr das Antlitz des Menschen, der dem Schöpfer ähnlich ist, das Gefäß von Adam, enthüllen. Dann wird sich uns die höhere Kraft offenbaren.

Dieses Gefäß nennt sich „Bürgschaft“. Denn das ist seine Eigenschaft – Gegenseitigkeit, gegenseitige Unterstützung, gegenseitige Verbindung, gegenseitige Fürsorge dafür, dass keiner aus dem gemeinsamen Kreis herausfällt.

Stell dir vor, dass wir auf einer winzigen Spitze stehen. Wenn wir uns nicht aneinander festhalten und nicht das Gleichgewicht halten, werden wir alle herunterfallen. Wie Blütenblätter umgeben wir die Blumenkrone. Wenn nur einer von uns das Gleichgewicht verliert und die Hände loslässt, werden alle Blütenblätter „abfallen“. Genau dieses Gefühl bedeutet Bürgschaft.

Frage: Und was bedeutet für uns die „Spitze“?

Meine Antwort: Die Kraft der Unterstützung des Schöpfers, die unter der Bedingung zum Vorschein kommt, dass wir vereint sind. In der Einheit zwischen uns finden wir den Einen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“, 23.11.2011